Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-06-29 · Heft 515 (29.6.1920) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 515 (29.6.1920)
Date
1920-06-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979593--04552-2990307
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

m 515 Wirn, Dienstag Wiener Msr§e«zertuirß ifAi.-i.tajiaaFKgBSi ••^ttaaaaat«» 23. Jam 1»29 .«.■äwrav.'.7.^':.wvi.yji.Tiaawar.wrf^» Mi i WurrkacS auf v.ffettLL. Straße liegt, einzudruige». ,Als Mn<N^ dsr Eingang verwehrt' ckurdo, stürmten sie die Mürtz Md schv s.se n durch das Fenster in die Nohn- MlL.e.'. Der 16jährig«^ohir bet Witwe ver-eidigtr' den ^inggngH wyhei!»r sich eines zufällig in der W.'-'.mnug b^fiHilichsn MholbevK dediechte, Mt.,welchem, er zw-.'! dtzr' Slobdäten.. t v d.l.ich ve r w n.n j) e te. worauf, '.d.io Übrigen Mzogen und. ihre vertvnndeten Kollegen' mit sich', nahüren^ Am folgenden Tage .ärschi^n chtc Menge, bewigffneter Soldaten, .verhärtete die 60jährige Witwe' ttEHvsn drei Söhnen und die ganze j ü d i s.ch e Ein-., tvvhnerschaft bTZ Dorfes Klvcsano und schleppte.'sie giftsselt, unter fortwährenden Hieben, Fußtritten wird MDhxMenstöM-'sta'H'' M n n k a c s, wo die Frau, sackt ihren ÄftrdsrstMfotge'der erlittenen Schläge ins Spital gtbräHt wWen mußte, ckö' sie sich noch' gegenwärtig schw'dpk'rank bLynden. Das Leichchb/'gSngnU^dLt zcker S>ol§Mn fand Dienstag den 15. d i M. in Munkacs'' P^E wÄchsr - ^DiWlass'Mg^ Ulehrere Soldaten-- ' gvüstpeü''dis' Straßen, die Mischen' MshnhLusör ustd MschirftsloMr) äuch heü^ Bahnhof' der' <ZMt MuMic^ öüiMMteE Sie Ä i ß h a n'd e t te n s' in brutalster Meise'' smiMche Iohne linierfchicd bss'MfchlechteF^ich W& Aftsrtz. die sie vorsärcheu. stvas isiL Ms ^'Mgen Abend' ününterdrochen-^ ^sor'-sehte.n: ^zwischen stvirrdeü ''Patriouillein ausgeschicht,- welche b?e Soldaten/, aufforderten, airseinanderzrrgeherr urrd weitere Mißharidlungen verhinderten/ 'Eine solche jWitroullle' erschien auch am Bahnhof, zersireirte die. .dort börsamckelke- Soldatenschar und ‘ kehrte sodann in/ die Stadt zurück. Kaum aber'war die Patrouille abgezogen, kchrien die Söldät'en'wieder zum' Bahnhof zurück, wo sie dennach kurzer Zeit aus Szolyva eintrefsenden Zug abwärteten, die'aussteigendcu iüdi'schen Passagiere überfielen und ohne Rücksicht onf Geschlecht' und Alter,/auf Weinen und Janfmergeschrei alle erbarmungslos d u r chptügelten. Was 'weiter in Münkats geschaht gelängs-vorlänsig nicht' zu erfahren.' Die beiden 'zionisiiWn Vereine in Uzhorod' sahen sich' veranläßt, -eine-'gemeinschaftliche Deputation an ben VizeMiverneinvon Rusinsko zu entsenden, Klage'zu'führen und für die Zukunft Schutzniaßregeln zu fordern. Der Vizegoüverneur drückte sein lebhaftes Bedauern über den Vorfall aus und.: versprach-'.für "die^Zukttnst, Veranlassungen zu treffen, daß sich solche Fälle.nicht wiederholen. -Die./>>. ...Fm polnischen Kultusiniiiisterinm" gib.t^s einen Referenten für jüdische Angelegenheiten. Das; das — sv schmerzvoll für die Juden -ist — ein Orvschkojude '.sein, muß,-' 'üiOmt.. Eter/nicht wunder,' da ja'' nur mu/solcher die. jüdischen AstMygenheiton in einer -Lern Negiörungs.kurs: entsprechenden Weife behandeln kann, ohne sich daruin zu kümmern, ob e§ / stck die Juden...nützlich oder schädlich, ist,' ..Die besondere VHtlAch, aber^ WM^'dem'^2.dL.ckM.i-'a»DsZ-^Wrdp,. besteht bEA-.