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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-16 · Heft 532 (16.7.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 532 (16.7.1920)
Date
1920-07-16
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ur, sss ÄÖtert, Fretlag Witutt - "ir-i—rn'-in i tS.M'MS 'TrT'Tr OTte—aw uL Watt Die Juden in Ärgentirrkeu. ••'5D'er Zionist D'r. E st st r i n, der jetzt bie. Der- , Ünigten Staaten bereist, um für den.' Nationalfonds pt' wirken, machte einem Mitarbeiter des ddew-Aorker Mwish MornrngJournal" Mitteilungen über die Juden ^-Argentinien. Dtan müsse, wenn man von den Juden m Argentinien sprecht stets! einen .Unterschied zwischen . -LN-.städtischen Juden . und den Kolonisten , machen. Obwohl letztere verhältnismäßig, eine verschwindende Minorität bilden, so nehmen sie doch, im gesellschaftlichen Hetzen der Juden Argentiniens eine solche Nolle ein, tzaß man eigentlich von ihnen stets zuerst sprechen sollte, fcfetä jüdische Hauptzentrum ist Buenos Aires, wo zirka.??0.000 Juden leben, die beinahe in allen Zweigen - argeutinischen Lebens vertreten sind. Es gibt dort jüdische Großkaufleute, Großfabrikanten, Mediziner, Juristen,, Universitätspvosessoren> 'Schriftsteller und Arbeiter,, hauptsächlich aber, eine starke Mittelklasse. Es stnb ' dies größtenteils russische öder polnische Juden, xK Mt jedoch auch eine kleine Zahl von französischen, englischen und deutschen. Juden, die dem jüdischen Mtjonalleben bereits sehr entfremdet sind. In allen MLdten Argentiniens, wo es größere jüdische Kolonien gibt^l 'gibt es ebenso wie in Europa alle möglichen Klassen und Schattierungen unter den Juden, ebenso Partelkämpfe und Reibungen. Es gibt Bundisten, allgemeine Sozialisten, wie auch Sozialisten mit gewissen Färbungen.. Der größte-Teil der Juden Argentiniens ist IjtSklA J(«! lUlA. Il14*ik <«•««144^»?^! 4 4.A'4t«r'i4C/<ttA argentinischen Juden zeichnen sich auch durch ihre Gutherzigkeit und Freigebigkeit aus. So war Argentinien das erste Land', wo ein jüdischer Kongreß stattgefunden t, noch achtzehn Monate vor dem jüdischen Kongreß! Amerika. Es war dies von großer Wichtigkeit, da an bisher m Urgenttnien fest geglaubt hatte, es mit ussen vder Polen und nicht: mit Juden zu tun zu haben. )ie Spenden ftir den Nationalfonds, Geulah-Fonds rc. ergjHbün gegen 250.000 Pesos (600.00Ö schweizerische Franken), was für eine Bevölkerung von 150.000 eine ziemliche Leistung ist, umsornehr, als außerdem. auch 200.000 Pesos für den Relief-Fonds für die Kriegsopfer aufgebracht wurden. Die Zionisten haben zwei eigene Wochenschriften, „Jiddische . Welt" und in spanischer Sprache den „Maccabean". Besonders lobend ußerte sich Epstein über die jüdischen Kolonisten. Entegch dem in den Städten..herrschenden Ässimilationstsi, bleiben die jüdischen Kolonisten jüdischnational. Dfe reden jüdisch und leben .noch so ziemlich traditionell. Den Kolonisten geht es verhältnismäßig, materiell recht tzut, aber trotzdem sind-fast alle, bereit, ihre Farmen iw Wkmh-N und nach Palästina. auszuwandern. ^':ü.. 7'-7—-. - * * Begrabniste am hr«ttge» Tage! Zentral.! d h. o f: 10 Uhr Dr. Friediung Heinrich; i1 Uhr «scharr Rosaln; 12 Uhr Altman» Ferdinand, —.. Rener 18 UV CtaÄfeUU* uf - * ^luterrichtsgrgenstand in eng. kochen Schulen. Der Londoner Stadtrat hat beschlossen, die «Ebralsche Sprache als obllgatm Lehrgeqknstand in den Schulen «onvons. welche r» verlangen, emzufübrkn. Im Stevhanv- «*5 m Londoner Stadtrat veranstalteten Atzyldknrsen daö Hebrarsche berens rrngeführt worden. *4*v ^^EE doh«be«eg«ng. ES verlautet auS dem Eleltrizitätsffi* Jjö| **ie nächsten -wer Tage mit Verhandlungen ausgestillt lebende Gvrache bereitun " u n. g mit einer Ausnahme m diese Schule gerechnet werde» - /dre betreffende«. Kinder sind w'Mubnnaen) gl?«'!» Ä Samstag und Sonntag) nachmmaas von borÜrake^ ^"^rnchtsamt -es Jüdischen Naü?nasta?etz. II., .^Jlt tterben20 ' ^Egegengrnommen, woselbst auch AnSMnfte * Ei» Wiener Tonrist vermißt. Nach dem .Salzburger BolkLblatt w,rd der ans Wien gebkm.gte Hörer der Technischen Hochschule Alexander Theimer, der am 8. d. M. rme Wanderung ans dem Hohen Göll unternommen hat, seither vermißt. V *,?!? H.^mkehrerbe«eg«ng Dir Heimkehrer-Dini-temvgSstelle Hutteldorf teilt uns mit: Heute irtfft um 8 Uhr SO Mi», vormittags am Hutteldorfer Bahnhof der Heimkehrer-, traoßport. Nr. 29.051 nut 24. Nr'ehervsteneichern, 6 Tscheche». 3 Polen,; Z Rumänen, 5t Jügoskavrn, 8 Italienern und 184 Ungarn ein. ' ... E>ie Heimkehrei? no« Mount Bernon. Wie vns Mrttwoch veröffentlichten Liste mitaeteilt wird, habe» von den dort genannten Personen, und zwar Meier Heinrich ans ^alaberg, M ä t h Friedüch (Mew SchopenhaueMüße? § 5 * L£,r (Wien, Wallnerstraßel und Steffel NÄ??EmerWffe) ihre Plätze auf 'dem Mount Bernon J*h M Wladiwostok zurückgeblieben. Die Weiterbeförderung dieser Paffaglere ist von Norfolk an, wo der Monat Be^noa .wegen ^Naichmcndejeltes zurückbleiben mußte, durch den oMlkgMsMv.bft An unsere Leser und Bezieher in Deutschland! Wir bringe» z«r Ke»«t»is, daß wir dem Zeitungsvertriebsbnrean Hemewasser, BerLi» c: 54, Rosenthalerftraße 43 (Telepho» Norde» 1982) die Generalvertretung der ^Wiener Morgenzeituna" für Deutschland übertrage« habe». Wir bitten, alle Geldsendungen und Bestellungen an diese Adreffe zu richten Verwaltung der »Wiener MvrgenzeitunK" am 23. Juni abging. In Norfolk wurden die Kriegsgrfangenrn von dem New-Uorker Arzt Dr. Otto G l o g a u, nnem Winrrr, besucht, der dort zwei Tage weilte. * Ansstattnngsbeiträge für jüdische Mädchen. Dem Oberrabbiner Dr. C h a j e 8 ist im Wege deS Chief Rabbl Dr. Hertz in London als Svende deS Mr. M. Greenhill in Indien ein Scheck auf 1000 .englische Pfund zugelvmmen. Der Betrag ist dazu bestimmt,- jüdischen Mädchen deS Mittelstandes, welche sich im Brautstande befinden, AusstatttungSbriträge zu gewähre». Nus dem, größeren Teile dieses Betrages soll nne Stiftung errichtet werde«, deren Ertragniffe dem angegebenen Zwecke zuzustthren find. Der fkmtrt Teil wird bis -m Errichtung der Stiftung für Zuwendungen an Brärrte verwendet werden. « Verein der Hörer de» jüdische» PLdaKogium«. E r h o l ü n g S b e d n r f t i g e Hörer des jüdischen Pädagogiums mögen fich Freitag Mb von 8 bis 10 Nhr vormittags im Sekretariate -es Pädagogiums bei Herrn A a tz melden. * Jüdischer Brrk»«i«aer