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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-05 · Heft 521 (5.7.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 521 (5.7.1920)
Date
1920-07-05
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr 521 Wien. Montast werden. Die Wirkung der neuen Spielsleuer zeigte sich Namentlich in dxn Kaffeehäusern in den Vororten. Der Kaffeehausbesuch war gestern begreiflicherweise infolge deS herrlichen Sonntagsnn'kterS im allgemeinen sehr schwach, doch erklärten die Maköre jener Kaffeehäuser, die zumeist von Gewerbetreibenden. Beamten oder Studenten besucht werden, daß sic einen Tag, an dem so wenig gespielt wurde, überhaupt noch niemals zu verzeichnen halten und daß zweifellos ein dau - ernder, starter Rückschlag zu befürchten sei. Dagegegen sind die Marköre der Kaffeehäuser der Inneren Stadt zuversichtlich; sie glauben, .daß bei ihren Stamm-- gasten, die oft um große Beträge spielen, die neue Steuer io gut wie ganücht ins Gewicht falle. Ächtung auf schwarze» Zwiru. - In der letzten Sitzung der Gesellschaft (er Äerzte teilte Dr.' O. S ä ch s den Fall einer Blutvergiftung durch italienischen Zwirn mit, der eine Finger -Amputation zur Folge hatte. Eine b4jahrige Frau in Wien hatte sich mit schwarzem Zwirn aus Italien den Finger geritzt. Ein Eingriffs blieb erfolglos, es kam zu Gewebsnelrose und der Finger war nicht mehr zu retten. Die bakteriologische Untersuchung ergab Mikroorganismen, auch Streptokokken. Die chemische Untersuchung des Zwirns ließ-erkennen, daßder Zwirn mit . tem Teerfarbstoff „Eisschwarz" verfärbt war. Tierversuche mildem betreffenden italienischen, sowie mit österreichischen schwarzem und weißem Zwirn stellten fest, daß das, sogenannte .Gisschwarz" Nekrose hervorruft, daß also der Tierfarbstosi und nicht die Bakterien die Veranlassung der Blutvergiftung bildeten. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sauel Beer. Die Laisirdoktorev. r> . Es ist bekannt, daß sich zu ärztlichen Ratschlägen fast alle Menschen berufen fühlen. In diesem Punkte gibt es seinen - Unterschied zwischen dem Gebildeten und Ungebildeten. Kein Beruf ist so verbreitet wie der. des Arztes. Hast du zum Beispiel einen Furunkel im Gesicht, so kannst du gewiß sein, daß dir au einem Tage so viele sicher wirksame Heilmittel anempfochlen werden, als du mit Leuten gesprochen hast. Es beginnt bei der 'Hausbesorgerilr, die dir anempfiehlt, Käsepappeln aufzulegen, die Greisle^in, die dich sieht, ist für ein Diachplon- Pflaster, ein anderer für eine von seinem alten Arzte empfohlene Salbe. Jdenfalls wird, dir abgeraten, etwa den Abszeß von einem-Arzte eröffnen zu lassen, das sei das Schlechteste,, weil es nämlich das einzige vom. ärztlichen Standpunkt Vernünftige ist. Bei den orthodoxen Ostftiden wird die Entscheidung gar auch -hem Rebberr überlassen, er rätz ohne auch nur den Kranken zu sehen, aus -seiner inneren Erleuchtung heraus.! Die größten Kämpfe hat der Arzt bei Erkrankungen der kleinen Kinder mit den unerfahrenen Müttern auszukämpfen, die sich von den Großmüttern, Tanten, Nachbarinnen. und dergleichen beraten lassen. Die Kräutlerin steht eben auf dem Standpunkt, daß sie zehn Kinder großgezogen habe und doch Wohl etwas verstehen müsse. Wenn