Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 425 (28.3.1920)
- Date
- 1920-03-28
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ÄW". Mm, Sonntag; sürfs nicht ruiniert werben, denn dadurch schädige der Staat sich selbst. Und das zu verhindern, sei der Zweck je* HWWdrtzanisatiM der Steuerträger. -* -$m Personalsteuerent Wurfe werde die Be-? sieuerung nicht mehr Wie bisher.nach dem Ergehnisse. des. ■ borangegangenen Jahres, sondern nach dem Einkommen des lausenden Jahres bemessen. Als Uebergangsbestimmung werde filx die Jahre 1919 und . 1920 der, Durchschnitt bemessen. Pure schwer« Gefahr stellen die Kompliziertheit der Formulare!sar; die. neuen Fatierungsfornullaxe seien derart unvev- V Ländlich, baß die richtige Ausfüllung nahezu unmöglich sei inw beim kleinsten Fehler könne — 'unter dem Vorwände, ^aß Verdacht einer .Steuerbesraudatiou vorliege — die'Le-' hördliche Schätzung vorgenommen werden. Die Äesteuerüug pon Konjunkturgewinnen bedeute eine Belastung ' tuch derjenigen, die durch bitterste Rot zur Veräußemng chver Habe gezwungen' seien, ohne Rücksicht darauf, daß die - Höhe des Erlöses nur auf dem fiktiven Wert der Krone seruhe.. Die Ueberwälzung der Eiitkommenjteuer sei zwar verboten, glaube .aber jemand ernstlich, 1 saß zum Beispiel die Arbeiter dis auf sie entfallende Ein!- kommensteuer tragen uüd nicht aus die Arbeitgeber in . Gestalt wn Lohnforderungen überwälzen würdest? . Redner erklärte, eS muffe ein Finanzrat geschaffen . ivorden, der mit den kompetenten Stellen in ständiger Fühlung m bleiben habe und aus allen Schichten der Steuerträger gestehen solle. ' Nachdem noch Abgeordneter Fried m ann gesprochen satte, wurde eine Resolution angenommen, in der eine Lteuergerrchtsbarkeit mit offenem und kontradrktorischem Verfahren, die Aufstellung eines Finanzplanes, ein Steuerrecht an Stelle, der Vollzugsanweifungen, die Schaffung tlner Steuerberatungs- und Beschwerdestelle gefordert und schließlich der Gesamtkomplex der neuen Steuern al§ zu hart, mtisozial, und Volks- und privatwirtschaftlich ruinös entschieden abgelehnt wurde. . , t Hie Erhöhung der Püstrmfe Telephongebühren. Sämtliche Postgebühren werden auf die doppelten Beträge erhöht. Ausgenommen hiervon sind nur die GtzÜhttztt für Blittdendrucksendungen. Die Wert gebühr der' Paketen beträgt Kr. 1.60 für je Kr. 600.— des "'^irgegebeney Wertes oder 'den. angefangenen Teil davon. ,'^EHebÜhr für gewöhnliche Postanweisungen beträgt. für je Kr. - 200.-7- oder de^ angefangenen Teil davon. Hiese drei Punkte ausgenommen, werd-on sämtliche Gebühren verdoppelt; ein Brief ist daher mit W,Heller,--eine- .Korrespondenzkarte mit 40-Heller zu. ^.raNkheren.- '.Die:? erhöhten : Postgebühren treten aA W'.-.fApril"'in Kraft. - , - . . . Die. Delephongebühreir. ' .Die' tb'esentlichste> Bestimmung- 'über die Verteuerung der Fernsprechgebühren lautet: Bei Netzen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 20.000 findet ick der Stufe a 4 (tägliche Rufzähl höchstens -12) eine EWHung von Kr. 720.— auf Kr. 1440.— statt. M.jder Sinfe. a 2, (tägliche Rufzahl 13 bis 24) erfolgt gleichfalls eine? Verdoppelung der '.Gebühr von KL.' 1440.— auf Kr. 2880.—. In der Stufe 3 (iäg- Me' Mf'zahl.. 25 bis 40) wird die Gebühr von K^,-2880.-— aus Kr. 5?60.