Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 467 (11.5.1920)
- Date
- 1920-05-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 467 Wiett» Dienstag ^_ einzuwechseln? Für ble^ B-antwortnug dieser Frage liegen noch keine gerichtlichen EntsHei-düngen'vor. Mch dem bestehenden Rechte ist die Osstrrrelch'schungarische' Bank eine private Ak^engeseltschast mit besonderen Privilegien und unter staatlicher Aufsicht. Die letzteren zwei Umstünde-ändern, aber nichts an der Tatsache, daß sie eine.private A'tiengess.'lschaft ist, die für ihr Verhalten genau so hastet wie jeder andereprivate Kgu'mann. Zn den Geschäften der L5efterreichisch-ungarischen - Bank gehört es, Anweisungen jiuf ihre eigenen Kassen auszustellen. Diese Airweisungen sind die Banknoten. Diese. Banknoten genießen ausls'chließ ich die Pegünstigttng, daß sie hei allen in öfter« . -reichisch-ev Währung zu leistenden Zahlungen, welche nicht infolge gesetzlicher Bestimmung oder Vertrags!- Müßiger'Verpflichtung in klingender Münze zu. leisten sind, von jedermann sowie Von allen öffentlichen Kassen nach ihrem vollen Nennwerte angenommen werden m"ssen. - Zu diesen statutarischen Verpflichtungen der Oesters. pe'kchisch-ungarischew Bank, die sie als Kaufmann, der Dänliergcsch.'iste betr ibt^.gegenüber dsm Publikum aui Grund ihrer A w isungen (Banknoten) zu erfüllen hat» kommt noch per in der Nepublik. ihr seitens des Staates erteilte Auftrag, durch ihren Drucküreibetrieb an der Kennzeichnung der Banknoten mitzuwirken Mnd die ' . denöligts Menge mit österreichischer Äufftenlpelung versehener Noten dem- Verkehr zur Verfügung stellen^ Stellt sich nun nachträglich heraus, daß die Aufstempelung gefälscht jst. so ist bei Haftbarmachung der Oesterreich'sch-,ürI rischen B nk ^u.ächtz di- Bo ^cag.e zu en sch Iden, oh die MöDchlM dieser Fälschungen auf ein Verschulden der Bank zurttckzuführen ist, ob 'sie 'in ihrer Eigenschäft als Ausgeber von Anweisungen dem ihr erteilten Äuftrag der Regierung, die Aufstcmpelung mit dem öfterreich'schen Stempel dorzunehmen. Mit der nötigen Sorgfa.t eines ordentlichen Kaufmannes, nach gekommen ist - und -ob siebei Aufwendung der pöligen Sorgfalt nicht schon,das Zirlullererr, von Falsifikaten viel früher hätte, bemerken müssen, bevor die F.ä schungen .und die Zirkulierüng.von Bankstoten mit gefä schwer Anfstemp.lunsiei chn der'ar.igen Umfang erreicht hat, wie es Nunmehr her Fall ist. Denn es ist Zumindest nicht die Vermutung von der Hand zu weisen, . vgß d!e''BankL sMnK' die -ungtzsteMpelten Noten einen ihöhcre'n Wert'hätten als die' mit österreichischer Ueber- Mmpelung versehenen, der''Frage, ob'die'österreichische HlmrstLMPelüug hei den einzelnen-Noten echt ist, nicht jchie Sorgfalt zügewendet hat, die sie plötzlich an den Oag legt, wo der Wert der ungestempelten Noten unter Um. der mit österreichischen Stempel versehenen ge- D)llen ist.