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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-02 · Heft 518 (2.7.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 518 (2.7.1920)
Date
1920-07-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite A . Wien, Jreilag. - Oründo bleiben, dieeiner Umschichtung das Wort sprechen. Mit tiefem Schmerz irmß bei der Wiener Studentenschaft ei ne Lauheit. und Indolenz, könstchtieü wurden, - die ansteckend und lähmend'auft. diejenigen wirkt, welche von Idealen erfüllt sind. Lust und Liebe zur Arbeit müssen aufhörcn, wenn man ftststelltdaß diese keine Resonanz findet, die sich, in der Weise äußert, das jeder seinerseits an dem großen Werkte nntarbcitct oder doch irgendwie dokumentiert, Mitarbeiten zu wollen. Für die, denen die Gesinnung mehr ist, als bloßer Ja-sagen, müßte ein Weg gezeigt werden, wie sie sich um- und entstellen können auf'Erez Israel, welche Berufe dort notwendig sind mnd wie man zu ihnen gelangt. Was in dieser .Hinsicht bei uns bis jetzt getan wurde, ist'völlig unzulänglich. Die jüdische bewußt-zionistische Studentenschaft-ist nichtblind gegen ihre Fehler. Aber sie hat ihrerseits Klage zu führen. .Und tut sie dies,, muß sie Fehler, die sie Lei sich aufzeigt," auch zu'erklären versuchen, ohn sie gewiß zu beschönigen.J' - '‘ ' "«Zeit etwa -zehn Jahren/ insbesonders seit-dem Kriege, ist die Studentenschaft ohne, führende Hand: Gruppen und Grüppchen in ihr kämpfen' -.mit- oder gegeneinander, eine lächerliche Farce löst die andere ab. Stürme in Wassergläsern beschäftigen-lebhaft, die Gemüter und keiner, der »alten Herren"- kein' Besonnener, Gereifterer, greift ein und zeigt, wo Jugend endet - und- Rückständigkeit beginnt. Doch besser fast, derlei Kampfe, als gar keine! Trägheit ist bei vielen anderen X -pf. Und keiner rüttelt auf und weckt zu irgendwelchem ^-.chen Zielen. Die jüdische - Studentenschaft kcnnpft um i.täglich Brot.. Und keiner kommt zu ihr — nicht, etwa, um zu helfen, nein, nür um zu sagen, wir fühlen mit euch, wir können euch aber nicht helfen. Gewiß, man .sagt es, aber hinterher. Es wäre aber doch so herzerfreuend, zu wissen, jemand fühlt mit und sagt'es. Man ruft zur-Arbeit. Die. Studentenschaft kommt. Hie und da kommt sie nicht. Dann, hält man. sich darüber auf, ohne nach den tieferen Gründen zu forschen, ohne s i ch zu fragen, warum-ohne zu den einzeln en zu gehen, um aufzuklären und sich aufklären zu lassen. So ist es kein Wunder, wenn ein großer Teil in wichtigen '.Momenten versagt. -.WA' wollen' Umschichtung. 'Aber für die, welche weiter studieren wollen, verlangen wir die Dköglichkeit hiezu.' Der Jüdische Hochschulausschuß hat in den letzten Wochen eine umfangreiche und erschöpfende Statistik seiner Kommilitonen angelegt ,Ein-Blick in diese wurde'manche verhärtete Herzen auftütteln^. Tuberkulose und. Schwindsucht, Hunger und Not, Einkommen von 300 Kronen-monatlich,-Stundenbezahlung von 2 oder 3 Kronen für 'dre Pribatstunde, durchschnittlich sechs im Kriege verlorene Semester, zeigen - ein erschütterndes Bild des „Jüngers der Wissenschaft" . auf, das., nur dadurch gemildert wird, daß in der Rubrik „Berufänderung?" und Auswanderung eine sehr erkleckliche Zahl antwortet: Will seinen Beruf ändern.. Will nach Palästina. . .'Der Jüdische HochschulauHschutz geht jetzt daran, den Kommilitonen, die