Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 472 (16.5.1920)
- Date
- 1920-05-16
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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' . -'•-,r*»-«*'r *H>£. *& l tl ■.iOi-Ül, OOHllkÜ^* 1, VW t'i* (*yVi)h'^y»i^>vvU('»|i| Wittl O ös. h. M. bei dr« Präsidenten de« KultuZüememde einzvrriÄcn Hkd. Dir emschlLchge» Bestimm»,ngrn der Wahlordnung sind an ler» AnndmachuntzZtastln der Mltüsgemnndr und in den Bel- |8#fent ersichtlich. I■■% DsS Präsidium der iftaskitischm Kultnsgemeinde in Wien. A«de» Wiens k^ Sichert euch das Wahlrecht ._ für die Kuttusgemeinde. -.' § § der Wahlochnnng für dir nächsten KnlASpahlen bestimmt: DaZ aktive Wahlrecht haben alle Kultnssteuerträger der israelitischen Kultusgememde Wien oh ne H n ter f ch ied des Ge sch l eck, t s, fofcriu rie das für die Erlangung der Eigenberechtigung ^gesetzlich -Vorgeschriebene - Lebensalter erreicht haben, welche: -' 1. mn Tage der Ausschreibung der Wahl die ö'st e r->;'reichifche, Staatsbü rgerschas't besitzen; . *•*' . >8, die ihnen für das Jäyr der Wahl oder'bas-vo'ran« Agangene Kalenderjahr / stütirtesigemäß vorgeschriebe»»« ' KültuSsteuer bis "z'mn -Ablauf der Reklamätionsfrist- X8 st O. O.) entrichtet Haben.;>v■■•■''■■•• •. Die G cme i nd era bb iue r und die bestnitib äuge stell ten Bea»Nten u»»d'B e an:tiirnen der ''Kulkrsgemelnde haben das Wahlrecht ohne Steuer^ ' Leistung für die- Kultusgemeinde. M a h l b e r e ch L i g i >iitb ferner auch jene, bas öster-- . reich»sche Staatsbürgerrech't it i ch tche s i'tz c n d e »r'K u l tus- ^steuer träger, welche bereits für die '»»ft ^aFire 1Ö12 stattgehabte Wahl »n ' den ''KrilMvvrstand wahlberechtigt .'.''charen und der :»u Punkt tz geforderte»» KorqusWurg .- .entsprochen haben.' _ , : " ,! Es ist daher dringend. notwendig, daß ' 1. jeder Kultusstc.-uerträger, der daZ WerveD'sche Stas'tsbürgerrecht.-Hesitzt. und sein«. Stecker bezahlt hat, sich Unverzüglich überzeuge, ob er in die Wählerliste aufgenommeir... wurde,- itnt ine entgegengesetzten Falle -sein? 'WähtteD 's, zu reilchmeren ' (siehe «obige Kundmachung); " v , 1 -2. jeder in Wien lebend o MudLer öster- MHischer 'Staatsbürger ist und seiE KMusstchler-fsir di-a-s heurtge Iah r noch »iich t «.'ntrsich tM, hat, sich beeile, die iMrltussteusr zubezahlen, u,ui»< die Dahlerlrste anMnommeir zu töerdert; 3, daß auch diejenigen Jtrdeir7 welche das oft t rreich i sche St a a L s'b ü r g e rr e ch L nicht besitzen, liei der letzten im l.Jahre 19(2 stattgehabten Wahl irr: "den: Kult»tsborsta»rd aber wahlberechtigt waren-, unverzüglich ihre eiwa noch ausstehende Kultussttuer entrichten'^sia'W'in'.hresrür 'Falle für. di? kommende Knltuschohl -rvahwerecht'igL' sind, - auch sie das iistsr-- veichische Staatsbürgerrecht derzeit Noch nicht besitzen. Der amerikanische SozlKListeukongretz. Pari«, IS. Mai. Nach R-w-Ysrkek Meldungen habe Eine Fraktion der amevi- Kanischen SoziaNstenparLeL versucht» die ganze Parte, zum Anschluß an dje dritte, die Moskauer Internationale, zu bsLvegen, doch KaD der amerikanische S o z % a L i ft e n- K ö « g t e % der aus Anlaß der PrLsidentfchaftskampagne abgehalten wurde, eS a b- Kelehnt, diesen Weg zu betreten^ Der Kongreß habe vielmehr gestern den Beschluß gefaßt, seinen Anschluß an die zweite, die Ge ns er Lnternationale zu erchenern, wobei gewisse Vorbehalte.gemacht wurden, so daß die awerikanischs sozialistische Partei auch LSnstighin ihre eigene Politik werbe frei bestimmen können. u~- — —i..