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Wiener Morgenzeitung · 1920-03-28 · Heft 425 (28.3.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 425 (28.3.1920)
Date
1920-03-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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rwhftii ft& 4LS Vd«. GmmLs- »Aewiverb»". Vom 28. Man bis 8. Avril an Nays- «irrte pro Kopf: */« Kilogramm Mebl. K 4.30. 12 Dekagramm Fett K 13.20, E. W- Reinselfe K S.60, 1 Paket Kathreiner Malzkaffee K 10.— (höchstens 4 Pakete pro Haushalt, für jede MeblbtMgskarte: 1 Dose Sardlnen (nach Vorrat) 35.—. Ans Milchkartenabschmtt ,5" an Kmder bis zum vollendeten L -Lebensjahre 1 Kilogramm Feinmebl K Il.2b, von 3 blS 6 Jahre». 3 Kilogramm Tcrgwarcn kr 10.75. An nichirahomerte BerdandSmitgl rder nach Vorrat: Kaffee-E«say, Kümmel, Kunsthonig, Tee, Pfeffer. Krem-ersent. NLbscide, Raffercreme und Kerzen. In der Abgabestrlle Schlesingrrplay -re bereits aus- >e«iesenen Artikel. * Bühne Kunst. Schrekers Berufung nach Berlin. Franz Schreker nimmt von Wien Abschied, säst im gleichen Zeitpunkte, zu dem diese Stadt sich darauf' besinnt, WM sitz-.-an diesem Musite.r^.btzlitzen.. könnte. Sie^ har sein Schaffest nie gefördert uitb“ es dem Ausland überlaffen, ihm hie' Wege Lüm Ruhm' zu ebnen. Erft mit der landläufigen Betfpätung hat män die „Gezeichneten* ins Repertoire der Oper ausgenommen und auch hier war es kein leichtes! Stück, das Werk tzegen versteckte und offene Opposition bis zum entscheidenden ''Aufführüngserfolg zu bringen. Fetzt mögen Stimmen laut werden, die. von Bedauern usw. sprechen. Die alte Wiener Nörgelsucht hätte früher jm Zaume gehalten werden sollen. So wiederholt sich aber das alte Lied. Wien, der Musikstadt, bleibt der traurige Ruhm, einen Bruckner, Mahler, Hugo Half mit hartnäckigstem Uebelwollen begegnet zu sein. Daran vermögen noch so viele Festedie der Künstler nicht mehr erlebt, nichts andern. Sü 1 weit ist es glücklicherweise im Falle Schreker noch nicht. Von Berlin, wo er die Akademiefür Musik leiten wird, sind wir nicht durch'Welten getrennt und wenn er im-Nächsten Jahre zur Aufführung des »Schatzgräbers" kömmt, wird' voraussichtlich die bisher unsichtbare Liebe des Wiener Publikums zum Vorschein gelangen. Den Einwurf, daß Wien nicht in der Lage war, Schreker eine ähnliche Stelle z"u bieten, wird man nicht gelten lassen könstest. Ääch seinen Bühnenerfolgen fallt die Frage der guten Besoldungnicht so sehr ins Gewicht. Es war vielmehr die mangelnde Resonanz im Publikum, die wieder einen bedeutenden Künstler veranlaßt hat, uns den Rücken zu kehren.; •> Dr. K. M. Haus der junger» Künftlerfchaft. „Der Äes«»b«gen." »ÄGeruLitel ist eigentlich das', hübscheste an dieser- AusstellÄng^Sttz-köstntö.zwar ebenso , gut- „Der Schwibbogen" od.er „DMM^Dttwürm".cheißen^ dbjep ^-4 ist ein.Regenbögen sticht hühfiHH . In 'den gastlichen. Räunsen..HiLchkeHüufes/; die der'Förderung der jüngstest Kunst geweiht sind, waltet kein streftge. fichtendev Geist, Sonst könnte stHV dort nicht jener gessthrliche Diilettanttsmus, der, sich. gerne im. Kielwasser der allAclohten Moderne bewegt,, breit 'machen. Diese Gattung verkörpert beispielsweise B. Kokoschka, der sich vergebens bemüht, ffem?' harmlosen'^Maleri^n' '.hinter der geschickt nachgeaMteN ---Mani«. seines berühmten Brüders zu verbergen. Außer .eistigSst fein - ausgeführten Bleistiftzeichnungen D. 