^Es ist-sogar, denkbar, daß die Oefterreichisch'- stycjärisch^'Bank forgloserwcise derart falsch gestempelte Banknoten wieder dem Verkehr zugeführt hat. Bei Vorhandensein der angeführten Umstände würde hie Bank'aus dem Met ihres Ver fchulhens Haften und v er pfkich te t feinl falsch gestempelte gegen echt gebest mpelte Not n um u'auschen.Znr En sch r. u.g.tes x Fsagen ist dgs Handelsgericht Wien zuständig, weil die Ausgabe der Banknoten zum Geschäftsbetrieb der Desterreichisch-nngarischen Bank, deren Hanp.'anstalt sich in Wien befindet, gehört. Handelsnachrichten aus der Tscheche-Slowakei. Prag, 10. Mai. (Privat.) Wie in Jiidustriekreisen ver? lputet, sollctz zwei der größten I n d ü st r ie u n te r-- tte h m u n g e n in Den.schböhmen an holländische Gesellschaften Verkauft werden und ihre Besitzer sich mit der Absicht tragen, Men Wohnsitz dailerno nach Holland zn verlegen. In beiden Fällen wird, cs sich .'nm, Millionentrarrsaktionen handeln. Ver eine Betrieb, von dem dre Rede ist, gehört der Textil-, der andere der Glasindustrie an. Wenn der Verkauf zustande kvjnmt, wird abermals .eine, bedeutende Schwächung des deutschen, Besitzes, und...des.,Einflusses in der Dpüblik verzeichnst lvecheii%nüWl.''-7- Wie der „Venkov" Wdet, hat. die tschecho-slotvakische 'V-erkehrskonlMission in Berlin ihre Verhandlungen' beendet. Es - wurde eine vollständige Etnigung erzielt, ^die sich ^, guf; .verMrsr^chtliche, tarifarische Uttd.ver>chrstechnl.,che Fragen sowie auf Fragen der Ausfuhr bezieh:. Eine Abordnung dev G^bllöttzer Exporteure, bestehend aus HaadelskammersrkMär. K o st k a, Max. R a f ä e l vttp Rudolf Ferx. sprach an maßgebender Stelle vor und erhob Einspruch gegen dre funsprozentige Manipnlationsgebilyr der dev Aussuhr Gablonzer Waren, da die - gegenwärtigen Verhältnisse ves Gablonzer Marktes eine solche Belastung nicht vertragen. Dir Slow akischeBank (SlovenSka Banka) eröffnet in Bystricabanya und in Lofmcz neue Filialen. Die dem Institute gehörende Slowakische Papierfabrik in Rvsenberg gründet dort eine große Papierdruck- und Kuvertfabrrk. - .. Die Enzesfelder Munitionsfabrik gründet irn Verein mit einer Warschauer Bank eine Munitionsfabrik in Polen, welche für ihre Erzeugung rnit einem besonderen Privilegium ausgestattet wird. - Die österreichische KriegsanleMe in Polen. Aus Warschau wird berichtet: Dev Finanz- und Budgetausschnß des polnischen Landtages hat in seiner letzten Sitzung nach einem Referat des Abgeordneten Löwen stein einen Gesetzentwurf angenommen, auf Grund dessen die Besitzer der österreichischen Kriegsanleihe ermächtigt' werden, diese Anleihe bis zur Höhe von 25 Prozent als polnische Staatsaltleihe zu verrechnen. Aus der Wiener Börsekamnrer -- Nachrichten der Journale über eine neuerliche verschärfte Verordnung gegen den unbefugten Handel in Devisen und Valuten haben die Börsekammer zm» Schutze ihrer Mitglieder veranlaßt, eine Abordnung zum Staatssekretär für Fi,tanzen zu entsenden, mit der Aufgabe, dort pie Formen des Dxvisen- und Batulenverkehrs darzulegen, auf bte Notwendigkeit hinzuweisLN, diesen Verkehr unter die Kontrolle dev Oefstutlichkeit zn stellen, ferner auseinanberzus.'pen, daß die Banken, Bankiers