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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-06 · Heft 522 (6.7.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 522 (6.7.1920)
Date
1920-07-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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feite 4 Wien, Dienstag «llschiLt« Größte Auswahl! Billigste Preise , Leopold Steinhart, Wien, l, Vibersttaße 9. 478/8« Ä---:- L- * Begräkniffe a« heutige» Tage. A l t e r F r i e do?: 10 Uhr Kocki Gustav. — NeuerFriedhof:9 Uhr Z0 Min. Weiser Jakob, 10 Uhr Hochstngrr Jrnntz, 10 Uhr 20 Min. Manhard Julius. f * Spende». FürdiearmeiüdischeGreisin: jfSstntnnt, Leoben, K so.—. Bisher L 3185.-. —Für die »«-Elend geratene jüdische Familie (stehe Notiz Hilfernf): Oskar Komornik, Wien, XVll., K 30.—, ®. 9..^ 20.-. Bisher K 620.-. -Für denVerb and H^erjüdischenJnvalidenuntzHeimtehrer: Sammlung Fräulein Neufrld-Herr Katz, X 100.—. Bisher T 5872.—. f * Eine Weltorganisation zionistischer Intellektueller. Am 11. Juli wird in London dir Konferenz rweckS ^Gründung der ^Weltorganisation zionistischer Intellektueller" erroffnet. Urber die Zrrle nnd dir Arbeitsweise der geplanten Ortaanisation wird Ing. I. B a w l y (Holland) referieren. Auster- De« stehen folgende Referate auf der Tagesordnung: »Die Auf- »abe« der zionistischen Jntellektuellcn bei Aufbau Palästinas" nW, i n e st i n e-New Aork und Dr. R. P o l a k-Holland). ^Die zionistischen Studenten und die Universität in Galuth und m» Palästina*. (Dr. Heinrich K i w e-Wien). »Die Erziehungsarbeit in den zionistischen Studentrnorganiscttionen* (Schwarz- » a r deKrakau . »Die zionistischen Intellektuellen und d»e Arbeit?vr Galuth". (Referent: Ch. G l r ck-Wien). * Materielle Auohilfe für sirdische Studeuteu Mtud Studeutiune». Der Verband der jüdischen Invaliden und Wrimkehrer in Wien plant für Ende Juli eine größere Aktion, «ie einer größeren Anzahl »on Studenten und Studentinnen einen kläglichen Nebenverdienst ermöglichen wird. Persönliche und schriftliche Anmeldungen an den Verband der jüdischen >3u v aliden uud Heimkehrer iu Wien, H.. Ob ere «Donanstraße 65. Amtsstunde« von 4 bis 6 Uhr «ach- Wittags. * Die GehaltSsorderuuge» der Konzipieuteu. Am S. d. M. wurde der am 26. April l. I. in Permanenz erklärte i-KoNzjpieNtentag nach Erlediaung der Frage der Gehaltsbezüge ■i« Konzipienten geschloffen. Der Vorsitzende, Prästdeut deS nieder- («sterreichischeu Konzipientenvereines Dr. Hans Schäfer, erstattete .den Bericht über daS Ergebnis der Beratung der a« ..Vortage abgehaltenen Vollversammlung der Rechtsanwaltsjkammer und brachte den nunmehr von der Kammer bereits s veröffentlichten Beschluß m der Gehaltsfraqe der- Konzi- ^pirnte» zur Verlesung. Hievach werde» die Mindestgehalte -er Anwärter mit X 1200.- jör nichtsubstitutiousberechtigle, mit •£,1800.