Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 474 (18.5.1920)
- Date
- 1920-05-18
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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beite 2 Wien» Dienstag . »«»«irD,»«-«-,7. . - ävisner ÄkvvgenzeitunK 18. Mai 1920 , \ - ----- ' .-j* Sir. 474 Politische^undschau. Der Hatz gegen Dentschland. Die „Fran^urter' Zeitung" bespricht den Haß, der. ^?uischlanü von allen ^Seiten umspült, und erinnert '-aran, daß auch England sich, einmal in derselben i)age befunden.habe. Während des BurenkriLgts, als Lngland die Feindseligkeit der ganzen Welt gegen sich, gerichtet hat, erklärte Lvrd Roseberyi — Friedjung stiert es in seinem „Imperialismus" —: „Es gibt -eine Parallele zu dem Haß* und dem- Uebelwollett, mit >em wir von den Völkern Europas nahezu einstimmig ^trachtet werden."- Mancher gute Engländer litt tief •tutet di.ser S'immung; brach doch Campbekl-Bannernan, der Führer der Liberalen, nach-den ersten 'engischen Niederlagen im Uttterhause in öle bittere Klage aus: „Verloren Blut und Schatz, Macht und Prestige! Verloren das, worauf die Stärke beruht, die..Stzm-- nathie nämlich, die Anerkennung und die Achtung des rllgcnreinen Gewissens der Menschheit!" Jdses ChaMet-- -ain aber, der Machtpolitiker, war stolz auf die moralische Vereinsamung seines Landes:. denn, io fstgtzeer,' verhaßt sei nur der Starke. Oderint'dum memäntl — Deutschland habe allerdings auch als' Schwacher unter de tu allgemeinen Haß zu leiden. Haß 's könstv lücht der Bauntcifter einer neuen 2BJt' If it, w e sie der Menschheit nottut, dieK, könne nur die Liehe seinl -i ■ ■;; ■ ■ -y. Ern jüdischer Protest gegen den ungarischen Friedensvertrag/. . Der ,M'ster Lloyd" teilt eine Kundgebung. des Landrsbunhes ungarischer Juden für die <GebietsiNtegritat' Ungarns, mit. In dieser Kundgebung^ gegen-hie polilisch nichts-einzuwenden. wäre, heißt es am Schluss-s:. „Der Landesbund ist dessen sicher, daß die ungarische' Indem chaft, die stets Bahnbrecherin»des Ungartuchs und in Krieg und Frieden eine verläßliche und treue Kämpferin der ungarischen Staats'dee gewinn ist, auch in Zukunft mit H^rz und Seele jür die Glanzvolle Wiedergeburt Ungarn^' kämpfen wird." Ob diese Charakterlosigkeit und hündische Kriecherei bei den- Judenmördern den erwarteten Erfolg .haben- - wird, möchten wir bezweifeln. ' Die Wahlen ip Kavpatho-Autzkand sollen, - wie väs „Prager DägLlait" mtitteilt, bis Ende Juli erledigt'sein. lieber -die politische Differenz'e msig 'sagte der Munkacsec Gespan Dr. Skavik,.,daß sich .tun Dt. Bezd.ik die Grcßmthenen und NM, Zatko- : vic die Kleinruthenen gruppieren. ^Die Arbeiterschaft otnaui^iert sich in, der jozia/d unokra üschen Partei, -ein Teil der Juden gründeteeine zionistische Partöi, das heißt, er schloß sich dem Jüdischen Bollsverbatto au. Die Schweiz uyd^er Völkerbund. Bern, 17, Mai. (Schweiz. Depeschen-Agentur.) Die - Zweifel, die man bis in die letzten Stunden-über das Ergebnis der schtveizerischen Volksabstimmung^ betreffend desi Beitritt zum Völkerbund, hegte, bezogen sich nicht däräüf, ob sich die Mehrheit der .stimmenden dafür aussprechcNwürde, ' denn, dies galt allgemein als sicher, sondern darauf,-ob sich auch die von der Verfassung ge.sordertss Mehrheit.der Kgntyne für den Völkerbund entschieden habe. Die Schweiz besteht aus L2 Kantonen, darunter mehreren HalMntontn? 