Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 473 (17.5.1920)
- Date
- 1920-05-17
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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■saS»«.-«# . Nr. 473 . Wien. Montag , , ,., ^rtftlbst bestimmt. Den jüdischen Studenten, 8$ ifr.it ÄüM tind Band am Sabbat durch die linke Seite ödki -Altlä auf-- ziehen — an ihrem deulfchiir Wesen fott die Welttzsuesen und höhnisch auf die jüdischek StUdentLn' LlickSN, beüeu Vas Farbenrecht entzogen würben die /Heil^ düsend ihre Kappen schwingen, lrkcnrt irgendeine äitlisemittW Rebe getzalien wirb. 'Die Armen!' Sie können" Nicht üiibetS. Wie '"ollen sie ihr Deutschtum t^mMßriereN^ thrt Nasen, ihr täSifktt Ltsgen sttaftn? Wsnii sie endlich doch Ketzin ' irgend ftwas j)kvt^tiereG ’jft Äffe«; -fv ittit siess Mcht deswegen, ««tl. ihre''Wüde/"beNrtchteiiigt b-srbsn, net»/ ihr Standpunkt ° höher;. ' äus ..ethtschiNr-- 'und - arideren - Gründen ^fic: ./*_.. / "y'v . v ■ ■ Mrr'Äeizi^sjKen' hckräüf! 'Entrüstung und Beileid anläßlich Ü»l letzten Exzesse 'kanten' ■ uns-: von ü berallhe'r ZU. Aus -ldrm Deutschen Reiche -^-...und zwar.nicht nur von Juden — aus. der; Schweiz, aus Paris, aus Drag uyiu. Wir quittieren mH-.'daN'k^/dast üstch^ie' dell tschMihcitlichen StUdsittM nicht Mt der-PlüNdsrnng der Mensa einverstanden ' sind.! Da st>lüen>-ste -'«öer-. nicht -so geschruacktoS .sein, uns Mangel 4B Takt und Zurückhaltung vprzuwerfeir. Sie — uns! Ich Äetß 'nicht, ob 'auch 'ihnen der. Taufschein beim! Eintritt ln die Universität abvörlangt .wurde, oder ob die.Kappe Heu - fehlenden > anatomischen . Befund ausgeglichen, hat. Da muß man'allerdings zugesteheu,. daß wir so viel Zurückhaltung Sicht aufgebracht hätten.; ■ durch die.-Pforten der Aula zu. ührditenan Leuten vorbei^ .die ' Baumprügel in - der Hand Pakten,- äuf' denen „Judemnafsage" -eingeriht war. Wie. sagte Ms-doch der Rektor- „Die Exzesse-.gingen von unverantwort--t sichen Elementen aus." Nachher war es pöint d'honueur. Zudenhch'! Heisa, luftig, Heil! Judenhctz! Kommst du mit, Kruder? Nein, fie katnxn r tzM.MiL.^. Zu ihrer Ehre sei B-gesagt. Sie standen in.Kruppen in der Nähe der Universität unh schauten zu.. Takt. und Znrückhaliüng? Sie haben sie M" ihre Welse bewahrt.. . . ■ : Doch wir, wir jüdischen. Studenten!. Wann hätten wir Pakt und.Zurückhaltung beivahreu -sollen? Als i hre Konnationalen in unsere Mensa etubrachrn. dort die. Teller zerbrachen oder in der Universität jüdische. Studentinnen ■ tzOgeslten -.^Abe^..-auch. da, bewahrten..wir sie. Auf einen grpben Klotz gehört em,i grober . Keil... Unsere Kommilitonen Hxännten. darauf, Gewalt mit Gewalt zu vergelten, Provokationen Merhö.rtestor Art aus. die gebührende Weise zu heyntworterr. War das nicht Zurückhaltung, .als, wir unsere Komyrilitvnen konzentrierten und diese straffe Disziplin hielten, um mit A'rgnmqnten unser Recht durchzusetzen? Auf diesen Passus gehört nur eines und dies sei hiemit getan: „Tiefer gehängt!" ' Zionistisches Fra«e«meeting. Um dm jüdischen Frauen Wiens bic Bedeutung der Beschlüsse von San Remo über Palästina darzutnn, fand Sonntag vormittags im Krai!tn^. Ko»zettha.nÄaal... eine Fraueno.ersflmm tun gsiatt. welche zahlreichen Besuch aufwies. Nachdem Hrau Lotte K e m p l e r auf die hohen Pflichten hinzewiesen, hatte. welche