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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-10 · Heft 526 (10.7.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 526 (10.7.1920)
Date
1920-07-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seile 6 Wien. Snmstatk Kerzi -Irauerandacht Samstag den 11. Juli, 7 Uhr, im sephardtschen Tempel, II., Zirkusgasse Nr. 22 süsaa heuer zum ersten Mule cingrcift, gespannt sein, wie weit die Hakoabner dieser gewachsen sein werden? Das Spiel findet im Rahmen des Strandsestes imHakoah- Dade im Kuchelauer Hafen statt, und werden die Mannschaften in folgender Aufstellung antreten: I. M a n n s ch a f t (weiße Kappen): Spiral! (Tor), Geiger, Terchner (Verteidigung), Kramer. W e r b c i m e r H (Mitte). Koto lt, 29 ertheimerI lAngnss). II. M a n n s ch a f t (rote Kappen): D e ü t s eh (Tor). K a r p s e n,. F e l l e t (2?tvtetbiflima\ Sviper, Spiral (Mitte). WachtlI. W acht! Il (Angriff). E r s a tz: Ko.ch, Klee n.?)? a r. Von den Spielern der!. M a n n s ch ü f t warm Geiger.. Wertbeimcr I und II schon in der Friedensmannschaft der Hakoah tätig. In Kramer (ehemals N. S. C. Budapest) und Kohan (ehemals Austria), hat dieser Stock tüchtiger Spieler eine wertvolle Ergänzung erfahren. Ader auch die Neulinge'Spira Hund Tcichner repräsentieren gute Klaffe. Die H. Mannschaft hat in Spitzer, Karpfen und Deutsch ebenfalls tüchtige, erprobte Leute, aber aueh die übrigen Spieler werden wohl mit besonderer Ambition kämpfen, um der „Ersten" den Sieg so schwer als möglich zu machen. Dieser wird zwar kaum zu verhindern sein, trotzdem ist nt spannender Kampf;u erwarten. Das SchirdLrichtcrami liegt in den Händen des Herrn Low. Das Spiel findet nach Beendigung des Wettschwimmens um Y>5 Uhr statt. Jüdisches JugendspvrLseft. Es werden alle Teilnehmer daran? an'rneAiam gemacht, daß sie sich anrHakoah-Blatzr beider 2ier!nle!!ii'aa ui melden haben, wo sie ihre Startnummer und nähere Wettunacn erhallen. Das Programm wurde derart iest- «rietzst dag rnerst d'.e Svr'ungkonkvrrenren. dann die Bvrläuse und icblieültch die Entscheidnnaen der '2 mjbeuierbc stattnnden. Beim Meeting und Programme erhältlich, die die genaue Reibenkolge der Bewerbe und die 'Namen und Startnntmnern aller Teilnehmer enthalten. Die Fußballer muffen um 4 Ubr bereits auf dem Platze sein. . ' . Boxermatch. Irn November wird ein Match zwischen drm sran-ö-.üchrn Borer Eharpentrer und d-rn amerikanischen Meisierborcr Dempsep in Conep Island statlfinden. Die Kosten dieses Wettkampfes werden von dem Impresario aus eine''/- Million Dollar geschätzt. Städtewettkampf Wien-Berlin. Die Berliner Leichtathleten treffen bereits heute in Wen e n. io daß ste morgen ansgertcht zürn Städtewettkamps aritretcrr werden. Dev Sportklub Slapid tragt morgen, ein Propagandawstt'ptel ur Bt'ödling ans. Kreis Oesterreich der jüdische« Turnuud Sport- 5,cr?*n.*V Mitglieder der 'Wunrr Mallabr-Tnrnvereinr. und der uipumcu Sportvereine versammeln sich rnorgen um 3/*9 Uhr vormrttaas beim Karl LndwrgrDenkinal (Haltestelle vor der End- Nation der^LiN'.e 40). — Die als Ordner zum Herzl-Grabgang etugereilten Turner haben in Tucneidreß und dmülem Nocke bereits um Uhr bei der Endstation der Linie 10 (Hochschule fürBodrnriutm) bte nötigen Weisungen entgegenzunebmen. . Jüdischer Wandsrbund Blau-Weiß, Orlogrüppe Wien. Morgen wandern alle Gruvpen um 9 Nl,r vormittags vorn Karl Ludwig-Denkmal Znm Herzl-Grab. Näheres heute 6 Uhr abends in den Heimen zu erfragen. G