Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 453 (26.4.1920)
- Date
- 1920-04-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979531--04000-2989693- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
$xtf* ®® Heller kschecho-Slvrvakei: Einz«l» 44 Heller l.tsch.« Prim»«eratr»«*»re1s^ Sie«: »««hri» LMM»«. L «erir», Lot»». Mwe 1 «S », «Stt i» rittet Veri«IMfteSk<r«-astN: fttxrtHÄ. . Stauten SW.— vierlrijäHrN« ., ««- Kit Poftvktsat» M Mt« «atz N»«atNch .. Krone« »0,- »idtcho^Skowakei: M«n«tiich .. Krone« V.— LK«LL^«ZL-i Ntt-anu HmmMM .. Krone« Sv.- SterteliayrNch tm mgenfoiet rvaynmA BlMWflBif^^tttma» lSk» iertcljachrllch «_ »O,— A t«SlNlriotf-er Währt», remr Seele 80 Seif» Lschecho-Skowakei: 6i«stfa 44 Heller k. «sch. SM Pva»»merntl<»«Pveis« I« HMf4er pbimt MoetNch^^^, llko«atti§^7M»» 8r— «oemNch^?'!''. «re «v- RevMrio«». StMl«ffhr«riMi fBiea,£.0e&.A:a*«e$e4-ft Stuptmm «Wilti||irill«i sttWfÄ's» Nr. 453 Wien, Montag» de« 26. April 1826 2. Jahrgang ReifD0rtfriffttm hem ^Ithm 1«. London» 25. April. (Telegramm der „Wiener Morgenzettvng".) Reuter meldet ans San Nemo : Die Konferenz von San Nemo hat beschlossen» die Balfonr-Grklärnng, welche Palästina als nationale Heimstätte für die Inden bestimmt, in den Friedens«ertrag mit der Türkei einznverleiben. Ferner wird unter dem gleichen Datum gemeldet: Der Oberste Nat hat das Mandat über Palästina an England übertragen und überläßt es Frankreich und England, MmMe^ErledigIMg^der Grenzfrage im gegenMtlgen Einvernehmen zu entscheiden. England hat die Bestimmungen vorzuberetten, lant welchen das nationale Heim für das jüdische Dolk geschaffen werde» soll. Der Schutz der religiösen Gemeinschaften, welcher bisher durch Frankreich ausgeübt wurde, soll in Hinkunft den 6 Vertretungen der in Betracht Kommenden Mächte übertrage« werden. Die Frage der Ueberwachung der heiligen Stätten soll in Kürze entschieden werden. In London herrscht großer Jubel, die Gebäude der zionistischen Organisation«« sind beflaggt, die Räume mit Blumen geschmückt. Ein großes Festmeeting beginnt soeben. (Wettere Meldungen In der Dienstog-Ausgabe der „Wiener Morgenzettnng".) Die Senatswahlen in der Tschecho-Slowakei. Prag, 26. Aprll. (Korr.-Dur.) Bei den gestrigen Wahlen in den Senat wurden in den P r a g e r Wahlkreisen insgesamt 760.007 Stimmen abgegeben. Aus die tschechischen Sozialdemokraten entfielen hievon 238.643 (7 Mandate), auf die Nationaldemokraten 150.831 (4 Mandate), die tschechoslowakischen Sozialisten 122.755 (3 Mandate), die tschechischen Agrarier 119.660 (3 Mandate), die tschechische Volkspartei 64.840 (1 Mandat). Die Partei der Gewerbetreibenden erhielt 28.431, die deutsche Wahlgemeinschaft 14.859, die tschechischen Kleinhäusler erhielten 7246, die vereinigten jüdischen Parteien 5947, die deutschen Sozialdemokraten 5098, die Modracek-Gruppe 1898 Stimmen. Die Wahlzahl beträgt 33.043. 