Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 533 (17.7.1920)
- Date
- 1920-07-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979611--04713-2990486- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 9 Vien, ciumoia# Lebensmittetabgabe des American Joint Distribution Committee. An die beim American Joint Distribution Eommittre, Abteilung Wien, im Bezüge der fortlaufenden UiitersiKtzmig stehenden Personen gelangt in der Zeit vom 19. biS einschließlich 80. d.M. gegen Abtrennung des Abschnittes Ul des neuen Lebensmittelbezugsblockes, O e l nnd Zucker in dem früher festgesetzten Ausmaße zur Ausgabe. Für, die Oelfaffung sind offene Gefäße keine Flaschen) mitzubringen. Die Ausgabe' von Fett statt Oel in demselben Ausmaße bleibt Vorbehalten. Die Abgabe i'ersolgt: An Personen, deren Lebensmiitrlbezügsblock mit der Bezeichnung Mo 2 versehen ist, Montag den 19. d. M., Di % Dienstag den 20. d. M-. Mi.2, Mittwoch den 31. d. M., Do 2, Donnerstag den 22. d. M., Vr 2. Freitag den 23. d. Mo 1, Montag den 26. d. M., Di i, Dienstag den 37. d. M., -Mi i, Mittwoch den 28. d. M.. Do 1. Donnerstag den29.d.M.. Fr i, Freitag den 30. d. M. Die Ausgabe findet in.dev Lebensmittellektion, Hl.. Esteplatz 3. .statt., Die hier, angeführten Faffungstage sowie die für die früheren Fafiungen bezeichnete Stunde find genauest rinzuhaltr«. Koscherfleifch. Dir Firma CH. Sch. Nussenbaum, D.. SchlffamtSgasse 14. bringt töglich von 7 bis 13.Ukir vormittags frisch gcschlachtetts ansländischcs Koscherfirisch zum Verkauf. - Mittella, SLaatsbedienstetenzubutze». In der kommenden Woche gelangen in den Filialen der Mittella sowohl kür die Z'vilstaatsbedienstrten als auch für die Mili'.ärgapisten folgende Zubußen zur Abgabe: der Kopf der Familie '^ Kilogramm Rollgerste. '/, Kilogramm Fett, K'logranim Maumen, Kilogramm Erbsen.'/tKilogrammLinsrn.20Tablrtlen Saccharin, ferner für jedes Kind bis zum t4. Lebensjahre Kilogramm Lcgnar nnd an dreitövfige Familien 1 Dose Sardrueu. an mehrkovstge Familien 2 Dosen Sardinen. Die genaue Verkanssliste enthält das Nachrichtenblatt der Mittella. Bühne und Kunst. Aus den Theatern. Die Freie jüdische Volksbühne bringt b e u t e, 7 Uhr abends, im Theatersaale des Hotel Bayrischer Hof Jakob Gordins vieraktiges Drama'«Gotl. Mensch nnd Teufel" zur E r st a.u f f ü h r u n a. In der. Rolle des Masik iTrufel) gastiert der Scharnvieler und Regifirur L I » n g w ne t 6 aus Krakau. ^Morgen, Sonntag, 7 Uhr abends, wird diese Vorstellung wiederholt. Zu diesen beiden Vorstellungen haben alle Mitglieder der Freien jüdischen Volksbühne um 50*/, tj* mäßigte Preise. Annie D i rkons kehrt als Gast wieder an die Stätte mrücf, wo sie tut Mittelpunkt ganz großer Erfolge staNd. Sie kreierte die Hauptrollen in den Stücken: „Wie man Männer fesselt", ,Aie Dame vom Maxim", „Tata-Toto" usw. Die übermütige Soubrette kommt als serieuse Schauspielerin wieder. Sie wird Dienstag, den 20. d. M., die Titelrolle in der Komödie „Zaza" spielen und damit den Uebergang in ein neues Fach bewerkstelligen. _ Heute und morgen finden im Gartenthe at#i des 3 d) t v f | e § Belvede re unter der Regie von\ Albert Heine und unter Mitwirkung des-Symphonie-Orchesters und des. Ballettkorps der Staatsoper die bs iden letzten Aufführutrgeu von „Prectosa" statt. Für