r n v v e IV. V, VI. »tim, IV., Schleisinühlgaffe 14. Gruppe IX. Heim IX.. Währmgerstraße 15. G r u p v e XVlll. Heim XVIII., Schovenhanerstraße (Temvelhaus). Gruppe XiX. Heim XIX. Rudolnnergaffe 12. Heute 6 Uhr Hetmabend. G r ü v b e XX. Herm XX., Karl Meißl-Straße 5. Heute 6 Uhr Heimabend. Sportsektion Ahawath Zion. Morgen k o r p ol 0 tl ö*re„r ®,a n « Herzl-Grab. Treffprmkt 9 Uhr früh vor de? Hochschule für Bodenkultur. Sportklub Bottsbibliothrk Zion. II. Glöckenaane 31 Morgen gemeinsamer Gang znm Htm-Grab. T.etwunkt '/,8 Uhr früh im Heimlokale. ¥ Der SportKlxb Kadimet ersucht alle Mischer, Sportvereine Oesterreichs, insbesondere Wiens, nm Bekanntgabe ihrer Adreffe bebufs Ermöglichung der Gründung des Vkrbandes .indischer Sportvereine Oesierre.chS. Zuschriften yn Sportklub Kadlma. Wien, II., Untere Angartenfiraßc 11 (Cas6 Rcmvraridt). Sportklub Hakoah. Wir ersuchen sämtliche Mitglieder aller Lektionen, sich zum Gange znm Herzl-Grab morgen um ,9 Uhr vormittags beim Karl Ludwig-Denkmal Gorletzle Haltestelle des 40er-Wagrns) zu versammeln. woselbst die Eiurethung?n den Zug eAolgt. Gerichtssaal. „In die Hand gedrückt." Als die Private Frau Albinr N o s e n st o ck am 8. April ist? der Staatsoper die Garderobe verließ, sah sie plötzlich ittberi sich ein junges Mädchen stehen, daß eine goldene Tabatiskt in ö->r Hand hielt, die Frau Nosmstock sofort als ihr Eigentum erkannte. Sie nahm dem Mädchen die.Tabaliffre aüS der Hand und zugleich sieben Hundertkioneniwten. die soeben ans ihrem Handtäschchen gezogen wurden. 'Düs Mädchen wurde verhastri i'nd mm meldete sich auch die Gesangöschlllerin Elise Künzl ans Sophia, der eben aus ihrer Handtasche X 2800 öfter* cnchiseher Noten und rin 50 Franessebein entwendet worden' waren. Das Geld fand die Polizei an der Stelle, wo daö Mädchen «mimt worden war. c.m Boden liegen. Wegen dreier zwn Diebstähle hatte sich beule die iSjähngr Sophie P a tz l vor der.- Särviirgeelchte unter dem Vorsitze des OberlandeSgrrichtSrot Dr. E h r e n r r i ch zu verantworten. Sir Wiener Msrsenzeiturrs 10. Juli 1920 , &t, 528? brachte eine pnu; unglaubwürdige Verantwortung vor, sie habe , damals tu der G.udarobc der Oper plötzl ch gefühlt/ daß ihr jemand einen Gegenstand in die Hand drücke, als sie aujsah, ries schon Frau Nosenstock: „Sie haben ja meine Tabatiäre gestöhlen!" Wer rhr das Geld und die Tabatiöre in die Hand gedrückt habe, könne sie nicht sagen. Von dem Dwbstahl an der Gesangsschülenn wiffe si: überhaupt nicktS. Die Geschwornen bejahten die Schuldfragen, worauf der Gerichtshof die Angeklagte zu eiuemJahreschwrrcn Kerkers verurteilte. _______ Disziplinarverhaudlrmg gegen einen Rechtsanwalt wegen BeLettigung -er Angestellten am Reingewinn der Kanzlei. Der Rechtsanwalt Dr. .Robert W e i s h u t hatte sich kürzlich m'olge Selbstanzeige wegen Vergehens gegen dte advokalorische Standesehre, begangen durch Beteiligung seiner Angestellten am Reingewinn der Kanzlei, zu verantworten. Doktor Weishut hatte den Angestellten seiner Kanzlei außer dem festen Gehalte noeh einen prozentuellen Anteil an dem jährlichen Reinertrag der Kanzlei vertragsmäßig zugenchert. Da auf seine vorherige Anfrage dee Kammerausfchuß dies als unzulässig bezeichnet, Dr. Weishut aber trotzdem diese Beteiligung der Angestellten am Reingewinn durchgeführt hatte, erstattete er gegen sich die Disziplinaranzeige. Bei detz. Disziplinazvcrhandlung bestritt der Angeklagte, daß eine Bcleiltgung der Angestellten an dem Reingewinn der Kanzlei