und Firmen sotvie alle Mitglieder der Börte mit den M cch.i n a ti v.nett de s Achteich yaü del s Wiener Morgenzsituno n ich t's> z u. t u u haben, dagegen bei dem. an der Börse sich Vollziehenden freien Handel 'berufen seienmitzüwirkM und naturgemäß die Gegenpositionen in ihren Büchern und Schminken halten müßten. Per Staatssekretär für Finanzen erklärte, sich mit dieser Frageschon längte Zeit zu beschäftigen, seinerseits keine verschärfte. Verordnung veranlaßt zu habett und gewillt zu feilt, in allernächster Zeit für den geordneten Verkehr in Devisen und Valuten, eiltspvechende Maßregelt - zu treffen.- Valutenlmrse, Im gestrigen sreicu Bersehr waren fremde Zahltmgsmitd'i begehrt und höher. Es liolierten: Leinölen ll 3.90, Rubel npten K 8.14, Markttoten grün K 4.44, 8 i r c K U.90, Pfunds 920.-, D v l l ar K 233, Schweizer Noten K 42.25, tschechis 'ch e Noten . K tz.76, Äusza h l n n.g P t a‘n, fe .8,7.6, A u Z z a h tung B er litt 4L 4.i7 uiib u » ge st ein p.e l->e Not en 90% Der NoLenumtaufch in OstschLestsn trud Galizien 27G0 MiÜionrn. Aus W a r f ch a u wird meldct: istnsi einer Verö»'sullichung des Fman'm n steriums wmden in Ostschlnun und Galizien 2700 MlÜwnen Kronen gegen polnische - Mark n nt -g e t a n s ch t. : Die britische 4lrrSmhr .ist im Monat April mn 65 Mtlltone.n Pwnd, die Ein'ühr um ^!8 Mltlionen Pfiwd g estiegen. Nach Ansicht der Fabr kanieri bedeute die.vom Scbatzkanzler geplante ErdyyUng. der Mchrgewinnstemr von 40 auf 60 Prozent etne'Gefalir für Leu Atchenhandel. KapitKlSerhöhuns. Die B e r e r n r g t e Hol zu n d I N d ü st r i e - A. - G., P u d a p e st, vermehrt ihr Aktienkapital um 19V.VV0 nette, ab I. Mqi 1920 dividendcnbcrechtigle Aküen ztt K 20().— von 12 auf 50 Millionen Kronen. Am L(>.<>«>«> dieser neuen Aktien wrrd den 'bisherigen Aktionären vom 7. bis ernschlteßlich 15. Mai 1920 ein BezugSrccht, und zwar nach fr 1 alten Aktie auf 1 neue zmn Preise von K hOO.-~ das Stück, eingeräunrt. , ■ Die Krise in dev VorartSerAer Stickrerettnduftvre.. Die Korrespondenz Herzog meldet: Die sechs Siickercsiabriken-m Vorarlberg, welche wegen ungerechter Steuernorschreibuugcri . ab Morgen ihre Betriebe schlreßen. sind d>c -Fäknen. W c h i l e & Comv-, Ferdinand Sch e f f f n e ch t. Ernst . V o a e l & Comp.. Hermann B 5 s ch. I. G. See w a l d und Gottfried Hökers Söhne. 'T- Mr die Krise in der' Vorarlberger ' Slickereibrauche sind, auch, die Preise tim die Nobmakcnalie» von besonderer BedkU'nng. Die durch die Stelgerung der Gainprrise notwend'ge Erhöhung der Mtnimakstichpreise in der Schlffl'- und in der Handmaschinenstukerei veranlaßt, wie das Fqcbblatt fite" die schw.'izerische Sch ffllstickerciindtistrlc meldet.'zn erstem 9kachdenken. Die Garnpreise stehen heute in der Schweiz siebe«- bis achtmal so hoch wie vor dem Kriege, die Stofspreise fi'm'mal. die Ansrüstlingspreise dreimal, die Arbeilsköbne sind gscichlalks um mehr als to,i®/„ gestiegen nnd der Durchschnitt tiir Stickerei der' sich vor dem Kriege ans 2200 bis 2400 Franks stellte, steht heute auf