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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-20 · Heft 476 (20.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 476 (20.5.1920)
Date
1920-05-20
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Sklle r .Men. Donnerstag Wiener MprgerrzHttvns 20. Mar MS Nr. 47« trhöhe«, daß den Aktionären, und zwar für je zwei all Lktren daS BezugSrecht auf je eine neue zu K 1Q00, ehtflct&utn verde. Die Entwertung der Krone und die enorm gesteigertn- Ansprüche der Industrie und übrigen Baukkundlrhaft machen d:-- SapitalZerhöhung notwendig. WntnS wird nach erfolgter-Ratfkation des Friedens an die Rückzahlung der Auslandsschulden leschrit'en werden müssen. .Die Bank.er wartet, .daß ihr durch »iese Transaktion neue K 125,000.000 zur Verfügung stehen rud ihre Gesamtmittel sich denn auf £ 280,000.000 belaufen verden. Die. folgenden Beteiligungen und . K.o n f o r t i alle s ch ä f t e des Instituts sind hervvrzuheben: Anläßlich der Emission der von der ö st e r r e i ch i s ch e ll F i n n n z v e c- » altungim Jahre 1919 ausgegebenen Nam ll5.69O.0O0.tM "/?/oiger dreimonatiger deutschösterreichischer Staatsschatzscheme owie der von der S t a d t g,e m e i n d e.,W i e.n begebenen Rom. K 200,000.000 414%iöct: Schatzscheine vom Jahre 102-' »M die Bank quoterimätziA mitgevnrkt und war ferner an,,bcm »oit einigen Wiener und Salzburger Banken dem Lande Salzen r g gewahrten Vorschüsse von Li 21,000.000'beteiligt. Bon mi österreichischen Kreditinstituten hat ste Nominale £ 13,000.000 4^2Voiger pupillarstcherex Obligationen übernommen. Die Firmen Erste' Wiener Export-Malzfabrik Hauser L S o b o t! a, Wien-Stadlan, und Kurz, N i e t s ch e l 0 e n n e b e r g. Wien, wurden von ihr in Aktiengesellschaften rrugewaudelt, die erstere mit einem Grundkapital vor^ü 10,000.000, die letztere mit K 4,000.000. Dre K a p i t a ls e r h v h un g e n nachfolgender Geiellschasten hat die Bank — zimi Teile in Gemeinschaft mit ihr bekundeten Instituten — zur Durchführung gebracht. Eisenindniirie-Ä.-G. Zeniar von K 3,500.000 auf K 5,000.000, Elektrische Klühlampnüabnk „Watt" A.-A. von £ 500.6» 0 auf K. 2,000.000, Kelim & Guilleaume A.-G. von K lO.COO.OQO aus K 12,00000), hvfherr-Schrantz A.-G. von £ 17,500.000 auf '£ 30,000.000, Hutter & Schrantz A.-G. von £ 8,000.000 auf £ 12,000.000, Naschinen- und Waggonbaufabriks-A.-G. in Simmering vorm, h. D. S ch m i d von K 18,000.000 auf K 24,000.000 und päterhm von K 24,000.000 auf K 30,000.000, Oesterr. Alpine Nontangesellschaft von £ 72,000.000 auf K 90,000.000, Oesterr.' Rasbelruchtungs-A.-G. von K 3,360.000 auf K 6,010.000, Poldijiittc von K 26,000.000 guf K 10,000.000 und späterhin von £ 40,000.000 auf K. 60,000.000, „Scmpttrt" A.-G. von ü 8,000.000 auf K 16,000.000, Brigl & Brrgmrifier A.-G. von £ 4,500.000 auf £ 7,000.000. > Ferner erhielt sie von ihren Fremrdcu Vrttili-üngen an den- Syndikaten nachstehmder Banken und Gesellschaften: LivnostenkL banka, Kapitalserhohung von K 120,000.000 auf 5.160,000.000 und späterhin von K 160,000.000 auf K 200,000.000; Judustrieb a n k für Galizien: Kapitalserhohüng van 50,000.000 auf K 100,000.000,' Galizische Aktten-Hypothekensank: Kapitalserhöhnng von £ 20,000.000 ayf £ 30,000.000, Verndorfer Krupp A.-G.: Kapitalserhohüng von K 40,000.000 ruf £ 60,000.000, Julius Meinl: Umwandlung in eine A.