es' wünschen, die Ergreifung eines manuellen Berufes, zm ermöglichen. Hand..in Hand mit dem Gewerbeamt des"Nätionalrates will, er-Werkstätten-errichten, .Gärten an» legen, eventuell ' elektrotechnische Fortbildung ermöglichen. Aber. er muß auch an die breite Oeffentlichkeit appellieren, ihm zu helfen, seine Institutionen zu untersten und auch aufklärend bei denen mitzuwirken, die das Gymnasium besuchen oder verlassen: S i ch k e i n en a k a d e m i f ch e n Bern f.e n z u z u w e n d e n , d a s g.e i st i g e P r . o l c t a r i t, d a s, ' w e n n es so weit er geht, bald auch ein Proletariat des Geistes werden wird nicht zn vermehren! Großstadtjrrden imb Sommerfrische. Dia „bodenständigen" Wiener Israeliten, welche die Ostjuden bei den. Kultuswahlen so .riesig, bekämpften, sehen sich jetzt zu ihrem argen Verdruß mit den ftech oingedrungenen Glaubensgenossen aus dem Osten auf eine Stufe gestellt. Die schöne österreichische Gebirgs» welt-imacht unerhörterweise zwischen den „Erbgesessenen" vom? Kai, Salzgries, - Döbling und den. „Polnischen" leinen Unterschied. Sie mag-die Juden überhaupt nicht, niögen sie noch so feierlich beschwören, daß sie „nichtjüdi-schnational" sind. . Es: gehört; auf,em-: anderes. Kapitel, •, ob die reich gewordenen wucherischen "Milch- und . Körnölbauern mit ihren dicken,, protzigen Ketten, - mit. ihren , komisch herausstaffierten. Frauen, , denen kein Putz, zu teuer ist, vor den jüdischen - Parvenüs. .etwas anderes' .voraus, haben.-als-die..— Hartherzigkeit. : . . Wir haben es uns immer zur Pflicht gemacht, aus Erziehüngsgründen einfach aufzudecken, was bei den Volksgenossen, auch bei. den Nichtjüdischnationalen, tadelnswert und endlich zu verbessern ist. Und das, was' wir -heute hier in bester Absicht vermerken, trifft die. Großstadtjuden just-am allermeisten, hat sie schon in der Vorkriegszeit, verunziert,.schon damals, als der treffliche B e d a daß heitere und Loch so ernst zu nehmende Spottgedicht.-schrieb, das mit der Verszeile schließt: „Wie man sich trefft im Ampezzotal." ' Nicht Naturfreudigkeit, ui-ht die rührende Einfachheit des.-Landlebens, nicht, die Musik des-Waldes, nicht das friedliche Blöcken heimkehrender Schafherden, nicht der .Glanz der Firne im-Sonnenuntergang lockt einen erheblichen-Teil unserer Großstadtjuden in.die Alpen, treibt--sie mit?unwiderstehlichem Zwang, just dorthin irgendwie die Einreisebewilligung zu ergattern, woman sie am wenigsten haben will. Ganz bestimmt auch nicht das. Erholungsbedürfnis, denn die, welche wir meinen, sind trotz der zehrenden Verzweiflung über die Wiener Ostjuden Schwergewichtsmenschen geblieben. . Sagen wir's nur heraus: Es ist die lächerliche Allst- 31t zeigen, daß map sjch's leisten kann, es ist die ^mcnfr snorgcnsntnrig Mitteilungen ans dem Publikum. BES! n 1 IIMTTSrMPWM’EN und JUWELEN Bll&DSnflS« B blv kauft teurer als Jeder 45 Vägo, JuweBier, I., Graben SSO kindische Freude der Gedankenlosen am Bedientwerden durch Kellner, am Buckerl fürs reichliche Trinkgeld, am Reisen mit prächtigen Koffern, an der Hoffnung, im kleinen Gebirgsort mit Schmuck und Kleidung größeres Aussehen zu erregen als in der Millionenstadt, welche -die gewissen Wohlhabenden und jene, die es zu sein vorgeben, nach der Gmundner Esplanade oder nach Tirol lockt. Da wird mit nackten Knien und Lederhosen am lSeegestade das Wiener