Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 479 (23.5.1920)
- Date
- 1920-05-23
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. M '' .. ' Men, Smmtag ' WLstrer Moxge«zerLttns * 3$0tt beit städtische» SommeeLLdern. Äußerndem - j^reitS eröffneten Bad am G a ns e h ci u fei, sind .nachsehende Sommerbäder in Beirieb : Die S t r o m b ä - e r m Dynaukanal, die Strandbäder Alte Donau-Stad lau md As per n, das Strom-, LustundSoüneub-d Küchelt.u und das.. Voll- und Schwimmbad in Hütteld o r f. L>as.Strandbad S' t a d 1 a u. .das, m Stadlau nächst den lfapoleon-Schanzett gelegen ist', wurde zu einem Familien-. Kt d aüsgestaltet .uud wird sich.infolge seiner ruhigen Läge als' ^omyrerWcheers.atz besonders eignen. f „Metallnm Gold" — (mit deM Regenbogen) die gutirwährte'Taschrnlamvenbatterie. * Aufnahmsprüfung 1920. Um schwächeren Schülern ' md später Angemeldeten noch Gelegenheit zum Besuch tes Bor- »ereitnngSkursks zu geben, hat die Leitung der .Vereine Wiener kluterrichtskurse die Eröffnung eines vierwöchigen beschleunigten karLllelkursesb'eschlöffen.Ebertsy-werden dftIrüfungsvorbereitungen Lr höhere Klassen ^in Ferienkursen' stattsinden. — Wir lenken - die Uusmerksamkeit unsör« .Leser unter. Hinweis...aus -die bewährte pädagogische Leitung auf die-betreffende Anzeige in'ünsrrer heutigen Kumme,x, aus welcher Mes Nähere zu-emnehmen ist. * Habe« Sie alte falsche Zöhne? Hiesür hochsie Vreisr, auch für Platin. Gold, Silber, zahlt Spezialist Braunst e i n.- Wre», '^ Weihburggaffe '18, II. Gtiege, Tür'S. * Wer «ragt^ gewinnt -durch "Beteiligung an' der Ul. österreichischen Klaffeulotteriet Ziehung schon 15. Juni. Alle Gewinne würden ' bedeutend erhöht. Eventueller Haupttreffer 8/ 1.ÄA1.V60 bar ohne Abzug.Beftellmigen perPöst an -Ludwig Friedmans Wie», I., SalzgrieZ 12/ worauf Origmaltose, Spielplan und Erlagschein eingesendet werden. Lospreis und Maui- -ulation: »/« 9, lU 18, Vs S6/.?/t 8o§?2, K.. . * „Vadetrrkots" in jeder Größe bei Jakob. G e l l e s, Spezialist'für Strumpf- und Wirkwaren,!., Itotgasie 1 (Ankerhof), Telephou 19310. Möbel.- Mchard Goldstein, Vl!., Kaiserstr. 45. 2—tz Uhr Soeben erschienen: JAKOB FINGERMANN ROMAN Sreis gebunden 91t. 12— Zu beziehen durch alle ^Buchhandlungen R. LÖWIT YERLÄC-, HER, L FleistoarM 1 ' •; Der Marktbericht. : .^bip basiere BeschiLMg der LckmZmittelMrlte hat. auch zu de« Feiertage» ängehalten, döch.lonvieMan.iw.' allgemeinen;he-, kbachtep,. . daß'.iüfolgd. -der..horrenden.Prchife-der Verkaufgewifscr Arttkel. nur.schleppend vor sich ging. Der Massenandrang, der sonst, .vor. de« Feiertagen .auf. .den Märkten..zu herrschen pflegte.' fehlt-,- was. in erster..Lime auf 'die e r s ch ö P f t e K,a ü ff'r a f t ib er. B r-v ö lkerung zurückzuführen ist. > ' - -rSysolge des reichen Angebotes auf den G r L n.w.a 0 «». markten mußten die Preise für manche Maren weiter herabgesetzt werden. Kartoffeln waren ouf dom Nafch- 7Krlötzramm rangeboten, stlnden aber selbst zu diesrsti''Preis-- kinmdkißendew ^Absatz. -Mit- Sa l a t' sind"' die- MLfMMittW..WMSiv'emi«t.