—■■-■■üj—i--g Else LasKer-Schüler. ■f <No1ize>» z« ihren Büchern.) ' ‘ . Der Paul C-st^.ver-Perläg vecanstftltet eln^ Neu- «Nsgabe ihrer Bücher. Die erste Hälfte liegt bereits »ot.*) Versehen mit beai bizarren Zeichnungen der Mtorln/mik den beim erDn Ansehen kittblichen.lne^ vö'W ist'.es ein dankenswert-es Unternehmendie'-'in 0erschb°detten Verlagen verstreuten Schr'ften zu-sammeln. Äie lyrischen Gedichte fehlen einstweilen. Und "auf die körstmt es ja -an/ wenn' man von der Else L-asker-Schüler shpicht. (Man »nutz sich die Lektüre ihrer Bücher-em- Lilen. Allenfalls darf man sie nicht schnell' hintereinander lesen, wie man von den Gedichten höchstens z^vei, drei an einem Tage lesen darf.) , «■' J , *• ' ■y , Es ist wohl ein tragisches SAicksal, das:-jübi=* sHen.Künstler, die in nichtjüdischer Uingebnng »uch in nichtjlüdischen Sprachen, schaffen/' jragisch dasB 'sch'ck »er Minstler, itt denen die Kontinuität der seelischen Mt- Wicklung abger'ssen ist, die nicht mehr aus dem Wissen, zricht aus den -Gefühlsel meftieit schyfftn, die ih^u Vorfahren genrein waren. In manchen aber wird eirr Instinkt W.-- Blutes. stark, dev -. sie trotz, abgerissener' -vststMer' GniwWüng, trotz ihrer^^ äußerlichen, durch das Milieu hetzingten Entfremdung Swm Bolle, zu jüdische»» Mnstlern macht. Dem'. Europäer rin seltener, flirnmernbet, exotischer Vogel, -dem'' im Judentmn ^atzssiMWest ^ude»r aber etivas Frerndes, MVerMndstche^/MM'er^ weder hier »roch dort heimatberechtigt aufgenmn'me.N und dennoch blickt „sein vertvarrdsrhös Gesicht:" 'nach hem Oste». Else Lasker-Schüler/ eine; Zeile nur aus ihren.Büchern ist jüdischer als das ganze Werk alter, i)ie von Parte'en zu iü ischen Dichtern ernannt werden» Oie ist Jüdin und Dich.erin. l’VSfc Nächte der Tino von Bagdad", „Der WaliL". >Oa8 )jjercr L»lle-Är»ch", MahS." Juden von Hietzing! Vergesset nicht, zrr der heute halb 10 Uhr im 'Schönbrunnerkeller stattfindenden Generalversammlung zu erscheinen, um die Referenten Abg. Stricker, GemeinderatDr. PL aschkes u. GemeinderatDr.Ehrlich anzuhören. Erscheinen Pflicht! Inland. Das österreichische ZustizWesen. Do« unserem Parlamentsberichte^tatLer. Soweit die gestrige Verhandlung des Kapitels .„Justiz" des SLaatsvoranschlages nicht von wider- 'lichem Parteigezänt'e erfüllt war, begegnete sta nur geringe»»: Interesse auf den »»ur spärlich besetzter Bänke»r^ der Nationalversammlung. Abgeordneter $0* M a L a j a, ' der es nicht verwindenkann, datz jetzt statt feiner der Staatssekretär E l d e r.s ch das Staatsanrt /des Innern/ leitet, nahm die Gelegenheit wahr, um feinem Nachfolger im Amt eins am Zeug. Zu flicken^ irrdem er-ihnr geradezuvorwarf, bei seiner Berichterstattung über den Fall der Mißhandlung