rund 80>'v Francs. . Badische Mnilinmrd Sohafabrikr. Arrs Berlin wird genreldet: In der Sitzung des An srchtsrates der B a d.i s ch en A y r l i n-- u n d S o d a s a brrk wurde die Bilanz für das GefchdstSjahr 1919 vorgelegt. Dieselbe zeigt nach Verrechnung von Mark 69.367.016 für Amort-sa ronen einen Rcingewinn von Mark 27.025.045, so daß drr'Generalversammluna einschlreßlrch des Vortrages, ans dem Bdriahre pro Mark 2.443.694 ein Ge samtbetrag von Mark 29.163 73st zur Verfügung steht. Ter Aufsichtsrat beschloß, der Gemralversammlnng vvrrnschlagcn. der .ordentlichen R-scrnc Mark 1.351.252. der aiißerodentlichen Reserve / Mark 3.000 000, dem Arberlcr- und Nearrrtmumerstützungssonds Mark 3,0l'0 000 zumwcrsen und eine D i v r d e n d e von 18% zur Verteilung zu bringen.. . Wiener Börse. Da die von den auswärtigen Plätzen porgesegenen Notiemugm W gar keine Anregung geboren haben, tröffucic die gestrige Boise in lirstloscr Haltung mn vorwiegend schwächeren Kursen. Das Geschäft bewegte stch urdem >n engen Grenzen, da sich die Spekulation im Hinblick aus dre Maifendemonstraikonen wertestgehende Reserve arrserlegie. Selbst der Rückgang unterer Krone rm neutralen Ausland vmnoch e das Geschäft nicht.zu beleben. Die Um'ä'-e waren , auf der aanzm LlN-e gerrngstiglg. Erst tm werteren Verlaufe führten DeckungskäMe der Komernrme zu einer leich'en Besestignng des Marktes. Alpine- und Siaakebahn Aknen brachten ihre anfangl chcn Einbußen wieder herein, ferner marcn rm Srliranken Petroleumweite G genstand regerer 9kachfrage. Apollo gewannen is 110.—, Karpathen Peirolenm erhöhten sich um X 400.- nnd Gal'Zia profitiruen K 68>. —. Mehr Bcach'ung Mirdcn Neusiedler,' Papierfabrils«Ak ien, welche um 250.— stiegen. Renten waren nngleichmiißig. Während nngari'che Goldrente eine Besserung, von 2°/o eiziette, wurde ungarische Kronenrenre um 3V«0/®' billiger abgegeben. Im übrigen verweisen wir aur nachstehende Schlußknrse. Andustrie-Unternehmungen. Allgemeine Baugesellschast 1005.-!- l-), Umonbau 701— (— 9.— ), Wiener Baugesellschast 810.— (-.—), Kömgshofer Zemem 3000.— -.-). Perlmooser Zement —.— (— Wienerberger Ziegel 2050 — -f 65.—), Lresinger Brauerei 1520.— <-i- 25.—). Sarajevo 2498.— l-l- 3.—), Aussig Chem. 7950.- >- 90.—). Brosche Spiritus 2905.— (— Carborrrrrdum 3455.— (+ 35.—), Clolhilde 2288.— (— 2.—), A. E G. Union Elektr. 1699.— t-s- 4.—'. Bereinigte Elektrische 1200.— (— 38.—). Tremens Schuckerr 1629.— ■— 41.—), Alvrne 4010— (+ 20.— 1, Berg- und Hüttenwerke —(— Austria Email 4340 — (—40.—). Egydier 1890.-—.--), Enzcsrcldcr 202t>.— (t- 80.—),. Felten & Guilleaume 5675.— (?- 12).—), Grernitz Ersen 8465 — (+ 5.—), Hutter & Schranv+490.— (— 25.- , Kruvv A.'G. 1425.— 15.-'. Poldrhütte 2805.-^ (+ 3.-), Prager Eisen 7500.— [-.—). Rimamurany 3460.— (+ 10.-), Tkodawerke 2872.— <— 8.—,. Wasiensabrrk 3680.— (+ 50.—', Brüxer Kohlen —(— —Gran- Szaszvarrr 3100.— f— Nordung. Koblen 2590.— Oderung.Hütten 4998— (+46—), Rossitzcr 3100 — (+ 150-^-), Salgo-Tarjaner 6i99.— (+- 66.—!, Tnkailer Koblen 3460.- l— 20.