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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-15 · Heft 501 (15.6.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 501 (15.6.1920)
Date
1920-06-15
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 * 'Wien. Dienstag . Im Deutschen Bolkstbeater gelangt Sachslag den 19. d. M. um 5 Uhr der!. Teil von Goethes „Faust". von Direktor Bernau nruins'ruierl, miLmufikaltscher Einrichtung von Leopold Reichwein, Kapellmeister der Staatöoper, zur Aufführung. In der Renaissance-Bühne gelangt der im Inneren eines Menschen wiclende russische E'naktcr „DieKultssen der Seele" nur mehr lus Freitag den 18. d. M. zur Aufführung. Samstag, den 19. d. 2)?. ist daselbst Premiere des Lustspieles von Rudolf Schanzer und Ernst Welisch „Die Blendlaterne". Regie: Harry Waiden. Wegen plötzlicher Indisposition des Frl. Fanny C l e w e iwird der für heute angesetzte Liederabend auf Freitag den 18. d. M. 'verschoben. _ Musterausführungen Wiener Musik. Das Volksfest im Bt'.gnügurigspark (Prater), das am Samstag emen so schönen Anfang nahm, mußte am Sonnrag wegen der überaus ungünstigen Witterung abgesagt werden. Zum Ersatz wird düs Dolkssrn Sonntag den 29. d. M. wiederholt. Das 'Programm bleibt voll.ommen auff ecbt (Haust N r e s e, Else A l t m a n n, Blanka G lots i, Viktor H e r m, Emmerich Reim e r s. Waldbornkonzert S t i e g l e r, Quartett Schheinzer). Emirrtispreis X 8 —. Die Wiederholung des Festes findet bei;iebcr Witterung statt. Frühlingsfcst der Neuen LSieuer Bühne. Das!von Samstag den 12. auf Donnerstag den 17. d. M. verschobene Elilc-Gartenfest, welches unter der Devise „D as ist;b t r iy r ii blrna rnWie u" ftattfinbct und bet welchem Alexander M o i s s i mitwnkt, wird an diesem Tage bei feder .Witterung im T ü r k e n s ch a n z P a r k abgchalten. Das >Prograutnr erstihrt durch dre Mitwirkung des Geichwistcrpaares Mita und Fry lSkatink-Roller-Akt' eine abermalige Bereicherung. ^Dec Kartenverkauf wird in sämtlichen Kart-nbureaus fortgesetzt. Jakob Meftel, der verdiente artmi''.';'iter der Jüdischeu Biilnic, verläßt Wien, um seine lüa^.cnfichr Tätigkeit m Amerika foitunetzen. Mestel, der auch mit tchvnrm Erfolge die' .künstlerische Leitung der neugegründeten „Freien jüdischen Volksbühne" innebatte, wurde von seinen Kollegen anläßlich seines Scheidens aus bem bisherigen Wirkungskreise besonders geehrt. Die Mitglieder der Jüdischen Bühne veranstalteten einen Festabend. bei welchen! der Obmann des Lokalverbandes. Herr Bell die Verdienste Jakob Mestcls würdigte und nahmens aller Kollegen mit bewegten Worten von ihm Abschied nahm. Sommerpuder... auch solchegibt es schon. Hochwichtige Erfindung, welche im Sommer beim Schutze gegen das rote und verschwll-'e Gcnchc eine neue Evoche bildet. Die Porzellanpi'dc'.gcfcll'-chast erzeugt dieses neue „Nes-Sommerpuder", .auf deren Schachteln die Worte „Summer-Speciality" separat 'angebracht sind. Sport. Wochenprogramur des Sportklubs Hakoah. (Erscheint