Kaffeehausleben fortgesetzt und übereifrig Karten gedroschen, da drängelt sich die -Pfaueneitelkeit der Frauen' und das amüsante Völkchen der Gebirgskobigigerln auf der Könzertpromenade und die Natur ist ihnen Hekuba. Verfluchte Pflicht ist es, diese. abgedroschenen Wahrheiten zu wiederholen.' Wir haben uns schon überzeugt, daß solche Anmerkungennicht ohne Erfolg bleiben. Die Einsichtigen und Gewissenhaften werden daran erinnert, in ihren Kreisen zu wirken. Und am Ende kommt es doch noch zu jener, ach, so selbstverständlichen Solidarität imnter weiterer jüdischer Kreise, die heute leider noch ein Traum ist: Die Solidarität des Verzichtens auf den fragwürdigen Genuß, sich in Sommerfrischen förmlich einzudrängen (und maßlos Wurzen zu lassen), in denen man gründlichst gehaßt wird.',' , A. Merkblatt für Palästinafahrer. Verfaßt im Auftrag« der Aentegrnpp« dei Paläftina-AmkS iu Wien. Bon Stabsarzt Dr. Mayer. Zum . Aufbau von Erez Israel gehören gesunde, körperlich,, geistig und, moralisch einwandfreie Menschen, deshalb müssen einerseits andere Elemente von der Einwanderung fferngehalten werden, andererseits die für den Jischuw^in Betracht.kommenden bestrebt sein, sich gesund zu erhalten. Dies kann nur durch verständnisvolle Vorbeugung gegen Krankheiten, in allererster Linie ansteckender Natur, die ja die Gesamtheit gefährden, sowie durch genaues Befolgen der ärztlichen Anordnungen im' allgemeinen, erreicht werden. Die ansteckenden'Krankheiten werden durch besondere Erreger verursacht, wer sich daher vor einer Uebertragung dieser auf seine Person schützt, wird von derselben verschont bleiben. Die Keime von Cholera, Ruhr und Typhus werden mit dem Stuhl, beziehungsweise Urin der Erkrankten ausgeschieden, ihre Weiterverbreitung durch den Genuß von verseuchten Nahrungmittelnf bewirkt. Die Erkrankung tef mit Brechdürchfällen, blutigen, beziehungsweise erbsenpüreeartigen Stühlen in Erschein' nung. Die beste Vorbeugung ist daher Genuß von einwandfreiem, wo nötig abgekochtem Wasser und Lebensmitteln, die Reinigung der Hände vor jeher Nahrungsaufnahme und nach hem Stuhlgang, wie es auch übrigens durch unsere heiligen Satzungen angeordnet ist. Der Flecktyphus, der auch eine schwere tätliche Krankheit ist, wird durch Läuse übertragen. Es ist daher im Interesse eines jeden einzelnen, von Ungeziefer frei zu sein. Gegen Blattern schützt eine, mit positivem Erfolg durchgeführte Schutzimpfung. Das Tr ach om ist. eine langwierige, .schwere Augenerkrankung, die zur Erblindung führen kann und durch die Augenausscheidung'Erkrankter und der damit der- , unreinigten Gegenstände weiter übertragen wird; .deshalb stets nur Benützung von eigenen Gebrauchsgegenständen, zum Beispiel Taschentuch, Handtuch, Bett" gewand usw.- - - - Die Malaria, das Wechselfieber, wird durch euren im Blute -schmarotzenden Kleinkörper (Plasmodium malariae) hervorgerufen und durch eine Stechmücke übertragen. Diese Erkrankung ist derzeit in Palästina noch sehr stark verbreitet, es ist aber ein falscher Begriff, zu glauben, daß jeder dortselbst sie durchzumachen hat, denn, der sich durch Einnehmcn von Chinin und persönlichen mechanischen Schutz (Mückengitter, Drahtnetz, Handschuhe usw.) dagegen hütet, wird von ihr verschont bleiben. Der übermäßige Alkoho 1 genuß, der schon in gemäßigten Klimaten schwere körperliche und geistige Erkrankungen