— für sudstitutionsberechtigte Rcchtsanwaltsanwärter fest- M'rtzt' rpzd eine Neujahr sremunrration sowie ein zweimaliger Anschäffungsbeitrag m der Höbe ernes Monatsgehaltes bewilligt. Der Vorsitzende beantraaie schließlich die Annahme der nachstehenden Resolution: »Der Konzipiententag nimmt den von der Vollversammlung der RechtZanwaltskammer gefaßten Beschluß in der Gehalcsfrage zur Kenntnis, ist jedoch nicht in der Lage, die von der Kammer bewilligten Gehaltsmindestamätze als dev berechtigten Ansprüchen der Rechtsanwaltsanrvärter entsprechend zu erklären. Dre Konzipientcrischast muß es sich daher Vorbehalten, im geeigneten Zeitvunkle zur Frage der Regelung ihrer Geboltsbezüge Neuerlich Stellung zu nehmen." Die Entschließung wurde einstimmig anoenommen. * Beginn des Landarbeiterstreiks. Nach den vorliegenden Meldungen Hot der angeki'mdigte Streik der Landarbeiter bereits an zwei nördlich und südlich der Donau liegenden Ortschaften begonnen: In Himberg und Schwechat. In beiden Orten handelt es sich um partielle, wilde Streiks einzelner Arbeitergruppen. . Bei der relativ langsamen Weitergabe der Beschlüsse der noch nicht straff organisierten Streikleitung wird sich erst beute oder morgen fcststellen lassen, welche Orte Niederösterreichs sich dem Streik noch angeschloffen haben. Die Streikenden haben in beiden Orten erklärt, daß sie die Durchführung der Esnteabeiten durch Nichtorganisierte Landarbeiter und Ersatzleute nicht dulden würden. Die Landwirte erklären, aus die Forderungen der Arbeiter nicht eingehen zu können.. Die Landwirte.werden trachten, im Falle einer Ausbreitung des Streiks mit Hilfe des dezimierten arbeitswilligen Personals und aller Familienangehörigen die Ernte, so gut es geht, hereinzubringen. Sie baten sich on die Organisationen der,Heimkehrer und Militärgagisten um,Beistellung von Hilfskräften gewendet. Auch dos Staatsamt für Landwirtschaft nimmt heuer wie bisher in jedem Sommer städtische Arbeiter als Hilfskräfte zur Einbringung der Ernte auft Diese-Hilfskräfte erhalten die volle Verpflegung im gleichen reichen Ausmaße wie die Landarbeiter und einen Taglohn von 20 Kronen. Die Regierung wird versuchen, ihren Einfluß geltend zu machen, um womöglich in den nächsten Tagen Vermittlungs- Verhandlungen herbeizuführen. * Der Luftmörver von Deutsch-Wagram verhaftet. Au« Grund der Pelsovsbeschreibuno, die das Gendarmerüvostenkommando .Deutick-Wagram dem Polizeikommissariat Floridsdorf tekanntgab, ist es noch gestern gelungen, den der Tat bezichtigten Hilfsarbeiter Friedrich Vogel zu verhaften. Der Mann simulierte Irrsinn. Ans die Fragen gab er .ganz und gar konfuse Antworten: : daß er Friedrich Vogel heiße, stellte er in Abrede; er erklärt^ mit Stolz, er sei ein König und sein Schloß bestnde sich im Westen. Bei der ärztlichen Untersuchung des Boqel wurden an den ^sind-n Blun'pnren 'esioesielsi. , ■ * Ein Gattenmord. Gestern um halb 11 Uhr vormittag? Hat iich ' die 40jährige Zahntechnikersgattin Hilda Mäher, Iasesstädterstraße, 101 wohnhaft, im Sicherheitsbureau mit der Selbstanzeigc gestellt, daß sie kurz vorher ihren Gatten Josef Mayer, mit dem sie seit acht Jahren verheiratet war und in stetem Unfrieden lebte, um halb 8 Uhr früh, als er noch im Bette lag und schlief, durch einen