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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-11 · Heft 467 (11.5.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 467 (11.5.1920)
Date
1920-05-11
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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9£r.' 4ö7 Wier«, Drenstaff..... Wiener MürKenMturig llßim 1920 /Seite 3. f Telegramme« f Äomberiattentat gegea de» Ägyptischere Kultusminister. . Paris, 10. Mai. (Korr.-Bur.) „Petit Paüsien" mtldöt üüS London: Votgeftekn abends sei gegen den ägyptischen Kultusminister H u s s a i n B e y ein Attentat verübt worden. Als sich dieser mit zwei Nichtern nach Hause begab, wurde gegen sein Automobil eine Bombe geworfen. Der Minister wurde nicht getroffen, aber der Chauffeur und em Student verwundet. Die Bolschewiken in Tiflis. y Paris, 10. Mai. (Tel.°Komp.) Laut „Journal". baoen die Bolschewiken Tiflis besetzt. Dte Älreiks ixt Frankreich. Lyon, 10. Mai. (Hatzas.) Das Personal der Stra^ ßenbahnen hat sich heute nachts dahin entschieden/der Llttjförderung zuiit allg ni^ueir Streik Folge zu leisten. - Marseille, iÖ. Mai. (Havas.) Die organisierten UrbEr hüben heute den Generalstreik beschlossen. St. EttcMe, 10. Mai. (Havas.) Sämtliche Gewerkfchäften' Hatzen heute morgens den Generalstreik befÄlvssen. Auch in he» Manufaktnrsabrtken ist mittans Kep Generalstreik brschlossen.worden. , . ■*. ■ : •* I J Die KslfchewikischLN Tschechen. . Ä-S^.u i6. Mai. (Frrnkspruch.) Nach Meldungen ans Arkutsk verivrigern viele Tschechen ihren Abtrans- ^oH nach Europa.. Sie sind fast dürchgehends bolfchetvtsisch gesinnt. In Irkutsk haben 1100 Tschechen eine freiwillige kommunistische Abteilung gebildet. Großer Ju-el in Nützland anläßlich der Entscheidüng über Palästina. Üvstidän, 9. Mai. (Ietvish Corr. Bur.) Einem Telegramm aus Hessingfors zufolge veröffentlicht die ,,^sw e fl iff!-* die Nachricht über die Entscheidung, in . Syn Rsma, welche sie ayf drahtlosem Wege und außer- - dertt^vÄt Risendendie aus Finnland kamen-erhalten hat. In der gesamten russischen Judenheit Herrfcht n nb e f ch r e i b l j ch e r I n b e K -In allen Synagogen werden Gottesdienste abgehalten. , ■ \ . , r . Ein Msnster-VolschewiKsnprozeß. .V BUdüpest, IO. Mai. (Kovr.-Bur.) Heute begann in Iäszbereny ein Monsrer-Volschewikenprozeß. Unter den, '120 Angeklagten befindet sich auch der geweseste VolksbeSuftrdgte BokaNyi. Gegetiständ dec Anklage bildet eine - am ißt Juni v. I. abgehöltene große kommunistische. Versammlung in Szölnol.-. Noch der Versammlung kam es zwischen einem Teile dev Zuhörer Und den Noten Soldaten ^u einem Streit/ in dessen Verlauf dies. Soldaten von ihren Waffen Gebrauch machten, wobei' II Personen getötet und 27 verwundet wurden, Die meisten Angeklagten sind Bauern und. .