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Wiener Morgenzeitung · 1920-06-12 · Heft 498 (12.6.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 498 (12.6.1920)
Date
1920-06-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr.r-498 Wien/ Sämstag Wiensv Morgerrzeitmig 12. Juni 1920' -Seite'5''^ > EingefendeL. Söillltä| den 13. Juni .1920, Va*1;ur ii.lionus, SpFIC^t Herr Rabbiner Scliaja Scbapira, Mitglied des Misrachi-Zontvalkevn>Uta»<iri W rsc.bmi. 'eolok«w a'uf feiner Reise .nach V'nHistnia einige Tage weilt, im L<- fetal deiV|liMseli{|w lc>e* Jcrael*'', ff.. Prnterstrasse 48/1 ij über': „yiv Aufgabe des retigiesein Judentums in dei» gegenwSt'tigen Zeit“» ' .. Cv 'ii s t o w i l 1 k' u m m e n! 8;t am Montag beim Zusammenstoß mit der Gendarmerie Nächst dein Murplatz erhalten hatte, gestorben. In dem genannten Spital liegen noch 7 Schwerverletzte und ein Leichtverwundeter. ' - Gestern, fanden: die Beerdigungen der Todesopfer der./hresigeN ' S.traßenunruhen 'statt.- Auf dem, Zentralfrietzhof chatten sich bei *30.000 Personen-eingefunden. Die Ruhe wurde nirgends gestört. " . Ftttch'lbareS AnZlück im Bergwerk oön Amrra. 173 Leichen. . TemeS'bar, ' IO. Juni. . .Auf der Grube »,'H st n.g.'.a r in" des der Staaiseisenhahngesellschast gehörenden Bergwerkes von Anina hat sich ein s ch w e r e s U n g l ü ch ereignet. .Das Dynamitdepot der Hrube, ist gerade ini Augenblicke, als die Arbeiter den Schacht verlassen wplltech . aus unbekannter Ursache in die. Lust geflogen. Bis jetzt wurden 173 Leich en ' g e b o. r g. e n. Außerdem wurden ,36. Bergleute, die schwöre., Vergiftungserschenmngen ausiveisen, ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand, ist sehr ernst. 20 Bergleute werden noch, vermißt. Es würde eine. Untersuchung chigelcitet,. ..... Gründung ein^s-Vereines dr BuKowinaer Juden in Wie«. " *' Mrr <'Sowttag' deck :6': Jmü' fand' eine von' einem vorbereitenden Konlitee -eiulwruscirc Besprechung von in Wien wohnenben Bttkowinaer.Juheu statt-, bei welcher nach Eröffnung.' der 'Versammlung . durch ..Herrn Jpsef 'S o it nen- . h.l n A 'der * Vertreter des Hukowinaer Jiibischen Äätionalrate3>. HerL'"Dri Markus Kr atu ev, düs- Referat erstattete. Der Mfereut konstatierte: mit Genugtuung, daßdie Anregung zum /Zusammenschluß, nicht Kirnt außen her, .sondern aus der Mittd ^der.. Buwüsinaer' selbst komme, und .gab auf Grund seiner Jnfornläli'ouen 'etmm Ueberb li ck über die - Verhältnisse der Butowrlulcr JÜdeii in Men, äuS d'ew>er -die Folgerungen ableitete, welche die Orgauisiernug begründen. Er konstatierte, daß eine große Anzahl von Familien an der Heimkehr wegen Mangels an Unterkünften.......in den.. ..Zerstörten 'Heimatsorten. behindert sei, Hatz''es'''aher''guch'''Mer' größeren Anzahl von'*FkülchMkgetl-^'fs'''h'Na nichts gelnstgen ist- Sie- Züsammenstellyng emes Mimkehre-rTransportes - bei' den kompetenten Stellen durchzusetzen.o. Es fei. ferner uptpendig, die Ansprüche der Zur Heimkehr bereiten Juden /bezüglich der a m er ikanisch eü.'-W ie'd'dr tf'ivfß au a ft ton Hitbei? Bukowinä und bei den-amerikanischen Inden anzumelben. 'Ebenso eine Unterstützung bei der Sicherung der Existenzen der seit Jahren, in Wieit wohnenden und die. österreichische Staatsbürgerschaft besitzenden WrioMiiäer Juden'zu erlckngen. 'Das'vorbereitende ZkönMee/.-Mlchöm.>dkt.-Dächickelt.der 'gakizischen Kommission ist. Aanerika rbekamit ist^-.VWl---.