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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-27 · Heft 395 (27.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 395 (27.2.1920)
Date
1920-02-27
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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«fcttt ~4 Weit. Fttitsz Miene» Morzenzettnnz r;tfii»M^Wv-’-Vt^‘air:nv K7.F-S«« 1929 m «dolf Stand-StLftunge Für die Adolf Swnd-Sttswng der Menet -. .. tthteUen wir von RudrRotlmaim aus Ko yerynce für Mit« Nachricht von ihrer Mnltrr. K 96.-» Bisher eiN-EläNfen i 91.961« Veeeipöiracherchtett. Der Derb and b 11> l o ttt t e 11 c r ühb aHjtbitrjtt jit di scher Expo »tü kad e m i k er k» strebt die BisiUNg lMtt' ndrr alle Ruder sich erstreckenden Organisation der ehemasigen ^xpvrtakademlker und bittet, mng?t>mde Anmeldung und Bekanntsabe von Adressen an Httnr Hermann A p 1 < t, Wien. H., Darwmgaffe 4. zu richten. — Temptlver11« Fav oriten, Bei der Konfi'tmmtNg des Ibgliedrige« BörfiandeS wurdt dessen ridztgeS jüdsich-nglivnoles M'tgllft. Herr Heinrich W k iß» döN den 14 « chtkwtionalen VorflaNdLMNgtitdttU tl « fl i ttt m i Ö s»äfi Obmann gewühlt. _, Die Ernährung. Der Marktbericht. Auch das dikigr Fleisch bleibt «nvorkanst. Die Märkte boten gestern sowohl in Bema auf 'ffkr Beschickung als auch ans ihren Verkehr ein etwas lebya!tel«EBckd. Mit dem gestrigen Tage begann die sogeNanUtk oilli.ge Fleischwoche. In der G 11 § tft ö t f! 6 ö 1f1 ftÄrtbW etwaüber 1000 Kilograwm knochenloses Rmdffeisch zur Der« sütznng/ düs zürn Einheitspreise von ll 56.»- jjct KlkogküMm abgegeben würde. Trotz des wesentlich niebrimrrn Preises blieb eine große Menge desRiud fleische *jl* verkauft. Außerdem venügte die Grotzwarklhalle über Wurste, tleinerr Menget» .von gewäffmen und geräucherten Klipvfifchrn> gesalMen Schellfischen und geräuchertem Lachs, redende Karpfen röstetest-Uüch wir dör 66.— v?o KtldMWm. EM. kleines Oüantum Sardinen, zu 8 LS."-« die -/?Kilödös<h fmlch lthhästest Zuspruch. Auf den. G r ü n w ar e.st m ä k k t e st war OuülitßtSgemüse knapp vertreten. Der Verkehr war namentlich auf dem Naschmarkte sehr lebhaft. Unter stärkest Anstellung^« wurde düs dort angebvtene Weißkraut abgesetzt. Auch urn steirische Attrirl, das Kilogramm zu X st.—, und schweizerische Aepsel, düs KilogküstM zu 1 14.—, war die Nachfrage sehr lebhaft. Besonders wiMmmm war die Ausgabe ff>sn E i e r n. die in befchrästnem Maße auf einzelnen Märkten unter großem Aridrange deS VMikmrrs erfolgte. Das Stück kostete K 4.—. Mittettungen bet „RirhS". Heike. Freitag. Warenzrntrale, Vllk., Piarrffentzasie Ist: Abgabe von prima portugtest'chen Oelsvtdinen, ist *L Krloaramm-Dosrn), Hostigbutter, Corned-Beei, Pudding« -slvrk. Enntlle von b,S 12 Uhr und von 8 b»s 5 Udr. .