'K r o,n b u r g s, graphischen - Blättern von O e l L j e n, deü geschrieLMren 'und handillustrierten Büchern von I. Z i mp e k, der diese mönchische, Kunst wieder belebst ist kaum etwas Anziehendes im Raume zu finden. Ist dies alles, was man pon j>et' justieren. Künstlerschaft zu. erwarten' hat? '!—ist Aus de» Theatern. - Am '' iSurgtheate r . -klangt morgen Mpntag Schnitzlers Luffspnl „D reSch w e st e tu" zur Ausführung. Beginn V* 6 Uhr. Der - Sp i e l v l a n dr/S Op er« th eaters lautet.:" Montag: „D e r T r o v b a d o ii t" (Grat Lura Herr Doktor Fmil Schipper vom Nationalrheater in Münch n als Gast); Drenslogr-D i r Bohäme (Rudolf Herr Karl Fischer-Niemannvom Stadttheater ur Giaz als Gaffl; Mittwoch: „D. i eG,e z e i ch net e n" (Tamarr Herr' Dr. Emil Sch'vver dorrt .Nätionaltheüter in München als Gaff); Donnerstag ^Aitza* tRadames Herr Richard Schubert vom Siadttkeater Im Overntheater kommt morgen „Der T v o u b a d o u r" . - zur Aufführung. Anfang ^^6 Uhr. D i «.,n,S l. a.g wird.der ausgehobenem Jahresabounkment.- m desor^ren Plesien „Dt e. B.o h-ö.m e" . mit den-Damen Kurz. SchHne und Herrn Karl F i s ch e r - N rem ad« vom Stadtthrastr rn Graz als Gaff gegeben. Anfang'/s6 Uhr. . , > . ^Levvoldtne Ko nstantin spielt im Wiener Stad 1t h e a t e r nur noch an vier Abenden^ Donnerstag ' den i. April wi'd zum ersten Male „D ieFra u R at". Komödie in 3 Akten von Paul Wertheimer mit Haust Nr ese als Frau Rai Goethe, gegeben^ - ,1 Än. d.er Neu e n W i e n e r B ü b n e gelangt Dienstag hen M 'Y.E die Komödie ,P h'a r is ä er* von Karl Sloboda »ur WüMrung,;8n den Hauptrollen sind beschaftr'at die ®ö«tVn: E;s.: Förster, Brera vnd die Henen: Hendncks, Jensen, LeWt. .Loyrrc. Schreker. Schreiber, Schütz. Uebrracker. Reüh. SpreUeilung Eugen Jensen. Beginn der Vorstellung s/-6 Uhr. /. ' In der R e n a i s s an c e°B ü h n e, gelangt Samstag dt« 8. April mit Harry W a l d e n ,n der männlichen.HaUvtrollermd Karl Ettling er als Gaff.die dremküge Kompdie -D r e., d r ei. D r e b e" van Umberto N o 1 a r \ zur Urauf- Wrupg. Bis dahin bleibt allabendlich , mit Harrv Waiden Eckmtzlers „K ö'm ö d'i e. de r W'v r te" am Repcrjyste. mit Ausnnbme' von M ö n t a g den 29. d. M, abeubs, an welchem Abend sich Ferdinand Bonn im „G ei fl c n mach er v an C r e nr o n a* und Stimdbergs „G l ä «.v r g c r* vom Wiener Publikum verabschiedet. Im C a r l t h e a 1 e r '.wird Montag den 29., DienKtag de« 30. und'Mittwoch' den 3 t. d. M. dir EvSl'ttsche Operette „D i e S ch ü tz e n l i e s e l* auigeführt. Donnerstag den 1. April beginnt Louis T r e u m a tut («u Gastspiel m der Operette .D e r 'So s u a r r^.. Wlmn jtont»|tWnj M. ttj IW Im Deutsche« DolkSthrater gelangt Montag den 29. d. M., 6 Ubr, Sude»ina«nS „Heimat* zur Aufführung. SamStag den 3. April findet di Wiede reröfsnung des M etrvpoltheaterS unter der Direktion Gustav Müller statt- Z«> AuffShrnnfl gelangt d«e Operette „Schwarzwaldmädel" um 166. Male. In dieser Vorstellung beginnt Karl Z«s k a vom Burgthrater ein Gasttple! als Domkapellmeistrr. BurMatffp'elerm T'ni Senders eröffnet am 1. Apr»! ein Gastjprel am Apollotbeater. Eine neue Gemäldesammlung in Anrich. DaS Züricher Kunstbaus hat durch rm hpchhcniges G schenk O.ltilre R 8 d r r ff.e i n s an threVatnstadt e nerrfreulicheBneich^una erfahren. ES sind G>-mä!de moderner Franwstn, darunter eine Mrerlandschaff des Neoinivresnon'ften C r o st» ein Hrsinbild von Othon F r i e