ein Vergehen gegen die Ehre und das Ansehen des ^echtsanwaltsstandes bedeute. Es sei vielmehr eine sozialpolitisch gerechtfertigte Maßnahme, wtnn der Chef den Angestellten, die doch durch ihre Tätigkeit zum Erträgnisse der Kanzlei beitragen, außer dem sixen Gehalt einen prozentuellen Anteilam Reingewinn gewähre. Der Kammeranwalt beantragte die Bestrafung des Angrllagtcn, weil durch einen sölchev Vorgang die Rechtsänwaltskanzlei zu einem erwerbsmäßigen Unternehmen herabsinke und die Beleiligirng der Kanzleibeamten an dem Reingewinn deshalb nicht gerechtfertigt sei. weil ihre Vorbildung in gar keinem Berhältniffe zu der des Rechtsanwaltes stthe. D«S Disziplinargericht schloß sich zwar hieser Anschüünvg an. kam aber auS sltbjektiven Gründen zu -Aöbclgrschäft'.' nrüciiou: in der .letzten, Zast, waren fttj iVimu-ovu. i!:iv Boiri-D.-e ut-rhr .zu .reduM-ten^- trrnö nicht mir ihnen, sondern auch ihren Arbeitern! Schaden bracht". Die Grünhc für den Rückgang dtzSj jüdischen Diftli erZeivorbeS sind mannigfach.: Vor allentz d.t-> beschränkte Absatzgebiets das die Bestände an Fertigt waren immer größer werden ließ und den Meister-» damit er neues Rohmaterial einfchaffcn könne, in! Wuchererhände brachte; die unerfchtvinglichen Akoh'^ materialpreife und die Schwierigkeiten beim Robmate^ rialeinivus; endlich die durch, die Teuerung stetig stes geuden Arbeitslöhne. So wurdett eine Anzahl jüdischen Tischler: teils dem „Luftgeschäfi" in die Arme getrieö^ teils verarmten sie gänzlich^ . j Um nun dieses jüdische Gewerbe zu erhalten«! wsrrde die erwähnte „Union" gegründet, die zunächst ein eigenes Holzlager errichtete, wo der jüdische Meistert zu mäßigem Preise Rohmalerial-einkaufen konnte. Wut jedoch Konknrronztmterbietungen in den Preisen ditt! Fertigprodukte hüttanzuhalten, durch welche der Non der „Union" angestretzte Zweck nicht ttitr nicht erWicht^ sondern feie Entwicklung der holzverarbeitenden Gewerhq geschädigt wurde, hat die „Union".auf ihrer letztens Ger.era^ersammUlng beHlossen, ein Aentralkäiger! für alle Erzeugnisse der Lcmberger jüdischen Tischler-z meist.'r zu gründen, ive'.ches vor kurzem eröffnet.wurde. Dort werden alle Erzeugnisse der'jüdischen Tischleren einheiilichen Preisen verkauft. Die Meister erhalten <ui|j die ins. Zsntraslager abgeli'efcrten Wtti^tvaven fßo& schüsfe, damit fu Weiterarbeiten können. | So. ist abermals ein wichtiger Schritt in der jüdr«s sehen WirLschaftsorgatlisattott gemacht.. Die jüdischchij Wiederaufbau- und Hilfsaktionen in Polen,, stnd Gal^* zien. deren .Arbeit von dem Grundsätze; produ5^ t i v e r Aufbau des jüdischen Lebens geleitet: sein sollte, hätten hier einen Anhaltspunkt für wertvolle Tätigkeit. . 4 Handelsrmchrichten aus der Tschecho-Slowaßier^ einem frei sprich enden Erkenntniffe. Die ReitrrngsgefeSfchafL \td Iustizpalaste. ■ ’ Beim Zivillandesgericht hat sich gestern ein Aufsehen erregender Vorfall ereignet. Das Ehepaar W. steht seit längerer Zelt in einem Ehescheidüngsprozeß. Zwei schon früher stattgefundene Verhandlungen mußten abgebrochen werdvn/ weil die Ehegattin, Elisabeth 2&., von HcrzkrämpfSn und schweren Anfällen heintgcsücht tvurde. Gestern war nun der dritte Verhandlungstag. Infolge der schweren Aufregungen, in dir die Genannte verfiel, mußte auch diesmal 'die Verhandlung abgebrochen werden. Frau W. stützte plötzlich mit^ einem lauten Schrei zusammen und tvurde bewußtlos. Als sie der Arzt inden Rettungswagen bringen wollte, erklärte sie, sich nunmehr derart zu