jeden Dienstag.) , Leichtathletiksektion: Training Montag und Freitag. sauf dem Floridsdorier Achlettksportllub-Platz und Sonnlag vormittags auf dem Hakoah-Platz. i SchwerathretiKseLLion: Training Montag, Mittwoch mnd Donnerstag ab 6 Uhr abends in der Volksschule,Werdertor- Zaffe 6. SchwimmseKtion: Training für Herren Dienstag von bis Uhr abends im Dtanabad, Mittwoch von ikTl bis \*ltS Uhr abends im Brümtlbad.: für Damen Donnerstag von '/«7 bis V5S Uhr abends im Dianabad. Montag von '/,8 bis Uhr abends mt Brünnlbad. Das Schwimmen im Jörgerbad findet bis auf weiteres n i ch t m e h r stabt. Tennissektion: Training täglich auf dem Sportplatz, 33X, Leidesdorsgaffe 6. Hockeyscktion: Training Mittwoch für Damen von H bis VcG Uhr nachmittags, für die I. und II. Mannschaft ab st'r6 Uhr abends: Samötag von 2 bis V-6 Uhr nachmittags für Damen und Jungmannschaft. Fechtsektion: Training im Fechtsaal der Neurc Jehuda' IX., Servltengasse 10, und zwar: Montag und Donnerstag für Damen von 6 bis 7 Uhr abends, sür Herren (Anlängrr) von 7 bis 8 Uhr abends, sür Herren (Vorgeschrittene^ von 8 bis 9 Uhr abends. Sonntag vormittags gemeinsam für Damm und Herren im Aeroklub, II., Prater, Nordportalstraße 131. v TouriftenseKtion: Sonntag den 20. d. M.: Rar. Abfahrt Samstag 4 Uhr 20 Minuten nachmittags nach..Payerbach; Wanderung nach Katserbrunn (Nächligungll Früh Aufstieg durch bas Große Hollcntal über dm Alpenvere nsüetg znm Ottohaus. Abstieg Törlweg. Nur stir schwiudclfrete Felßgehcr. Gehzett acht Stunderl. Anmeldung, gegm Erlag von X 20.— bis Donnerstag den 16. d. M. im Sekretariat. Tcilnehmerzahl beschränkt. Führung: H. I. Kohu. Am 27., 23.. 29. d. M. Hochschwab. Nur für Ausdauernde. Anmeldung bis 16. d. M. gegen Erlag von X 50.— im Sekretariat. Führung: Heller. i Urlaubstour. In der Zeit von Ende Juli bis Mitte August findet eine Ueberguerung der Hohen Tauern mit beiläufiger Route: Gastern—Ankogcl—Svnnblick—Großglockner— Hroßvm.digrr—Drrihetrcnspitze—Losfier-Mahrhofen statt. Dauer zirka 14 bis 20 Tage. Anmeldungen mtt Erlag von X ino.— bis 30. d. Ri. im Sektetariat. Höchste Teilnehmencchl 6. Nur Ausdauernde und Geübte kommen in Betracht. Führung: E. Raubitschek.! FutzbaÜseKtion: Dienstag und Donnerstag Training der Reserve, Ft eirag der Jungmannschattm. Die erste Mannschaft hat diese Woche fein Training. Mittwoch V*7 Uhr abends Cupspiel gegen Amateure (W. A. C -Platz). Sonntag Mcisterfchastssptel gegm S t u r m auf dem Hakoah-Platz (Hakoahner genießen fietcn Eintritt.) Kultur-Abteilung.; Dte Mitglieder werden aus den von der Orchesterleitung «usgrschriebenen Kurs zur unentgeltlicher Heranbildung jüdischer Bläser aufiuerksam gemacht. Orchester: Samstag den 20. d. Ml präzise 9 Uhr Vor-- mittags Orchesterprobe im Vereinssaal des Konzerthaw'es. Die Mttglteder werden criuchk, bestimmt und präzise zu erscheinen. s Kammermusik: Am 28. d. M. findet vorausfichtltch im Kleinen Konzerrhaussaal der letzte Kammermusikabend .vor Abschluß der Frühjabrssatson statt. Mttwirkende: