Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 393 (25.2.1920)
- Date
- 1920-02-25
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979471--03471-2989104- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Ceffe 5 Wim, Mittwoch ~ ' “'r"rr''■ Sport. Dre Feßversammluna des Vivo es Athlettkai Club. Der Divo es Athletiken Club. Budapest, hielt am >15. d. M. eine Feftv-c'-sammlurrcz ab. welche den Beginn einer neuen Aera in der Geschichte des Klubs bederrtrn U'ird. Der Klublitung gelang t%, das Interesse für die jüdiiche Turm- und Sportbewegung auch in solche Kreise zu tragen, welche diesen Bestrebungen bisher volllonnnen fernstanden. Für die Wü.de des Präsidenten wurde der Minister o. D. Eugen ven Polnay gewonnen.- eine Persüulichk.id welche in sü. sicher Hinsicht ei:e N.uorien.ierung sucht mtb auf dem besten Wege ist, uns-evem ' Ideenkreise nahezulommen.' Man kann bezüglich feines Wirken? als Prchieent des Vivo es Athletikai Club die schönsten Hoffnungen hegen, da er seine ganze Ambition dafür ern-'usetzen wünscht, di: geistigen und materiellen Voraussetzungen für die Fortentwicklung des jü' i'chen Turngedankens und der Sportbewegung sichrvzusteiM. Als neue Vizepräsidenten wurden AU den bisherigen der Gutsbesitzer Elek Klein sowie die Direktoren Pasztely und Ra c z gewählt, welche die Bestie-» Hungen des Klubs und des neuen Präsidenten gleich-, falls in jeder Hinsicht fördern und unterstützen werden. Tifcierliche Einsetzung der neuen Funktionäre fand im'Rahmen'der Festversamnnlung am 15. d.M. statt. Herrv. Polnay hi:lt bei dieser Gelegenheit eine Pede, in welcher er die Bedeutung der Kraft und der persönlich:n Tapferkeit im Leben des neuen Judentums wü.'dig'.e. Di: jüdische Jugend hat in den Jahren i!>es Weltkrieges in allen Ländern zur Genüge bewiesen, putz cs ihr an persönlicher Tapferkeit nicht mangelt. Es folgte sodann di: Bertci'nng von Plaketten an die Mitglieder der si.'greichen Fußballmannschaft sowie die feierliche Udberreichnng des geivonnenen Pokals d2Z Fußballklubs der Juweliere. Im Namen der Mannschaft daEe Herr Dr. Goldmann. Das Mitglied des Zion'stischen Landeskomitees, Herr Armin B e r e g i, las Reminiszenzen aus der Geschichte der jüdischen Turn- und Sportbewegung vor, welch:, von Leu Ansprüchen unseres Altmeisters Nordau 2nsg:h2nd, in einem begeisterten Aufruf ausklangen, di: Fahne des Mischen- Turngedankens hochzuhalten •mb deyr Siege zuzuführen. Der Künstler des ungarischen NätionakLheaters, H^rr Oskar Bere gi. deklamierte'die bekannte Vision P. ophcten Ezechiel in der ihm eigenen sormvollenl e >en Weise und mit einer Künstlerfchaft, welche das zahlccich: Publiium zu Heller Begeisterung Hinrieß. . Der Chorgesang des Klubs Unter Leitung des Herrn Bo kor sang jüdisch: Lieder und-erntete damit kebha't:n Bei all. Ter Festversamm.lung folgte ein Festbankett, dem fast alle Mitglieder und ein überaus zahlreiches und vornehmes Publikum beiwohnten. Der geschästsführende Vizepräsident Herr Dr. Eugen Sipos b«- grüßte den neuen Präsidenten als einen Führer, unter dessen Leitung der Klub einer glänzenden Zukunft entgegensieht. Herr v. Polnay erwiderte, alles daranznsetzen, um die Ziele Und Bestrebungen des Klubs zu fördern. Tr'nksprüche hielten außerdem Frau -Greenb u x g t r, Vi'/präck ent Klein, Dr. Josef Schö Nfeld (auf den hervorragenden jüdischen Künstler C-üac Beregi). H.rc Oskar Beregi und viele andere. Den schöne» und anregenden Abend beendete ein Tanzk:änzch:n. Alle Sektionen des Klubs wurden