11<5 stimmten für, 10,5 dagegen. Es fehlen noch die Er-- gebniffe hon 15,Gemeinden des Kantons Gmnbüyden»? Einzelne Kantone boten Ueberraschungeü.' Im Kanton Lern erwartete man -kaum eine so große Mehrheit-fü r den Völkerbund. Ebenso überraschend war ditz große Mehrheft gegen den Völkerbund-in Zürich und in St. Gallen, tzn der Westschweiz scheinen die Sozialisten der Parteiparole nicht gefolgt, sondern sich vielfach der Abstimmung enthalten oder sogar dafür gestimmt zu haben. In der deutschen Schweiz ergab sich eine Mehrheit bUn utlgefähr 40,000 Stimmen gegen den Völkerbund. . x Inland. —.— i Heerwesen — Handel und Verkehr. Von unserem Parlamenlsberichterstatter. Da die Nationalversammlung am Samstag -mit ihrem Arbeitspensum infolge der polemischen "Exkurse, die " W-- tzeordneter Mataja vom Zaune brach, nicht zu Ende-kam, mußten die Abgeordneten gestern nachsitzen. An - die elf fStimfacu dauerte die gestrige Budgetverhandlung: Zunächst wurde j baS Kapitel Hcer wesen und Liquidation weiterberatet!. Nach den Abgeordneten Schür ff, Schöpfer und Dr. Angcrer kam der Ehristlichsoziale Edling er zum Worte, der sich darüber gekränkt zeigte, daß gerade am da die schwarzen Franzosen in. Frankfurt einzogen,' tzle VolkSwehrmustk.. bei dpr Wachablösung vor dem - Staatsamt für Heerwesen die „Marseillaise" gespielt habe.' (Zwischen beiden Vorfällen liegt ein -Zeitraum von einkm Monat. Die Red.) ' . Die Pogromiste». Abgeorotrewr S mrt ka (Sozialdemokrat), der auchZivil- , tornmissür int Staatsamt für' Heerwesen, ist, verlas unter anderem folgendes Protokoll, das mit einem Wehrmann, ausgenommen wurde: - Am 3. Mai erzählte mir Feldwebel Langmeier Franz in der Kanzlei der 7. Kompagnie^ daß in Wien eine Vereinigung der Frontkämpfer existiere, welche sich nt erster Linie für Judenprogrome einsetze. Er übergab sirir eine Beitrittserklärung, mit der Bemerkung, ja keinem Menschen etwas davon zu erzählen. Während ' dieser Zeit wm. Mehrmann Zaor äl Start in die Kanzlei und ha«- Feldwebel Langmeier tm Neifekn dieses zweiten Zeugen sich geäußert, "däß sich eist Verein gebildet hat. Was dieser Verein leisten wird,^d a wtzrde n d ie S o zialbe mo traten zm schauen.haben. Weiters sagte er, -in Ungarn ständen sie b cn Batail l^o n e bereit, die im Malle einer Aktion, der Frontkämpfer sofort ' in.- Ätzsterreich einmarschieren würden. Dies berichtete ein u N g a ri s ch o r Oberleutnant in einer Dersammlung der Frontkämpfer. W war sthr, erstaunt darüber, daß in Wien noch Ulichls üNtstnöckHett würben ist. , (Hört! Hörtlhei deN SöWdemokraten.) ' Llbgeordnetek Dr, Äst t a j a führte BesthwttbL über das Verhalten der SpldätMräts der BvlkSwehr, die ständig ihre Kompetenz nberschretten.und 'sich auch mit dsr; Aufstellung der neuest Wehrmacht befassen. Der sogenannte Militärverband, die gewerkschaftliche Ärgmusation,- ist ein Mittel für .die vollständige Holitisietuttg der Wehrmacht. In dem Statut ist freilich..das .Moxt >,sozialdj:mokxatisch".. nicht genannt, aber schon die erst« Kundgebtrng int „F.reietr Soldat" enthält 'wiederholt bas Bekenntnis "zum chgrieipolttischen Prograinm der Sozialdeipokraten, znm- Klassenkmnpf.. Abgeordneter. Gabriel (Sozialdemokrat) behauptet, dür Arbeiter- und' Soldütenrüte hätten ' zur Attfrechtcrhaliüng der Ördnlltiss.und Gesetzlichkeit -mehr.beigetragen» als das gesamte. Bürgertum.