diese Ausführungen hat das Alland-Komitee ermäßigte Preise festgesetzt. Kartest für diese beiden letzten Aufführungen bei der Konzertdirektion Benno ^Lie, 3. Bezirk, Landstraße Hauptstraße 1, Telephon Rr. 9077, in der Schloßverwaltung des Belvederes, 3. Bezirk, Prinz Eugenstraße 3, bei Kehlendorfer, 1. Bezirk, Krugerstraße. und bei Glück-Aida. Die Soinmerdirektion der Neuen Wiener Bühne hat das bisher von der Zensur nicht freigegebene Lustspiel „Die gute alte Sitte" von Gustav Davis und Felix Dör-- m ann zur Ausführung erworben. Die Proben haben bereits begonnen. Ende dieses Monats spielt im Zyklus der Neubelebuttgeit Oskar Be regt den Keau. Hugo Thimigs Meisterleißung als William Dorrit wird Sonntag abends wiederholt. Heute und Montag setzt Oskar Ber^gi feilt Gastspiel als Urtel Acosta fort. Eine Wiener Operette in Paris. Der bekannte Wietter Komponist W. Engelberger arbeitet derzeit an einer Operette von Benno Vigny und Jcanne Lanpre, der berühmten französischen Schriftstellern:. Die Premiere findet im Herbst an einer großen Pariser Bühne statt. Benno Bigny weilt derzeit in Wien . . i Belvedere Nedoute zum Besten der Heilanstalt Ulland. Auf dir am 3. d. M. m t so großem Erfolge stattgksundene S o m m e r n a ck t s - R e d o n t e folgt am D t e it 111 a fl, den 27. d. M.. xlnchsalls unterder Leitung des Dtrcktors Sftino L i e im Par!,e des Belvedere- Schloss es die B e l v ed e re - R e b oute. „Der Znde" bringt in feiner soeben rrschienrnen Nnmmer 2 des V. Jahrganges folgende Aufsätze: Arnold Zweig „Der heutige deutsche Antisemitismus*. Joses Meist „E,n Mißglückter Versuch" (Dokumente aus der Geschichte der Chowewe-Zton-Beweguntz). Moritz Bileski „Die Wirkungen des Kompromisse-". Paul Zucker „Probleme der Kunsterziehung in Palästina". Arjeh bmMenachenr „Einschaltung des W'adar". Ferner „Bemerkungen" von Abraham Schwadron und Heinrich Loewe und in der Rubrik „Umschau- Notizen von Sigmund Katzenelsou, Brrl Locker, A. GranowSkh und Moses Calvarv. Sport. Neuorganifierrmg der jüdischen Tnrn» nnd Sportvereine. Die jüdischen Turn- und Sportvereine waren bisher im Jüdischen Turn- und Sportkreis Oesterreich organisiert. Die Kreisleitung leitete die Agenden des Verbandes. Für den Sport war Dr. I. H. Körner, der Vizepräsident der Hakoah als 5kreissportlvart bestellt. Der fachliche Zusammenschluß der Turner und Sportleute erwies sich als nicht zwecventsprechend und so wurde die Anregung der Hakoah, den Turn- und Svvrtkret's neu zu organisieren, vom Kreisvorstand;;viitc akzeptiert. Der Neuerungsiw-Tchtag ..er Hakoah geht dahin, daß und Sportvereine gesondert ihren Bor-! Wiener Mergenzeitung stand wählen. Urber diestit beiden Ilnterausschüssen steht der gemetnsame .Vorstand' des 'Lurn-. und SPortkreises. Den Unterausschüssen obliegt dih,Leitung der ihnen angohörcuden Vereine in rein turmrischer' oder sportlicher Beziehung. Die Vertretung nach ''außen, die nationale ''Erziehung und die Führung imterorganisatorischer Referate fällt in detr Wirkungskreis des gemeinsamen Kreisvorstandes. Die «iglischrn Leichtathletik - Aleisterschasten, die in Stamford BridgehesLoydyn auch unter, französischer, amerikanischer ^ünb südafrikanischer Beteiligung vor sich gingen, zeitigten gute Ergebnisse uttd ließen auch einige Titel nach dem Ausland wandern. Drei Meisterschaften, fielen an Franzosen.