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Wiener Morgenzeitung · 1920-05-08 · Heft 464 (8.5.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 464 (8.5.1920)
Date
1920-05-08
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Beite 6 Men« Samstag ------—.“'f—v-rg—.— ■-■■■■vl ' v Glicht, jede passende und unpassende. Gelegenheit zn benützen, ssn Juden eines zu versetzen und 'mm auch schon die Gemein-' )eit nach Konfessionen spezialisieren zu wollen, müssen wir mtschiedenst Verwahrung einlegen. Kein Ävlk erzeugt lauter kdclmenschen und seine Konsession darf sich rühmen, frei von' gemeinen Elementen zu ' sein. Somit gibt es weder eine spezifisch jüdische noch eine, ausgesprochen christliche Gemeinxit, sonderit nur eine absolute Gemeinheit^ dir zu meiden Wicht jedes wohlerzogenen Menschen ist, gleichviel ob er Christ oder Jude, Theaterdichter oder — Thcatcrkritiker ist. ssressekomitee der israeliti ichen' Kultuögemeinde." Boctragsab"w) Grete Bach. Im mittleren Konzerthaussaal trat zum erstenmal Fräulein Grete B a-ch, eine Schülerin des Burgschauspielers Professor. Arndt, als Rezitatorin auf. Die junge Tarne, die aus ihrem reichhaltigen Programm Ernstes und .Weiteres vortrug, verfügt über ein sehrsympathisches,wohlklingendes Organ und eine nicht gewöhnliche Begabung. Das Pnblilnin spendete ihrer BortraMunsr reichen Beifall. Man darf Grete Bach eine hoffnungsvolle Zukunft Voraussagen. — Auch das anmutige Klavierspiel der mit* wirkenden Pianistin Rosa Inländer fand lebhafte. Zuüimlnnng. . 2. S. SMrt. Schanturnen des Makkabi f, Wiener Mischer Turnverein. Unser ältester Wiener jüdische Turnverein veranstaltete vor kurzem sein erstach großes Schauturnen seit Kriegsende. Speziell dieser Verein, der stets. an der Spitze der jüd'schen.Turnbetvegung stund, .hat unter dem Kriege besonders gelitten nnd es war harte Arbeit notwendig, um ihn wieder aus die frühere Höhe seiner Organisation zu bringen. Das; ihm diesgelungen ist, zeigte der glänzende Verlauf des Schauturnens. Ein Aufmarsch > von 200 Turner, Turnerinnen und Zöglingen leitete den Abend ein. In eindrucksvollen Worten legte hierauf der Obmann Dr. Wilhhem die Ziele der jüdischen Turnbewcgung dar, die an dem Wiederaufbau unseres Volkes hervorragenden Anteil nehmen muß. Den Reigen der turnerischen Vorführungen, srvffnete das Riegenturnender Damen, die speziell ouf dem Barren und dem Tisch ersrkla,'s'->e Leistunirgen boten. B sonders hervorgehob.-n sei die Abstufung in den Schwierigkeitsgraden der Uebungen, die dem Zuseher, den Aufbau des Turubetriebes veranschaulichten. Das Herrenturnen stand allerdings nicht auf der Hohe der Vortriegsleistungen, immerhin wurde sehr stramm gearbeitet. Die erste Riege zeigte auf dem Tische manche hervorragende Leistung. Eine Seziali.