• Gewerbetreibende, ferner ist unter ihnen ein Fmcmzkommissär, ein Gynasialdirektor und ein Oberrbeamter der Grenze Polizei. Die SoldaLsnexzeffe in Warschau. Warschau» 9. Mai. (Prrvai.) Die Jndenptirgelei ist wieder zur täglichen Grschsimng geworden. Vorwiegend ältere Leute werden von Soldaten Überfällen, geprügelt und oft auch beraubt. Vor em paar Tagen erst siel der jüdische Deputierte Rabbiner H.alp ern einigen Huligans in die Hände.' Der Nachmittag des 1. Mai brachte in verschiedenen Gassen des jüdischen Viertels Judrnprögelrien. —. Am 2. d. M. gab es eine förmliche Schlacht Eine Dehmel-Grinnerung. ' IN den „Neuen Jüdischen Monatsheften" Berlin, veröffentlicht Sammy Grone mann die folgenden interessmUen - Erinnerungen, die wir hier. . ..einigermaßen gekürzt wiederge^en. r- - Jn..seiNotN Kriegstagebuch „Zwischen Volk 'Urch.'Heyschhekt" hät D e h Mel dst verhältnismäßig kurze Zeit,' Welche' kr, ist Mwnö beim PuchppüfststgsqMt des Stabes ObeEst verbracht hat (4.. September vis 1V. Äöbembcr 19lb),. ziestiW kurz behandelt. Äon dem,. was er - dort vom jüdischest Volfsleben beobachtet hütspricht ör fast, gar nicht. Das liegt 'offensichtlich Aeht an äußerest Umstanden und daran, daß er bei - per Äedigierüntz der letzten Abschnitte seines Büches durch M großen Umwälzungen in Deutschland innerlich so starkin An- . sptzüch KöNbMrnSst uNd äUfgeivühlt' war, daß ihm eine beschauliche Schilderüng unmöglich würde. Miraber,-dev ich düs - Glück hatte, in jener Zeit mit ihm iit Berührung zu kommen, hat sich iiätürgeüläß vieles üstverwrschbar eingeprägt, Was'ihm bdf drr Niederschrift wenig vedettisam erschien und'was vielleicht auch. für das allgemeine Publikum Nicht allzu groW ' JWresse besitzt. Einiges davon möchte ich wiedetgMst. - DehMel fuhr auf einige Tage nach Wilna, um diesem Ststdt Eensteü zü letn^ü ststd speziell auch das jüdische Leben dort» Ich riet ih-f. eö so ^inzv.-' ccNtcn, daß er ant VersöhuüNgstätz dort den Gottesdienst in der alten Synagoge besuchen köttstk. Gt kürü ilir höchsten Matze angeregt und interessiert zums!. lieber den Eindruck, beit Äilüä auf ihir gemacht Hütte,' sprach' er geradezu' überschwänglich. Er erklärte, daß Mlsta -. aüf ihn einen größeren Eindruck gemacht habe als selbst Rom.' Vor allem hätte ihn bas Treiben jn deü engen Gässchen um die Dtzntsche Straße herum,, düs eigentliche Judenviertel, gefesselt. Der Höhepunkt aber war» wie ich es nicht anders erwartet hatte, ddpO.otteMenjt jü der: alter; .Synagoge, ßi Hatte den . Die Polen in Kiew eingerückt. Die Rottruppeü Äeschieherf Kiew. *-- Äie Poiett in Braclaw und Aümpol. Warschau, 10. Mai. (Funkspruch.) Ftontbericht vorn 9. Mai: Unsere Kavallerie hat am 7. Mai, Unsere und ukrainische Jnfättterie am 8. Mai d i e Stadt K i e w v i s t tz t, wo sie mit unbeschreiblichem Jubel der Bevölkerung ohne Unterschied der Kläffe empfangen wurde. Die Bolschewiken hatten die Brücken gesprcggt und beschießen K i e w, Unsere' Truppen haben am 9. den D n j e p t übe & f e tz t und den Brückenkopf am linken Äser erobert, in dem sie sich verschanzen. . In der.P o l e s t e wurde der feindliche Wider-- ständ gebrochen, die' D n i e p r l r n i e bis zur Mündung der Dasnaja besetzt. Eine Abteilung unserer Südarmee hat, Nachdew sie zwei Kavallerieregimenter der Rotartnee geschlagen hatte, die Städte B r ä c l a w und T ul sch in besetzt; gleichzeitig wurde von den ukrainischen Truppen J a m p o l besetzt. Im Düntt-- aöschnitt lebhafte AufWrungstätigkeit. aüf dem Brester Bahuhof in Warschau, die mit Heldentaten der „Powanczyli" gegen die Hilden (»tjoöet eilt jüdischer Reisender Ums Lebeü kani) ihren Anfgng nahm. — Daß btt polnische NativriafkeKttatz am 3. d. M. nicht ohne die Wlichknt euier Jüdenprügelei abgehcn werde, war