des Direktors Zweifel in Neunkirchen- , die. Unwahrheit gesprochen zuhaben. E l d c t f ch wies! diesen Vorwurf mrter genauer Angabe des Tatsachenmaterials-Zurück, worauf M a ta ja-sich zu eme»n recht gezwungenen Rückgrrg herbeilietz. Das ließ nun den Abgeordneten %usterlrtz mchh ruhen,-der, mit großem Aufivand an Worten und Gebärden über die Ausi schrotung des Falles Zweifel zu parteipolitifcherr Zweckender Gegenseite einige nicht ganz unangebrachte Bemerkungen machte. Die Verhandlung /des Mpitels/ /Ju st i z^ - wurde durch den Aerichterstatter Dr. B'u r e sch eingeleitet? Abgeord»»eter Dr. W'a b e r (grohdeutsch)'" trat für die Angleichuttg unserer Justizgesetzgebung an,-die des.-Deutschenr Reiches ein und verlangte-eine Ainnestie für diejenigen Per-; fönen, die wegen geringfügiger' Äev'ertretuirgen' der ' Preis, tre»berciverordnur»gcn straffällig wurden. Frau P b p p (Sozraldemokrätm) ' besagte eine gewisse! Aniurosität der Richter und Anwälte gegen die weiblichen Gcschworne»».- In Salle»», wo weibliche Angeklagte vor Gerichtgestellt werden, werden die weiblichen Geschwornen meist a b g e'l e y n t. Wenn auch die', -politische. Konjunktur' --dev Ä.e forrn . de3 Eh e£cchl.e^^riisit' günstig sti, so dürfe! man doch an. dieser Frage , nicht achtlos vörübergehcn.' E11 c<;n -Key Hai der» Ausspruch getan: „Die (§he ohne Liebe ist urisittlich, aber, sittlich ist die Liebe ohne Ehe!" (Heiterkeit, und, Ohorufe.) Die Dispcnsehe ist nur ein Notbehelf. Als Katholikin, würde ich die Trennbarkeit der katholischen Ehe der DisvenS, ehe vorziehcn. Abgeordneter C l e s s i n (großdeutsch) wendete sich gegen die Einmischung .der Betrrcbsräte .m die Exekutive unb ucgiecte; btc Erledigung des Auslreferungsbegehrens gegen die n ngä-» Frischen K o ru in u U i st e n. Sie ist Jüdin, orientalischer Mensch. Stets bereit, sich; hinzugeüen dem Gefühl des Augenblicks, stets innerlich, voll feierlicher Demut,beschaulich, gar nicht 'betriebsam. Dem farbenfrohen Schrneiterling eines Augenblicks nachjagen ist weit wichtiger, als ' Brot suchen für der» »»ächsten Tag. / (Und so ist das Lebest dieser Frau, über das so viel'N»»»nmes ^esbvhchen wich> zu verstehen — unverständlich dem Wahlbürger diesed, und je»»er Konfessvsn — aber gar nahe' denen, di^; ans der G rauh eit eines fremden, erzwungenen' Lebens i nach den Phantast'sch schönen Glernen der Msistenhnnmel - in ganz großer Sehnsucht greifen wollen. Sie ist orienti talisch, »lneuropäischi Sie ist --- 'mit europäischen Maßen gemessen — unerhört' naiv, infantil, das heißt: ferir aller gch^uch 'l-en Obiektivität. gibt sie sich schrankenlos dem hin, das ihr schön scheint und gut, und versteht' die Dinge nicht auf ihre Zweckrnäßigbeit zu prüfen.; Wie in Europa eben nur Kinder sind. Aus dieser Haltung ' sind die sprunghef'.en Gedankenassoziationen zu erklären. ' Orientalischer Geist unter Einfluß wesensfrernden^ i Klinrqs, le'se Auswirkungen einer A»nettketLe, die anders' l lebte, als sie hätte leben sollen, ein Stück heißerer Erotik als' in den Menschen dieses Klimas, weiter nichts. Irgendein Psychoana'yi 'ker wird die