Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 499 (13.6.1920)
- Date
- 1920-06-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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’.v0ctte 6 ' Wien. Sonntag _ WLerrer MorgenzeiLung -; . ——■; _ -—;;— > fcff '1 am Weihnachtsabend, zu dem bko^ Urnjrem? 156 echt christliche Gäste einluden, und lö'niglich beschenkten. Prinz Anton Rad zi will belichtete anläßlich des Wiener Kongresses MärckMHaftes jider d'iese Arnsteinsche Feier der Geburt ^Christi, an 'eine Gattin. Und der Sohn des Salomon Lehmann r?erz, Leopold .Edler von Herz, tat schon rech^ .Anrüchiges, um sich Lon der Jndenheit los^ulösen und — dem Adel zu attachieren. Friedrich' von Gentz belichtete über ihn an Metternich, .„daß er.bloß der Ähre oegeir, mit einM Fürsten und 'Grafen' alle" Tage. Whist j>n spielen, gegen Wenzel Liechtenstein und Schulenburg sor zwei' Jahren in Baden. 60.000 Gulden verlor". Man lese Näheres darüber in dem interessanten: Buch „Die Judenfrage auf dem Wiener Kongreß" von Doktor Talo .Baron, R. Löwit - Verlag, Wien.) So sahen )ie GwßvÜter und Großmütter her „Bodenständigen" »ns. Die Enkel und Enkelinnen aber passierten schleus arg ft das Taufbecken und es gibt einfach Leine „bodenständigen" Juden, mehr. Was später in.den Jahren ,'or 1848 und im Sturmjahr selbst anjüdischen Männern., -sich am Wiener Schauplatz hervortat,::kam Irisch ans - der Provinz. Kompert - und Frankl) Fischhof' j.nb Harkma'im, Spitzer ui'.d Jellinek — durchaus Söhne der böhmisch-mährischen Judengassen. Aber auch die Epigonen dieser neueren Wiener Juden haben sich zürn zuten Teile längst ihres Jsraeliterrtums entäußert und was dieses jüdische Gemeinwesen lebensfähig erhielt, was das.Renegatentum der seßhaft Gewordenen wettmachte, war und wird bleiben: der lebendigd, von der Judenn-t gespeiste, in bitteren Jahren blutiger Katastrophen stark anschwellende Zustrom aus - den weI- Ichen Mid östlichen Provinzen. Gipfel dsr Unverfrorenp-it: Die Söhne derer, die. selbst aus Tarnow Md Lieliy, Czernowitz, Pcoßnitz und Boskowitz kamen, schleudern den Bannfluch gegen die nachkommenden üaudsleute. Sklavenmoral! Man möchte sich' vor Scham ver- Iriechen, ..wenn inan diese Wiener Vorkriegsjuden m'it den: Kampfruf: „Hie bodenständige Israeliten allerwege" sich auf die gehetzten, von tausendfachem Haß llno Unverstand in derr Kot gestampften, in die überaus glückliche ehemalige Kaiserstadt verschlagenen Ostjuden stürzen sieht — aber man hat die Judenfrage mit den Augen Theodor Herzls betrachten gelernt und?ie Lust, sich die Ohren zu verstopfen und unsichtbar :u werden, wandelt sich in das unbändige Verlangen, :>ie Schande mit eisernem Besen hinauszufegen und eer Lüge den Kopf zertreten. O. A. Lebcnsmittelnachschub nach Sommerfrischen. Amtlich-.wird verlautbart: Um jenen Sommergästen, die in der Sommerfrische nicht.mit Lebensmittellarten beteilt werden, die .Möglichkeit^ zu geben, sich die Lebensmittel aus ihrer ständigen Wohngemeinde nach-, senden, zu lassen, werden gleichwie im Vorjahre für den pebensplittelnachschub nachstehende Verfügungen ,Le-' troffen: Das Staatsaint für Verkehrswesen wird für ne Beförderung dieser Lebensmittelsen.dungen. als Lrprcßgut zu einem ermäßigten Gepäckstarif