Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 509 (23.6.1920)
- Date
- 1920-06-23
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979587--04497-2990246- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
i> , H! r! M. i i : f" | _ Wiem Mittwoch Wiener Morgenzettnng 23. Juni 1V20 «L 80- Mitteilungen aus^dcm Publikum. I^L0!tki:2. Oirrrrdidütv und »Nordsnd Nvlreparatnren werden nach neuester Mode i&ääs prompt cnd billigst modernisiert mn., WShringer Gürtel 21 und VII., aiarlahilferstrasBe 86 Maschinen Größte Auswahl! Billigste Preise! 64fr Leopold Steinhart, Wien, I., Biberstraße 9.. 473/80 schul?ur.se in den Einflußbereich des Untercichisamtes zezogcn. Das UnrcrrichtZamt hat ferner der Frage des heb'räicherr Unterrichtes besonderes Augenmerk zugewendet. In ein jentralcs Amt für hebräischen Unterricht, welches in absehrarer Zeit in Tätigkeit treten dürste, sollen die bereits betehendcn zahlreichen hebräischen Unterrichtsinstitutionen ein- »ezogcn werden. Für die Heranbildung eines geeigneten Zeherermatcrials ist von besonderer Bedeutung das vom ilnterrichtsamte lcgründete hebräische Pädagogium. Dieses, von dem Geiste eines völlig hebräischen Lebens bejerrscht, ist wegen seiner Bedeutung, die es für die ganze jüdische Welt errungen hat, von der zionistischen Welt- »r g a n i s a i i o n ü b e r n o m m c n worden. Nach den Abjolventen dieses sünfklassigen Pädagogiums, in welchem sebräische Lehrer und Kindergärtnerinnen ausgebildet werden, rnd das im letzten Schuljahr durch die Angliederung einer Abteilung für die Ausbildung von Volks- und Mittel- Schullehrern, die in hebräischer Sprache auch allgemeine Gegenstände unterrichten können, erweitert werden soll, herrscht n allen Ländern Europas, ferner in Amerika, in Südlfrika, in Palästina regste Nachfrage. Das Institut hat für Vien ungeheure jüdisch-kulturelle Bedeutung. Für die Ausiildung der Jugend in jüdischem Sinne kommt die stufenoeise Entwicklung der jüdischen Schule, vom Kindergarten iber die Volksschule ^zur Mittelschule, in Betracht. Infolge des Mangels au hebräischen Kindergärtnerinnen und jüdischer Lolksschulehrer mußte zunächst nach Maßgabe der verfügbaren Lehrkräfte die jüdische Mittelschule eröffnet werden. Das;V jüdische Gymnasium in Wie« säs rml 'lominei'den Schuljahr die zweite Klasse vröfstet Und bisher bereits 170 Anmeldungen Für die. erste Klasse.;ud.17 für die zweite hat, hat in bezug auf die jüdische rnd die allgemein europäische Durchbildung der Schüler stanzende Resultate auszuweisen. Trotz der. Schwierigkeiten ßt der Lehrerfrage, welche sich der Gründung einer jüdischen Volksschule in Wien entg-genstellen, und der materiellen ßegrenzungen. welche sich das Nrtterrichlsamt bei diesem plan auserlegen mußte, ist es ihm gelungen, bereits im per bst 1020 au die Eröffnung einet Volks schul e zu schreiten, dir zunächst dir erstell zwei Klassen umfassen soll. Der Frage des Religionsunterrichtes an den S i m u l t a n s ch ul e n. welcher von den bisherigen Machthabern der stultusgemeinoe in gröblicher Deich vernachlässigt norden war, hat das Ilntrrrichtsamt des Jüdischen Nationalstes ebenfalls seine Aufmerksamkeit zugewrndet. Dabei wurde hauptsächlich darauf Wert gelegt, die. jüngeren Elemente unter pen Retigionslehrern für einen modernen Unterricht