-), Ung. Allg. Kohlen 8220.- (—160—), Urikanh —(— BeüscherMagnesit 15.100.— — 150.—1. Westböhm.4000.— s+ 50.-). Danck Maschinen 2450.-7- (— 50.—), Brrinirer Maschinen 3300.— s+ 7 —). Daimler Motoren .1400.— (— —Fialwerke 1570 — (—, Heid Maschinen 1085.— (— 15.—), Hoshcrr & Schrantz '954.— (— 16.—), Sigl ^okomotiv 1385.— (+ 10-). Ruston 2395.— (— 4.—). Simnreringer 1280.— (+5.—). Elbemühl 2910.— (+ 10.—Leykam-Ioieisthaler 2298-- (-.—), Neusiedler lO.fOn.— (+ 2)0.—\ Avollo 4110.— (+ 110.-). Faul0 15,000.— i— 200.—), Karvachcn 10 700.— (+ 400.—\ Galrzur 1B160.—'(+ 635.—). Schodnira —.— (— —.—). Cosmanos 38:)0.— (—10.— ), Fezfabu^i 4530.— Schneller siucker 6400:— (— -. - '.-'Schönpriesmer 3510 - (+ 10.—), Oesterr. Ersenbahnverk. 2305.— I— 50.—), Ung. Ersenbahnverl. 1202 — l—- 3.—, Wiener Waggonfabiik 1200.-- Gerngroß —. - l-- —V HolzhandclSgcselüchast r'210.— r+ 132.-', Türkenlose 1320.- (-.-). TransportoUnternelMUngen. Adria 9500.—-.-), Aussig-Trplitzer 480O.— (— 80.—). Bnschrchrader l»t. A — .— I Buschtehrader lit. ß 1850.— (— 50,—), Donau- 11. 9Xiat 1920 - Jeit« tf --—-:—:- Größte Auswahl! 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Anglo-Bank 830.— (— 17.—\ Oesterr.-boZn- -"Bank 5g0.— (-?- —.—), Ungar. Bank und Handels. 1225.—\ Banlverem 870.— -15.—). Bodmlredu 2200.-7- 55.—V Oesterr. Kredit 1010.-— (+ 4.—', Ung. .Kredit J596.— (+ 24.- ", Depositenbank 900.— (—18.—', Niedervst- Eskompteges. 1350.— 2.-), Ung. Hypothekenbank —>71-! — —), Wnderbank- 112713.—)■,' Bosn. Landesbyn^ 601— s-tr 21.—), Mercur 978.— (— —.—). Oestcrr.-ungar.' Bank 5075— (- 5.-), Ilnionbank 925.— (— 5,—), Perlehrsbank 690.— (— 11.--). Zivnostenska 1649.— (+ 5.—). - . Büdayetter "BSrse. Budapest, 10. Mai. Mit Rücksicht auf die tzenrelpe'ks Bersch^echternng des Kronenkurf:s in der Schweiz eröffnet« der hrutige Verkehr in fester Haltung, welche sich nach nüil nach auf alle Ums.itzgebiete übertrug, so daß alle Papiers, mehr oder minder große Besferungsn erzielen konnten. Bon Kohlenwerten waren bes'nders Gran--S'.as?,värer-Aktien bedeüi-nd gesteigert. Auch Mühlen- und Schiffahrts-Aktien be< gegneten reger Kauflust. Auf dem Valutamarkte gestaltclii sich das Grsthäft infolge des Nachgebens des KronenkurseZ sehr lebhaft und konnten fast alle Valuten um einige Punkte anziehen. f Im o^siziellen Valutenhanbel notierten: Lei ll 384.— K 388.—, Mark K 460 — bis 472.—. Pfund Sterling ll 910.— Ws K. 915.—, französische Franken k? 4500.— bis 1530.—,' Schwei.wr Franken K 4100.— bis 4250.—, Dollar K 231.— big K 237.—, Napoleons K 845.— bis 865.—, Lrre K 1170.— bis 1205.—, Romonow-Nnbel 325.— bis 345.-, Sokols K 390.— bis 402.—, österr. Noten '8 94.— bis ll —, Dinars K 618.— bis 635.—. , - ' . Dre Devisen notierten: Au'sierdani K 8000,— bis K 8600.—; Kopenhagen k( 3600:— bis ll 39»0.—, Chrrsiiania K 4100.—/ bi§ K 4400.—, d'Mtche Bankplätze 440.— - htS L 460—, italienische Bänkvkätz' K 1100. - bis H 1175.—, Prag K 390.— b's K 4lo.—, Stockholm 4550.— bis 11 4810.—, Schweizer Bankpläpe ll 4000.'— bis K 4250.