-tzvV auch .ejue . Vertretung. der Bukowinaer .Interessen erwartet, wird, schlage daher vor:> - ' '-M. wird' ein., prypisonschtzr Äussckstrh aüs Vertretern der Bk'kdtvinä'er Juden aller Bezirke eingesetzt, ' welcher binnen kurzer Frist einer / eiilzuberufenden 'Vollversammlung a ller- Bukowinaer . Juden. Vorschläge behufs Gründung eines - Vereistes her"B.u'kowi»Paer Istdest' in Wien zu uuterb'reiten hat. ''? '? ' Der Verein wird auf Grund-genauer-Fragebogen die Verhältnisse, Mp.- Bedürfnisse-, .der - Bukowinaer (Heimkehrende und österreichische Staatsbürger) sestsrellen und. zwecks. Einleitung der Wiederäuföauäkt'ion mit der' Laudesorganisatie-u Und dem B u k o w r n a er - B e r b a nb i n " Um'erika in direkte Verbindung treten. Dem Verein obliegt die Wahrung der wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder durch Förderung von Gewerbe it it b; Ha it d we r f-, 'Vorbereitung der A.u s.w a n der. u u g nach Palästina, Schaffting-von. .Getperbekrediten-ustv. Der. Verein wird auch sofort nach seiner Konstituierung alle notwendigen Schritte einleiten, - um-- den "Flüchtlingen, welche schon lange aufdie H e rnn leih r. warten» diese zu ermöglichen. Nach, .Au?r..eingehenden Diskussion .würben die Vorschläge des Referenten einstimniig angenommen. und nachstehende Herren in den vorbereitenden Ausschuß gewählt: .Rabbiner David F r ä n f e t (Nepolokrutz), Rabbiner Meier G o t t e sm a stn tRovoselihal, Josef - .Uo n neu 6 tu tit (Bojau), Litman Ko.lman(Wizuitzs, OskasP'r'^HuH'Ng'er'lHvrozineh), Wnkas - G-ruber (Gurähunwra),' Peißach Silberr ötb (Cernowitz) und Jakob^B u r.st st n (Pe.reD> - Herr Dr. Markus Krämer nimmt an den Arbeiten des Ausschusses als Beirat) teil. ' -!' Ep-, ergeht-an .'alle B u ko w ru ae.L I nH e n- (Männer Und Frauen) die Auffoxdemitg, ihre Adressen..sofort an Herrn Josef./So,n y.e u b l mit, IX., Berggasse^ 'Nr» schriftlich.. vekanni'zügehtzn, damit sie zur Vollversammlung' geladen lve-rden können. ° Ferner werden alle,-welche iw.'dIt Bstk oWinia sie i m ke hr e n w.o Ile n, .aufgLforder.t.,.,.jhre Adresse satnt Anzahl ihrer Fanitlieiimitglteder schriftlich an obenstehende Adresse. .bekamrtZugeben, da die H c i mk e h r.a ktioü erst nach Sichtung'der Anmeldungen eingeleitet werden kann. D'id -Reugründlmg berührt keinesfalls*' den Bestand der ünderen Bukowinaer Organisationen i" Wien und wird ein fallweises Iusantmenarheiten möglich uud erwünscht sein. Für das Natrsstlarmusemn in Jerusalem. V. Esten den Ufte. Ignaz'D -n s ch rr r'tz:^drknrs'Ta«r"..SulomS*Tanz" CDd* tzcmalde)^ ein^Brostze. Sächsischc§ 'Und Köpenhagrner Porzellan. Dr... Leon K-o-l -ß t. Porträt -eines RabtiinerZ «nd ein MendMohn-Rrlie^ ' Kurt Grün wald: Eine Plaleitr. Frau Fra n k:. David Woss „Selbsiporträt". Dr. R o b i n s o h n: Chanukkahlampe. Malerin R o s e n t h a l - H a t s ch e k: „SrU'siporü''''t", ^Eiste Blumes und ^Malenu" von Karl Bunzl. I. M a r i l e §: Estien Vorhang für ein; Thorahsiidc. Vritthuo. G o l d st c i n: Iehuda Ep st cm „Frau mit Kind im* schottischen Gewand". * ' Herr Pr-o.scffor Schatz '^uipfästgt 'iäMch 2 bis 3 Uhr nachmittags in der Wohnung des Malei.s K r e st i n, l., Concord aplatz ü. . -. - .. . . Jüdisch es. Elend. itt: Mals«. -' Gnierol Lenfant hat -Madame, Jeanne L.' R o j LüLhal. in- P cr. i s, der Pmßhentmdes jüdischen Waisen- und Pogromfürsorgewexkes für Ostgalizien iii Paris, einest Bericht über das Elendder jddischen -Kinder m Oftstalizran übermittelt, welchenr, das „Jüdische Pretzbureyti" tu. Paris folgende Stellen . cutnimmt: „Die. Stadt Lemberg bietet einen höchst trostlosen Anblick, gewisse Stadtteile sind völlig