Sorge nagen. Von der Einrichtung eines besonderen Lebensuittelnachschub- und Gepäckssammeldienstes unterHeran-;iehung einer privaten Speditionsfirma muß im heuigen.. Jahre abgesehen werden. Die Sommergäste Wersen daher die Lebensmittelpakete in der Regel den Lahnämtern unmittelbar zur Beförderung zu übergeben .haben. Erwähnte Lebensmittelsendungen müssen äußerlich durch den Vermerk „Sommerverkehr" kennt-;icl) gemacht werden. .Der Generaltransportschein becech tigt auch den/Sommergast, seine Lebensmittel als Handgepäck mit sich zu führen. Nähere Auskünfte über )ie mit der Lebensmittelnachsendung zusammenhängenden Fragen erteilt der „Landesverband für Frerndenlherlehr" in Wien, 1. Bez., Stock-inr-Eisenplatz 3. Direktoren und Primarärzte über den Abbau des Spitalpersvnals. ... Das Gremium der Direktoren und Primarärzte der Wiener staatlich'verwalteten Krankenanstalten hat an die Regierung eine Eingabe'in'der Frage des Abbaues des Spitalpersvnals gerichtet, in der es unter anderem heißt: Die Personalauslagrn sind geradezu' ein R u i u der Krankenanstalten geworden, weil jür die Bedürfnisse der Kranken außer der Kost sonst kaum was er- Ibrigt. Der finanzielle Abgang der Wiener öffentlichen Fondslrankenanstalten wächst monatlich um viele Millionen., Die Berpflegskosten eines jeden Patienten in Wien muffen so hoch bleiben, solange beinahe hinter jedemKranken einAnge» st e l l t e r steht. _ Von den deutschnatronalen Technikern. Gestern vormittags fand im Hörsaal III des elektrotechnischen Instituts der Technischen Hochschule eine von einem Herrn Se ker'a, Mitglied des deutsch-arischen Hochschulausschusses, einberufene Versammlung aller Chemiker der Technik statt, in der die durch' die .Notzsage gebotene Laboratyrimnshilfsaktion .und, die Srudicnreformen besprochen werden sollten/ Herr Setera teilte mit, daß er sich bereits, ohne die Hörerschaft zu befragen,/n a m ens b\t Gesamtheit der Studierende n auf dem Weg über. die amerikanische Mission an die amerikanischeu Universitäten um Unterstützung gewendet habe unter dem Motto: '^eder Student ein Dollar". Als hierauf ein Jüdisch-, nationaler' das 'Wort ergreifen wollte, würde er zweimal niedergebrüttt, bis endlich, ein Dentscher ^eute Kam-.. : Eingesendet. Anna Teitelbaum r Elias Huttmann Oslaw Pelutyn . Verlobte. _ Wien, im Juni 1920. Möbel u. Innendekoration in grösster Auswahl. Nur gediegene 691 Erzeugnisse. J.SPIBA Uto, Bll., Siebenstern;. 1 u. 2 (Ecke Karl Schweigliofergasse}. oiÜf<c’Uatsinet:ZZ%erftmeMei4taAk& Advokat Dr. Isidor Rath hat seine Advokaturskanzlei in Podbuz bei Drohobycz (Naphthagemeinden: Opaka, Kropiwnik, Properystina, Zalokiec, Bystrzyca, Dollie etc.) eröffnet. Hßütß den 13. Juni 1920, Uhr abends, SßHCllt Herr Rabbiner Schaja Schapira, Mitglied des Misrachi-Zentralkomitees in Warschau, welcher auf seiner Reise nach. Palästina hier einige Tage weilt, im Lcka! des „Jischuw Erez Israel“, II., Praterstrasse 13/11, über: „Die Aufgabe des religiösen Judentums in der gegenwärtigen Zeit“. « Gäste willkommen! 