Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 523 (7.7.1920)
- Date
- 1920-07-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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1 ■^S9%%^BMSS ^VystleitzftE (SM»: K«r- K; L^D» e«tiy»«P« fitae 7' _ s.- «Echih^^'.rh^s.T- Moxtttch/?^ra«» r^'"- «r b« «feite tirttfflÄ; VieWyßtzrNch Kn»» 198F*— RdtiHMMLSItaM WHHnBtMj «• nrpyn ®w> W^^U»»UWMU f Svstpvi«: «»»Mtch .. «»» AittöW«»llch > IS. Mittwoch, den 7. Juli m 2. IHrgaug 9*^=? Auf gutem Wege. 're'«,.7. Juli.' ->7°.' v l-.i Hw Konferenz voy Spa .wird siiach der-Anlage, ihres ^ogrymms zu einer der großen pälltifchen Aktionen, tzie -fÄdem Abschllrß des ersten WaffenstiUtandSvertrages LesiErzielsing. eines ungestörten VFrieden.öznstandesdren^n sollten. Die Tagesordnung^-dor-Mratungen. irmfaßt' -nicht allein das Verhältnis - der-Allüerten , zu Deutschland,- sondern wendet sich auch. ^>en Ästfragen zu. Pie -Eytenteländer stehen vor de.p Entscheidüng darüber, oh. sie das heutige RegierungsMem in - Rußland anerkennen mnd-auf diese! Weise dieRsickkeh^ Rußlands zur Moduftion und seine - Heranziehung - zum Aufbau Europas ermöglichen wollen. Es ist heute, anderthalb Hghts nach de-nr-'Kr-iegsabschlutz, in -der -schlistsigston Weise- Aar. daß eine Herstellung dßseurotzäMen. Friedens ohne Rußland und Deutschland, unmöglich ist und daß dar:Demagogie, die total unbrauchbar^FrWensverträge geschaffen. hat, , ein Ende, gesetzt werde.»-! muß.. Als. im -Hinter 1,919 die erste Friedenskoiiferenz sich vexsammelte, kie.fayd.sich Frankreich mitten in den Borbertzstungen zur, Ksim.nwr.wahl.Pas Land, stand .nych gänz-.unter dem D^tzche.'her.Kriegsschrechan und.hesuHieges>.' Beidesiwtrkte zsisgMmen.- um die. rvhigfL'en-.GMM-'Fr^mxeM. rchter tzesiHypnose der, Rache Zu halten sind diele Stimmung Wertrug sich auch, auf. die Vertreter der Bundesgenossen. Pür'Wilson-:widerstand: ' aber auch eränderte' seine. Altung,, nachdem man ihm ausieiyer Mindrerse die zerstörten Gebiete - des Nordostests '.Frankreichs '.und die beWschen Trümmergezeigt hatte:\%ii Klagen der Itäliesiex, .-Stzsheü^.Riichansit, imd HylÄ,'die' alle' .die' Segnungen -der 'seilidlicbeu DorgüNisätionsküÜuy;vöttl-ööfeliöctV ■ t.] ü)l^ PoW'kev, M schonn nterdein: Galgeü gestünden Wtwtaten siasiWl'iirn das „Wehe'den Bösi.ogt'eN!" in 'eivtzm Fr^dön'-äüsdvücke'n zu helfen,'der eine -Fortsetzmig der Mpckäde wär/ -l '• - -■ ' < ~'i;. V' Diese- Motive' haben inzwischen vielvon - ihrer Kraft vsrloren. Die schweren Tage politischer iä sozaler Um* wÄzuugenv - die - seither über die Misielstaaten hinweg« gegangen sind, konnten auch von den verbittertsten Ge* mutern nicht sitzeMjen werden:, Am - stärksten »-trat - das Unrecht dieses. Friedens in Oesterreich heraus, das vollkommen gelähmt wurde, in einem solchen Matze, daß es kraftlas und "krank wie ein siecher Müppel die Barmherzigkeit seiner Feinde anrufen nnrßte' und diese erstwürdigende :Rolle nicht mehr^ anfgobew konnte.. ' Aber auch: Deutschland, das ungleich kräWger:.konstruiert-: ist/ geriet: in 9löt: : Seiner Industrie waren die