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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-15 · Heft 383 (15.2.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 383 (15.2.1920)
Date
1920-02-15
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 889 Wien, Sonnta- ÄZienev MorgenzeitrmU das Ahmdheim für jüdische jugendliche Arbeiter, Glockengasse, daS Krankenhaus der jüdisch« Kultu-gemeinde' (Rothschildspital), das LehrlingSheim des Vereines zur Verbreitung de» Handwerks unter den österreichischen Juden, IX., Grüne Torgasse, die „Zukunft", VNI., Bennoplatz, das Heim für schwachsinnige Kinder deS FranenhilfSvereineS ^Vvidentia, II., Darwingasse, das KönigSbergische Mädchenwaisenhaus, H., Balerirstraße» das indische Taubstummeninflitut, IN., Rudolfsgafse, und das ind'sche Kinderkeim, II., Obere Donanstraße. Ferner wird die SÜidte der .Sozialen Hilf 8» yemeinschaft Anitta Müller" mit Lebensmitteln und B.arsubvention versehen. Auch an dem allgemeinen Kinderyilfswerk der amerikanischen Mission nimmt das Joint Distribution Committee durch Borsorge für rituell erzogene Mische Kinder in drei AuSspeisungSitellen teil. Daneben subventioniert das Komitee ein Seim für Wöchnerinnen, schwerkranke Frauen und Säuglinge, hat auf seine Kosten 202 Schwer kranke an verschiedene - Spitaler und. Heilanstalten abgegeben, stellt für eine schwer gu schätzende Anzahl von Kranken medizinische, ch i r u rgische und orthopädische Behelfe sowie LebensmittelgUbußen bei und geht jetzt an die Errichtung einer eigenen Küche für Magenleidende. 1000 Personen werden täglich in einer Küche in der Großen Mohrengaffe und ebensovrcle in der Arbciterlüche in der Blumauergaffe ausgespeist. Für die gleiche Anzahl von Hochschülern unterhält das Joint Distribution Committee eine Küche in der Mensa academica judäicm Das. Komitee sorgt aber auch in anderer Werse für die Bekämpfung der Not." Es gibt trotz aller Schwierigkeiten an Handwerker und Heimarbeiter Handwerkszeug, Nähmaschinen n. dergl. und versorgt auch die mit seiner Hilfe repatriierten Flüchtlinge aus Galrzien und Palästina mit den notwendigen Arbeitsbehelfem Mit besonderer Sorgfalt wird die Fürsorge für die Heranwachsende Jugend behändst. Hier gilt es .nicht bloß, momentane Not zu lindern, sondern vielmehr ein Erziehungswerk zu leisten, das auf dem Prinzip der Arbeit aufgebaut ist. Die individuelle Entwicklung der zarten, von so vielen Schicksalsschlägan betroffenen Jugend nimmt in diesem Programm den breitesten Raum ein, um die Kinder für produktive Berufe auszubilden. In zwei Waisenhäusern (Naumgarten und Estheplatz) werden elternlose Knaben und Mädchen von sachkundigen geschütten Lehrern und Lehrerinnen erzogen, Lehrlinge unterrichtet. In Daumgarten sind Knaben bis zum iS. Lebensjahre untergebracht, während in der Anstatt auf dem Estheplatz sich Mädchen über 14 Jahre befinden. Mit der Gründung von Handwerksschulen ist durch die Errichtung eines Lehrkingsheimes in Meidlrng der Anfang gemacht , worden... Die Kinderpflege wird außerordentlich sorgsäm geleitet. In die Abteilung für Krankenfürsorge kann jede Mütter ihr Killd an jedem Freitag bringen, wo es mit Milch und nötigenfalls auch mit Wäsche versorgt wird. 