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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-08 · Heft 464 (8.5.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 464 (8.5.1920)
Date
1920-05-08
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr- 464 9 Wien» Samstah Wiener Movgenzeitu«g 8. Mai l920 Seite 7 Darlehensgesellschaft Kredite an.Kleinhändler und Hchrdwerlrr Lewähren, Bei der Beratung würden von den MtvesAtden für das Grundkapital der 'zu gründenden Gesellschaft, deren Arbeitsplmr auf einer gemeinsamen Beratung mit beut Vertretern 6* *3 Joint in, Kürze festgesetzt werden soll, fünf Millionen Mark , gezeichnet. Das Joint Distribution Committee, ist betest, für eine solche Gesellschaft bis 50 Millionen Mar! aiifznwenden. Der neue tschechische Zolltarif. * Prag» 7. Mai. Vom 10. d.M. ab können fremde Balwm xnr Beglrirdung von HSOen nicku mchr verwendet werden. Die Zollsätze werden ausschließlich in Mecho-slowakischen .Kronen ebne At'änd-'ttmg der brNeffenden Taxistahlung lauten. Zu den Zollsätzen der bisherigen Frankenkolonne wird in Zukunft e,n 500%igkr BolutazuMag, zu den Sätzen, bei denen bisher rin 200%t{icr Zuschlag emgeboben wurde, künftig ein 300%iflkr Zuschlag eutßi” hoben werden. Du bisher zuschlagsfreien Zollsätze erhallen emen Z00°'„igen Zuschlag. Gegen die Wiener Derstchernngsanstalten. Prag, 7. Mai. (Al.-Komv.l In e ner Entschließung wk'nden ffrb 7« mädriiche Wirpäiastsaenoffenschalten an die Reai-rnng M't der Forderung, allen Wnn-r und Budapest'-r Versicherungsanstalten das Emgehen neuer Versicherungsverträge auf dem Gebiete der Republik zu verbaten. y Dle Donaukvmmisston. Wie ans Bukarest grjmldet w'rd. ititt bic DonaukommNion trn Lauie des Monates Mar in G a l a v zu einer >aüß''l ordentlichen Tagung zusammen. Sie wird h er tot« vorbereitenden Arbeiten siir die im August in Paris skattfindeud'' in^rnationale Donanköriferrriz erledigen. 1 Eire fa sch's Fustonsgerücht. Der „Bester Lloyd" berichtet: In einjgen ungarischen Zeitungen hat die aus einem Wiener Nachrichtenbureau ' stammende Nachricht Eingang gesunden, daß zwischeu der Nimamuray-Salgd-Tarjaner Eifenwerk-A.-G. und dev Oesterreichischen Staatseifenbahngesellschaft FusronsvssxlMndlungen stattgefunden hätten. Die bezüglichen PerhMdlungen sollen. angeblich : für. die Rimamuranyer vom Generawirektor Dr. Paplch. Biro unter der Aegide der Boderokreduänstalt in Wiest geführt wo'rdeik*seist. Älr wir auf Grund authentischrr Informationen Mitteilen können, ist dieses Gerücht frei erfunden. >Es haben derartige Verhandlungen weder in der Vergangenheit stättgefunden noch sind solche überhaupt in Ausscht genommen.. Bon zuständiger Seite sind wix ^ermächtigt, worden, der völlig haltlosen'und unbegründeten Ausstreuung mit allem Nachdruck entgegenzutreten. Valutenkurse. Im geMgcn freten Verkehr waren von fremden Zahlungsmittel Marknmen Gegenstand reger Nachfrage l§S notierten: L el n 0 ken K .1.84. Rub eln ö ten K 3.16, M a rknstengrün kü 4.43, 8 t r e K 11.25, Dollar K. 237.