ät des „I. Wiener" ist seine Alte Herren-Rleg«, die den Jungen um nichts Nachsicht. Die Kinder, unter der Leitung Prof. G o t tmanns, zeigten Freiübungen leichteren Grades, an die sich wohlgelungene Eilbotentäufe reihten. Im ersten Lauf triumphierten die Mädchen, wogegen im zweiten Und dritten Lauf die Knaben grimmige Revanche nahmen. •' . Den Höhepunkt des Abends bildete die Muster- Vorführung der Damen auf dem Schfvebebaum, wobei Uebungen voll turnerischer Geschicklichkeit und Grazie ausgeführt wurden. Eine aus allen Wiener jüdischen Turnvereinen zusammengestellte Herceumusterriege bot ruf dem Hochreck die bekannt guten Leistungen unserer besten Turner. Den Abschluß btldete das allgemeine .Freiübungsturnen der Herren- und Damenabteilung, das in seiner Einfachheit ungemein exakt durchgeführt wurde. wohlgelungene Vc-ranstaUung r^iht sich wjirdig nn die vor kurzem stattgefundene des.Makkabi X, Mr können berechtigterweife auf den gefunden' Weitzrban unserer jüdischen Tnrnerfchast hoffen. Jüdischer Wanderbund Drei freudige Anlässe wollen die Wiener und Mödlinger Blau-Weißen am Sonntag den 9. d. M. in einer ihrer Eigenart entsprechenden Feier begehen, Lag Baomer, den Jahrestag der Gründung des Wiener Bundes vor sieben Jahren und die freudige Botschaft aus San Nemo. Wanderer und Wanderinnen werden ins Freie hinausziehen, um ferne von dem Getriebe der Großsiadt zunächst die Bedeutung dieses Tages zu' würdigen und dann in Spiel und Gesang sich des Tages zu freuen. Wird cs auch nicht ihr Land, ihre Erde fein,' so werden sie durch die hebräischen Lieder an das Land unserer Zukunft erinnert werden, durch die wehimitsvoilcn, an die auch in ihnen lebend . S: hnsucht des ganzen Volkes und durch die neuen mut- und kraftvollen, an. das in Crez Israel neu entstehende jüdische Leben Die leichtathletischen Wettspiele werden zeigen, wie Jung-Juda seine Muslelkraft stählt für seine künftige Arbeit für das ganze Voll'. Die Meisterschaft der II. Klaffe. Das gestrige „Sport-Tagbl'ati" berichtet: Die. zweitklassige Meisterschaft, die bekanntlich zu einem erbilterten Nennen Ha-oah—Germanin geworden, ist, hat in den letzten Wochen dadurch etwas an Schärfe verloren, daß sich die Hatoah «inen Vorsprung von drei Punkten (gegenwärtig wohl fünf Punkte, E-ermania Hai aber ein Spiel wenigerals die Hakoah absolviert) sichern konnte, der selbst für den Fall, als die Germania ihr Spiel gegen Hak«oh gewinnt, genügt hätte, der Hak-aoh den Sieg in der Meisterschaft und den Aufstieg in die erste Klasse zn sichern. Das unentschiedene Spiel der Hatoah gegen Ober-St. Veit hat die .Konkurrenz neuerlich offen gestaltet, denn der Vorsprung der Hakaoh wurde mir 'lu'"! R-nisti" v-?rmind"rk. “c daß die Mönlich-. Wiener Morgenzeituug v/erden verhütet durch unseren Lrss L!nbnuvü8ioovi'SA Türverschluss ‘ mit Dosischem Schloss und von beiden Turseiten sperrbarem Verschlussriegel. der beide Türflügel sperrt und von aussen unsichtbar ist. Oesterr. Patent angemeldet Bestellungen in derSchlosserei des Jüdischen Gewerbeförderunr)samtes,lll. Apostelgasse39, oder im Jiid.6ewer '6förderungsamt, II., Taboratrasse 20a (Telephon 41-6-30). j iu«i|.iiUMVfJtnm.WB Bedeutend vergrösserte, mit-allem Komfort ausgestaltete Lokalitäten. Rendezvous sämtlicher Zionisten. ftlublokal der Hakoah SIS BUDOLF GEöUWD, Cafötier. £3BBBB9KBR3KmBh% Erscheinet bei der grotzKn welche Sonntag den 9. Mai d. I. Jtttt ^19 Ahr vorm. im Hotel Post, Flerschmardtz, staÄfinVet Themar Alle Vorsteher wurden schriftlich eiligeladxn! 