Sache zwar nicht so nnkontpliz-iert lausen lassen und irge»»deinliterarhistorischer Wegelagerer wird den Fall schon durcheina»lderanalysieren^ ich aber bleibe dabei: Diese Psyche darf nicht mit europäischen Maßen gemessen werden.) Ihre Bücher sind in der Ichform geschrieben.! Ob sie aber nstn der Prinz von Theben ist oder Tino von Bagdad, ist sie stets die verwanderte Prinzessin i ans Jehuda, hier 'genannt Else .Lasker-Schül'er. Oft I 'unartig nach, landläufigen Begr'ffm - —- kapriziös 'auch mitunter, immer aber von orientalischen Bemengungen geleitet. Fremd stets im .frempen Enr-opa. selbst wenn sie ein Peter HillcWu.ch im m'tt lalk'v.'ich-! deutschen L-e^ndenstit schreibt. Stets ist ihr her Orient Abgeordneter Dr. M a t a j a (christlichsvzial) kam Mf-deq r Fall Zweifvl?gn sprechen und meinte: Diesen Vorfüll hat Äbgeotdstetev Stricker eine Prügelei genannt. Ware-der Abgeordnete Stricker in der Situation des Direktors Z w e r f e l gefvsserij und hätte da»m noch behauptet,'es sei eine- Prügelei, danrls wäre er ein Held gewesen.-' Es ist erstaunlich, welche .,Ver«> achtung des Schmerzes und der Angst diese Makkabäerl, an den Tag legen, wenn esnicht um ihre eigene Haut gehüj (Herr Mataja hat als Staatssekretär des Innern-über disj „Makkabäer" ganz anders gesprochen, als im Auftragdes; Jüdischen Nationalrates im Novernber 1918 die jüdische; Schutzwache den Nordbahnhof räumte und »rngeheureL Lrr-«?' glück von Wien abwendete. Damals haben er und Staats^ sekretär Mayer den Juden gedankt rrnd erklärt) Oesterreich würde diese Hilse in der Not Nie/ dec»i gegen. ES hat aber doch vergesse»:. Die - Sied.): Ab» geordneter Dr. Mataja erzählt nun übet den Fall deK Direktors Zweifel in Neunkirchen: Am 19. März hat dey Untersuchungsrichter an den Bezirkshauptrrrann dvs.Ersuchen», gestellt, alle Vorkehrungen zu treffen, welche, die Durchführung der.beabsichtigten Verhaftung und die weitere Amtshandlung .des Gerichtes sicherstelle»:. Am 20. März antwortete der Ste-* zirkshauptmann, er habe von seiner Obcrbehörde^ WeisungenS erhalten, die ihn zur Beistellung von Assistenz anläßlich.der.' tbeabsichtigten'Verhaftungen nicht ermächtige»:. ..Diese,.Oberbehörde war.der Staatssekretär Eldersch, an den sich dev l Bezirkshauptmann telephonisch gewendet hat. Staassekretär Eldersch hat allerdings im Hause erklärt, daß die BeistellünL von-'Gendarmerie nicht verweigert würde, er hat abs.o'Hier; int Hause die Unwahrheit gesprochen/.'tHört>' .hört!-Rufe-bei. den Christlichsozialen.) s- - . Staatssekretär Dr. Ramek machte Mitieilu»tg«n über, die Schwierigkeite»:, die sich der Verwirklichung des GfsetzsSs über .J die JugendgerichtSbarleU , in den Weg gestellt haben. Die Jugendsirafanftalt-.