zu gevinnen. Sie haben sich auch bereit erklärt, an hebräischen Fortbildungskursen, die vom Pädagogium veranstaltet werden, serlzunehmen, um in die moderne hebräische Sprache einßeführt zu werden. Im Zusammenhänge mit dieser Frage vird von Oberr ab bin er Chasies, welcher die Seele ganzen Bilduugs- und Unterrichtswesens in Wien ist und sts Präsident des hebräischen /Schulvereins, des äußeren Organes der Tätigkeit des Unterrichtsamt^, fungiert, im Vereine mit Professor Rosrnfeld, Mitglied der Unterstchtskommission, eine f Neligionslehcrer-Bildungsanstalt ins Leben gerufen. Oberrabbiner C Hajes verdankt da^ Unterrichts amt außer deni geistigen Impuls aucfj die ^Beschaffung der überaus beträchtlichen Mittel, welche die Führung teä SchulwerkeS erfordert. Ebenso hat Herr Bankdirektor ^pler für diese Zwecke beträchtliche Mittel zur Verfügung tsestellt. Die Leistungen des Unterrichtsamtes in der kurzen Veit haben, tier in das jüdische Leben Wiens. eingegriffen llnd sogar das Erziehungsdepartement der zionistischen Leitung. Pr London veranlaßt, sich mit der Idee zu befassen, einen pesentlichen Teil des ganzen jüdischen Erziehungswesens.nach kVien zu verlegen. Diese Leistungen, zu welchen, auch die Einrichtung von i>J Elcmentarknrsen für jüdische Lehrlmge, pon zwölf,bis achtzehn Jahren, die infolge Mangels von Llementarkenntnissen die öffentlichen - fachlichen Fortbildungsschulen nicht besuchen können, gehört, zeigen den Weg, aus hem wirklicher jüdischer Wille in einer «wirklichen jüdischen Gemeinschaft dafür arbeiten kann, daß die jüdische Jugend Pßrn, Volke erhallen werde. - Sämtliche Referate wurden mit anerkennendem Beifall hon der Versammlung verständnisvoll ausgenommen. Herr kö hm ergänzte den Tätigkeitsbericht mach dahin, daß der jüdische Nationalrat auch einen Gewerbekataster augelegt hat, am eine B e r u f s st a t i st i k, an welcher es bisher in her KAltusgemeinde völlig gefehlt hat, zu schaffen. Nachdem Herr.Blume noch die Aufmerksamkeit des Nationaltatcä aus den Verband der jüdischen Invaliden und Heimkehrer gelenkt.und Regierungsrat Ta u ssig auf die Wichtigen der richtigen Kalkulation für die Produkte der gewerblichen Werkstätten hingewiesen hatte, konnte Herr Böhm, pachdem er den Beamten, besonders den Sekretäre:: Doktor Brand und Erwin Kohn sowie Hern: Regierungsrat gö rvh, ferner allen Förderern der Bestrebungen - des Jüdischen Elativ nalrates, insbesondere dem Joint Committee, für ihre Tätigkeit und Unterstützung gedankt hätte, prit seinem Schlußworte darauf Hinweisen, baß der Jüdische. Kationälrat, aus der Rot hes Krieges geboren, mit einem Leitziel arbeitet: Sachliche Arbeit auf den wichtigsten Gebieten des jüdischen Lebens zu leisten. Der Nationalvat hat diese Arbeit freiwillig als freiwillig eingesetzte Behörde geleistet, während diese Arbeit Aufgabe der dazu berufenen Körperschaft gewesen wäre, nämlich der Kultusge mein de. Dadurch hat die Zionistische Partei bewiesen, daß sie die Aufgaben einer Kultusgemeinde besser zu erfüllen iiiui w) •. t'ji, als die bisherigen Genreindenmchl Haber cs fjetan l/aeete, Die WIM in die Kultusgemeinde. Wahltag: Sonntag den 27. Inrrl. Wahlsieg der ISdischnationalen 1« Berlin! Am 20. Juni haben in Berlin, der Hochburg der Assimilation, Knltuswahlen stattgefunden und mit einem