Revolverschuß verletzt bobe. In der Wohnung fand die Kommission die Anzeige der Frau bestätigt, doch war Joses Mayer nicht nur verletzt. sondern wurde mit einer Einschußöffnung im Kopfe im Bette liegend tot aufgefunden. Hilda Mayer gibt an, daß sie gestern mit ihrem Manne wieder einen Streit gehabt habe, in dessen Verlauf er. sie aufs gröblichste beschimpfte. Sie beschloß erst, einen Selbstmord zu verüben, doch sei ihr unmittelbar vor Ausführung des Planes der Gedanke gekommen, zuerst iihrern. .Gatten 'einen Denkzettel zu geben, und aus diesem! Grunde Hab sie einen Schuß gegen den Mann abgefeuert. Ahr habe es an Mut gefehlt, den Selbstmord zu verüben und lfie habe sofort die Wohnung verlassen, um sich der Polizei zu stellen. Der Ehe entstammt ein Kind. Hilva Mayer wird nach Abschluß der eingeleiteten Untersuchungdem Landesgericht übexgeben werden. _ Briefkasten der Redaktion« D- H. Wenden Sie sich an die der Frau Auitta Müller '»«Umstehende Soziale Hilfsgememschaft (Abteilung Kinderfürsorge), 'Wien,tt.,Prgterstcaße 17, wo Ihnen ZweckdicküchrS yritLtteilt wird/ 1 ' > Wiener Worgeuzeuaug —>. . -—!,yTr-rrrr;r:ym’"m"" v1*-1:”" Die Ernährung. Der Marktbericht. Beeinflußt durch schlechte Witterung in den Morgenstunden war gestern der Marktverkehr noch schwächer als sonst an einem Montag. .Da die Nachfrage schon Samstag nicht entsprechend war, gab es gestern in der Großmarkthalle, obwohl Neuzufuhren nicht erfolgt sind, alle Fleisch, gattungen in mehr als ausreichender Menge. Auch Rauchfleisch zu 90 Kronen und Pferdefleisch waren dom Samstage übrig geblieben. Auf den F i sch m ä-r st e n waren nur Flußfische erhältlich, und zwar; Weißfische §u'‘ 45 -unb 55 Kronen und Brachsen zu 60 Kroney.das- Kilogramm. Ferner wurden Krebse, daS Stück zu 3 Krönen, feilgehalten. Die G r ü n w a r e n m ä r k t e waren mit Gemüse, vollkommen ausreichend beschickt. Schwi'.inwe Waren gestern etwa? reichlicher angeboten als sonst. W. z. W. Der für heute anberaumte Verkauf mußte wegen verspäteter Anfuhr der Waren apf Ende dieser Woche verschoben werden. Der Verkaufstag wird noch bekanntgegeben werden. Ausgabe von KouvensmUch. Bo« Staatsamte für Bolksernährung wird verlautbart: Dur Verbesserung der Milch- Versorgung der Kinder in Wie« wird im Anschlüsse an die am 3. Juli 1920 beendet. A«sgadrperivde aüS de« zur Verfügung stehenden Milchkonservenvorrätrn m der Zeit vom 4. J«li bis zum 17. Juli 1920 an die Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre Kondensmilch abgegeben. Jedes Kind vom erste« bis zum vollendeten zweite« Lebensjahr erhält drei, jedes Kind vom zweite« biS zu« vollendeten sechftm Lebensjahr eive Doie KondenSmuch zngewirsen. Zur Ausgabe gelangt diesmal ausschließlich ungrzuckerte KvvdeuSmilch. Der Preis beträgt für Mmdeftbemittelte und die mit der Zusatzlarte für Arbeitslose beteilten Arbertskosen K 10. per Dow. für die übrigen Bezugsberechtigten K 15.