der jüdischen Fralt'in freier bedeutsamen Phas^ .des jüdischen.. Levens anfttlegt, sind, besprach Doktor Schmarjalm L e w i it in einer großangelrgten Rede das Problem des Zionismus, welches für die Frauen das gleiche sei wie für die Männer. Der Zionismus — führte Dr. Lewin auS — ist die Anwendnn seiner b e st i mmten N^e l t a n j ch a u u n g auf die Lösung eines bestürmten Problems, des Problems der Rati 0 na litü t. Ein' Nation existiert aber nicht bloß durch den Willen der einzelnen. Nationalität ist nicht durch äußere Merkmale gekennzeichnet, wie Sprache. Land, Staatssorm und dergleichen. Dre Menschen haben MMWahl, zu welcher Nation sie gehören wollen, sondern Wiener MorgettAeiLttüg''' & Eingeserrdet. Juwelier Setter Vit, MäfiaSilfer&traasd 96. — Telephon 32Ö90. vbrkaxjp TäSfllÄh Oole.^e&hoitBk&afel er; Nationalität ist für sie ein geschichtliches N ech t. Nationen sind notwendig und werden auch nie verschwinden. Kosmopolitismus und Internationalismus sind Illusionen, die gegen die Tendenzen der Geschichte arbeiten. Sogar der Bolschewismus wird national. Nationalismus ist das Recht einer jeden Gruppe sich national auszulcben. Solange.es noch eitix Untencheidnng zwischen schwachen und starken Nat-onen gibt, wird es Krieg geben. Erst dre Kräftigung der schwachen Nationen und die volle Gleichberechtigung aller Nationen wird den gefunden Zustand der Welt schaffen, m welchem dann die wahren internationalen Beziehungen herrschen werden. Es gibt nur einen Weg dazu und dieser wird im Zionismus betreten. So ist der Beschluß der Friedenskonferenz nicht bloß die Anerkennung unseres Rechtes auf Palästina, sondern die Möglichkeit für uns, in eigener Heitnat unseren Willen zum Schaffen der neuen Lebensformen zu betätigen. Die jüdische Frei« hat jetzt erst - die Möglichkeit, ihren Kmhern etwas zu geben. Sie wird sie hoffentlich nützen. Die Worte Dr. Lewins machten'starken Eindruck und lösten lebhaften Beifall aus. Nach ihm appellierte Frau Anttla Müller m kurzen, markanten Worten - an . den Arbeitswillen der jüdischen Fronen, die es unseren Führern zu danken haben, wenn fif jetzt die Möglichkeit eines neuen Lebens im höchsten Sinne erhalten. Alle Frauen weiden letzt Wählende sein müssen. Und sie werden, wenn sie das neue Paläftma wählen, die soziale Gleichheit und die Arbeit wählen. Der soziale A u s g l e^i ch in einem freen Lande und für ein freies Volk nur möglich durch eine Arbeitsgemeinschaft. Die Gerechtigkeit und Liebe ernrs ganren -Volkes hat Paläst na erobert; die jüdischen Frauen werden in Palästina rme Erfüllung finden. Die von Tatkraft durchpulsten Worte der Rednerin ^gnden reichen Beifall; boffenilich sind sie und die Versammlung der Auftakt zu einer Epoche jüdischer Arbeit der jüdischen Frauen Wiens. - _ r Warum Menschen in den Tod gehen. Zwei blutjunge Mädchen haben es sich allzusehr zu Herzen genömmen, daß man das Verschwinden einer Zwanzigkronennote angeblich mit der Manipulation der beiden in Verbindung brackite, und den Tod in den Fluten der Donau gesucht und gefunden. Die Lehrmädchen Leopolds ne Mika, 17 Jahre alt, und die gleichaltrige Anna Führer waren im GeschLste' Glogau. Landstraße Hauptstraße 108, bedienftet. Am Samstag mittags entfernten sie sich gemeinsam aus dem Geschäfte. Bald nachher schickten sie einen Zettel ins