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Wiener Morgenzeitung · 1920-07-01 · Heft 517 (1.7.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 517 (1.7.1920)
Date
1920-07-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien. Donnerstag kannten Obtzst Ristic zur Niederkämpfung des Aufstandes nach Montenegro geschickt.. Bisher sollen sich die Aufständischen im Borteil besinbcn. V/ Die Teschener Frage. Prag, 29. Jmii. (D'ck>ech.-slow. Preßbureau.)' .'Der Minister für auswärtige Angelegenheiten Dr. Benesch hat. beute au die Botschafterronferenz einen offiziellen Bericht über den Standpunkt des tschecho-flowakifchen Parsauieuts in der Angelegenheit. der. Tefchener Arbitrage abgesendet.' In dem Bericht wird konstatiert, daß fick beide Ausschüsse für auswärtige Angelegenheiten einstimmig für die Durchführung des Plebiszits in: dem Gebiete von Teschen, Zips und. Arva ausgesprochen haben. Zu den bluLigen Vorfällen in Iglau. tzansdurchsnchungen im Tempel und in der Zeremonienhalle. Wie», 30. Juni. Wie die Korrespondenz Herzog auS Igl.au meldct,, wurden im Anschlüsse, an die letzten blMigrn Demonstrationen eine Reihe von Hausdurchsuchungen, darunter auch im Tempel und in der Zcremonienhalle des Friedhofes vorgrnommen, um nach Waffen zu fahnden. Die Durchsuchung des'Tempels und der Totenhalle blieb ohne Resultat. .In der Leichenhalle lag eben ein zur Beerdigung bestimmter' Sarg, der' über' Anordnung der tschechischen Behörden geöffnet werden mußte, um sestzustellen, ob es sich nicht-um rin ScheinbegräbuiS handle. Der Gottesdienst wurde füreineWoche verboten. _ LKgesLZricht. Kuttussteuerzahler, welche ihre Kultusfteuer rechtzeitig eutrichtet hatte«, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und trotzdem nicht in die Wählerliste derKnltnsgemeinde a «f g e n o nrm eu, beziehungsweise nicht zur KultuswahL zngelaffen wurde«, werde» aufgefordert, dies umgehend schriftlich unter Angabe der genauen Adresse in der Redaktion der „Wiener Morgenzeitnng", H., Taborstraße 1—3, bekanntzugeben. Der „Ehrenmann" Hollosh. Bus ferner TäLigkeit in Antwerpen. Tas in Eindhoven erscheinende „EinöhoMensch Tagb 1 ad" i.itreng katholisch) veröffentlicht in seiner'Ausgabe vom 19. Juni einen Artikel, in dem cs den ungarischen „Journalisten" Hollosy anläßlich seiner A'nsweisung aus- Oesterreich in -Schutz'nimmt- und auf den. Protest der Union auswärtiger' Zeitungs- Urrcwondentcn in Wien binweist, in dem Hollosy als .am beim Eener Journalist" bezeichnet wird. In seiner Ausgabe.vom 23. Juni.veröffentlicht.-dasselbe-Blatt folgenden Brief, an den Herausgeber: - , Gefiel, 21. Juni 1920. ./ -Herr- Redakteur! - In Ihrem - geschätzten Blatte vom letzten 'Sonnabend las ich einen Artikel, in dem Sie von einem Verleumdungsseldzug ..gegen A.: Hollosy sprechen. Was der. Lber-rabbiner von. Amsterdam -behauptete (daß Hollosy von der -Am-fierdamscheni Bank fortgejagt.worden - sei), -scheint aber doch. keine Verleumdung zu' sein, denn derselbe Hollosy ist vor dem Kriege in Antwerpen Leiter'Firma F.reuLberg u.,.Co.', Schiffsreederer, in'lStellung gewesen, wo.er.sich der.Un