—• erhöht. Ebenso ist Punkt 'für' Puftk^ die Teilnehmergebühr" bei' kleineren Nehanlasten.für, halbe, und viertel GesellschafLsanschlüsse verdoppelt worden.^ , ' i'.' Diese neuen Gebühren treten mit 1.- April in Kraft. .Hine Verdoppelung erfahren auch, die Fernsprech- Msthxen. Hst der' ersten .Fernzone, bisher Kr. 2.—, - -M^i bie -einfache. GesprLchseinhsit künftig Kr. 4.— In'der zweiten Fernzone wird die Gebühr von Kr, 3.— kyf. Kr. 6.—, in.der dritten Fernzone von Kr. 5.— iäyf Kr. 10.— erhöht. In der vierten von Kr. 8.— - irüf-.M.' 16.—. Auch die Sprechgebühren in den Nah- ^äüeft werden verdoppelt, desgleichen die Gebühren für Gesprächsaüffordc'rungett, für Gesprächsabgaben, Vorüstnieldüngen' und für Delegrainmvermittlung. der Ueberlastung des österreichischen Telephonnetzes, durch die fast ausnahmslos nur dringende Gespräche absolviert werden können, wirkt die jetzige Verdoppelung der Gebühren um so schärfer. > Beispiele für d'e Delephonpreiserhöhung. -j Das Telephon der billigsten Kategorie in Wien, daö bis voriges Jahr Kr. 300.— jährlich gekostet hatte, kostetjetzt Kr. 1440.—, die Sprechgebühr in der erstsn Fernzone ist durch die zweimaligen Erhöhungen von 60 Heller auf Kr. 4.— gesteigert worden. Ein Gespräch nach Graz oder Salzburg, das bis zum vorigen Jahre ^,.,2 — gekostet hatte, wird jetzt auf Kr. 10,— erhöht. st Barfrankierung von Postpaketen. .;.r Die Generalpostdirektion hat verfügt, daß ab 1H. April die Frankierung von Postpaketen in Barem prfolgt, weil sich dies mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse und die neuen Vorschriften zweckdienlicher erweist. Der gegenwärtige Stand der Elektrisierung 'unserer Staatsbahnen. - Zu diesem Thema, dem erhöhte Aktualität zukvmmt, sprach gestern der Direktor des Elektrisiernngsümtes der österreichischen S<aatsbahnen, Ministerialrat Ing. .Paul D i t t e s, vor einer zahlreichen Zuhörerschaft, worunter sich die Staatssekretäre Paul und Dr. Ellenbogen befanden. An Hand der für den Energiebedarf der Arlbergstrecke maftLübenden Ziffern Wiener MsrgenzettunA führte Ministerialrat .Ing. Dittes den Nachweis für die' bedingte Notwendigkeit des Baues -• bahnsigener Kraftwerke und zeigte an dem Zusammenwirken des in Ausgestaltung begriffenen Ruetzwetkes der Mittenwaldbahn mit dem seit Herbst vorigen Jahres im Bau befindlichen Spullerseetverke, die beide die Energie für den elektrischen Betrieb der Linie Innsbruck—Lindau liefern werden, die wasserwirtschaftlichen Vorteile der Kupplung von Mittel- oder Niederdruckwerken, mir speicherfähigen -Hochdruckwerken. Als.gutes Zeichen für Fortschritt der Elektrisierung wurde die Mitteilung ausgenommen,, daß die ersten elektrischen Lokomotiven nach gründlicher Durchberatung des Konstruktiven -Leiles in Bestellung - gegeben worden sind. Wenn man den gegenwärtigen Anlagekosten die heutigen Kohlenpreise gegenüberstellt, dann-fällt die Rechnung unzweifelhaft zugunsten der Elektrisierung aus. Den Zeitraum, den die Elektrisierung aller hierfür in Betracht kommenden Hauptbahnlinien Oesterreichs erfordern wird, schätzt Ministerialrat DitteS auf 12 bis 15 Jahre. Ministerialrat Dittes schloß seine Ausführungen mit dem Danke aller Freunde der Elektrisierung an die Staatsregierung, besonders an Staatskanzler Dr. Renner, und die in der Frage führenden