Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 457 (30.4.1920)
- Date
- 1920-04-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seth 4 ‘ Wen, ^reuag Die Zahreskonfereuz der zionistischen Organisationen in Karlsbad. London, 29. Avril. (Privat.) Die JabOeskonf« t c tt g> d e t z , v n i st is ch e n O r g a n i s a t i ü n ist nunmehr definitiv für den 4. Ju!l nach Karlsbad emberufeu worden:' Die deutsche Nationalversammlung vertagt. Berlin, 29. Avnl. In der 'heutigen Nationalversammlung wurde eine Anzahl von Gesetzvorlagen , erledigt, worauf sich das Haus b.rS z u.m 19. M a i vertagte. Die -eutsch-franzöfischen Wirtschastsbeziehungen. .Berlin, 29 Avril, (Wolfs.) Die Reichsregierung hat iu Paris angeregt, anläßlich der demnächstigen Besprechungen über Ein- und Außuhrverböte.noch eine allgemeine Aussprache über die deutsch-französischen wirtschaf licken Beziehungen zwischen hervorragenden beiderseitigen Sachverständigen stattflndm zu lassen. Der sravzösncke Ministerin cisidcm ist bereitwillig aufdiesenVorschlag e i n g eg au g en, indem er betonte, daß auch er auf .die Wiederaufnahme der^ wirtschastlichen Beziehungen'.zwischen den beiden Ländern großen Wert lege. Damit ist ein älter Vorschlag der deutschen Negierung in die Tat nmgesetzt und das P r i n z i p d e r freien Aussprache, wie es jetzt auch für die Zusammmkunst m Spa gesiegt hat, für das schwierige deutsch-französische Wirlschaftsproblem verwiftlicht. Die abgebrochenem finnisch-russischen Verhandlungen. Moskau, 29. April. (Funkspruch.) Die Friedensberhünd langen mit Finnland sind abgebrochen worden, weil die finnische Regierung die unannchmbare Forderung der Neutralisierung des Petersburger Gouvernements stellte. Diese Forderung wurde im Zusammenbaus mit dcm Angriff der Polen, erhoben vnd scheine ans polmsch-sranzvsische Weisung zuriickzugehen. rDie Derstehrss-erre «ach Polen aufgehoben. .Berlin, 29. April. (Tel.-Komp.) Die' Verkehrs sperre nach Polen ist endgültig aufgehoben, der Zugsverkehr nach Osten wird nunmehr wieder regelmäßig durchgeführt. Die Verhängung der Sperre soll im engen Zusammenhänge mit der militärischen Aktion gegenüber der Bolschervikenfront bestanden haben. Trrsar mit der KaLinbLLsbildrurg betraut. " Prag, 29. April. (T'checho-ilow. Preßbär.) Der Präsident der tschecho-slowalischsn Republik hat an den Ministerpräsidenten Tusar ein Handschreiben gerichtet, worin er ihn mit der Umbildung des Kabinetts, gegebenenfalls mit der Bildung eines neuen Kabinetts betrant. Die tschechischen Sozialdemokraten bleiben in - der Regierung. . Prag, 29. April. Der Kongreß .der Lakdrsvrrtretuug der t'chechossloLMchrn sozialdeMokratrschen Partei'beschloß, heute mit Li gegen.'11 Stimmen,in der Koakitionsregrerung zu verbleiben. Ter Mgrrrantrag des kommunistischen Flügels der. Partei, die Partei.möge an keiner Regierung'teilnehmen, in. welcher dir bürgerlichen Partr-rn vertreten seien, blieb mit drm gleichen SsimMNL?rhä!tnrs m der Mmdeihcit. Lagebericht. Der Attiverfitütsskandal. „Mit Rücksicht auf die derzeit ungünstigen Verhältnisse..." -Die Monarchisten aller Schattierungen und' Jahrgänge haben, von Ungarn her aufgemuntert, einen fort» .