auch vier gestorben, zwei Krüppel sindeines tuberkulös, so behauptet sie-doch, mit großem Verständnis ^auf die Erziehung ihrer Kinder und deren gesundheitliche Förderung bedacht gewesen zu sein. Man werde ihr doch mehr Erfahrung zumuten, als etwa dem jungen Arzte, der selber keine Kinder habe und alles nur aus den Büchern kenne. Gegen derlei Argumente wird der Ärzt schwer aufkommen. Hier mutz der Arzt seine diplomatischen Fähigkeiten spielen lassen, um alle die Hindernisse der mitberatenden Umgebung für das Kind hinwegzuräumen. s . Bei Erkrankungen des Körpers wird vom Laien fleißig herumgedoktort — meist zum großen Schaden für den Patienten. Dieser , kommt dann schließlich doch zum Arzte, wenn auch gewöhnlich erst zu einem Zeitpunkt, da das Leiden größeren Fortschritt gemacht hat und meist auch die ärztliche Kunst versagt, weil es zu spät ist. Der nervöse Geisteskranke. ,. ' Bei Geisteskrankheiten steht die Sache ganz anders. Wenn auch der Hausarzt längst eine Erkrankung im Seelenleben eines Familienmitgliedes, eine beginnende Geisteskrmlkhcit, erkannt hat, so wollen es die Angehörigen nicht einsehen. Diese werden vielleicht zugeben, daß der Patient sich in letzter Zeit etwas verändert hat, Daß'tt vielleicht^traurig' und zurücktzezögen ist/ daß'-er femem Berufe nicht so fleißig'wie früher nachgeht, .nachdenklich und verträumt ist. Die Angehörige werdem zu-, geben, daß der Patient sehr jähzornig ist, über seine BerhalLnisselebt, ausschweifend geworden ist, Frau und Kinder.beschimpft usw. Aber derlei Zeichen einer beginnenden Geisteskrankheit find Angehörigen oft schwer klar ‘3tt" machen. Sie wollen sich mit der Bezeichnung pervös, nervenüberreizt, abfinden lassen, gegen die Diagnose- Geisteskrankheit wehren sie sich, solange es seht — es gilt als Schande. Der Arzt rät zur Internierung oder zur. Abgabe in eine Nervenheilanstalt, aber, dazu können sich die Angehörigen nicht entschließen. Eines Tages liest man dann in, der Zeitung, daß dieser oder jener Selbnwrd oder Mord' an einem Familienmitglied begangen Hai. Das A dann das traurige jSchlußkapitel des voll den Angehörigen immer für snervös oder jähzornig, , aber sonst für harmlos. ge- Kältenen Patienieu. Wiener MorgerrzerLrrng Letzte Nachrichten. Die derrtschon Delegierten irr Spa. Epä, 4. Juli. iWolff.) Der Eondc-rzuq mit der d.'uffchen Delegation iü kurz vor 2 Ufer obre Zwischen'äll Jpcv linrclrossen. Der Bahnhof mar in>!.iiän'-ch abgeiverrt. Die zahlreich erschienene Menge vci'.üell sich schweigend. Die Delegation wurde im Zuge vom Genrealsederär her Konferenz Iaquenin und vom Grafen D u.ch a 1 c l im N.'.men der belgüchen Regierung begrüßt und begab sich in StaatSautomobrlen in ihre Ahsteigquartiere. - Sp«, 4. Juli. tHavaS.) Alle Abordnungen, die an der Konferenz teilmbmrm snd hier eingetroffen. Marschall Foch war bei seiner Anburst Gegenstand besonderer Ovationen lei cnZ der Bevölkerung. _____ Die dsutsche Ste»e«belaft»ng. Berlin, 4. Juli. (Wolff.) Die Denkschrift des Reichrfinanzministrriums über die Steuerbelastung, welche die deutsche Regierung am 1. d. M. der Friedenskonferenz übergeben bat, zeigt, auf welche Wüte Deutschland versucht,' den eigenen Bedarf an Steuern von annähernd 32 Milliarden Mark durch lausende Steuern zu