Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 503 (17.6.1920)
- Date
- 1920-06-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzettung 17. Iüni 1SL0' Nr. 50^ Hl iS s Wleii in die WltusgeMinde. W K h l t IS g : Sonntag des 27. Juni. -—-----^ Cohn, Hessen Persönlichkeit in weitesten Kreisen auch seiner politischen Gegner geschätzt wird, hat in den letzten. Jahren KultuswählerdevsKMmluug im VIH. Bezirk. ' Tie int Souictraiufaalc des Cafe Stadttheater abgehaliene Wähieroersamintung wies einen Massenbesuch auf und viele Besucher fanden keinen Platz mehr-im Saale. Sie war der Äuftlärung der Wähler, welche durch irreführende Argumente von den Nichtjüdischnationalen gefangen werden sollen, gewidmet. ' Vor - allem erörterte Dr. Lagarowicz die Art, wie die Ztichtsüdischnationalcil ihren Anspruch - mcf die Kultustzemcinde learündeii. Sie arbeiten nur mit dem.Schlagwürt: ..Wer nickt will. Datz sie etwas wollen, davon ist nirgends die Rede. Und mit ihrem „Nichtwollen" behaupten sie, dag'die zionistische .Parole vom Bekenntnis-gur jüdischen Nation schädlich sei. Sie bagatellisieren - die internationalen Garantien unsrer Rechte und verweisen " auf Rumänien. Aber" als Rumänien im Berliner Vertrag die-,. Iübenderpflichtimg ernging. waren die Juden als Nation nicht international ar'.erkauut, wie cs heute der Fall ist. Dieselben Mächte. welche heute über den österreichischen Staat' die Vormundschaft. übernommen' haben, garantieren unsere Rechte in.. diesem Staate. Sie für die,. Juden in- Anspruch zu-nehmen und vor der Welt zu vertreten, sind wir berufen, die wir als Vertreter'der Judenheit anerkannt sind. Darum.mich,die KultuZgemerndee ein vollwertiges Jttstrumenr zur Wahrungder jüdi» - schon Reckte werden und sich aktiv einfügenin die Organisation des. Juderriunls, sie darr nicht tatenlos abseits vom jüdischen -Lebet! stehen. l ' .Gemeinderar Dr. P laschte s zeigte dann, wie die -ÄulLusgeruÄude bisher gearbeitet hat. "Wo .sie bei gerechter, sauf der Grundlage, des- Einkommens fußender Besteuerung /(selbst, bei Freilassung eines Existerrzmmimüms von 20.000 'Kroneir) 14 Millionen Lkroncn ach Steuern haben könnte, bringt -sie durch das willkürliche.Steuersystem, das die Reichsten, -Herrn Rothschild, der nur 20.000 Kronen Steuer zahlt, aber Jafür feinen Vertreter in der Kultüsgememve' haben muß, schützt, nichr mehr als 8,25 Millionen, an Steuern aus. Diese -Kultusgemeinde aber erhält'keine Stenern von den Juden Wiens, 'weil die Wiener Juden wissen, datz die Besteuerung -ungerecht durchgefnhrt und daß mit ihren Steuergeldern schlecht bewirtschaftet wird, 'lieberIne Wirtschaft im Rothschild-Spital, int' AZersorgungshaus, ' in der sozialen Fürsorge und'der' Jugenderziehung gab dann Dr. Plaschkes anschauliche Daten. - Nur eine auf demokratischen und sozialen Grundsätzen aufgebaute -«Gemeindeverwaltung, die nicht aus „jugendlichen Elementen" pom Züschnrrte des 72 jährigen Zufallsjuden-Dr: Pickbesteht - oder feiner-Gelwsseu Hofrat Rapp a-p o r-t und-Leo La n da u, Vizepräsident der polnischen Synagögewürdigen,'-des' „bodenständigen" Sstindenbes-ers .Baurat ftl-e m p! er, ' bs.t ans ß-c p a n o w. i u G ä lizrc n. situumt, 'durch--sein Kleben an' her Stelle -des' Vorsitzendender ^Verwaltung des