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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-16 · Heft 472 (16.5.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 472 (16.5.1920)
Date
1920-05-16
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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4 ftt. 472 Wien, Sonntag Wiener MorgerizeiLrrng 16. Mai 1920 -ie Men immanerüe LraD:- tängsam und »«KwendLav. Lt ein Schicksal heran. Verfall-'Tod und Entsagung ° etrtgk-iZen Hleppsn sich die Menschen seiner Novellen, empören sich, persuchen' sich gu. empören; Re- Bahn..'aber ist vprgeMchnet: irgend einmalmündet sie ins linbekanntc, in die Schaitenttil&P der Vergangenheit. Müde Schicksale Ziehen, vorüber, «Wewütztg ■ Schult) sühnend, Scharf geZeichnet die' Meisten' urtÄ, was wichtig ist: logisch gezßichner t find die Menschen d«ses Buches in chrrre' .RefignÜchry. 'Ahre,>Geschrchhen,..sirch-' durchaus ' möglich, miterleLt, keine "ist, konstruiert. —. W-ist ow Fontana das Verantwortungsgefühl zu loben, mit-dem er' die^Aufgabe des Dichters sieht: nur dann Al-sprechen, wenn «deinem Erlebnis heraus etwas zu sagen ist. Eugen Höflichr Englische Ausgrabungen in Palästina. Die neue britische archäologische Schule in Jerusalem wird, sobald sich die politischen Verhältnisse in Palästina' gefestigt haben, -an einer bereits ausgesuchten» aber nochgehkimarhültenl-tl - Stätte Ausgrabungen hegirrpen. Profch'oz: < F,, ,M..y r. st a mgvon' der Ävidnsttät Liverpool ist setzt schon e nach Palästina gst/«tsen, um dre vollständige Orgäsnsation der Schule zu belmbeir. - - *' ..Will iwijf - ■ Bühne urrd Kmzst. ' Wilhelm Wtzchtel. - Ein Atelierbesuch. SE^Iangenl verfolge ich als genießender Laiedas 8^Dk,Wilhelm Wachtels. Er begann als malender Po«;töe?. ostsüdischerr Gäßch-ens. bann — nach so mm 'Pariser Fähren —/trat dem.sehnsüchtigen Inden stets sinn-? fälliger - und farbenfroher das Bild des ' Orients; vor hie Ae?le /u'n8 er tastete sich ans dem verdrückten Ghetto übrigens bei Wachtel niemals kitschig oder schablonenhaft/ schien)' schlug in eine andere' Tonart uin, welche bem kerngesunden Wesen' Des Künstlets' angemessener' ist. fMlomo' schreitet gesalbten Hawphes errcher, 'es singen -und Harfen die Leviten, dunkel chlaut das Meer, iu strählend keuscher Nacktheit, edlMWÄrneide-'uw-' die- F^,ehr,.' stäht.die Prinzessin, Sabbat, die Töchter Zions peiflgH.6fö*Stirne' über ' köstliche. Teppiche, < schwarz ragdn'die Mimen in, den bluteM.n Abeirdhrurmel'. , . . ßVpinrtfoif1 $ßfltt4i»rftW '(ättttäni" Mtrfif f\A& seiner Frauen. sie ranW^Ms^'^EdvtsteiNdn '-iM^-PHaMstebkümöE'Mrle'n tn^Mü^Ker^'''Kfäßt:--''SdM'hÄ:sv'/tz)tMgung unseren' Fraüen entgangen sein? WahtliH. der feuchte Glanz, der "iit "den'" AÄM-'-Mreü' MSöcheüMstÄlen'-Aüi't/ die' Freches die dE'-'Stirneir seiner /suväisch-sn'" Fr-uett'/ adett'/'i die -Geste'- ihrtzr Hiebesüol'-Und ihrer'''Opfersrendemacht ihn zw unserem 