8:47 AW Jüdische Frauen des 8. und 7. Bezirkes! mpnefan den *5lunl 1920 findet im Saale der Bezirks- UlullOlugj Vertretung, TI., Ainerlingstrassc Xr. 6, eine Mnenversammlimn statt. Referenten: Anitta Müller, Dr. Paul Berger, Ör. Fritz Löhner (Beda), Fabrikant Oskar Goldschmidt, Gemeinderat Dr Jakob Ehrlich. S257 Erscheinet in Massen und erhebt Einspruch gegen den Wahlrechtsraub, protestiert gegen jene Verwaltung, die die Lehrer eurer Kinder hungern lässt! Die zionistische Frauenorganisation fiir die westlichen Bezirke Wiens Millionen aufforöerte, eine Minorität doch nicht in i dieser Weise zu vergewaltigen. Der Jüdischnationake,! Herr Lederer, teilte mit, daß der deutsch-arische Hochschulausschuß gegen die Anstellung des bisherigen Privatassistenten Herrn Ing. Frankl, die nach dem neuen Aisistentengefetz erfolgen sollte, protestiert habe, obwohl Frankl Deutschösterreicher, nach Wien zuständig sei und auch sonst allen' Anforderungen des Gesetzes' entspreche, aus dem einzigen' Grunde, weil Frankl Jude sei. Abgesehen davon, daß es sich Hier'um eine krasse Verletzung der bürgerlichen Gleichberechtigung, handle, vertreten die Jüdischnationalen den Standpunkt, daß sich keine politische studentische' Partei in eine Angelegenheit des Professorenkvllegiums einmischen dürfe. Es handle sich Nicht um die Person des Assistenten Frankl, sondern um das Prinzip der Gleich-, fiel lang der de nt sch österreichischen Juden mit den übrigen Staatsbürgern. Die Jüdischnatiönalen machen ihre Mitarbeit an der Laboratoriumshilfsaktion davon abhängig, daß der deutsch arische Hochsch'ulansschnß seinen Protest' zurückziehe und so den Beweis erbringe, daß er gewillt sei, feine künftigen politischen Kämpfe auf' rechtlicher Basiszu führen. Ein besonders energischer Deutscher meinte hierauf, daß man auch andere Mittel und Wege finden werde, u m den I u d e n. i h r G e Id a u ß a z u f e tz e n; von einer Zurückziehung des Protestes könne keine Rede sein, da die Juden nicht als glerchberechtigt angesehen «werden könnten. Nachdem noch einige Herren ziemlich belanglose Klagen über Miß'- stände An den einzelnen Laboratorien geführt hatten, wurde die Versammlung geschlossen. — Wir sind neugierig, ob die amerikanische Mission ein Schnorren deutschnationaler Antisemiten unter falscher Flagge gestatten 'wird. __ Ktnderfahrterr. Die Geschäftsstelle „Kinder ins Ausland" des Oesterreichischen JugendhilfswerMs teilt mit: In der nächsten Zeit werden folgende Kinderzüge Wien verlassen: Am 15. d. M. 500 Kinder aus Floridsdorf und Umgebung in das westfälische Industriegebiet zu Arbeitern, die eine .Einladung' an ihre Berufskollegen gerichtet haben. Am nächsten Tage, geht der Zug des Witwen- und Waisenfonds ab, der 500 Kinder.:nach Köln-Deutz bringt. Am selben Tage führsn die Postangestellteu Kinder ihrer Kollegen aus ganz Oesterreich, und zwar meist aus den Ländern in die Schweiz.- Ein anderer Schweizer Zug geht am 23. nach St. Gallien ab. Das uiederländtsche. Hilfskomitee bringt am 19. d. M. 550 Kinder über Passau nach'Holland. Am 20. d.M. kehren „Norwegen-Kinder" heim.. Bezüglich der England-Züge sei mitgeteilt, daß für den, voraussichtlich Mitte Juli .13. Juni lW _ /SkT499] ttiiv*- -h»«mi .. .