Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 387 (19.2.1920)
- Date
- 1920-02-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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/ Gelte 6 ^Wien. Donnerstag # Wiener MorgenleUung / w Fevruar 192ö tnt. y kegcznn bamit, fett') da? F ä'llein mich-in ein Gasthaus geführt hat, wö sie mich zu meiner psiulichött Ueb?rvaschung mit Zärtlichkeiten überhäufte. Es war zwar niemand im ExtrazimUtcr, aber es hätte doch jeden Äugenblick jeniänd eiitreteN könitöN. .Als sie fk-b gar auf meinen Schoß'setzte, sagte ich abtve.hre.nd: Aber, aber, wir sind ja iN einein öffentlichen Lokal." — K l a g e v e r t r e! er: Sie behaupten also, baß Sie der Verführte sind? — Angeklagter schweigt. — Verteidiger: Det Herr Doktor ist ein schüchterner Gelelirter. Nur daraus ist Hin Schwaigen zu erklären. Sie können es aber getxost! sagen- Herr Doktor: Wo hät die eigentliche,-Mer-» führung" staitgefunden, km Zimmer der Klägerin oder in Ihrem ZrmMer? — Angeklagter: Sie ist in m?in Zimmer gekommen. — Klage Vertreter: Daraus soll wieder hcrvorgehen, daß er der Der» fsthkte ist. Es hindett aber nichts/ daß in .seinem Zimmer sie verführt worden ist. — N i ch te r: Wollen Sie das Fräulein heiraten? — An geklagter^Nein. Und -'war au? den in meiner Eingabe. angeführten Gründ'-'n. — Richter: In dieser Eingabe wird gesagt, daß die Klägerin sich wiederholt betrinktdaß sie oft nach Toi'jprrr: noch Hause kommt, zuweilen in Be-< .gl'itmng -lrns -Mannes. — K l a g e v e r t r e te r! S ie stellm also eine Juqendbi'dnerin, die vier Jahre lang Ihre Lebrnlgeführlin warjetzt förmlich als Dirne hin. Tirs veranlaßt wich, -ein wenig in die Ver-- gatigenhett Jisres Liebeslcbeus hineinzuleuchlen, was ich sonst ganz vermieden hätte: Ist es richtig, daß. Sie zwei anderen Frauen in gleicher Wege die Ehe versprochen und mit ihnen ein Derhältni? hatten? — Angeklagter: Devon weiß ick) - nichts.- —/Klageverterter: Ich werde es Ihnen beweisen. — Zur Vorladung der von beiden Seiten noch gesül Zeugen wurde schließlich die -Verhandlung ver agi. Hfl. HO HÄT YB] ScRkgcscSiSfl .... '5 Wien, f. Tltei"eäi£jiä$t% SO ] Telephon 2G-3-S3 | fempflehit sich iur kulantesten DurcMöbrung aller 3 bankmässigen Transaktionen, Belehnung voft Wären, | Finanzierungen etc. 1 SpszIaSabte&Jüng ftfr Paten?ci$i3 Eine Kerme 2.36 EeMmes (gegM 2.30 Eentimes aA 17. UedvMr). - Gestern stellte sich in Zürich ' . dir österreichische Kione auf » . . . > . . « . . .; .; 2.3O dir tschechische Krone auf . . r........... . 6.25 feit Mark auf ................... . 6.20 Vorsicht beim Verkaufe fremder ZahlungS« mittel! . Wir wollen nicht unterlassen» die Aufmerksamkeit ■! unserer Leser darauf zu lenken, daß Hm Publikum > bei dem Einwechseln fremder Valutenvon manchen -j Bankhäusern und Wechselstuben Kurse .berechnet! werden, die sich bis 100/ö unter dem offiziellen ' Kurse der Devssenzentrale bewegen.