^sß'!- b'iese-r--Referent- /.eckL.'TAu'f-1-t''«:g--.W, -wtlchsr - ..dÄK'/> Wien Austrittaus. /der /'jüdischest Gemeinschaft brfkümerrtiert hat, -daß -er. -mit -' i'hst/'ünd- -»thren. Mgelegenr«'.. HÄtch'-ntM.zutun..haben' will.. Wer-.damit ist .das .Matz der Schmach noch, .nicht' erschöpft.. Pieser Jserzh O re n-- stein (ex hat jetzt, wie. im Amtsblatt.'„Moiüwr Polsck' zü lesen/ist, um Aenderung .sLincs - Familiennamens in Orens.ki angesucht - und das- Gesetz" vom 84. Oktober 1919 gibt dem Ministerium des Innern.das Recht, von dem es Üuch. jetzt Gebrauch gemacht hat, das. Ansuchen im Amtsblatt zu veröffentlichen, imt der Ausforderirng, daß ein Protest gegen die Namensänderung innerhalb von neunzig - Tagen -beim Ministerinm ciiizureichLn. ist) verbreitet unter dem Pseudonym Jerzy O r in der reall i» uär-antisemitischeu Presse, unter anderem -in der^ berüchtigtes '.Dwü'GrösE, feit Jahren die giftigsten Lügen 'nnd .Anschuldigungen 'gegenbo.3 Hüdcutunr uvd ' man kann ohne Uebertü.ibung behaupten, baß' ein gut Teil der antisemitischen Äuinuung. von welwer heute die polnische Inte l. l-'i g e.st z ersaßt .ist, mehr:.'den Hetzereien dieses polnischen Psefferlorn als denen seiner polnischest'-Kollegen zu verdanken istW 'Hättst die polnische Gesellschaft/Gefühl' für .Menschenwürde, sie wüßte einhellige dagegen prötestieren,' daß Orenstein, bch den jüdischest Namen beschmutzt)' chnen'polnischen Namen astnehmen darf,' statt/ baß sie."seine Hetze für ihte Zwecke be.üützt,. And die staatliche FühÄng des. Polnischen Volkes hätte 'die. Pflicht, wenn für sie . wirklich das gleiche Ansehen aller' Bürger als Staatsgrustdgesetz Geltung hat, diese Schmach,' die sie' der Jüdenheit'/Polens angetan hat und täglich asttut, solange Oreustein' über jüdische Angelegenheiten" referiert, zu tilgen. <■ * Aus der jüdischen Gelehrtrurvelt. Prosefsor Henri B.e r g s o n. Mitglied des Pariser Instituts, wurde vorige. Woche an der C a m b r i d g e r U.n i v e r s i t a t Z'mn Üoetor llonorm promovint. Die Promotion ging mrler großer Feierlichkeit vor sich Der weiter der Feier hielt an Pro» feffor Bergson emc latttnüche Ansvrache. i» welcher er auSsührte, daß mitten im Tumult der Lestruküven Leidruschattm die Pbrlofophcn sich ein Refugium geschaffen haben, wo sie, unbekümmert um alle Gegensätze, schöpferisch für die. Ge'amlhelt tätig sind. Professor Dr, Ignaz G o l d z i b e r. einer dergrößteu Gelchtien Europas, begeht diese Woche seinen 70 Gebmtstag. Geboren in Sluhlweiöenbnrg, bat Goldsther seine .Hochichulstudien an den Umveisitätrn in Budapest.. Berlin, Levdrn und Leipzig absolviert, anwelch letzterer er zum Doktor der Philosophie vromoviert würde. Dr. Goldsther widmet« sich sptzittl dem Studiun, orientalischer Sprachen und Literatur. Seme Beiträge »ur bebrä,scheu und arabischen Mvthologi.e, Philosophv!