glänzenden Siege der bisher nichtvertretenen Jüdischnationalen abgeschlossen. Trotz des reaktionären Wahlrechtes, trotz des Umstandes, dass die um ihre Macht kämpfenden Assimilationsjuden den Wahlapparat in der Hand hatten und skrupellos ausnützten, haben die Jüdischnationalen von sieben Mandaten vier errungen »nd mehr Stimmen auf ihre Liste vereinigt, als alle anderen Parteien zusammen. Angesichts dieses Sieges wird wieder einmal die giftige Wahllüge der Wiener Nichtjüdischnationalen, dass die Zionisten schlechte Staatsbürger und fremde Eindring, linge, Feinde der jüdischen Gleichberechtigung sind, zuschanden. Sind die Berliner Juden nicht treue Bürger des Deutschen Reiches? Sind sie nicht um ihre Gleich, berechtiguug mindestens so besorgt wie die Königstein, Fleischer und Rappaport in Wien? Sind Berliner Juden nicht bessere Vertreter westlicher Kultur, als die Galrzianer Kempler, Rappaport, Dr. Leo Landau, Strassberg usw., welche sich in schmählicher Verleugnung ihrer Abstammung von den Wiener jüdischen Antisemiten auf die „nichtjüdischnationale" Liste haben setzen lassen? Und doch haben die Berliner Juden die „zionistische Liste" gewählt! ' Wiener Juden! Stehet an Einsicht und Intelligenz nicht hinter den Berliner Brüdern zurück! Weiset, wie sie, die kindischen Lügen bezahlter assimilatorischer Wahlmacher zurück und wählet am 27. Juni die „Zionistische'Liste: Stricker und Genossen." Jüdische Bank- und Versicherungsbeamte Staats- und Privatangestellte! Am 27. Juni finden die Wahlen in den Vorstand der Wiener Judengemeinde statt. Es gilt den Kampf darum, ob die Repräsentanz der Wiener Judenschaft reatio'nären, vlutokratischen oder demokratischen, sozialen Charakter tragen soll. Es dürfen daher auch diejenigen, welche an nationalen und religiösen Angelegenheiten weniger interessiert sind,, nicht abseits stehen. In Kreisen der reaktionären Bank.- und Jndustrieherren ist die Wichtigkeit der Angelegenheit Erfasst worden. Fabrikanten, Bankdirektoren und Großhändler haben der bisherigen Kultusclique und» Wen bezahlten Wahlnwchern Millionen für diesen Wahlkampf zur Verfügung gestellt und ihnen überdies versprochen, ihre Angestellten. zur Wahl zu kommandierest! Tatsächlich haben sich auch in Angestelltenkreisen Leute gefunden, welche, um die Gunst ihrer Chefs zu erringen, der reaktionären Kultusclique Zutreiberdienste leisten. In'' einigen Versammlungen sind Bankbeamte aufgetreten und haben natürlich ohne jedes Mandat, im Namen von Kollegen und Gewerkschaften erklärt, daß die Angestellten antinational, das heißt reaktionär wählen werden, also für jene, welche den Frauen und „bezahlter^" Beamten das Wahlrecht genommen haben, nur die Herrschaft des Geldsackes anerkennen, und gegen die demokratischen Zionisten, welche den Kultusbeamten und jüdischen Lehrern endlich menschliche Entlohnung und menschliche Behandlung errungen haben, die für das gleiche und allgemeine Wahlrecht kämpfen. , - , Die zionistische Parteileitung hat offiziell bei der Leitung der Gewerkschaften Und besonders beim Vorstand der Gewerkschaft der Banköeackten, angefragt, ob. tatsächlich eine Parole gegen die Zionisten ausgegeben wurde. Sie hat die Antwort erhalten, daß' die tatsächlich gestellte Zumutung, zugunsten der Reaktion in den Wahlkampf ernzugreifen, von der