«.i.'171-.m, vb'gtzhenden" Deal« Knaben von 6 bis Di' ünd Mäö'chW' von 6 . bis 15 .Jahren in Betracht kommen. AnfangÄj Juli werden H'ochschüler (bis 25 Jahre) nach iMhwedenU reifem : l ' w!...V * Dis Zeitimgspostorbmms - enthält viele tvefenk»! lichr Neuerungen, die auch, für'das Publikum, besonders für! diejenigen Leser, die ihre Zeitungen durch die Post be-s ziehen,. von großem Interesse sind. Die Vereinigung bei;; östcr-rcichischcil Tageszeitungen verlautbart hierüber folgendes^ „Nach D'e ü 1 j ch öfter reich werden die Tageszeitungen schvn>. 'von der nächsten Zeit, spätestens vom 1.-Juli an, ohne; Marren und auch, ohne-'Adressenan ihre Beziehern verschickt werden. Tie Zustellung der Zeitungen in Deutsch--! Österreich wird von den Postäintern auf G.rund von- Liste«:; vorgerromrnerr. werden, die sie von den Zeitungen erhalten.- Bestellungen und Zahlungen der Bezugsgebühren müssen, nach wie. vor an die Zeitungsverwaltung selbst gerichtet werden.. Damit die Zustellung der Matter ohne Störung; und rechtzeitig erfolgen könne, wird das Publikum dringendst:; gebe'te^, -die Bezugsgebühren möglich st rechtzeitig ein- , zusenden.' Vom 1. Juli an werden die Tageszeitungen' nach der Tschechoslowakei, nach Ungarn, Polen und Jugoslawien ohne ZeitungSmarke verschickt werden. Die Versand-; gebühren, -welche eine sehr bedeutende Erhöhung ev»> fahren, -werden von den Herausgebern. an die Post bae entrichtet - werden. — Die Papierstreifen, auf welchen die Adressen', gedruckt sind, werden nicht mehr auf Schleifen^; sondernauf das Blatt selbst geklebt werden. — Ab 1'. Juli sind Aufenth'altsvrränderungen, die sich nicht über eine Woche erstrecken, n ich t bei derr Zeitungsverwaltungen, sondern direkt bei dem ZustcllungSpostamt anzumelden. Dagegen wollen all« länger dauernden Aufenthaltsveränderungen nicht beim ZustellüngSpostaint, sondern direkt bei der betreffenden Zeitung^-- . verwält'u.icg. rechtzeitig angemeldet werden." , ■ Sitzungen im Rathaus. Der Stadtsenat hält DkenstaK um 10 .'Uhr, vormittags eine Sitzmrg ab. Der Gemeinderat tritt am Freitag um 4 Uhr nachmittags zu einer Sitzung, zusamruep., . ' >■ ©et Lahnverkchr. Von heute an wirb 'ftuf den Linierr^ der Eisenbahn Wien—Aspang und der Schneeberg- ' bahn a'nch an Sonntagen' der Personenverkehr in vollem' Umfäntz-'ausgenommen. — Vom 21. d. M. an wird zwischen. Budapest und Fehring eilt neuer Zug verkehren, der von Budapest-.(Ostbahnhof) um 9 Uhr 30. Mm. abends abgeht und in.Fehrmg um 12 Uhr 37 Min. nachmittags eintrifft. '-Der Gegenzug geht von Fehring um "ß Uhr abends ab uitb .trifft in Budapest (Ostbahnhof) um 9 Uhr 15 Min. morgens, ein. Der von Budapest (Ostbahnhof) um!7 Uhr .16 Min.. srüh abgehende Personenzug führt am 31. Junr direkte. Magen nach Lajtaujfaln, wo der Zug um 4 Uhr: nachmittags eintrifft. Der- Gegenzug von Lajtaujfalu geht um '5 Uhr. 30 Min. früh ab, und trifft in Budapest um 3 Uhr 40 Mn., nachmittags ein. » Die Gehaltsfardernngen der Konzipienten. Der für Aiontäg den 14. d. M., 4 Uhr nachmittags, einberufene Konzipiententag wird nicht im kleinen Festfaale, sonder im Hör-- saale 33"der Universität avgehalten werden. \ * Die Staatsbeamten nnd die Regiernngskrise. Ucber Emberusung des Zentralverbandes der deutschösterreichischen Staatsängestelltenverkinigung fand gestern nachmittags m der BolAwlle. des Rathauses eine massenhaft besuchte Staatsangestelltenversammlung sialt, auf deren Tagesordnung unter anderem, auch dre Frage der Besoldungsreform stand. Der Vorsitzende/Oberrrvident S ch i d l, führte aus: Bon jeder Regierung werden wir verlangen, daß sie in erhöhtem Maße unseren Forde- - tun gen Rechnung trägt, und gegen jede Regierung werden ww. eine Kampfesstcllung emnehmen, die uns das nicht emranmt,. ' was wir zur Lebensführung benötigen. Nach dem Borsitzmdrn, sprachen-rtoch mehrere Redner. .