Verein in Wie«. Berichtigung: Die für Samstag dev 17. d. M. irrtamüch angesagte Anmeldung (J biS M) für die amerikanische Hilfsaktion findet am Dienstag den 20. d. M. von V,3 bis 5 Uhr nachmittags statt, da am Samstag keine Aufnahme erfolgt. - a * Schneider- «nd Sck»»hm»cher-Werlrstiitte des Verbandes der jüdische» Invalide» n«d Heimkehrer in Wie». Invalide jüdische Schneider-,»nd S.ch uhmachergehilfen finden lohnenden B e r d i e « ft. Anmeldungen täglich in de« Werkstätten, XX,, Heinjrlmanngasse 15, Souterrain. * Schulnachricht. Am 15. Septenrber d. I. eröffnet die Privat-Volks- und Bürgerschule mit Oefsentlichkeitsrecht in Wien, 1. Bezirk, Hoher Markt 3, ihr 52. Schirljahr. Gegründet von dem rühürlichst bekannten Pädagogen, einstnmligen Vizepräsidenten und EhrenmÜgliede der Wiener Pädagogischen Gesellschaft D. Simon, hat diese Lehr- und Erziehungsanstalt, welcheseit ihrem Bestand mit einem vorzüglich geleiteten Pensionat verbunden ist, schon in den ersten Irhren ihres Bestandes' sich den Ruf erworben, eine Stätte zu sein, woselbst die modernsten Erziehungs- und Unterrichtsgruuosatzs zilLBetätLgmrgsgelangLn, wo die Zöglinge neben feiner Sitte und ausgezeichneter Charakterbildung umfassendes und wohlfünöiertes Wissen erlangen können. Gar manches von dem, was bei der gegenwärtig im Zuge begriffenen Schulreform als bodenständiger und als Arbeitsunterrrcht in' Zukunft vorzügliche Früchte zu bringen verspricht, ist an dieser Schule vor Jahren schon praktiziert worden, zumal die Nachfolger Simons, die Institutsdirektoren Bauer, Planer, Salatva und Duschinski, stets an der Spitze des Fortschritts auf unterrichtlichem und erziehlichen! Gebiete nrar schirrten. Bei dem Umstaude, daß die besagte Anstalt über einen ausgewahlten Lehrkörper verfügt, der dein Jndividualitätsvrinzip nach jeder Richtung in vollem Mäße huldigt, waS bei der beschränkten Schülerzahl — höchstens 15 in einer Klasse — ohne Schwierigkeiten erfolgt, wird es möglich, baß selbst minder begabt« Schüler dennoch das. vorgeschriebeue Lehrziel erreichen. Die hervorragenden Leistungen dieser Lehr- und Erziehungsanstalt finden übrigens nicht nur im Inland, sondern auch int! Ausland verdiente Würdigung und jahraus jahrein beherbergt das nrit ihr verbundene Pensionat ein« nicht unerhebliche Anzahl von Knaben und Jünglingen, die aus dem'Ausland Hieherkommen. Im Schuljahr 1920/21 werden zu gründlicherer Erlernung der hebräischen Sprache zwei Kurse eröffnet, einer für Anfänger, der andere für Fortgeschrittene; ebenso ist Gelegenheit zu gründlicher Erlernung fremder Sprachen: des Französischen, Englischen und Tschechischen gegeben. Dis Aumeldlmgen für die Kurse sowie für di« Volks- und Bürgerschule und das Pensionat finden bis' 15. ö. M>, täglich! zwischen 12 und 1 Uhr, statt. M 15. d. Dl. werden Anuteldungen nur an jedem Mittwoch zwischen '4 und 5 Uhr entgegengenomnten. * Aus« ah«e österreichischer weiblicher HilfsürLstr i« H»ka»i». Der Wirtschastsverbnnd der geistigkn Arbeiter verständigt die ihm angeschlosieurn Orgouisationen, daß Frauen und Mädchen deS Mittelstandes rm Alter zwischen 18 und 40 Jahren mit guter hänSlichrr Ausbildung (Kochen, Nahe«, Bügeln) mr