t er sich la g ung von Geld und Bücherfälschung schuldig gemacht batr Wegen dieser Delikte ist er damals nach Holland geflüchtet. Was er eigentlich mit dem Christentum. zu machen bat. ist mir unbegreiflich.. Er ist ein abtrünniger Jude, also ein gottloser Mensch. Herr-Redakteur, was ich Ihnen hier schreibe, ist kein verleumderisches Geschwätz. sondern meine persönliche Erfahrung. Mit Dank für die Aufnahme dieser Zeilen-bleibe ich, Mein Herr, hochachtungsvoll Ihr Albert Grünfelö» .Und dieses Individuum ist Pressechef in der Wiener ungarischen Gescmdschaft. Was sagt Herr Dr. Gratz 'dazu? ' ';' ’ Das - Rauchen wird wieder teurer? ' Ter Präsident des Rcichsverbcmöes der Trafikantenvereine'Testerreichs, Herr Edmund L ö f f lerH äußerte sich' nach" der „Hochschul-Korrespondenz" über' die vom Staate neuerlich gcytaute Erhöhung der Tabakfabrikate: Es.werden wohl schan seit längerer. Zeit Gerüchte über eine neuerlich bevorstehende Erhöhung der Preise der Tabakfabrikate lanciert, doch fernt-eit die diesbezüglichen Auskünfte des Staatsamtes für Finanzen dahingehend, daß in nächster Zeit keine Preiserhöhung geplant ffei. Der. persönliche Standpunkt des Präsidenten Löffler sei allerdings, daß eine Preiserhöhung in absehbarer Zeit unbedingt cintreten' müsse,' und ^war - deshalb, weil es kein Geheimnis mehr ist, daß die Vorräte der Tabakregie nahezu erschöpft sind und dieselbe. sozusagen von der Hand in den Mund arbeitet. Es lonnnt beispielsweise-vor, daß die Verleger bei der Fassungin den Verschleißmagazmen ’ warten müssen, bis die Ware van der Bahn ankommt' und von Dagen zu Wagen *umgeladen wird, so daß die Magazinsräume fast unbenüßt stehen. .. Wann sich daher die Tabakregie entschließen muß, setzt Rohstoffe einzukausen, so ist es ganz.logisch, daß bei dem derzeitigen Stand unserer Krone, die. Tabawreise erhöht werden müssen. Wenn die ägyptische Zigarette heute K. 1.— kostet'— das ist gleich 4 Centimes -7. -so dürfte mm diesen Preis im Ausland wohl auch die-schlechteste.Zigarette nicht zu erhalten sein. Beispielsweise kostet in Deutschland die billigste Zigarette. 30 Pfennig, das ist gleich unlerem Gelds K. 1.20, die Mittetzigarette 7.5.Pfennig, also K.' 3.-^—, die bei uns, zur. Uusgahe gelgstgten Algerischen. Wiener Morgenzettnng 1. Juli im MBIT MitttilMgen aus dem Publikum. P%mi 1 ||BRTFi|PERLENundlUWeLEN Unikl.iHHl I Eil* kauft teurer als Jodler W 45 Vägö, JuweEier», I., Graben SO DANKSAGUNG. Für die uns anlässlich unserer Vermählung zugekommenen Beweise freundschaftlicher Teilnahme sprechen wir unseren Freunden und Bekannten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Klara und Max Neustein, Drohobycz Zigaretten zu K. 1'.— per Stück kosten in Deutschlmrd im Engrospreis 400 Mark per 1000 Stück, im Detailpreis nach -unserem Gelbe K. 2.