Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 485 (30.5.1920)
- Date
- 1920-05-30
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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... « ......— <« Sir; 485 Men, Sonntag Wiener MorgettAefturiA 30. Mai 1020 Seite"?; .*1 Eineinhalb Millionen kjriißt fttzt der eventuell tzronte.Hauvtftesfer der III. Klasjenlattefte, die mir ganz bedeutend ßrömren ' Treffern ’ nuSgcnoltet wurde. Zur Ziehung I; Klasse eyMehlt die bekannte G l ü ck st c l l e A b o l s G a e d i ck e L VA:. Wen. l., Kranz Iosefskai 47, % Los K 72.-, J/2 K 36.—, VfX'l8.—^V* K 9*—. V ereinsnachrichLen. •^Sf-tt-ge;Ttt;b ö-er et« A'h a w a t h Zio n, Wien, Uhr nachmttlags im Prater, 'Häuptallee 10, großes o'l k.'S f e st.' Näheres siehe I n s e r « V — Z e t ,r t M i sra ch U'5 Uhonachmittags Aasschußsitzung im Lokal des Jischub Lrez Israel, II.. Pratrrstraße' 43/ 11/11, -To u r'i st e n- ) e k t r o« Volksbiblio t h ek Zi o.n, U., Glocken-- öaffeLO. Heute,'2 Uhr nachmittags-, A u § f l u g. Abmarsch Mkmch vom Vere'inslokal.' Der Sportklub bringt htemn zur Kenntnis, dbß'in '-Kürze ein Vereins o r ch e st e r gegründet wird. -Interessenten mögen Namen;und Adressen bekanntgebcn. — V e r e r n E r e z I s r a e I, Wi e n, II., Prater Hauptallee 10. Heute, Vs3 Uhr nachmittags, gemeinsamer Ausflua der Mitglieder »ach Salmannsdorf. Treffpunkt 2 bis V--3 Uhr Schotten-!or^-r- Iu-gendgrup p e de r z-i o u ni i s ch e'.n* B c- »r rk s s ektion l. Montag? den L1.d. M. spricht. Herr vc e.b'e n z a h l über die Bedeutung'' der Kultuswablen für bie jüdische Jugend.' Dom-Casd, I., -Singttstraße 10, um V,8 Uhr. -- ß e re inigun g d e e-A n g e h o rtt g enKri-segszesangener in I r b i t-O m s k. 'Donnerstag den?. Auni-um V^' Uhr nachmittaas im Anatomischen Institut, IX., Währing,erstraße, Hörsaal des Staats'ctteiärs Professor Tandler, rlngkhörigenvrrsammluttg. Gäste willkommen. SteuerfragtzKastett. A*eiwillige Abfertigungen. Wenn einem Angestellten tnläßllch seines Austrittes eine Abfertigung, auf welche er keinen rechtlichen Anspruch besitztgegeben wird, so hat er von der Absertigungssurnme keine Elnkommenstener zu entrichten. -- Per- Spekulationsgeschäften. Wcun bei Spekulationsgeschmten auch kein Gewinn erzielt wird, sondern nur ein Verlust erwachst, kann dieser, von dem übrigen Einkommen abgezogen werden, und,gelangt nickt zur Besteuerung. — Ablehnung der Vüchervorlage. Im Falle ein Steuerpflichtiger die Bücher- Vorlage ablehnt mit der Begründung, daß er damit das GeschäftZ- ^rheimnis wahren will, ist.die Steuerbehörde berechtigt, über die »assipn, hinweg mit Schätzung des'Einkommens vorzugehen. — Anbietung einrs' Zeugenbeweises. Wird dem Steuer-- dflichfigen seitens... der. Behörde . ein Vorhalt. gemacht., mtb bietet »er Kteuervfllchtige M Erhärtung seines Bekenntnisses einen ZeUgrnbcwD an, so ist dieser zu, beachten. Briefkasten -er Redaktion. Jehudi. Besten,Dank! Leider nicht geeignet. — «Leben »nd Sterben für Zion". Diese niedrige Art der Propaganda ist Ms bekannt. . . , . Die Ernährung. Der Marktbericht. Reichliches Angebot. — Weitere Preisrückgänge bei vollkommen erschöpfter Kaufkraft. Auf allen Wiener Märkten war gestern das Angebot, so reichlichdaß' dip mit 'Lebensmitteln «»gefüllten Vcrkaufsstände rmd d'ie freundlichen'Einladungen der Verkäufer an das Publikum, die mall allenthalben hören konnte,' annormätt Zeiten erinnerten. Doch 