zerstört, Straßen nicht mehr'vorhanden, Hauptsächlich betrifft dies die jüdischen Gassen, in denen Brände gewütet haben und die einem'... Schutthaufen gleichen. Das Wohnung selen.d ist grauenhaft: In Löchern von höchstens vier bis sechs. Quadratmetern hausenöst zehn bis vierzehn Personen zusammengepfercht. Es gibt weder Betten noch..Stroh, alleliegen auf .den nackten Dielen. Kerne Küche, kerne Heizung und. wo man. einen bescheidenen Herd trifft, so wird ervon allen Hauseinwohnern benützt, um aus Brotrinden und Gemüseabfällen einen kärglichen Brei zu kochen, der mehr die Illusion einer Mahlzeit ist. Dementsprechend ist auch der Gesundheitszustand und - das Aussehen der unglücklichen Kinder. Es gibt ihrer ungefähr 8000. Man kann nicht mehr unterbringen als 1100, die übrigen 6900 sind gezwungen, die Schule abends zu verlassen, um., in ihren menschenunwürdigen Wohnungen zu schlafen. Dank den zufließenden Spenden können für jedes Kind sechs Kronen täglich ausgewendet werden. Was damit geleistet werden kann, läßt , sich denken, wenn man erwägt, daß ein Silo Brot 80 Kronen kostet. Es gibt ungefähr 12.000 Kriegs- und Pogromwaisen, die man Lberbaupt nicht versorgen kann, ohne den anderen Abtrag zu tun. ' In Tarnopol haben wir die P e r l s ch u l e, die Talmudfchule und die Schule der Frau Fleischmann besucht. Die Perlschule beberbergtz 600 Knaben und Mädchen, - zumeist Kriegsgefangenenkmder. In dieser Schule werden außerdem täglich 1500 frugale Mahlzeiten an städtische Waisenkinder verteilt. Die Talmudschule bat 260 Kinder aus orthodoxen Familien, fast alle haben kriegsgefan'gene Väter. Die Schule der Frau Fleischmann, ivelche in einigerinaßen besserem Stande ist. beherbergt 60 Kinder, ausschließlich Vollwaisen. ' Tarnopol und Zloczow sowie alle an der ehemaligen Front' gelegenen Orte, bieten einen noch jammervolleren Anblick als Lemberg. Die Kinder sind in Lumpen gekleidet und treiben sich . dM ganzen Tag auf der. Straße herum. Seife und Leinwand fehlt in Galizien aänzlich. Das Elend ist unbeschreiblich." Der Bericht führt auch die Prand- und Todesopfer des Lemberaer Pogroms.-nach genauen mit Nanten bezeichneten Angaben an. * Der Sw«? fm Fttm. Seit vielen Mon-Nen orveitet die HelioS-Fitw^ürrk mit einer Arntee von Htlssi*ä<tev. Sckiäuspielern. Tän.'/nnnen. Architekten,. . Mnlein «nd Dekomt'-uren cm der würdisien Auimachimn eines Films von dishw benvielloier Monnmentalität, der ( die Ruhmesm,d Leidensgeschichte des jndi'chen Volkes in Bercianoenheit. Gepenwmt und >'«kunft und den Trmmvh d-s Zionismus mm G"0'nstcmde bat. Dis vom Dramaturgen des Deulicheu Volkstheaters. H e i n r i ch G l ü ck s m a n n. verfaßte und von Direktor Otto Kreisler mustergültig msienierte Werk h--ißt „Theodor Hetzt, der Bennerträper des iüdischen Volkes." Die Titelflestalt stellt p orträt treu der bekannte Berliner Filmstar Ern st B a t h dar. Rudolf S ch i.l d? r a n t, der genialste Iudendarsteller, setzt seine Meisierschast in der Charakteristik an eine Re.he von das leidende Israel illustnerenden Typen, denen m ebenso vielen Figuren das ringende Israel geaenüber steht, krastvoll durch Joses Schildkrauts Schönheit und Veidewcha't verkörvert. Bäder, wie das Lebcn^yn Hofe König Davids, die Begrüßung der Makkabäer, den Miumphzug Bar Kochbas und d-.r Zukunitsphaniasien aus Jerusalem, hat wod! die Kinematograpie noch kaum geboten. Professor Joses S u l z e r hat unter Benutzung altjudtscher Motive eine herrliche Begleitmusik komponiert, die unter seiner Leitung be> der demnächst