zur Folge hat,, wird diese in heißen Gegenden noch früher zeitigen und ist zu vermeiden. Der Ansteckungsstoff der Tuberkulose (Tuberkelbazillen) ist vornehmlich, in^ Auswurf der Krankest sowie in der Milch perlsüchtiger Kühe. vorhanden und wird 1. durch Einatmen, 2. mir der Nahrung, 3. durch Eindringen in verletzte Stellen der Haut oder Schleimhäute, 4. durch Benützung von verunreinigten Gebrauchsgegenständen ausgenommen. Durch entsprechende Vorkehrungen, welche, alle diese Momente berücksichtigen,. "'>e Verbot, des freien Ausspuckens, . Gebrauch von S.pucknäpfen mit nachheriger Desinfektion, Aufenthalt in frischer, freier Lust, Körper- und. Muskelübungen usw. kann dieser Volkskrankheit . vorgebeugt werden... . Die Geschlechtskrankheiten werden durch ihnen zukommende spezifische Erreger auf geschlechtlichem, seltener auf außergeschlechlichem Wege übertragen. Der Tripper ergreift die Geschlechts- und Harnorgane, kann jedoch auch Erkrankungen der Gelenke und des Herzens sehr häufig Unfruchtbarkeit, eine Verunreinigung der Augen mit dem Trip.tzcreite.r, eine schwere Ksttäüstdimg mit voll« ft 0Iia ... .. 5tt. vre kommenem Sehverlust zur Folge haben. Die Syphifiß 'ruft imch Auftreten des Erstgeschwüres (Primäraffekt)' Erscheinungen auf der'Haut und den Schleimhäuten . hervor, . bewirkt dann aber auch Erkrankungen, der Knochen, Eingeweide, des Hirnes und Rückenmarkes,' welch letztere, wie statistisch nachgewiesen, gerade bei ' Juden in einem größeren Prozentsatz austreten; schweres, Siechtum, unheilbare Geisteskrankheiten und keine odep eine minderwertige Nucbkon'.mensthr.ft sind ihre Folgen, Durch. Vermeidung des geschlechtlichen Verkehrs mit kranken Personen oder sonstige Berührung mit ihren Wund-, Blut- und Ausscheidungsstoffen, kann diesen Krankheiten vorgebeugt werden. Ist jemand geschlechtlich erkrankt, so ist dies keine Schande, sondern eist. Unglück, Hessen Folgen durch sofortige ärztliche Be- Handlung rechtzeitig beseitigt werden können. Es steht, fest, daß besonders .die-.Syphilis bis vier Wochen nllchl - Äuftreiest des Erstgeschwüres durch eine sofortige Oueck». silber-Sälvarsan-Behandlung in kurzer. Zeit 'restlos ö& heilt werden kastn. Die Krätze ist eine durch die Einnistung der weiblichen KtätzmMe hervorgerufene Hautkrankheit und ist an den stark juckenden Knötchen, Bläschen und Kratzeffekten leicht zu erkennen. Durch die im Gefolge auftretende Ekzeme, Furunkulose, kann diese harmlose Erkrankung sehr langwierig, ja bei Hinzutreten von Wundinfektionen unter Umständen lebensbedrohlich werden. Sachliche Hlife wird diese sowie ihre Folgen rasch zum. Schwinden bringen. Bei den geringsten Verletzungen ist wegen der Möglichkeit -dos Hrnzutretens von Rotlauf, Blutvergiftung und des Wundstarrkrampfes — der Erreger des letzteren kommt in der Gartenerde, vor — die peinlichste Reinlichkeit zu' beobachten; die Wunden sind nicht zu waschen, mit Jodtinktur zu bepinseln und zum Schutze vor einer Beschmutzung mit einem Deckverbande zu versehen und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein besonderes Augenmerk ist auch den Ansteckungs» . krankheiten, zuzuwenden, welche von Tieren auf Menschen übertragen werden. 