Nothschild- .Spitals dieses um 16' Millionen-'Kronen gebracht hat, sondern 'aus Männern, welche mit jüdischem Sinne für das Judentum arhesten. - . .. ... - st In. ^roßangelegten.Ausführungen /wies-.Abgeordneter Ing. Sftri'cker'äuf die grundsätzliche Verschiedenheit der An-. ischauungen der Nichtjüdischnationalen und der Naftonaljuden ^in. Äre Assimilanten betrachten die Jndenfrage als Frage der Moral, welche, durch die angeblich fortschreitende Besserung'der Moral der Menschen gelöst werden kattn; wir aber Wissen, ' Latz, wo auch die höchststehendeu Nichijudcn Judenfeinde lvären, »ruf diese. Losruig nicht zu zählen ist. Die Judenfrage ist'eure -Frage der'Macht..'Nur weil wir. die geringste Widerstandskraft zeigten, wurde stets auf uns losgeschlagen. Wir müssen daher, um dieser Gewalt zu begegnen, unsere Kräfte, die Kräfte eines Volkes von 14 Millionen, zftsarnmcnsasjen. Diese Zusammenfassung hat der Zionismus bewirkt und das Verdienst unserer offenen Arbeit ist es, wenn die ganze Welt sich um' unser Recht ftümmert. Daß die Selbstbeschränkung der Judctr auf den Schutz der Staaten, in denen sie wohnen,., i^ren keine Sicherheit bietet, dafür geben die Pogrome in' Ängarn, wo die Juden magyarischer als die Magyare n waren, das beste Beispiel.' Darum ist es ein Perratan der jüdftchcn Cache, die durch das Minderheitsrecht den Juden geborenen Sicherirngen zu bagatellisieren. .Mit dem System der Selbstoeschraukung ist das Judentum, ist die Wiener .MiltUsgemeinde nicht' zu erhalten. 'Wir wollen aber die E r-h a l t u n g des Judentums, und.. die da sagen, daß wir darauf ausgehen, ihm zu schaden, sagen bewußt eine Unwahrheit. ' j st Alle Reden wurden nnt gespanntester Aufmerksamkeit antzehört und weckten reichen Beifall. ' ' . Der- -.eßvcnivcvte ■ %oftat Rappsport. . Ovcl)vlt .'R^d-aklion! Gestatten Sieeinem gewesenen fBeamIrit oer' Kultusgemeiilde, einige Streiflichter auf | Aas CharakLeLfrLgrnertt - Rappaports zu werfen. Rappä-. kcnct i)t .bas- Urbild"' des' ''rhrgeizzerfresssneü, . macht-- Mngrigen TejpolLn.stSelbst ein erledigter: kleiner Staats- Pensionist, ist es ihyr Lebensbedürfnis,-den Mann mit jbet eisernen Faust zu spielen . . .'Ausweinemdienst-' Lüchen Verkehr.mit ihm will ich der-Wischen O-efftüti ^ichkeit Lezeichnendes mitteilen. f.: Mrttellosrn Barmizwah - Knaben bewilligte die Uultusgemeinde: Belle cduugsbeiträge -von —' dreißig (!) 'fronen.- Herr Nappapo'rt, dem diese Fälle -vorzülegqn ^Lyaren, stellte oft meinem Argument/ daßdie Kon- ^ftrnranden-nicht iu defe'k-t.er Kleidung zur Thora gerufen.werderr können, die hämische Bemerkung ent-, -gegen: „Das. macht gar nichts ... Ansucher um chwnatliche'Pfrürwen mußten schon eine Serie von! Nappaport geeignet fand, ihnen den- Bettel von zehn bis. zwanzig Kronen anzuweisen... Den Gipfel von Noheit erklomm Rappaport in folgendem Falle: Durchreisenden Soldaten gab. die fürsorgliche Kultusgemeinde Zehrgelder von zwei (!) bis zehn Kronen. Als einmal dem - Amte -das Geld aus diesem Fonds ausging, führte ich einen Soldaten, der in s-rine Preßburger Marschkompagnie emgeteilt war und .nach . Hien Wt, chm sich von seiner alten Mutter zu verabschieden^-ins Vorzimmer Rappaports. . Vizepräsident'Rappaport sagte, mir damals wörtlich: „Wenn der Mann kein Geld hat, zur