— per Stück. Alle diese Umstände zeigen, daß eine Preissteigerung kaum zu. vermeiden, sein dürfte. Die Trafikanten sind sich allerdings bewußt, daß eine nochmalige Preissteigerung von den breiten Schichten der Raucher nicht mehr getragen werden kann iwb das Rauchen zum Luxus iverden wird, um so mehr, als . eine - LOprozentige Erhöhung nach der Sachlage kaum genügen dürfte. Es wäre daher sowohl vom Standpunkte der Raucher als auch der Trafikantenschast zu begrüßen, wenn sich der geplanten Freigabe einzelner besserer Zigaretten- und Zigarrensorten auch eine Freigabe der billigeren Rauchsorten anschließen würde, da durch diesen Vorgang ein. Mbau des. Schleichhandels erfolgen müßte. . ' i Zur wissenschaftlichen Erschließung Palästinas. Int. ,H'avlam" finden wir beachtenswerte Anregungen von Dr. B. Ro fenstern, welche auf eine Systemisierung und Nengestaltimg der.wissenschaftlichen Forschungsarbeiten in Palästina äbzielen.. Nichtjnden' tvaren. es hauptsächlich', die bisher, .diesem, vernachlässigten Gebiet ihre Mfnrerksamkeit.zuwandten. Geistliche, Missionäre und Gelehrte leisteten die ersten Pionierarbeiten später scheuten wissenschaftliche Gesellschaften —- 'insbesondere die Pal. Explor. Fundalation — keine Opfer, um bas Land zu erschließen. Diesen Bemühungen verdanken wir — neben einer Erweiterung -und Vertiefung der allgenreinen Landeskunde — die Anfänge meteorologischer, zoologischer und geologischer Studien. Die zersplitterte Arbeitsweise brachte es jedoch' mit sich, daß' der Forscher, dem die gleichzeitig von anderen erzielten Resultate unbekannt waren, nur auf sich' selbst angewiesen war. Sö kommt es, daß zum Beispiel bas Studium des Klimas zu den widerspruchsvollsten Ergebnissen' geführt hatte. Diesen Erwägungen entspringen die nachstehenden Leitsätze, welche der Berfaffer von der zionistischen Jahreskonferenz behandelt wissen möchte: 1'. Eine der wichtigsten-Arbeiten, die unser harren, ist die wissenschaftliche und systematische Er sch l.feKi;n g unseres Landes nach allen Diese Arbeit soll von der zionistischen Organisation Palästinas rm Einvernehmen mit dem die U niv er fitä t vorbereitenden Komitee geleistet werden» 3.' Diese' Arbeit.hat. grundsätzlich im Lande selbst. zu. geschehen. ,Als. Mittel werden die Verarbeitung des vorliegenden Materials; die Errichtung eurer eigene n B i b l i v t h e k und die Gründung neuer Forschungsinstitute: empfohlen« ' ' s! - ' .''i. '■ i ' * Tausend Mische HochschAeik MS Ungar» in Gesirhr. Wir er halten von geschätzter Seite die folgenden Zeilen: In Prag und - in Preßburg halten .sich derzeit über tausend jüdische Hochschüler, größtenteils Mediziner, auf, um ihre Studien zu beenden, was ihnen in ihrer Hermat nnnköglich gemacht worden ist. Die -Mehrzahl von ihnen ist ohne alle. Mittel und der Not preisgegeben. Die Hilfsmaßnahmen, ivelche bisher der Jüdische Nationälrat in Prag und der' Volksverband der Juden für die Slowakei in moralischer Hinsicht und das Joint Distribution Courmittee in materieller Hinsicht getroffen habeil, waren nur dazu ausreichend,. die notleidenden Hochschüler vor dein allergrößten Eleild zu bewahren. Nun drohen aber auch diese Hilfsmittel zu veffiegen und. es besteht die Gefahr, daß Hunderte von jüdischen Studenten, die nicht einmal in den Ferien in ihre Heinrat zurückkehreir können, ohne Unterkunft und ohne Nahrung bleiben. Die jüdische Oefftntlichkeit wird deshalb nm ausreichende Hilfe