^ Derartige Ängebote. öw mit der Ü ti n? i f f I n fj $ it der Bet- Käufer rechnen, bä sie eine U n e h r l i ch k e i t be» beufen und die heiresfenden Firmen nicht nur durch Ablieferung ail die DeöiseUzMLale ökdeliteiid. ^röfi» tieren, sondern noch wZt höhere Differenzen erzielen,' wenn sre bte Daluien im freien Verkehr tibsösieir. Aü Anbetracht der -zahlreichest Einsendungen aus Amerika ist besondere Dorhcht geböten. Ist matt äüdererfeits gezwungen, ausländische Aüten zu kaufest, so berechnen, die gleichen Firmen llüerschwsttgliche Prelle. E? ist hohe ^ert. daß die FinM.vekfdkd'eu HWk bedaitMichM ÄUarchre, die itttmer tveitik utti sich greift, tNetßlsch steuern. 9k^eWeichrschstsBechisch-L KSMpsnsatiürLS» Vstkehrr „Anrobnl L sta" Meld-t- 8D Okstlltllch Üüd dkr Ttcheebo-Tlowallr eist Abkoniiiien Wroffin wtirdk, wbnach Oeste.-r-ich aii dre TschcchoSlötväkei S ö 8 a ä U s Ede n» s e i lief ah waüie b f Tschechen Ö6Ö Wmgöns K o lj l e ü Mid -U) Wa/a.mis Kv kS niovälich iichin: OisteMich verpflichtet sieb. 6-i"/<> sem w Svdabtc'dnk löst Mis EösstseL än 8ik Sil'wak'i zu lie^rn. W>-id die Köblmli^eiMq..ökiäinäeltdann kann auch e ne Veruundernng dir SodMitfListstg tiiNrettst. Ver chlechte-fn^ der w'rbchastllche« Lage in der T/checho-Slowakei. Pkaa, <8.- ff-r-rttar. Räch emör Erklä'sttta» welche in ded letztest.. S-tzima deS-Zennalveviandes der -Ischecho-stomakiirten Jn'ustri-'ll-n nbgeael'ett tmirbe.. bak sich die Lage' der tschrchoilym.ikiscbeu Judustiie neuerlich der sch l e ch t er t, da wed-r m der. Be''wäb'nng vom Nöl'.stvfsen stoch m der Koblenvt söraunö.kme Beste ststä elnaeUettn sei. Di' uneirtnliche Wae der Jndustne wade'a-'st rtenl stöm dsttch üllasnte tze reebtliche tmd wristckaf I.-che llstsichsttNit n^'ichlecl'iert Durch' dw fmatizptzl.iiUien And fal'ssti!i§ w-rde jebt untetnctstnerrii'ig'eit ktstistögl'ch n/nt ichk. Dmch die B i i ni a p t n s a b ääbe stntde die Jndststii«!' in iknen Krnnllw^st b t b t■ d n t. hauptsächlich wH 8 e V:r-> mögens ibgül'k in füner Fi st aelchstsl nieibcti soll, obste Rüststch! daräns. öd dis. v'ödstliiste K-chi'M E folrhc Bckaiiittrfl üickrh nipt rcurnoen könne D >> Ko''leiisittta>iyn bab? sich se>stk§W?oS gebessei-t. da infolge des Dstr'wer At'kifs-eine V-'numderung der Kobtenproduilion um J.IOON Wwmvus tma'wettst. se,.. Die Kol)keniie<enma mr die mläi'd.s.ebe JnkusNie. nt Begleich zu der ins Aus'and ausgc ührlen Kohienuirnge yäve sich, gleichfasis verskljlechttiÜ .. . ' - DeutschlüMs VeMhüttsM zü . ÄMarrtz. Rus B e t:! i ri Md üns telepradbiert i Zur Frage der Esttsestdmtg k.nkr deuischtst Siü?tt'tkötnm.>'swki stach % ö W'i.kl.tr U ß l a tt d erMrt 'bis ^Ochlichk ÄllgeRSiste.ZeiMttg-: aus unterrichteter Quelle, daß Vertreter aus WirtichaUS- und Industrie-' krtisest an die RSaieiüstg Mit 8er Äbsichk herariMttStt.seisst, um im Anschluß en die ist jtovenh rgrn aefuhrte« Bei Handlungen des Bei bandes toit Soch'rtrußsattd auch:MreMlS ' mit rMsi chcst KrSifeti ist FjibltW zu istctkst. TiS stk-aiSlustg hübe eittt ästt-liche TkilsttthM ä b g s l s h n t Ustd sö dSk d e ü t f ch 5st I nd u st r r e . ü d e r l a s s e-U/ nyt rusft'chest- ÄZotschaftsberbanden direkte Besiebunqen astschnmmen- (Db.wstr ts Mr uns wirtschnfllich-vo» g r.