Marschkompagnie znrückzufähren/' soll er - z u F u ß ' g e y c n!" ' . Sehr traurig ist "Es um die S e l b st a 'ch t u n g dieses ^Präsidenten"'^bestellt, dem einer der rangät testen Beamten angesichts des Gesamtvorstandes die Worte entg-egenschleuderte:. „Seit zwanzig Jahren richten Sie uns und' unsere Familien systematisch zugrunde. Sie sind nicht würdig, Präsident zu sein!" Dieser Meinung ist nunmehr auch die jüdische Oeffentlichkeit. Darum ruft sie: „Abzug Nappaport!" . O. PH. Bersamml»t«g»kale,rder:! Heute, ^8 Nbr abinds, -E l.t e r n v e r s a m w l ü n g, Elisabech-Hcim, H., -Malzgasse 7/ - Nefereuten: Abgrordmter Stricker, Gememderat Dr. Leopold P l a s ch k e s, Ortsschillrat Rudolf M ü ll er, Religionslehrer Josef P ick. Heütr» st/ztz Uhr abends,- im Kleinen Dreher-Saal, III.» Hauptstraße ' 97« Refttenten:' (Gememderat Dr. I. Ehrlich, Ludwig B a t 0. ( ' '- ' -2' Herrte, ^8-Uhr abends, Restaurant Reiß, Vil., Mariahilferfiraße 124.^-Reseretstcn: Armin P 0 ll ak, I. S p i r a, : Dr. Karl Pollak-Dr. Simon -Hol d m stab e r. ' Heute. r/L Mir abends.' -Cas6 New-Yvrk, ll.,' Pratersiraße 50. Refereütest:^ ,Änirra M ü l l e r Gememderat Dr. Leopold P l a s ch k e s, A?S ch w er t s i n g e r. - i Heute. 0.8 Uhr abends. Cafe Franz Jssefs-Bahn, H. Althanplatz. Referenten: - Gememderat Dr. V 0 l l a k-BZ r.« a u, Dr. I.'.'Schalitt Bezirrsrät^Är.''Georg Weiner.'« l Heute» I u g e n.d v e r e i n A h a w a t h Z i.o u lädt alle Ing e n d l iche n des Praters z» dem . nur 8 . Uhr abends im stoßen-Klublakale-dc-s Cafä'zur Tiroler'm, II., Kleine Zufahrtsstraße.166 ' (Eingang durch den Gärten), ffattsindendm' Vortrag über das Thema yDie'P. fl i ch t z u r % r b t i t\ Sprechen werden: Gemeinderar Dr..Plafchk e s und S. Abeles. ' . Heute, 7 Uhr abenLss MitSWerversammlung des Vereines Belh Israel (polnische- Synagoge) Ml Restüürant Barschak, I!.,! Große.s Schisigasse 9. TagdZorduchg: Stellungnahme zu den bevorstehenden Knlluswahlen. ..... Jüdische Frauen rznd Mädchen Wiens r Die letzten 10 Tage vor de» Kultus wähle« k i Vergesiet nicht eure Pflicht! Meldet euch zur freiwiflige« Mitarbeit! . Anmeldungen werden im Wahllokale, il.» Kaiser Josefstratze 42. in der Zeit von 8 Uhr früh bis 8 Ahr abends entgrsengenommen. st S 0 n n tstü g ' dm SO. d. Ar., 10 Uhr vormittags, im -Komödienhaus, IX., Nußdorserstraße. 1. Referenten: Anitta M ü l l e r, Abgeordneter S t r r ck.e r, Gemünderal E h rlich. Dr. Isidor S ch ä/l i t. >' -V '.. . ’;; M 0 nt ä s.den 2'l. d.M., '/,8 Uhr abends, Cas« Winkler, I!., Stuwrrüraße 1.- Referenten: Ätritta Müller, Gememderat. Dr. P l a s ch i t % Aron. S ch w e.;t t fing e r.! : Montag den 21. d. M., ^« Uhr aSe^ids, Elisabethheim, II., Mälzgasse' 7. Reseienten: Abgeordneter Stricker, Bezirksrät Hermann P l ü 's ch k e s, Adolf P in k a s.- > Dienstag den.38. d. M.-,. h-8 Uhr abends, BslkSbibliothrk Zion, H-. Gloclengasie 30. Referenten: Anstir Müller, Gemeind erat Dr^ PI a s ch k c S, A. S ch w 111 f t» g e r. | Samstag drn 19. d. M«. 