'Für verwaiste oder verlaffene Kinder sind in fünf Baracken des ehemaligen Kriegsspitals Bäumgarten Unterkünfte errichtet« Acht Milch tri irkh allen für Kinder sind bereits in Tätigkeit, wertere sollen schon in der nächsten Zeit eröffnet werden. Die vom Jüdischen Nationalrat und von der Sozialen .-^.,-Sgemeinschaft Auitta Müller geleitete Kinder-Erholungsaktion, die bis jetzt 4000 Kinder nach Holland, gesendet hat, wird mit 100 Kronen für jedes Kind unterstützt. 300 Kinder wurden nach dein Küstenland, 60 lungenkranke. Kinder nach Davos gebracht. Wenn beute nach einem halben Jahr angestrengtester Arbeit, ein Ueberblick über das Geleistete versucht wird, so zeigt sich, daß vieles getan und erreicht wurdH obzwar vieles noch, zu tun sein wird. Aber auch dieser kleine Ausschnitt aus dem großen Werk des American Joint Distribution Committee läßt erkennen, daß sich die Hilfsaktion, die aus dem Geist des modernen Judentums entstünden ist, in brüderlicher, sozialer Weise vollzieht und diese Bahn nicht verlassen wird. Zoharm Kremenezkys 70. Geburtstag. Die zionistische Bewegung hat sich >aus kleinen Unfängen zur führenden Partei der Judenheit durchgeruugen und. schickt sich an, als ihre Repräsentantin Erez Jisraeldie durch Jahrtausende vermißte und ersehnte Heimstätte, aus der Hand des Völkerbundes 'entgegenzunehmen. Am Ziele eines heroischen Kamp'es angelangt, wendet sich unsere Erinnerung dankbar . jenen. Männern zu, welche an der Schwelle der modernen zionistischen Bewegung standen, ivelche für sie ihr Bestes, ihr Herzblut eingesetzt haben. Theodor Herzl Und seinen ersten Mitarbeitern. Fast alle sind sie, früh verbraucht, am Wege nach Zion ins Grab gesunken. Doch einer von ihnen lebt noch in unserer Mitte, rüstig und in voller Tatkraft trotz der 70 Jahve, die er am 15. Februar vollendet, Jo hann Kre mene z k i. S?irr Name hat, trotz oder gerade wegen seiner Bescheidenheit, einen guten Klang in Wien und weit darüber hinaus. Er hat sich um den Zionismus auch " wahrlich verdient genug gemacht. In Odessa geborpn, 'besuchte er die technische Hochschule zu Berlin und siedelte sich nach in Paris genossener Praxis um 1880 in Wien an. Hier errang er durch seine Fähigkeiten als Ingenieur, durch seine kaufmännische Umsicht und Tatkraft, durch feinen rastlosen Fleiß bald eine geachtete Stellung als Fabrikant, ohne deshalb der traditionellen Liebe zu seinem Volk untreu zu tverden. Mit Feuereifer schloß er sich Herzl auf dessen ersten Aufruf hin an und dieser schätzte die Qualitäten KremetrnzkiS so hoch ein, daß er ifjtt in das fünfköpsige! Maere._Lllüo^k»mü^» tp&ftfea. lidk welches hM W>n aus die mächttg aufstrebende Weltbewegung durch Jahre leitete. Als die Jüdische Nat ivnalbank akttonsfähig geworden war und es galt, das zweite finanzielle Jnstrwment der Bewegung, den N a t i v na l f o n d s, zu begründen, fand der verewigte Führer keinen Besseren, um ihn mit der Durchführung dieser ebenso ehrenvollen wie schwierigen Aufgabe zu betrauen, als Kremenezky. Don da ab stellte er feine ganze. Kraft in den Dienst dieser hohen Institution, die seiner langjährigen «iw sichtigen Leitung, seiner rastlosen Werbetätigkeit und seine» zielbewußten organisatorischen Maßnahmen in erster Linie ihren geradezu imposanten Aufschwung