^enLrischeir Vorstoßgegen - die - Republik unternommen, i'lls leuchtendes Beispiel schwebte ihnen ihr tnagyarrfcijer Gesinnungsgenosse Horthy vor, dessen probates Mittel, die VerLreiLur.g dcib jüdischen -Hochschüler Ms deii' Unive-rntätendurch chauvinistische Studentenbanden,^- ans die österreichischen UniüersiLäten'-angdweirdct' tverden sollte. Drei Tage lang hat der deutschnational-mona.^ chistischc'SpuL' in und vor der Universität gedauert, drei Tage lang hat das Experiment mft dem Horthy- Mirtel. angehaften und dann mutzten sich die-von ihnen rrregeleiteten, schlecht erzogenen deutschnationalen Jungen überzeugen, daß die magyarische Rotzkur Wohl in Ungarn vorübergehend scheinbare Erfolge zeitigen könne, daß aber ein kulturell höher stehender - Staatskörper, wie Oesterreich, - auf,'solche leichtfertige VidisektiÄn in ganz - anderer Weise reagiert wie das Land der Horthy-Pr'onay.. Und als der deutsche Hochschulausschutz sich aus dem dreitägigen Erverim ent diese Ueberzeugung und einige' blutige Köpfe holte,'faßte er,den Beschluß, „mit Rücksicht auf.die derzeit.ungünstigen Verhältnisse die Fortsetzung der Kundgebungen einzrrstcllen." - ' Tie. Verhältnisse sind für solche RohertsaktS, wie' ' sie die deutschnationalen Studenten, in.Szene . gesetzthaben und in Permanenz erklären wollten,-in der.Tat mehr als ungünstig. Sie schreien förmlich darnach, lern* faule Jünglinge energisch in die Schulbank zu weisen und ihnen nahezulegen, vorerst, wenn schon, nicht die Weltgeschichte und ihre Lehren sich'zu Gemüts zu 'führen, io doch wenigstens die Geschichte ihrer engeren'Heimat ■ritt' 'Hcttem, von keinerlei Dunst umnebelten Kopf zu studieren und ans ihr die logischen Schlüsse zu ziehen. Talen sie das. unbeeinflußt selbst von ihren unverbesserlichen Siegsriedoälcrn, wie es unsere jüdischnationale Tunendihren assiinilistoriscben Vätern gegenüber Int, Wiene^ Morgvnze^r»»8; dann könnten sie es nicht überschütt, daß es die von . ihnen jetzt.solverfolgten öststchen, Juden tmtren,. die mit) ihren Leibern die Invasion der, zaristischen Truppen aüfhielten. Sie -würden es zur Kemllnis nehmG, daß im ehentals feindlichen Ausland -und ganz besonders in Amerika die aus dem Osten kommenden Juden in vorderster. Reihe, derjenigen stehen,, die für: Oesterreich . nicht nur beruhigende Versprechungen, smwern auch praktische^ wixksäm.e. Hilfe bereit haben. Nicht zuletzt mutzten diese jungen, unwissenden Leute wissen und' daraus, ihre Schlüsse ziehen, daß die grotze amerikanisch-jüdische Hilfsorganisation „American Joint Distribution Committee" durch. Spenden von Hunderten Millionen Kronen den mitteleuropäischen Staaten die große Pflicht/ die. Existenz zahlloser Juden,"die für sie gekämpft und geblutet' haben,. wieder aufzurichten, angenommen hat, sondern jetzt durch Bestimmung von -250.009' Dollar, gleich 65Millionen Kronen, die Heimbeförderung der Kriegsgefangenen wesentlich erleichtert und beschleunigt, Würden' die deutschnationalen Studenten all dies wissen mnd wären sie reif genug, diese Tatsachen politisch entsprechend zu -werten, so müßten sie sich nach dieser' Exkursion ins Magyarisch-barbarische, beschämt zurückziehen und feststellen, daß' die Verhältnisse für derlei Unkulturakte nicht nur „derzeit ungünstig" sind, soydern selbst daran Mitarbeiten, daß sie ständig „ungünstig" bleiben.