befinden, daß sie sich zu Fuß nach Hause begeben könne. __________ Gesellschaft und Gesellschafter. Eine bemerkenstverte Näumungsktage lag einem Senate des Zivillandesgerichtes zur' Entscheidung vor. Die bekannte Speditionsfirma Caro & JelNnek hat seit vrelenJahren ein großes Lagerhaus in der BlechtUrmgasst im Gebrauch. Dieses Lagerhaus ist im vorigen Jahre in die Hände der Herren Klaps und Hans Muttens übergegangen, welche eine Gesellschaft m. b. H. errichteten. Die Genannten haben nun die Firnm Caro & Jellinek aufgefordert, bas Lagerhaus zu räumen und ihnen zu übergeben, da sie es für ihre eigenen Zwecke benötigen. Das Bezirksgericht Margareten hat die Räumungsklage der neuen Besitzer ab gewiesen, Weil die Kläger das Lagerhaus nicht für sich selbst, sondern für eine G e s b l l s ch a ft'benötigen. Dagegen haben die Kläger die Berufung eingebracht;/der BeruftttrgSsenat hat der Klage stattgegeben. Der Volkswirt. Eine Krone -- 3.85 Centimes Geld. Gesiern polierte i» Zürich: die österreichische Krone Geld .... 3.85 ( Z.85 am 8. Juli) die vsterr. gestempelte Krone Geld . . 4.— ( 4.— a« 8. Juli) dir tschechische Krone ....... 12.60 tl270 am 8. Jul») die Mark .14.70 (14.75 am 8. Juli) Agram ............. 7.90 ( 7.75 am 8. Juli) Warschau ............ 8.25 ( 3.L5 am 8. Juli) Budapest ... 3.55 ( 8.50 am 8. Juli) Organtsatio« der jüdischen Holzindustrie in Galizien. Der stM Boykott, welcher j^tzk gegen die jüdischen Hitmdwerker ill Polen dadurch geübt wird, daß sie voft Meu Wßrven öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen sind, hat das Gute hcrvorgebracht, daß der Organi--- sationsgedanke bei den,jüdischen Industriellen und Gewerbetreibendeu ill Polen iinmer ftärfer Wurzeln schlägt, da sie eingbsehett haben, daß Organisalioir das einzige Mittel ist, um nicht gänzlich äus ihrer wirtschaftlichbn jfiosition vr^dränZt zu wervru. So ist/wie das j/LömbePgeL Dagblatt" berichtet, in Lemberg vor JCutgcnt ein jüdischer ■ M t i sterverband der Hblzberar'beitendeit bewerbe „Union" .gegründet worden, welcher den Zweck hat, für die jüdischen Tischlermeister billige Matzerialeinkaufs- Üellen KU schassen, damit sie die Möglichkeit hüben, ihre Erzeugnisse zu billigeren Preisen Lü verkaufen. Bekanntlich'gibt es in Lemberg eine groß? 'Zahl jüdischer Tischlermeister, welche für'Private und für Prag, 9. Juli. (Privat.) Die Kalimer KaffeesurrorM»! stibric A.-G. hielt eine außerordentliche Generalversammlung ab, welcher der?tntrag des Verwaltungsrates vorlag, daS nn Vorjahre von 8 auf 12 Millionen erhöhte Aktienkapital nunmehr um weitere 6 Millionen, von 12 auf 18 Millionen^ zu erhöhen. . Der Antrag wurde einstimmig genehmigt, i Die Erste Prager Bürgerliche Bremerei beantragt die Ausgabe von 2000 neuen Aktien im Betrage von .einer Million 5krvnen. - . r H l ' | Die A. * tzl. s!ür Fourniere ftp Prag hielt ihre konstituierende Generalversammlung ab. Das Aktienkapital^ beträgt 3 Millionen Kronen.? ' Der „Narodni-Listy" zufolgt, wird über die Gründung einer Kommerzbank in Prag mit einem Kapital von 60 MA-i lionen tschechischem Kronen verhäichelt. Die Bank soll die! Zweiganstalten des -Wienar Bankvereins in drei Tschccho-Slowakei übernehmen.