'Frauenröb?zunr"iNale'ttd.en Mävg«r'-der Hebräerin, wie er — ein Porträtist, der die Ndenfchen iv a ll Xi, die ardarstsllt immer'' wieder ,-nach /einem Frauenantlitz .sucht/ das. --die BlutgAMnschastder Sula- Sttith, Judith, Esther zeigt. ' ' Wie nahe lag der Weg aus seiner archaisierenden ' Manier in-."die hypermoderne''- -M-alkuvsti Min ".Mann ' des lK-ornprvmissss, - hat Wachtel - bem - durch - - Reklameirr bestimmter Richtung beenlstußten" Kü'nstbanausen niemals Konzessionen genrachi:, blieb sich treu/ und 'arbeitet^ 'mit. wirk.ich.inbrünstiger Hingabe an seiner Bollendun'g.- Tavpn durfte ich nn'ch durch einen-neuerlichen . Aielieru.'iuch überzeugen, den die-Eindrücke seiner Zeichnungenn.-r Pafsah-Hagadah-in- - der -Frühjahrsausstellung'' her ^r.^kssion" änregten. Dem Kmrner seiner.Arbeiten fällt auf, daß Wachtel; stets Bilder/auf.-der Staffelet hat, die durch Ausstellungen längst bekannt und'. dnrchMyvsdöuig/^. nmgearbeitet underheblich/ gewachsen. / Das, wrur'öärschöne Bildnis.der Sedernacht,,.yrit dein' in die Stube, tretenden Propheten, Wjahu. istlängsti 'ihr Privätb'esitz) steht ueuerdrlrgs>'in größeren -Maßenfast, fertig da, -mit Aenderungen. .in dtzr. Komposition, die geringfügig erscheinen,, aber. rhm selbst w,iMge'.'Oes.serungcn bedeuten. Es ergehe-ihm, meint/Wachtel/ Mit diesem Vorwurf, wie Bocklin nnt..LLv.....Dät«ninE,.'.die der Mister immer wieder in neuer D.-riant^ malen mußte. ■•■•; '.V Das Ergebnis dieser' Selbstzucht zeigt sich an-Heu Zahlreichen neuen Schöpfungen, die in.seiner Wcrkstcktl hänßen. Ein or'entalisches Jrauengemä öe, , Siesta". Übertritt an Farbenpracht und 'EbenmM. der. Kauen-, körper alle bisllerraen Frauenbildnisse Wackrtels. Die neue -.Judith"' hat gegenüber seinem früheren' stl'ekchttämigen Gemälde aus Wachtels - Charakter'.sierüugsku'nst Gewinn gezogen. Dex Einbruch diesüs- Angesich.es, in dem^ die Erinnerung an die gezwungene-und doch heiße' Hingabe-mit. dem stolzen Gefühl der-Sendung kLchpft, /bleibt unvergeßlich. Boris .Schatz hat - diese ,-Judiths für das Mische Nationalmuseum in Jerusalem .erworbetz. Man weiß, daß.. Wilhelm. WAchtel,, der BolljuLe. aus seinen Bibclträumcn durch ju. ijche 'Kriägsüot und die furchibaren Pogvomereiguisie aufgescheucyt wurde. G.r M das. kli'ch.teiwe. gejagte u>D .hingemordetr. Juden-- tum aus' die Leinwand gebannt, und man kennt, diese - Bilder, die nicht alle vollwertig sind. Kon den -neuen" Gegenwartsbildarn M sprechen, dis 'wir. unvollendet, sehen dursten, wäre^ verfrüht. -Wer. so viel darf mansagen, daß uns neben schwächeren Arbeiten insbesondere .seingroßes Werk -„Christus im - Piogronwiertel" sowie , ein Pogw'mbild, das bloß aus drei Gestalten besteht und .von grandioser dramatischer, Kraft, äst, tiessten, erschütterndsten. Eindruckmacht., / \ ' Und nun esn Wunsch für den Künstler," fein Werk und für uns: Räscheste'Uebersiedlung W'lhelm Wachtöls .in die- Luft, -unter den.Himmel, in die