befriedigen. Wie sehr allein die Teuerung aus die Gestaltung des Dieuercrars im Reiche, der Gliedstaaten und der Gemeinden wirken mußte, zeigt dir Ausgabe von3Mrll ardk» Mark für BesiedlungSaufbrfsernngrn. Es werden nach amtlichen Schätzungen in einem bchmr-mden Zustande, das beißt also in einer Lage, die als steüg bezeichnet wird, an direkten und indirekten Steuern und Zöllen insgesamt 50.950,600.600 Mark gegenüber 4.137,666.666 Mark im Jahre 1913 aufgebracht. Die großen BetriebSnuternehunmgen drS Reiches, die Eisenbahnen und die Post, weise» die größten Mllliardendefizite ans. Sie gehen bis zu 18, beziehungsweise heute bis zn 16 Milliarden Mark. Am diese Milliardeu hereinzubrmgeu, habe es sich als unumgänglich notwendig erwiesendaß Dmtschlaud alle Steuerquelle» bis zur höchste« LeistungSfähigkeit erschöpfe. Ost genug werden Geisteskranke auf ärztlichen Rat interniert, verhakten sich in den Heilanstalten brav und ruhig — weil hier viele Schädlichkeiten des. häuslichen Milieus ausgeschaltet sind — setzen dann mit allen Mitteln, auch mit Unterstützung der ganzen Verwandtschaft, ihre Rückgabe in die häusliche Pflege durch — und begehen an dem gleichen Tage mangels entsprechender Bewachung Selbstmord oder sonst ein Verbrechen. Es ist oft dem besten Arzte unmöglich, zum Beispiel das beginnende Krankhertsbild einer Gehirnparalyse von einer gewöhnlichen Nervosität auf der Stelle zu unterscheiden- Narr eine längere Beobachtung in einer Heilanstalt kann die Diagnose ficherstellen. Leider läßt sich bisweilen der Arzt bei seinen Ratschlägen von unangebrachten Rücksichten auf die Familie leiten und trägt so oft'mit Schuld'an dem traurigen Ende eines „nur Nervösen". Aerztttche Winke. Die Gürtelrose. ' Es handelt sich hier um eine Hautaffektton, die dem Ausbreitungsbezirk eines bestimmten Hautnerven entspricht. Es entstehen gruppenweise Bläschen, die halbseitig in Form eines Bandstreifens, Gürtels — daher der Name — angeordnet sind. Die Gürtelrose fitzt gewöhnlich an einer Brustseite oder an den Oberschenkeln. Die Beteiligung der Nerven verrät sich in heftigen neuralgischen Schnrerzen, die oft erst nach Ablauf der Hauterkrankung emsetzen und längere Zeit anhalten. Nur die Nervenschmerzen erfordern gewöhnlich eine Behandlung tmrch Salizylpraparate, die befallenen Hautstellen bedeckt man mit milder Salbe. Klimatische Behandlung der Tuberkulose. Bei der Behandlung der Tuberkulose legen die Aerzte heute mehr und mehr das Gewicht auf physikalischdiätetische Maßnahmen. Ein Klima, das von selbst die Tuberkulose heilt, gibt es nicht, fortgeschrittene Kranke sterben im Süden ebenso wie im Norden. Ein Klima wirkt entweder anregend und bessert dadurch Atmung, Appetit, Allgemeinbefinden oder es hält schädliche Reize — wie Wmd, Staub, Kälte — von den Atmungsorganen fern. Für Kranke mit kräftiger Konstitution eignet sich' das See- und Hochgebirgsklima am besten, vorausgesetzt, daß besonders bei letzterem Windstille, trockene Lust und starke Besonnung vorherrscht. Die bekanntesten Orte dieser Art sind Davos und Arrosa. Für Kehlkopftuberkulöse, die einen höheren Feuchtigkeitsgehalt der Lust brauchen, ebenso wie für schwächliche und fiebernde Kranke,'kommen die Mittelmeerküste im Winter, die Heilanstalten unseres Hennatlandes