'läßt sich-nn allgemeinen sagen, daß die . K a n f k r. a f t d e r -B ev ö l k e r ü.n g n/ick't. u r 'durch das Mo-ttatscnde ' vollkommen erschöpft-ist, s o u^d'e'r'-n daß t r v.tz d e r f.a'st'b e itä'l l'e n'Ar tikeln ringet re t.e neu' P re i.s he r a Hs e.tz #'xi ge n di e Preise noch immer viel ^n hoch s im d u n d i» f o'l ged c ff e n 5 ‘t e unsre t w i l l i g e Zur ii chbal't'üng d er ' K ä ü f'e r-a ü'ch 'weiter tu Erscheinung tritt. '''' '* ■; In der Großmarkthalle waren alle Sorten von Fleisch'in mehr, als ausnichenden Mengen erhältlich. Trotz der sogencküntm billigen Ueischwoche war aber der Absatz schleppend. Zubußenflcisch, dessen Qualität bdn den KLüsern' bemängelt wurde/'.fand wegen des zu hohen Preises bon X 1OV—pro Kilogramm-Wenig Anklang. ' Knochenloses gefrorenes Rindfleisch war imt K 56.— zu baden, holländisches 'gefrorenes Kalbfleisch, das in der vorigen Woche noch mit K 96.— an Gastwirte abgegeben -.-wurde, ist a-u f,K 56.— b e r ü ii t e r g gang e n. Gesrortne Kaninchen notierten X-'56.—. - Besonders-groß war daS Angebot an Kitzlleisch, .das brs X-M— pro ^Kilogramm fiel. Gänsefett war mit'X 230.— pro Kilogramm angeschriebrn, fand jedoch keine Abnehmer. , Der Gcflügelmarkt. verfügte über wenige Gänse zu X 150- — das Kilogramm, Suppenhühner zu X 125.— und steirische. PoulardS zu X 190.—. - , * , Auch auf dem F i.f ch m a r k t e. -waren P r e i s r ü ck- S L n fl.V von. X io.— bis X 15.— pro Kilogramm,^eingetre!en. Neusiedler'..-Karpfenkosteten X 42.—, Scheiden ermäßigten sich gleichfalls auf X 100-—, Brachsen auf X 45-—, Barben aus K 60.— und Weißfische auf X 50.— pro.-Kilogramm. Die Grün w a.r.e n m ä x k t e, waren^ bespnderS reich beschickt. Vorherrschend tvar überall Salat, der um jeden Preis losgeschlagen wird. Aber auch die Zufuhren^ anderer Artikel waren günstig ausgefallen. Italienische ^Kartoffeln waren - nm 5 Krollen pro Kilogramm nicht anbcinglich. Makoer .'Zwiebel wurde im Detailverkauf auf 8 Kronen pro Kilogramm herabgesetzt 'lind auch der neapolitanische Ztv'.ebel mußte unter ' dem «ormale» Preise zu 9 Kronen pro Kilogramm abgesctzt werden. Auch in Karfiol und Spargel machte fick hie rückläufige Bewegung: scr Preise bemerkbar, Aufdem-Naschmarkt warm gestern auch 4800 Kilogramm g r ü. n e E rbs e n in Schoten, deren Qualität als sehr gut bezeechnet wurde, äeilgeboten. sie wurde« im Detailverkauf mit X 14.70 abgegeben. Dieser'Preis wird jedoch' schon in den nächsten Tagen eine Herabsetzung erfahren» da größere. Sendungen aus Ungarn-unterwegs sind. Das Angebot an. E r e r n.. ist noch immer, groß.' Doch, sinden die Eier wenig Anklang. - An manchen Stellen wurden Fleckeier zu X 1.50 das Stück ängebotm. Der O b st m a r! t war nur mit Ananaserdbeeren versorgt. Kirschenwerden erwartet. Die Marktamtsdireltron macht, nachdrücklich' darauf' aufmerksam, daß der Höchstpreis für "Kirschen K 12.— im Detailverkauf beträgt. Da größere' Kirschensrlldungen aus dem Alföld angezeigt sind und in den-allernächsten Tagen tu Wien, ein treffen, tft mit einem be de ü he n-d Mt P r e i sr ü ck g a n g zu rechnen. Die Bevölkerung» welche die Möglichkeit hat, dieses'Obst rinzusieden,' wird auf die"zü erwartenden Preisrückgänge aufmerksam gemachtsie late im eigene,! Interesse gut. daran, die Preise jetzt nicht zu überzahlen. Auch wird , darauf verwiesen, daß Ananaserdbeeren im Detailoerkaus höchstens mit X 4.50'pro 10 Dekagramm verkauft werden .,dürfen und daß auch diese im Preise fallen werden. Möbel. Richard Goldstern. V«,Kaiserstr.45. 