-^'SchSsiek^'MeufiÄker - Grundsalat wurhd ÄU-Li -Itz.— pro Nagel (30 Stück)'verkauft, mindere Ware stellke-'M Preise'- niedriger. Spin a t, .der bereits in geringeren Mengen auf die-Märkte kommt, mußte teilweise gleichfalls' billiger ahgegeben' werden. Im Durchschnitt notiert Stingelspmat '- %' 300'' pro Kilogramm, Bläkterfpmat ll 5.— Auf-Men MärktenWaren- E i e r i rt a mH e ich cn b c n M in der GrößüKkthällef wo der StstckpreiS''betrugwar' der-Absatz., etwas.'lebhastev,^ auf de»! übrigen Märkten'fänden sie zu K' li&O schwächeren Zusprüch Obstmsuhren fehlten gestern gänzlich, doch sind'nngarische Kirschen fuvWim unterwegs,-:- - > - Der t^ e f l ü g e l.-m a r k t verfügte, über etliche-'Gänse. Euien. .Jadiyns.-.die Mt-L 159 pro:, Kilogramm vertäust wurden, rss Hühyey-WlograMwpfeis.^. 18S) und.280 .steirische Poulards,^ dw trotz:'des.hohen Preises, von K 190 .-bis L 200 pro Kilo-' Srawm sehr rasch abgingen, - . . . Die BrotlUtfc Mehlversorarrrrg ur Äer Woche vvn- 23. bis 2S. Mai. 1920. : Amtlich wird verlauthart: Inder.Woche vom 23, bis tK«wird-.'m-'-Wien' die-in-den letzten Wochen..Wiche-Brot--. ratip» sowie dre.volle Mehlguote von V- Kilogramm. Kochmehl onstzegeben. > AusgabsvortKottderrsmNch. Bom Stäatsämte sür Bolksernährung wird verlautbart: Zur 'Berbesserung der Milchversorgung der Kinder in Wien wird stir dje am 23. b; M. endigende Ausgabeperiode aus' den" zur Verfügung stehenden- Mtlchkonservenrationen , in der Zeit von A3.'d:'M.' bis 5:'-Juni die Kinder vom volleudeteu ersten bis MM vollendeten Lebensjahre Kondensmilch abgegeben. V '. ^Jedes Kind vom' ersten- Lis^-zum vollendeten zwesien.Lebensfahre-erhalt drei, jedes Kind vom zweiten" bis zum vollendeten' sechsten Lebensjahre-, eine Dose Kondensmilch zugewiesen.: Zur' Ausgabe gelangt ausschließlich gezuckerte Kondensmilch. Der Preis beträgt 'sür.Mindestbemittelte und die mit der Zusätzkarte'fürMbeits- ^sebeteilten Arbeitslosen K lb pro Döse/ sür die übrigen 'Bezugsberechtigten L 15 pro Döse. - ' ' ' ' ^Marsarr»e.aK'sabe. Bom 23. bis 29. d. M. werden *Bci‘ den städtischen Schweinefettabgabestellen für bie Peis on 12 Dekagranilu M a r g a,r r n i Km Preise Don. K-12’72! gegen AbüeMiuNg des "-Abschnittes Nr. 193 und der beiden Abschnitte Nr. 193 für nrchtrahoniertes Fett der Fetrfarte ausgegeben. ' . .. ' Petroleum-- rnrp Kerzenausgave. Dom 25. Mai brs 3, Juni werden an die Besitzer der Karten für Hans- und Stiegenbeleuchtung wöchentlich '/g Liter Petroleum auf. die Karten-für finstere Wohnungen und'.Küchen und.wöchentlich zwei:Kerzen Mt Gewichte zu je V» ^8 ausgegeben. Die Preise sind dieselben.. ZewivbrbL. Bom 23. bis 29. d. M. Kathreiner -Mölzkaffce pro^.Paket'' L 11.4Ü. Textilwarevabgabestelle: .Arbeitsmäiücl. Herren-Molinohemd'en, Herren-Lelbchen, Herren-Molinc-Unie!:- hosen, HerrcN-Handschuhe^ 5eiiiderkappen. Chiffon, S'ervictteu', Handtücher - und Zwirn. Äußer dem die bereits siiudgcmacliten Artlke1.'