- Paoli. gewann die Meisterschaft im Kugelstoßen mit 19,70,Meter, Franquenelle die int Stabhochsprung mit 3,55 Meter und Burtin die über'die Meile in' 4-Min. 23 Sek. Rudd, Südafrika, gewann nach 1 Min. ‘55 Sek. die 880-Dards- Meisteeschaft, Laurie, Amevtka. nfid 6,81Wöter den Weitsprizng. mit Anlauf. Die 100-Nacds-Melstersch>ist fiel <ür den Engländer Edwards, der 10 Sekunden für die Strecke benötigte, während er die 220-Nards-Meisterschaft. .in.der., glänzenden Zeit von 31,3 Sek. an sich riß. - Quer durch Wien. Ein Großteil der für das Schwimmen Quer durch Wien genannten Schwimtner und Schwimmerinnen hat die notwendige Leistungsprüfung bereits abgelegt. Es ist mit nahezu 400 Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu rechnen. Professor Willy Schmieger, der bekannte Sportstnann. wurde zum Leiter der staatlichen Stelle für.körperliche Erziehung im Staatsamt für Bolksgesnudheit berufen. Die ° Germania spielte am Sonntag tu Komorn gegen den dortigen Fußballklub und unterlag 0:1: Die Schwechater spielten allerdings nur mit neuit ßNann, da zwei Spieler die Reisegesellschaft hatten aussitzen lassen. Indischer Wanderbund Blau-Weiß. Ortsgruppe Wien- Gruppe IV, V, VI. Heim: IV.. Schleitmühlgafir 14. Heute. 6 Nbr abends, Heim-Abend. Alle näheren Daten betreffs der morgigen Wanderung find dvrtselbst m erfragen. — Gruppe IX. Hetm: Mhrivgerstraße 15. Alle Züge wandern morgen um 7 Uhr von der Sradlbahnstation Schöttenimg. — Gruppe XVIH. Heim: XVIII., Schovenbauerstraße (Tempel-Haus). Alle Züge wandern morgen um 797 Uhr irüh von der Bolksopcr (Uhr) ab. —Gruppe XIX. Heim: XIX., Rudolstnrrgaffe 13. Alle Züge wandern morgen um 7 Uhr früh vom Heim ab. — Gruppe XX. Heim: XX., Karl Meißlstraße 5. — Heute, 6 Uh r, Heim- Abend. Morgen wandern alle Züge um 7 Uhr früh vom Heim auab. Sp. C. Moriah. Wockenvrogramm: Training der I. und II. Mannschaft Montag, Mittwoch und Freitag vm b Uhr. Der Sp. Kl. Kadima spielt S o n n t a g den 18. d.M. mit zwet Mannschaften in Zwokswcing Propaganda-Wettspiele. Heute, 7 Uhr abend-, Vollversämmlung brr Fußballsektio», zu welcher alle Fußballer zuverlässig erscheinen wollen. Gerichtssaal. iAerichtsferie«. Heute begannen im Justichalast (Zivillandcsgericht und OberlandeSgericht) sowie im Handelsgerichte die GeriÄtsfrrien, dir bis 35. August dauern. Beim Obersten Gerichtshöfe beginnen die Eerichtsserien am 19. d. M. und dauern ebenso wie beim Berwaltungsgerichtshose bis Milte September. Beim Zivillandes« grrichte und bei« Handelsgerichte sind Fenalsevate zur Erledigung unaufschiebbarer Verhandlungen, das sind beim ZtvillandeSgerichte Mietsache» und beim Haydelsgerichte Wechselangelegenheiten, eingerichtet. Nennwetten und Religionsverschiedenheit als Ehetrennüngsgrund. Die Kelluersgattin Marie W. brachte gegen ihre« Gatten Siegmund W. eine Ehcscheidungsllage ein, in welcher sie den regelmäßigen Rennplatzbesuch ihres Gatten als hauptsächlichen EhetrcnnnungSgrund anführte. Es gebe kein Rennen, daS er nicht besuchte, und bei dem er nicht auf dieses oder jenes Pferd gesetzt hätte. Die Ausgaben hicfür überschritte« seine wenn auch nicht unbescheidenen Einnahmen als KaffeehauSkellner, fo daß er ihren Schmuck verkauft habe, um nur