Staatssekretäre Kaut und Dr. Ellenbogen. : . Versammlung oftgattzischer Juden in den Peffach-tzalbfeiertagen. Der Preffedimst der Delrgatio» des Jüdische» Nationalrates für Ostgalizien meldet: Zwecks Besprechung wichtiger wirtschaftlicher Fragen, insbesondere der von der Delegation drS Jüdischen NationalraleS für Ostgalizien eingeleitetrn Amerika-HilfSaktion und anderer Organifationsangelegenheiten, veranstaltet die Delegation Versammlungen nach de« einzelnen Bezirke« OstgaliznnS. Die hier weilenden ostgalizifchen Juden werden in ihrem eigenen Jntereffe dringendst anfgrfordert» zu ihren Bezirksversanrmlungen zu erscheinen. Die Versammlungen finden in dm Bureamäumrn der Delegation, Wien, H., Praterstraße 9/4 wie folgt statt: Montag, 5. April, ZUHrnachmittagZ, fei«$ Bezirke: Bobrka, Bohorodczauy, Borszqvw, Brodh, Brzezanh, Buezaez. Montag, 6. April, 5 Nhr nachmittag-: Grodek JagielonSki, Horodenka, Hustatyn, Jaslo, Jaworv«, KaluSz, Kannonka Ctrumilowa- Dienstag, 6. April, S U h r nachmittag-: Brzozow, CieSzanow, Czortkow, Dobrvmil, Dolina, Drohobtzcz. D i e n s t a g, 6. A p r i l. S U-h t nachmittags: Kolbuszowa, Kolomea, Koffow, Nisko, MoseiSka, Lisko. M i t 't w o ch, 7. A p r i l, ß Uhr n a ch m i t t a g S : Lemberg. Nadworna, Peczemzyn. Podhajce, PrzemhSlanh. . M i t t w o ch, 7 A p r i l, SU h r n a ch m i t t a g S Ptzemh-l, Przeworsk, Radziechow, Rawa RuSka, Rvhatyn, Röpczycr, Rudki, Samdor, Sanok, Skalat, Skolr, Sniatyn, Sokal. Donnerstag. *>. April, SUHrnachmittag-: Stanislau, Stary Samdor, Strhj, Tarnopöl, Tlumacz. Trembowla. Turka, ZaleSzczyki, Zbaraz. Zlwrow, Lloczvw, Zolkiew Zydaezow. Al- Referenten find vorgesehen: Löbrl Tavbe-, Sch. Horowitz, A. M. Trnnrnblatt, Dr. I. Waldman«, Dr. N. M. Gelder. Von »rnseren Kriegsgefanaenen. In der Sitzung der Staatskommission vom 24. d. M. wurde eine Nachricht der Mission Doktor Montandon des Internationalen Komitees aus Wladiwostok bekanntgegeben, wonach ein französischer Dampfer der Messagerie maritime ungefähr um die Mitte des Monats April für den Abtransport von Kriegsgefangenen aus Ostsibirien zur Verfügung stehen soll. Das Präsidium der Staatskommission hat im' Einvernehmen mit dem Staatsamt der Finanzen wegen der Kostenfrage unterhandelt; es wurde der hierfür nötige Betrag von 2,200.000 Schweizer Franken von der österreichischen Regierung bereitgestellt. Mit der Schiffsgesellschaft wird in dieser Angelegenheit weiter verhandelt. In den Ostseeprovinzen befinden sich zirka 10.000 Kriegsgefangene, hiervon 3000 bis 4000 Oesterreicher, der Rest Ungarn. Die Mission Dr. Montandon hat bekanntgegeben, daß es den Kriegsgefangenen in Ostsibirien unter der jetzigen Regierung besser gehe. In der Frage der Heimbeförderung der in Turkestan befindlichen Kriegsgefangenen wird im Einvernehmen mit den: Deutschen Reiche eine Aktion eingeleitet. Anr 27. Februar sind von Kanada Internierte der früheren Monarchie mit Schiff nach Europa ab gegangen. Die Rache der Verlassenen. Tragisch hätte beinahe eine Szene geendet, deren Schauplatz gestern abends die Nordportalstraße im Prater war. Handelnde Personen waren die 22jährige Manipulantin Olga W., 3. Bezirk, Metternichgasse wohnhaft, und der 22jährige Beamte des städtischM Lagerhauses, Hans L., 3. Bezirk, Rasumowskygasse tvohnhaft. L. hatte, mit