—» S cl> mei ze t st! 0 ten lv, 41.50. t i ch e ch ifche N o ten L 3.08, Ä u s z ahluu g P r a g L 8.72, Auszahl u n g Berlin 4.44 und un gestempelte. Noten $7'/«°,'*. e.-.gii': ten: Hifenbahntariferhshunzen in der Tschcho-Slos makei.' Die Egerer Handelskammer verschickt folgendes Rundschreiben: Wie aus den Zeitungsnachrichten ersichtlich ist und wie auch'in d^r am 24. April im Eisenbähmninistcrium aligehaltenen Konferenz brkailutgegeben wurde, wird mit dem 16.^Mai 1920 auf allen Bahnen der tschecho-slowakischen Republik die Fracht für Kohlen um 150 Prozent, für andere Güter vorläufig um 100 Prozent'der heutigen 'Frachtsätze erhöht. Die Erhöhung der Fahrpreise für Personenbeförderung wird ab 1. Juni d. I. bei Per,onenzügen ungefähr 50 Prozent, bei Schnellzügen ungefähr 80 bis. 100 Prozent der bisherigen Kreise betragen. Doch haben sich die Vertreter . der anwesenden Korporationen Vorbehalten, zu dieser . MHHung ihr Votum abzugeben, allenfalls neue geänderte Anträge, -doch erst nach Anhörung der Interessenten, zu stellen. Aus Diesem Grunde stellt das Verkehrsburean der Handels- - unb Gewerbekammer an alle Interessenten das, Ersuchen, ihm . unter, genauer Begründung und Aufzählung ' von /.einzelnen Fällen, in welchen die Erhöhung besonders hart die Industrie trifft,'entsprechende Anträge bis spätestens 12. Mai zukommen . ßu lassest, um dieselben bei der am 18.. Mai in Prag stattfindenden Beratung Vorbringen zu können. Sollte sich der eine oder andere'Interessent an dieser Beratung der Handelskammern in Prag beteiligen wollen,, so wäre dies zuerst an die Handelskammer in Eger zu Melden. . Eine neue Knnstseidesabrik in Polen. Aus ‘ W a v s ch'a u wird uns gemeldet:. In den nächsten Tagen wird in T .o m ä s z o Äst c e eine Kumtseldembiik den Be r-eb auf« Mmest. Die Fabrik ' wird 1000 Arbeiter belchäktigm „ttd dem Aus dem Jüdischen des I. L. Perez. Eretv Jom-K'ppnr —Vorabend des Brrsöhnüngsiages — In der Bcrdilschewer Schul. Es senkt sich «die Nacht. Die.alten L?ute.haben bereits vor dem Thoraschr-eine das Gebet: „Mit Wissen des Schöpfers und Akt W'ssen dpr Schöpfüng gesprochen und sind ouf ihre Plätze zurückgakchrt. Rabbi Levi-Jizchok steht am Vorbeterpult: er soll das Kol-Nidrej anstimmen, doch er schweigt. Aller Blicke hängen an'feinem Rücken. In der Weiberabteitung ist es still tvie auf dem Meere vor dem Sturm. Vielleicht wird er zuvor, wie er das schon manchmal tat, einige . Worte sprechen,. wird sich in der ^emeinen Volkssprache mit dem Schöpfer dar Welt auseinandersetzen, wie ein Menlch mit seinem Nächsten spricht. Aber Naübi Levi-Jizchok steht in Kittel*) und Mbetmantel gehüllt vor dem Pulte und schweigt. Was hat das zu bedeuten? ' Sind die Tore des Gebets zu einer, so späten ^Stunde noch geschlossen? Hat Rabbi Levi-Jizchok nicht die Kraft,, anzuklopfcn? Er hält seinen Kopf etwas geneigt, wie lauschend; lauscht er, .ob man die Tore Nicht schon aufsch.ießt? Und plötzlich wendet sich Rabbi Levi-Jizchok um And ruft: , < ' ' „Schuldiener l" Der Schuldi.'ner-eilt zu ihm hin, und der Rabbi 'fragt: „Ist Bert der Schneider noch nicht da?" " Die Gemeinde ist vor Erstaunen wie versteinert. Der Schuidiener stammelt: „Ich weiß nicht . . und *) Kittel: Totenhemd. da§ jeder Jude am BnsvhnungStagr während des Gottesdienstes trägt. 