seiner Leidenschaft für die Rennen stöhnen zu können. Eine ganze Kiste voll Rennzettel» könne sie zum Beweise für diese Leidenschaft dem Gerichts- Hofe auf Wünsch zur Verfügung stellen. Auch machte sie R e l i g i o n s v r r s ch i e d o n h e i t als Ursache ihrer unüberwindlichen Abneigung geltend. Das ZiMandeSgericht sprach die T r e n n « n g der Ehe aus dem a ft e i n t jj e n Verschulden deS Ehegatten aus, weil durch die Leidenschaft des Grklagten für Rennen und Rennwette« daS finanzielle Gleichgewicht im ehrliche» Haushalte gestört werde. Gßilm diese- Urteil brachte der EhrbandSverteidiger die Berufung ei», welche fich haupsächlich darauf stützte, daß die Leidenschaft für die Renne« und Rennwetten keine unheilbare sei. DaS OberlandeSgericht (Vorsitzender Hofrat Dr. W e h l i) gab der Berpfung des EhebandsverteidigerS keine Folge nnd bestätigte die Ehrtrennung. Zwei aufgehobene Spielhöllen. Bor kurzem hob die Polizei zwei Spielhöllen auf, von denen sich die eine in der Goldeggaffe, die andere in der Karlsgaffe befunden hatte. Heute hatten sich die Teilnehmer au den zwei Hasardpartien, die sich aus den verschiedensten Berirfsständen,!& M. ROHATYN ,,L Maria Theresienstras*© 10 > Talephon 30-363 i Durchführung aller bankgeschäftlichen Transaktionen, j Zahlungen auf alle Plätze des Auslandes kulantest und raschest. II Erteilung von Warenkrediten Separat© Abteilung dir Polen *** Korrespondent per Industriebank Warschau Besorgung sowohl brieflicher als telegraphischer lieber- Weisungen Einziehung von Aussenständen etc. 17. IuN 1920 Mt Pnr Männst nnd Ftancn vcfi.rltcricn.;. vor dem Margaret«» Strahl rictzter Vnndcsgnich'Siar %y. St vcev c r zu verantworte«. Alle . Angeklagtrrr bestritten, daß es sich damals um ein verbotene- Gpfcl gehandelt habe, wurden aber durch die bestimmten Angabm der eingeschrifienen PolizeiorMue widerlegt. Der Richter erkannte alle.Angeklagten schuldig und verurteilte die Angeklagten z» Geld* strafen irr her Höhe von X 1000,-7- bis X 3000.—. Oege« «ehret» Angeklagte wrtrde außerdem d» Landesverweisung suSgcsprscht«. Der Volkswirt. Eine Krone 3.70 Centimes Geld, . X 'r . - Gestern notierte in Zürich : dir vstermchrschr Krone Geld .... 3.70 ( 3.70 g« 15, AzÜÜ Uie'oiicrr. gestempelte Krone Geld. . 3.80 ( 3.80 a«t iS. Juli) hie tschechische Krone.. 12.40 (12.i0 m 15. Ichti) die Mark ..14.75 (14.40 am 15. H«li) Agram' ..9.— ( 9.30 o« 15. 9»li) Warschau,. . 8.40 ( 3.80 am 15. 3^ Budapest . 3.5s ( 3.40 am 15. 2W Erhöhung der Einkommensteuer. Etsuersreies Existenzmirrim«« 8400 Krone«« Der Finanä» und BudgetauLschutz hat zunächst daS Staatszuschlagsgesetz vom Jahre 1920 zum Beschluß erhoben. Berichterstatter Allina referierte über die Personalsteuernovelle vom Jahre 1920. Bezüglich dgtz steuerfreien Minimums, führte er unter anderem aus, sind die Parteien eitthellig zur Anschauung gekommen, daß die festgesetzte Ziffer von 8000 Kronen unter dey heutigen Verhältnissen ganz unmöglich ist. DaS steuerfreie Minimum, das früher 1600 Kronen betrug, ist unter den heutigen Verhältnissen zu verfünf fachen und wurde mit 8400 Kronen festgesetzt. Dieser Schlüssel machte es mm nptwendig, eine bei allen Sätzen der Steuerskala bis zum Betrag von 60.000 Kronen als die Einkotnmensgrenze der Arbeiter und Angestellten