5 Ahr nachmittags, findet im .Hauptägüationslokal, ll., Taborftraße 20 «1, eiue wichtige Wahlleiterbefprechung statt. Pünktliches und zuverlässiges Erscheinen. .. - -7--"'" ' . -.1 - .? I KuttttStvflhre» in Bertt». - Die Wahlen in' die Berliner jüdische Repräsentantenversamnilung finden am -20. Juni statt. Die Opposition gegen die heutigen liberalen -Machthaber hat sich in der ^„J ü d i s ch e n ' Do lkZ'parte i" zusämmengeschlossen, deren wichtigste Programmpünkte sind:^ st Durchgehende Demolratisierungder ..Gemeinde; - Trerwung der KultusangelegenheiLen-vonder Verwaltung durch Bildung autonomer SynagogerrgemeirWnBeteUigüng' an den durch das ganze ijüdische Bölk'zü'-löseirden-..Aufgabe»,HsÄu'föaüeS von Erez ^Jfrael und "der Regelung der Emigration sowie eine Meihä kultureller und sozialer Forderungen. Listenführvr der Jüdischen 'Volkspärtekstist-.Dr^ Alfreb Älee. stAuf -der Seite der offiziellen GeyrWdenläch'thgber ist ein Kynkpromjß-zwischen der liberalen und einer orthodoxen Gruppe zustande gebrmmen, die eine geiueinsame. Liste aufsiellen.. Obzwar zum ersten Male nach eülem.neuen Wahlrecht--.gewählt wird, hat doch der .Teil der-Nepräsentsnten, dessen.Mandat nicht zur Neubesetzung gelangt, sein Maydüt.-behalten, so. daß' der.neue Vorstand das ungewöhnliche -Gebilde eines auS nach verschiedenen Wahtreihten gewählter:- Vertretern zusammengesetzten Kollegiums sein wird, st - st st Die zionistisch-sozialistische Partei Poale Z la u hat eine eigens Liste ausgestellt, die dadurch eme besondere Bedeutung hat, daß als Listenführer der bekannte unabhängige io^iollistifchs.Älb^ärduelostDr.. Oölar E ahn hmgiertz. Dsstyr, in steigendem Maße an jüdischen Angelegenheiten Anteil genomme:r und seine Zugehörigkeit zum jüdische» Volkä trotz der niedrigen antisemitischen Angriffe, die gegen , ihn gerichtet wurden, stets offen betont. . N Tagesbericht Die Produktivierunq Jerusalems. Der Jrrusalemer Korresp>ondent drs Londoner 'Jüdischen NorvesPondLirz-Büreaus berichtet:. In M 0 z Lwerdrn jetzt Vorbereitungen zur Errichtung einer, .Ziegelei getroffen.. Die Vorarbeiten waren schon vor. dem Kriege begonnen worden. Drei Arbeitergrnppeni arbeiten in Talpiot, in der Nähe der Bahnstation! - Jerusalem;'in Moz-w .selbst ist steine Gruppe mit' Man-! zungsarbeitön beschäftig^ ^ferner die Gruppe in.Dil pst .bei .Moza," die jetzt auf/fünfzig' Mitglieder erweitert! , wurde. 'In Jerufalem bedeuten' die Kooperativgenossenä schäften ein sehr segensreiches Element. Es gibt derzeit' eine yout Hapoel-Hazair gegründete S.chustergenossenschaft -und eine von der Achduth haaw-oda gegründete genosseilsHüftliche Tischlerei. ' Ein sehr wichtiges Element für die PrödnltivieLunfl. Jerusaleurs ist die Gruppe H-achaluzah hajeruschaünith,- eine Mäd'chenorganisation, welche unter' der Leitung von Sa^ahMalkin steht undum die sich Frau Bend», w i ch. isehr -große Verdienste erworben hat. Diese Gruppe bestehd ausst etwa oO Jerusalemer Mädchen, welche an verschMmen Plätzen 'Pflänzrm'gsarbciten übernommen, babem-Einen sehr wichtigen Schritt zur Produkiivierung -Jerusalerns hat die ZioniststCommission eben getan« indemsie dem H-apoel Hazair eine größere Summe, mit de-m Auftrage bewilligt hat, hundert junge. Leute int Muhaudwerk auszubilden. Das Los einer jüdischen Greift«. (Wo ist Vas jüdische Bersvrgnngshtmr? Äiv entnehmen einer an uns gerichteten Züschrish . des. Herrrn Wilhelm Hirsch, -18. Bez., Neuftift a. W- Nr. £12, folgendes: Eine 85jährige Greisin, Frau! D. Brill, Witwe nach