s z. >we Arbeiten C a m o i n s und Werke von G u i l l a u m l n. V a l l o r t o n und Marie Laurencln. ferner sind die Schweizer Maler Govrnri Giacometti und Cnno A m i e t mit je einkm Werke tJtiticte« — Die neue Sammlung wurde der permanenten Gemäldeausstellung im Kunsthause entsprechend e'mgeiügt. Drincktfestlerbericktig«»«. Im geffrigev R Gerate stl-er Schnitzlers „Dre Schwestern" soll es statt: „Der r'chtrge Abgesandte iiir das Spiel* richtig „Der richtige Ab gesang iür da§§pttl*und statt „solch v'rnalrrnen Tönen tiefsten Empsindrns* natürlich „lgsch verhalten« Tone* he-ßen. / Germaine Schnitzer. Aus New-Ds rk w«d uns geschiieben: Gnmaine Sck nr tz er wird erne der erst n Künstler nnm sein, die nach Kiiegsend-' wieder das euroväi'cke Publiknm erfreuen w rd. Dre berühmte Pianistin, dre rm Kvnstleben Ni'w-Uorks e>nen hervorragenden Platz rmnnnmt,. bat in der Brolian Hall am 14. d. M. ihr k'-rrpvll-Konrert gegeben, das ihr tauschende Tnumvhe eintrug, und schifft sich am 3. April nach Eurora e>n. Die erste Station ihrer europäischen Kunstreise wird Pa.'s fern, wo sie rn der Soci^tö de Concerts du Conservatore in einem großen Abonnementkonrert m twirkt. Ende Avril wird Germaine Schnitzer im Rahmen einer Veranstaltung des American Benesit os Austrian Ckildren das Wiener P u b l i k u m mit ihrer großen Kunst erfreuen. Wohltätigkeit-Konzert. Die Elleruverein'gnng der Ver-'rnsrealschule «m zweiten Deürk veranstaltet heute, Sonntag, um 6 Uhr nachmittags ein Wodltät'gkritskonzert ,m Saale, des Militärkastnos. Cchwarzenbergplatz 1. mrt besonders reichhaltigem Programm. Es wi'ken dnrchans Künstler er'ien Ranges mit, unter anderen die Ge genputuosin Er ka Morin r. Bianca G l o s s i (Burgtheater), dre Her,en M a n o w a r d a und Bl eher Ope>n beater), die Damen Wagschal und P o p o v i c i. Direktor G u t m a l e r und das hertere Schubertquar tett. Bodanzky dirigiert den Darsilal in New-Dork. „Eclaire* meldet aus N-'w-Aork: Im Meti opolitan Opern Hause wird Wagners „Parsiml* in englischer Sprache neu rinffud er». Kapellmüster Bodanzky, welcher die rschecho-slowatffche Staatsbürgerschaft erworben hat. wird, wie bereits früher, die Aufführung dingüren. Die Rolle derKundry wird von Frau Matzen au,er. e'ner gebärtrgen Oesterreich'rin, welche rn Amenka naturalisiert ist, kreiert. tBodan'ky war bekanntlich lange Zeit Kapellmcister am Deutschen Landesrheater in Prag.) Bortragstournee Mirjam Schnabel. Mirjam. Schnabel, die Rrzitatorm jüdischer. Dichtung, ist auf einer Bortragstournce dw.ch die Tschechoslowakei begriffen, wo sie zum erstenmal mittelalterliche jüdische Dichtung zum Vortrage bringen wird. , Josefa Bnrsteen» die kürzlich, mit einem Lkedrrabend großen Erfolg fand, wrd an ihrem zweiten Abend, der Samstag den 3. April >m llemen KonzmhauSsaale stattsiudet, auch eine Gruppe jüdtscherVolkslrederzum Bortrag bringen. Das Programm enthalt außerdem altdeutsche und allfranzösische Lieder sowie moderne Chansons. Am Klavier Karl L a f r t e und Bela L a s z k y. Karten bei Löwit. »tfftiiti Größte Auswahl? Billigste Preise? Leopold Steinhart, Wien, I^Biberstraße 81 479m '.-■■■.