Frkiületn Schächter und die Herren L a m p e l. Klein, 8 a n e s. Mr Aufführung gelangen Werke von Bach, Volkmann mit Orchesterbcglcttung. Nächste Probe des Kammerorchesters Mittwoch dm 16. d. M. im Klubheim. Chor: Die nächste Probe wird schriftlich bekanntgegeben. Mandolinenorchefter: Mittwoch dm 16. d.M,, präzise :•? Uhr abends, wichtige Probe im Klubheim. Nachdem das Orchester am 29. d. M. anjlritt, haben alle MMietztt unbedingt erschemm. Wiener Morgenzettnng L1oni8ll86lie Sektion Wieden-Margareten Heute nräz. Vs8 Uhr abends findet im TERRASSEN¬ RESTAURANT, V. MARGARETENPLATZ, eine WäMerversammlung statt. REFERENTEN: I)r. Egon Zweig. aast David Neben zahl. Dr. Max Sprecher. ERSCHEINEN IST PFLICHT 1 ERSCHEINEN IST PFLICHTI Cheruth gegen Ahawath Zion komb. 1:0 (1:0). .Beide Manschaften traten komplett an. Die Cheruth- Mannschaft hatte.unter der. Parteilichkeit des Schiedsrichters sehr zu leiden. Der Ahawath Zion konnte bei unparteischem Schiedsrichter kaum eine Niederlage (6:0) verhindern. Die siegreiche Mannschaft befriedigte auf jedem Posten. Besonders zeichneten sich die Spieler Wolfsohn, Fisch Ossi und Bernhard, Katz/und Prentiffger aus. Eheruth II gegen Ahawath Zion Junioren 0.0. Cheruth, hoch überlegen, hätte den Sieg verdient. Sehr gut bei Cheruth:. Schapira, der den Angriff vorzüglich leitete, Dulberg, der einige.schwere Bälle meisterte. Karl LrnkSverbindung> war die Hauptstütze des Zenterstürmers. Weintraub am rechten Half warf den Angriff immer nach vorne. Der Prager Hagibor schlug Sonntag dm Sportklub V e l e s l ä v in der Meisterschaft 5 :1. Schweden siegle im Länderwrtlkampfe gegen Finnland 4:0. Das Sptel fand in Stockholm statt. Gerichtssaal. Die ungarischen Menschcnräubcr. Wie immer bei Sensationsprozessen ist auch zu der heutigen Verhandlung starker Andrang von Zuhörern. Der Schwnrgerichtssaäl war' alsbald voll besetzt. Beide Ängeklägten erklären sich mchtschuldig. Sie werden abgesondert verhört. Bleich bestreitet, daß er den Schön am Abend vor -- der Entführung ausdrücklich zum Nachtmahl eingeläden habe, Schön selbst habe sich «ingeladen. Sie begaben sich. in ein Gasthaus nächst dem Südbahnhof, wo Bleich die Polizei verständigte, daß ihm Schön einen Raubmord einbekannt habe, die Polizei möge den Mann festnehmen. Als die Polizei ,ficht gleich einschritt, habe er noch eine Viertelstunde gewartet und sich dann entfernt. — Vors.: Warum hätten. Sie es so eilig? In einem so wichtigen Falle hätten Sie doch zuwarten müssen, denn tatsächlich hat die Polizei sofort einen Beamten geschickt, der Sie nicht mehr aytraf. — Ängekl.: Ich wollte den Schön am anderen Tage.der/Polizei übergeben. Diese Absicht konnte ich nicht mehr verwirklichen. Denn am Morgen kam mein Kommandant, Oberleutnant Fabeö, und sagte, wir müssen im Auto sofort nach Ebenfurt fahren. Schön war dal'el, er mußte den Auftrag hören. Er hat gesagt: „Nehmt mich mit!" Ich wollte die polizeiliche Aktion ahwarten, aber- Oberleutnant Faber befahl mir streng, den