reorganisiert und.sehen.einem schonen Aufschwung entgegen, um so mehr, als viele neue Mitgliedes gewonnen wurden, darunter auch sehr viele,- die sich in anderen Sport- Vereinigungen bereits rühmlichst hervorgetan haben. Von der« Brndervereinen aus Wien, Prag, Bratislalva, Brünn, München, Berlin tvaren Begrühnngsielegrammc eingelangt. Die Meisterschaftsspiele des Sonntag«: Am Sonntag setzen in allen Klassen die Meisterschaftsspiele ein. In der ersten Klasse spielen: Vienna—Wacker, Floridsdorf—Amateure, Hertha — W. A. F., Rudolfshügel — W. A. C>, Simmering— Admira, Rapid—Sportklub. In der zwecken Klasse trifft Hakoah ans Donauitadt, Germania aus Slovan. Verschärfte Amnteitrdestimmnnge« in Antwerpen. Die Dest-mmurrgen für die Teilnahme an den olympischen Spielen m Antwerpen lind jetzt endlich an du in Frage kommenden Länder verteilt werden. Sn welchen von den letzten Brsiimmungm (Siockholm 1912) zum Teck nrcht unerheblich ab. Dies 8ch insbesondere jür Me ti m a t e u r s r a g e. Falls z. Bein Teilnehmer gegen die Amakeunegeln verstößt, so wird nicht nur er, sondern seine Nation bestraft. Auch weiter ift bemerkenswert, baii künitrg die olympiichen Wanderpreise nicht von den siegenden Nationen mitgrfühu werden dürfen, sondern sie werden rm olympischen Museum zu Lausanne verwahrt. Amerika und die olympischen Spiele. DaS Komi'.ee für die olympischen Spiele hat nach emcr Reihe von Konferenzen mck hohen Regierungsbehörden du osft-ieüe Sanktion und Unterstützung der Nra.crung für d»e nach Antwerpen zu den olympischen Spielen abzus ndcnde Mannschaft erhalten. Präsident Wrlson hat das Ehrenpmiidium der Kommission m provi'orlscher Weise übernommen. Baker und Daniels werden als Vize» Ehrenpräsidenten figurieren. Die amerikanische-Flotte hat ihre Mitarbeit beim Transport der Mannschaft nach Antwerpen zugesagt. Die Tchwerathlettksektlon deS Sportklub» takoah trainiert ab Sö. d. M im Turnsaal der o l k 8 s ch u l t, l. W e r d e r 1 v r g a s s e 12, und zwar Ringen: Montag und Donnerstag, Boxen Mittwoch ab 6 Um abends. Die Miiglirder dici r Sekuon haben sich von nun ab k.LMäAL prÄL Trammg tmzufiv'om. Wiener Morgenzeitun« Gerichtssaal. Die M6Achenleicheim Koffer. Die grauenhafte Ermordung eines neunjährigen Mädchens beschäftigte gestern in geheimer Verhandlung das- Schwurgericht unter dem Vorfitz des Präsidenten des LandesgerrchteS Hofrat Dr. Alt mann. Angeklagt ist der Lijährrge Buchbindergehilse Karl Samuel Haidinger wegen Mordes und Schändung. Dre Anklage , vertritt der erste Staats» ' anwätt Dr. Sacher, alS' Verteidiger fungiert Dr. Valentin Teirich. Wie die Anklage ausführt, erstattete amt.August ISIS der Postunterbeamte Karl Sam sa uer dre Anzeige, daß in seiner Wohnung, im Zimmer des ' autzere-ekichen- Sohnes feiner Frau, Katt Haidinger, in einem Koffer die Leiche eines Mädchens oufgesmrden wurde. Am selben Tage würde Haidinger verhaftet und gestand nach anfänglichem Leugnen, daß er die neunjährige Charlotte Karl, Tochter eines Lederwarenerzeugers, in die Wohnung seines Stiefvaters gelockt und im Schlafzimmer seiner Eltern gewürgt und geknebelt, bann mrtzbravcht und mit einem Riemen erdrosselt habe. Er band der Leiche die Hägde auf den Rucken nnv steckte sie in den Koffer. Im Gefängnis suchte Haidmger Wahnsinn zu simulieren und erklärte, wenn er das Verbrechen wirklich begangen, habe er km Zustande der Bewußtlosigkeit gehandelt. Als die Psychiater diese Verantwortung alS haltlos und ihn als Simulanten bezeichneten, gab