'E p v o r t Vou-Kunstmüe nach. A m e r U a bewuherr Au? merksastlkett schenken. Ausgleich. Vom. Landes«mch.te Wien wurde das Ansalrikbsversaln ni über kaS Vermögen dtS Karl O »t e. G.tädr-- vaumrister, XIX., Galtet burggste LI. und des August V ab r (i n 6 k p, Stadtbauweist r, XIN., Hobiäigiche 1'0. nngelctct Ausaleichskomm ssär: Dr. Dolch Ausgl«-iä §vn-wal'er: Ka>! Lösckuer, lX.. Nußdorierstraße 12. Aumckdefnst: 27. Mar, AusgleichStagsatznng: 4. Juni. 10 Uhr. ankhaus Schuber & Brenner Wien, I, teg Cochplatz 3 / Telephon Nr. 18135 Kulanteste Durcöfiitming aller bankmässlgen Transaktionen lin ln- und Anslande. «oa Wiener Börse. Hemmend aus den Verkehr an der gestrigen Boise wirktd die bevorstehende Versorgung sowie' die lukilosen Berichte vom Berliner und Budapcstcr Markte, auf welch lrtzierem die Nicht' Veränderung der Fricdensbed'NMigen emrn'Druck nusübte. D-e Spekulation verhielt sich Luß-rst reserviert, das Geichüft bewegt 'ich m engen Grenzen, wobei die Kurse last durchwegs der schwächerer' Richtung zuneigteu. G oßvre.Abgaben fanden in Staaesbahm. Akplnr- und-Skoda-Aküeü stat». Die Aktien dcr Hoiherr ör Schr anl? verloren X 168—. Auch im Sckiiankcn waren mit geringm Tlnsnahmen schwächere Kurse zu verrechnen. Im weiieren Verlausirrelt d e Geschäfisstille unvermindert an und der Verkchr.verrnochke sich bis mm Schluss? nrchst zu beleben, da sich dir Speku lativn nn Hinblick aus den Wochenschluü von neuen Engaa-ment^ 'ernhielt. Im Gegenmtz zum EÜek:enmarkl war oui dem Rentenmarkte eine feste Haltung nicht zu verkennen Die aememsam Rotewentc stieg uni 1 bls 1V«®/*- und Ungarische Goldrente erhöhte sich um 2Vo. Im übrigen verweisen wm aus nachstehende Schlußkurse: Industrir-AnLernehm««sen. Allgemeine Bauaesellchast tt'Ost— {--), Uwonbou 710.— (— 10.— ) Wrene> Baugescllschrst 810.— f— 10.—), Kvmgshofer Zement — -Perlmooser Zement 8895.— (— Wienerberger Ziegel 1S85— — 85.—), LlRnger Brauerei 1495.— (-i- 5.—). Sarajevo 2495.— f— 5.—), Ausug Chem. 8040.— -s- 1H0.—, Brosche Spir'tus —.— ,• (— —Carboriindrrm 84-70.~ +. 23.—), Cloihilde 2290.— (— 15.—), A. E G. Union Elcktr 1695.— <— 2.—Bereinige Elektrische 1238.— (— 4.—' Siemens Schuckerr 1660 — r-i- Alvme 4020— (— 105.— Berg- und Hüttenwerke —(— —Austria Email 1330.-^+10.—), Egydier —t-.—), Enzcslelder 2t00.-!— 15.—), Felten & Guilleaume 5360.— (— —.—), Greinitz Ersen 2460.— (+ 60.—), Hutler & Schrank; 1515.— (— 25.— . Krupv A.°G 1440.- 10.-', Voldihiilte 2802.— (- 18.- . Präger Ecken 7500.— + l0v.-).Rmmmurami 3450.— (—3,5.—'. skvdamcrke 2.c80.— «— 10.—i, Wanerüabrik 3630.- (— 70.—), V rch er Kohlen —(— —r. Granszaszvarek —(— —.—), Nordnng. . Kobltn — -.