- Sie -hätten dann aber auch sicherlich nicht in der jüdischen Mensa die beschämende Tellerschlächt geliefert und , dadurch ausgerechnet dieselben 'amerikanischen Wohltäter in ihrem Wohltätigkeitssinn getroffen, den dieser verarmte Staat täglich anruft. Maßnahmen des Staatssekretärs für Unterricht. Der Jüdische Hochschuläusschutz teilt uns mit: Aus «Weisung des Jüdischen Hochschulausschusses hatten sich. die jüdischnatronalen Studenten gestern vor den Hochschulen nicht, eingefunden. Ungefähr zweitausend Studenten warteten in ihren Versammlungslokalen auf das Präsidium dss Jüdischen Hochschulausschusses, das sich als ihre Abordnung ins Parlament begeben hatte, um neuerlich den Unterstaatssekretär für! Unterricht zu interpellieren und ihm ihre Wünsche zu überbringen. Gegen 1 Uhr überbrachte die Abordnung den Harrenden folgenden Bescheid: . . „Der UnterslaäLssekreiär werde sich sofort mit den Rektoren der Hochschule für VodenMtur und der'Tierärztlichen. Hochschule ins, Einvernehmen setzen' und einbernehmlich 'mit ihnen LichfSMeßllng dieser Hochschulen veranlassen,- wenn-.sich, anÄnm-.-ähnliche Vorfälle ab?. spielen sollterr w^gn .den anderen Hochschulen. Maß die . Wiederaufnahme' ^es - -UytetHichkes^ än allen Hochschulen. betreffe,' werde'er nicht snrhe-k ausgenommen werden,'als bis bindende Zusicherungen gegeben worden seien? daß sich ähnliche ' Vorfälle' NW mWekeigfterp cheröenl Die Forf derung. stacht Muberüfungst Mer KoNfßrenz fei .- vöm Staatstamt schone erfiillt, indem für heute 4. Uhr..nachmittags der Staatssekretär eine Konferenz der. REorm einberufen habe. Er sei auch der Ansichtbüß diese'Angelegenheit Wt<akcchemiWchohandeltr. werden.soN^ Die Best'räfüng.,det.Mchjrldisen tMde-;Mf?Li^iplmApem urid genMiHeM-'WgDrKlKnE.-T^ '4 - Der Jüdische Hochschuläusschutz legte seine Fokde-.- rungen an die Rektorenkonferenz in einem Memorandum nieder. - •;• ■ - ’•:/ */• . ' . •' - Die gesttigs« Szenem Die trübe Witterung Uetz gestern eine Ausdehnung der Demonstrationen der Wiener Horthy-Garde nicht zu.' Der arische^,Hochschuläusschutz.hafte übrigens?in-der Nacht auf' gestern nach' sipierMndHer BercÜüng - 'beschlossen, mit Rücksicht auf. öse „derzeit ', ungünstigen Verhältnisse". M"Detnonsirationen1 abzubrechen.' Diele ungünstigen VerlMnisse" sind tells in - der Wirkung auf Ke-MMd^n'-Misf^Mr tefk^-in'ßdüM' Emmengen-der Kömmunisjen gelegen, .Die' 8exaN'Mter'"'bersJu-euhstze haben die 'Stkäste-Lerufw,. äbex'.sie^^ antwortet-in< eineru anderen Sinne, als sie es gehofft hattemsi Die jüdisch- ' bewußte- Studentenschaft .Merlistz .gestern ebenso wie vorgestern/das'EAeld den Mdnarck)isten und/Kommunisteu. ' " ' ' *.;• ' ''' ''' •: '• DäS . UniverfttÜtsgebällbe war-vom frühLir MorgLR an durch Sicherheitöwachr und iötadtschtttzleirti; . abgirsperrt. ELnzekne kleine Gruppen deuLschnätionaler Studenten Pvomo-- Merten in den .Gehalleen v.y'r''.dem'De-äüdv . auf 'Mb. ab... Auch Beobachtnngsposten der Kommunisten , und der Bolks-- wehr'Waren.zn sehen. D'ie j ndifchnationale Studentenschaft war, wie vorgestern,. .n.i.'ch t '.auf den Platz gekommen'. ...Gegen ' 9-.'-Uhr', s-mm-sltrn...'sich' ,a»f dem Platze vor der .Botipsirchr Oottswrhrmümrrr . sowie sozrali st i s'ch.e und ko m mint istische Gt u d-e ns ten an. Vor 10 Uhr marschierte ein Zug kpmuy.istischer Soldaten etwa lö0 .kn'HLererreiMr,. mit 'Seitengewthren -bewaffnet, gesölgt .von einirr -etwa 200 Mann zählenden S insenten grup pe,. von der Votivkirche über die Währingerstraße - zur Universität. Ein > Student begab sich aus die leere Treppe und hielt eine' Ansprache,: in'der er ausführte,-das Vorgehen der Deutschnatioflalen bejdeüte '«ine - K r a f.t p r-.v b e d e u R e a k t i.o n ä r e gegen.d'äs Pyo 1 e-tariat'. 