Fräulein W. ein Verhältnis unterhalten, "es jedoch gelöst. Darüber war die W. ungemein gekränkt. Sie wußte, daß L. jeden Abend auf dem Heimwege vom Amte die Nordportalstraße passiere, gestern abends um 7 Uhr lauerte sie ihm dort auf. Sie zwang ihn zu einer Unterredung und verlangte von L., daß er ihr 1000 Kronen gebe, damit, sie nach Ungarn reisen könne. Während die Beiden noch miteinander stritten, kam die jetzige Brant des L., die/ihm jeden Abend entLegeniuaehen pflegt, ahnungslos, hmzn. Da- 28, März 192*T 'Seite 707 flORBElHONlt ZIGARETTENPAPIERE £ ZIGARETTENHÜLSEN S bub »warrw» m ■ * » a. m ft Sic üt ^treffen selbst » die höt ten Erwartungen E des Rauchers. « I durch' wurde die Debatte noch erregter, da Olga W. noch mehr erbittert wurde. Schließlich ließ L. das Mädchen stehen und ging mit seiner Braut weg. Olga W. lief ihm nach, holte unter dem Mantel eins Hacke hervor, die sie vom Hause mitgenommen chatte und versetzte dem L. einen Hieb über das Hinterhaupt. Zu seinem und zu ihrem Glücke wurde' der junge Mann nur leicht verletzt. Olga W. tvurde zur Behörde gebracht und behauptete, sie habe nur in der Erregung gehandelt. Sie blieb in Haft und wurde dem Landesgerichte eingeliefert. ■' * Jüdische Kinder nach Triest. Die Zentralstelle zur Versorgung jüdischer Kinder im Auslände, (Anitta Müller), welche dank der Initiative und de) großen Einflusses des Herm- Qberrabbiner Dr. C h a j e S als erste Stelle erholungsbcdÄstige Kinder ins feindliche Ausland entsenden konnte, schickt Montag den 29. März 45 Kinder nach Triest. Der bewährte Freund und Beschützer unserer Kmder, Herr Ing. Stock, welcher bereitA in großzügiger Weise für unsere Kinder gesorgt hat, Lbernirnmti die 4b Kinder in seine wundervoll gelegene Villa am Meere. 45 Der Jüdische Nationalfonds, Zentralstelle süri Oesterreich. Wien, H., Zirkusgaffe 33, hat in der Zell vom 14.! bis 27. März K 44.020.12 eingenommen- Die Einnahmen der-! teilen fich aus einzelne Spendcngattungen wie folgt: Baumspendew K 17.088.09, allgemeine Spenden K 15.415.81, Goldenes Buch--; Eintragungen K 5550.—, Selbstbesteuerung K 2558.—, Jahrzeit-- stiftung K 2000.—, Nalionalfondsbüchsen K 1398.22 und diverse, L 10.—. Die Spendensumme betrug 1920 bisher K 222.487.59, j * Hebräischer Korrespondenzklub. Wer mit Hebräer» j aller Länder korrespondieren will, wende sich um Auskunft an den Jüdisch-akademischen Kulturverband „I a b n e", Wien, IX,, Türkknstraße 9. 4 Vessernng der Kohlenrinläufe. Wie von amtlicher Stelle versichert wird, bat sich dir Kohlenversorgung besser gestaltet. Sowohl aus Oberschlesien wie aus Mähr.-Ostran sindvre Einläufe zufriedenstellend, aus Mähr.-Ostran sogar seit vor-- gestern abends besonders günstig. Das Gaswerk konnte infolge-'^ dessen seit langem wieder einmal ausgiebig versorgt werde«. * Eine namhafte Spende für die Soziale j Semeittfchaft. Die Gesellschaft „Fozesrta“ Societa pur rindn-/ eiria ed li Comraercio del Le^name hat dem Verein ^Sozial« Hilfsgemeinschaft Anilta Müller" für feine Kinderfürsorgeaktion den Betrag von X 25.000 gewidmet. j * Beerdigungen am hentigen Tage. Alte r Friedhof: 7*10 Uhr Jellenko Samuel, 10 Uhr Poppe« Israel, 7,11 Uhr Gerstl Leopold, 11 Uhr Stern Josef, 7-12 Uhr Kur; Alfred, 12 Uhr Derheim Betti, 7-1 Uhr Kohn Johanna,! 