- und Volkskunde gehören zur klassischen Literaturdieser Gebiete. Er war auch der erste. Gelehrte, der ent«,. kritische Geschichte der arabischen Ueberlieserungen schrieb.' Er-ist Mitglied nahezu sämtlicher europäischer Gelehrtengesellschasteir und Ehrendoktor der Universitäten Cambridge und Aberdem. Er war der erste Judst der — 1894 — als Professor an der philosophischen Fakultät der Budapest» Universität zugrlasse» wurde. Goldriher war 1878 bis 1905 der Generalsekretär der Budaprfter Kultus- Gemeinde nnd hielt am Bndapeftcr Rabbinersniunar Vorlesungen jider Rstigionsphilvsophie. * Berlobuvg. Der Chefredakteur der „Wiener Morgen« zettung" Herr . Julius L ö w st hat sich mit Fräulein Jenny H a n s est-m ^KÜin/Höste'n/bst' Retz verlobt. ' . Bsgriidrrrftc anstchrutirzön : A l t. t v F r.i e b« b d' l/r.' .'st.Mr./.o PklU.' .<wüucr Samml^Lcib;' 10 ll.hr' Eprxli lüwist /BcÜi'; 1^'.Uör/.0.p?Nm. Glaö -Dskar.' -' A'. e u str ü!- ,'e d tz,o t'i'" ' 9 ' Uhr . Ackfeld... Lcv.voldine;' 9: lwr 20 Miü,.'/Kähgste .Jste!9. Uhr 4flf Mr,Goldberg 10', Uhr iSvitzer/HUeüS r -jY. -fthr,20 Min. .Wstgel Fsipyr; li:Uhr LO'.Mh.'Dr, R.itzler Eunvu.... ' / .,.../.. / ..... l '■,? jüdische Boltzsschüle. Ta-Z Mütiichtsamt des Jüdi-'- j'wni N uiomüratcs für Demiäwsterrclch gibt bekannt, daß die erst e t ü d i s ch e B o l k s s ch u l e in Wie n »nt Beginn des Schuljahr es 1920, *21 -m U. Bezirk eröffnet i»ivb, mtb .stvar/vorläusig die c t, ft c ii k b z w e i t r K t a jf f e. Die Unterrichtssprache ist deutsch. Hebrärich wird nach moderner Methode als lebende Sprache gelehrt. Voranmeldungen von-nun ab im Dmeau des. Jüdischen R'ationaüateS, U., Taborsiraßr 20». täglich (außer Samstag und Sonntag) nachmittags von 3 bis-4 Uhr.. * Heule Wevktagstarif auf der Stratzeubah«. Heute DieMjäg (Prter und Paul) gilt nach den Fohrpreisbeftitzmungen di-r Wckktagslarü. Es sind-daher die Früh- sowie die Hin- und Rücktahrscheine un8 dre Streckenkarteu gnüig. Bttriebsichluß wie an Sonntagen um 11 -Uhr. nachts. - - - - - . - ... ■ * Generalversammluirg des hebräische« Lehrerv<lrLa«d'eS. ' Morgen - um t Uhr abends im Schullokalelh, i Große Mohrengasse 16/22, ordentliche Generalversammlung des hrbiäischrli Lehrrrverbandes. Tagesordnung:,1. Wäbl eines neuen AuZschussis. 2. Er-enttialia. Sämtliche hebräischen- Lehrer werden hieulst.hüflichst erngeladrn. ' -. / / - *'Jüdisches Nealgymnasinm. Die Ansnohmspriitmigen iErgLpckstßsvrKsickgen' auS Hebräisch) für dst il. 'Klasse beginnest heute nm 2 Uhr nachmittags. Die vorher zu' entrichtende AufnähmSiaxe beträgt K 100. * Kohle für Industrie «erd Gewerbe. Bom 1. Iuir angefangrn wird bis auf weiteres die auf Bezugscheine für BetriebSzwecke abzugebrnde 'Monatsmenge von Buchstabe G'-auf Buchstabe ö erhöht. Bom gleichen Tage auaekaygen ist bis ans weiteres' für den ganzen GewerbebetnebSbrand 100 Krlogmnim Steickoble (Koks^ oder 125 Kilogramm Braunkohle und aus den P-ertelbetrirdsbrand 25 Kilogramm Steinkohle (Koks) oder .30 Kilogramm Braunkohle abzugrben. *' Zionistische SLudrntevweltkonferenz irr London. Wie bereits gemeldet, sindet gleichzeitig mit der Iahreskowerenz in London eine zionistische S t u d e n t