-G. mit rinemGrundkapital von £ 30,000.000. Ferner war btt Bank beteiligt: 8n den Syndikaten für die Uebernahme von 48,500.000 Mark. 4*/?/»ise Schuldverschreibungen der Schnellbahnen A.-G. Berlin, an 6,000.060 Mark, 4J/*%töe Obligationen dex Thüringer ElektristtätZ-Ges. und an 30,000.000 4'/,°/»iger Obligationen dev Allgemeinen Elektrizitäts-Ges., Berlin. Die Verhältnisse während des politischen Umschwunges in der Tschecho-Slowaker ließen es zweckmäßig erscheinen, einen Teil des Besitzes an Aktien der Böhmischeu Eskompte- Bankin Prag zu realisieren. Inzwischen hat die genannte Bank zum Zwecke der Ausnahme der in der D'checho-Slowakri befindlichen Filialen der Oesterreich,scheu Credil-Anstalt für Handel und Gewerbe ihr Grundkapital -von £ 12,000.000 aus 43,000.000 erhöht, bei welchem Anlaß die bisher auf £ 400 Nominale lautenden Aktien in solche ü Kc200 Nominal« zerlegt würde«. Die Bank hat von Hirsen Aktien nnen Teil übernommen,- so daß am 31. Dezember 1919 26.995 Aktien ü.£ö 200 in ihrem Portefeuille verblieben sind. Tfchecho-slowak^cher Protest ^yeii die Auszahlung einer Dividende der Oesterreichifchungarischen Bank; In der gestern unter dem Vorsitze des Gouverneurs -Doktor Spitzmüller abgehaltenen Sitzung des General»otes der Oesterreich,sch-pugarischen Bank wurde der Beschluß gefaßt, der am 2. Juni 1920 stattfindenden Generalversammlung öie Verteilung einer Dividende von £ 70 pro Aktie für ba§: Verwaltungßjahr 1919 vorzuschlagen und den «ach Abzug der am 1. Juli 1919 bereits geleisteten Abschlagszahlung von £ 28 erübrigenden Restbetrag von £ 42 pro Aktie dem von der Dividende 'des Jahres 1918 zurückgestellten Betrage zu entnehmen. Hienach wäre das Gescnnterträgnis des Iah»es 1919 zmiickzustellen. Gegey diesen'B e s ch l » ß. der m' Grund eingehender Darstellung dev Rechts- und GeschäfiSlag durch dieBaulleitung gefaßt wurde, erhob der Regie r.« n gs k o mm is^är der t s ch e ch o - f l o w a k; s ch e n R e p u b l.i k'unter Berufung aus Artikel 53 der BaMatuter., mit de« Begründung Emsprache, daß iw Zustande der Liquidierung der Oesterreichisck-mgarischen Bank dre Ausschüttung eine Dividende sich als unzulässig darstelle und der Beschluß dahn mit den Interessen des von ihm vertretenen-Staates nicht vc» einbar söi. Nach Artikel 53 der Banlstqtutcn hat dieser Ernspruc' aufhaltende Wirkung und ist /über denselben mit der Negierung der tschccho-slowakischen Republik vorläufig das Einvernehmen zr> pflegen. '; tzandelsnachrichten aus der Tfchecho-Slowakei.' ' Eine tschecho-slowakische Donaureede. Prag, 19. Mai. (Privat.') ^Narodm Lifiy* meldet: Die ir^ P r e ß b u r g abgehaltene Kommission zur P l a c i« r u n < einer Reede am rechten Donauufer entschied, daß fick dieses hiezu nicht eigne, und zwar sowohl aus strategischen w aus Manuellen Gründen Als geeignet wird.das linke D o n a n u f e r, üüd zwar in einer Entternung^von 760 b < 800 Metern unterhalb des Wrnterhaiens von Neustaotl, befunden Das TschechischeÄankrnstitut i« Berlir eröffnet eine Filiale in Hamburg. Das allgemeine V e r b o t sür dre Ausfuhr v o;i Papier, ausgenommen fertige Produkte, wurde a n unbestimmte Zeit verlängert. . „Narodni Lilly" melden: In der Umgebung vor B o r Y s l a w lagern k o l o s s a l e M e n g e Roh- Petroleum s,- das infolge Mangels an VkrkchrsmrNeln nrebt verarbeitet werden kann. Dieses wurde nun der