> * "Die Kohlenversorgnns- In den letzten Woche»'. konnten ww ein wenig aufatmen, befreit von der aller drückendsten ytot an Kohle, die mitunter alles Leben der Stadt und des Ländestillzulegen drohte. Die Kohlenzuschübe haben sich in der letzten Zeit 'so g e V.e f s e r t, daß die Aufrechterhaltuug wenigstens . eines eingeschränkten Betriebes der Bahnen, des Gas- und Elekirizitätswerkes nicht gefährdet erschien. Es sind freilich auch R ü ck.i ck 1 ä g e vorgekommcn und die Bahnen hatten zvm De^ spiel am Mittwoch äußerst geringe Einläufe. Die Kohlenlage ist auch n o ch n i ch t s o, daß sie, wenn schon die großen technischen Schwierigkeilen zu überwinden wären, eine Wiederaufnahme des S t a h,t bah nverkehrs gestattete- Das Wichtigste aber ist. daß!-es uns m diesem Sommer gelingt. Vorräte zu sammeln« die die schweren Krisen, die wir im vorigen Winter er-» lebten -und die sogar zur Einstellung des Straßenbahnverkehr- - fnhitcn,'verhlndern können. Und dazu reichen die Zuschüve noch ni ch ta u s. ' * ' Däs^ „ReichsPost".Derby. Das gestrige Mendblatt: der „Reichspost" präsentiert sich mit einer Karikatur des. Schmierers Z a s ch e, welche drei, aufgedonnerte Frauen semitischen Aussehens (Marke jüdische Chriftlichsoziale) im Aktionär- . raum des Rennplatzes zeigt, mit dem Text: „Wenn wir nicht: wären, 'hätten sich die Damenschneider das nix leisten können. Dafor'ist es ach unser .Derby." Bild und Text können aber -nicht darüber hinweglügen, daß das Rennen von den Christlichsozialen int Verein mit den Sozialdemokraten gegen den Jüduchnationaleir Stricker gerettet wurde. Wir gönnen diese Gesellschaft der „Reichspost" und Herrn Zasche. Vor 1 zwei Wochen für das Rennen, jetzt dagegen, das ist „Reichs-. post"?Frechheit. ■ , * Verteuerung der Paßvisa für Reisen in die Tsche'cho- Slowakei. / Seit einigen Tagen wurde von der tschecho- - flowakischen Paßstelle die Gebühr für die Ausstellung des tschechischen Visunls auf deutschösterreichischen Pässen, die bisher , 30 deütschösterreichische Kronen betrug, für Privatpersonen und Kaufleilte auf 231 Kronen erhöht. Nur Mindestbettnttelte zahlen - eine .'ermäßigte Gebühr von 17 tschechischen Kronen. . Diese enorme Erhöhung scheint eine Repressalie der tschcchi- , schen'.Regierung "zu bedeuten, da die deutschösterreichischen Paßstellen'für Einreisen nach Oesterreich 77 tschechische Kronen verlangend ' * Bestimmungen über die Erlangung italienischer Paß- Visa. Amtlich wird mitgeteilt: Bewerber um ein italienisches . Päßvisum. haben bei der Paßstelle, 4. Beg., Belvederegassd 9, - außer einem gültigem Reisepaß ein Sittenzeugnis, ferner - einen -F,vägebogcn (Richiesta), der bei der Konsulats-PatzsteÜe ' zur Ausgabe gelangt, vor^uweisen nnd hie Visumgebühr, dis ' gegentvär'trg 35 Lire beträgt, zu entrichten. Eine Befreiung von/der/Zahlung dieser Gebühr tritt unter Umständen ein,! wenn ein Armuts-nnchniS vorgewielpn werden igntu