— BerkauiSstelle,!., Nibklungengaffe 7: Sardinen, Zwiebel.Schweizer Bohnen. Hauspasieie, Kleingkertm von 8 bis 13 Uhr Und von V*8 bis 5 Uhr — H . t v., XI!!. Bezirk: Rationierte Waken, */« Kilogramm Mehl, 6 Deka Feit, November-Dezember-Zucker dost 8 bis 13 Uhr; Honigbutter, Sardinen, Corned-Beef, Schweizer Rlsotkv von */*8 bis 6 Uhr. — X. Bezirk, ColumbuS« gaffe 18. Abgabe von prima Sardinen, Rum. Honigbutter, Ohst« creme, Conred berf, Puddingpulver. Vanille, Schokolade» Zwiebel, rstgl. Feinsodü. Lupretvilettrselte von 8 brs 12 Uhr und von 8 vis ö Uhr. — XVII., XVI»., XlX Beznk: N stonierte Waren, Sardinen. Honigbutter, Cornrd beef, Essig, Kleimgketien von '^8 hiö 5 Uhr. Kartosfelabsabe. Freitag bis Montag werden im Ml., IX.,'X. und XI. Besirke holländische Kartoficln zum Preist von X 6.— pro Kilogramm, und zwar 1 Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung der Abschnitte „P* und *Q" der Kartofseltarle ab« et&bau .._ / Bühne und Kunst. Ans den Theatern» Kn Buratheatrr gelangt morgen Samstag a tb 3 t y* znr Aufführung. Beginn */*5 Uhr. 3m Operntheater geht morgest SümStag drr sttU-» uWstierte .8 o h e n g r i u" in Szene. Beginn 4 Uhr. Kr der B o l k - o p e r wird morgen Samstag *5Ö 11 «oldschmied von Toledo" gespielt» Beginn 5 Uhr. Bela B a l a z S ist in Wien eingelrsffrst, um der heute Frsitag M der Neuest Wiener Bühne stattfindenden UrauMhrung semer Tragödie^.T ötliche Iugrstv^ beizu-, wohnen. Beginn b ÜÖr. Zuspätkommende können erst nach dem wffot Akt Zu ihren Sitzen gelangen. Im Wiener Siaditbeater begistni beste Fkütag das Gastspiel L e o p o t d i n e K o n fi a st t i n« Die KüttstlertN spielt die Conchä Pertrz in .D a S W e i b st st d d e r H a m p e l m a n tt". Issel Ä a r n o als ihr Partner dri Do» Males Diaz. Besinn dieser Bvistellung präzise S Uhr. Im K o m ö d i e n h a u s e findet Mittwoch den 8. März, ibends */46 Uhr. die letzte Aufführung der „G e k e f f e 11 i tt VHan tasi e" unter Mitwirkung Karl Ett li«g «t & und Grete WitsenthalS stakt. Harrst Walde« spielt in der R e n a i s s« « c # Bühne am Sonntag den sst. Februar um '/'»Ü Uhr nachmittags den Riecaut de la Marlintere in i N n a von B st r n h e l m". Ermäßigte NachmittagSpreise» Herbert E«1enbergs neue Vühstendichtustg ,D st S tz r ü »% Hans" wurde am Meistingel: LaUdeS« r h e a t e r dtlfällig ausgenommen« Max Bpods Dramolet »D i e H ö h e dxS Gefühls" fand bei der. Aufführung m dm HambürgttFaiktmerloteten beim „Publikum keine Zustimmung. Der Korrespondent dä ^Bcitmkr Tagchlatt" schreibt: ^Max Brvds vost rrinfier pdet.schcr Absicht erfülltes Diamolet der Elstsse eines Veilnbtrn „Die Hüvedes Gefühlmußte stch formaler Schwache« wegen eme unverdiente Ablehnung «rjallen laffe«. Vista inttvassantst Heiste-Feke» veranstaltete avt H. Todcslagrs Heines (17. Februar) der neue Besitzer deS Vers laaes Hosmann & Campe, der von Hambmg nach Berlin übersiedelt ifi. Aus dem Hoffman« und Camvesche« Archid wurden noch sticht veröffentlichte bibliophile Seltenheiten und Hekne» Nvrumrnke gezeigt. So Mehrere bezeichnende Ausgaben erster Hand nit Hrinrschen Verbesserungen. Brrefe des alte« Campe. Me deiieü luortigi-ureMenireundlichr Art tm Verkehr mtt vorschMeischestdM Drchi^l malen, Briefe der begabte« Gerreichische« SchrMelleri» Ada Chilsien, solche von Hnmastst Schck, Henriette Her» und it Wanra Sacher-Masoch. Zu der GedachmrSfeitr wärest zahl« . m hervsrnagende