Haidmger die Wahnstnnskomödie auf und legte ein Geständnis ab. . Haidmger war während des Krieges eingerückt und wurde bei dem Einschlägen einer Granate verschüttet. Aus dem Spital desertierte er dann kurz vor der ärztlichen Begutachtung seines Leidens. Räch dem Umstürze lieft sich Haidinger zur ukrainischen Armee anwerben und brachte es M kurzer Zeit bis zum Osfiziersstellvertreler. # Schon einige Tage vor dem Mord hat er die kleine Karl auf der Strafte angefprocken und am 1. August um 10 Uhr vormittags das hübsche Kind gebeten, ihm eine Zeitung zu holen und ihm in die Wohnung zu bringen: dann beging er das gräßliche Verbrechen an dem armen Kinoe. Die AerMr erklärten, daß Haidmger geistig gesund sei. Seine Mutter habe wohl angegeben, daß er öfter epileptische Anfälle erlitten' habe, doch wurde an ihm während der Haft keine solche Erscheinung beobachtet. Er wird von Jugend auf als ein gewalttätiger Mensch bezeichnet und hat einmal im Hause seiner Mutter einen Brand zu legen versucht. Außerdem hat er vierzehn Tage vor dem Morde seinen Stiefvater mit einem - Revolver bedroht. Das Verhör mit dem Angeklagte». Der Angeklagte, ein mittelgroßer, kräftiger Mann nrit regelmäßigere Gesichtszügen, erklärte heute, daß er sein Verschulden an dem Tode der kleinen Charlotte sowie deren Schändung einbekenne. Er habe das Mädchen schon längere Zeit von der Strafte her gekannt, sie sei ihn» durch ihr hübsches zierliches Aeußcre ausgefallen. Am Tage vor der Tat habe er mit einer größeren Gesellschaft reichlich Wdin und Sekt getrunken. Die Erregung wirkt« am folgenden Morgen noch nach. Gegen S Uhr holte er sich.selbst aus.der nächsten Trafik Zigaretten und legte sich dann zu Bett. Da fiel ihm eru,. daß er noch keine Zeitung gelesen, und er kleidete sich notdürftig au, um den Hausbesorger zu bitten, ihm die Zeitung zu holen.. ..Knapp vor der Toreinfahrt erblickte er zufällig die kleine CharlMe. und bat sie um die Gefälligkeit. Sie!<un alsbald mit der „Kronenzeitung" in * die Wohnung und setzte sich unaufgefordert auf den Diwan. Hierbei verschoben sich ihre kurzen , Pocke nach aufwärts und dieser Anblick habe seine Sinne plötzlich mächtig erregt. Rasch stürzte er auf sie, warf sie auf den Rücken, und, da sie schrie, preßte er ihr mit Gewalt den Hals zu, um sie wehrlos zu machen, Sie wurde bewußtlos und nun habe er widernatürlich« Handlungen unternommen. Währenddessen berührte sie wie abwehrend seine Hand, er fürchtete, baß sie erwachen könnte und schnürte ihr nun mit seinem Hosenriemen fest den Hals z», damit sie in der Bewußtlosigkeit bleibe. Nachher habe er, zu seinem Schrecken erkannt, daß die Kleine tot sei. Nun . steckte er die Leiche in den Koffer und verließ die Wohnung mit dem Vorsatz, sich in die Donau zu stürzeni Das wollte er erst am Abend tun, um Rettungsversuchenzu entgehen. Inzwischen sei er verhaftet worden. Der Angeklagte betonte ausdrücklich, daß er nur beabsichtigt habe, das Kind am Schreien zu hindern und wehrlos zu machen. Das Urteil. Nach dem Gutachten des Psychiaters Primarius Doktor Stelzer, der der: Angeklagten für geistig'minderwertig, aber zurechnungsfähig und für seine Tat voll verantwortlich erklärte, bejahten die Geschwornen die Schuldfrage auf Mord mit zehn gegen zwei Stimmen, jene auf Schandung einstimmig. Der Gerichtshof verurteilte.hieraus Karl Samuel Haidinger zur Strafe des schweren Kerkers in der Dauer von achtzehn Jahren, verschärft durch F a st e n und einsame Absperrung nr dunkler Zelle an jedem Jahrestag der Untat. Der Volkswirt. Tine Krone 2.40 Centimes. Gestern stellte sich in Zürich die österreichische Krone auf . . . . 