2-6 Uhr W. I. W. . Moutäfl,-von 9 bis 11 Uhr Uebernahme. und AnLsolgung der Schuhreparatureu. Unsere Mitglieder/ die auch der zweiten Konlümentenorganisälion üngehören „und dort noch nicht eingekauft haben, können dort, ihre Elnkänse auch in der nächsten Woche besorgen. ' . ' ' ‘ ’y. -■ t , : Zewiverba. Baut 30. d. bis 5. Juni: Lebensmittelabgabestellen: Ausgabe in.den Verkaufsräumen kuudgeittächt. — Textilwarenaügabcstelle: Neu: Damm- und Mädchmhemdm. grauer Stoff für. Dämm- und Mädchenlleidrr. Außerdem die. Restoestände der Vorwoche. ,_ Festsetzung der Kirschenpveise. Das Marktamt gibt bekannt, daß für Kirschen,' gleichgültig ob in- oder ausländischer Herkunll, eine einheitliche Preisfestsetzung vorgenommm wurde. Die Kle'.nhandelsprsije wurden wie folgt festgesetzt: Auf den Märkten X 12.— pro Kilogramm außerhalb, der Märkte und in Geschäften X 13.—'pro 'K il-o'g r.a m m. Ueberschreilungen dieser Preise wollen bei der Marklsamtsdireftton oder, in dm BrzirlSabtrilungen des Marktamles zur Anzeige gebracht werden. l - ■ Die Einsammlung dev Lindenblüte«. Der in diesem Jahre vorhandene, überaus reiche Blürmanlatz der Lindenbäume legt cs nahe, auf deren Nutzung nicht zu verzichten, sondern die Lmdenblüten, wenn sie voll erblüht sind, nut, den Flügelblättcrn zu sarnmeln und forgfältig im Schatten zu trocknen. Die Hauptsammelsteüe beim österrcichlschen Staatsamte für Bottsernährung bezahlt für trockene, tadellose Lindenblüten 'bis zu X 30.— für ein Kilogramm. I n Wien f t n b 11' b t c 11 c b ernahme derWare III., Renn w e g 12 statt. . „Stafa", SLaatSangestellLen-Fürsorgeatrstalt. reg. G. m. b. H. Die diesjährige ordentliche Generalversammluug findet Donnerstag den 17. Juni. 5 Uhr nachnntlags. tm Saale des Ingenieur- und Archttektenvcreines, l., Eschenbachgasse 9, statt. Lin jüdlsZrer LLttenrommr Znkob Fing ermann Wenscben LmAbgrund Roman :: Preis gebunden 12 wnrk Lwei Mrte.ile: « . . . Und wenn man das Buch in fiebernder Hast Seile um Seite gespannt bis zum letzten Schlnsipunkt durchflogen hat, muß man gestehen: Eindringlicher kann keine predigt lein als diese Höllenfahrt. / Ein Dante kLitnte keine erschütternderen Töne, ein Breughel (keine schreienderen Larben finden. . . / Umso strahlender heben sich' von diesem Hitrtergrunde die Gestalten ab, die in wurzelstarkem Festhalten an alrjüdischer Sittenceitthett von dem Schmutz der llntgebung unberührt geblieben sind ... / Und so wehr ein Hauch der Versöhnung auch über dem Abgrund, in den Fingern,atm .uns Einblick eröffnet mit einer Runst, die uns erschaudern läßt,, deren Meisterschaft wir aber, volle Bewundenmg zollen.^ Dr. Max Grunwald Die Wahrheit") „Eine soziale Note ist in der Darstellung Fingermanns, ettvas von bitterer Anklage . . / Ein interessantes Zeitdokument von mancherlei schöitetl literarischen (Qualitäten, das unsere Teilnahme bis zuletzt wachzuhalten versteht." Hermann Menkes („Neues Wiener Iournal") 1lr.LöwltverlagMienI..NeWmarktl KoMNMAKleS. Drei Gemeinderatssitzungen an einem Tage. Die Wahl der Verwaltungsgruppcn und der Btzebürgermeister nach dem geänderten Gemeindestatut. Dienstag den 1. Juni tritt der Gemeinderat um 3 Uhr nachmittags zu einer Sitzung zusammen, um auf Grund der an diesem Tage in Kraft tretenden Aenderungen des Gemeindestatuts imd der Gemeindewahlordnung für die