Schefftftellcx, Äerütttt der Preßt «stv Hmtt» ^/MLrr.kkWettS. Sport. Franürerchs Bütberestuttgenfür die oltzmpischeü Spiele. Dis Franzosen sind in voller Urbett mit dsn Äoviberettüngö« zu den olympischen Spieksu und ein umfassendes System ist ist Bearbeitung, ttin die beste« Spottslerttt herüitszusuchen. Dies geschieht Mit Hilss des Militärs, denn der Hauptteit dev ftanzSsischeu JllMd befindet sich noch ttttter den Fahne«. Dtt UebungSplM ist ausgestellt von dem Oberst Ges, .Chef der mikitc!rischen Gportfchute ist Jöinbitte und Dorsltzendtt im Komitee für physisches Training tu der Arm«. Hei jedem Kegiment werden die GportSleuts nach ärztlich« Untersuchung durch militärisch« GporMmr rn ihren Lieblings-Sportzweigen unsgebildet. Darauf MrMn ÄusscheidungskSmpfe in der Armes aögehaktrn und die Sieger dieser Kämpfe nach bestimmten Trainingszentren zur weiteten Äusbitdung kommandiert. Vorgesehen sind Stratzburg, Lyon, Marseille, Bordeaux und Paris. Nach weiteren ÄUsschpidUngskämpfen «halten bann die Besten ihre letzten Vorbereitungen in Iotnville. Fünfzig Offiziers haben Im Herbst eine« besMhereu Kursus in Wnvitte abgeschlossen und sürd nun über die ganze Armee verteilt, ' um Offiziere und Soldaten zu trainieren. Ein MW Kursus fiE zurzeit in Jomville statt, an dem neben Offizieren auch Mannschaften teilnehmen. J'Mvitte liegt iu der Nähe des Perfhing-Städtsns, und die olympische Truppe Frankreichs wird ihren letzten Schliff auf dem neuen amettkünischan Sportplatz erhalten. Lim« den Gokbatsn, die sugeubMich in IoinviM im Training sind, befindet sich ein neu entdeckter Strecken^ läus«, den man als den Nachfolg« Bouins bezeichnet. Sein Name ist Gutttemot und vor einigen Msnawn hatte « noch keine Ahnung, was ein. Wettkauf ist. Jetzt ist er aber bereits der beste StreckenlSufer der Schule und verbessert seine Ergebnisse ständig, so daß man auf ihn in Frankreich gWße Hoffnungen setzt. Lvr tgfiti ilriVi A ii aM* wu. ämM ViiKi wmiamttKmpi n> vopniRncs jiüifc^crt . , /and, QejMrretch und Ungar« bevbsichtigt d« Ungarische Schwimmv«b«md in diesem Jahre in Budapest zur Durchs sührung zu bringen. Ueber die Flugwettreborde im Kriege hat die Federation «Äexonautique Jnterttatiönale bestimmt, daß alle iu der Zeit , vom 1. August 1814 bis 81. Dezember Ifilsi äufgestellten 'Gipfelleistungen lediglich nationalen Eharütör tragen. Eine Anerkennung neu« Rekords findet erst vom 1. Jänner d. I. an statt. Auffttdew ist für die Belastungseekords nicht mehr die Anzahl der Insassen, fmtbettt Me Höhe ft« Nutzlast maßgebend. Skrtonrv« im Sdsx- «M» Schneeberggehiet. Der . skiv«ein veranstaltet an den nächsten Sonntagen erstmals am 29. d. M. — Tourenführungen in obgenannt« Gebiete. Teilnehmerzahl beschränkt. Persönliche Anmeldung an jedem vorhergehenden Freitag von 6 biS 7 Uhr Ln d« Geschäftsstelle, 1. Bezirk Wollzeile Nr. 32, unbedingt «forderlich. GporMnd Haboech. Morgen Samstag findet «m % Uhr abends eine Vollversammlung d« Fußball« statt. Gerichtssaal. Der Mord in Arsenal. Am 10. Julr ISIS nach S Uhr nachmittags kam eS bekanntlich im Arsenal, im'Bureau des Kommandanten der