1. Der Milzbrand von Pferden, Rindern, Schafen und dergleichen, 2. der Rotz von Pferden, 3. Maul- und Klauenseuche von Rindern, Ziegen '.nid Schafen und 4. die Hündswut von tollen' Hunden. Das Ausbrechen der letzteren kann durch das Pasteursche Verfahren (hygienisches Institut in Jerusalem)', das der drei ersten, die in der Regel tätlich ' enden, durch Vermeidung der Berührung kranker Tiere, und ihrer Abfallsprodukte verhütet werden. . Bei Schlangen- und Skorpionenbiß, Abbinden oberhalb der Bißstelle, Aussaugen bei unversehrten Lippen mit dem Munde oder einem Röhrchen, Bepinseln der Wunde mit Jodtinktur, Betupfen mit hypermangansaure'm Kali Woestes Mittel) in Substanz; innerlich große Gäbest Alkohol bis . zum Eintreffen des Arztes. ' Der Hitz schla g entsteht durch Wärmestauung-int" Körper, infolge erhöhter Wärmebildung und vermine derter Wärmeabgabe, der Sonnenstich durch direkte Ein- ' Wirkung von Sonnenstrahlen auf den entblößten Kopf und Packen. Die Wärmebildung im Körper wird durch Muskelarbeit bei warmer Luft erhöht. Die Wärmeabgabe wird durch höhere Außentemperatur erschwert und die Schweißberdunstung durch schwüle Lust gehemmt. Be-' günstigend wirken unzweckmäßige Kleidung, alle de«! Körper schwächende Momente, Exzesse, Alkohol, ungenügender. Schlaf usw., Herz- und Lungenkrankheiten, Als Vorboten hochrotes Gesicht, allgemeine Schwäche, eingenommener Kopf, Ohrensausen, Schwindel, Taumeln,. Unfähigkeit weiter zu arbeiten. Bei Fortwirken der! Schädlichkeiten können Krämpfe, Bewußtlosigkeit, unwillkürlicher Stuhl- und Harnabgang, und der Herz- und' Atmungsstillstand der Tod eintreten. Wiederholt treten auch vorübergehende geistige Storungen, tobsüchtige Erregungszustände, Selbstmordversuche usw. in Erscheinung^ Vorbeugung in allererster Linie durch Vermeidung der begünstigenden Momente. Entsprechende Kleidüng, Tropenhelm, Nackenschutz. In leichteren Fällest Ruhe an luftigem, schattigem Orte mit leicht erhöhtem bei rotem, mit horizontalem Oberkörper bei blässeste Gesicht. Lösung beengender Kleider, Laben mit Wasser,' kühle Kompressen auf Kopf und Brust, Lust zufächeln, schwarzer Kaffee. Bei Bewußtlosigkeit künstliche Atmung und Massage in der «Herzgegend. Selbstverständlich muß sofort ärztliche «Hilfe angerüfen werden. Die Kleider sollen, wie gesagt, dem Klima angepaht, licht und luftig, nicht beengend sein, der Kopf durch eine entsprechende Bedeckung vor der starken Sonnenbestrahfüng geschützt werden. Die Wohnungen und ihre Umgebung sind rein zu halten. Lust und Licht ist durch Oeffnen her Fenster der Zutritt zu gestatten. Die Reinlichkeit sei das oberste Prinzip. Körperpflege (Reinigungshäder, Waschen nach der Arbeit, vor dem Essen usw.) darf unter keimnr Umstanden vernachlässigt werLeir. , ‘ Jeder Palästina-Fahrer Hot bet der ärztlichen Untersüchung. vor seinem Abtzehen die an ihn gestellten Fragen ohne.falsche Scham und Furcht, daß ihnen ein Nachteil daraus erwachsen könnte, wahrheitsgemäß zu beantworten, Per jeder Erkrankung auf der Reise ist s o f o r t är zstliche .Hilfe in. Anspruch zu nehme'n, hg nur so eist Schadest verhütet werden kastn, der enfftöhen ’ könnte, wenn ansteckende epidemische Krankheiten verschleppt werden würden. .Es rst selbstverständlich, daß nur derjenige, der diese Belehrung beachtet, aus ihr einen Nutzen ziehen wird, andererseits muß aber auch gesagt werden, daß jedermann, der sie nicht berücksichtig^ eine .Sünde gegen siH selbst ustdJganz Israel begeht,

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