5 Mandate gelangen noch zur Besetzung. Prag, 26. April. (Privat.) Die ersten Senatswahlen verliefen unter geringerer Beteiligung als die Abgeordnetenwahlen und gleichfalls in größter Ruhe. Grundstürzende Verschiebungen oder Ueberraschungen brachten auch die Senatswahlen nicht, gleichwohl sind einige bemerkenswerte Erscheinungen zu verzeichnen. DieNationalsozialen (Klofac- Partei) erlitten großeVerluste,'in Prag allein verloren sie 18.000 Stimmen. Auch die Sozialdemokraten verloren ziemlich beträchtlich. Hingegen verzeichnen die Nationaldemokraten Errungenschaften, hauptsächlich in Prag. In W e i n b e r g e allein erhielten sie 20.600 Stimmen. Auf deutscher Seite verzeichnen die D e u t sch. kü,-erlichen einen Rückgang. Prag» 26. April. (Tschecho-slow. Preßbur.) Bei den gestrigen Wahlen in den Senat wurden in Prag (1 bis 8) insgesamt 109.555 Stimmen abgegeben. Auf die vereinigten jüdischen Parteien entfielen 2849 Stimmen. _ Vom Obersten Rat. Sa« Remo, SS. April. fHavaS.) Amtlich wird mitgeteilt- Der Oberste Rat erörterte gestern vormittags die Frage der Mandate für Palästina, Syrien und Mesopotamien, löste die Frage des neuen armenischen Staates und besprach die Wiederaufnahme der Handelsbeziehungen mit Rußland im Hinblick auf die Verhandlungen mit der gegenwärtig in Kopenhagen weilenden russischen HandelSmissioa. Das Adria-Problem vor der Lösung. San Nemo» 26. Aprll. sHaoas.) Der Oberste Rat befaßte sich heute vormittags mit der Adriatischen Frage, wobei das Memorandum' des Präsidenten Wilson vom 9. Dezember 1819, das die Grenzen Italiens bestimmt und F i u m e z u m F r e i st a a t erklärt, den Ausgangspunkt der Besprechung abgab. Ministerpräsident Nitti schlug außerhalb des Rahmens dieses Memorandums, das er annehme, die Gewährung der Autonomie an Dalmatien vor. Man ist allgemein der Ansicht, daß das Adria-Problem gelöst werden wird. 160.000 Mann deutsche Truppen. Pari», 36. April. (HavaS) Der Sonderberichterstatter des »Jntransigeantmeldet, man werbe Deutschland ein Heer, von 160.000 Mau« bewillige«. Sin blutiger Tag in Laibach. Gendarmen schießen auf Demonstranten. — 10 Tote und 21 Verwundete. Laibach» 25. April. (Südslaw. Prchbm.) Heute früh beabsichtigte eine größere Gruppe Streikender, trotz des Verbotes der Abhaltung öffentlicher Versammlungen, eine» Umzug durch die Stadt zu veranstalten. Beim Krankenhans sperrten Gendarme» und Polizisten die Straße» ab, um den Zug der etwa 3000 Demonstranten in die Stadt zu verhindern. Diese gaben zwei Schüsse ab? zwei Gendarme« und ei« Zivilist wurden verwundet. Gleichzeitig griff die Menge die Gendarmen an, umzingelt« sie und versuchte fie z» entwaffne«. Darauf gaben die Gendarme» etwa 30 Schöffe ab» wodurch 10 Personen getötet und 21 verwundet wurde«. Laibach» 35. April. Amtlich wirb gemeldet: Nachmittags unterbreiteten zwei Vertreter des StreikauSschusieS dem Präsidenten der Landesregierung die Bedingungen für di« Beendigung deS Streiks, darunter die Aufhebung de« Mililaüsierung der Elienbahner, die Freilassung der verhaftete» Eisenbahner, die Bewilligung zur Abhaltung einer Versammlung, damit ein Beschluß betreffend die Arbeitsaufnahme am Moptag. t gefaßt werde, und die Bewilligung zur Teilnahme der streikenden Organisationen an dem feierlichen Begräbnis der Opfer de« Vorfalles vom heutigen Vormittag. Der Präsident der Landesregierung erwiderte, daß di« Frage der Entmilitarisierung in die Kompetenz des Krkegsmim« steriums falle, und lehnte die Bewilligung zur Abhaliung der, Versammlung sowie zur Teitnahnie am feierlichen Begräbnis «W Er versprach eine Untersuchung der Angelegenheit.