Lebensquellen äbgefchnitten worden, deutsches Gebiet.fiel ' an Btzkgien uüd 'Oöleüi -' die Kolonien gingen '.verloren und dde.".Händelsslotttz. - der Stolz. der : monarchistischen Aera, Wurde versenkt, oder in den Dienst!des. Feindes gestellt. Me' EvtschäLigü'ngZs-mnnwn. : die' man' Deutschland . ab* - zwingen : wollte^ 'nahmen gigantische: Dimchisionen ' an. Dwß Erzeugte' unerträgliche Spannungen:. die - sich in wildey/Sträßenköinpfen aüstobten: und in.'ein'politisches EhäoH?übergingen.- aus' dem' sich' das.'Volk, nur schwer' wieder)zuriRrrhe lösen.kann.: .,7;;\.;v:' '• -. . > vEs kommt nun alles darauf, au, ob-die alliierten Hächt-e^-der, Versicherung Deutschlands,- Glauben schenken, e^.ly.olle,den, Fr^dcarsvertrag ehrlich - ersiillep. Sicherlich hie^deutsche Regierung und -die-übehgxotze Mehrheit öM.d?uts^en-Volkes von dem Willen?zur-Loyalität er* sid^.-Aher -leiher. - wird..-diese'- 'Stipstnun^ 'stark - beemtrachtigt dinch das widerliche Treiben der-Arnrcekreye/ deren -Denkungswei.se sich noch .immer.' in den wilhel* W.Mschen..GMlsen-bewegt und..d'ie^-;PM -. Krieg.': um'.des' Krieges willen lieben. Sie. .sind nur allzu willige her. rchtionylistjsch-käpitalistischcn. Schwerindustrie und' der .Lieferungshyänen, deren' Dividendenpatriotis,- Ms. sich/M. der.Lage der Dinge.Mt. abfinden will. Ms. ^..ijjesen ' lUyaenkräftigen Krelsesi.'^k'oMmen 'fort*- w'ährstzd Reiz'uNgen der empfindlichsten^ Rekven, von dort aM-suchtman in.'.heißein Bemühen,- Verbindungen zy gleichgesinnten - Seelen in. Rußland,'. in ' Oesterreich und m: fiwjjctni 'und ki ist nur''selbstverständlich,. dass ditz neuen Staaten M-ittelenropas^ deneir vo? -dem 'Bolsch^. wssmus von links graut, nun auch vpr diesem Bolschewismus' - von rechtszurückschrecken und das aus dem Wljtayismus - gchorene Mittel' der - Grenzqbsperrung - an® wenden-und dayrit. ihpei eigene Industrie' und ihr- Wirt* sH^Wtzbenl-auf--..dG. schwerste - schädigen'^Me.. etwas. tojfuiu«* zü erreichen. D^M. biss Hetzer von 'heute MlM$ LLjWL.vmr.. nßteti_.«». vielfach handelt es sich sogar um die gleichen Personen —. un« ängefochten über die Grenzet Der Petseuchungi der -Welt käyn maneben nicht mit den kleinlichen Mitteln der Vorkriegszeit - entgegenax-eiten. - Hier hilft nur die Revisionder. Friedensverträge. - Spa ist der. erste Auftakt hiezu. - Die Entente permeidet -natürlich, jede Redewendung, die einem Bekenntnis zur..Revision gkeichkäme. Sie spricht nur; über äine Aenderung der Dur'chfühkungsbestimmungen. -Das ist. schon sehr viel sind die Verhandkusigsart von.'R<che! und Gegenrede wird .gute. Wirkung haßen. Aber 'wenn I hie Probleme, unter denen hie. Welt.sesifzt, wirMMund ^'energisch, angefaßt werden söllesi, dann wird man!