Stadt Wien die W a h l der Stadträte und der Mitglieder der G e m e i n d e r a t sa u s s ch ü s s e für die einzelnen Verwaltungsgruppen vorzunehmen. In einer an demselben Tage um 5 Uhr nachmittags an^ beraumten Sitzung des Gemeinderates werden die V i z 'a b ii r g e r m e st e r gewählt sowie die mntsführenden Stadträte bestimmt. Jene Mitglieder des Gemeinderatcs, die nicht bei dieser Sitzung erscheinen oder sich vor Beendigung der Wahlhandlung entfernen, ohne ihr Ausbleiben oder ihre Entfernung durch hinreichende Gründe zu entschuldigen, werden »ach § 68 der geänderten Gemeiudewahlordnung i h r e § A m t e s v e r! u st i g. An diese zwei Sitzungen wird sich eine Geschäftssitzung des Gemeinderates anschließcn. Fahvpkeiöbegütrstigungen für Kindctfnrsorgez,wecke auf-der Strntzenbahn. Der Stadtrat hat aüf Grund eines Berichtes der Straßenbabndtrektton beschlossen, für die Zwecke der Kinderfürsorge tm Jahre 1920 insgesamt 250.000 Einzelfahrscheine Hi» gültig zur Hin- und Rückfahrt auf allen Linien einschließlich' der, Soudertarifstrecken, für die entgeltliche Abgabe an das Jugendanll zu, bewilligen. Mit diesen Fahrscheinen dürfen nur befnrsorgte Kinder bis zu erneut Alter von 18 Jahren, nicht aber Fürsorgepersonen, Pfiegrrinnen, Kindergärtnerinnen usw. befördert werden. Die Austetlung der genannten Höchstzahl von Fahrscheinen hat das städtische' Jugendamt vvrztmehmrn. inillfliitm! Größte Auswahl; A Billigste Preise! _ 6-10 Leopold Stciilhart, Wien, I„ Biberstraße 9. —... 473/80 ------ . ,1 HOTREPARATDR-AHSTALT ä' Panama, Girardihöle tmd allerhand Hatreparaturen werden nach neuesior Mode . . prompt nnd liillixst modernisiert XVLU., VfLdrinZesr 6-ürtsl 81 und VJX., Blarlahllfaratrasae 86 Literatur u. Wissenschaft. Die Entftehuttg des Talmuds. Von Dr. S.Fnnk. Zweite,' - neubcarbeitete Auflage. (Sammlung Göschen.) Berlin, und Leipzig, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger, 1919. i; Die kleine Schrift Dr.- Funks, die jetzt in. zweiter, nen-- bearbeiteter Auflage vorliegt, enthält eine gedrängte, abec, übersichtliche Darstellung von der Entstehung des Talmuds, dieleS grandiosen Schriftdenkmals, das eine sünsdundertjährige ununterbrochene jüdisch-geistige Arbeit repräsentiert. Der Verfasser verfolgt die geschichtliche Entwicklung der mündlichen Ueberlieferung von der vormosaischen Zeit, also von den Uranfängen des israelitischen Volkes, bis zunr Abschluß des jerusalemischen und, des babhlomfchen Talmuds ,und darüber Hinaus bis zu den großen Talmuds schulen in Italien, Deutschland und Nordfrankceich. Er zeigt «nS> wie sich das mündliche Gesetz im Lause der Jahrtausende zu einer Lebenslehre entwickelte, die das ganze Leben von der Wiege bis zum Grabe mit Gesetzen umspanntr. Die Schrift ist in klarer, leichtsaßlicher Sprache abgefaßt und wird auch de»! Laien, der sich m den verichlunginen Pfaden des Talmuds nichts, auskennt,. über die hohe Bedeutung dieses merkwürdigen Äöerkcsi belehren. — » — Pilgerreise der Actheria (oder Sylvia) von Aquitanien nachi^ Jerusalem und den heiligen, Stätten. (Vom Jahre 385 nach Christi.) Ins Deutsche übersetzt und mit Einleitung^ und Anmerkungen versehen von Dr. Hermann Richters Essen. G. D. Baedekeer, Verlagsbuchhandlung, 1919. ' i Die Zahllosen Pilgerreise», die besonders im ersten? Jahrtausend christlicher Zeitrechnung nach den heuigen. Stätten unternommen worden sind, wurden manchmal auch' schriftlich