zu verdanken hat. Auch nachdem 1905 her Sitz der Leitung von Wien nach Köln verlegt worden war, blieb Kremenezky noch zwei Jahre Leiter des Wiener Hauptbureaus des Jüdischen Nattonalfonds und wirkt noch heute — daS Hauptbureau übersiedelte seither nach Köln, später nach dem Haag — als Dirk or hervvrrcg'nd an dieser volkstümlichen, für den Aufbau Altneulands wichtigen Schöpfung mit. K r e m e n e z k y hat aber auch allen anderen Unternehmungen des Zionismus stets sein volles Interesse zugewandt und ist bei jeder Neugründung mit »verövollem Nat und, was fast noch schwerer wiegt, mit opferbereiter Tat vorausgegangen. Dabei verstand er es,, durch sein konziliantes Wesen der Bewegung stets neue Freunde zu gewinnen. Zu Palästina hatte er stets persönliche innige Beziehungen und wahrend er seine kaufmännischen und industriellen Unternehmungen in Europa zur vollen Blüte brachte und den Namen Kremenezky zur weltberühmten Firma emporführte, faßte er zugleich im Lande der Väter festen Fuß, um dort durch Einrichtung von Musterbetrieben auf gewerblichem ^nd landwirtschaftlichem Gebiete dem neuen Jifchuw ein weithin wirkendes Beispiel zu geben. Das Ideal des bescheidenen Mannes ist es, die letzten Jahre seines arbeits- und ehrenreichen Lebens auf der Farm Migd a l, droben an den Ufern des schönen Harsensees, zu verbringen. Die zionistische Partei, das ganze jüdische Volk rufen dem Jubilar, der seinen 70. Geburtstag in stiller Zurückgezogenheit feiert, ein kräftiges „Glück auf!" zu. _ Michael. Aus fthmaffytooUtn Zrit?n. Es war zu Berlin anno i 86V. als sich im Abgeordnetenhause ein Vorfall ereignete, der — wie eine damalige Zeitung meldet — „in d r Geschichte des parlamentarischen Lebens noch nicht vo.^t'som.nen ist". Der Abgeordnete Laster wurde voü einem Parlan rntanei^ als der „jüdische Abgeordnete fü: Berlin" apoflrovhiert. Darob ungeheure Erregung des also ..Bejchi:'?'. ften", seine Parteigenossen halten mi' und der Prä 'd^.ü unterbricht den Redner mit folgender Rüge: „Ich halte die Bezeichnung „jüdischer Abgeordnete für Berit n" nicht für parlamentarisch." Man muß solche Erinnerungen ausgraben. Sie beleuchten den Weg, den das Ghettojudcntum durch die Emanzivation zur — Würdelosigkeit gegangen ist und zur Selbstverachiung. Tatsächlich war Lasker der „jüdische Abgeordnete für Berlin",, wenn er sich auch dessen schämte. Aber die Parole hieß dan als: Nicht erkannt werden. Und so bemühte sich denn auch die .Allgemeine Zeitung" des Judentums al Mich dieser famosen Parlamentsdebatte, zu zeigen, daß diese israelitischen Parlamentarier, wie Lasker und Jakoby, Reichenheim, Kosch und Rothschild sehr verschiedenen Parteien angehörten, daß ihre' politische Tätigkeit mit ihrer „Religion" nichts zu tun hätte und daß es ein antisemitisches „Vorurteil" sei, sie als „Juden" zu bezeichnen. ES tvar eine furchtbare Zeit der Irrungen ... Polnisch-klerikaler Märchenglaubs. In Warschau fand unter zahlreicher Beteiligung eine Konferenz statt, um über Mittel und Wege zur Bekämpfung des Bolschewismus zu beraten. Im Präsidium saßen unter anderem Erzbischof Teodorotvicz und Kriegsminister Lesuiewski. Selbstverständlich wurdcn die Juden a't ste s mit dem Bolschewismus identifiziert und U. Referenten tischten