tschechischer Regierung angeboten. Um es nach der Tschrcho-Glowake! zi bringen, gedenkt die Firma F a n t o große Mengest Last^ lokomoirven anzukauftn und verhandelt dlesbezüglich bemts verschiedenen Jnterrffenten. Entwurf einer polnischen gwan-sauleihe. Aus Warschau wird berichtet: Das Finanzministerium gibt bekannt: In den nächsten Dagen wird im Landtag ein Gesetzentwurf über die Vorbereitung einer Zwaugsanleihe eingebracht-werden. Die wesentlichen Bestimmungen des Entwurfs lallten: 1. Die Zwangsauleihe wird eine Rentenanieihe sein, das heißt es wird der Ternün der^MckzaMng nicht festgesetzt sein; 2. Verzinsung beträgt 3 Prozent; 3. zur Zahlung der Zwangsanleihe werden sowohl Einzelpersonen als auch alle juristischen Personen verpflichtet sein, insofern sie sich wirtschaftlich betätigen; '4. zur Zahlung der Anleihe ' sind alle Eigentümer einest. beweglichen oder unbeweglichen Vermögens!- das die Summe von 50.000 Mark übersteigt, verpflichtet, ferner Personen deren Jahreseinkommen über 35.000 Mark beträgt, schließlich jene, die ein selbständiges getoerbliches oder Handelsunternehnren führen; 5. die Anleihe wird in ,-wet Raten, geteilt. Die erste Rate bestimmen die Finanz« behörden auf Grund dev bereits' bemessenen direkten! Steuern, die zweite Spczralkommissvonen, die die Kriegs«, Verhältnisse, die Kriegsgewinne, die istentabilität der Unternehmungen^ uftv. in Betracht zu ziehen Haben; 0. die endgültige Höhe der Zwangsanleihe wird nach Schürß-dev Subskription auf hie gegenwärtige Staats qnleihe - festgesetzt^ sie verkleinert. sich automatisch lut Verhältnis zur Höhe, der Deckung dieser Anleihen, insbesondere^ der langfristigen Anleihe, die von dev Zwang?anlei-he Mhebt. Dis Eiulösung der Coupons -ex Kriegsanleihe, /'In dev.gestrigen. Sitzung der Natiomtversammlung richteten wie Abgeordn^en Dr. S ch ü r f f und Genossen an den> Staatssekvetär 'für Finanzen ciui Anfrage-/ be-> t'-ef'en^ die Einlösung^der Coupons der ZkriegsanNhe^ iu dev folgendes aüsgesuhrt wir^:''Heuer wurde amt-- lich, verlauthart,' daß?die 'am - .Fchpurr Migew - Coupons von nvstrifiziectcr österreichischer^Kriegsanleihe )urch den ' Staat angekanft, beziehungsweise für den Staat von den bgzü. Ätttprisiärten SMen eingelöst verdcn. i Tatsächlich' erhielten die - KriegsanleihebesitzsL am 1. Februar Won den Banken den auf die falligenj Coupons entfallenden Geldbetrag auch aüsbezahlt. Hin« . -cgcn haben diese jetzt•• mit ihnen natürlich auch alle . .Besitzer her am, 1. Mrz, 1. April und -1i- Äaü .scilligeu Cü.uponZ — die -unangenehme Ueberr a l ch u u g erfahren, daß i ihr Depot bei den Battkew .ab. 1. Februar mit ftein aüfbezahlten Zmsenbetiöag be-« lastet ist chrd sie der Bank vom Einlösungstage au Prozent Aontokorrentzinsen schulden. Das Endrj dieses Znstand-es ist heute nach -fast vier Monater^ noch nicht Mysehest, denn die Mgisrung hat den Mitrag für die angekauften» Coupons den BankenbrA' -eut-' nicht aufbezahlt. ' Diese imhaltbareu ' Zustände veranlassen die 'Gefertigten. an den Staatssekretär di : Anfrage zu richten/ aus welchen- Gründen den Banken dis Beträge für die E'inlösnng der Zinsencoupons nicht rechtzeitig über«» uiitieft wurden mb für Herr Falt, als dies geschehen -'rin sollte, mir tvelchsm Rechte die .Banken den Kriegs^ .a nwihebesitzern 6s/i Prozent Kontokorrentzinsen zur An» -cchnung bringen können. Valutenüurse. Im gestriee» freie» Verkehr erfreutc» sich M a r k n o t e u gesteigerter Nachfrage. Die übrigen fremde» fi.'