Arbeiterwehr, Josef Geiser, zu einem sich rasch ab» wickslnben - blutigen Vorfall. Der AcbeiterwehrkoMmandant war, wir schon früher einmal mit' ungarischen Gegen» ruvoluttonäven, diesmal mit einem Konsortium, baS dem tschecho-slowakischen Staate Waffen auS dem Arsenal verschaffen wollte, in der Absicht in. Verbindung getreten, eine Falle zu legen, das Geld zu beschlagnahmen und die Leute, die ihn^zum Massenschmuggsl verleiten wollten, zu »«hasten. MS Agent provocateur fungierte Friedrich Alfons Widder, der schon bei dem erwähnten früheren Waffengtzschäfte eine Ergreiferprfim11 eingeheimst hatte und dies in dem zwrtwn Falle ebenfalls erhoffte. Dem Konsortium gehörten Arnold R o l l e d e t und der Agent Alfred L o e s, an, der Beziehungen zur tschccho--slowattschen Gesandtschaft in Wien batte. Während letzterer damals vorfickitshalbsr vor dem Arsenal wartet«, traten Rolleber, mit ihm als Vertreter der tschechv-flowakischeu Regierung der damalige Oberleutrrant Roman Hübner uud Wrbder in das Bureau Geisers, der im Nebenzimmer fÜus Arbeiterräte postiert hatte, die ihm tm entscheidenden Augenblick zu Hilfe eilen sollten. Kaum hatte aber Gels« die Anzahlung von 400.000 Kronen für beschlagnahmt erklärt, als ihn Oberleutnant Hübner in de» Kopf schoß. Als die Arbeiterräte herbeteilte«, fiele» »och einige Schüsse, durch welche der Arbeiterrat Hubert Stanzt getStek wurde. Hübner uud Rolleder sprangen aus dam Fenster, wurde» jedoch sestgenommen. Aus dem Kampfplätze blieben zwei Leichen u «d vierzig Stück Zehntousendkrouensiote« zurück, die auf dem Boden verstreut tagen. Dieser Vorfall bildet daß Substrat d« Verhandlung vor dem Schwurgerichte, die für drei Lage anberaumt ist. Die Anklage richtet sich in erster Linie gegen Roman Hübner, der wie die übrigen Angeklagten nach Abschluß der Voruntersuchung gegen entsprechenoe Kautionen und gegen Gelöbnis auf freien Fuß gefetzt wurde. Gegen Hübner, der aber mittlerwelle in die Tschecho-Slowakei geflüchtet ist, dort zum General st a bshauptmann ernannt und i» eine exterritoriale Stellung versetzt wurde, kann dis Bev- Handlung insülgedefsen nicht durchgeführt werden. Die Kaution von 500.000 Kronen ist verfallen. Ebenso wurde dtt tschechoslowakische Staatsbürger Alfred Loes, flüchtig, ließ tzme Kaution von 30.000 Kronen tm Stiche, und das Vevfahren gegen ihn muß vusgeschteden Niätden. Vor Gericht stehen somit nur zwei Angellagte: Arnold Rolleder» der durch eine« Schuß, gegen Stanzl zu dessen Tod betgetragon haben soll und gegen seine Verfolg« zwei Schüsse abgeseu«t bat, weshalb er des Totschlages, der Erpressung und der Derlettung zum Wassendtebstayl angßklagt ist. Rolleder. der seinerzeit ebenfalls gegen Ein« Kaution von 100.000 Krona» in Freiheit gesetzt wurde, ist, tote berichtet, vor einigen Lage« neuerlich verhaftet Word««, VadliZi ist LriedrA Widder«.d« M mA SLraUtzk «M Telspath Utzrichsen MMw, wegen VeMtME an dem crtvähritcil Konsoetkktm und Verleitung znm Waffen» diebstähl angellagt:. - Dt« Vorsitz in der Vekhaudlung führt Oberlanbest. vttlchlswt Dr. Mager, als SiüätSäUMlt fimgievt DottE Kaddeka, als