— per Dose. Die Abgabe der eutfallende« Quote, die jur Kinder vom ersten bis zum vollendeten zweiten Lebensjahre auf einmal oder in Teilmengen bezogen werden kann, wird gegen Vorweisung der Milchkarle und gegen Abtrennung der auf der Karte für Mindestbemittelte vorgesehenen, der Anzahl der verabreichten Dose» entsprechenden besonderen KondenSmilchadschnitte erfolgen. Für die übrigen Bezügsberechtigten erfolgt die Abgabe gegen Abtrennung einer der Zahl der. diesen entsprechenden Anzahl von TägeSabschnittcn der 177. nnd 178. Woche, beginnend mit ' dem Montagsabschnitte der 177. Woche. Kerzenausgabe. Pom 11. d. M. an werden durch die städtischen Abgabestellen an nachstehende Bezugsberechtigte Kerzen im Gewicht von ein Zweiunddreißigstel Kilogramm ausgegeben-. 1. Für jeden Haushalt. gegen Abtrennung der Nummer 11 des Einkaufscheines eine Kerze.. 2. Für Wohnungen, die ausschließlich auf Petroleumbeleuchtung angewiesen 'find, gegen Abtrennung des Abschnittes^ für Kerzen der alten Petroleumkarte 2 Kerzen. 3. Für finstere Wohnungen gegen Abtrennung' der beiden Abschnitte^ (7 und 8) der besondeen Petroleumbezugsarte 3 Kerzen. 4. Für Untermieters und Heimarbeiter gegen Abtrennung, des Abschnittes für Kerzen der alten Petroleümkarte' 2 Kerzen.- Auf Karten für Haus- und Stiegenbeleuchtung wird ein Achtelliter Petroleum wöchentlich ausgegeben. Eine Kerze kostet L.3:50. Es. wird darauf-aufmerksam gemacht, den Bedarf ehestens zu decken, da es. noch unbestimmt ist, wann'die nächste .Kerzenausgabe erfolgen wird. Zcntralkonsumverein de» Hochschülec und Akademiker Wie«», reg. G. m. b. H.. IX.. Porzellangassr 30. W a r e n a b g a b e r ä g l ich v o n */,9 bis 12 und '/,3 b iS 5 Ubr. S amSta g von '/,9 bis 2 Uhr: Mehl. Fett, Brei, Seite, Salz. Zwiebel, Bohnen,. Sardinen, und Marmelade. — An S o n nu'« d F e i e r t a g e n g rsperrt. . - - - Bühne «nd Kunst. Wiener Stadttheater. D r e g e l y S satirische Komödie »Der^gut sitzende Fra ck" ist nicht gealtert und bewährt sich auf den Brettern nach .wie vor.. Sie wird sehr unterhaltend gespielt, nur daß unS Jarnos längst gewürdigte Leistung . als Schneidergeselle Melzer etwas verblaßt scheint, seitdem wir einen anderen Darsteller dieser Rolle sahen, der sie glaubwürdiger gestaltete. Er wird mitunter doch zu pofienhast. Bon den anderen Mitwirkenden, die fast durchaus trefflich waren, feie» der hervorragende Charakterkomiker Eduard S e k l er und'die Herren Bob Glöckner, Fritz S t r e h l e n, Heinrich Fuchs besonders hervorgehoben. _______ . A. Reue Wiener Bühne. Vaftspiel Oskar Berogi. Das Unbehagen, das wir über die recht laute Vorankündigung seines ersten Auftretens in Wien empfanden, wurde durch den ungemeinen Wohllaut seiner Stimme (wir erinnern uns nicht, ein gleich herrliches männliches Organ seit Sonnenthal vernommen zu haben) und den edlen Anstand seiner Gebärde alsobald wettgemgcht.' Wir stellen freudig fest, daß die rauschenden Ovationen, die gestern die Neue Wiener Bühne durchbrausten, einem echten Künstler galten: Oskar B eregi ist ein starke Individualität von' inbrünstiger Hingebung an die künstlerische Aufgabe. Das zeigt sich eindeutig sogar an den süßlichen Arien des Gutzkow» schen „Uriel