'Der Hochschulaüsfchüs;,. det sich durch .den. heutigen' Ausnuusch überzeugen - WnnL, wrs wAcher Seitedie größere Starkesei, habe -ohnedies schon •- den Rückzug sängetretrn. Sollten die - Deutschnationalen ähre . tAewaktr'kte fortsetzen, so werde man anib einem.größere^. Aufgebot kommen,, werde den Spieß umdrehen und däh Haus besetzen, damit kein dcirtschnationaler Hochschüler mehr die llniversität betreten tonne.- Der Ävheitecftthrer S teiphart sprach dann in kommunistischem Sinnes Dannmarschierte die Gruppe unter Dcnionftracivns- -! rufen und Ab'ingupg 'rsvollÜLonaosr'. Hiebei:- übirr'. den. So. ÄprU.ISM- Nr. .----------- .. Franzens ring zum Parlament und durch die RathansstraßL 'am Rathaus vorbei zur Votivkirche zurück. Hier wurde "ierpe kurze Versammlung abgehalten. Die Redner erklärten die KünogebUng als Warnung an dir Reaktionäre, der bei FortsetzungchevStudontendemonstrationen ein bew offne ter -P r o t-e'si folgen würde. Der Zug bewegte sich dann üb« die Währingerstraße und den Schottenring zur Polizeidireftion,, 'wo er zur Roßaüerkaserne abschwenkte, si . - Rach-Beendigung der Volkswehrdemonstrativn versuchten dentschnät'ioyäte Studenten einen Bummel, würden aber" von' der. Polizei und von dem um diese Zeit einfetzenden starken Äegen daran gehindert. - ' ' - ' - 1-" _ * Die Züdischnvttvnalen versammeln sich n« LV.AHr vormittagin bettfelbett SofutUtt wie heute. Die -drgankfierung wird »ach den gestern ausgesebene« Anordnungen weiter a«sgeb«mt. Die Parole ist «nvevändert. Radfahrer «m V Uhr, IX» Alserstrahe 28. — Verein jüdischer Hörer an der Hochfchttle für Bode««' Kultur, 10 Ahr vormittags, l„ BSrsetzlatz 7. Die MastenKuudgebung der Wiener Getverbee treibendem .-Gestern fand in der Volkshalledes RathMe^--estL .. von..dielen 'tausend Personen besuchte Protestkundgebungder ' Wierrer' Getvepbctreibenden statt. Die Geschäfte wurden, um. 4 s Uhr geschlossen und die Gewerbetreibenden zogen aus' den einzelnen Bezirken in geschlossenen Zügen zum Rathaus. ' In. der .Versammlung wurde eine Resolution angenommen,/, die unter. anderem besagt: < 7; . ' - '„Tue- Massenversammlung der HanLel- und. Gewerbe-' . treibenden- Wiens erblickt -in'-'Ser GescheSvorlagr -über dis / BermötzdnL«rbgabe, insbesondere in deren Bestimmungen/ be- ', ' trefsend die Bewertung der GLschäfiseinrichtungerr- Betriebs-- " mfttel- und Lagervorräte, betressetib die Sicherung. deS , ' ExisteüzmÄimums der Gaverbetveibettbe«,' vettrsfenb. -biL : Staffelung der Progression, betrefsenb die Veranlagung-Mkbr:. Durchführung, letztere vor'allem auch deshalb, weil Steuer?-' gerichtshöse-nicht vor'gesehen erscheinen, - und schließlich bs-». ' tre-fsind'die- Strafbestimmungen, nicht nur eine schwere und unerträgliche -Belastung des gesamten Erwerbslebens, 'sondetn^- .- gibt vielmehr der einmütigen Ueberzrugmrg Ausdruck, daß die ,<.