Gewerkschaftsleitung abgelehnt und die Antwort, erteilt wurde, daß organisierte Beamte nur egen die Reaktionären und für die demokratischen Zionisten stimmen können, weil keine besondere Beamtenliste vorlregt. Die Gewerkschastsleiter Nationälrat Allina und Gemeinderat Bennann haben sich in diesem Sinn den zionistischen Vertretern gegenüber ausgesprochen. . . Jüdische Angestellte! Hütet euch davor, her jüdischer: Reaktion, welche bereits nnt den 'Christlichsozralen und Großdeutschen für die nächsten Parlamentswahlen paktiert, die Kultusgemeinde,alß' politisches Machtinstrument uyd mit ihr 800 Beamte und , ihre Familien brutalen Geldmenschen auszuliefern! Desavouieret eure unwürdigen Kollegen! Nehmet Stellung in dem Kampfe, welcher ein'eminent sozialer^ist und große politische Bedeutung hat. Don 290.000.Juden sind nur 18.000 Wähler. Helfet das Wahlunrecht gutmachenl Höret an und entscheidet, Kommet bestimmt zu der am' Freitag den 25. Juni um 7 Uhr abends im Hotel Post 1. Bezirk, Fl ei sch markt (Eingang Drachengasse), stattfindenden Ma'ssenversammlung der jüdischen Bank- und Versicherungsbeamten, Staats- und Privatangestellten. Thema: Die soziale und politische Bedeutung der Kultuswahl. Referenten: Abgeordneter Ing. Rob. Stricker, Gemernderat Dr. Jakob Ehrlich, Gemeinderat Dr. Leop. Plaschkes. Die Gewerkschaftsführer wurden zu dieser Persannuln.ng eingeladen, Massenversammlung im KomSdienhaus. Nur wenige Tage trennen uns vom Wahltage, da die Mandate in den Kultusvorstand vergeben werden. Und bei dieser Wahl handelt' es sich nicht allein um die Kultusgemeinde, sondern auch darum, ob die Wiener Judenschaft ihre einzige gesetzlich anerkannte jüdische Institution weiterhin für dem Judentum schädliche- Zwecke ab gehauster Ussimilationspvlitiker und . Reaktionäre mißbrauchen lassen will oder nicht. Wie in diesem' Belangs die Wiener Juden zu entschechen haben, daK wurde ihnen Lei der von Dr. Karplus geleiteten! Riesenversammlung, deren. Teilnehmer Sonntag das^ Komödienhaus bis aufs letzte Plätzchen füllten, klar und wahr auseinarchergesetzt. Gemeinderat Dr. Ehrlich legte in einer auV» gezeichneten Rede dar^ daß die Clique, welche heute unter der politischen Parole „Nichtjüdischnational" in die Kultnsstube einziehen will, nichts anderes ist als eine Auslese der überall aus dem öffentlichen Leben davongejagten Deutsch liberalen .Partei aller Kaffeehausschattierungen. Diese Leute, die jetzt in der Kultusstube ihren letzten Unterschlupf suchen, werden repräsentiert durch .den Abgeordneten Fried mann, welcher vor ein paar Tagen in K a l k s b u r g sich mit. den Christlich sozialen zusmnmengefunden hat, um gegen den Boykott gegen Ungar,: aufzutreten. Diese Leute und ihre seit je käufliche „Neue Freie Presse" zusammen mit dem „Neuen Wiener Tagblatt^ treten ge gen. jede so z: ale Entwicklung auf, weil sie die Herrschaft ihres Geldsackes aufrechterhalten wollen. Sie und ihre „Weltblätte^ haben die Greuel in Ungarn systematisch totgeschwiegen oder alsi Verleumdung erklärt und heute, da die. gesittete Welt Ungar:: aus ihrer Mitte ausstößt, ziehen sie mit den Christlichsozialen an einen: Strang und zetern über das Unrecht, das Ungarsi geschieht. Diese'Heuchelpolitiker schreien, daß wir die 'Juden ins Ghetto sperren, zu Fremden machen wollen. Sie