-der! moralischen Wirkung, .die emerofftzn embekannten Revisionmnsswph.nt,/mHL', entpatsir 'könM HiellMt'üst I Spa ein guter. Anstrng. ' .si -?;' : l-r Allgemeiner Angriff der Aoten Truppen. W ar sch au, 6.. Juli, lFunkspruch.) Polnischer Gencralstabsürricht: He wi c morgens^ ging der Feind in. der Gegend nördlich der Eisenbahn M p l od t < z n o -- P o l o c k zudem seit länger Zeit erwartcttn ä kl ge meine n Angriff über. .Die Bolschewiken konzentrierten aus einen engen Abschnitt s ü n f D i v i*. sinnen-erstklassige - Insflnterst, -die von einer .grossen. Aqzahl Dgyks und Pänzerautos unterstützt wurden. Es entwickelten sich erbittert^ Kämpfe. Dank der vorteil hasten Verteilung unserer Reserven gelang es dem Feinde nicht, unsere HertcipigU.ngslinie zu durchbrechen, was er um .jeden/PreiE.-'zu- «reichen suchte. \ - ---'Längs. .-.'W' -'Berrsina Mbgfte/Artillerietatigkest. '^lMMNrtstnss^r i''fss'd'M--WEMd/Wrserc -Stellungen, nachdün? er seine ganze 25. Division auf eiNeff. engen RMmzüfawmengezogen chatte/ > Unser 27. Infanterieregiment: verteidigte, sich heldenhaft bis zur Ankunft: der Reserven. Dann ging es zum Gegenangriff über und äwirüg den Feind' zum Rückzug. Er -flüchtete'in"Nu* yrwtung und erlitt Verluste: Unsere Abteilungen: erbeuteten acht Maschineirgcwehre und machten zahlreiche Gefangene. . , Oestlich von R o w.n o. waren u n s e r e A b . t eil u n g e n .infolge,eines'- Wanövers der seindstchxn Kävällerie, die Ostrog besetzte, gezwung en, zvrückz ü g e h e n. Die Kämpfe bei Rawno dauern noch an.' .!' . Crk-itterte -Kämpfe in der Gegend pan Staro-Ävn. stäntiyöw entwickeln.sich in günstiger Weise. j I Bei Bar griff uns dir Feind läygs der Eisenbahn mit - Unterstützung von Panzerzügen an und zwäng uns. K.omtzrowzy zu räumen.' j ‘.V,, . 'Ein. nkrainischep Bericht/ - /; Mähilew, 6^ Juli. . Der Ukrainische. Pressed-iryst sirelhet aus Mohilew-Podolsk: Die heirchtsächW'-düMtzn Reitertruppen Budennyjs vorgetragene - bolschewWche Offensive ist' in - den letzten Tagen -in - d er Ukraine östlich Rnchttv am Äoryn biszur MseNbahnlinie Rownä-7- - Schepetowka- und südlich davon in der- Linie des Slsiez his idn den Fl utzabschnitt von Bar unp entlang - der Eisens hahttlinie; Schinerinka—Balta tatsächlich zum Stehen Mfoimnen/ ohne' daß es der regulären Roten Armee'Mytz* ttch gLwesen wäre, infolge der Entfersiung der. neuen Front vom Dnsepr-, mit nanihaften Ki-äften naMsi* kommen. - Bud'ennyjs Reiter sind ' vom Unterlauf' des DnMr fast: parallel zur astgalizischen Ostgrenze immer yordwestwärts bis nahe Rownd gekommen, während^die Aktionen der regulären bolschewikischoN Truppen in viel langsamerem Tempo weiter nördlich von - diesem 'Kampfraum/etzfolgen. ' Tie Situation läßt in 'der Ukraine: eine Erschöpfung der Angriffskroste Budennyss und die MößsichW-' eintzs.polyischMkräinischen/ Gesienangrifsts-- '-chjs dem;Rpume Proskurow-Mohilew in der Richtung:. nM Ostey.erwarten,/ die angesichts der-, großen VerztzttsWig der Kräfte möglicherweise wieder bis zum Dnsepr,'fsihrtzn wird, jedenfalls verhindern soll: haß - der bolschewiEische Hauptansiriff, --dergleichzeitig fast die -ganze :paknische Front zwischen Dünaburg und den Pripet-Sümpfen hedrängte im Süden noch weitere-Erfolge, erzielt.---- - / Wärfthätt? st Juli. (Meldung der „Poln. Stimmen":) Wchi'ükereinstimmenden Meldungen von verschiedenen Frontabschnitten hat sich in diesen Pagen dank 'einiger erfolgreicher Gegenvorstöße der. polnischen Truppen: die Mtuq^wN /dkr.