—), ObcrUng. Hiitken 495'».— (—10 —). Rosiitzer 2950 - — Sakgo-Taisänei 633u.— (— 110.— ., Lnkacke. Kohlen 3480.— i-^ 90.--)j . Ung. Mg. ' Kohlen., 83"0.^- —120 —),Urikany 4870.—(+20.+^'^VeitscherMagncst^l5.250.- — 150.—). Westbohm 3950^--- ^t+^Tü.--.)/DaM-'Elckimn. ->450.— (+ 15.—), Brunner Müschintn 3293:—' t— 5 —V Daimler Motoren 1400.-+ <-!-. 15..-), Frakweike — — —.—), Heid Maschinen 11! 0.— (— 5.—). Hosherr & schrantz 970.— (— 168.-1/Sigl Vofömotlo 1875.— (— , 3'ufton 2399.— (—-ZI.-—). Simmennger 1275.— s— 5.—)'^E!b^ Niühl?9 .i> — (—10-—", LeykanvIosessihaler 2 >98.— (— 4.—) Reustrdter 9750.— (— 250.—), Avollo .4000.— (+ 50.—), Fanto —(— —.—), Krrvathen 10 300.- (— 250.—\ Galrzm 14.475.— (— 5.—), Schödnrco 11-350.— (+ 250.—), Cosmanos 1900.— (— —Fezfabliken. —(— — —), Schoelle, 4ucker 640p.— (— l»o.-), Echvripr,esener >8500 - (— — Oestnr. Eisenbahnverk. 2355.— (— 83.—), Ung. Eisenbalstiverl. 1205.— <— 35.— ', W euer Waagonkabrik 1200.— (— —.^), .Gerngroß 749. - (- 16.-', H'olzhandelsgesellschast 20.78.— + 18.—', Türkenlose—(- Trnnspvrt-TanLerrrehMttNgen. Adria 9500.—/ + 100.-'-. Äussig-Teplitzer 4^8!).— (— —), Vuschtebrader lit. A 4<'.00.— -.—Bm'chteiuader lif. B 1860— (— —.—), Dmtau- Hawvk. 11330— (— 170.—), FerdlnandS'-Nordbabtt 11.850.— — 150.—'). Graz-Köslacher 4!»90.— r+ 290.—1. Kaschan-Oderrrger 1594 50 l+ 40.50), Zemherg - Czeruowitzdr -1865 — — 8b.—), Aohd,22.10 ).— + 100 7-', Navigäziom — -.—). Staatseriendahn 4270.—.(— 75.—), Lombarden.60,3.— — 4.—). 3"/» Süddahn-Bnol. 1096.- . + 18.—)? Staatsbahn- GenuAckieine —- Tlenten. M.nrcntr 96.— H- 1.—V Febnrarrente 97.7» (+ 1.75). Oesterr. Kronrnrente 81.75. (+ 1.25), Oesterr. Gold« reute —(~-Ungar. Goldrente 258--» (+ L.—-)/ Ungar. Kroncnrente —(-.—). ' ... Bansten. Anglo-Bank 847.— <— 6.—', Oesterr.-boS« Bank 550 — (— —.—\ Ungar. Bank und Handels. . — -Bnn'verem 885.— - 8.—), BodeMred" 225S.— — —.—). Oesterr. Kredit 10'7.— (— 21.—', Una. .Kredit 1573.— (+ 12.- , .Deposttenbank 918.— <+ 8.-), NiederSst. E-skomvteges. 1352.— <— 2 t.-), Ung. Hypochekenbank 600.— + 20.—), Vöttbcrbattf 1114 (— 11.—), Bosn. Landesbank r>80— (— 20—), Mer cur 978.— (+ 3.—), Oesterr.-ungar» Bank 508^.- (-250.-), Uwonbank '930.- l—12.-). Her- Ichrsbank 701.— (— -.50). ZivvostcuSka 1644.— (+ 8.—). Budapester Börse. Budapest» 7. Mai. Unter dem Eindruck der. Ablchnpng der unMrrschen Keaenvorschläge seitens der Emeyte und der mätten Wüner Trndevzbei 'chie er öffnete dre B8r>'e in lustloser Haltung, so daß kaff alle Kuliffetverke im Kurse adb, öcke.ten: Erst m späteren Bersauke. als d-e Svekulairvn?u Deckungen.schult, trat eme allgemeine Befestigung em, die namentlich für ungarische itnb österreichische Kreditsow'e Südbahn'Aktien nnt KurS- "ihöhunaen verbunden war. Mühlenwerte lagen kest, wogegen Köblcnwerte mit Ausnahme der Gran-SMzvarrr-Aktien. de um 50.— nnzogen, vernachlässtgt wurden. Schlsfahrtswerte blreben vreishal'.end. Etamsbahn-Aktien konnten nur zu we chenden Kursen 'bgrsetzt werden. Makch'nenwerte waren gek, agt. Ganz-Dauubius- Wien gewannen ungefähr l( 500.