Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 456 (29.4.1920)
- Date
- 1920-04-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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... Deels WO.Heller . Tfchecho-Slowakeir Einzel« 44 Heller i. tsch. AZ PvLnumeratisnspreise , : Wie«: Am« Abftokrrr in der Expcditio«, 2. Bezirk». Taüok- «ralle. f bi» 8» odtr in eluer - BersSilcißsielle tTrasM: Monatlich. . Uronen £<».- Biertelröhrlich .. 60- HitPvstveriand lür Wir« «nd vefterreich: Monatlich .. Kronen 30,- Tichrcho-Llowakei: Monatlich ... Krön«» V.— Plertrljülirlich. „ 31itt tjchecho.flowakischniWä^ruttg Nuganr: Monatlich . . Krone« 30.- VierleljithUich 00.- Wt Uttgarischcr Währung Jugoslawien: Monatlich .. itronen IS — vierteljährlich »<?.— in j»go>lawischer Währung , Ueeis SEP.Ae1t.rr Tschecho-Slowakei: Einzeln 44 Heller i. tsch. S3fc Pranümerattonchhnkeiser vOlem -i Monatttch .. Mar» Vitrleljährltch ' 48.J i« dokttisch« WShrKit-, Lklitschland: Mo«atlich. . . - Mar? ».. Frankreich: .! Monatlich . . Franl» Jtalijm: - j Monatlich . .. . . Lire S.^ Monatlich rank» R edaktion n. AdrniniKratto». Wicn.S.Bez..LaLorft^1-.» .Delepyouer Adminiftratior fW*«, Redaktion 4ÄS1Y m « Uhr abend» Kt PVSVI rpostsDavkaffentont» tSS.SK Nr. 45« Wien, Dorurerstag, den 29. April 1920 2. Jahrgang 'rr - Eine Erklärung Bsnar Lams im AMexhsMS.! L o vl b o u» 26. Apnl. (Privat.) Im NnterhKüse richtsLe Mr. E d w L r ö s KN Las- Answärtige Amt eins AnLerpeLlaLiorr, betreffend dis in San Nsm-i--vom - SLersten Rat gefaßten Beschlüsse über Palästina» Namens der Regierrmg ön*mwteicS5a r £ß ry tnU folgender Erklärung: \ ~ „Der OL erste Rat hat das dem jüdischere WsvL/' Latz-' Grwßbritarmien, Frankreich, I alien, Amerika und dis übrigsn sNrerte^ MachLs i n Palästina die jüdische 91 a t i'.v n - wrsdsr. MfrrchLerr merdm, sich .Zn. eigen gemacht und G r o tz S 11 t a'n n L e nmird ä n mach L d e s Volke r b rr ri d e s rv erde ».*' . * Im Bcrein mit den polnischen Trupperr kehren unter.dem Overbesehl de^MKräZhttmgns/P e Li j u'r a die. Legionen jener Söhriederj Nkcame zürück, die iu Polen den. schwersten TaAe'i; per Äkräinr Astzl n«d Hilfe gesttubdn Wcn. HMü.Mchuohpern, der.Akrame, sh.ner UuLkMjL^^e^MuHDWMM^M§x-Konfcssiolr' rftwährleisien 'die' A^^K^E'''po5trM'rrl<^dP'rchM^W^' Leidig.»» ng und schütz.- Ich appelliere an .das nkrairüsche Volk, mit Geduld die schweren 'Laste«.. zu^ ertrage», die durch die'schMkrige.Krregszeit mtsrel^t ivrr.de'«, rurd nach Maßgabe ihrer Kräfte den?)LtNlcen der polnischen Nepublik zu Helsen im blutigen Karnps für die Freiheit der Ukraine! Josef Pilsudski, OhcrkommaudanL der pvlrrischen Ar!nern/2L. April 1029, Hauptquartier." AnerLsnnrmg Petljuras durch Pslsrr. . W a v f ch a u, 28. April. (Funkspruch:) -Das Mimst erium : des Aenßcrn veröfsentlicht ein amtliches Commuttiqüe, worin die pvlnische Regierungjdas Recht der Nkraine auf Unabhiingigkcit und das Direstorinm unter dem Geueralhetnran Petljuta als obersten Chef der ttlraittischen BolksrepuMk auerkennt. Die ukrainische Vertretung veröffentlicht amtlich einen Aufruf, der. dem PilsndökrI im altgemeiuen glcichLauLet und worin der Ciencralhetman anssührt, das; die polnische und die ukrainische Armee Schulter an Schrntcr vor-zeheu, umden weichenden Feind zu bekämpfen. Sie'gteiche Meldungerr -es psLrüjchsn Ge-«eräLMbes-.