haben dasselbe jahrelang gegen die zionistischen Pälästinabestrebungen gesagt, vor denen sie heute nach dem von uns errungenen Erfolg katzbuckeln. Diese Leute spekuliere:: aus die Uninformiertheit der Wähler und stellen den Schutz des Völkerbundes als zweifelhaft und unpatriotisch dar, obwohl es Pflicht aller Juden ist, dem großen Gedanken des Völkerbundes, welcher allein der Welt den Frieden geben kann, zum Siege zu verhelfen. Sie verfälsche« den Gedanken der Minderheitsrechte, indem sie den Juden vorlügen, daß sie d^ch Anwendung der Minderheitsrechte die Gleichberechtigung verlieren würden. DaÄ ist eine dreiste Lüge, denn die Minderheitsrechte garantieren erst die Gleichberechtigung aller Staatsbürger, da dieses S-aaLsgrurwgesetz heute von keinem Staate allein, sonder:: nur mit Zustimmung des Völkerbundes oder Obersten Rates abgeändert werden kann^ und die. Minderheitsrechte. sichern auch alle Einrichtungen der Minderheiten (also auch der Juden) ans dem Gebiete der Erziehung und Wohlfahrt. Dir Majorität des Staates darf nicht die Einrichtungen! der Minderheit für ihre Zwecke verwenden, wie es der Staat vor kurzem mit dem Rothschild-Spital versucht-hat. Und der Staat muß für die kulturelle::? Bedürfnisse der Minderheit finanziell nach' dem Be-, völkerungsschlüssel beitragen. Dies haben wir Zwnisten auch^ in Wien von der Gemeindeverwaltung erreicht^ indem wir als gerechten Anspruch, wie uns vom Vizebürgermeister Emmerling und vom Bezirksschulrat Speiser bezeugt wurde, statt des bisherigen Gemeindebeitrages von 45.000 Kronen für* den jüdischen Religionsunterricht 450.000 Kronen verlangt haben. Um alle unsere Rechte zu sichern^ Müssen wir unsere Rechte politisch zu vertreten wissen. Dazu ist eine von demokratischem, jüdischem Geistersüllte Kultusgemeinde, in welchey nicht der Geldsack, sondern moderner Geist herrscht, ein wertvolles Instrument. Sie dazu zu machen ist. Pflicht der Wähler. *! Frau Anitta Müller wies bann in vortrefflichen, von der Kraft sozialen Ethos getragenen Ausführungen auf die tiefe Kluft hin, welche uns ein Zusammengehen mit den assimilierten Ghettojuden «unmöglich macht. Sie beklagen sich, daß wir laut feien. Sie aber sind schwerhörig gegen die. Stimmen der Zeit. Sir rufen rurch Einigst. Aber Einigkeit kann nicht bestehen, wenn die einen alle ihre Kräfte ein*, setzen, dem jüdischen Volke seine Existenz und seine Würde zu geben, die anderer: nur den Deutschen zwstreben, die ihnen ins Gesicht spucken, unb lediglich das Ideal haben, nichtjüdischnational zu sein/ sonst aber kein positives, schaffendes Streben haben. Wir wollen die s o z i a l e R e f or m des ganzen Judentums durch Arbeitsgelneinschaft, fernab von allen kleinlichen Gegen-- sätzen zwischen Ost und West, arm und reich. Die Assimilanten halten in unsozialer Weise an allen diese«' Gegensätzen fest. Und sie vergessen, daß ihre Schuld, die sie heute an der: Ostjuden begehen, sich' morgen an ihnen, den Westjuden, den Ostujden von gestern, räche« wird, wenn es gegen sie geht. Die Herren, welche, sich als die Stützen des Staates aufspielen,. waren in den Tagen des Umsturzes, da es galt, den Staat? zu erhalten und dem eigenen Volke Hilfe zu bringen, nicht zu sehen und haben geschwiegen, sie haben nichts aetoi, um M Pitz IPMejn SojdaiLr: zu kW, um