Schön unter allen Umständen mitzunehmen!. — Vorf.:, Damals sind noch attdere in Wien lebende Kommunisten verschwunden. Attgekl.: Davon hörte ich, stehe der Sache aber ganz fern. ' Nun richtet der Staatsanwalt einige Fragen an Bleich, hält ihm Widersprüche in seinerjeweiligen Verantwortung vor und fragt: Haben Sie Befehl erhalten, den Schön nach Ungarn zu bringen? — Apgekl.: Nltr ihn nach Ebenfurt zu schaffen. — Staatsanwalt:^ Sie sind auch verdächtig, einen gewissen August Danko, der von der ungarischen Regierung verfolgt ist, angelockt und dessen Verschleppung versucht zu haben. . ~ Sodann wurde das Verhör mit dem Angeklagten Kalman Kiss vorgenommen. Er bekannte fick) gleichfalls nichtschuldig und gibt an, daß er eine Zeitlang auch in der Roteit Armee blieb, dann aber austrat, werk er nicht weiterdienen wollte. Er habe dann eine ZivilsteNung angenommen und beim Revolutionstribunal als Schriftführer fungiert. — Vors.: Warum sind Sie aus der Roten Armee ausgetreten? — Angekl.Ich sollte an die Front kommen, tvollte aber für die Bolschewiken nicht kämpfen. — Bors.: Dann kommt es mir aber merkwürdig vor, daß Sie b-cim Revolutionstribunal eingetreten sind. Das hat mit Ihrer hier angedeuteten Gesinnung doch noch weniger übereingestimmt. — Der Angeklagte erzählt dann, daß er nach dem zweiten Umsturz sich vor dem Legitimationsausschuß in Oebenburg darüber ausgewiesen habe, daß er Antibolschewik sei. Daraufhin wurde er in die Weiße Armee äufgenommen und erhielt in Oebenburg ein Wehrkommando. Im September vorigen Jahres sei er dann zur Beaufsichtigung der ungarischen Flüchtlinge und ihrer Utntriebe gegen den österreichischen Staat nach Wien gekommen. Er sei im Lokale der „Arbeiter- Zeitung" mit den ungarischen Kommunisten zusammengekommen und habe sich ihnen gegenüber als Gestnnungsgen.osse aüsgegeben. Den Belä Schön kannte er nicht, wußte aber, daß er sich in Wien aufhalte. Den näheren Börgang bei der Entführung des Bela Schön. erzählt Kiss ebenso wie Bleich.' Er und Bleich' seien mit Schön im Cafß Rathaus zusammengetroffen. Schön klagie über seine schlechte ^finanzielle Lage, erklärte) Laß er nur eine Krone im Säcke Habe, und bat, sich an den Tisch setzen zu dürfen. Dann verlangte er die Bezahlung eines Nachtmahles und rühmte sich, den Professor. Berendt ermordet unh beraubt zu haben. Die Gesellschaft sei daun in die Gastwirtschaft am 'Südbahnhof-' gefahren, wo/ genachtnrahlt wurde. Mittlerweile sei es halb 9'Uhr abenoS geworden und Schön erklärterer könne jetzt nicht mehr nach' Haufe gehen. Er wohne versteckt bei seiner Dante. Der' Hausmeister dürfe ihn nicht sehen,, sonst erfolge seine Verhaftung. — Vors.: Sie wollten dann im Kasino, in Baumgarten übernachten? — - Angekl.: -Dort, wohnte Bägnar, unser Vorgesetzter. — Vors.: Und dann wollten Sie wahrscheinlich' den Schön bringen. — Angekl.: Das gerade nicht, aber jedenfalls wollten wir das Vorgefallene melden. — Die 'Darstellung über die weiteren Ereignisse bis' zur Verhaftung des 'Bela Schön än