für die Hochschüler gebeten. — Geldbeträge sind auf Konto Markus Wein selb (Preßburg, Hochschüler-Hilfskomitee), an 'die Filiale der Oesterreich'scheu .Länderbank, Wien, 2. Bezirk, Taborstraße, zu richten, beziehungsweise auf ebensolches Konto an Prager Kreditbank, Filiale Preßburg. * Begräbnisse am heuttgen Tage: Alter Fr red- Hof: 10 Uhr 30 Mm. Hajek Karoline, 11 Uhr Pollak Karl, 11 Uhr 30 Mm. Löbl Karl, 12 Uhr Tausch Siegfried. — Neuer Friedh 0 f: 9 Uhr Just Ludmilla, 10 Uhr Fuchs Margarete, 10 Uhr 40 Min. Frankl Siegfried. * Fnr die Ehal«zim-Akti»n de- Zischn« Grez Israel sind eingesaufen bei diesem Vereine: Sammlung auf der Hochzeit bet Rabbiner Ch. S ch a p i r a K 1490, Großrabbmer Israel Friedmann aus Husiatyn ll 500, Großräbbiner Jiak Meiec H e s ch e 1 aus Kopyczyrec K.400, Großrabbmer Chaim S ch a p i r a ll 100, Großrabbiner T w e r S k y . aus Stamslau ll 100, Gwßrabbiner S ch a p i r 0 aus Gwozdziec ll ioo, Großrabbiner Jsak Friedmann aus Rymanüw ll' 100, Rabbiner Jakob Friedmann aus Husiatyn K 1Ö0, Rabbiner Salomon Friedmann K 100, Rabbiner Schaja S ch a h i r a K 50, Herr OSkar R 0 sn e r 10.E. Moses -R ei ch 200, Abraham Reich K 120, Bernard'Äahr, Leser Uri, Zwi Aschkenazy,Jak.Sal.Retter, Abr. Maurer, ' Eis. H a l p e r n, Antonia Sonnenschein, Mend H 0 r r i tz je. K 10Q, Ch. Sch 0 rrK 70, Hen. Katz, Moses Podhorzer, Rabbiner Ruch. Lang ermann, Benz. L u st m a n n, Mendel E t i n, Jakob H a 1 p e r n, Jakob M. Richter, Abraham Jeh. Rechter, Hersch W i,l n e r,. Israel Josef Rapaport, Markus Wittels, Majer Cb^ Stern,' Mendel Frredmanu je ll bO, Bar Teich K 40, % Ü io i x . K 30, Gers. Haber, K 38, W. Lebenschuß K 30. David Piepes, Löbl Taubes, Rabbiner' Selig S ch a p i r a, Rabbiner Salomon S ch a p i r a jun., B au r r, Berffch Beßlrr, Eifermann. Leib Hübner, D. M. S ch a p.i r a.A. L. L a g st r i n jtK 20; M. Engelberg, Rabbiner Sal. F r r e d m a n n aus Czortkow, B. V i l d, A. Zw: T e r ch, Ascher Katz, Markus Mo rgenster.n, Zwi. Fried«uhm» M. WNlner. Jura«, Dym, Gebühre r, Bleches je K ly. Zusammen K 15.338. . * Personalnachricht. Dr. Anselm Kleinmann, der ge« wesene Redakteur des Lembergrr »Tagvlalt" ist nach Amerika abgereist, wo' er ständigen Aufenthalt nehmen wird. * Jüdisches Leben in Bulgarien. Zu unserem Artikel vom 30. Juni erbalten wir die folgende Ergämuna: Wertvolle Arbeit leistet die Histadrut l'sasa v'rarbrit i brit", oeren Zentrale sich die Ph'lippoptt befiudetund die ungefähr 25 Zweiaorganisatlvnen aufzuweisen vermag. Sie läßt die Mouatschrift „Haibri hazair". die zum Teil m hebräischer, zum Teil in bulgarischer Sprache gehalten ist, erscheinen. Die Zeitungen »Hakol oaj'hud'" und „Pro causa Judaica" sind vor einiger Zeit emgegangen. * Unentgeltlicher Unterricht für jüdisch« Mädchen. An der Frauengewerbeschule für Klcidermachrn uud Weißnähe» finden die Einschreibungen für das Schuljahr 1920/21: Für de» ersten Jahrgang und für den einjährige» Kurs für Kleid erwachen und Schul tt-» z eichn e n Montag den 5., Dienstag den 6. und Mittwoch den 7. d. M. vo» 11 bis 1 Uhr vormittags und Donnerstag den 8. d. M. von 