zu erwarte«. Die Exzesse!begaiinen bereits um Vs7 Uhr früh auf der-Dzikagasie, wo die „Bosrncr^ eine Hetzjagd auf vorühergehelide^JudeU deräUstastetm. Sle er-- . brachen auch die Türen jüdischer Geschäfte und tvärseU Steine in die Fenster jüdischer Wohwingen. Der 50jährige Schuhmacher. David Israels, welcher gerade zum Morgengebet girrg, wurde, da er sich nicht den Bart abscheteü lassen wollte, durch, Äajoneltstlchr schwer verwundet. Das Treiben der Pösener Hnügans in der Dzikagasie hielt den ganzen Tag an. Auch itt. ändere» Gassen des jildischeu Viertels verübten sie ÄuSschreitUtztztü. In. der Wolubkagasse raubten riinge Posrner Soldaten am Nach-» mittag den Abraham Urbach, welcher einen alten Mann vdt ihnen schützen wollte, 5000 Mark und eine goldene Uhr, nach--' bem sie ihn hälbiot geschlagen halten. — ÄbendS kam es zu den , üblichen BahnhofexzeW ansdem Köwelec Bahnhofwobei-die jüdischen Reisenden nicht nur geprügelt, sondern auch um Ware Und Geld beraubt wurden. Die ersten jüdischen Emigranten aus Polen durch die Verwandtenaktion abtransportiert. Warschau, 9. Mai. (Del. der „Wiener Morgcnztg .Am 2. d. M. mit' 12 Uhr mittags ist aus Da nzig här Dampfer .Mexiko^ mit 546 Passagieren abgefahren. Darunter befinden ^sich--.>mehr'>als -'500 -Juden-, fvelzhs . Ms"Polen' Änd dEWeMn v'ften^vhäischen ° 'Ländern * nach Amerika wündern. (Es sind Msschließlich solche,; bereit'Uitgehöri'g-e' itl'MKei'ikä Änsäfsi'g -'sind, von' welchen 'ihnen auch' besch-rstiMwÜrde^Laß' sie - sis zu sich uehineit. Sie haben auch die Schissskavten von. ihtett Äü-- .'gehörigen erhalten. Der Dampfer „Mexiko" ist Eigentum der „General Company Transantlantic", welche einert regelmäßigen- Cmigrantendienst Danzig—New- Aork via Havre etnrichtet. Drakonische Bestrafung von Putschisten in Griechenland. 2lLhrn, 10. Mai. (Havas.) In der Angelegenheit deö Komplotts der. rtaktionären Ofsizrere zum Sturze des bestehenden Regimes und zur Ermordung Ven-zelos' ist am Samstag das U r t eil gefällt worden. General 8 r b r i t i ö, der Rädels-- sührer des Komplotts, und drei andere Offiziere wurden zu lebenslänglichem Gefängnis- *1» wettere Offiziere zu 15 bis 30 Jahren Gefängnis verurteilt. wundervollen Herschmann' vorbeten gehört und behauptete, das sei Mit der höchste künstlerische Eindruck seines Lebens gewesen. Vor allem aber, sagte er, sei ihm irn Tempel gu Wilna zum ersteii Male decMegriff der „betenden Gemeinde^ aufgegangen, jetzt erst glaube er auch-'däs Völii der Psülmen zu/ verstehen, jetzt wisse erwas es heiße, wenn der Ruf einer Dtchge züUr Hiinint eMporsteW. ' ' , Än einem Sabbatmitiag' geleiteten Hermann Struck^) und ich. den. Dichter gu dem primitiven, aber vorzüglichen jüdischen Restaurant von Michelsohn, in.deck wir ständig ätzen, uM ihn mit den traditionellen Sabbatgerichtett bekünntZü-- machen. Dehrnel war an jenem Tage itt großer Erregung. Er hätte an diesem Sabbat vormittags ° einen besonders heftigen Zusammenstoß mit der Bureäukratie gehabt und zog 'unterwegs gewaltig über die Machthaber.her, welche dort durch , schematische Vcrordnungerr .und ist bornierter ileberheblichkeit iallerhand Unheil stifteten. Was er ha auszüsetzen hätte, kansi in seinem Buche nachgelesen werden. Aber damals ließ er sich mit'einer Urwüchsigkeit und Offenheit, die