-' - . ' : TtÄMsettW M. Die GesaiNtaUsgahett 'für das Heer betragen 2,1 Prozent. -iiLs Voranschlages gegenüber 16 his lO. PröMt im alten Ocstdrxöich. Unser HerreSbüdget^ ist verhältnisntäßig das niedrigste. sämtlicher Staatlstt. MtzSpas.' ^- .^.^-'.Dik^ immer so geredet als yb unsere ÄolkSnwhr .ein Ausbund PöN Schlechtig- - keit und 'Disziplinlosigkeit. wäre nstd MäN .vertziß^ - büß anderwärts,' >vo svgeüanitte disziplinierte ArmLen- -^östehen, gerade dGse/ Art von Älusschrertnntzen. hiel -Miiergehenb'''stutz als bei uns.' Habens Sie nicht tzeltiseü-. 'wir' di» BäWtttt^.^ soldaten schon lange vor denr,Käpp-Pntfch.aNfgsführt hähäst> daß j>otr sogar vön SöldätMt VerfaMmMnKsteütMhstrU g tötet joofcSeit "finb^ .ÖdLr ''sshsn/I»id'' gtaube, daß die Verhältnisse bei der Ärmetz ist UntzÜrn bürchaüs nicht so glorreich 'sind? daß^wir Uns sehnitt könnten, sie nachzuahrnen. ' /'7 Ferner ist die -jetzt 'in Bildung begriffene G^Wörksch ist der Soldaten'Gegenstand der 'Angriffe einzelner ÄedNer gewesen. Da 'mutz- 'darMtf'.Hettöiesö»' tverden/'■ ( die erste Gewerkschaft, die rm österreichischen Heere gebildet wurde,- von, .Offizieren'gebildet. Wörden ist,' denn der Wirtschafts- Verband der Gagisten tst nichts anderes'als.', eine Gewerkschaft. Mqn kann den' einen ^nichl verweigern, - was -die anderen haben. RÄnor wendet sich gegen die-poetische Unruhe, die von den Gestntrmlgsgenoffen..des.. Abgeordneten Mataja' durch die Beschuldigungen gegen die Volkswehr erzeugt wird.-Den kommunrsiischen-/Umsturz habedie Volkswehr - verhindert.- -Der' SjM mM endlich zur Ruhe kommen, um arbeiten,zu können.. (Beifall.) . Dem' Wunsche nach Schaffung einer- - neuest VöKshstinne--ivetde-' stzöktatzM-- werden, mft -. haben. uns. bemüht -^durch eMu. . bekannt^ Musiker eine solche komponieren zu lassen) UM hoffen nur) datz'ste mit derselben Begeisterung gesungen,avird wie. einst das Katserlied, (Heiterkeit.); '• Abgeordneter L c-tt t h n ir. (Sözaildemvkrät) greift die Partei'^ des. Abgeordneten Mataja sehr . scharf wegen ihrer Bemängelung-der Diszipli^.-r«^ '.-BolkSwehr^ an und .sagt Mpter anderem: Was haben Sie gegenüber der Art von Ge« 'tzorscim und.Manneszucht, die tatsächlich, in -der deutschösterreichischen Volkswehr.beständen hat, .aufzustellen als ein Gegenbeispiel und Megennluster? Was ist h^nn die Manneszucht etwa bei den Ungaxtschen Aruppen ober bei der deutschen Reichswehr ' bei däu vön Ihnen. so verehrten MusterU der Wiedererweckung oder Erhaltuüg alter Disziplin? Wollen Sie vielleicht erzählen, datz .. \ . die Hvrthy-Garde ein MüsterbeDW. von Disziplin sei? St'e .kvsssen tz-uaü-' datz dort nicht .einmal.,: Herr Hörthy, sondern besonders einflußreiche Offtziexe. 