2.40 (8.35 am 23. Februar' die tschechische Krone auf ..... 6.50 6.70 am 23. Februar) die Mark auf ... 6.10 (6,&o am 28. Februar) Valuta, Börse» Stenern. Von RrchtSanwalt Dr. Emil Kollek. Meit elnäv Woche weist die österreichische Krone in Zürich eine Besserung auf. Sie ist bis auf K. 2.40 gestern. U:ber die Ursachen wcr'-en verschiedene Mutmaßungen a«Zgespvoch:n. Bald bringt man die Steigerung mit den amerikanischen Kronenkäufen, bald mit sy.'chm der österr:!chischen Regi:rung in Zusammenhang. Für die erste Annahme fehlt ein ziireichender Grund, der zweiien Annahme widerspricht die österreichische Negierung in einem amtlichen Dementi der S aatökorrespon enz. Will man diesem Glauben schenken, so müßte die Steigerung.der Krone in Zürich entiveöer darauf zurück',usü.ren sein, daß die Krone bisher nnterwertet w»rrde. oder daß das Ausland unsere Verhältnisse günsti er b'ur etlt. Die Unterwer.ung unserer Krvne im Ausla.ld bat allenfalli» bisher ftattgKunden, 25 Februar 1S2<* ’ ‘ Nr. 30» früher ebenso wie jetzt. Denn a»ch die bisher'ge Steigsrung des Kronenkurfes ste lt nicht die richtige Bewertung der Kvcn: dar. Infolgedessen kann auch eine Aenderung der Anscha'mngen nach dieser Richtung hin nicht Ursache der Steigerung des Koonenkurses sein. Unter solchen Umständen dürfte man fehlgehen in der Annahme, daß die Aufivärtsbrtvegung der Krone auf bürsen technische Momente in Zürich zurückzusühren ist. Die Speknla'ion hat die Krone so tief hinuntergedrückt, daß ein wtzitereZ Sinken ohne Schädigung bcr Spekulation nicht m«hr möglich war und versucht sich nach' ausgenützter Baissespekulation nunmehr in der Hausse 4 . tendenz. Nicht von der Hand zu weisen, trotz des Dement > der österreichi,ch n R.gieruNZ, ist auch die angenomme '. Einflußnahme seitens derselben durch Ankauf von SstreichWrn Kronennoten im Auslande. ES ist als schwe b Fehler der österreichischen Finanzverwaltung zu zeichnen, daß fcicfe nichts verrrrocht hat, den KurS d-:r Krone zu stützen. Es' wäre nur zu begrüßen, tvenn s > die richtige Technik, tvelche diesem Zwecke dient, heraü - gefunden hätte und weiter verfolgen würde. Gin hierauf abzielender Vorschlag wurde von mir. der öfter* reichisch.n Firranzverwaltung schon vor Monaten erstattet. . ' ■ ’ * Die* Abwärtsbewegung der Effekten» ^kurse wird auf bi: Besserung der Valutapreise zurückgeführt. Dieser Umstand mag Wohl mitbestirmnend sein, ist jedoch für dt: angezeigte Erschemuntz nicht ausschlaggebend. Die Effekten hatten bereits hohe, den derzeitigen Standprrnkt übersteigende Kurse, zu einer Zeit, alS djs H oy: l ö''er stand als dies heute der Fall ist. Maß-! geblichen Einfluß auf den Kurssturz übt hauptsächlich!, die Drosselung des Kredits seitens der Banken, durchs welche die schwachen Elenwnte. die sich mit einer geringen Deckung in groß« Spekulationen eingelassen; hab-rn, abgesägt werden, ivodurch R'alisatronen ersvlgen, welch? auf den Preis drücken. Weiters dürften auch hier . Baijsemanöver mit im Spiele sein. » Während die groß« Bermögensabgab«, welche auch der« Zweck' dringenden Kreditbedürfnissedi?N2u. soll, im Budgetausschutz beraten wird, wurde s'itrnS der Wortführer der Sozialdemokraten, Christlich sozialen und Grvßdeutschen ein Antrag betreffend eine . Ergänzung der Geschäftsordnung der National» Versammlung gestellt, der von ungeahnter Bedeutung für ti: Gesundung unserer