Verteidiger für Rolleder Dr. P11ftB«tge% füt Widder Dr. Valentin R o s e u f p l b. Der Ängeklazit Rollefter» d« sich für nichtschuldig «klätt, gehörte im ÄriW etttz halbes Jahr lang der östetreichischen Gesandtschaft in BEr» als Spicnagereferent an. Gr erzählt: Die Tschechen Habs» die Waffen dtittWd gebraucht, denn Klsfae hatte urcht nur die äußere Front gegen die ungarische Rate Armee, sondern auch die innere Front zu bewaffnen» und di« SituatjoN war damals krittfch. Vors.: Warum ist man nicht durch die Etttente a« die österreichische Regierung heröNgetreten - *- ÄNgek Dian hat es ohnehin versucht, aber die Missionen wollte« sich nicht die Finger derbrennen, va es gegen die Bolschrwikeu gerichtet war. In keinem FE haben wir damals tmtfa gedacht, uns Waffen aus Umwegen zu verschüsfett. Sie sollte« nur aus legalem Wege beschafft werden. ' Vor s.: Sie sollen getagt tzabeur chMr ist «8 allM eins, wenn die Waffen auch gestohlen sind/ — Anaeklls Das entspricht ganz bestimmt Nicht den Tatsachen. — B o«^.K Dann soll auch davon gesprochen Wörden sein, daß daS Geschäft nur von ».hintenherum" gemacht werden kann. — Angekl.:: Wir hatten alle Furcht vor. dem im kommunistischen Lager stehenden 42. BokrswehrSataillon. Daraus erklärt sich die Rede von dem ..hinteMmm^. Da Ut Vorsitzende aus fteit mir dem ftüchttg geworben^ Hübner seinerzeit aufgenommeNtzn Protokollen dem Awaeklagten Rolleder verschiedene Vorhätte Macht, stellte Dr. P t e v« burget best Antrag aus Vertagung der Verhandlung 6? gehe doch nicht tm» in Abwesenheit deS Hübner seinem Klienten sülche Vorhatte zu machen, da sie niemand ko«. trsAeren ksnm. i Atz müffs mit En Mitteln dahin «wstrebE werden, Hübner mw LSff zur Stelle zu schassen» Dieser Antrag und der Etsatzcmtrag Dr. Preßburgerv «ach sofortige Enthaftung Rolleders werden nach kurzer Beratung voM Gerichtshof abgetthnt, worauf der Verteidiger schon i« diesem Stadium des ProgeffeS die Richti-ksitlk Beschwerde anmekdet. . Rolleder erzählt, daß er in die tschechische Gesairdtschaft fuhr, wo man die Nachricht, daß die Waffen geliefert «tthe* sollten, mit Genugtuung ausnahm. Widder drängte dann« daß Rolleder möglichst viel Geld in bas Arsenal mitnehme- Er habe auch gebeten. Ihm eine« Herrn von der tschechtsch4«.Gv» sandtschaft zurKontrolle witzngebea und da wurde ihm tmKaffee» hau-der Oberleutnant Hübner vorgestettü Wte auS den Volke« gefallen sei dann auch Löfs erschienen und habe ihm ein» Waffe förmlich aufgedrängt. Auf die Frage: dte Waffe?" habe Losf geantwortet: «Du mutzt eine Waff« haben, die Kommunisten könnte« stören." Er habe v«t« eine große Browningpistolv und ein Schlaginstrument «m sich genommen. An UsbereiMmmung mit der Schilderung der Ankka-D schrift erzählt Rolleder, wie er, Major Neander, Hübner, Löss 'und Widder in das Arsenal gefahren sind. Neander blieb im Kaffeehaus zurück, Loff wartete vor dem Arsenal, er< Widder und Hübner betraten das Zimmer, wo Geiser allein an einem Tische saß und nach Aufzahlung des Geldes das« selbe als beschlagnahmt erklärte. Er, der Angeklagte, könne sich nur daran erinnern, daß eine Schießerei