'gEieten," uüv' Sie' wi'ssirkt auch, daß sich diese -Hfsiziere, emfäch an Stelle der Staatsgewalt setzen, datz ste in das-parlamentavischp Getriebe, in die Verwaltung, in die -Justiz eindringen und daß-.sie, mit dem Prätoriänetbewußtsein ^der vollkommenen Siraffteihett^ das. Staatswesen verwirrend, sogar pyr den blutigsten Verbrechen nicht zurükkscheueni Können Sie aus der Geschichte der. Volkswehr etwas anführen, das sich mit den Morden und Bluttaten vergleichen ließe, die 'auf dem^SchuldkoNto fbet Horchh-Garden stehen? ' Dre merkwürdige .Art, Mit der die Herren von der Härbüng -Dr. Matajas die konterrevolutionären Aeußerungen, die immer wieder laut werden, zu verteidigen und zri beschönigen sich bestreben, die Haltung eines grotzm Veiles der christlichsozialen Presse, , namentlich der . „Reichspost", gegenüber den -' . . G -M,tztate»:dsr-'H»kthy-Oarvt - - und der dieser in Deutschosterreich gesinnttngsverwqndten Kreise mutz die Besorgnis ter gesamten Bevölkerung wacherhalten, daß wir Von einem Pütschismus von rechts bedroht sind. 'Run, halte Ich das in etnem' gewissen Sinne für eine Üebertreibungda ich. nicht glaube, datz jemals in absehbarer Zeit konterrevolutionäre. ÄestrebNngen. wirksam' Werden können, gerade deshalb nicht, wetb wir. iü der Vülkswehr einen sicheren Rück- HÄt der Republik haben.. Man hat sich hier darüber beklagt, daß Leute, die der FryntvereinigUNg angehören,, von - Einigen Wehrmännern recht unfreundlich angeblasen wurden. Diese ' Frontkämpfervereinigung steht ausgesprochen vauf. dem monarchistischen'Standpunkt und hie Leute im stzirtschaftsverband der nichtaktiven Gagisten, ' von denen» die Gründung ' deZ Frontkämpfervereines aüsgegatrgeN ist, haben an ihrer konterrevolutionären und monarchistischen Gesinnung niemals irgendeinen Zweifel gelassen. Gechttz ist jedem Staatsbürger die Gesinnung freigestellt, aber als Angehöriger des Heeres hat er den Eid auf Erhaltutig der. Republik geleistet, folglich mag jede anveve politische Bestrebung für eineu Mgehörkgrsi des'Heeres möglich .sein, nur nicht cin^ monarchistische , - » ' Das Kapitel „Heerwesen und Liquidation^ wurde hierauf angenomWst üüd die Perhandlüng der Köpftet „Handel und?.Äev»erD'.^ JÜdüstric und Bauten" süwie- „SoKialisierung" bpgonNesi. - - - . DDopdnetep^Mäyet (christlichsozigl) sprach sich da» gegen üu's). daß manans dem. sögenäitnten KriegSsozialismnS einest ^FMdenssozialismus mache. 1 , ... Fraps Dr.,.BurjäN (christlichsoziak) verlangt die Errichtung Kon Schulen für hauswtrischafkliche Bildüng der Frauen. - ' - - >- Abgeordneter F r i e d M a'N n meinte, datz Wi e st berufen sei, ein großös Handelszentrum zu werben, doch werde 'die Stellung Wiens durch die. Erschwerungen im Transit- Handel geschädigt. / - Abgeordneter Hohenberg (Sozialdemokrat) trat für die Zentrale Bewirtschaftung, Abgeordneter Partik (christsichsozial) für die Aufhebung där Zentralen ^in. Abgeordneter Sepp S t r a'f f n e r entwickelte eine anscheinend von. ihm selbst erfundene Mrhrwerttheorie. ' , Staatsseftetär Z e rb i! kündigte die EilMngung eines Gesetzes gegen deü.unlauteren Wettbewerb an, det sich an das rpichsdeutsche Vorbild eng anlöhnem werde. Sein Bestreben sei - es^ die ' Kompensationsverträge durch Handelsverträge-zu «Hetzen. .Dypch die' Angriffe gegen die zentrale Bewirtschaftung sei zweifellos die Autorität d^r Zentralen erschüttert worden.^ 'Die Aufrechterhaltung einiger- Zentralen, wie' der Erdölstesie und der Metallzentrale, sei unbedingt notwendig.