einem Lehrer und belauntL»; Talmudisten, aus der. Bukowina starnmend, lebt.seit! zwchnzig^Jahren in Wien , und wurde hier von ihrem- Sohpej der eine .angesehene Stellung bekleidete, ster-st halten,'Bor Kriegsausbruch starb der Sohn und" di^ nrittellcise, alte, kranke Frau fristete während jbejjl Kriegsjahre. ein kümmerliches Dasein, von. Zelegen^j lichen' Spenden, die rhr Mflössen. " Vor ziver iMnat-N! - fiel "dA,'Fräü" vor Schtviichrst. beim -Aüfstehenaus dem!. Bett'ünd "brach ein" Bein, Kein Spibat. wollte" fie!f. aüfnehmen, ,da sie nicht.nach Wien zuständig ist; .ryitl schwerer 'Mü^e wurde, sw un Lainzer B e r s 0 g un gshaus (Pavillon - - Ist, Tür -101' unterWb'raW^ Dort ist die schwer leidende. Greisin' unter SO Ebristerrs die einzige. Midi« und.hat außer dem Hunger auK nochi den wütenden Haß ihrer Mitbewohner zu ertragen"^ Ihreinziger Wumch ist, unter Juden oder wenigstens zu Hause (sie hat ein" kleines Kabinett in Währings zu sterhen. Wärestcs nicht möglich, die . Frau für die^ kurze Frist,- die ihr noch.gegönnt ist, im.jüdischem Be r/s v-r g-u n g s h a u snnterzubringeE Oder - .gibt: es gutherzige Juden, .welche aus ihren Mitteln betf Armen chie 'Mögltchkeii geben, zu Hanse ihr Dasein' zu sristenst?st . '' 'st - - . . . .. - - » . : Wir. können dem Einsender dieser Zeilen uno allew stLeschrn nur sagen, daßdank her , schändlichen Berwäl-' tung her. Wiener Kültusgemeinde für diese bedauern^ werte'kranke jüdische Greisin -im jüdischen Versorg gungshaus ke i n Platz, ist..-Ihr die Möglichkeit zugeben« zu.-Hause zu sein, ist dem mitleidigen-Sinn der^ Wlener Inden, die hoffentlich besser..find als ihre? Gemeinde, überlassen. .7— ^Wir. nehmen Spenden gern« entgegen. \ i '■ " Die Hcrmbeförderuug der Krregsgefauge«tul 1 Wir«, 16. Juni. Das Kriegsgefattgenen-Jn-» . sormatsansbureau deS Jüdischen NationalraLes meldet:" Die Vereinigten Jüdischen Hilfsorganisativnen Amerikas,! -die genreLnsanr mit dem Ameribanifchen Roten Kreuz- und anderen Hilfskomitees eine Aktion zur.HeimLesörderung her im. fernen Osten befindlichert Kriegsgefangenen! unternommen haben, haben bereits einige amerikanische, Schiffegemietet; der Abtransport dürfte am 1. Juli beginnen- Die Aktion erstreckt sich auf die 51riegsgefangsncn deutscher, magyarischer, jüdischer, jugoslawischer,. posmscher. und - rumänischer Nationalität, dis in den Lagern in der Umgebung von-Wladiwostok untergebracht sinh. Dir Kosten tragen die Hilrskomitecs gemeinsam. Generalstreik itt Kladno. . Pr«g, 16. Juni. (Tel.-Asmp.) „Narodni Lisch" berichten auS Klfldno, daß die Arbeiter sämtlicher Berg-« und Hiittmrveck ihre Arbeit plötzlich niedergelegt und sich dem Beschluß dir Arbeiterschaft der Poldihüttr auf sofortige Derstaatlichnng drS Werkes; angtfchlssien habe». Die Berwaltvng der Pvldchütie soll, "»ie gemeldet, fürderhin - aus gewählten Beamte» und Arbeiter»' und aus RegiermlgSorganen besichen. Die Beamten »ahmen cm dieser Kundgebung »icht teck vvd erklärten, bis zur Grtschridimr der Regierung przuwarte«. Sraübrnordversuch an einem Imvelier Md Selbstmord der Täterin. Im Hotel ^Zum goldenen Lamm" auf der Wiede» iß gesin, mittags von einer Fra» «»« einem Juwelier ckr Raubmordversuch verübt wörde». Als der Anschlag «ußlaog, hat sich die Tiftry« tzetgiM