ö ß t 11 B « V c u t u st g wärt, tstit Stütze land wieder m Verbindung, zu treten, sind noch nicht .die gerwßstm Anzeichen ta'ür vorhststdcst, daß -ut d Sser Bestkhstn? irfenkwelche SchrsttS. unierstosttistest tvktdtn solltist Worästf wartet Mast eiMtlich brr Uns? Dre Red.) Die Lsch'-(ßo-ftowi?ZWe DensubMpsschWhrts Aus Prag wrcd' Uns berichtett / Wie b^rcrts gemeldet, finden seit einigest Mtgöst in Prag Verhandlungen zwischen den Vertretern der . Ersten Hostattdamp'schifsahrtsgesesischäst und best Nerft-rtertt best tsHechö-sWWakisthest DiöMiidÄitihfsttztfsährts- A.-G. üstjer Vi rmittlustg der Negierung Mr die Ab^ Wicklung des Dostmtvorkehres statt. Pishtzr hättewiä die „Libvvr Novitth" h'tzrzu mtztdet, die tschrchS^stsWär kifche Nigiekiistg eistig^ Dchrchfer üttb Gchleppfchlfss Äuf S?r Do statt züni gröMtt Eeil Vbst der Wätttttest Mr s.'llschaft gepachtet. Der Schiffahrtsbetrieb War dtznit Dcnauverkehrsamt in PrtzßbUtg. das dem Handelsministerium unterstellt ist» MMrtNstti Äbzwar im Vorjahre dje Schiffahrt bloß eittige Wochen betrieben werdest kvstnte^sb wästett die fiüktNzMlstt Uttd ErSstsr» portrcfultate recht zufriedöstMwnd. HtzstSt svll diö Schiffährt vstf btt DvstäU iw 'grö-ßt reM'Ürttfa-ttAtz aUfntzstotsttstest chieMtzsti M jedoch bisüutt bet nötige Hchiffsräüni käuflich sticht M tvTrben werden konnte, wird äst die Pachtung von zirkst 1OO Schleppschiffen und iO bis 15 Dampfern gedacht. Den Pachtvertragwütdtz der tGtÜat niit stzr Ersten .Donaudatstpfschifsährtsgefetlschäft äbschTeßett Und den Betrieb würde auch weiterhin das Donauverkehrsamt in Preßburg befvtgesti Gbbälb jtzboch die tfchechoflowanfche Dvnalidantpfschifjsthrtsg.fellschüft> die bereits M Boriähre vött rinigtst Präger'. Bästktzst tztz^icüstdtzk Wuröt, sich eigene schisse btzfchafstu Üstd die Beltitzv^ organifatwn durchführen würbe, würde ihr btr Staat zwtzifelsos auch die. gepachteten Schiffe überlassen. ' DoS tzLfdMtliche Ochiffsräum Wstütt MheL hüüMs sächlich stü) dem Gtustbe sticht tzrwörbtzn wtzMst, well hem FrLcbenspertta^ züfstlM .erst dtzr stlstttikastischL Ärbitre zst besiiillmen hatwieviel Schiffe bie tzinMnM heswgitzw S^ättztt bee TfchtchoMvMkr- Jügoslawkst und Nünlänicu abzutreten haben. Der tschechö-slowW kische Staat wlrb zweifellos die' durch best ümerikanischen Llrl'ilre zUg'cfPröchesten Schiffs inlänoifchett Privatinter«' efsenten anbieten. Ist Enwstttzkttzistzst wützdtz btzi Estä örterung der DonaufchiffälM sttzts empfahlen, den Verstrhv auf der Donast e j st h e 1 t l i ch zu drganisierLtt^ FädkiKsDrlüdüttgett M tzäiffa. ' London,!6. Februar. tPrivat.) In Hgisiä wutdctt d r e [ Fa Ü r i k t st beftrlinttt welche in nächster stet t ihrtü Betrieb aMehineu werdtzn, und zwar etüL M ü h l st^t i st» s .a b r r k bmch Derrst K ü r i a st s k i, Sine zür sabtikSniäßitzest Ka l ku n d K r e r d e g e w i n u u n g durch die Firma I W i n- Ä Cd. und eine zür Et;ruguug von Ä l u tst r st i ü mg dl ch i t r durch I e k t l e r & Ktütkek WMschüftttche Machtichkett. sDlig n>rtberichte 8er ^Gr. Pkvratnztg?) Der- Budapester Vertreter dtzv amerikanischest ^fvöo^ comrnifsion, Kapitän Domaillo, erklärte einem Vertretene des „Pest: Hirlap" gegenüber,. Jugoslawien werde auf Intervention Amerikas an Ustgarn demnächst 3OOO Tonnen Getreide, 1OOO Tonnen