e« w t:11 f o « f e r e u z statt, die durch Initiative der holländischen Studenten estbcrnstp. wurde und deren Bureau sich bereits in London besindet. Die Konferenz wird am 1t. Juli eröffnet. .Die W.i e » e r- Delegierten werden in den nächsten Tagen eine zionistische Studenirnveisammlung rinberufen. .. - , * iio.ooo Dinar Geldstrafe f»r Schm«Nsel mit Sstielkarten. Aus Belgrad wird berichtet : Der Kärffmann Lima» P o l j a wurde wegen Schmuggels von Spielkarten zu rmer Geldstrafe von 110.000 D i u a r vermtrilt. . * Geburt eines Sohnes Bela K«ns. Wie di« Korresvondenl Herzog meldet, ist Fran Belä Kun in Bologna. eiues Knaben genesen, dck den Namen Nikolaus Tibvr erhielt. Bela Kun richtete an den D-wutürten M r e g h e t t i folgende Depesche: Werte Genoffen! Ich danke euch herzlich für die meiner Familie bewiesene'Solidarität. Ich bin nicht sentimental veranlagt, fühle jedoch gleichwohl das -BednrsniZ, zu erklären, daß die Haltung der. italienischen Sozialisten gegenüber dm verfolgten Kommunisten geradezu benckellos ist. In der Revolution werdet Ibr den Lohn für Eure Solidckikät-sindem Grüßet älleirMenischett Grnoffen. und nngarischkn GemWn. dre sich.- m' Italien, befinden. FörtbiMmgsknrst für ''L-ehrlmgr> Das OÄverbv- -förderüngsckttlt NM das ÄntWtchtsüml des JüdischeN-Nationalxates für DentschSsterreich veraustäften Aben d kirr fe .zur Jortbildiing von Lehrlingen in-den Voiks.fchulfächern. ErfahrUngsgeniätz " gibt' rs -rrntor den 'Mischen- Lehrlingen, hesorrders! stiMr. denen,' die..aus den östlichen Ländern stammen, eine grohL .AiiAahl, bje entweder keine ' Schulz über nur einige Volksschnlklasstu mit ' polnischer' oder nkräinischer Unterrichtssprache besucht haben/ Es ^stellten sich diesen Lehrlingen sowohl , beim Besuch ihrer Pflicht-Kortbildungsschule als auch bei einer. eventuellen Selbstäudigmachilng durch den. Mangel ai? einer geregelten Schulbildung. bedeutende Hinderin >se in den Weg. Um diesem Uebelftand abzirhclsen, werden Kurse eingerMtetz>/-Me --umfassen werden: Deutsche Sprache - WränckiLiik''cktffLektüre); Schreiben (Orthographie und Kalli- ' graphie): Naturtrhre (Einsührung in die Grundbegriffe der gef. Naturivissenschast);-Zeichnen: allgem. Unterricht (Grundbegriffe' der Bürgerkuude, des Gewerberechtes, der Gewerbe- Hygiene und der Volkswirtschaftslehre). Es werden Parallelkurse gebildet, in die die Schüler nach Vorbildung und Intelligenz eingeteilt werden. Lehrziel ist rn allen Kursen die Erreichung von' Bürgerschulreife und jenes Matz von allgemeinen Kenntnissen in den übrigen Fächern, das zur selbständigen Führung eines Handwerfsbetriebes erforderlich ist. Die Zeit der' Kurse! wird so bemessen sein, daß dadurch der Mlicht-Fortbildungsfchu'lunterricht keine Einbuße erletdet. Die. Borstehev . der . Äeh'rlingsheime, Eltern, Bormündxr, Arbeitgeber werden darauf aüfmerksain gemacht, die Lehrlinge' und - Lehrlnädchen mit mangelhafte« Schulbildung zum' Besuch dieser unentgeltlichen Abendkurse zu berhalten. Kurs-' beginn: 15. Juli 1920. Anmeldungen im Gewerbeförderungsamte des.