tm Sommer in Betracht. . Derlei Angaben sind selbstverständlich nur Fingerzeige und in jedem einzelnen Falle mutz der Arzt olle Faktoren immer wieder.von neuem berücksichtigen,. um dem Patienten den besten . Rat zu erteilen. Im KulLrrsstL«erzLhler» welche ihre KalLusfLener rechtzeitig entrichtet hatten, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen nnd trotzdem nicht in die Wählerliste derKnltusgem-erüde ausgenommen, beziehungsweise nicht znr Knltnswahl zngelaffe« wurden» werden aufgefordert, dies umgehend schriftlich unter Angabe der genauen Adresse in der Redaktion der „Wiener Morgenzeitung", ll., Taborstrafre 1—3, beli^mttiuaebeu. 6. Juki 1920 Seite 8 Mitteilungen ans dem Pnbliknm. H B ÄST FH perlen und juws&.e* ru all™«« «Ha. EH I kauft teurer als fader Wg$6, Juwelier,!., Graben MO tzAtzL cfättetöcdfa&nek/ZföMimieyißAseÄ Anfangsstadium der Lungenerkronkimg ist die Behänd- _ lüyg durch einen verständigen Art oft segensreicher als -Muköses Herumreisen. > Aerztlicher Frageraste». ^'1 "/David Stofen 3. Empfehle Erziehungsanstalt für nepbofs Kinder, 16. Bezirk. Langmkergasse 12. Ob heilbar, läßt sich ohne Untersuchung nicht entscheiden. — I. Student. ■ 1.- Heilbar. 2. Ohne Operation. 9. .Kein Ehehindernis, bn Gegenteil, Besserung durch Heirat zu erwarten. 4. Nein. — Skablech D. B. Die Flecken werden nach einiger Zeit, wenn dje Krätze ganz ansgeheilt ist, verschwinden. Seien Sie un» besorgt! — Bertold L., TaborstroHe. Auch bei Sdindern hat ryan auf die Zahnpflege zu achten. Schlechte. -Zähne müfserr plomdicri werden. — Goldhammer. In jedem Sanität», geschäft. betommen Sie einen geeigrreten Verband gegen die abstehenden Ohren. Muß durch Wochen beständig getragen werden. — Frau Berta L. Sie können ja im Mittelstands» sanatorium, RudolftnerhauS oder der Lucina, niederkomme«. Ihr Hausarzt, kann ihnen dort beistehen. * Selbstmord ber Gattin des Generalabersts» Wnrm. Gestern nachts wurde Fra» Marir Wurm, dir 42jöhrige Gattin des Generalobersten Wenzel W.n r yr, vvm hcimkehrendeu Dienstmädchen in der Wohnung. IV“., Kolschitzkys gaste 8, erbangt aufgesunden. Das Mädchen rief de» HauZbesorgec, dieser durchschnitl dev Strick. Die ReLtungsgeseUibafk wurde berufen, doch konnte der Arzt nvr den Eintritt des Todes festsieven. * Ei« beftinNsches Beebreche». I» Drutsch-Wagre« ist gestern, ein gräßliches Verbrechen an einem Kinde verützj worden. Ein Strolch hat um etwa 7 Uhr abends dre sechsjährige $rene Fuchs. Tochter der Eisenbahnerswirwe Leopoldine Fuchs, in^eiu kleines Gehölz gelockt und dann an de« armen Kind« em gräßliches Verbrechen begangen. Der Täter hat dem schon dmch das Verbreche» schwer verletzten Kind ntrt emem Messer de« Bauch ausgeschlitzt, so daß die Eingeweide hervorqnollen, dar tödlich verletzte Kind ließ der Man« liegen. Als st« ausgestrnde» wurde, verband man die Kleine und brachte ste mit de« Perionenzug der Nordbab» nach Wien, wo sie um 10 Uhr abendanikm. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Der Täter soll «ach den Erhebungen dev Gendarmerie Vogl heißen und Hilfsarbeiter sei«. * Die Gesrurdheitsverhültnifie im Msi. Der Krankenstand der Stadt Wie« war im Mai mit RüDcht auf d>e günstige Wuterung relativ niedrig. Die Jnfektiovskrankhritrn Wiesen günstige Verhältnisse aus und waren relativ sehr wenig verhrertet. Die Sterblichkeit war zwar geringer als i« April, immerhin aber noch sehr hoch. Es starben m-gesamt 3061 Personen, um 371 weniger als im April. Die meiste Zahl der Todesfälle entfiel auf Tnberkulvse und Skrophulose mit 793 Fällen. * GewerSefördenungsamt des Jüdische» AationalnateS. tAbteilung Arbeitsnachweis.) Offene Stelle»: 2 Damenschneiderinnen, 1 Herrenschneider, 2 Gtockdrechsler, 1 Banschloffer, 2 Schildernnd Schnsienmaler, 2 Stenothpistmnen, 1 KmdermLdchen, 1 Stütze der HauSsiau. — Lehrlivge: Uhrmacher, Mechaniker, Kavvenmacher, Tischler, Schlosier, Schilder- und Schristenmaler, Schneider. Tapezierer, Buchbinder, Zimmermalcr, Bildhauer, Automvbilspängler, Buchdrucker, Graveur. Steinmetz. Friseur, Setzer, Kürschnerlehrlmg. Zu melde« ben« Gewerbesörderungsamte des Jüdischen Nationalratrs, ll Taborstraße 50 s. * Jüdische Volksschule. Das UnterrichtZamt drS Jüdischen NationalrateS fürDeuhchösterreich gibt bekannt, daß die erste jüdische Volksschule in Wie« mit Beginn de» Schuljahres 1-20/21 im lk. Bezirk eröffnet wird, m»d zwar vorlänfig die erste u tt d z w e i t e K l a f s e. Die Rntervicht-sprache ist deutsch. Hebräisch wird nach moderner Methode als lebende Sprache gelehrt. Diese Volk-schnle dient z« gl eich «L 8»kbereitimgSschule für daS Jüdische Realghmnastum. Schülerzahl beschränkt, daher kann nur bei recht-eiliger A » m 11* d nn g mit einer Ausnahme in diese Schule gerechnet werbt«. Boro»«ckdunsrn (die betreffende« Kinder find mitzubringen) werde« täglich (außer SamStag und Sonntag) nachmittags von 8 bis 4 Uhr im UnterrichtZamt des Indischen RativnalrateS. U . Taborstraße SV», evtgegenkenomme», woselbst anch An-kÜnsie erteilt werden. * Hebräische Sprachschule für Palästiu.v - EurlgrMite«. Attfangs Juli eröffuet bas Unterrichtsamt des Jüdischen Nationakrades in den Räumen des' Jüdischen RealghmnasüMkS, 1. Bezirk, Drahtgasse Nr. 4, 4. Stock, einen sechsmonatigen Hebräischkurs für Palästina-Emigranten. Alle« denjenigen, welche sich die für eine Einwanderung nach Palästina nötigen Sprachkenntniffe verschaffen wollen, wird dadurch Gelegen-' heit gegebeir, durch einen intensiven, nach' erpwbten Methoden erteilten Unterricht in die leberrde hebräische Sprache ein geführt zu werden. Der Unterricht wird fünfmal in der Woche von bewährten Lehrkräften während je zweier Nachmittagsoöer AbeubstunLen erteilt und soll erreichen, daß' die Teilnehmer nach Mlauf von sechs Monaten sich in der hebräischen Sprache leicht und korrekt verständigen können. Stnbienbeitrag 360 Kronen (50/Kronen monatlich): Chaluzim sind von der Zahlung befreit. Anmeldungen und nähere Auskünfte im UnterrichtZamt des Jüdischen Natioualrates, 2. Bezirk. Taüorstraße 20 a, täglich, außer' Samstag und Sonntag, nachnrittags von 4 bis 6 Nhr. * Forchildungskitrsi für Lehrlinge. Das Gewerbesörderrrngsamt und das Unterrichtsamt des Jüdischen NattonabrnteS für Deutschösterreich deranstalterr Abend kur se znr Fortbildung von Lehrlingen in den DolkSschulfächrrn. Erfayrungsgentäß gibt es' unter den jüdischen Lehrlingen, bcsoudr'rZ unter denen, die aus den östlichen Ländern stamm-i;, eine große Äuzaisi, die euiiucdrr keine Schule oder nur

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