ausgezeichnet. Sie bieten darum wertvolle Details,' für die jeweiligen. Zustände urtd die Geschichte Palästinas^ Leider sind nur ganz tvcnigc dieser Quellen auf ihrer Glaub-' toürdigleit utrtersucht rmd zur Darstellung der palästinensischen Gesckichte ausgcnützt worden, was.bei den spärlichem Nachrichten aus orientalischen, besondersarabischen Schrift-' werken , von hoher Bedeutung wäre;, nicht einmal die aus-, führlichen KreuZzugSberichte der ' KreuZ-zügler haben' bisher? eine ausreichende Verwertung gefunden.^ Die uns vorliegendes „Pilgerreise" aber ist so arm an gegenständlichen SchilderuN» gen, daß die Klrchcnhistoriker keine genügenden Anhaltspunkiel, über: die Keit der SUifaffuim urtb inotir für. die Verfon deN Verfasserin finden können, so daß die' Angaben'' des - TiieM nur hypothetische Bedeutung besitzen. Zu der uns so wichtiges Frage nach Verbleib, und Schicksal der Juden Palästtnäs unl^ der Nachbarländer erfahren wir gar nichts, so daß der: historische Wert dieser Schrift, von der schon ttebersetzungerr-, ins Englische und Russische vorliegen, lediglich auf der- Schilderung des kirchlichen und christlichen Lebens im vorderen Orient des vierten oder fünften JahrhuirdertS beruht.' Auch,' die lokalhistorischen utld topographischen Bemerkungen etwas über die Sinai-Halbinsel erweitern unsere geringem Kentniffe nur wenig. W.'Stein. --i „Der Jude", die bekannte, von Martin Bubetj herausgegebene Vlonatsschrift, soll im neuen Jahrgang, dem fünften, eine weitgehende Umqesiaktmtg und Erweiterung erfahret Der Umfang der einzelnen Heite soll stark vergrößert werden^ wodurch sür -eme U m s ck a u Raum gewonnen werden soll, t« welcher unter anderen die folgenden Rubriken ständig vertreten sein sollen: Polittt. Zionismus und nationale Bewegung, Arbeiterbewegung, Sozialismus, Emigration, Kolonisation, Jugend-/ bewegung, religiöses Leben, Erziehung, ständige Berichte , von; jüdischem Leben. Literatur usw. — „Der I u d t*,. der vom April 1920 ab ün I ü d r f ch e n B e r l a g, B r r l r n. erschemtt wird somit , die führende Stellung, die er bisher errungen hat^ in seinem neuen Jahrgang nicht nur behaupten, sondern er wird sicherlich auch außerhalb des deutschen Sprachgebietes z« der repräsentativen Zeitschrift des Judentums werden und sich damit einen internationalen Rang sichern. Abonnemmipreis für Oesterreich vierteljährig X 40. Bühne und Kunst. Meifteraufführungerr Wiener Musik«. Aus Anlaß der Meisteraufführungm Wiener Musik v«r--j anstalket die H o s b i b l i o t h e k in ihrem Prunksaale eine Ausstellung hervorragender mnsik- und theütergeschichtllchen Kostbarkeiten, die in zwei Teile zerfällt, deren erster die erste» zwei Abschnitte und den Kuppelraum des Saales füllt. Die hiev ausgestellten Hands chriften und Druckwerke um-> fassen: 1. Geschichte dev Notenschrift. 2. Geschichte des, Notendruckes. 3. Kirchenmttsik der neueren Zeit. 4. Weltliche und Instrumentalmusik. 5. Musiktheorie. 6. Antographet,. 7. Geschichte' der Oper. ' : Die beiden letzten Raumabschnitte des Ausstellungssaales sind dem Theater gewidmet, mit dem Untertitel: Regreß Zeremoniell, Inszenierung bei Schaustellungen aller Art. Ausgestellt sind: Turniere, Festzüge und Feste, Barocktheater Le« 17. .Jahrhunderts, Bühne des 18. Jahrhunderts, Rokokofeste, die Ansläuser des Barocktheaters bis zum alten Burgtheater und Koftümgeschichtliches. Die Ansftellung ist täglich ab i. Juni von