^'jEsMarsch. der psltt'L- . fch.err Trypperr Är W-oLhDNien mb PodSlM»' ';••• - - War s,h a u, 28. Avril. " sFrmkspnich.) Militär-- berstht vom 27. April. Seit sechs Wachen haben, die bolschewikifchen Armeen ohne' Ustterbrechnug hartnäckige Angriffe^ gegen unsere Front, gewhrt. Der durch Üusere siegreiche! Armee fMs zur-rrckgeschlugeno Feirch - gab'jedoch. '.anj* lihritvif c_ Ater^ msMedentcndch aus Men Teilen Nilsrla-'ds hcrbiigefndvb'. Sbstrtkräfle mit-der klarerr Absicht, nnl-jeden Preis einen entscheidenden ' militärischen Erfolg hercheiztftühren. -Der Absicht des Feindes zuvorkommend, haben unsere .Armeen am 2ö. April unter der persönlichen Führung des StgaEerha.np(es an der wolhdnrschcn und tzodvllschen Fronteinen allgemeinen Gegenangriff unternommen. k. ..jv-H.Dvram ersten Tage von alten Einheiten mit uu- Keheürer Tapferkeit und unterstützt von den modernsten Hilfsmittel« der Technik unternommene Angriff b.rachte den rechten Flügel in den Besitz chon OrNmtsch, Krewn-), WiM und Cudnew. Den Sieg dss ersten Tages, der die Zerstreunng und eine Panik unter den feindlichen Truppen hervorricf, ansnützend, setzten unsere Truppen am 26. -April auf der ganzen Ausdehnung der Front die Verfolgung fort. Am 26. April um 8 Uhr morgens wurde Zitomir besetzt. In diesem Gebiet wnrden , Ä3 Divissoyerr-Infan Lerie unb 11 Divisionen * Kavallerie der BolschLWikren Zeschla sn. . Beträchtliche Kriegsbenie. fi'l in unsere Hände. Die FL^ung der -Gefangenen, Geschütze, Panzerautos, Maschinengewehre und anderen Kriegsmaterials ist ,noch nicht beendet. In o b o I i c u erreichten unsere Truppen T^iszkow, Michajwwce, Wierbowiec. In diesem Gebiet schreitet ünftr Vormarsch mit unwiderstehlicher Bravorrr fort. Die in'so kurzer Zeit erreichten glänzenden Er^ gebttisse find der - Begeisterung und der nnermüdlichen ÄuSdauer unfs-ilr braven Tru-ppen zu verdanken, die, in einem zum Teil schwierige^ Gelände ohne'Anterlaü kämpfend, mühevolle Märsche ohne Schonung ihrer* Kräfte durchsnhrten, um die angewiesenen Lieft zu er« reichen. Ein Anfrnf des poluischsn Oberkommandos an die Akralner. Warf ch a u, 28. April. (Funkspruch.) Der Chef, der polnischen Armee hat an die nkrainische Bevölkerung eine Proklamation gcrrchlet, in der es unter anderem, heistt: „An alle. Bewohner der Ukraine!' Auf weinen Befehl Haben die Armeen der polnischen Republik den Vörinarsch aufgeijonlmcn und sind- Liest in das uktainische Gebiet cingedrungen. Ich tue der Bevölkerung die dieses Gebiet bewohnt, kund, das; die polnischen Armeen die fremden Bedrücker, gegen die