—. Gumm'-Aktten erzielten uif Gerüchte von e>nev bevorstehenden Kapitaler Höhung zu günstigen Bedingiingen bei lebhaften Umsätzen einen Vorsprung von L 380.—. Di« Börse schloß in fester Haltüng. Aut dem Valutenmarkte blieben Sokols bei anziehendem Preise lebhaft gewcht. - Im o^ffz'ellen Valutenhandel notierten: Lei K 370.^—■ bis K 390.—, Mark K 440— bis 465.—, Pfund Sterling K 880;— m§ K 900.—, französische Franken K1160.— bis 1500,—, Zchweizer kranken K 4040.— bis 4080.—, Dollar L 225.— bis fv 2.35.—, Napoleons K 830.— bis 850.—, Lire K ll25.— bis 1175.—, Ncmanow-Niibel K 380.— bis 350.—, Sokols '< 370.— bis 395.—. östcrr. Noten K —bis K —, Dinars S 610.— b § 630.-. Dre Devisen notierten: A't'fferdam K 7800.— bis K 8400.—, Kopenhagen K 3550.— bis K 38‘0.—*, Chrlstianra K 4000.— *-.i§ L 430s'.—, d ritsche Brinkplätze X 430.— bkS. L .450—, talienrsche Bankvlatz-' 1030.— bis K 1130.—, Prag K 370.— '"s K .390.—. Stockholm K 4550— bis 4850.—, Schweiz« Bankpläno ü 3900.— bis L 4200.— und Auszahlung Wien 8. 97.— bis K. 102.-. , . Prager Börse. ' Prag, 7. Mai. ^Effektenbörse.) Es notierten (Geldkursei: An.lag ewerte: 4^» FreibetiA-' nileihe 95.50. 40«"» mähr. Landesanleihe 95.—, dieselbe 5% 100.25, 5% An?, bet’ Stadt Prag 101.50, .47#% Aul. der Stadt Bilien 97 —, 4% Sckmldverscbr. der Zrvnostenska Banka —.—.dieselben 47,% —, 47» Prior, der Duschtehradee Eisenbahn —, 2% serbische Prämienan'eihe 265.—, Lürkevlo'e 600.—. — B g n k w e r t e: Böhem'adank 945.—, Ceska Banka 575.—. Böhm. Unronbank 562.—, Böhm. Eskomptebank 588.-. Böhm. Fndustnalbank 640.—. Landw. Kreditbank / Mährische AgiarnU.d Iadustiialbank 930.—, Mähr. Eskomprebairk 615 - , Bodenbant 705.—, Prager Kreditbank 0 975.—, I. bohnnsche Lebeusver sicher ung 610.—. Rokenbergtzr ikreditbank —.—,Zivnoftcnstä Banka 545.—, Böhmische Agrarbank 745.-. . Bank für Baminternrhmungen 618.-^-,! Mähr.-schlestsche Bank 795.—. Kroatische Landesbank , >> n d u ft r i t io e r t e: Kotiner .Kunstdünger 2115.—,. Koliner Kaffeestirrogate 3'U0.—, Böhm. Aktrrnbrauerei BudwerS '250.—. Podoler Zement —, Böhm. Zuckerindustrie 2.395.—, Prager Pamer 1057.—, Chimotte 2030.—. l. döhmischrmährrkche Pkasch'nensabrik —. Danrk 86b,—. Kolben 2155.—, Böhm. Handüsgek 2 -80.—. Larrrin V 55.—, Ruston 865.—. Weltbräu Pilsen 175<>.—. Bergmann Petroleum Kolm 2990.—, Kaolin "Zciilitz 1425.—^ Tendenz: ruhig. , Berliner Börse. , Berlin, 7. Mai. Allem Anscheine «ack schreitet im Znsanrmenhtinae mit der anhaltenden Besserung des Markkurse im Auslande der A'bau des im vergangenen Winter aus der Ent- Weitung der Valuta .au'gclauten KurSaebäudes fort. Die Velkaukstie'sung ist daher be m Privatpublikum allaemeim und Mißstimmung und Berdroffeubeit sind in die C8le der Burgstraße emge'ögen. Die Aückgänge betrugen wiede,um in' der Hauvtsgche aui allen Umiatzcirbiclen bis zu 10% und darüber, bei Argo», Buderos-. Nombachcr-. Nbeinstahl-. Wcstcregl». Alkali- und