.blimasmittel warew teilweise schwächet gehalten. ES notierten r ’l r i n o t c n K 4.03, R n b e l ü o t e n £ 3.04, M ä r-b> » oten grün K 4.73. Lire£ 11.70, D ollar £ 223.-7, Sch w e iz er No t«« P 40.—, Pfund K 900.-~, chechischeNoten K8.96, AüSzahluns Prag kl 4.—, Auszahlung Berlin K 4.77, AuS« ' ahl« ng Budapest K 95.—, AvSzahlnng Ä g .r ö m K 165.-" vnd u « g e st c m pelte N o t e tt c Ss'/,"/°. Bereinigte FLrh<weie»t*AE. In der gestern ab«» gehaltenen BerwaltungSratSsivimg wurde beschlossen, der für dm Ju«i d.J. einzudernfendm Gencralvenammlung vorzuscklagm, siir'daS abgelanfeue Grschäftsiahr cme'Dividende ron £ 20 pro iktie zur ÄuSschüttnna zu bringen. Herr Dr. Otto Feilchrnseld, Direktor her Böhmischen Eskomplr-Bank und CrediüAnstalt, Prag, wurde in den Bsiwaltungsrat kooptiert. Die Kohlenlieferungen Englands a« Frankreich. Oie britisch-französischcu Verhandlungen wegen Kohlenliestrunz vaben zu einem vollen Erfolg geführt. England verpachtet sich» 15"/, seiner GesamikohlenauSfuhr Frankreich zuzuwenden, und zwar zu emem Preis von 75 Schilirrg die Tonne. lDer Ausmbrprcrs für das sonstige Ausland beträgt jetzt 110 bis 115 Schilling die Tonne.) Der Gesamtkohlcnbedars Frankreichs ist Die Affentterung. Aus dem Jüdischen deS Schalem Alejrhem. 11. Fortsetzung.) Wir haben, aber doch einen gwßen Gott ayf der Welt! Geht mein Alterchen, das heißt Jtzig, und zieht die höchste Losnummer 699! Die Mrlitärkommission wackelte vor Freude. Der Vorsitzende selbst hat ihm einen Stoß in die Rippen. gegeben und hat gerufen: Bravo, Jtzig, tüchtiger Junge! Die ganze Stadt hc^t mich beneidet. Nummer sechshnndertneunundneunzrg! Was für ein Glück. Masel tow, masel low! Mit Masel sollt ihr leben! Genau, als wenn ich mit dem großen ' Los von 200.000 Rubel herausgekommen wäre! » Aber unsere Leut! . . . Wie man zur Untersuchung gekommen ist, sind auf einmal alle die ärgsten Krüppel geworden. Der hat den Fehler gehabt, jener hat plötzlich zu hinken angefangen, einem anderen wares auf die Augen gefallen,-d e v hat das. Pfeifen bekommen, bei jenem hat sich eine Wunde aufgetau, bei wieder einem hat sich, mit Respekt zu sagen, ein Aussatz auf dem Kopf gezeigt Kurz — was soll .ich euch lang erzählen —, mau ist bis zu meines Sohnes Nllmmec gekonrmen, und mein Jtzig, das heißt Alterchen, rnußte sich nebbich zur Assentierung stellen. Bei mir in der Stube hat großer Jammer angehoben, Getvein und Geschrei. jSchlimni, schlimm! Meine Frau, sie soll gesund sein, bestürmt die ganze Welt, meine Schwiegertochter fällt in Ohnmacht. Wo ist das erhört worden? Ein einziger. Sohn, ein einundeinziger, ein ganz echter, wahrhaftiger, koscherer, mit Än.'m volkkomntenen Milttärbefreiungsprivileg, und kein Stückchen Privileg? Und er, das, heißt mein Sohn, ist ganz gleichgültig, als ginge die tzaNAe Sache ihn nichts an. „WaS mit Kol JiSwel sein wrrd. wird mit Ncb Jisroel sein," sagt ec. Nur Maoen zittert ihm dabei. Wir haben aber doch einen großen Goft «uif der Welt! Der Doktor betrachtet meinen Jtzig, das heißt Mercheu, mißt ihn, so lang und so breit er ist, beklopft ihn, beguckt ihn, dreht-ihn hin und her und sagt: „Er taugt nicht, der Hunh, das heißt er taugt scholl, nur zum Soldaten taugt er nicht.. Er mißt keine dritthalb Ellen in der Breite . . , Wieder einmal» eine Freude, >ein.Jubel: Masel tow. masel tow!' Glücklich sollt ihr, leben! Die Familie ist zusammengekommen. Man hyt Mander „lechajim!"