— und Auszahlung Wien K 9750 bis K L02.50.; . Prager Börse. - Prag» 10. Mai. (Enektenbörse.) > Es notierten (Geldkurse): Ä n l a g e w e r t e: 4®/0 Freiheit anleihe 95.25, 4'(40/ö mähr. Landesanlerhetzö.—, dieselbe 5% 100.4H 5% Ark. bcu Stadt Prag 101.50, 4'/?°/» Aul. der Stadl Pilsen' 97—, 4°/0 Sckmldverschr.. der Zivnostcnska Bankp 87.75. dieselben , ’ 4°/0 Prior, der Buschtehrader Eü'eiibalin —, 2?/0 serbische /Prännenanleilie 265,4r, Türkenlo'e 590.—. — Bankwerte: Bohemiabank 935.-^, Ccska Banka 570. —. Dölnn. Unronbank—, BLHuu Eskompte» bank 584.-. Böhm. Jndustnalbank 630.-. Landm. Kreditbank —.—. Mährische Agiar- und IadustrialVavk 928.—. Mähr.'; Eslomplchank 612- . Bodenbank —.—. Prager Kreditbank 1050.—. I. böhmische' Lebensversicherung 615.—, Rosenbergei! Kreditbank 49»jwndsteuska Banka 532.—, Böhmische Agrarbank 730.—, Bank für Bauunternchmnrigen —, Älkähr.-schlesische. Bank 780.—, Kroatische sjandesbank —. — I n d u st r r ew e rt e: Kplincr Kunstdünger —, Kolchee Kasieesurrogate Jit- -A 2890.—, Böhm. Aknenbrcmerei BudweiA Podoler ssemem —, Böhm. Zuckerindustrie 2285.—, Prager Papier 10.M.—, Chiimotte —. I. bölimisch-mähnsch? Maschlneufabrik —, Danek 833.—, Kolben 2054.—, Böhm. Kandelßgcs. 1955.—, Maurin V 15.—, Rnston 838.—. Weltbräu Piksen —. Bergmann 2^20.—-. ' Petroleum Koliu — Kaolin Zettlitz 1460.—: Tendenz: schwach. Berttirer Börse. Berlin» 10. Mai. Die neue Woche brachte keine Aenderung der allgemeinen Börsenlage. Das Pnvatpubl'knm ist durch - die Abwäirsbewegung stark rn M tleidenschafr gezogen und sucht, hierdurch beängstigt, seinen Besitz an Indusinepapieren abzustoßen. Wenn auck das Angebot nicht besonders dringlich auitrat, so machte der AbbröckelnnaSvrozeß doch auf allen Umsatzgebieten deS Jndustneaktlenmcukkcs Nicht unwesentliche Foitschrute. Befferungm waren nur, bei wenigen Weiten ru verzeichnen. Die Unvätze hielte» sich in nuiktigeii Grenzen. Die vorhandene Regung zu Käufen wurde durch die neuerliche Besserung des Markkurses im neutralen Auslande zurückaehalten. Montanwcrre stellten sich bis zu 1G#/# niedriger. Rheinische Braunkohlm-Mien büßten sogar lb°lQ ein. Die Rückgänge bei Färb- und Elektrvmerlen beweg'en sich in dcuisclben Ausmaße. Auch Deutsche Uebcrsee Eleltizitäts-Akt,ep. d c um(>lO°/<( hoher eingesetzt hatten, würden h evon betrosscn. Als mastig gedehnt sind hervorzuheben: Bochumcr, Hirsch Kupfer» und Orcnsteiu L Koppel-Asiien. Einen ausiälligen Rückgang Um II ®/0 alnOien Wesel-Schiffbau-Aknen. Stärkergediücktwwenferner Weltercgl. Alkali-Aktien, die SG% veilorcn,und Steana Romana* Akiien, die 45°/a einbußten. Von Kolonialwertcn ücttrcn sich nam-nll'ch O'avi-Aktien modriger. 'Cchantungbahn-Aktien zogen aus mii'ontrolllerbcne Gerüchte von nriltn Verhandlungen mit Japan nm etwa 15% >m Kurse an. Von lestverzinslichen Werten gaben Afrikaner nnd Tiiikenlore nach, während deutsche Anleihen sowie österreichische und niigari'che Werte ih,en Stand behaupten konnten. Schiffahrs- Aktien waren vernachlässigt und wenig verändert. tägliches Geld 1 ltichi.