^ Das Finanzministerium Haft bereits seine Zustimmungzu diesem Plan gegeben. - / _ * , Dev Handelsbevollmächtigte bei dev hiesigen italremtzyM Gesandtschaft dementiert amtlich die Nachricht, daß in Trient! eilee Koilferenz der italienischen Handelskammern stattgefundepj hätte nird auf derselben' die Unterbrechung der HandeIS-i bcziehungen mit der tschecho-slowakischeir Republik beschlvssenl worden wäre. _____ I Freigabe des Handels Amerikas mit Rntz« land. Washington, 8. Juli. Das Staatsdepartement hat dir Eiuschränkltngen für den Handel mit Rußland aufgehoben, wit AuZnahnie jener, dtireffend deu Handel' mit zur Herstellung von Kriegsmaterial geeigneten Stoffen, die einer besonderen Bewillig gung unterworfen sein werden. A. E. G. Union ElektrizitSts-Gesellschnft. In d« ordmtlichrn Generalrer'ammlung wurde beschloffen, das Aktien^ kapital der Gelellichait durch Ansgabe von 35.000 Stück ««e» Aktnn von 36 Millionen aut 50 Mrllionen Kronen z« e r-i b ö h e n. Im Sinne des Beschlvffes des DerwaliungsrateS wird« den bisherigen Aktienbesitzern daS Bezugsrecht aus 30.000 Stück neue, ab 1. Jä.inrr 1920 divrdendenberechlitzte Aktien zu« Pr«« von X 1000.— te! quel im Berhältniffe von 3:1, angrbotnui Das Bezrrgsreckt ist bei sonstigem Verfall in der Zeit vo« l&j bis einschließlich 20. d. M. bei der Allgemeinen ösierretchrsche» Bodeukredit-Anstalt, Wien, oder bei der Orsterreichischen Kremt-i Anstalt tue Handel und Gewerbe, Wien, avszuübe». - Lastigltoni wird die fuußtn Aktien der Böh«. Unio n bank aber nehmen? Wte den „Narodni Lilly" gemeldet wird, sollen zwischen der Böhm. Unionbank und dem Präsidenteni der Wiener Depoffteubauk C a st i g l r o n i Verhandlungen« dem Siuue zum Abschluß gekommen sein, daß dieser den großteaj Teil der Aktren neuer Ennssion der Böhm. Unionbank ubetnrmmt^ Das zitierte Blatt beschwört das Prager Finanzministerium, dteA ja nicht znzulasscn, da hiedurch die tschecho-slowakische Volkswirt-! schaff an die Wiener Elemente noch mehr gekettet werde. .{ „Freibleibend". In der Berliner „Juristischen Wochen«! schrist" wird dte Bertragsvereinbarung „Freibleibend" einer rechts! lichen Untersuchung, dir im wejentllchen zu folgendem Ergebnis! kommt, unterzogen. Bei Vertragsangeboten habe die Klausel dift Bedeutung, daß "der Autragende völlig freie Hand behalte, auf die Annahmerrklärung des Vertragsgegners abzuschließe» oder nicht. Als Bestandteil von Verträgen, die zum Abschluß gelaugt sind, bedeute der Freivktmerk. wenn er allgemein, obue durch Zusätze eingeschränkt, vereinbart sei, daß sich der Lieferer dow seiner Lielerpsticht loszusagen berechtigt lei. Eine Befugnis zur Btzrändervng des Inhalts des Vertrages sei aber durch die Frei» Kaufet nicht gegeben. Beziehe sich die Freistellung nur auf einzelne Vertragspunkte, wie zum Beispiel. ..freibleibend im Preise" oder »in der Lieferzeit".. so erlange der Lieferer das Recht, dt« oste» gelassenen Vertragspunkt durch selbständige Ftmetzimg zn regeln. Die zn treffende Bestiniiiiitng müsse aber, um für den Abnehmer bindend zu ictn, der Billigkeit entsprechen, und müsse daher der Geschiistölaae des L'efereis nnb der allgemeinen Wirtschaftslage angepaßt feig. , Hrrlunftsbczeichnui'g bei der stväreneinfuhr noch Fkkttktzelch. Die in Frauktcich bestehende Vorschrift, wonach alle dort zur Eintithr gelangenden aiisländifchen Ware« mit de» deutlich lesbaren nnd alle ftwvifel ansschließrndeu Bezeichnung! ihrer Herkunft versehen feilt müssen, wird besonders strenge ge-' handhabt. Das Fehlen der Heftimssbemchyung hat vielfache Schwierigkeiten bei der E'Ntubr der betreffenden Waren zur Folge und lattn selbst deren gänzliche .ftli'iickwki'rtng'herbeisühren.l Die Firmen .werden daher zur größie» Aii'nietlsamkeit ermahnt.!

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