KreditverhLlt» n i s s e werden kann. Es wird verlangt, daß Anträge/ welche eine über den Staatsvorfchlag hinausgehende finanzielle Belastung des Staates bedeuten, erst in Behandlung gewogen werden dürfen, wenn sie zugleich! Angaben enthalten, wie der Mehraufwand zu decken ist. Damit soll der bedenkenlosen Ausgabenchirtschaft,' welche bei uns eingerissen ist, für welche jedes Kredit« , bedürfnis ein dringendes ist,' ein Riegel vorgeschoben. werden. Es ist anzunehmen, daß dieser Abänderungsantrag der Geschästsordnung durchdringen wird, wir würden damit einen großen Fortschritt in der Stabilisierung unserer Finanzverhältnisse getan haben. Die Kredite für Oesterreich bewilligt? Eventuelle private KapktalSvorschiisie auf die Ententekredite. Die Korrclpondmz Herzog erhält von derselbm Ententepersönlrchkeik, »welche bereits vor einigen Tagen über di« piinfiige Wendung m derKrednfrage berichten konnte, folgende Informationen; Der Kredit der Entente an Oesterreich könne bereüS als bewilligt gelten. Zwischen der Bewilligung und der tatsächlichen Durchführung der inimerbin komplizierten Hngelegenhelt rst jedoch noch mit narr Spanne Zeit zu rechnen: hauptsächlich sind es jene Schwierigkeiten. welche auf das Verhältnis Amerikas;u den Weltmächten zurückzusühren sind und die einer prompten Flüssigmachung der Kredite ,m Wege stehen. Man glaubt jedoch, daß die Regierungen von Frankreich und England b s zur tatsächlichen Flüssigmachung des Ententekredites ihr privates Kapital zur vorläufige» AusbiEMMünlaffen werden. Dadurch soll die SanierungSaktio« für LH^nch innerhalb kürzester Zeit in die Wege geleitet w erde«,'Wp man in Ententckrersen auf Grund der von Die« auS im Wege der Entrntemisfionen' an die ReyarationSkommission abgekandten Berichte davon überzeugt ist, daß die Flüssigmachung MS Kredites keinen werteren Aufschub erleiden Mrf. Allerdings erscheint die Ernähr «ngSsrage für Oesterreich ^vorläufig bis Ende Aprck im großen und ganzen im bisherigen Ausmaße gesichert, jedoch würde rin verhängnisvolles Vakuum ein treten, das unter allen Umständen verwinden werde» muß, wenn nickt unberechenbare Zwischenfälle eintreten sollen. Die vorläufigen AuShilsen der Entente mt Wege deS PrwatkapMS würden zumindest jene Höhe erreichen, welche durch Freigabe der österreichychrn Werte mt AuSmnde gedeckt erscheint. Jedenfalls aber kann, so schloß di» betreffende Persönlichkeit, die Krtdilsrage tm Sinne OesterrrichS alS gelöst betrachtet werden und rS. kann nunmehr alS gtsichert bezeichnet werden, bah sowohl bezüglich der Beschaffung von Lebensmitteln, als auch bezüglich der Beschaffrmg von Rohstoffen dre no'wcndigrn finanziellen Grundlagen seitender Entente geschaffen werden. ' Die Internüsttonallsterung der Dona«. Paris, 24. Februar. Die Kommissionär die Inter» nationalrfierung der Donau hat unter dem Vorsitz des AdmualS Troubridge auf Grund der Berichte des Generaldericht« erstatterS. deS f,anzöfischen Fregattenkapitäns, der die französtschß Donanfiotillle kommandiert, in einer Sitzung, an welcher Vertretet Englands, Frankreichs. Italiens» der T s ch e ch o - D l o w a t e i, Rumäniens und S tt d s l a w i e n S tetlnahmen, be-- schkvffen, daß 1. alle Staaten und alle Schiffe f r e i e F a h r t auf der Donau haben, 2. der hydrographische Dienst zentrallfirrt werde, wobei eine eigene Ze tschrift jür dre Hydrograph sche Kommission gegründet werden wird, die auch An« tündtLungeu enthalten soll. S. Daß dir Kosten der Erhaltung dck —:i~ ---:^j3jaasaa, WM,