8163 D'^e StreilleitUM des Neligronslehrervorhandes ,.EZra". » « feit bestaub, daß die Germania aus der Meisterschaft noch s'egreich hetv rgeheu körne. Sie hätte lediglich ihr Spiel gegen Hakoah -gewinnen müssen/ um die gleich' Pun-ckanzahl-wie Hakoah zu erreichen, und durch ein besseres Po.v rhättniZ den Sieg errfugen können. An diesw .KoasteTaiion dürfte'nun abermals durch eine administrative Angelegenheit etwas geändert werden. Die Ober-St. Veitedhaltsn in dem Spiel gegen.Ha'koah m J> ses G"uöer einen üuber-echtigteu'(nicht gemeldeten) Spieler eingestellt, so daß Hakoah trotz des' uuentschie? denen Ergebnisf's vorau.-sichtlich beide Punkte zugesprochen erhalten wfrd. Mr diesen Fall steht das Nennen für die Hakoah tri.der bedeutend günstiger. Die diesbezügliche Cu scheibung. im Fußbaslverbänd ist jedoch noch nicht erfolgt.'- - Frn5.p rk.hr Stockhlm-^Becliu. Die shwebische Regierung hat 2,500.000 Kronen für die Errichtung eines Flugzenghalens in Stockholm bewilligt. Bon Stockholm ans sind.zwei Luftpostlinien nach' L o n d o n und Berlin geplant. Es ist sogar brabfich igt, den Flugpostdienst über Berlin bis an die Schweizer Grenze auszudeh.ien^ Vcvorsiehmde Amd rng -der Fus.La l eg br. Die F. A. International' Brard, bestehend aus je zwei Vertretern der vier Verbände, Englands" und -zwei Gwiretecn der Internationalen Föderation, werden im Juni di's's Jahres zu einer wich ligen Sitzung zusammentccten, in der über die Aenderung der Fußballregeln'- beschlossen werden soll. Es handelt sich hauptsächlich um' eine Neufassung der Off side-Rcael und Penderungen bczüg'ih der Ausführung d's Freistoßes. Man nimmt an, daß die seitens des schottischen Verbandes gemachten Vorschläge Annahme finden. Ländrrsp'cle LeischlauL-Oestcrre'ch. lieber Ersuchen des Oe. F. V.-hat der Deu-fche Fußüallbund . zur Aus-- tratzung der Länderspiele den 19. oder 26. September in Men und einen Termin Mitte Mär; m Berlin vorgefchlagen. Der Oe. F. B, akzeptiert den 26. September als festen Hermin für dieses Spiel, wird jedoch dem D. F. B. nahelege», für das in BcrTn. ausgutragende Wettspiel eilten Termin noch ich Februar 1921' anzusrtzen. Nuderauffahrt im Donaukanrik. Der Wiener Regatta^ verein veranstal'at am Sonntag im Dokaulanal eine Auffahrt, an der sich mehr als 6V Boote mit über 300 Ruderern be^ teiligcn dürften. MittelschUlen-Futzballturnier. Dcr Zwngvcrem der Turnlehrer an den Mittel schntcn Nled^röüerreichs veranktaltel ein FuWalltu'.n.er für Minel'chülckmannscha len, das gestern seinen Anfang genommen bat. Es haben msgesamt 27 Mannchaftcn ,h,e'Nennungen-abgegeben.' Die Konkünenz wird nach dem Cupsystem durchaekührt. Hcu'e finden folgende Spiele statt: S p o r t k l ü b platz: 8/<8 bis i Uhr Real'chnle IX gegen Gymnaslum XIII, 4b ßb Uhr I. Realschule U gegcn Nealgyttinafium II. — Lehrcr-Sportvereirii'gilngsplatz: S,V> bis 6 Uhr I*. Realschule II geaen Technologisches Gewerbenlnseum, 6 bis 7 Uhr Handelsakademie M gegen Realschule VII. Gerichtssaal. Heimatlos. Am U April wu'de der bis vor kunem in der Schweiz aniasüge Fabrikant Lazar I u 8 a w i c z auf Gtund einer vom Züricher Rechtsanwalt Katl Schnabel erstattetc» Strafanzeige verhaftet. Im Zuge der Erbebungm kam hervor, daß er, der jetzt nach Rumänien zuständig ist, vor achtzehn Jahren nach emÄ genchltichen Dstratung Uir beständig aus den damaligen Klönländnn der Monarchie ausgewie'en