.'Abgabe ab Mittwoch und nach Maßgabe der Bor rate. Die"Brennstoffab'gäbe wird 'm "der bereits verlambarler Weise sortis etzt. ' Literatur A.WiffeKschaft. Jakob Wofsermann. D i e P r i n - e s s i n G r r n a r a.. 'Weltspiel und Legende, 1919 (Ed. -Strache, Verlag, Wien). DaZbereits -einmal (als Nomanausilang)' verwendete indlsche -Motiv der Hingabe am sicst selbst, durch welche alles Unvollendet-Körperliche abgestreift und so. zur höchsten Vollendung ' geführt wird, -hat- Wassermann diesmal 'zu einem'Spiel verarbeitet/- - zunächst gespiegelt -iv/ der-'/weltlichen .Unsichdrheit und' Unzulänglichkeit alles.. körperlichetr Schäuensin dem Zanders' das- Leben ^vndanders^-'chcr Leib" ist. . Dann-.in ' dervom' 'Weltspiel losgelösten: Wandlung -der. Prinzessin Giruara - aus dem Elend s ihres Abscheuleibes in die Wunder der 'Schönheit^ da 'sie .Buddha sucht und ihr Leiden liebt.- „Des 'Beseligten Gemütwird -einig/.. -* .Die Fassung,' welche Wassermann dem LLgendensioff gab,'- -ist - überlünstelt und ntit vielsageuwollenden Gestaltungen erfüllt, welche -daZ ver-' dunkeln, was in der indrsch'en-Legende cklar und deutlich äst. Hier , wird aber ausgedeütet und der Rhythmus der ewigen Weltvolleüdung, den die Legende meint, verschwindet hinter.'überladenen' Wortllängen. Das Shmböl' des Lebens - wird artistisch es Knnst- 'st-sickchdm 8. 3. Alexander Levh. V-omLZauen' und Wohnen int' neuen.Paläst.ina...,(„Welt"-Verlag, Berlin 1920.) Der Verfasser versucht das. Prob'lom? des Bauens > und Wohnens in Palästina vorn' Standpunkt des. Tech-., nikers und vom Standpunkt des Kaufmannes zu erfasserr..'. Die kaufmännische Seite'^es Problems ist unzweifelhaft etwas zu großzügig angefaßt, was aller- ' dings nicht' wunderlich erscheint, wenn man berücksichtigt, daß der Hauptzweck des Buches-eigentlich ist, für die Palästina-Äaugesellschast 'Propaganda zu machen. Es scheint uns aber/ daß eine neue Gesellschaft von vornherein eine TotgeLurt - ist, wenn sie ' so vielarLigc Unternehsirungen auf einmal anfängt,.. denn abgeseheir' von dem riesigen Kapitalsbedarf, ist das- Prosperieren einer Unternehmung nur möglich, wenn sich der einzelnen . Zweige Ihrer Geschäftstätigkeitvrganych «ntwickeln oder, jo in Beziehung zueinander stehen, daß ein Unternehmen c>aB Proziperrer-en!?es anderen bedingt. UebriM:s re-. - klamiert L-evh eine ganze Neihr''von- Tätigkeitsgebieten - für die Baugesellschaft, die,-wohl in den Nahmen eines staatlichen Gewerbeförderungsamtes fallen, nicht'aber' in den einer privaten Gesellschäft. Viel Interessantes bringt das Buch dem Techniker, der die Wohnbedinglrngen des Orients nicht kennt. Es sei besonders darauf hiugewiesen, was Levy über die Lehmbauweise, über beit Schutz gegen Bestrahlung, die Verineidung von Ungeziefer', durch entsprechende