Führung deS Haushaltes (als Stütze»-er Hausfrauen) in mehrere« Städten Hollands anfgenommeu werden. Nähere Auskünfte täglich mtt Ausnahme von Samsiagen Zwilchen '/,» nnd » Uhr nachmittags» M., Renuweg 2, Tür 4 (Sekretärin Hacker). * Da» Kino im Dienste feer landwirtschMsttichr» Prod»ktio«sfSrder«»g. Einer soeben au« Paris eime« langten Meldung zufolge bat -er französische Ackerbauminister eine« Wettbewerb für landwirtschaftliche Films ausgefckrirbm. Es ist sicher «rcht uninteressant, festzustelle», daß in Oesterreich bereitseit einem Jahre an einem große« Filmwerke mit denselben Tendenzen gearbeitet wird, das die Staatliche Filmhavvtstelle über Allftrag der Landwirtschaftliche» Warenverkehrs st elledeS> StaatSamteS für BolkS» unährung vor einigen Tagen fertiggestellt bat. Dieser eigenartige Film, der nn Rahmen eines ländlichen Lnstspiels »nsere wichÜgsten landwirtschaftlichen Maschinen au der. Arbeit zeigt, wird demnächst auf dem stachen Lande, vor. Gememden, landwirtschastlichen Organisationen, BildrmgSvcreineu' und Ämonnteruebmnnge« gezeigt werde». * Kein Einbruch, wo die Türe durch einen Tu b ab- Türverschluß geschützt ist. Zu bestellen: Scklvfferlehrwerk« statte des Jüdischen Gewerbrförderungsamtes, Ul., Apostelgüsse 3S. Berenrsnachrichten. .Sportklub H a s m o n e a. Samstaa. 7 Uhr ab, ordeutücke G^neralversammluttg im Klubhcim, Cafe Elvira, abeudZ, 11. Die Ernährung. Der MurkMericht. Di« Viktualienmärkte waren mit Vemüsd jfick» Grünwaren dem Bedarf entsprechend beschickt und bestanden hie Zufuhren aus Gärtnererzeugnissen von Leu vor, gestrige» Abendgärlnerutärtteu und aus Zufuhren von rittheimischen feldmäßig gebauten Gemüsesortsn. Das Geszini, angebot betrug ungefähr.3330 Meterzentner und übsrdre.»- noch ungefähr 330 Meterzentner italienische Zwiebeln. Aus dem Pasch mar kt waren 205 'Gärtner mit ihren Waren erschienen. Im Verkaufspreis waren gestern Karfiol, Salat und Kochsalat etwas billiger und Kohl etwas teurer. An Schwämmen (Eierschwämme und Herrenpilze) waren aus den Märkten insgesamt 27 Meterzentner erhältlich. Der Obst, markt war mit ungefähr 267 Meterzentner Marille«, 98 Meterzentner Kirschen, 354 Meterzentner niederöster' reichtsche und Tiroler Birnen, 136 Meterzentner JohannrS-. HetLel- und Himbeeren und i Meterzentner Aepfel vrschM Das'Mjomtangebot betrug ungefähr 846 M«t«rze»tn?.r. D n Verkauf von F rühkartoffeln an ray-mierte Kundr'r wurde tu den innerett Bezirken fortzei'^t. Drr Lt°r?ehr mit F - Icheix und Ge flü ge l bewegte sich tu sehr eng^-r Grenzen. An F l e i sch w a r e n standen in allen Verkaufsstellen entsprechende Mengen an Rind-", Schtveüw-, SÄch-, Kalb-, Lamm- und Pferdefleisch sowie Cvrned beef und Wurst- Waren zur Verfügung. Für M'inde stbem ittel.te wurden bei einigen Ständen der Großschlächterei Spvckbohnen der-' ob folgt. In de.r G r o ß m a r k i h a l l e, Abteilung für Fleischwaren, ivurden gestern augeboten: 713 Kilogramm am-r.öküuisthe-i rayoniertes Rindfleisch, 30 Kilvgrämn Ungarisches 0iti»bfieififjf 966 Kilogramm Würste, 300 Kiiograttf^t -esrorenes Schassleisch, 339 Kilograntm frisches Sst)wü'.«'st-rsch, 160 Kilogramm amerikanisches Rauchfleisch, 100 .Ei'ograrum Speck. 