Neu« s'-e.ht sich um. Auch Nabbi Levi-Jrzchok mustert die Anw.smdeu. „Rem, er ist noch, nicht da!" sggi: er schließlich ..Ist zn Hause gebli-Lben." Und dann-wendet er sich wieder zum Schu^dreuer: ' 1 „Geh' zu Verl dem Schneider ins Haushund ruihn her! Ich, L.vi-Jizchol, der'Rabbi der'Stadt, ließe ihn rufen!" - Bert der Schneider wohnt in der Schnlgasse nicht weit vom Bethause. Und er kommt auch sehr bald ohne Ki'tel und Gebetmautel, in Werktagskleidern. Sein G'. sicht ist finster, seine" Augen sind böse und. erschrocken zugleich. Er geht auf Rabbi Levi-Jizchok zu und sagt: . - r ' „Ihr habt mich rufen lassen, Rabbi, so bin ich zu e u ch gekommen." 1 Er betont: „Zu euch". > „Sag' einmal, Berele," fragt, der Rabbi lächelnd, „warum wird heute dort oben von dir so viel gesprochen? Die himmlischen. Heerscharen sind nur mi: dir allein beschäftigt. Man hört nichts als: Bert der Schneider und Bert der Schneider!" „Aha!" trinmphiert B'rl. „Hast du irgendeine^ Beschwerde vor'ubring:üv" „Gewiß!" „Gegen wen denn, Berele?" „Gegen den Schöpfer der Welt!" antwortet Berl. Die Gemeinde hä+e ihn in Stücke gerissen. Doch Rabbi Levi-Jizchok lächelte noch freiendlicher. „V'elleicht wirst du uns erzählen, um was es sich handelt?" „Gerne!" sagt Bert. „Ben mir ar,s kann die Sache sogar gleich hier von euch entschieden werden. Darf ich sprechen?" „Sprich!" „Den ganzen, Sammtir lang", beginnt Bert der Schneider seine Anklage, „habe ich, nicht auf euch! esagt, Rabbi, gar keine Arbeit gehabt. Weder von- 'inem J 'den noch von einem Bauern. Ich Könnte mich) einfach hinlegen gnd sterben, so schlecht ging, es! - mir!" . ,.?lch!"?w?iselt der Rabbi: „Der Same Abrahams^ JsM und Jakobs ist doch mildtätig — du-hättest auf ie Barmherzigkeit der Leute vertrauen sollen!" .. . ■ „Darum handelt es sich nicht, Rabbi. Ich' sag« niemandem ein Wort und nehme von niemandem etwas! an." - ' Von einem G schöpf aus Fleisch und Blut nimmt keine Geschenke an. Er-hat vor dem Schöpfer der» :IBeft. bis gleichen Rechte wie die anderen Leute. DaÄ i-rzige, was er getan hat —er hat seine Tochter in ine größere Stadt zu fremden Menschen dienen geschickt. Und er sitzt allein zu Hause und wartet,^ waß der Schöpfer mit ihm zu tun beschließt. Einmal vor dem Läubhüttenfeste' geht die Türauf. Aha!-Nun hat er es doch erlebt. Und in der'La^ es ist ein Bote vom Gutsherrn: Berl soll ihm einen! Mantel mit Pelz füttern. Der Schöpfer will also doch, um ihn.sorgen! Er geht ausö Schloß, man führt ihn rn em ergeneZ Z.immrL und übergibt ihmden ManÄ und die Felle. - < „Hättet ihr nur hie Felle gesehen, Rabbi! D'iÄ schönsten Michsfelle, die es nur gibt!" ' Es ist aber die höchste Zeit zum Kol Nidves-Gebet, Darum sucht der'Naübi die Erzählung abzuklürzen: „A s) kurz und gut, du hast den Mantel gefüttert! und warst serkig. Was geschah dann?" „Ci.ic Kleinigkeit geschah: drei Felle blieben an re. übrig." (Forlsetzttttg folgt.) 7

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