Bauweise ufw. sagt. Viel z.u wepi^ Rücksicht bei der Grund- ''rßauordnung nllnmk Levy aus die im Orient bewährte Anordnung von Hallerr als Halchtaus-enthaltSraum selbst bei priinitiven Hausern. Gegen die von Levy propagierte geschlossene Bauweise. sprechen' wohl inehr Urgmnente, als für sie sprechen, und . selbst die Zitierung Schultze-Naumbur'gs ist kein-Beweis für die. Güte'des Neihenhauses m Palästina. .Ueberhaupt macht. Levh denselben Fehler wie die meistenziouiftischen Fachschriststeller, daß sie irgendein, gutes Projekt, das sür deutsche, englische, kalifornische oder australische Ver- ’ Mail 1920 . / Sätz'-tz'.. -;-:---7- , . ■' . ' , T'i^-; - hältnisse paßt, eventuell sogar ideal ist, 'ganz einfach' . für Palästina anwenden wollen. Für D4lLsti.ua eigner sich-das betreffende Projekt aber meist schlecht 'oder gar Nicht. - - ' . . Trotz aller angeführten Mätrgel verdient Lrvy dem- - Dank jedes Palästina-Interessenten, das; er als einer der - ersten an das immerhin komplizierte Problem 'herangetreten ist, und ich möchte sagen, es ist gerade em Vorteil des Buches/das; es neben vielem Guten auchi manches bringt, das den Widerspruch h-ervvrruft,-dem. Streit der Meinungen anregt und so zum neuem Studium der Frage des Bauens in Palästina Aul-^tz' gibt, denn diese Fragen find' in der zionistischen Literatur Noch viel zu wenig berücksichtigt. ' ' Ang- Vt. ' Viktor Fleischer» dem der Bauerweld-Preisverliehen wurde, hat soeben im Verlag E. P.Tal & (So. einen von Dr. Oskar . Laskeillustrierten Novellcnband „Der. Sammler" er.schernenlassm.- - D.^r Senior der jüdischen Buchhemdler in Amerikagestorben. Jehuda- Katzen.elen.bog-en, der Pionier des-- . jüdischen B n ch h an d e l s. in Amerika, ist ain 9. April m Broo.klhn gestorben. Im Jahre.1868 als Sohn des' Rabbi Samuel.Michael Katzenelenbogen 'geboren, kam er vor' 34 Jahren -nach Dnerika und begründete die erste große jüdische: Verlags anstatt und Buchhandlung „Hebrew Publishing Cato"«/ So war 5katzenelLubogen der Initiator des henie so tveit-- verzweigten und stetig an Bedeutung gewürnenden. jübischery^ . Verlags- und Buchhandelsbetriebes in Amerika.. | ' ‘ . BLcher-einLauf. Dr. Sternderg Moritz: Schutz der Mieter (Manzsche Verlagsbüchhandlunz). — N o v e l l e k d e r F r e ü ü d s ch a f t (Kiepruh euer, Potsdam'). — Dt.'N e«-' b ür g er Mar: Die Medizin im FlaviuS Josephus («Büch-- ku«st"/Bad Reichenhall). — R a t h e n a u Walter: Was wird werden?'(S. Flscher-Verlag). — W i e d Martina». Bewegung.- (Gedichte), S o nitettf ch e in Hugo: Erde auf Erden-(NebidjteV B u s ch b e ck Erhard: Die Sendung-Theodor Däubler, , G r ü n e w a l d Alfred: Sonette an einen Knaben, K u l k a Georg: Der Stiefbruder (Verlag Ed. Strache, Wien—^Praa— Leipzigs. - Grün b annt I.: Die jüdlsche Khrlle, Die.' vierte Zronistenkonserenz in Polen („Haiesirah^ Warschau, jüdifch).