stattfindenden Preste-Vorsührung schon zn hören sein wird. . * Jüdische Volksschule. An der in Wien im Schnlrahre 1920/21 zu errichtenden jüdischen Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache gelangen drei Lehrerstellen zur Besetzung. Für Volksschulen gevrLste Bewerber wollen bis 30. d. M. Gesuche an das UnterrichtZamt des Jüdischen Nationalrate», I!., Taborstraße 20», zu richten. * Vom jüdischen. Venkgymnafinm. Am indischen Realgymnasium, Wien, I., 'Drahtgasse 4. gelangen mit Beginn des Schuljahres 1920/21 nachstehende Lchrerstellen zur Besetzung: 1. Für hebräische Sprache und Religion (14 Wochenstunden). 2. Für Latein. Deutsch (18 Wochenstundew. 3. Für Zeichnen (18 Sl'oehenstunden). Ferner ist eine TeilsMrlentur von st Latem- und 4 Deutschstunden (zusammen) zn vergMn. Gesuche geprüfter Bewerber, die das Probejahr abgelegt haben, sind bis 30. d. M. an die Direktion *zn richten. Persönliche Vorstellung erwünscht. * Wem gehört, die goldene Uhr samt KM«? Am 30.'v. M, wurde der 21jährige Hilfsarbeiter Alois O sak festgenommen, iveil er einem älteren Herrn in einern Straßenbahnzng der Linie 24 airf der Fahrt Gäilsehäufel—Praterstern eine goldene Uhr mit Doppelmantel samt schwerer Panzerkette gezogen hatte. Wem die Uhr gehört, ist bis jetzt .nicht bekannt. Sie erliegt beinr'Polizeikotumissariat Hernals. Der Geschädigte, ein Mann vorr etwa 70 Jahren, mit weißem Schnurr- und "Spitzbart, wird ersucht, sich dort zu melden. * Königlich rumänisches Kommisiariat. Die Ämtsräume des Königlich rumänisehen Kommissariats besinden sich von Samstag den 12. d. M. an in der Hofburg oberhalb der gewesenen Bn-gsi-rnptw-nh'e (Halbstock). m 31 (6 i n f tt “ Größte Auswahl! Billigste Preise! «La Lcoiiold Steinhart, Wim, l,Biberstraßt S. ----- 473/80 -- --- -- — rww.l'1' i' azsaaoarvmrt tcKe Werdertargasit Bedeutend vergrösserte, mit allem Komfort ausgestattete Lokalitäten. Rendezvous sämtlicher Zionisten. Klublokal der Hakoah. 412 RUDOLF GESUND, Caietier. * Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft. Gebet dem K r i e g s g e f a n g e n - I n s o r m a r o n s b u r e au dcZ Jüdischen R a t r o n a l r a t c s für Deulichosterreich.'!ß. Taborstraste 2tt a, »Nachricht über Eure in Krixgsgrs a n g e n s ch a f t zn'.ückgebllebenen Kameraden. Amtsstnnden - täglich lmit Ausnahme von Samstag und Sonntag nachmittag?') von 8 bis 12 und 3 bis 6 Uhr. *' Alassenversammlung der StaotSaugestellte«. Der llentralverband österreichischer Slaarsanarstelltenvtrkin'attngen hält heute uin f> llhr nachmittags in der Volkshalle des R'eueu Wiener Rathauses eine Masscnven'ammlung der S'taatlangestellte» ab. Tagesordnung: DieBesoldungsresorm, dteUcberstundengrdühre» und -d ieArbeitszeitvcrlängermm. * Verband der jüdischen Invalide« und Hei«» Kehrer in Wien. Bei Hochzeit Schädel-Noienblatt aesa««r11 durch' Frl. Renzelstein und L Neuseld für die iüdisckien Invalide» 1^ 36"!. moiür der Votft.md chuen herzlichen Dank sazt. Samstag den 19. b. M. ftnbct in Anton Kadrmanus tsaal* lolalrtäien zum goldenen Kreuz, II., Prater. AvsstellungSstraße (neben dem Lustipielth-ater) ein B o nt nt c v t e ft unter Mit* Wirkung hervorragender Kunstkraste mrt T-mzkranzchen statt. Karten im Bvrverkam: Im Verbandslokale, ll.. Obere Douam straßtz 6n/t,, Thraterknrtenbureau SteinschnL'.der, Franz Josefs- Kai.' Oida. II., Taborstraße 1. Cüe Wmklrr. ll.. Etnvrerstraße l, sowie bei allen Funktionären des Berbackdes. Der Reingewinn fließt der Aktion ^Wlederausban der Existenz der siidlschen Invaliden, Witwen