- Redner kündigte die Abhaltung einer „Wiener Messe" an, für ivelche die Hvfstallungest bereitgehaltött werden.'' - Hierauf wurde die Debatte Und die Sitzung geschloffe»- Rächste Sitzung: Heute, 10 Uhr vormittags. Kommisston für Staatsbüegerrechts- und Mkndexhettsfchutzfrage«. . , - . , 'Hie -Kommission für Staatsbüxgerxechts- und Mknderhe.iksschntzfragcn ist gestern in der Staatskanzlei 'Mttdv dein Vorsitz des Hektionsrates Dp. G». -FröhlW zur Fortsetzung der in Prag begonnenen Verhandlungen zusamnrengetreten. In , Vertretung des. . abwesenden .Stackt^kastzleps begrüßde Vjzesünzler Fink die tschecha^ SÖ'efegjdtiöit, Der Vorsitzende der tschecho^ stvwäftschtn?D>Wgativn, Dskftsnschef Dr. Hötzel, dankte für die liebenswürdigen Worte der Begrüßung und sprach hie Uebrrzengung aus» daß die ittx Prag so aussichtsreich begonnenen Verhandlungen in Wien zu einem gedeihl'ch-Ln Abschluß führen werden.. .-Die Kommission trat hierauf in die meritorisch—' Beratungen ein. . ' . Vertrstnng Oesterreichs in London . 'Wie wir verstehmen, ist die Ernennung ßes "HtzäMpsrates-Geottz Franckenstein zum Gesandi-sü rn London in ÄirssichL genommen. . Telegramme. Aus dem VVlkerbuttdrat. 'RÄM, 16. Mai. Der Völkerbütidrat hielt gLstetst eine geheime und bald datauf einö öffentlicht Sitzüstg ab- Vorsitzender Tittoni erklärte, daß E BLschtüssö ikn. Geiste dek -Gerechtigkeit gefaßt worbest seien, ßt - teilte -ferner mit, baß die armenische Fräge nvch tvöit'e^ hist Gegenstafid des Meinungsstnstausches Unter dH Negierungen bilden' werde. Weiters teiM Tittom daß Luxemburg den Wunsch habe, dkm Völkerbund Mlzutteten. r '^ Hierauf verlas Mütsui den Bericht über" die Abstimmung ist den Gebieten von. Eupen itttd , Malnredy, für welche die deutsche Regierung dir Intervention des. Völkerbundes verlangt habe. Balfour sprach überdie'.zur. Verhütung der Än5breitung ansteckender Krankheiten tu Miftelrüchpst getroffenen Maßnahmen. Der Generalsekretär berichtete- Über den injernättonalen . ständigen Gerichtshof, für. den eine gerichtliche Kommission, einen besondere Entwurf' ausgearbeitet habe. / > ' v Dit Minderheiten im türkischen Frieden»* vertrag. Lnndsn, 16. Mai. (Tel» der „Wiener z-eiiung".) In dem Friedensveftrag mit der TüMtz welcher demnächst zur Erledigung kommest söll, sind auch die Bestimmungen über den Schutz 8er Mi n0^ ritäte'n enthalten, so daß diese speziell für - bie^ftdep von Konstantinotzel zur Altwendung kommen ivepdcst. Es w^rd vielleicht möglich sein, die über -di.'sö Klause! hrnausgehenden Ansprüche der iitr,ftjcf)ctt Juden ans Sichetung ihrer bisherigen national-reltgiösest' nvmie in einer speziellen Form im Vertrag sestZuleKst Da« polnische Außenministerium > über die jüdischen Flüchtlinge in Augarni Warschm,'16. Mai. (Del. der „Wiener Morgenzeitung".) - Der Klub der jüdischen Abgeördsteteü tM- ^tzolnischen Landtag hat sich -an das AWstMtnisteviUM mtt.e^ner Jnterpestatiqn gewendet ststd «ö stur ble f^lg tt.it gen üüfm-er sam gemacht, welche die während des Krieges nach 'lstigarn gebrachten. Galtzien.durch die gegenwärtige ungarische Regierung zu erdulden haben. ' Das polnische Außenministerium beantwortete diese Interpellation mit der Vcrlicheruna, daß die stvl-