- — -Nyland, Vlerteliahrsschrät, Kaukasische Märchen, -Jndiaurr-- märchen. .aus Südamerika. (Eugen Diederichs, Jena). -— ' F l e i fch e r Viktor: Der Sammler (Tal & Co.. Men). — : K i r.ch steiger' Hans: Der tote Teufel, Müller-! S t ür m h e im E.: Der Narr der Liebe (Anzengruber-Verlag/ Wien). 's' und Kunst. {Sine unterbrochene Stagrsne-VsrsteVuug- } i :Dit gestrige AuUihrung der „Bohsme" an der BolkZöperk s wurde durch einen Zwischenfall gestört. Beim Auftritt der Musette im .dtitten .Akt merkte man, daß sich dies Darstellerin dieser Rolle ' nur mit Mühe ausrechthaltm konnte. Sie brachte ihren Einsatznichtdas Orchester mußte aufhören und aus dem Wortwechsel zwischen Kapellmeister Sigismondo und ' der Sängerin wurda, klar,' daß die -Züsammengesmikene Schauspielerin von ernesr plötzlichen Unwohlsein befallen worden war. Der Vorhang siel und der Akt wurde später ohne Musette zu Ende geführt. Jur letzen Akt sprang hilfsbereit ein ehemaliges Mitglied der VoW^ . oper, Frl. G e r 0 l d, ein, so daß die- Vorstellung zu Ende! geführt werden konnte. ' ' Die Aufführung brachte italienische Lebendigkeit und echte« Dohömienhumor in das langstzu zeitlicher Berühmtheit gelaugte Sittenbild des fräuzösischen Meisters und seines kongeniale» Nachfahren Puccini. A. M a r e s c 0 t t i. ein Tenor - mitsieg-«' ' Hafter Höhe und angenehmem Mezzavoce als Rodolfo, teilte sich ° mit dem prächtigen Bassisten de L a n s c 0 i und Perua * P a l ermi in die Ehren des Abends. Nina D 0 u a t r als Mnni brachte die ätherische Durchsichtigkeit für Gestalt und Gesavs Ulcht ans. Fräulein T 0 r r'r hatte 'im zweiten Akt ihre' Rolle aufs anmutigste durchgeführt. Der Beifall war nach deu Haupt-.. ' areen und dem erschütternden Schluß ungemein kräftige . 1 : " .! Dr. K. M. Kmrzert Julia Köhler. ' Nach den ungewöhnlichen Erfolgen, die. Julia K 0 h l e r^. . ein neuer Stern am Himmel des Koloraturgesanges, mit .ihre» üetztew Konzerten erzielte, hätte man glauben müssen, daß sie' längst-in der Hauptstadt festen Fuß grfaß habe. Man begegnet^' ihr aber nur vereinzelt in Konzerten, wie in dem letzten, das bic stetig an sich arbeitende Künstlerin auf einer weiteren Stufe der.!Vollendung'zeigte. Julia Köhlers Stimme strömt in asten! Registern gleichmäßige Wärme und reichen Wohllaut aus. Ihre Koloratni: besticht durch . Akknratesie und -Reinheit, ihre Höhe entfaltet sich bedeutend freier' als noch vor kurzer Zeit. Dabei hilft ein edel-gemäßigter Vor-' - trag" ohne Uebeitreibüng des Ausdrucks, den Eindruck des Ge--'/ ' langes zu vertiefen.!Ihre Händel-, Donizetti- und Verdi-Arien iieieii Beifallsstürme hervor und Arditis „Kußwalzer" verlor durch; bi eit Gesang viel von dem Schrecken seiner ^Beliebtheit". Be* eichneud aber war, daß man von der gefeierten Sängerin das. ..Wlegeulied" von'Strauß zur Wiedelholmrg verlangte. Ein einachcs Lied, wenn auch schwierig in der Ateiiliechuik, das aber am auffälligsten dir materiell« Schönheit des Organs zeigte. Dr. K. M. '