1 Uhr Jellinek Severin. — Neuer Friedhof: 9 Uh«! Ascheuberger Marie, 9 Uhr 20 Mm. Goldberg Rudolf, 9 Uh« 40 Min. Deutsch Rosa, 10 Uhr 20 Min. Braun Anna, 10 Uh«! 40 Min. Eckerling MoscS, 10 Uhr Wolfgang Samuel. (Irrtum^ lich gestern mitgeteilt.) * RektorSwahl an der jkSiener Universität. Am 23. d. M., hat an der Wiener Universität die Rektorswahl ftattgefunden,! wobei der Profeffor für allgemeine und österreichische Ge-i schichte Dr. Alfons Dkopsch zum Rektor magnifteus. gm wählt wurde. * Die Osterferien an de» Schule». DerLandeSschrlra« bringt zur Kenntnis, daß auf Grund des Erlasses drS mit dm Leitung des Unterrichtsamtes betrauten Unterstaatsfekretärs div Osterferien an den Mittelschulen, Lehrer- und Lehrerinnenbild«ngs°-i anstalten, an den kaufmännischen Lehranstalten sowie än den alb; gemeinen Volks- und Bürgerschulen mit 29. März beginnen. ] * Fünfzigprozentige Preiserhöhung i» feeiej Basierstuben. Verhandlungen, die vorgestem zwischen Friseuv-i aehilten und den Meistern stattgesunden haben, haben M dem Bvq schlnß geführt, zu den bisherigen Gehalten der Frifeurgehilfeu und! -Gehilfinnen eine bOprozentrge Steigerung eintreten zu lassen^ Diese Lohnsteigerung wird, wie der Vorstand der Gmoffenschast) der Friseure mittellt, eine 50p rozentigeErhöhun« d e r P r e i s e zm Folge habe«. Der Preis für das R a f i ** r en, der bisher ll 2.—, K 3.— oder K 4.— betrug, soll künftig K 3.—, K 4.— oder K 6.— betragen. Eine endgültige Eur-t scheidung wird erst Mittwoch fallen. Eine große AnzahL kleinerer Betriebe ist mit der Lohnsteigerung der Gehilfe» nicht einverstanden, weil sie die Regie nicht mehr ertragen könne«,' andererseits ist aber auch ein Teil der Gehilfenschaft mit de» neuen Lohnsätzen nicht zufrieden, so daß ein partiellev Streik nicht ausgeschlossen ist.! * Preisausschreiben. Da wir die dringende Notwendig-» keit eingesehen haben, dem jüdischen Kinde eine Lektüre zu! bieten, die seinem Herzen und fernem kindlichen Gemüte lercht verständlich ist und in ihm schon frühzeitig, die Liebe zu seinem Volke erwecke und ihm ein Bilo jüdischen Lebens hiete, hat sich das Kulturamt des Jüdischen Hochschulausschuffes in Wie» entschlossen, ein Preisausschreiben für jüdische Krndermarchen zu veranlassen. Für die drei besten Märchen, deren Auswahl einer Jury unterliegt, über deren Zusammensetzung wir noch rechtzeitig Mitteilung machen werden, hat das Kulturamt des Jüdischen HochschulauSschusses drei Preise, festgesetzt und zwar: 1. Preis 600 Kronen, 2. Preis 400 Kronen, 3. Preis 300 Kronen. Mit der Zuweisung des Preises^ übergeht auch das Verlags- und Eigentumsrecht des betreffende» Märchens, zum Zwecke der Veröffentlichung unter voller» Namen des Autors, an das Kulturamt des Jüdischen Hochschulausschusses. Für alle übrigän Märchen, die glerchfallS für geeignet befunden, aber nicht preisgekrönt'wurden, behält sich das Kulturamt das Kaufrecht vor. Letzter Termin für Einsendungen, welche an das Kulturamt. des Jüdischen Hochschulausschusses, Wien, 9. Bez., Alserftraße 28, zu richten sind, bis spätestens 80. Juni 1920. Dollarpakete ans.Chicago. Eine Kabelmeldung sägt voy einer 10,000 Dollar-Spende des Wiener Hilfskomitees von Chicago für 1000 Lebensmittelpakete zu 10 Dollar. Die Be» zugsscheine wurden für Professor Du Esselsbera ausgestellt'