- Jüdischen Natwnalrates, 2. Bezirk,. Taborstratze 20 a,. zwischen 9 und 12 Uhr voryiittags, wo auch alle näheren Bedingungen erfragt werben können. - * Verhaftung eines Betrügers. Am 20. d. M. hat em Mann, der sich „Otto Klein" nannte» auf; nicht gervöhnliche und schlaue Weise dein Kaufmann Siegin-und Sperber, Praterstrahe 42 wohnhaft, einen Betrag von 50.000. Kronen entlockt. Der Mann gab sich dem Kaufmann gegenüber als Organ des polizeilichen Kriegswuchermntes aus und redete dem Kaufmann ein, er arbeite mit einem Kriminalbeamten au der Ausforschung von Stoffdi'oben; die gestohlenen Stoffe lagerten in.seiner Wohnung im .Haufe Annagaffe 3. Der mi» gebliche Otto Klein bat den Kaumfann üm die Gefälligkeit, ihm bei der Anitsharrdlung zu helfen, indem er seihst zu"tt Scheine als Käufer der Stoffe auftvete und dadurch die Beschlagnahme ermögliche, da er — Klein —. selbst nicht über die zum Scheinkauf nötigen 50.000 Kronen verfüge. Der Kaufmairn Sperber wollte dem „Klein" die Gefälligkeit er- WWW riL»krene»i-«»m« - % Sie übepfr=!effen selbst di« höchsten Ei*/.-«ptw»§«ß S ös» nauch&r«». * 3 VereiRsnachrichte«. ' ' H"?': zl-Fe i e r. Die zionistische Be;i r k S* sek t 'i p tt Brigittenau Veranstalter Montag den S. Juli im Saale des H o t e l P o st eme Herzl-Feier unttt.^/Müm:rkuug hervorragender Kunstkräiw. — Verein E r e'z'-I s r a e l U., Prater. Haupt aller w« Hrnte-.Z ,Uhr nachmittags im Vereinslokale dringende A u is ch u § ft y u « ß. Sämiliche ÄuZschutzmitalieder werden dringend trsncht) bestimmt zu erscheinen. — H e ch a l u z: Dir Sitznng des Waad Hechulue finde.' Heute den 29. d. um 5 llhr nachck.traaH Pr.ttrrsiratzr 9, sta'ck 50.000 Kronen einhändigen und verschwand dann mit dem Gelbe. Der Betrüger wurde am 23. d. M. in der Person des schon öbgeftttlften 34jÄhrigen Kontoristen Richard A vs« werb.er, Radetzkystvatze.5 wohnhaft, verhaftet. Die falsche Legitimation dsS KriegSwucherämtss auf den Namen „Otto. Klein"-hatte er'sich vor ungsfäür acht Wochen von dem aus Wien abgeschafften 24jähvrgen Privatboainten Arnriu G l a S anfertigen lasten. Eigentlich sollte-sie dem Zwecke dienen, mit ihr bei einem Gastwirte in der Leopoldstadt Lebensmittel zu beschlagnahmen. Dieser Plan konnte aber nicht ausgeführt wevden und so wurde - der Kaufmann Sperber das Ovscr. Glas ward!' daher am 25. d. /•! el'cuialis vorhaste! nn-.' an: 27* d. Nst juit Aufrvorver or-m Latwergerick)l oingcii.'jeru Die Ernährung. Der Marktbericht. 'Mährend dir Ob st markte auch weiter infolge der passiven R'essisienz der Produzenten ohne jede Zufuhr blieben waren die G r ü n w a r e n m ä r k t e auch gestern niehr airi ausreichend beschickt. Auf dem Naschmarkt waren insgesamt 64.380 . Kilogramm Gärtnerwaren angeböten, davon ... 