kaum zu über- bieten war, über Dinge aus und speziell auch über daö Unverständnis, mit deni den'jüdischen VZünschen Mö Eigenheiten gegenübergetreten wurde. Er erklärte schon, damals, zornig döN; Stock auf das Pflaster stoßend, daß seines Bleibens dort nicht '- lange sein und. daß er vermutlich mit einem großen Krach verschwinden würde. Bei Tisch kam etwas von' bem Geist des Sabbatfriedens auch über ihn und beim Genuß des Schalet,- deö gefüllten Hälschens, der KUggel, glätteten' fich MAeMvch feine ZocnesfalteN Mid die'beängstigende Röte seines-Gesichts schwand. 'Er'faß zwischen. UUseLeA Feldvabbiiter Doktbr Rosenack und Struck. Der Rabbiner: gab allerhand hübsche Geschichten aus dem Midrasch .gUm. dosten.. Ich machte , gewissenhaft darauf aufmerksam,, daß. yö nicht ganz sicher sei, ob dcr.> dortzulände übliche Schalet ganz identisch mit dem Zer bekanntc Berlin er .Uq!cr und ZicuM. IRed.) EagesbMcht. ■' - -, - Ruhiger Verlauf der geftrigtn 1 Demouftrattonen in Wie«. H. Die von dev sozialdcniokratischen Partelleituny' mit! b-ev Parole: „Für die Vermögensabgabe und die ttrusialisierung der Polizei und. gegen die Reakttart"! gcsterit' veranstaltete Mcrsscndemvnstvatüsn verlief in vollster Ruhe. Der Aufmarsch, an dem etwa 2OOD00! Personen teUnähmen, ging programmgemäß vor sich. Die Denwilstrailten marschierten bezirksweise in Zehuerreihen; der Sicherheitsdienst wurde von Ordnern klag-- lo§ versehen. ' ' I Der Demonstraiponszug marschierte über die Ringstraße zum Schwarzenbergplast, tvo die Auslösung des größeren Teiles erfolgte. Ein Teil loste sich schon bet der Oper, die Teilrtehmer des ersten iBezirkes vor beiit Hotel Metropol/ aus. Vor dem Stäatsamt für Heer-, ivesen kam cs zu einer KnnbgGung für die Vosisiwöhr.. Die Menge brach in anhaltende Rufe: Nieder mit den reaktionären Osfizieren! ans. \ Bor beut Hotel Metropole tarn es zu einer ^iin'dgebuiig, als die Menge der aus den Fensterit blicket wen Nengierigeit gewähr würde. Es wurden Rufe' laut: Schieber hinaus! Fort mit den Valutaschiebern! ' Arbeiterrat Arb eitel verwies in seiner Rede daraus, daß alle Reaktionären ohne. Unterschied sich vereinigen, indem sie sich wergerü, dem Staats däs' zu gebest, was ihnr gebühre. Er verivics bLräilf, daß ptoi auch versuche, die studierende Jugend auf die Seitd der Reaktion zu bringen. (Pfuirufe.) Die Sozialdestrokratest wissetr recht gutdaß jede Reaktiön und-gerade die abscheulichste, uüter dem Deckrnantel des-'Antis e m i ti s m u s herättrückLi Gegen die ‘ Juden ruft rtt-ait und das Proletariat knüpple inan üieder. - So. habe dib Maktion in Ungvvn begonnen. Gesondert voü der Kundgebung der.Sszialdemo^ kratew hielt die kommunistische -Part ei ihre Aemoüftrirtion vor dem Rathaus ab: -Es bürstendie Neugierigen mitgerechnetbei 10.000 Personen anwesend' gewesen sein. Der erste Redner Tvmaun sagte: Wir verlangen, daß endlich.dia politisch Inhaftierten, freigegeben werden amddaß wirklich eine. Politik für die Massen, gemacht wtrd. Sollte unseren Forderungen nicht Rcchnnng getragen werden, banst wird zum Generalstreik gegriffen werden. — Um 7. Uhr wurde durch eist Hvtnsignäl das Ende des Meetings bekännttzegsbeit,- ustd die Teilnehmer zogest in voller Ruhe ist ihre Bezirkei;; Verhaftete VmrknoLenftempelfLlscher. Die