-■■ Gesetztverduug der Vorlage in der bisherigen Fornt unbedingt'- zum ' Zilsammenbrüch des gesamten Wirtschaftslebens' führen. must. Die Versammlung erklärt es als unerläßlich, daß/ - vor bent Inkrafttreten der Gesetzentwürfe über die WermSgensabgabL und die neuen Steuern bas Gesetz über die neue Verfassung der Republik geschaffen werdet: muß. - I- - s. Weiters fordert die Versammlung von der Regierung dringend '• dtz, rasche - Einlösung der -wiederholt' gegebewettj ' Zusicherung der endlichen Liquidierung der das ganze Wirlschafts-'. und . Erwerbsleben auf das schwerste, schädigenden Zentralen^/ ferner. die sofortige.Rechnungslegung,b'er. wahret^»'-- dos Krieges aktivierten,, bereits lüsEexöÄ^^MafüiHyp- Zwan^svrgattisatümen und die sosörtige Aufhebung.' aller.fw« leMmen /Hrmdrl and das bodenständige Gewerbe lahnr-, / lezendrtr. und. nur das Schirberturn . LegLnstigertdeu (Sin*. schrLM-Aü§ sowie, endlich' etue lückenlose Äüfllärung -übins. . dir Hr§chnifst der 'bereits ssrfplgterr. 'S'achdetlwbilM^uyg-^’ ■ ' * ' ' " V / '; ' .DK' Ämoustrotiou.. hat . mit eitteat Mißftang gMde-k. R^ch 'däe^Äerf««tiilungr zogen' die' Deiluehmer vom RathdüS-' ' plH'. 'Zügenunter -Bst;ätttragmrg' .der - Batmer Und StanbarLen mit Aufschriften gegen: die'Rings'traße^ -KE'' die .Dsassen-gegen das Parlwnent kam«r> wurde-mit Stöcken., si und-' Schirnlen gegen das .Parlament hsit - gedvoht. und - Rufe wrer . Msirder mit der sozialdemokratischen Schandwirtschaft!",, „Mfä>ler chit dieser Regierung!", wurden laut. Agitatoren . derÖ r e I g r u p p e harangierten die Mestge durch" wüste ' SchüMMM gegen die. -Juden. Ein Platzregen -machiLvdÄm - devr -ÄL-ibeu''ein Ende. / ---- - v - - '. - - -.'-'.MHcir-, 7. Uhr .'-abttchH. zogen eiulgr Hundert deutfH'r--' nativnÄsti: Studenten, verstärkt durch gesinrltmgsvtzrwÄchdL.; Gewerßxtre^ende, in dre/Eanifiusgasse. vor die Redaktiou: . des / utu - dort zu demonstrieren. Ver - iVehfuch,- &./>-'. dk-e - -'HdMön .des' -'Blattes einzudringeu> -wurde' von - PMvi iver^itelt, die.- spaftr, als die Demonstranten renitent./ wüv^r,...dir-Menge zcrstreutL und mehrere.- Verhaft««^ vornäh'm«^ Jahtriugsschwierrgkeite« infolge der B<mk- «otenstempelsFSlschVN^r«. . .-Mit -jedem La<fe' häufen sich die Schlvierigkeiten, welche im -öffentlichen Zahlungsverkehr durch die Entdeckung drit Stempelfälschungen auf Banknötcn ' vm' JO.OOO Und 1000 Krönen -hxrvargerusen würden, und -sie drohen, eine sörmlichö 7 Stockung dcö gesamten Geschäftslebens herbeizüführeri. Gesttttt > ■ schon/wsr es in fast keinem Labe« de-v Jüne't« Stadt oder'der - ' VörstÄtemöglich, mit einer Tausendkrottennots zu 'Lezahleir.' Vrele Mttdc'n mußten auf die-vdn'ihnen gemachten Nnkäufe ' - verzichten, »veil matt ihr Geld" nicht-lnehtye«- wöllt^-'5Die'-Ä^'^ fchSfMLÄe>'-,akzq»sierte« -grotze Nöten-nur von' Siämmü 1 kunden-unb gegen fchriflliche'-Gocvckntle für deren Echtheit. - ES - ist »üw zweifellos, daß die pallikartige Angst vor gefälschten Rdtest'-'--Mt''-übertriÄ'en- ,ist. - .-.' . .-Bor dem Gebäude der OesteLreichisch«ungarischen Bank - .sauuMten.sich gestern' so viele Menschen cm> daß man''die KLrr^nstaIs' .küUM passierm ' könnte.' " 'Auch ktt den'- übritzön -BaDen' war' der' ANdräNg sehr' fiarL DLr ' Verkehr wickeltL ' -sich nur Mleppend ab, da jede einzelne Note konsignierL .werdpu. tziutz. Auch sind die. Banken in Verlegenheit, da sie niH übhr^genügende Mengen von kleineren Noten verfügen. Viele.Leiste - mit' Wöhl^efüllter Drieftasche, die keiüe He?., ziehuö'q z«z.'den Danken haben, -waren in ärgster Verlegen?-' bezahlen sollen./'Arrch ist,' dev 1/ZinHterunn^