der ungarischen Grenze, die Kiss nungab, deckte sich vollinhaltlich mit der Aussage des Angeklagten Bleich. — Vors.: Es sind auch noch andere ungarische Flüchtlinge plötzlich aus Wien verschwunden. Ist Ihnen davon etwas tMihtzreL bskami? — DadpU rvxjtz ich 15. Juni 1920 /3fc 50f/ Zur Verlesung gelangt das Strafurteil gegen tat Führer der Leninbuben Josef- Cserny, das besagt: Doktor Nikolaus Berendt machte am 24. Juni Krankenbesuche. Da erblickte er auf der Donau die mit der nationale« Ärtfolot« geschmückten Monitore, die auf das Hotel Hungaria, dem Sitz der Sowjetvegierung,. Kanonenschüße abgaben. In seiner nationalen Begeisterung wirkte er den Monitoren mit de« Taschentuch zu und rief: „Es lebe das nationale Ungarns „Nieder mit Bela Kunl" Die Rote Wache vor dem Hotel forderte ihn zum Stehen auf, er lief aber weiter^ verfolgt von den Schüssen der Terroristen. In diesem Augenblick kam ein Auto mit Josef Cserny herangefahren, der dem in seiner Begleitung gewesenen Bela Schön gegen »Berendt loszugehe« befahl. Schön gab auf den bereits am.Boden liegende» Professor drei Revolverschüsse ab, die diesen töteten. Der blutende Leichnam wurde von den Terroristen ausgeplündert und dann in die Donau geworfen. Nach einigen unwesentlichen Konstatierungen wurde das Beweisverfahren geschlossen, die Verhandlung hierauf i» später Abendstunde abgebrochen und auf morgen vertagt. Ksnkurs Stella Jerusalems Gegen die Grotzindustriellenwitwe' Stella Jerusalem, gegen welche wegen ihrer Transaktionen, durch, die sie eine Schuldenlast von sechzehn bis achtzehn Millionen Kronen anhäu'fte, ein strafgemchtliches Verfahren beim Straflandesgericht-anhängig gemacht und ein Steckbrief wegen Betbrechens des Betruges erlassen wurde, fand gestern vor dem Konkurs*, fenat des Zivillandesyericht dre Tagfahrt wegen Eröffnung des Konkurses über ihr Vermögen statt. - Der Antrag auf Konkurseröffnung war durch Dr. Kollek seitens einer Gruppe von Gläubigern gestellt worden., Bei der gestrigen Tagfahrt vor dem Vorsitzenden, OberlandesgerichtSrat Dr. Chwmka wiederhülte Dr. Kollek den Antrag unter Hinweis darauf, daß die, schwebenden Ausgleichsverhandlungen gescheitert sind. Der Vertreter der Frau Jerusalem, Dr. Brunnstein, erklärte, daß er angesichts der vorhandenen 'Forderungen und der im Ausgleichsverfahren sich herausstellenden Zahlungs- Unvermögenheit der Frau Jerusalem gegen die Eröffnung des Konkurses keine Einwendung erheben könne. Der Oberlandesgerichtsrat Dr. Chwoika erklärte darauf die KonbrrSeröffnung für verfügt. ' ' 1 Der Volkswirt. Eine Krone 3 85 Centimes Geld. Gestern notierte in Zürich: die österreichische Krone Geld . . . 8.85 ( 3.90 am 12. Statt)! die öftere, gestempelte Krone Geld . 4.— ( 4.— am 12. Jum)i die tschechische Krone . 12.40 '12.50 am 12. StmOi die Mark . ..18.75 (14.- am 12. Juni), Agram .... . . . . ..... 6.50 ( 5.90 am 12. Juni)! Budapest ............ 3.10 ( 3.15 am 12. Jum)j Warschau . ... . . 