Acosta" und wird sich gewiß an anderen Rollen noch deutlicher erweisen .Einfachheit,. seelenhqste Schlichtheit scheint der Grundzug seines Wesens zu sein. Schön, fast zu schon und ebenmäßig ist sein Antlitz, denn er hat ganz und gar nicht die Allüren der männlichen Primadonna, die seine bildhafte Erscheinung erwarten ließe. Man darf auf weitere Gaben dieses Schauspielers gespannt sein. Die Aufführung war, .von einigen dilettantischen Leistungen abgesehen, sehr anständig. Der treffliche Sprecher..' Alfred S ch r.ei b e r schien, uns als De Silva ein wenig zu pästoral. Der Mangsse geriet an Ernst IM« Utzh.exg.cker. Kr MmMe wMr, ghM;» 6. Juli 1920 Rr. LS2 ' nicht glücklich. Franz Winkler fiel in der Rolle ^deß Rüben angenehm auf. Verdienstlich Ernst D u s K i tz, Marie Eis und Rosa Pauli. . ' A»s de» Theater«. >v ' In den K a m m e rf p i e l e« beginnt die AuffÜhrunj von »Theodore L Cie." jetzt wieder täglich um 7 Uhr und «ndü vor 9 Uhr. '6 . Die h eute im Gartentheater de- Bel v ed ere.unter der Regie von Albert H e i « e stattfindende Premier« des romantischen Schauspieles ^Preciosa", Musik vo» C. M. y. Weber, beginnt um V,10 Uhr abends. Jak ungünstiger Witterung findet die Premiöre m o r g e« . »tzr V*10 Uhr abends statt. _ Da» Schicksal der Reuaistaueebühue. Obwohl Harry W a l d e n dar Gerücht, er beabsichtigt die Leitung; der' Reuarffaucebühne auszugeben, entschieden dementierte, soll dieser Theater nun doch in andere Hände übergehen. ES verlautet, daß daS Deutsche BolkStheater die Reuaiffancebühue für Kammerspielzwecke erwerbe» will. Bo», den zahlreiche» anderen Kombinationen, die austaucht», ist die angeblrche Bewerbung Direktor E x l S um das Renaiffaucetheater.. besonderbemerkenswert. v;:' Sport. Wiener Maunschafte» auswärts. < Mehrere Vereine benützten bereits den letzten Sonntag. zur Austragung answärfiger Wettspiele. Am weitesten; weilte der W. A. F., der seine Deutschland-TourrPe pnt einem Spiele in Köln eröffnete. Die Wiener siegten über > d«r dortigen führeirden Verein 4:0 (2:0). Auch die Sportvereinigung Rndolfshügel weilte bereits in Deutschland, Die Fcivoritner siegten in Dresden gegen Guts Muts, nachdem sie bei Halbzeit mit 3:0 in der Führung gewesen waren'. 5:4. Eine kombinierte Mannschaft der Simmeringe.r und Rudolfshügeler weilte in Graz und unterlag gegen den dortigen Äthletiksportklub 3:5 _(3:1). Besser schnitt der Sportklub Wacker in Preßburz ab; er 'siegte gegen Liget - Sportklub "4 :0 (2:0). Ein Spieker der Wiener . erlist einen Schienbeinbruch. _ . i Wochenprogramm des Sportklubs Hakoah^ (Erscheint jrden Dirustag.) Leichtathletiksektio«: Training Montag und Frfitag auf dem Florid-dorfer Athletiksportttub-Platz, Mittwoch nachmit^ tags und Sonntag vormittags aus dem Hakoah-Platz. SchwernthketiKseKtiou: Training Montag, Mittwoch und Donnerstag ab 6 Uhr abmds in der Bolksschnle, l., Werdertor-> gaffe 6. LeuuisseKtio»: Training täglich aus de» Sportplatz» XIX., Leidksdorfgaffe 5. i > Schwimmsektion: Herrentraining Dien-tag und Damen« tzcainma Donnerstag von '/,7 bi- */*8 Uhr abendim Dianas bad. Täglich Training in der Kuchelau. Nichtschwimmer . werdenvorläusignicht anfgen o « m e ».