93 ltälber, 15 Schweine, *7 Schafe, 3 K tzsn und 1 Ziegc. Auf 5cm Fischmarkt waren 300 Kilogramm Lengfische, 150 Kilogramm Seelachs und 160 Kilogramm Schellfische erhältlich. Der G e s l ü ge l m a r kt war mit 3<5' Stück lebenden Hühnern beschickt. Mt Achse wurden 30 Kilogramm ungarisches Rindfleisch, 966 Kilogramm Würste, 295 Kilogramm frische- Schweinefleisch, 150 Kilogramm amerikanisches Rauchfleisch, 100 Kilogramm Speck, 9.2 Kälber, 15 Schweine, 7 Sch-fi:, 8. Kitzen, 1 Ziege und zur Einlagerung 2488 Kilogramm Fett zugeführt. Mit der Bahn langten sechs Waggon? mit 61,9. Tonnen amerikanischem Rindfleisch ein. Genüseude Obstankünfte. Gestern sind auf dem Rasch» markt größere Sendungen von Aeseln rmd Plaumen riugetraffr«. die zu dem vom Marktamt seftgrsetztr» Preise van K 13, beziehnupSwerse von K n pro Kilogramm abgegeben werden. Da auch größere Mengen vo» Marillen eingettosfe« find, ist auf drm Zerrtralobstmarkte für geuügendeS Obstaugrbot gesorgt. Bühne und Kunst. Rene Wiener Bühne. Gastspiel H«s» Thimäg. Von Hugo T h x m t n § William Dorrit (im trefflichen alktzn Lustspiel „Klein-Dorrit") kann man nur mit Rührung sprechen. Der warme, vollsastige Hmnor des Meisters gemahnt an geruhsante Zeiten, die der echten Klmst günstiger loaren. Die sonnige, herzimngr Heiterkeit seines Wesens ftromt in die Brust des.Hörers und wirkt auf den zerrissenen Gegenwm-tsnrenschm ergreifend. Man lacht mit feuchten Augen. In der Reuen Wiener Bühne kommt Thimigs unvergleichliches, köstlich schlichtes Spiel noch viel besser zur Geltung als ink riesigen Burgtheater und man kann den Veranstaltern für diesen Abend nicht genug danken. Er war auch sonst genußreich. Die sorgsame und verständige Spielleitung Dr. H. Leosters brachte eine Gesamtaufführung zustande, die sich sehen lassen kann. Besonders zu loben Rosa Pauli, die mit jeder neuen Aufgabe wächst und sich als Klein-Dorrit von allen llebertreibungen wohltuend fernzuhalten, wußte, sowie Marie Gut'mann, die in der Episodenrolle der rassigen Lady Ines Syarkker durch, schöne Bühnenerscheinung und kluges Spiel angenehn» ouffiel. Von den iibrigen Mitwirkenden ieirn noch Emil R i ti e r. Julius E ck m a y r. Richard D us ch i n s k y und Ernst I. U e b e r a ck e r hervorgeh wen. _0. A. Bolks»per. G»stfpiel der E^1d»h»r. Ludwig Thoma hat in feiner in Wien bereits fri» kannten „M agdalena" den Versuch gemacht, die fragwürdig-unerbittliche Moral des Dorfes dramatisch zu gestalten. Man kann nicht sagen, daß das Schicksal des Gütlers Thomas Mayr, das durch seine vechurte Tochter Magdalena über ihn gebracht wird, zwingend Packen würde. Der dünne Faden dramatisches Schicksal droht jeden Augenblick zu reißerr. Die sozialen Lichterchen, die hie und da der Sache achg'.sctzt sind, sind armselige Talgstürnpschen. All diese Einwände aber werden durch dos Spiel der Exl-Leute verdrängt, welch« mit. ihrer einfachen, starken 5runst den mattesten Kow-. struktionen Leben einzuhauchen verstehen? An erstetz Stelle stellt wieder Eduard Köck, der den Gütler Mayr, Sudeten Armut zwingt, die Scl)ande seines Kindes bis IW ia KM, m -V a

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