die albernsten Märchen auf. Sv rühmte sich Advokat Bych o w i e c in seinem Referate „Die Entstehung des Bolschewismus im Zusammenhang mit der Geschichte des Krieges und der Aktiv» der Deutschen und Zionist e it", daß er als Beanrter Clemenceaus für spezielle Angelegenheiten viele Geheimnisse ergründen konnte. Der Weltkrieg sei nur dank her jüdischen Plutokratie entstanden, die im Kriege große Kapitalien ertverben wollte, um Palästina auf den Ruinen der anderen Staaten aufbanen zu können. Bereits 1911 begann die gemeinsame Tätigkeit des deutschen Generalftabes und der jüdischen Führer. Auf einer großen jüdischen Konferenz in Köln wurde beschlossen, den Deutschen bei der Demoralisierung der Nachbarländer an die Hand zu gehen. Bei den Wahlen in Amerika haben die Juden zusammen mit den Deutschen die Wahl Wilsons durchgesetzt, des Vertreters der demokratischen Partei, die unter deur Einfluß der Deutschen und Juden steht. Zur Zeit der Friedens» Verhandlungen in Paris habe der Führer der amerikanischeilPoa.« Zionistru, Sokolow(?), von Dmowski verschiedene ÄnLessioneu für die. Juden in Polen ver¬ 18. Februar 1926 "HOmONIE; ZIGARETTENPAPIERE-" ZIGARETTENHÜLSEN Sic üf'ptrcffen eetbsf 8 di« höt ten Erwartung««) de» Raucher»», ««■■■■■aas* S7» langt. Es sei dies D'mvwskis größter Fehler gewesen« denn von da an datiert der jüdisch-polnische Kriege ', DaS Schicksal eines Gesuches nm RamerM Snderrmg. j Die Berliner »Welt am Montag" berichtete neulich über einen Antrag auf Namensänderung eines Juden, welcher vom Polizeipräsidenten von Schöne-, berg in der folgenden Weise erledigt wurde. J Namens des Herrn Regierungspräsidenten aus Potsdam benachrichttge ich Sie ergebenst, daß dem Namensänderungsantrage für Abrahamsohn nicht hat Folge gegeben werden können, well ein triftiger Grund für die Namensänderung nicht vorlieg^ Falls der Gesuchssteller jedoch durch seinen Namen A.' etwa Spötteleien ausgesetzt sein sollte, so würde der Herr Regierungspräsident nach den bestehenden Bestimmutrgen in der Lage sein, einem Anträge aus Namensänderung näherzutreten. In diesem Falle würde er bereit sein, die Genehmigung für einen anderen Namen wie zum Beispiel Rosenfeld, Morgenthau, Hirsch, Fuchs usw. zu erteilen.. j Rein christliche Namen wie Schmidt würden dagegen nicht in Frage kommen.; Die eingereichte Geburtsurkunde folgt anbei zurück/! Die Art dieser mit Verhöhnungen verbundenen Ablehnung ist darum nicht minder eine Dreistigkeit. Eine Behörde, die einem Juden bereitwillig gestatten möchte, seinen jüdisch klingenden Namen mit einem anderen ebensolcher Art zu vertauschen und ihm einen »rein christlichen Namen" verweigert, ist im neuen Deutschland auch eine interessante Erscheinung. Herm Abrahamsohn, der vor seinem jüdischen Namen flüchten möchte, geschieht freilich recht! Die VakknraLpartie Sei -er ^vatemUätsK In der letzten Zeit liefen beim Sicher hkitsbureau mehrfach Anzeigen ein, daß im lokale des Humanitären GeselbgkütsvereineS „Fratemitcrl", IX., Waiagasse 2, im 2. Stock Bakkaralpartir» wüßten Stiles veranstalte! werden. Am 12. d. M., nachts, konnten Organe des Sicherhettsbureaus einschreiten. In der Wohnung würde eine Anzahl Personen anaeiroffen. Daduich, daß Aiüpassrr gewarnt hatten, konnten