Sommernächte, in den 'F rühli nas reich tum seiner jüdischen Urheimat! ^//V, ' . Otto.Abeles, 1 ,,■ :/•■ .Khr GMap -Mahrev-B-revisr. \ " Zum Mahler-Fest in Holland kommt eben ein NchwerhesL/-,-,Gustav. Mahler" der „Musikblätter des AnbWch" . zurech t. -Las eine' hei /derartigen Publikationen ungewöhnliche- Reichhaltigkeit und Gediegenheit aüstveist. Als interessanteste Beiträge feien erwähnt:- Ein Aufsatz des kürzlich verstorbenen Otto Ne itzel über das Verhältnis Mahlers zu Holland, wo er sich bekanntlich am schnellsten durchsetzen konnte; Studien von Guido Adler, Alfred Roller,. Hermann Bahr, Paul Stefan, ferner persönliche Erinnerungen an Mahler von I. G.' F.o er ster/ Max 'Stein iß er / Und.E. N. v. R-e z.nr.ze k. Natalie Ba uer-Le ch-.- ner teilt treu bewahrte Aussprüche des Komponisten' über musikalische Technik mit, am fesselndsten aber schildert eine Arbeit Richard Spech ts das Entstehen• der vielfältigen Anfeindungen. Mahlers, durch eine gewisse Wiener Partei,- an deren Umtrieben besonders. -Heinr'ch MmhardL, der LkorNponist des „SüßenMädels"> Robert" Hirschfeld, Richard Wvllaschek, Paul Stäuber und' Hans: Liebstöckl beteiligt waren. Auch der unmittel- ' bare-Ilnlaß zu Mahlers Scheiden aus .der Hofoper wird erzählt. Mahler-hatte-in seiner'berühmten Ünbedachtsamkeit seinen letzten Urlaub in ein ofsenliegen-,, des Vormerkbuch eingetragen nnd .n'cht 'unterlassen, eine ach'.tägige widerrechtliche- Ueberschreitung,- die et hinterher ratifizierenlassen wollte, dazuzufügen.- So wurde dieser .subordina'ionswidrige Plan ruchbgr nhd /als, er deshalb vor Monrenuovo ziL-le-r^,wurhe>--ka.M ^es..-zWeittsr heftigen. Auseirkanderse'tzuug, auf die Mahler'mit, seinem- Abschied' reagierte,' Ws-.chDnlra^MD^.ynW:?'Möge - mach genauer in öexHübschen .M:mnelschrifj' Nachlesen, l die viel neues Licht über ÄKahlers- Er-denw-rllen breiteti.' ' """ , " - ' M. - Wzsfik- Das erste KonM ' im''^-RHmrn - diesrr "vön der Gewemdk Wien verimst-steren ÄHähruhgtzf,,HHet - H» % m ne rs tchg - den -27» d..M.,i nachmlltagL?/»^ ipuMaale -tzer Akademü der/ .B^UenlchvfleÄAAM -'-d'ekätte^'MivÄMk)'' /statt, ^dt^--für' dieses i eme Mal hon der dcmielin.iemgegonkommendster Meise frci- .gegebch. wmde. . - i s /• ,i /-v’: v-' Prograuinr/: -l.-" Haydns! Shmphonrr,..-Der Philosoph"/ 2. Pastorale^^/CiHfirunrentieit;• bbrt /Weingartner), gesungen . von Kaü Mttle-' Heintzartner-Mch/cel)/ '3., Mozart, Ouarteltkonizert-für Hläsmstrümelne mrit BsgleitüMhes, Orchesters 4. Mozart, Arie, aus- ^FigmoS ^Hochzcll." <Fmu Wcmgartner-. Ma'-celh 5. W^rch'^hnchchömeMYrlr:' -Das, Philharmonische Orchester, leitet. Direktor Felix W e i n g a r t n e r. ' MeMveise.^u/LE^üLhsungarr../ / ' Um die BerüNichtigung von besonderen Wünschen und die Zuweisung von möglichst günstigen- Sitzplätzen zu ennöalichcn, ist es notwendig, die llnmelduugen. für -Karten m' den von der Gemeinde Wien veranstalteten >. Meisterauffiihruugeu Wiener Musik sofort un Piäsidialbureau zu-ckstaiten. : Die Prüfe stellen sich folgender matzen dar: S taäMheater i Erhöhte Prelle. Orchestertonzerte: ch 50.