- erscheint sie als bloße Vermutung, wofüd auch die Deck sache spricht, daß das Wunder verschieden erzählt wird. Daß sie nicht stichhältig ist, zeigen schon die Argumente, welch« die Kommentare des Schulchan Aruch gegen sie geltend machen, während die von diesen Kommentaren versuchte« Rettungen wohl geistreiche Einfälle find, aber das historisch« Gewissen nicht beliebigen können. Manche moderne Forsche» meinen, die BeHichnung sei eine Entlehnung aus de» Christentum, welches den Sabbat vor Ostersonntag alt „langen Tag" bezeichnet. Aber diese Vermutung hat nichts für sich. „Vielleicht umgekehrt?" Viel rationeller und ernleuchiender ist eine andere Gv Larung eines Autors aus dem 12. Jahrhundert, die faseS den Talmudiften wie den Forschern unbeachtet geblieben M Sie lautet: Am Sabbat vor Passach waren die Vorträge uach dem Gottesdienste besonders lang, weil einerseits die SB« dssutung des Festes in ausführlicher^ Weise darzustellea wa« und andererseits dem Volke die zahlreichen Vorschriften mit« geteilt werden mußten, die am Paffach zu beobachten find. S« mußte das Volk länger als an rrgendeinem anderen Sabbat in der Synagoge verbleiben, deshalb nannten fie dies« Sabbat den langen Sabbat (Pardes N. 17), Also Schabbah ha-godol ist gleich langer Sabbat, das heißt Sabbat Keß langen Vortrages. Der alte Brauch forderte aber, daß auch vor Schabiwth und Sukkoth, die das Fest betreffenden Vorschriften in öffent, lichen Vorträgen behandelt und erklärt werden. So ist efi sehr wahrscheinlich, daß in alter Zeit auch die Sabbate vo» dsesen Festen wegen ihrer längeren Vorträge die langey Sabbate genannt zu werden pflegten. So war die Bezeichnung „langer Sabbat" für die Sabbat vor den> drei Feste« im 11. und 12. Jahrhundert in Italien allgemein übltck (Äptowitzer in Zeitschrift für hebräische Bibliographie 20. Band, Seite 14'u.f.). Im Laufe der Zeit verlor sich diese Benennung für die Sabbate vor Schabuoth und Sukkoth unt erhielt sich bloß für den Sabbat des längsten Vortrages, fü« den Sabbat vor Passach. Italien hat hauptsächlich palästinensische Bräuche am genommen und bewahrt; so ist es wahrscheinlich, haß di« fragliche Bezeichnung schon in tannaitischer Zeit in Palästina üblich war, wo auch der Sühntag „das lange Fasten" genannt wurde, während in Babylonien die Sabate vor den Feste« „Festsabbate" genannt wurden. V. Aptowitzer. KorleKtivausstekluttg Glyeenstei« fit A»eriK«j In Amerika wird daran gearbritet, eine AvSstellsntz sä«ck licher Arbeiten drs berühmten iüdische» Bildhauers Hemchi G l y c e« st e i n i» den größere« Städte« der Vereinigt«« Staaten zu veranstalte«. Der Künstler, welcher sich z«rz<üt a der Schwerz befindet, bemüht sich «it Hrlfe seiner Frrruedq auch alle >m Privatbesitz in Polen befindlichen Skizzen, de, er in Polen während des Krieges gezeichnet hat, für dre stellung z» sammeln. __ Literatur u/Wissenschaft. Der große Sabbat. Der Sabbat unmittelbar vor Peffach wird der große Sabbat, Schabbath ha-godol genannt. Wie alt diese Bezeichnung ist, läßt sich nicht mit Sicherheit angeben. Im alten Machsorim, zuerst Sabionetta 1660, wird eine liturgische Dichtung des ShnagogendichterS Jannai, in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts, als „Kerobah zum großen Sabbat" bezeichnet. Aber diese Bezeichnung rührt wohl vom Drucker her und ist auch ungenau, da das Stuck für Peffach selbst bestimmt ist, wie schon Mapoport nachgewiesen hat (Ha- Maggid, 7. Band, Seite 23). In einem halachischen Werke vom Ende des 12. Jahrhunderts wird der sonst unbekannte Brauch erwähnt, .daß .die Kinder am großen Sabbat die Veffach-Agadah lesen, mit der Bemerkung: „So auch im Siddur des Reb Amram" (Gaon in Snra 870). Aber in den uns vorliegenden Texten des Siddur R. Amrams kommt die fragliche Stelle nicht vor (Rabiah, ad. Aptowitzer, 2. Band, Seite. 