- ■ Fechtsektion: Training im Fechtsaal der Renre Jehnda, IX., Servitengaffe 10, und zwar Montag und Donner-tag/ für Damen von 6 bi- 7 Uhr abends, Herren (Anfänger)^ vo»:7,vy» 8 Uhr abends, Herren (VorgeschrUteue) von 8 bis 3 Uhr abendß. Sonntag vormittags im AeroNub, U., Prater, -emenisocheS Trarning. ■ Hockensettiou: Training Mittwoch von S bis V,6' Uhr nachmittag-Dame« und Jungmannschast, ab Uhr nachmittags I. und H. Mannschaft. Samstag von 2 br- 5 Uhr^nach«- mittags Damen und Jungmannschast. . / Fußballsektion: Der gesamte Trainings- und Deltspielb'etrieb sämtlicher Mannschaften ist biauf wetterevollkomme» eingestellt. Kulturabteilung: Mandolineuprobe Mittwoch, 7 Uhr abends, im Cas« City, I., Börsegaffe 14. Jüdischer Fußballsport in WestgiaNzior. In Dar:«»« fand am 29. Juni ein Fußballmatch zwischen dem dortige« Jüdischen Svortklub Samson mrb der Rzeszower Resovlä^ Mannschaft statt, welch letztere zu den besten Fußball-' Mannschaften Kleinpolens zählt. DaS Match' endete 2:1 (1:0) für Samson, dessen Treffer von Feldblum erzielt wurden. Durch vorzügliches Spiel zeichnete sich' jSamson- Dpummu Landhaus aus. Der Wiener A m at en r°Spo rtv erein trat gestern abendseine Schweizer Reise an. Die Mannschaft tritt schon morggn in Zürich zu einem Erhibitronsspiel gegen den 'Buowpester M. T. K. an. : i!' Länderwettkamps England—Südafrika. Am 1. Juli faad in Johannisburg der Länderwettkampf England—Oüpastitzstatt. Die Engländer siegten 3:1. Wochenprogramm der akadewische« Spurtub« teilung Iudaea. Fußballsektiou trainiert jedm Dien-t-g uptz Donnerstag ab 3 Uhr nachmittags a« Hakoah-Platzt i» NdWdarf; Leichtathletiker zusammen mid der Sektion der Haktifch»' Gerichtssaal. Eine „vergiftete" Ehe. Frau Alice D. war in ihrer ersten Ehe Mit Dr, verheiratet. Dis Ehe wurde getrennt, die drei dev Me entsprossene« Kinder der Mutter zug«sprochen. Im Jahre 1914 hat sie eine zweite Ehe mit Dr. Heinrich D'. geschlossene Die Ehe war von allem Anbeginn keine glückliche. M.tzyp immerwährend Zank und Streit. Den Hauptgrund, dpr Zwistigkeiten bildeten die Kinder aus erster Ehe, em Mädchen nnd zwei Knaben. Dicfs konnten ihrem' Stiefvater mchts recht machen; er beschimpfte sie und drohte ihnen mit Schlägen. Die Heranwachsenden Kinder i ließe« sich diese Behandlung nicht gefallen, replizierten in hefikgfikp Weise und bellagten sich häufig bei der Mutter, die sich' <iaf, Seite der Kinder stellte. Einmal hätte Dr. D. gegtzst da- Mädchen, das Braut war, die Hand erhoben, um ihr eine« Schlag zu versehen und wurde nur. durch das Däzwsschen? treten ihres Bräutigams davor bewahrt. D'r. D. 'beschwerte sich darüber, daß er äuS dem gemeinsanren Schlafzimmer von seiner Gattin ,^>erbann^ wurde, da sie dieses mit' rhreo Tochter teilte. Hiezu kamen noch finanzielle Schwierigkeiten. Nachdem Dr. 'D. eine Stellung im polnischen Staatsdienst vÄbi Frau D, gt&& ^pftcn M NWlthi

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