entstanden seß daß durch die Tüte? hereingeschoffen wurde und er selbst Alarmschüffe abgegeben habe. Alles andere wiffe er nicht Er habe auf Stanzl bestimmt nicht geschaffen und auch deffe« im Zimmer liegende Leiche nicht gesehen. DaS Verhör «it Friedrich Widder. Der Zweitangeklagte Friedrich Widder erklärte sich ebenfalls nichtschuldig. Gr/ Widder, habe damals eint Grgreiferprämie in der Höhe von 4000 Kronen erhalten. Widd« sagte, daß in einer Sitzung der Arsenallsitung, de« auch er anwohnte, beschlosien wurde, es sollen seitens der deutschösterreichische« Regierung zwei Waggons Waffen zum Schsim aus dem Arsenal hinauSgehen. Der Angeklagte schildert nun, was er nun hinsichtlich der Waffenlieferungen geta« und betont, daß er dabei keine eigennützige Absicht hatte, Es fei ihm für feine Absicht, daS Rolleber-Konsortium zu ettft larven, bloß eine Staatsanstettung besprochen worden. Bon dem^ blutigen Vorfall im Arsenal weiß Widder nichtt besonderes zu sagen, da er das Weite suchte, als der erst« Schuß fiel und sich im Wachzimmer unter einem Bett De« steckte. , ,; Nach /Verlesung einiger Aktenstücke wurde die Bev Handlung auf Freitag vertagt. Der Prozetz der Imhofschen Erbe« gegetz Generaldirektor Prinzhor«.; Gtfiertt hätte vor dem Zivillandesgerichte der Prozeß dq Eduard Imhofschen Erben gegen den Generaldirektor Princho« wegen des Verkaufes der sieivstger Paprerjabriksaktie» zu ewttt iklr die Erb-n unvorteilhaffen Kutte dmchgesührt werde» solle« Da der Sachverständige Pcof. Ziegler nicht geladen worden war wurde der Prozeß vertagt» Der Volkswirt. Eilte Krorte » 2.4v Centimes. Gestern stellte fich in Zürich / dir österreichische Krone aus » . . . 2.40 (2.85 am 25. Februgtz die tschechische Krone aus , . . , . 6.50 ,6.50 ött 25. Febevat die Mar? auf » . w . » . . « « »&40 (6.40 am 25. Februar Die österreichischen Guthaben in E«gla«^ Im englischen Umerhause wurden von verschiedene« Seit» Aufrage» mt bie Negierung gestellt, ob VorMnugen getroff« worden feien, daß die m England vorstndllchWM u t h a b e (? HS * e t t..e ichern zur DeckutigWstr Forderung« brttffwrr Staatsbürger herangewgen werden und vaS in Oesterrnq befindliche Der,nögen der Engländer denselben ansgefolgt werde. K der hierauf erteilten RegierungSerttörung heißt eS: Dee Negirruw hofft, vmuen kurzem in der Lage z« fei«, die Fragen genau zu Ü ankworten. Heute fei nur so viel bemerlt: Die Briten, die in Oesteß reich Vermöge« besitzen, milsieu selbst die Schritte unternehme» um die Bedlngungen, unter denen ihnen ihr Brrmßgen heraus gegeben werden simn, feftMellen. WaS bie Heranziehung bq Guthoben der Oesterreicher in England detrlfft» so scheinen di Fragesteller unter Oesterttichern nicht nur diejenigen zu verstehe» dlr/aut den FrudenSverträgen mit Oesterreich und Unaarn aus «ach Abschluß de» Friedens Oesterre,cher oder Ungarn Mciben sonder« auch solche ehemalige vtterrerchisch-unsarische Untertaues dir nunmehr Alliierte geworde« sind. Die letztere Klaff U». österreichisch-nnaarffche« Vermögen oder Guchab« i IMÄX"1 "'E« » i«,

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