— brs K 3.— fK 60,— hrs K 5.—). Großer Redouiensaalr/L 150.^, LIVE—, A ll sch irre« Größte Auswahl! Billigste. Preise 6J0 LeopsldSteinl)art,MiM,!..Biberstraße 9. 4VÜ/8Ö:- L- " -css,; HUTSEPARITDR-AHSTUT — Panama., (iirardihüte tmd allerband Ilut-!' v—_reparatriren worden nackuenaster Modo prompt nnd bUlipst modornigiot» . . SVEIX., Wäbrin^er Kürtol 21 und VXE., HarieMlfarotvasso 86. M-MMrK- . ALLAN». Ein Abonnent unseres Blattes bat sich bereit erklStrt, zwei f lungenkrankeiüdische Mütter für je 60 Tage in der 'Heil* anstalt AMand auf seine Kosten unterzubringen. Mittellose Bewerberinnen richten ihr Ansocheh unter „Ungenannt 8177“/ an die Adm.„des Blattes. , , . &17* Ä (Diwans.ü '4 Sitze zn K 4vü.--, K 360.7-,. L ^60.—). Aula devch. Akadrm^e der Wisfenschasten: L106,—. Alles Rathaus, Sitzrmgtz?'." saal: L 160.-,. ' - i i -7" '!Das^Bu r/g/t h e ä-i e < LeteiW -M/än diesen vychdeW Gehremde WieNveranstMrtrn Austührungen Mt einerFestvorstellüngH Döirntagi .den 8. Juni. / Äufgeführt wird Grillparzers LMpieliF ^.Weh'beuch der lügt^ ' Den Leon-sprelt zmn ersten Male derU jurrgchThlnugch'den Galomie Herr Hugo Thimig,' de«' BMöf/I HM Dcvriench den Atterlus-Herr Siebert. Soeben erschienen: JAKOB FINGERMANN ROMAN Treis gebunden 31t. 12— . Zu beziehen durch alle Buchhandlungen R. LÖIIT VERLAG. WIEN, L Fleisclixarkt i Achtz den Thestevtt. - / -' DieStzielpläne der Staatsthe ater lauten-: , f'- Buogtheat er: Montag: „Der Raub derSabmermM^- iSLriese —' Hugo Tbinria a. G-l. — Dienstag:- ^Alt-Heidelberg^l Mutwoch: „Gyges und' sein Ring". — Donnerstag r „Die: ^.oerinnen". — Freitag: ..Die Troerinnen" — Samstag: ^K.Lnigin Chnstine". — Sonntag: . „Die Troerinnrn'ch — Momäg: ..Königin Christine". ' s/-' / ' S ch 8 n b^r ü n n ev Sch loß t bs a ter: MonkagM ..Die: Schwestern". Dienstag: „Die Schwestern".' -- i Miitwoch: ,-„Vrcl Lärm um nichts". — - Donnerstag.: „Biel, Lcchhii' um.mcbis". — Freitag: „Viel Lärm um nichts". — ' Scnn.siag: „Biel Lärm um nichts". — Sonntag: „Du!' Larrrr i um-nichts". 7^- Montag.Viel Lärm um nichts". ' t! /-/D/-v.-ie.r'^;1.h e ä te r. Montag': „Salome"; Dienstcktzch ,„Eahmerr": Mittwoch: ,,ULvnU"rrn r«etiounn'ch„Der Bajazzo"; Donnerstag: „Carmen": Freitag: „Die Dorllcbule", Meister! Andrea"; Sanrsrag: „Der Troubadour"; Sonmäg-: „Tristan, und Isolde"; Montag: „Tue Bohöme". , -y . - Im S ch ö n d r n n n e r S ch l o.