Fett, 6ÜO Waggons Schlachtvieh soivie ein größeres' LärtüNtÜM ^tzMe lieftzkUt Dtzt Wert dieser Lebensmittel btztrage MtlliönStt KtdttsndSr Kaufbetrag ist in freMötzN Väluttzst bereits Voik tztzt Fvo8-i oümmiffiön deponiert worden. . . Ditz „Bohemia" meldet: Als erstes UnttzksttzhMWdaß Vdt-detst UmstNöz-feinen Sitz außerhalb bsk höutigenGreNzest der Tschecho-Slowalei hatteist die „Poldthüttk" stösikifiziSri worden. Das Nostriftkationsverfahrsn wurde in diesem Falle beschleunigt durchgesührt, weil dem Unternehmen die Ent-- eigttüNg ssttens Jtsttsns vtöhttz. Durch, die NösttiMtvu ist diese Gesähr beseitigti . Der nutet dem Vorsitze CaMvdns in Paris zusammen Mtrirne Bötfchästekrät hät die BollMSchtest des WagäoÄverkehrskomitres in Mitteleuropa geprüft. Das Komitee wirst nach Herstellung des Einvernehnlens unter den Experten sobald als möglrch eutgreifen. r«-< »aw St Mestachem Mendel. Ein BitlSfwLchM Herausgegcbcn von Echotem-ÄleZcheist. - Lus dem I ü d t s ch e u übertragest vott Sugsurb Schmitz. Das dritte Bündel Briefe. - »,Äti«i0stett.« (Händler, Makler und SpekulasttMV. t26. Fortsetzung.) 14. Brief. Schci»7-S ■) i d l aas Kas tt wk: ftt ihr:« G«t ttztt Mc«sch.-m MLüd.l ttt Zf-.h-ip.- z. Dem hochg.ehrten, edlln und mächtigen Herrrn, dem w:isen K n ier der Tho a, dem hochgeltzhtbrn Ntzb Mcnachem M n.el ehrfü.chEgm Gmß. Erstens vermelde ich Dir. daß'wit alle, Gott sei seiDank, steim b/sten W-.ch.'s^in sind; geüeGott uns, das Gleiche van Dir zu hören fürderhin und nichts Schlim-/ metes. Zweitens ieiltz ich Dir mit, daß mein Dsben kein 'Leb'ku Mehr ist; wie sagt die Mutter: „Eh' so z'U fahren, brsstzrzu Fuß gehat/^JH könNie mir fllrchrn.- D<n-?l.h und W.'h, wer ffrtö Deine Kunden? Mban. kommt zuiammcn, um von einen Wald zu r.'bm, det in die. „Millionen" gcht, und läßt alles stehen unc» lkgenlfund setzt sich nieder, um eine ganze Nacht „Obo^ zu klopfen? Klopfen möge man Euch auf den Kopf, wie mir bas Herz klopft, wenn der unglückselige Hifsima mich überfällt! Wehe Über mich, daß -ich erleben muß, daß mein Mann, der nicht elnmal gewußt hat, wie eine Karte nuzsieht, jetzt von Karten redet! Das fehlt Dir noch, Mendel, zu Deinem Glück, daß Du selbst aus De-ine alten Tage ein Kartier wiest! Und j.'tzt gar die Wälder! Wie ko.nmst Du zu Wälde.n? Hast Du den-t schon cinmül üesehtzn, wie ein Bau n wächst? Me sagt dUl Mutttr» sie soll leben: „Wie kommt ein Raobi PtW. SMemehandel?." . * . Ich habe nur Angst, baß. aus Deinen Wäldern ebettsö JÖuft weroen wird, wie aus allen Drinen Geldgefchüsten. So wünscht Dir» viel Gutes? uttd daüerndSZ Glück Deine wahrhaft treue Frau [. Scheine Scheindtzl. , ii-tijÄ Dell .hat. Dich rm Sinn! Di se Woche kommt Beine Verwandte Kreindel (das Suhncpfer sei sie Dir für -M! -.)