3 bis 5 Uhr nachmittags statt. Vormerkungen für den Kunstgewerbekurs werden an denselben Tagen entgegen» genommen. Die Ausnahme in den ersten Jahrgang der zweiklassigen Handelsschule und in den einjährigen kauf man nrschen Fortbildungskurs erfolgt am Montag den b. d. M. von 2 Uhr nachmittags ab. Der Unterricht wird in alle» Abteilungen unentgeltlich erteilt. Aulnahms» bewerberinnen — mittellose israelitische Mädchen die das 14. Lebensjahr zurückgelegt haben, können sich in Begleitung ihrer Eltern oder Obsorger in der Schulkanzlei, IX., . Seegaffe 16 a melden. Beizubriugen find: GeburtS-, Wieder» impf- und daS letzte Schnlzeugyis.! *Gefährd»ng de« Getreideversorguug? Die „Arbeiter-Zeitung" führt auS, daß wir mit den 200.000 Tonnen Mehl der Deremigtm Staaten mit »nserem Bedarf, bis Ende September gedeckt sind. Inzwischen hat sich der Getreidebedarf aller Länder außerordentlich , gesteigert, die Aussicht auf günstige Ernte in jenen Staaten jedoch, die als Getreideexportstaatm w Betracht kommen, wesentlich verringert, so daß man mit Mindest» kontingenten in diesen Ländern rechnen muß. Wir werden gegen Weihnachten wiederum vollkommen Ms Versorgung durch das Ausland angewiesen sein. Die „Arbeiter-Zeitung" zieht daraus din Schluß, daß wir also leider noch lange Mangel spüren werden und auf eine geordnete Ernährungswirschast nicht rechnen können. -" Protestkundgebung gegen da« Spielabgabengesetz. Zur Stellungnahme aegen das Spielabgabengeseh berief die Genoffenschast der Kaffeesieder für gestern eine Protest- Versammlung ei«. In einer Resolution wird erklärt, daß die Versammlung .erwartet, daß die Spielabflabe im Jntereffe ihres Zweckes ehestens so reformiert werde, daß es nicht die Vernicht«»- des Käffeefiedergrwerbrs zur Folge hat. Für de«,Fall, daß die Abgabe Beträge von X 5 Lberstergen würden» wird de» Kaffeesiedern empfohlen, ihre Mitwirkung an der Durchfiihrnng des Gesetzes z» v e r s a g e n. * Fahrkartenverstanfsstelle Karlsplstz. Am 1. d. M. eröffnet das Oesteneichische Berkehrsbureau FahrkattenverkanfS» stellen in den beiden Pavillons der Stadtbahnhaltestelle Karls» platz. Bon dem genannte« Datum ab findet dort der ausschließliche Vorverkauf für die Personrnzuge der West-, Ost», Nord- und Südbahn statt. Gleichzeitig wird die provisorische Verkaufsstelle im Lokal des Lloyd Triestine, l., Kärntnerrrng 6, anfgelaffen. - * Abgeordneter Dr. Gürtler an Bauchtyphno erkrankt. Aus Graz wird gemeldet: Der christlichsozial« Abgeordnete Dr. G tt 111 e r ist an BauchlhphuS erkrankt. * Spenden für das Palästina-Amt (Fürsoryekowitee für jüdische Emigranten) vom 23. Jnm bis 1. Jnlr 1920). Engelsberg X i960, Gottfried X 630, Klapphotz X 300, Unger Ch. 1040, Rvsenrauch Max K 240, Knoll OsiaS K 800, Korndlüh k 630, Zwiebel K 315, Lipfchütz K 1Q40, Sandler K 2080, Stand ll 2080, Wolf Ignaz K 1040 (bisher K 10.855).___ ^.. .. j * Spenden. Ephraim Ratz U., L so.— fürdiearmj ü b i s ch e G r e i s i u (bisher K 3115.