das, ukrainische Volk die. Waffen erhoben hat, um seine Heimstätten gegen Vergewaltignttg, Raub und Plünderung zu verteidigen, von dem Gebiete verjagen wird. Die polnischen Armeen werden so lange in der llkraine verbleiben, bis die Regierungsgewalt über diese Gebiete von einer regelmässigen' ukrainischen Regierung übernommen werden Die Kultusgemsrnde. ‘ —y. Wien, 23. ApÄ. . .Da S „urKtsüdischnatonale" WahlkorUitee/- der KuliusgemeinLe-Schädiger, von dem in diesem Matte schon öfter die Rpde war,, führt', seine Agitation-Hmier verschlossenen 'Türen und unter dem Schutze'.der .-Hausmeister und Polizei weiter. - Dre Mitglieder.->dieseK 'Komitees machen sich.-die Sache sehr, bequem.. Vdtz-einem siebenfach gesiebten'. Auditorium - bringen. - sie Angriffe gegen die -Jüdis'chnatitznalen' vor; - einhrdDWner. lassen sie nicht -zu Worfe - kommen. und .ihre \Ddner . fee- [tätigen einander gegenseitig - die . Wahrheitz 'MMstst Beschuldigungen. Aber die tatsächlichen Epe)gnrM.Ke - sich nichthinwegdementiererr lassen und.sich dor'demMügen der Oeffentlichkeit vollziehensind -das' stärksio üsid' beweiskräftigste Argument gegen'die Lügen des 'ändsthmeu Ausschusses. Er bemüht sich, den zü seinen sogchonnten Versammlung Erschienenen - t'larzumachen,' -.dtzhf die Jüdischnationalen durch.'ihre auf die.A-nerkenniMM deS jüdischen Volkes als -nationale Minderheit gerichtete .Bestrebungen, die staatsbürgerliche' Gleichberechtigung der Juden gefährden/; ja/ sie stellen die 'Sache s so dar, als oö Zwischen den 'JüdischnatioNalM- und- - deM/antisemitischen .'Parteien--.in - dieser' Angelegenheit'- eine--ge> wisse Kooperation, bestünde.- Dis/Vexbreiters drxse^tzügs wissen ganzgenau, daß 'sie eben, eine^-Lüge 'chzWen, aber es ist möglich, daß sie Lei der allgeMeinen.Mrrvosirät der jüdischen. Bevölkerung und' bei' ihrer,- -fast' rrnglaublichen Unkenntnis der jüd'ischnationaleN Zodd^* rungeu Leichtgläubige finden..-/ -ftt' tiah.^'nötig, -z« sagen, daß es sich nur - um .. die ^lusMh'xüng -der it Amerika.itütttitti Me HaMelsuud Ossterrsich auf. Bafel, 28. April. (Tel.-Kömp.) Die Pvefföinfürmatiön meLdet-''«AS --Washm^ton: Seaat '--rrÄ RsvNKsLttKantsnhans staben sich für die W redd-raufnMMe. der Harrdersbezishrrnierr mit Oeutschlmrd un^ Oostsrrelch mrf der G.§lrn'd" l a'g e betflitc.« befteh errden Bev--/ trä^s erklürt. Die «srÄaMsr^auischen 5iandelskamMeVrr haben irr EiKgaben an die ÄegieraNg die rmvexMMche Wrsderau-nähme des Handels, mit Den ehemaügen feirrdUHen e tt t o p & isch c n MÄcht^n gefopdert. Die KovdstuUKe»'der SntenLe an DenLschlqnd. " Berttrr» 28. Awl. - Korr^BM DaS >-Uhr-Ab<-udSr^l" rfreldtt aus Basel,. d'kß'.nach,vMtMd-m Bcr.ch'a'n d»e Gesamt-, üni'eruugen Englands an Teulschlanp 45 Mill:ardcn Fraurö und dlejcu'.gcu aller Astrrnicn-au Deut'chland.uüammcu280 Milliarde . Francs betra-rn. Das Blatt üstK Wu: Bri dnstr Gesamisumme sei dcr Rum Dentschlands Mi out 3ci^« tesizrlt»: wenn die Alliicrlru nicht pollUfch'e Einsicht zügen/ ' - st D.as. DesiksiL'"..dev. ahnsn. Prag, LS. April. tPrivast) Die jschecho.