und Waisen^ zu. Bau-imd Cisenbahuerkurs. Wegen der großen llahl der 'in* Palästina no!wer,dmm technischen Kr äste für das Bau- und Ei'rnbahnwesen erönnet das G e w e r besä r d e r u n a s a m t des Jüd'scheu Nationalrates für Deutsch-« öst-'rreich in nächster Zeit einen B a nnnd E r 1 e n d a b n e ri u v s. Lchterer wird sich sowohl mit den technischen als auch mit den Bei moltungsausgabin des Eckenbahnwewns beiasirn. An-- i'.ieldunaen täglich von 8- 12 vormittags »nd 3—6 Uhr nacbmittags (mit Ausnahme toit Samstag und Souwag! im Gerverbeiördermlgsamt des Jüdischen Nationalrates,. II., Taborstraße 20». , * Spenden. Für jüdische Blinde: Svste Pgndlcr, XX.. anläßlich Todestages ihreß Sohnes Bernhard - ll 30 —; I S t r a i m, ll 10.— (bisher ll 5260.-—). —Für i ü d r s ch e K r i e g s i n v a l i d e u n d H e i m k e h r e r. Bertq. und Gyna B y. r o n ll 16<\— (bisher ll 4622.—). Mensa academica. i u d a i o. a: I. StraiM K'lö.— tbisher 38.281.—). — Adv l i Stand-Stistnng: I. S t r a i m ll 10 — (tzlshrr ll 31.067.—). * „MeLallum Gold- — (mit dem Regenbogen) die g«t» bewährte TaschenlaMycnbalterie. Wiener Geweinderat. Die erste Sitzung nach der neuen Gemeinderesor«. Die gestrige Sitzung, .die erste nach der neuen Gemerndereform, stand bereits unter der Wirkung der neuen Verwaltungsreform und Geschäftsordnung. Es« gab keine Verlesung des Einlaufs, weil alle Anfragen und Interpellationen schriftlich eingebracht werden nrüjseu und auf demselben Züege erledigt werden. Sa konnte gleich in die Tagesordnung eingegangen werden. Auch.hier zeigte sich hie Wirkung der neuen Geschäftsordnung. welche eine große Zeitersparnis bedeutet'. Denn die meisten Geschüftsstücke - wurden stereits in den Ausschüssen erledigt und da sich zu ihnen kein Redner gemeldet hatte, wie der Vorsitzende enunzierte, so gelangteir nur ivenige Referate zur Behandlung'. Als erstes war das Referat des Berichterstatters Hackt über das ~ Ilebcreinkommen mit d?r Länoerdank > beziiglich der kaufmännischen Führung der Ho lzaufbringung. Das Abkommen soll auf folgender Grundlage abgeschlossen werden: Die Oesterreichische Länderbank wird den Ein- und Verkauf des nach de« bezüglichen Beschlüssen des Stadt- und Gemeinderates zur Versorgung der städtischen Bevölkerung z» beschaffenden Holzes nach kaufmännischen Grundsätzen als Bevollmächtigte der Gemeinde Wien in deren Namen und für deren Rechrrung besorgen. Die Bevollmächtigung erlischt mit 30. Juni 1920, verlängert sich jedoch stillschweigend um je ein weiteres Jahr, wenn sie nicht bis znnr vorausgehenden 31. Dezember durch einen der beiden Bertra^steile gekündigt wird.. . Die Oesterreichische Lärtderbank.wird der Gütnemöd über die als Bevollmächtigte geführten Geschäfte Rechnung legen. Die Rechnungslegung erfolgt .spätestens Ende Oktober jeden Jahres, beziehungsweise vier Monate nach Lösung des Vertragsverhältnisses. Die Gemeinde uimnrt zur Kenntnis, daß die-OestÄoreichische Länderbank für die Geschäftsführung Seine Entschädigung beansprucht, sondern nur ihre, wirklich en Selbstkosten vergütet erhält. Der Referent Lesürwortete die Annahme des Ueber- «inkochnrens, indem er in beweglichen Worten aus die Holznot der Gemeinde hiuwies. Nach einer längeren Debatte, in der die Christlichsozialen gegen das liebereinkomuren sprachen, wurde der Antrag angenommen. Unter weiblichem Vorsitz. Hierauf übernahm Genreinderätin Amalie Seidl» si'bbast begrüßt, den Vorun, d>'n bis da bin Viz>'.bürger--

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