—). j * Tempeldieb. Am 24. v. M. wurde auS dem israelitische» Tempel in der Seitensteltengaffe ein niedriger, innen stark vergoldeter Zeremonienbecher, mehrere 1000 Kronen wert gestohlen. Der Becher hat eine hebräische Aufschrift. * Zur Affäre Mrma. „Pravo Siba" meldet, daß über Auftrag, des Bouzugsausschuffes der tschecho-slowakischrn sozial» demokratische« Partei Senator Dr. S o nkuv nach Olmßtz abgerrist ist, uni an den Nnlersuchungen in der Angelegenheit des mißhandelten Kommunisten Muna teilzunehmen. * Die nenen Fahrpeise ans den Kraftstellmagen. Heute treten auf den ^städtischen Kraftstellwagenlinien folgende Fahrpreise in Kraft: Von 7 Uhr früh bis 10 Uhr abends für Erwachsene:. Für eine Teilstrecke K 3, für zwei K 5, für drei K 7, für vier K 0, für fünf K ll und für sechs Teilstrecke» K 13. ^Für Kinder: Dis zu zwei Teilstrecke» K 2.50, über zwei Teilstrecken K 4. Von 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh: Für Erwachsene und Kinder bis zu zwei Teilstrecken ll 10, bis z» vier ll 15 und bis zu sechs Teilstrecke» ll 20. Dte neuen Fahrpreise auf der Kraftstellwagrnlinie Pötzleinsdvrf—SalmannSdorf ab 8. Jllli sind: Für eine erwachsene Person ll 3, für ei» Kmd ll 1. Gegen Vorweisung einer Erkennungskarte anter den be» kannten Bedingnngen für eine erwachsene Person ll 1, für et» Kind oder für Schüler mit Anweisungen 50 Heller. * Ein Marineoffizier als Einbrecher. Der 28jährige Karl Freund war ehemals Offizier der deutschen Handelsmarine. Er verlor durch den Zusammenbruch seine Stelle, kam nach Wir« und geriet immer tiefer in Not. Zuletzt war er unterstandslos. Am 27. v. M. hat er in Gesellschaft einezweite» Mannes die Wohnung der Fran Karoline Angit, XVlll., Karl Posch-Gasse 9, erbrochen und Kleider und Wäsche im Werte vo» ll- 50.000 gestohlen. Freund wurde verhaftet und am 30. v. M. dem Laudesgerichte ringeliefert. Der zweite Mann, der die sestohlenen Gegenstände verkauft hat, konnte bisher nicht a«Sgeforscht werden. * Betrug urit Scherztau seudrrn. Bor einiger Zeit ist btt Polizeidirektion zur Kenntnis gelangt, daß in etner' christlichsozialen Zeitung als politische Satire die zur Karikatur geänderte Abbildung einer Tausendkronen-Banmote mit dem roten Stempelaufdruck „Rote Regierung" erschienen ist; gleichzeitig erfuhr die Polizeidirektion, daß Sorrderabdrücke dieser Abbildung, auf beiden Seiten bedruckt, im Umlaufe seien. In Mitterkirchen in Oberösterreich trreb der als LebenSmittelschleichhändler bekannte Johann B r a m m sein Unwesen'. Er hat der in Horsdorf anfässigen Bäuerin Anna Wahl ttnlängst eine schon auf .dchr' .ersten Blick als Fälschung kenntliche Dausendkrvnen-Bankirote mit dem roten Stempel- «mfdruck „Rote Regierung" gegen eine echte Tausendkronennote-zum Umtausch angetragen. Der aufhorchenden Bäuerin, hat der geriebene Bursche mitgeteitt, daß die Regierung tn Wien gestürzt sei und daß die ans Ruder gelangte „Rote Negierung" neue Tausendkronennoten ausgebe; durch einen glücklichen Zufall sei er im Besitze der etwa zwanzig ersten Exemplare dieser neuen Noten. Die Bärrerin glaubte ihm bas Märchen und war froh, für ihren „alte. Zausender einen „neuen" der „Rvteu Regieumg." zu erhalte. Mtzasteh, “ ' ...

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