Geschäft. Aus dem Inhalt schien hervorzugehen, daß sie sich das Verschwinden einer Zwanzigkronennote zn Herzen nahmen und sich einbildeten, daß man sie mit dem Verschwinden der Note in Zusarpmenhang bringe. Die beiden Mädchen hat aber niemand beschuldigt. Sie kündigten trotzdem Selbstmord an. Das Persona! wurde sofort auf die Sncke nach den beiden Mädchen geschickt. Laute aus dem Geschäfte eilten auch zmn Donankaual und sahen tatsächlich um 1 Uhr nachmittags die beiden Mädchen am Ufer auf der Landstraße stehen; ehe die Leute noch zur Stelle kommen konnten, waren die beiden Mädchen ins Wasser gesprungen und in den Wellen verschwunden. 17. Mai 1920 ' Srüe S . M 1 „ HU»«, w 1 I ■ I »*» ■■■»>'“*■ > » ... —■ '■ »' > I > M > -- 1 — «<&>. Am Sonntag nachmittags fuhr die 34jährige Pflegerin Adele F u H s, eine Witwe, in Gesellschaft deaußer Dienst befindlichen Wagenführers Iohann E r« l i n g e r in einem „0Wagen der Strasienbahn gegen deni Nordwestbahnhof. Aus der Ferdinandsbrücke sprang sie plötzlich vom Wagen ab, lief zum Geländer und' schwang sich darauf-inMIbsicht, sich in de.nDo.yaü-'^ kanal zu stürzen. Unter großem Aufsehen wurde sie' von Passanten daran gehindert. Sie gab, über die! Ursache der Tat befragt, ein, sie habe deshalb sterben wollen, . weib sich Erlinger geweigert habe, ihr hetzO'amesi der Frau zu bezeichnen, die über sie das Gerücht perbreitet habe,. daß sie ihrem gegenwärtigen Unter m i e t * r „gUi"-sei. _ Wisnev^ Börse. Die heutige Börse rröffnete in ziemlich freundlicher Haltung, doch wav das Geschäft eng begrenzt., Gesteigerter Nachfrage erfreuten sich wieder. Krupp-Aktieu, welche in größeren Posten aus dem Markte genommen wurden und gegen den letzigemeldeten Stand um Kr. 68 . höher einsetzten. - , v ■ ' y.f- * Zionistisches Landeskomitee. Die Sitzmig des Finanzausschusses findet ni.cht Montag den 17„d, M». fcmfrcrn Dienstag den 18. d. M. um 6 Uhr abends -im Zionistischen Bureau, U., Zirkusgasse 33, statt. Heimkehrer «rus Sowjetrutzlanv Xjj0 Sibirier» melden sich im Kneysgefiinaetten-Jiiformationsbureau vcs Jüdischen Naüoliciliates fstr Dentschösterreich, H., Taborstraße yöa. .> * Für die jüdischen Kriegsblinden hat Fräuleia Dora S t e i u h a u e r beider Hochzeit Fanni Silbermann- Natan Fleis^mann den Beiraa von K 380,~ als Spende für den vKr egsblindeniondS des Veibaudes der jüdischen Invalide» und Heimkehrer ge? am mell, * Unbekannte musikalische Geständnisse. DonnerS' tag den 20 d. M. um Vr8 Uhr spricht , Schnilsiellcr U. Tartaruga in der Uriima unf Grund zahlreicher Zu>'chrmen . von Dichtern. Künstlein imb Forschern des Kn- und Ausland-s über den Einfluß der Musik auf das geistige Schaffen» 2 Stevbefall. Der Redalleur Robert W 0 l f de§ "Extrablatt" rsi Sonntag fxüh in Gleichenberg infolge U n t e r- Ernährung im 72.' Lebensjahre gestorben.' * Der Kopf der Germania... Nach Meldungen aus St> irßburg sind gestern abends Studenten in das Unlverfiigts-- gedäure eingedrnngen und haben das dort auigefiellte Gennama- Siandbrld. zerstört. Den Kovf der Germania legier 'fie -zu Füßen des Kleber-Denkmals nieder, wobei sie, die MrrsMyise sangen. * 1000 Kilogramm Sprengstoff in einem Wvhnhause ein- . gelanger! Kn der abgaholzten Au / des GeMLindegebrares Albern.werden die Wur^elstöcke mit Dynamon gesprengt.. Am 15. d. M. nun wurden im Hause des. Georg Tanger, 1!. Bezirk, Mailergasse Nr. 8 in Kaiser-Ebersdorf 40 Kisten, von denen jede mit 20 Stück Paketen zu je einem Kilogramm Sprengpulver „Dynamon 1" gefüllt waren, von einem Ingenieur der Alpenländischcn' Forst-Betriebs- .und Holz- Jndustrieaktiengesellschaft, 4. Bezirk, Frankcnberggasse Nr. 2, eingelagert. Die Betvohner der Umgebung des Hauses warerr dadirrch in hochgradige Aufregung versetzt und erstatreten die Anzeige. 