Behördehat dieser Tage eine ganze Dastdefestgenommen, die sich'mit der falschen Stempelungdtzü BänknoLen befaßte. Wir erfahren. über die Angelegenheitr Bei;&«it 30jahtigen Chemiker . und ' Fabrikanten Heinrich Hauser, 17. Bezirk, Jörgerstraße Nr: ö6 wohnhaftwar die Wirtschafterin Josefine R c i n h o l d Ledimstet.' Sie. hätte auch von den fälschen Abstempelungen gelesen. Als sie nM am 3. b. M. in der Wohnung Hausers einen Bogen Papier fatld, der mit zahlreichen Negativabdrückerr des Baflknoteri-, stempels „Dcutschösterrcich" bedeckt wäv, schöpfte sie Verdacht,' daß sie gar bei d.em so eifrig.gesuchten Fälscher - diene. Sie teilte ihre Wahrnehmungen der Polizeibehörde mit. ur^d am 6. r>. M. nahm das SicherheitsLureau H a u s e o i n Haft.. Eine bei ihnr vorgenonrmene Hausdurchsuchung förderte höchst bedenkliches Material zutage. Man fand öerschredinre Chemikalien, rote Farberr, Ban kno ten sch leisäst für 1000-Kronennoten und zahlreiche Bogen Löschpapier, bas in Gr'iße iiüd Qualität mit dem von deö Reinhöld gefundeum und mit den fälschen Abdrücken bedeckten übcremstrwvlte^ von Heinrich Heine besungenen Nationalgericht sei, da am Nhent sich eine besondere Tradition in der Schaletbereiiung entwickelt^ hübe, ivahrond Struck, der -sich ganz als Jrüpresarjo der jüdischen Küche fühlte, mit «rrgstlichen HauSfraüenblickest darüber wachtedas; seine bis ins kleistste am- Taga 'vorher gegebenen Aitordnungen befolgt würden — Hatto er doch sogar' eine weiße Schürze für Frau Michelsöhn ustb eist frisch geputztes- Besteck dütchgäsetzt. Dehme! ließ sichtrotz mkinör lüchenphilologischen Betneft'nngen best- Schalet gut schmecken, dätt er öffenbar «ebenso zu würdigen verstand, wie. es öinige Zeit Vorher Herbert Eulenberg getan hatte, und horte sstill-und wärm irtteLessidri die Säbbatgesänge und öaS Tischgebest an. Dbhrüäl erwähnt in seinem Buch auch die Vortragsabönde, die ein KreiS vost intellektnelleil Landsturmleuten. eö-setzt hinzu meist Zioriksteü" --- ist'Kotono deraNstältcle. Es würbe irgendein Vortrag gehalten und däim debattiert. Diü DWattcn wurden mit äUßersteNi' Freitnirt geführt ünb esttzigM fast tiitmec irr bitter ÄnSeinändersehuirg übod die ''MtrbstMtKtenflätzäi So fdfmtc .es nicht fehlen, baß die gio-> nistrsche Frage fast ün jedem Abend lebhaft erörtert wurde. An einem Abend rrähiri Dehmel Gelegonheit, als ivir wieder lebhaft den Zionismus besprachen,- in die Debatte, cruzugrcifei!. Wertst ich sticht irre, wär das an' dein-Tage-'da Hans Goslar ein Referat über Lest ZiostiSmnS gehalten hatte. Dehmel nähm ststch, der ich ist der Diskussion 'gesprochen hatte, ins Kreuzirerhör. trr Wollte von Mir absolut heraushaben, ob wir ZiöstisteN denn itst Endziel für ciitcxt utiabhängigeu 'ergestön Staat waren öder nicht. Cö stellte sich heraus, daß trach seister Anschauung torr.Ztotnsten alle ihm nicht wert genug gingen. Er begriffe, sagte er, recht wohl, daß unser Prograw.nr zunächst eine öffentlichrechtlich gesicherte Heimstätte verlange, züm Endziel aber Müßten wir uns einen absolut ftcicif Staat ndhmen 5 denn tute in einem solchen und durch erneu solchen ließen sich unsere nationalen-Ideale verwirklichen. An jenem Wend war er voll der .Größe der z/onistischeil Adcc durch.

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