30.'000 Kilogramm grüne Erbftn. An. Pilzen standen nur ganz geringfügige Mengen zur Verfügung. Auf den meisten Märtten wurden Eier in bescheidenen Ouarititäten zum StstckfireiS von 6 Kronen ausgegoöen. , . i : v' Alis den Grünwarenmärkten blieben die Preise.Zienllich unverändert. - - Der Fleischmarkt in der Grotzmar'tthallo verfügte über ein reiches Angebot aller Fleischgattungen. Düs amen» kanische- Fleisch ging nur sehr schleppend ab, aber auch die übrigew markenfreien 'Fleischsorten fanden infolge der hohen Prpise-nur wenig Anilang, so daß ein großer Teil der Vorräte erübrigt wurde. Auf dem Fisch ul arkt waren nur steine Mengen von frischen Schellfischen und Kabeljau angeboten. Der Kilo» , grarnnMeis betrug 40 Kronen. Außer Salzheringen gab es' / auch kleinere- Quantitäten von Krebsen, das Stück zu 2 bis - - 3 Kronen. ' ' Kuvtoffelatzgabe. DienZtog bis Dsunrrstaz werden, im IX. und X. Berirke auständischL Frühkartoffel zrn» Preist von " K> prr Kilogramm, und zwar Kilogramm per Kopf Segen Ubi^ennung des Buchstabens der Kartosfellarte adregeben. Weizenmehl und Mais dus Jvgoflawien. In der Vorwoche chatten Zeitungen, gemeldet, daß zwei Dampfer mit etwa' 2000 .Tonnen Weizenmehl und ebensoviel Mais aus Jugoslawien nach Oesterreich unterwegs von der unga^ rischen Regierung angehalten worden feiern Aus btefent Konvoi.ist der erste,. Teil, enthaltend 1000 Tonnen Mais mit drei Schleppern Samstag abends um 6 Uhr in Men eirrgelaufen. Der markierende. Dampfer kehrte sofort um, um weiterevier Schlepper zu holen. Es ist demnach »nzunehmen, daß auch die vestliche Ladung anstandslos vor, der ungarischen . Regierung dnrchgelasscn werden wird, Bührre und Kunst. TiKy Kutschers. . Die Besucher des Burgtheaters werden, mit tiefem Mitleid die Kunde vernommen haben, daß Lilly Kutscher« nach qualvollen Monaten ihrem Leben auf so schreckliche Weise ein Ende gemacht hat. Tilly. Kutscheras Begabung stand in der besten Eni- - wicklyng. Ihr herzhaftes Wesen, ihre frischen, kecken, gcundgeschsiten Braunaügen. gaben selbst^ veralteten Gänschenrollen, wie. Emma ttn „Doktor Klaus", neusS Lebern Mn ärgin'. . Schalk saß dieser junger! Künstlerin im Nacken und immer - eigengrtiger entwickelte sich ihr komisches Talent. Wir emwterfi an i^ve . köstliche Gestaltrmg einer Landp»meranze im vDünklen Ehrenmann", an ihre, urwüchsige Zofe in Franz Bleis^. ,,Logik des Herzens" und vor allem an ihre Eva in Bahrs. Lustspiel „Das Konzert" (um nur einige hervorstechende Leistungen der letzten Zeit zu vermerken). Mn m> svüchsiges Wienerkind, das vielleicht berufen war, später in. die allererste Reihe welblicher Bühnenkünstler vorzurückeu, hat nach bitterster Seelennot Selbstmord verübt. Gransnn! der Gedanke, daß wir uns noch jüngst durch ihr Spiel in „Biel Lärm um nichts" ergötzen ließen, da schon iängsi --- chie man jetzt weiß — tiefste Traurigkeit ihre Brust füllte. _0. A, Die Bur ftheatepdrise Lber»u»de». Heute verlautet, daß Dirckar Heine seine Demissisp zurückgezogen habe. Der Präsident de- StaLtZlherter-, Hosrat B etter,, soll Heine alle »ou ihm, verlangte» SicherüutzNlr ' gewährt haben, die den Tbeaterdetrirb « iimstlenscher und wrrtschrilticher Hmsicht am eme gesunde Basis sirüen. Do die Nachricht noch »icht vfsizirll ist, »rrtz man ihre Bestätig»«« abwaere«. da Hrine wiederholt und nachdkücklrchst erklärt hat, sei« Nücktrtttsentschküst sei unerschütterlich. j £■ c u t i B:: C?! A«s den Theatern. s! h e ä t t / :■ f v n t b? ater Md e l f * t i» t a t t i merzm, Mn.woch

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.