ß t b e ater gelangt demnächst Km! S t-e r n tz e r m s 5komödr.e„D i eKaifette" zur .ersten Aufsührung. Du Nolle..des Krüll stzielr Herr Forest.' den Serdenichuur Herr D anegg er, die Elsbeth Frau He n d e r §. Regie H ein c. : - -!; r ImÄeuts ch enVolkst b e a t e r gelangt Schillers /Schauw-el »W : l h e l n T e l l" Dienstag den 18. d.' M.f - M"'Uhr, in völliger Neuinszenierung mit eiltet von Julius Bit tne r tompon>ernn neuen Begleitmusik zur Äustührung; - Dre Dekoratwnen und Kostüme sind nach Entwürfen .Profesior Dr. Oskar^S t r u a d s hergestellt,.dem auch die Lösung des (szenischen Problems gelungen ist, sämtliche 'wechselnden Schau» Plätze -unter Vermeidung ^seden Umbaues auf der Drehbühne austmülllen und so die. rasche Abwicklung zu ermöglichen. Dre Regie führt Direktor Alfred Bernau. / f -- Im W i e n e r S t a d t t h e a t u r wird Montag. und Fncüaa die Konrodie ..M a r c, u i s v o n K e i t h" von Frank Wedekinb, Dienstag, Mittwoch, Samstag (z u m 5 0. Male), und Sonntag abends „Dre F r a u' R a r" von Dr. Pan!' Wertherm'er gegeben. Donnerstag den 20. d. M. findet eine Auf-- tübrung des Schauspiels ..T r 11 b y" nach George du MaurierZ statt. Fn der Titelrolle debüitcrt Fräulein Slclla S o r m a, de» Sven galt spielt Joses I a r n o. Wiener Kammerkrrnst. »D a s z e r st ö r t c 'H a u s", Schauspiel in drei AKeu vsn / , l S r a n t 3 l a u s R e ich (Uraufführung). ’r: i . Ibsen, welcher wußte, was er dem Theater schuldig sei, sah ' daraus, zu seinen Problemkonstruktionen auch'mehr oder weniger - interessante Figuren und Handlungen -zu konstruieren. Das S'chüusptel von Stanislaus Reich, welches im Akadnniethrater ..' seine deutsche Uraufführung' erlebte, hat anscheinend nur auf die ' Prodlenckonstruktron Wert gelegt; das Theater rst'dabei arg zn - kurz gekommen. Das Problem aber, wie einer die „Freiheit des . Jchs" , über die er schreibt, auch leben , karm^ ist.selbst für eine ' Abhandlung keines; denn es gibt keine Freiheit des Jchs. Darüber zu riden (und m dem Stück wrrd furchtbar v'el geredet) ist noch fern , Theaterkonstü't. Wenn aber schon geredet werden muß»,, Hann wenigstenZ ibsenfich. Gesäuselte Lyrismen und vom Tag bezogene Gefühlchen tnn's nicht, besonders wenn es ' in einem Deutsch geschieht, wie es noch nie ein lebendiger Mensch über seine Ltpven gebracht hat (selbst für em Uebrr- . .etzungSdeutsch ist das kein Extstenzankpruch). Dichterischer 'Wille ist hier sedenfalls vorhanden; mutz er fich unbedingt aber auf der Bülme auSleben? Dte Darsteller unter der Negiefühwng voll Attilio V l e r b t r e u, der im letzten Mornent noch eine Rolle übernehmen mutzte, suchten krampfhaft dlnhaltspnnkte für .eine Darstellung. Frau Erika W a g it c r hielt sich an Ibsens Heddq,i 'wie sic sich sie denkt. Herr E h m a n u verlegte das •' Stück in die mährische Provinz, Herr Philipp e s k a tat mit- Emmh Enuuernig aber hauchte 'hrcr Rolle beinahe Leben 'ein; au) sic sei ammerkiavr gemacht.! Der Dichter quittierte nach dem .jwsiteij und dritten Akt persönlich dm Beifall. S,-8.' ■ Heft 1Ä dsrZ „Mus'kalisch n Kurier" enthält Gei^- träge' von Proscst'sr Max Graß Marie Gntheick-i Schober iüb-er Mahler). F-erd. Pnjma nn «'übev. - I. ,B. Fofrj'ier) .und zahl reiche kia-.nvre Ärh^xn. mt^i-/; kasischetr Iuhati-.i.

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