-ilowä-il'k!-en LtaarSbahncu wecha vom.28. Ollobw 19p8 'bis. hmte.nn D e-f 15 11 von 1870 Millituen Kronen aus. ) licher, rechtlicher und kirchlicher' HwsWft'han8E--'''Drp. Sache ist so, .ddß 'wir genau das 'Gegenteillddn dem verlangen'/ was uns die- -feigen Lügnöv-- zrr-' muten: Wir wollen eben die Sicherung der -Hleich^ Lerechtigung,.. die wir gegen alle Zufälligkeitch- -LM politischen Gruppierungen und- Machtverhältnifse' nntev' den Schutz ches Völkerbundes stellen wollen. Das,Judentum in Oesterreich soll-als Nation für feinch Wischen Angelegenheiten selbst sorgen und sie den. Bedürfnissekrgemäß entwickeln können, die sich aus seinen volklichen/ sozialen und konfessionellen Beziehungen zur stäatlichen Gemernschäst' ergeben. Es soll-im Staate nicht'-andevs leben als die Tschechen, als - die deutsche -Nätion' in' Böhmen oder in ' den Vereinigten Staaten,- wo - die politische oder bürgerliche'Gleichberechtigung durch 'Gesetz und Verfassung gewährleistet ist. Wir - streben den- Ausbau unseres Schulwesens — wozu wir jüdische Lehrer brauchen —' unseres Wohlfahrtswesens 7— wozuwir jüdische Aerzte brauchen — am Wir erstreben die Regeneration des. ganzen jüdschen-Lebens entsprechend dev - Forderungen einer modernen Sozialpolitik und >dazü brauchen wir die Kultüsgemeinde, die den Hällden unfähiger und unjüdisch fühlender Männer entrissen utrd dem jüdischen Volke zurückgegeben werden muss. ' Die Gleichberechtigung' der ' Juden ist gerade in diesen Tagen den. stärksten Gefahren ausgesetzt. Die Freizügigkeit eines ansehnlichen Teiles .derösterreichischen Judenschast wird von antisemitisch-demagogischek Seite angetastet, von den Hochschulen.sollen die-jüdischen Hörer, die Kinder aller Juden ohne Ansnähme ausgeschlossen werden. In - diesem Kampfe ' stehenwir Jüdischnationalen allein, wir müssen ohne jede Unterstützung diese bitteren Stunden durchkosten. Wo bleiben die „nichtjüdischnationalen"' Verfechter der Gleichberechtigung? Seit fünf Jahren arbeiten wir Jüdisch. nationaler an dem Schutz der'Flüchtlinge gegen.Roheit' und Willkür. Wo ist die KuItusgemeinde? Wir müssen — sehr gegen unseren.Willen"-^ Abtvehr' .der'^egen das gesamte Judetltum gerichteten ErdrosselüngstvktiL organisieren und unsere- Kräften die ivir für den positiven Aufbau des Volkslebens schulen müßten, rn einer unaufhörlichen, 'nervenzerstörenden Defensive ‘ verwenden. . Was tut die Kültusgemeind.e? Wir halten.an /der Einheit des ' Judentums in/'Ost und West 'fest, nichtNls politischer.Strategie,' sondern aus einemsittlichen Soli«» daritätsbewnßtsein ' heraus. Die' Kultusgemeiüde küMlnert sich/ nicht um die Flüchtlinge/ die von der« nichtjndischnationalen Ansschsttz vemmziert-werden, weil sie den reichen Schiebern' lästig und peinlich sind^ Die KultuLgemeinde müßte an der Spltze aller auf. Me soziale Heilung des JudentiiM.s üeriKtetcn./M.hDe^