!) und tr^st merNe Mutter/auf dcm Märkt bei 8 n Fischett und säNZt att. M ch zü beweinen und zu bellügtzn (vH. laßt sie übtzr ihr Unglück tveinen, guter Gote!). Garuut .ich, ,agi sie. Ucchi die Scheidung ' vor Dir LLrlattgs. damll das alles e.n Ende hat? Kannst Dir denlru, daß sw ber der Murter an die Richtige gekommen ist; sie hat sich bEkiteioe nicht mit ihr gestritten Und ihr'keine Sä-impfworte gegeben, sondern, ihr nur so tzittige Worte ge,agt, wie sie tzs kaUttt „Wö zwei mitelUä-der hängen, hat sich kem hrittrit .slNzüM. ttgsn-t". „Ehe ein neuer Scherben, ist baffer ein aller Topf." „Güte Fre-cnde find wje Unkraut, sie wachsen ohne Regen." „Warum kütnMÄrst Dü Dich, um Leute, die Dir näher sind?" „Mancher hört, baß der Andere Knoblauch gemessen hat." „Ein Ochse hat eins lange Zunge- und kann nicht Flöte blasen." Derlei Worte chat ihr die Mttttev so lange versetzt, bis Krejndel auf und davon ist, Es hat chr die Rede verschlagen. 15. Brief, Me nach.uu M.'ud:k aus JShup.'z an selueFrau Sche n-Sch i el in KaSr liwke. Der teuren, edlen, tugendhaften und klugen Ehekrau Scheme-Gcheindtzt meinen Gruß! . ll um ersten fei Dir kundaetan. daß ick — dank Se'n?m lielien Namen! aekund bin und mein Leben das e - Friedens der Herr, gelabt fei er. möge helfen, daß e n s vöm' üu-.e 'Sn Nur Gü e^ höre in gutsr Botfchafr zu T üst und Heit — Amen. Zum zweiten wisfk: Der- Wald hat sich als Wüste erwiesen; das. ganze ist nicht geflogen und nicht geflogen, es gibt kernen Walö, keine Bäume, keinen Fluß; alles Schw ndell Für nichts und wieder Nichts ))ch und anderen Leuten den Kopf verddrht, umsonst die Fuße Lbgtz,chundM und die Gtiesel zerrissen! Ich habe gefun' en, meine teure Gattin, daß Wälder Nichts für mich sin); Uttd mit solchen Lügnern Handel ttSiben- -das geht micht in meinen Kopf hinein. Gi« könnest cln^m vorerzählen, daß heute Im Himmel Jahrmarkt ist; durch die,e Seut-e kann man sich um die künftige Welt bringen! Was hckbe ich also getan? Ich habe mich beizercen üuf ein anderes Geschäft verlegt, nämlich auf Nafs.netren (das sind Fadrtten, rn denen man Zucker macht). Das rst heute das beste Geschäft von vllen; Juden kau,en Zuckerraffineritzn und Makler verdienen ein schöllst Stück Geld, sie sind alle daran eeich Ae» worden! Da ist ein Mäkler aus Rumänien, der hat es verstanden,^ sich an die Rabamysler heranzumachen; er macht jetzt jede Woche zwei bis drei Zuckerraffine-- rien, macht baüei im Handumdreh'n seine zelM, füttf*» zehntausend Rubel und fährt, siirden Gabbat nach .Hause! Was soll ich Dir . noch erzähtsn? Fuhrleute/ Aaklörcn, Dlenstleutr sind jetzt Makler in RaffMerien gew'vrde.n^ tragen goldene Uhren, sprechen Deutsch, haben sch^n „Mage.lla ar.h", sch cken ihre Frauen in „Bäder" .und sind große Herrrstl Kurz und gut ein eirrzlge- , Geschäft ist heute an brr Jehupezer Börse etwas wett ----- Raffinerien! Me Makler machen tu Raffinerien und ich mit. Dü »Pi,st tta.üclich fr.gen, »vie ich bazukomme, mich Mit eimin so besonderen Geschäft zu öesafsen, wo ich doch nicht weiß, btz man bas ißt und womit! Nun sollst Du höreir, wie Gott seine Kinder lenkt: -Seit der Zeit, da ich aufgehört habe, zu Semedenln zU gehen (er heißt nicht Sime-Dine, wie Du ihn nennst; es ist le^ne Frau, sondern ein Mann und dazu ein Rieseuatttisemit!), — aufg.'h'irt h'.ngugehen, habe ich, nichts etwa, weil ich mich mit Semeöentri gestritten Habs,, sondern einfach deshalb, weit ich den Kaffee mit dem Vutler^eböck schon übersatt hatte mrd dann, weil tch jetzt nicht gÄiug Kleingeld bei mit habe. — seither äljfy