worden war. Judawicz wurde daher zunächst dem Beza kgn'cht Jostsstadt zur ÄmiShandlung wegen verbotener' Rückkehr übcistelir. In der Verhandlung erlläite er, daß btc Anzeige des Züricher Rechtsanwaltes, völlig grundlos war u::d dih >■!' Staalsauwaltschast einen Antrag auf .S. Mai. iSKv '. M M4: feine Auslieferung it i ch t gesteht habe. Er fei zütistchst flM. Ungarn gefahren, hier habe er sich unter der w e i 6 is m Negierung seines LebenS nicht itcher gefühlt, weil es damals iy Ungarn genügte, I u h t üw fein, ppr g e t 8 t.e jk zpuwerdev,Hx habe-sich nach W r ech begebU, wo spne Famiüp wohut. fit de? Hoummg, das; fe ite vor ach t-z e h rr Jahren erfolgte Abschaffung aufgehoben werden würde. Der Richter, hielt dem Angeklagten vor, daß er auch aps d?pt D' e p l s ch en Re f che yußgewiesefl sei, worauf de, Angekiayte xryideitr, daß die Polizeibehörde iy Berlin seine Ausweisung verfügte, als sie erfuhr, daß er auß Oesterreich ädgefchafft iei, ^Irtzi bin ich", fuhr der Angeklagte erregt fort, t\ m a t t o S und weiß flicht, wphin ich iflich wenden soll " Der Richter vermteilte den Angeklagten pregefl verbotener Rückkehr zn d r e i W o ch e n strengen Arrests. > V Das frühreife Kind. Das Landrsals Biimungsgericht verhandelte gestern., über einen interessanten Künd!gungsstre>t. Der Hausbesitzer Bernhard E n-g e l. hatte' seinem.Mftter Isidor Cz aszes ein an seine ÄZ.ohrumg anstoßendes Zimmer-der an ihn vermieteten größeren Wohnung gekündigt. Als Kündigungsgrund gab er an» er selbst bcsttze mzr eine ans zwei Zimmern nebst Zubehör bestehende Wohnung, sy daß sein scchsicibriges Kind im Schlafzimmer mst den : Eltern nächtigen "rflstffe. Dieses Kind sei »der außerordentlich frühreif, weshalb sein weiteres Wohnen im Schlafzimmer einer stttlichen Gefährdung gleickkomme. Er müsse dem Kinde eine K r z i e her t u aufnebmen, so daß er mit 'semex WohnflM.s<fbfolflt das Auslangen flicht finden könne. Bei der -KeOWdlflflg vc>r dem BezirkSgel ichte Leoppldstadt wendete det Peklügtenvertreler ein, daß das Kind auch im Speisezimmer nnchtiM könne; d-e Ausnahme einer Erzieherin entspreche em?m -8itxchbpdÜrsnisse"Der R,cht.-r wies das Künd'tgungsbegrhren.ab. Dcis. Betüfnngsgericht hat die Bcrusung^z u r L ck g e w i e f e n.; Der Volkswirt. Eine Krone 2.55 Centimetz Geld, 3 65 Ware. GeittN! stellte sich in Zürich die"österrelch'schc Krone-Geld auf . . .2.55 ( 2.60 am 6. Ma!) die österreichi'che Krone'Ware aui. . .2.65 ( 2.70 am 6, Mai) dre österr. gestempelte Krone Geld auf . 2.60 ( 2.70 am 6. Mai) die österr. gestcmpctte Krone Ware auf. 2.90 ( 9.10 am 6. Wpi) oie tschechische Krone auf . . . . . - 9.25 e 9.10 am 6. Mfli) btc Mark auf ,. . . ..H 10 (10.65 am 6. Mai) Agram ... . . . . .. 3.55 ( 3.40 am 6 Mai) Warschau ............. 290 < 280 am 6. Mai) Budapest .. .......... 