in Er« scheinung treten zu lassen. Während nach der Regierungsvorlage früher bei 900.000 Kronen der Höchstsatz von 60 Prozent in Wirksamkeit getreten ist, soll nach ihrem neuen Vorschlag dieser Höchstsatz der Einkommens steüer erst bei einem Einkommen von mehr als zwei Millionen eintreten. Das scheint jedoch das Verfünf fachungsprinzip in das Sinnwidrige zu verkehren. Eine weitere in das bestehende Steuersystem tief einschneidende Bestimmung ist das sogenannte lieberwälzungsverbot. Nach dieser Bestimmung fväxe derjenige mit Strafe zu belegen, der die Bezahlung dlw. Steuer für eine dritte Person übernimmt. Dieses Verbot ist geeignet, die größten Bedenken hervorzurufen^ zumal es für den Erfolg der'Steuer vom steuersthkalischen Standpunkt bedeutungslos ist. ‘1 Staatssekretär Dr. Reisch anerkennt die Berechtigung der Einwendungen, welche gegen die von der Regie» ung vorgeschlagenen Sätze erhoben werden, da diese Rücksicht auf die seit Einbringmtg der RegierungS« Vorlage eingetretene weitere Geldentwertung und unter Berücksichtigung der schwierigen Lage der Bevölkerung, zu hoch gegriffen sind> insbesondere' für jene Bevölke« rungsschichten, die bisher nicht als Träger der Ein« kommensteuer erschienen sind, und schließe sich der An« regung des Berichterstatters an, eine neue Skals auszuarbeiten. Diese Skala soll dein Utnstand Rechnung tragen, daß die nominellen Einkommen wesentlich gestiegen sind, ohne daß. dadurch die reale Leistungsfähigkeit der Bevölkerung eine. Förderung erfahren habe. Es muß auch üben Einkommen von 200.000 Kronen hinaus eine - allmähliche Angleichung an die ursprünglichen Sätze der Regierungsvorlage durchgeführt werden. — Auch die Fage des Ueber'wälzungsverbotes ist im Prinzip keine Neuerung. Wie die Verhältnisse heute liegen, besteht die große Gefahr, daß die Masse der Arbeitnehmer imstande ssin wird, sich gegen die Durchführung des Steuerabzuges zur Wehr zu setzen, wodurch die Absichten des Gesetzgebers durchkreuzt würden.. Hierauf wurde das Eingehen in die Spezialdebatte beschlossen Im dritten Hauptstück (Renten st euer) toütög im § 125, bezüglich der Befreiung für Personen, deren rentensteuerpflichtige Bezüge weder für sich allein, noch auch in Verbindung mit ihrem anderweitigen Einkommen .den Betrag von >3000 Kronen jährlich übersteigen, diq Ziffer von 3000 auf 8400 Kronen erhöht. Zum vierten Hauptstück, das nunmehr den DüÄ hat, betreffend die E i n k o m m e n st e u e r, wurde § 155« Absatz 1 in folgender Fassung angenommen: „Von dev Eirtkonimensterter sind ferner befreit Personen, deren gesamtes Einkommen in dem gemäß §166 maßgebende« Kalenderjahr (Wirtschaftsperiode) den Betrag von 840G! Kronen nicht übersteigt." Im § 157 wttrde die Bestinnnung, wonach das vo«- der Ehegattin oder anderen Haushaltungsangehörige« nicht in der Wirtschaft des Steuerpflichtigen erworbene. Arbeitseinkommen, falls das Gesamteinkommen der Haushaltung 4000 Kronen nicht jibersteigt, nicht l)inzuM4 rechtren ist, auf 20.000 Kronen e r.h ö h t. Bei § 160 (Abzüge) wurde die Abzugspost für Ä e r s i ch e r n n g s p r ä m i e n für Todes- oder Lebens« fallverstcherung von 800 auf 000 Krotten, und wenn auch der zweite Ehegatte und die Kinder des Steuerpflichtigen versichert sind, auf 1200 Kronen erhöht. Ferner wurdß