die Spielteil- N'hmcr, die evrpor» delicti des Bakkaräüpieles rechtzeitig beifette schaffen. Hingegen wu>drn die Geschästsbircher beschlagnahmt. In der Küche wurden mehrere Kilogramm Butter, ein ge 100 Stück Z'garetten und Zigarren beschlagnahmt. Die Wohnrmg wurde gleich versperrt; ihre Anforderung durch das Mietaryt wird in d>e Wege geleitet. In dem Beremslokal pflegsen,' vornehmlich Navhthagrubenbesitzer zu verkehren und dem Hasard zu stöhnen; an dem Äbend waren sie aber noch nicht erschiene«. ' * DaS America« Joint Distribution Tommittee die verläßlichste Geld-- und Paketüberweisungsstelle. Der Warschauer Korrespondent des New-Noiker Tagblattes ..Harnt" warnt dre amerifanischen Juden davor, an ihre rn Europa lckknden Verwandten Geld» oder Paketsendunge« durch unverläßliche Privatbanken zu überrvcrsrn. Durch solche Ueberwrrsrrngen baden die Absender und Adressaten in den letzten tüns Monaten Unsummen errrgcbüßt. Ueberhauvt sei. eö rmpsehtenswerier, Geld anstatt Lebensmittrlpakete zu senden, denn für Pakete, , die in Warschau ernnt Wert von höchstens 400 vis 50 > Mark repräsentieren, werden in Amenka 200«) Mark bezahlt. Das Geld aber soll ausschließlich durch das IointDistributionCommittee überwiesen werden, da sich dieser Weg als der verläßlichste erwiesen hat. Die polnrsch'iüdische Presse ist voll von Proteste» gegen die Gebarung der amerrkanüchen Banken und PoketüberwersungSgesellschaften, die sich von dem Gclde der Aermstm bereichern. 1 , * Dre Grippe fit Deutschland. Aus Dortmund wird gemeldet: Die Grippe hat h»er einen bedrohlichen Umfang angenommen. In dieser Woche sind 150 Personen an ihr gestorben. Täglich kommen 16 bis 18 Todessälle vor, d,e meisten bei Personen im Alter, von 30 bis 40 Jahren. WeiterS ist eine starke. Sterblichkeit bei Kindern im Alter von einem bis zu zehn Jahren.: festgestrllt worden, du aus die Unterernährung zurückzuführen ist. * Im Ptttzkanal verunglückt Im Straßenbahnhof in der Koppreitergasse wuide heute mittags der 24jährige Schlosser Johann Weindorser, XlV., Rcichsapfelgasse 22 wohnhaft, während er im Putzkanal arbeitete, von einem Slraßenbahnzug überfahren und erlitt eine dreifache Zernialmung des rechten Armes., Die Rettungsgesellschaft brachte ihn ms Sophienspttal.! 1 Die Grippe in. Budapest. Mit Rücksicht auf die spanische Grippe. werden die Budapest» Kinos von Sonntag angefangcu zwei Wochen geschlossen blerbeu. * Kein Attentat gegen den Vizekanzler Fink, Aus L i u z wird unterm 14. d. M. gemeldet: Als hrnte nachtder Ententezug im hiesigen Bahnhof eingclausen war. unterhandelten zwei Durschrn mit einem den Zug beqleiunden französiischen Soldaten wegen deS Kaufes einer, Stcyrerp-stolr. Die Burschen zeigten dem Käufer das Fimklionirren der Waffe rmd hantierten dabei io unvoisichtrg, daß sich die Pistole entlud. DaS Projektil prallte zunächst an dem Geleise oder dem Rad deS Wagens ab. durchschlug daS Fenster des Wagenabteiles. traf den Pelp ock deS als Fahrgast im Zuae besindl chcn Vizekanzlers Fink und siel, ohne weiteren Schaven anznrrchtcn. zu Boden. Die bc'rdrn Burschen wurden verhaftet. ES entstand das Gerücht, daß ein Attentat «eazn dm Puekayrle.r nulernorumm wordm lei., u

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