^ polnischen Front wesent'l'ich.- 'ge--*' bessert. Die'polnMe. Armee.beherrscht.. die/ganze AlUk^iLmie.. Dm allgemeine Krieaslaae i!t raufe imnmr ernst, ober durchaus nicht, gefahrdrohend. - Zu pessimistischen' BeürteilsiNg der' Lage 'mtzgt? durchaus kein Anlaß vor.' \^ ' Die i» Hfigalfrie«. Ueber die gegenwäMge. Lage - in ''Mtgällizien'-chlKherk^ wir durch ein Schleißest/eisies^ Lemhqxtzer welcher.für die Richtigkeit seiner BetzaWüngesi-/'erft*'^ zustehen, erklärt, und WärMe i/s-e n nach^OstgWßisiä'-irst, gegenwärtigen Zeitpunkt woitnl,: 'folgendermaßen" sisiier^ richtet:. ':v:'5 ’1 ' Scbou ' in ^ni'at vn ist'' zü:. merken,"dätz' Sie lMWalüe zMKe Nvolkixung: sozuWn-DfeswM wozu , sie auch, -durch. hEEsche, Maüeränschläge-. aüfgL< fordert wird. In. .L e mb e r si ist - die Stimmung- .WwU ruhiger, doch '.in den - änderen erwähnten,'Städter/.K speziell die . jüdische Bevölkerung von - Unruhe ergHffesi,. da sie. das Zurücksluten:: der Armeen ssesurMet,. nahe ' der ..'Sront' .< gelegenen Orten' K ä m e chetz^- Podols'k und Brodsi ist die' Situation vtzeH?.. schärft. - Meldung über ei«e» R«ckz«g dep Poltzst. ' 'BresltzM,-.'s.'^vli: (Privät:) Narb^dechv oln i'MLM ■P 't.trt; #WV*ch rhefindmistch die Pole« .Mich tzeK ^Vk'd ' slüsses' a Ns b :t e i l e r F'-'r v n t i nt R n ck z u g. -i'; One Bestätigung dieser Meldung siegt bisher n i ch t vor. 7: Eine Proklamation des -olnrschen Verttzid^ gnyg-pates. ' :' ' Warschau, .6.. IW sDtNkspruch.) Die Wstersper« ch'fentlichen eine vom - Rate für nationale DäHeidigusig erlassene Proklamation, worin darauf Hingewitzsen j wird, daß dieser Mrieg. däMei(.7MHi:id.?,. O -Polen!'mn-Wcher ütächciger- Staat oder ein 'kleines ^schwacheß LaNd>-!sem und ob dew/8olschewismsis schn fmsteres^Regime-'Müetz verbreiten werde. ' '' Ein ernster Anfpnf PUsndsNs.! Warschau, 6.7 IM. Eel.-Komp.) Ein gesteÄr,m> lassencr Aufruf. Pilsuhßkis^sin das polnische Polk?wmftmit ernsten Worten auf He gefahrvolle Lgge -hin, in der sich Polen gegenwärtig befindet. Er gibt: zugleich bh Errichtung eines Rates für nätionale Verteidigung bekannt.-. Ferner! werdendurch d.yn Aufruf Freiwillige' ..zum -,so-'! fürtigen Eintritt in die: polnische Armee äufgefoHert. Rpmänien ryist nicht ^insirpffen. 7 Bukarest, 6. IM. (Tel.».Komp.) . Die7Ziesisie Presst veröffentlicht Einzelheiten über das von General 'Poiyüt als Leiter der französischen Mlitärmission an Rumänien gerichtete Hilfegesuch für Polen. PayotverlanM tzs» der rumänischen Regierung die Entsendung vvn Truppen. über den Dnsestr zum gemeinsanierr.Vorgehen lyit' -den Polen, um den Göwj'ettruppen' das weitere 'Vorgehen unmöglich zu machen: Die oberste 'Leitung der Operationen sollte in französische Hände gelegt werden..' Die Leitung der einzelnen VerWde verbliebe den L'äYdertt. König: Ferdinand sierief. düszaufeinen Ministers.ein, der unter seinem Vorsitz stattfand. Esi stellte sich'htzrapS. daß nur der neuernannte Außenminister - Z^ake Hosiesku Jfiir ein Eingreifen zugünsten Polens: war, wlle dyderen Minister sPrachen.iMMgegen^auK...': -7i jJ