3.05 ( 3.05 am 12. Jmi) Die Bilanz der Union-Dank. Der Vrrwaltnngsrat der Union-Bank hat in seiner gestrige Sitzung die Bilanz pro 1919, welche einen Nettogewinn von- X 13,938.491 ergibt, genehmigt unb beschlossen, der für den! 30. d. M. einzubcrltfenden Generalversammlung tootitd schlagen: Die Dividende mit 9'/„ d. i. X 36 per Akti! (gegen X 20 im Vorjahre) und X 1,695.493 in dm Reservefonds zu hinterlegen und X 5,995.251 als GewiM auf *k« Rechnung vorzutragen. - Der Berwaltungsrat hat weiters beschlossen, der Geueralversammlnng den Antrag zu stellen, das Aktienkapital von lOO Millionen auf 200 Millionen 'zu erhöhen und ihm für die Durchführung der Kapitalsrrhöhung und die Bereinbamvg der damit zusammenhängenden Statutcnänderungen Vollmacht zu erteilen. Nach Absicht der Verwaltung soll diese Kapilalserhöhung! unter Wahrnehmung deS hiefür günstigen Zeitpunktes und «uteri besonderer Rücksichtnahme auf die Marktlage eventuell m T t-ilA abschnitten vorgenommen werden. Die Bilanz des Mereur. Der Vcrmaltungsrat der Bank & Wechselstuben A.-G. Mereur hat in seuter gestrigen Bilauzsitzung die vorgelegte Bilam pro 1919 genehmigt. Difie ergab ein B r u t t o e 111 5 $ « t J von X 50,199,512.68 (fi- X 23,893.397.24) und abzüglich der Spesen mib Steuern ein R c i n e r t r ä g n i s von X 17,554.096.71 (-!- X 11,331.160.14). Es wurde beschlossen, der sür den 30. d. M. einberusenen ordentlichen Generalversammlung vorzuschlagm, eine Dividende von 10°/«, das find X 40.— p e r A k t i e (gegenüber 5-/», das ist X 20.— tm Borjahre), für das Jahr ISIS zur Verteilung zu bringen, den Reservefonds «st i X 4,000.000.— (H- X '3,500.000.—) zu dotieren, dem P e m f i o n s f o n d S der A n g r st e l l t e n X 3,000.000.— (•+• X 2,500.000.—) als außerordentliche Dotation tantftmensrei^ zuzuweiien und X 1,618.303.41 (fi- X 467.139.68) auf neue, Rechnung vorzutragen. Die Dividende ist die höchste, welche! seit dent Jahre 1901 bezahlt wurde und welche über daS bis-! herige, tm Jahre 1917 erreichte Höchstmaß von X 38.— «och um; X 2.— hinaltsgeht. | Die Erh 8 hu n g des Aktienkapitals deS^ Mereur auf 120 Millionen Kronen Nominale ist in den erste«! Tagen dieses Monats zur Durchführung gelangt. Die eigenen^ Mittel, Aktienkapital und Reserven, werden sich durch die vor-! genomnstne Kapitalßerhöhung und durch die votgejchlageuen Do^ tierungen auf 200 Mtllionen Kronen stellen. Die tschecho-ßlowakifche Kriegsanleihe. Prag^ 14. Juni. (Tel.-Komp.) Heute vormittags^ fand eine Plenarsitzung des Budgetausschufles statt, m welcher Finanzminister Dr. Englisch zur a l l a e*j meincn Ueb erraschung einen neuen Gesetz-j entwurf über die Kriegsanleihe einbrächte, durch den an Stelle der ist der ersten Regierungsvorlage eingesetzten 50. beziehungsweise 65o/y sür die neue Staatsanleihe in Kriegsanleihe.75% in Aaylung gegeben werden können. Die 76^/„ sollen mit 37a» der. in barem erlegte Rest mit 47s"/-, verzinst werden. Die neue Vorlage soll schon morgen im MMmnt et*j ledigt werden.

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