2.45. ( 2.40 am 6. Mai) Hay-klsnachrichten aus Poley. Wir entnehmen dem ,^tzandelsmusmm": Das Aufgeld, das bei her Entrichtung dev Zölle in Papier zn bezahlen ist>, wurde ans 900 Prozent erhöht, „Ezas"' meldet die Errichtung einer polnisch -'ll'U-' l ie n i s ch e n Hände l s ka m m <* r 'iit Warschau. / Die „Europäische Wirtschaftszeitung", Zürichs rfleldgt biß Gründung einer p o l n i s ch ch i n e s i s ch e n H a n d e l s- und I n d u st r i e - A. - G. in Cha'rbin, die > auch in Schanghai, •paitiou, Tientslii, Irkutsk nnd Wladiivostok Filiale^ errichten wird. - . '' Vom 15. Mai bis 15. Juni wird, dem Prager servcr" zufolgi!, in Lemberg eine Ausstellung! a n d«^ w irt i ch östlich e r M aschineu und- Geräte stattfindeu, zu der alle ausländischen Erzeuger von Motor-- und Dampspflügen, Pflügen, Mäh-, Säe-, Schneidemaschinen, Traktoren und tandwirZchaftlichen Werkzeugen Zulassung finden. Dr.r ,pDanziger Zeitung" ztifolge werden nunmehr umfassciidrre Vorberoitung-en getrvfseik, um wenigstens dieim Kriege nicht allzu beschädigten Z u ck e r f a b r i k e n in Kongreßpoteil rvieder in (Sang zn bringen. Dies sind vor allem dü; Fabriken Nelowset, Opale, LnbielSki, Zakrzowek, Mala-Wies und Guzew foivie die wvlhini ische Raisiirerie Zytyn, die der Aktienges.'llschaft, Zuckersabrik Czenstovice gehöxt. > In Ostrawo^ wird. an einer polnischen W»rggonfabrik gebaut, die in zwei Jahren fertig sein soll und mit einer Arbeit.erzahl von 8000 bis 9000 arbeiten wird. Für die nächsten elf Jahre liegt bereits ein NegiernugSatlsLrag auf 23.000 Waggons vor. . . D.ie internationale Finanzkonferynz^ Berlin, 6. Mai. Das „Berliner Tageblatt" meldet auf Packs t Nach cm« Jnforma'ivn des „Temvs" werden sys de? vom Bölkerbnndrat nach Brüssel einbnu'enen internatlvnaleu Fmanckoriftlenz wlgende Lö>'»nge»r zur Behebung der rnternationaien Jinanzfchwiengkeiten vorgcschlagcn werden: 1. Gewährung privater Kredite an f i e b 11, b e ö fi r f 11 fl e 1 Staaten unter der Bedingung, daß ihre laufenden Ausgabe» auf daS Maß ihrer aus Steu rn und anderen normalen Einkünften stch ergebenden Einnahmen zurückgrfiibrt werde», können» Anvassung der Kriegsenischadraung der besiegten Staaten an ihre -Zahlungsfähigkeit, 3. Schaffung von rostendem Material, welches die normale Wiederaufnahme deL Güteraustausches ermöglichen foa; und 4. Festlegung von besonderen Sicherheiten, btt ' durch die DatleHensstaaten zur Garänfl? der Zmftnzahlung Mb Schuldentilgung zu stellen wären. Kredite für jüdische Kleinhändler und Handwerker in Polen. lieber Initiative des'Joint Distribution Committee fanh' ül Warschau eine Beratung der iniercssierlen Kreise über die Frage der Krediie ait jüdische Kleinhändler und HaMv Werker statt, tvelche unbedingt notwendig sind, damit diese Berufwieder produktiv arbeiten können. Als organisvtprfscho Grundlagen für diese Kredite wurden in Betracht gezogen hi- Bankform, die Form der Leih- und Sparkassen und die Form einer aus den Kleinhändler-' und Handwerker-- organisationen gebildeteu Gesellschaft- Welche zinslose Darlehen gewährt. Da zurzeit eine Bankgründimg nicht möglich ist »mb auch die Anlegung eines Netzes von neuen Spar- und Leihkassen Schwierigkeiten begegnet, wurde beschlossen, die britjte Form (Gesellschaft für zinslose Dar''"^"ü) zu organisieren, welche in Amerika bereits mit 6e‘ Erfolg angewendet worden ist. Ferner'wurde beschlossen, oec Aktion auch die bereits bej'teherlden jüdischen Spar. uub Lcihkassen heranzuziehen, welche infolge des Geldmangels vielfach ihreTülig'' teit eiugestellt heben. (Sie sollen unter der Kontrolle der

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