'Feuerwehr tronZportierte die gefährlichen Kisten irr die Kaiscr-CberLdorfer Artillerie»Kaserne. Die StrafäintZ- Handlung wurde eingeleitet. * In der Bolksoper waren die bisherigen. Vorstellungen von „Tosra" und „Madame Butterfly" auSverkaüft, Infolgedessen wurde der Spielplan dahin abgeändert, daß heute „Butterfly", .morgen „Mefistofele" und übermorgen abermals „Butterfly" gegeben wird. £?,.r . ,-"— -------:-;— Hausarzt. r ' Redigiert von Dr. Sa«el Bver, ^c - Aebex Kopfschwevtzert^ -/ - MankhefLsZirstcrnd. gegenüber Mrnedizi- MMIHMMW säst vollkommen verscksi^'Ds 'ist bekannt,,:w.ie ö!tz'.Patwnten,'.poM/ Mzte nacheinander alle NIUqn rrnd neuesten Präparate verschrieben erhalten, bis sie ßuin nächsten' Arzte gehen, welcher den Mrnus da sortsetzt, wo ihn dev andere beendet hat. Dieser Mangel der Therapie entspricht einem Pang'el an Erkenntnis und dieser Mangel der Erkenntnis liegt, worauf Doktor Kindborghinweist, daran, daß' hie $unft der Massage Ui uns zu einem von Laien betriebenen Handwerk ge- Morhtzn-ist, Schwedische Aerzte, die Meister der Massage, Hhen, üttS, das LW ' def' WkeMWs aWisilpdet, daß Hr Kolhfschtnßrz sehr oft auf einer Erkrankung der HakS-r Nacken-/ Md Kopfmuskeln beruht und -das All- Hilniittel die massierende'Hand deß kundigen ÄrzteL. ist. oer beim Streichen der genannten MrOkelgruppen kleine, schmerzhafte - Verhärtungen in dem M'n skelflcisÄ entdeckt. Der Kopfschmerz- oder Wgräne-Anfall ist dann durch Kompression oder. Reizung der die kranken Muskeln durchsetzeichen Nerven oder durch Behinderung des Blntabftusses bedingt, Jedes Moment, das einen stärkeren BlUtznflnß zmn Kopfe erzeugt, wie eine Magenverstimmung, Gemütsbewegung, geistige Anstrengung, eine geringe Menge Alkohol, köüNtn bei derart veranlagten Personen auf den Migräne,Anfall auslösend wirken. Selbstverständlichmüssen -andere Ursachen, die Kops- Wncrzen Hervorrufen, ErkraNkungerr des Gehirns, des Schädels, der Nebenhöhlen, der Zähne, allsgeschlossen werden. Es ist interessant, daß große klinische Aerzte bei uns an eine Mliskelentzünduffg bei Migräne nicht glauben und daher der therapentischen Massage als Dehandlirno bei Kopfschrnerzen sehr skeptisch gegenübcrstehen, obgleich j der Erfolg in vielen Fällen geradezu zauberhaft erscheint. Jedenfalls ist bei häufig austretendem Kopfschmerz mit feinen Begleiterscheinungen (Erbrechen, Schwindel) nicht zuletzt die Massagebehandlung der Kopf- und Nackenmuskeln von kundjger Hand zu versuchen, gehört hoch die Migräne zu jenen Krankheiten, die desi Menschen zwar nicht umbrmgen, aber immerhin ihm das Leben zu verleiden inrstande sind.