68, Aüm. ,27), weshalb diese Angabe für unsere; Frage wertlos ist, da nicht festgestellt werden kann,. daß die Bezeichnung „großer Sabbat" vom Gaon selbst gebraucht wird. ,' . , , Literarisch nachweisbar ist der Raine. „Schabbath hagadol" erst im 11. Jahrhundert zuerst in einem Responsum ' des Rheinländers Nr. Menachem ben' R. Machir (Raschis' Pardes Nr. 26), um 1050, dann bel dem Italiener R. Salomo ben Ha-Jathom gegen Ende des 11. Jahrhunderts (Kommentar zu Moed Katon ad. Chajes, Seite 18).> Dies die ältesten Erwähnungen des Namens. Warum aber wird der Sabbat vor Peffach der große .Sabbat genannt? Diese Frage wird schon von Autoren des 12. Jahrhundertsaufgeworfen: „Das Volk' bezeichnet all-. gemein den Sabbat vor Peffach als den (U'oäcit yi-iobut, weiß aber keiyen Grund für diese Benennung anzugeben.". Sie' selbst erklären: Diese Benennung rühre von dem Wunder her, welches am Sabbat vor dem ersten Peffach den Israeliten geschehen ist. . Diese Erklärung, die auch im Schulchan Aruch (1. Band, Seite 430) enthalten ist, hat im. Volke allgemeine Anerkennung und Verbreitung. gefunden, besonders auch deshalb, weil, sie in den jüngeren Werken die Form einer 'Tradition angenommen hat. In den älteren Quellen aber' Stephan Zweigs ^Jeremias" in franzSfisch« Aeberfetzung. Fn Paris erscheint demnächst Stephan Zweigs pazifißifchü Bibel-Drama „Jeremias* in französischer Uebrrsetzung von Charles Bamieux, welcher noch vor dem Krieg Zweigs Berhaeren-Mon-' graphie ftanzvsisch ediert hat. Alfred Kerr: Gesammelte Schriften. Aweidr Reihe: Die We lt im Licht. (2 Bände.) 19.2Y. - S. Fischer, Verlag, Mrlin. In der «aus fünf Bänden bestehenden ersten Reihh seiner Schriften, „Die Welt im Drama", hat Alfred Kerr das Kosmische, Währende in dem, was ihm . ans der Bühne begegnet ist, festgehalten. Die zweite Reih» tut desgleichen mit Städten, Eilanden, Meeren, SonNMj Manschen (tot oder lebendig) und Tieren. * Kerr erweist sich auch hier als teiger, der dile Welt mit seinen Nerven erlebt (einschließlich des Shmftathicus, so die Verdauung unter sich hat). Für das Erleben einer „Welt im Licht" reicht diese «gewisse Nurnervigkeit nicht immer aus; der Kosmos etscheint dann manchmal, vrm eines von Kerrs Lieblingsworte« zu gebrauchen, etwas „aufgekratzt" (wir würden „auß gepulvert sagen). Nicht in großen Quantitäten zw traglich. Mer Kerrs „Welt im Licht" ha» eines Ät sich Das er (in Klammern) also ausdrückt: „Die Kunst foßi Schriftstellers ruht int Wcftntl^chen darin: solche Ding, zu äußern, die er nicht überschlagen würde ..Dai ist nicht wenig. Der erste Gand, ,Ierweile doch" betitelt, gibt ein Bild des deutschen Landes und sieht Frankreich Bleibendes. Das liegt daran, daß „wir noch am eheste« solche Dinge erzählen können, an denen wir Anteil genommen". Kerr, deutscher Europäerjude (der Schlesier ist ein wenig „aufgekratzt), vermag wirklich bas Lichtvoll-Kosmische im deutschen ^längereich" fühlen uni ift — eben als Jude — (Heinrich Mann ist einer de« Wenigen, der es auch kann) imstande, Frankreichs Genis zu sehen. Hier finden sich manche Perlen Kerrä« Nrrüenweltschöpfung'. ' „Du bist so schön", der zweite Band, der in tfeft Länder, zu vielen Leuten und zu großen Mnsche, führt, ist. nicht so ausreißend (dir „Über WWM

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