-soll -ltti K aä s e r - E b e r s d o r f untergeb^cht-werden, -das. Jugend^ i geeicht. in dem -in. Bau - befindlichen Dezi-rkSgeffchts - K a n.d». st ratze. Er versicherte, daß die GerichLe: nach jeder Richtung -hm:obj ektrv ihres Amtes,walten. Für ihn als den-oSevsten i Chef der Justizverwaltung gebe es k e i n e P a r t e i l i ch-> k'e i L und die Gerichte seien auch in keinem einzigen ihm - bekannt gewordenen Falle von den Grür»dsätzen der Gerech» ■ Ligkeit abgewichen. Dafür bürge auch die hochwertige Omrli- -tat des österreichischen Richterstandes. ' " - ' . -Auch die Fälle in Gosdorf, Waidhofen a. b! MoS- und Ruprecht sh ofen (wo Bauvrn die Äcqurstr tronskommissionen geprügelt haben — Die Red.) werden, mir -der gleichen Strenge und Objektivität verfolgt.wer»< - den, wie dies. bei ^Ijederslhreitutnzen ,'dcs Gesetzes seitens der^ Arbeiterschaft geschehen ist.'' ' ,s Siaatssekreträ Eldörsch wies nunmelr den vom Abgeordneten 2K a t a fa ’ gegen' ihn ' erhobenen Sintöutf ber t Anwatzrheit zurück und teilte ' - mit : - 'Der / Bezirkshrnipl-' tmgnn von Zreün'kir'chen hat' «»-.Falle Zweifel unvor-^ ' sichtigerweife auf'.'das Vogehcan des UntchisnchungAÄ'chterS^ ohneme i n Wisse n, einen schriftlichen Bescheid gegeben, der dem Jrchalt nach einer . Ber Weigerung Assistenz gleichkommL. Der Bezirkshauptmann hat sich dabei noch versichert, daß diese Zuschrift vertraulich bshandelt .werde. Ich habe, also von dieser'Ablehnung deL Beistellung der AssistenZ keine Kenntnis gehabt und kar»n das Vorgehen des Bezirkshauptmannes insofern entschuldigen, als er von mir di6 Mitteilung l hatte, -es werde nicht verhaftet, und er glaubte, das Bemehr als Geographie, ein Stück ihres Lebens, ihx' ganzes Leben eigentlich^ denn ihr träumendes Leberts ist ja ihr Eigentliches. Schranwnlojer, bnntblütiL^^; Träum, die einzige Möglichkeit, in die vergängenerü GrschLKtsr wieder einzugehendie noiwendiss - it' uffät wiederh.er.'»»stellen »nit den Geschlechtern,-VE ' denen abZnstammen ihr ungeheurer Stolz ist. -7 '' •. ,.,(- v ' Sie lebt in der Bibel. Ihre Gebärdr ist bihlischj , kn'.r'-unter vie'lücht wi l ür^ich verstärkt oder-gar SoseI manchmal nur ’ Form, meist aber Inhalt. Zeit uM Raum rinnen ihr meinandsr. Menschen des -Atzend-! ' landes, lieb ihrim Andenken, werden kühn iit biß morgenländisch: Handlung v rs tz^, ehrwürdiges Ättev-l tum wird in diese Tage heraufgeschoben, ein moderner Berli»»er Dichter wird' Held eines Kampfes um Theben, ' das gleich neben P'rsien liegt (der' Orient istihr beina Ge-ögraphie. sondern ein lebenerfüllendes .Gefühl)' und', der junge Herzog- A'bert von Leipzig eilt im Flugzeug in die Stadt der wilden Jud^.:-(Eine höchst , subjektive- Legendenbildung, unbewußt aus dem orientalischetr Drang zur Phantastik, drängt Zeit und Raum.zu--! . sammen.) Alles wird Symbol: Personen, Gestalten^ .Geräusche,?Berg,.,Wind und Baum. Das große, upgelöste Gefühl, das. nur in einem riesigen, unartikulierterr Schrei seine Lösung finden könnte, wird,-der Rot deZ Wortes gehorchend, in Symbole gepreßt. « Die Spräche ist ihr feierlich-frohes, unerhört biWi> hastss (eben orientalisches) Darstellungsmittel. So muß es zum Kampf , mit der Unznlänglichkeit der Sprach^ kommen. Aus dem Klang eines Gefühls ein Work! bilden »st nicht leicht. Neue, mitunter bizarre Wortbildungen müsseri entstehen und der Stil muß hha Fessel der Grammatik abwerfen. Das Wort wird in seiner tiefsten Bedeutung ausgeschöpft. Ihr Stil ist manchmal' ein' Avfjau.ch.zen,- cin tiefer. Zn Worw nW'