*) zugerufen, man hat Gott gedankt, man war die Assentierung los! Aber unsere Jüdchen! . . . Meint ihr, - es hat sich nicht ein Kerl gefunden,-der der Regierung angezeigt hat, ich hätte „geschmiert"? Was soll ich euch sagen,- fouin sind^zwei Monate vorüber, da kommt ein Papiey, worin mein Jtzig, das heißt Alterchen, gebeten. Wird,, ex. .soll noch einmal .zur Assentierung in die Gouvernementshauptstadt kommen, zur „Revision" nennt man das. Wie gefällt euch die Sache? Meine Frau, sie soll gesund sein, bestürmt die ganze Welt, -maine Schwiegertochter fällt in Ohnmacht. Wo ist das'erhört worden? Zweimal zur Assentierung ein einziger Sohn, ein einundeinziger, ein ganz echter, wahrhaftiger, koscherer, mit einem voltkoittmcnen Militärbcf'.eiungsprivileg! Kurz —. was soll ich euch erzählen! ~~ wenn man zur Regierung gcrufell wird, darf man nicht ausbleiben, muß man. fahren. Also sind wir zur Regierung . gesahrrkk. Ich bin heruMgelalksssn, dahin und dorthin. Vielleicht hilft das Verdienst der Väter, ein gutes Wort, das, jenes. Aber was hilft alles Reden? Ich erzähle einem die Geschichte — ein einziger Sohn, ein e nurkdeiuziger. und nicht einmal gesund Der erhebt -in Gelächter. Und mein Söhn? Man hnt schon schönere begraben, sagt er, eine Revision ist eine Lotterie, dir reine Lottcriel >■ *) Zum Wohlsein l Wir haben aber doch einen großen Gott ans der Welt! Man hat Minen Wig, das heißt Alterchen, zu der Regierungsrevisiön hineingeführt und hat wieder von vorn angefangeu, ihn zu betrachten, so lang und so breit er ist, hat ihn wieder beklopft und beguckt, himund hergedreht, Und was war das Ende? „Taugt! nicht, der Hmtd!" Da^ heißt, taugen Put er schon.: nur zum Soldaten taugt, er nicht. Einer yat widersprachen und gesagt: „Tauglich." Da hat der Doktor gcschrien: „Nicht taWch." ~ Der eine sagt „tauglich", der andere sagt „nicht tauglich", tauglich, nicht tauglich,-hin und her, bis der Gouverneur selbst sich von seinem Stuhl' erhebtherankommt nnd sagt: „Ganz, und gar nicht tauglich," das. heißt, er taugt zum Krennpeiben. Da Hab' - ich sofort eine- Depesche nach Hause'- geschickt, natürlich'• itr;Sprache: „Masel tow, die Ware ist für. vollkommen Unbrauchbarerklärt." .. . . Jetzt muß ich noch' einmal zu der Zeit zmü'ckkehren, wo ich — nicht gedacht soll es, heute werden •«* in Worotitiwka ansässig gewesen binund mein Jtzig, bas heißt Alterchen, noch ein ganz kleines Kind ge* wesen ist. Da. gibt es.eines 5ürges etwas wje eine Revision in der Stadt. Bon Stube zu Stube ist iua» herumgegangen und hat von jedem, klein und' groß, ausgeschrieben, wie. er heißt, wie .alt er ist, wieviel Kinder er hat, ab Jungen oder Mädchen, und wie sie hdißen. So ist man auch zu meiern Jtzig gekomrnen und fragt,. wie er heißt. Meine Frau, sie soll gesund sein, sägt: ^Alterchen" Jßner ist zw» ftieden. geht und schreibt auf: ‘ „Allerchen." Genau «in Jahr nach der einen Assentierungseschichte kommt eine neue Schickung: man sucht meinen Sohn Alterchen; er satt, daß Gatt erbarm', , »;ur Assentierung in Worotilitvka kommen. Hab' ich denn, das orsto Mal nur geträumt und auch das ganz« Jahr hindurch?. (8orri«tzu«g felgt,).>

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