- Äerztliche Wirrke. Dmtetik der Schwangerschaft. Schwangere Frauen sollen ihre gewohnte'Lebens-, weise Leibehalten, falls diese eine gesundsheitsgemäße war. Alles die ruhige Lebensführung Störende, körperliche Anstrengung, starke Aufregung, ist fernzuhalten. Regelmäßige Bewegung rtn -Freien und im HausS' "ist zu empfehlen; Tackzen, Bergpartien,, schweres Heben, lange Eisenbahnfahrten sind zir meiden. Wichtig ist die" Hautpflege. Lauwarme Bäder, besonders in den letzten Wochen, sind erlaubt. Die Kleidung hat auf den besynderen Zustand Rücksicht zu nehnren, alles die Blutzirkuka^ tiön Beengende, Korsetts, Strumpfbänder, sind zu verbieten. Besondere'Beachtung verdienen die Brustwarzen, welche mid kaltem Wasser gewaschen Und öfter mit Franzbranlltwein betrlpft und so für das Stillgeschäft vorbereitet werden sollen. Die Trägheit des Darmes ist durch einfache Mittel (ein Glas kaltes Wasser nüchtern am Morgen, Bitterwasser, Karlsbader Salz) zu bekämpfen. Die Hasenscharte. Darunter versteht man einen abnornien, ange^ borenen, von Lippenrot umsämnten Spalt in der Oberlippe. Die Ursache dieser Mißbildung ist noch völlig in Dunkel gehüllt. Die Hasenscharte.schafft, abgesehen von der Entstellung im Gesichte, besonders dem Säirgling schwere Störnngen, indem ilnn. der Sangakt drrrch den nmngelhaften Schluß der Mundhöhle erschwert wird. Die einzige Art der Behandlung ist die operative,' die glänzende Resultate aufweist. Häufig ist der Defekt an den Lippen mit Mißbildung an dem Gaumen gesellt, die ly west gediehen sein kcüln, daß "selbst die. Ernährung des Kindes in-Frage gestellt ist. Die Wurmkränkheit des Kindes. , Wenn Kinder über immer wiederkehtendes Jucken - am After klagen, so mutz mmr an die drei bis zehn Millimeter langen Weißen Fadenwürmer denken, die den Dickdarm bewohnen. Die Weibchen kriechen aus dem Mastdarm heraus und legen, außerhalb die Eier ab. Diese bleiben an den Fingern der Kinder -haften und gelangen so in den Darm, wo sie auswachsen. Pie vpy den Würmern befallenen Kinder sehen oft blaß aus, schlafen schlecht und neigen zur Mastirrbation. Ern gutes. Hausmittel find die Einläufe intt Knoblauchabkochung» Wichtig ist die wiederholte Säuberung der Hände und Nägel, die bei Verunreinigung mit Wurmeiern zur fortlaufenden Infektion beitragen. Aerztlicher Fra gekästen. Student. Nein. — Anna Hl. Die Diaynosr «Zwillinge* wnd mwehnlick, erst dinn gemackit, wenn sie keme Kunst mehr ist» tfiimlirf) nach der Geburt der ersten Frucht. Reelle Schwierigkeiten fieben weift der nch'igcn Erkenntnis tut Wege. — Maschkes, AirkuSgasso. Das Wesen der englischen Krankheit ist noch unbekannt. Ungenügende. nnzweckmWge. vvr allem eure fettige Ernährung der K ndnr splelt eine große Rolle. Manche beschuldrgen die ungünstigen hygienischen Berhäktniffe. Auch übev» ernährte Brustkinder leiden an Rachitis. Phosphorlcbertra« ist das Heckmtttel: - Hoffnung. Wo Nisse find, ist auch Unge' Ale.cr. Waschen mrt warmem Eisig und Kämmen mit dichtem Kamm- Noch besser Waschen mit P«t>oleum (Achtung vor offener Flammep. Einfrndon über Nacht, dann ÄuSkämmen. — 8. F., Mittelschüler. Sie sind em Neurasihenifer, lassen Sie sich entsprechend behandeln. Lesen Sie nicht soviel im Lexikon k Dertrauen Sie sich einem iüchtlgen 9tr^t an! — fßaleftvina. tzS ist. sihr bedauellich. daß jüdische Ehen der Körperpstege der Kmder so wenig Znterefie entaeoenbrmgen. Ein gesunder Geist kann nur ,n einem gesunden Körper wohnen. Lassen Sie den Knaben turnen, schw mmen. jeden Spart im Freren mit Mast ' betreiben, gesunde Konstitution vorausgesetzt a