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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-11 · Heft 379 (11.2.1920) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 379 (11.2.1920)
Date
1920-02-11
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Wkener Mörgenzeriüng »die Llste m keiner Hinsicht einen Bestandteil des Friedens- Vertrages bilde. fc London» 10. Februar. (Funkspruch.) Die britische Liste verlangt die Auölieferuna von 100 Personen, darunter die C^dmiräle Tirpitz, Capelle, Bachmann. Scheer, Hipper und Müller. Bon t ü r k i s ch e n H e e r f ii h r e r « und S t a a t §- ä » n e r n werden verlangt Enver Pascha und Talaat Pascha, der erstere wegen des Marsches der britischen Gefangenen von Kut-El-Amara nach Kvnstantinopel, der zweite wegen der Tötung von Armeniern. Der deutsche Kronprinz will sich Leu Alliierten stellen. Amsterdam, 10. Februar. Der Adjutant des vormaligen Deutschen Kronprinzen richtet ein Schreiben an das »Algcmecn Handclsblad*, worin er die holländischen Blätter ersucht, den Text eines Tclegrammes zu veröffentlichen, welches der vormalige Kronprinz am 8. November an die Könige von England, Belgien und Italien, an die Prästdenten von Frankreich und der Vereinigte« Staaten sowie an den Kaiser von Japan gerichtet hat. Der Kronprinz erklärt darin unter anderem :! Als ehemaliger Thronfolger seines geliebten Vaterlandes wolleer in dieser verhängnisvollen G^rnde für seine Landsleute: einspringen. Wenn die alliierten und assoziierten Regierungen ein Opfer nötig halten, dann sollten ste ihn -an Stelle der 90) Deutschen nehmen, die lein anderes Verbrechen begangen hätten» slS rhrem Vaterlande im Kriege gedient zu haben. Ein englischer Kornpvom'tzanLrag. Berlin, 10. Februar. Das „8-Uhr-Abendblatt" meldet ÄuS dem Haag: Der Korrespondent des „Manchester.Guardian" meldet, daß anfangs gewisse Zweifel in minisierrellen Kreisen über die Liste der Auszultefernden bestanden haben. Wahrscheinlich werde man versuchen, ein Kompromiß zu finden. Der Korrespondent erklärt, daß der Gerichlshof, der den Prozeß verhandeln werde, wahrscheinlich darwt beginnen werde, das Beweismaterialvorherim allgemer ne n zupr üfe n, und dies werde zur Folge habm, daß eme große Zahl von Anklagen zurückgezogen werde. .. . Die zweite Tagung des amerilratrisch-sirdrschen Kongresses. , London» 6. Februar. (Privat.) Aus N e w- 2)ork wird berichtet: Am 22. Jänner fand unter Vorsitz des Richters I u l i a n M a ck eine Beratung des Aktionskomitees des amerikanisch-jüdischen Komitees statt, in welchem der einhellige Beschluß gefaßt wurde» die Vorarbeiten für die Einberufung der zweiten Tagung des amerikanisch-jüdischen Kong res s e s in solchem Umfange in Angriff zu nehmen, daß sie drei Wochen nach Ratifizierung des Frieden so e r t r a g e s durch den Senat abgehalten werden könne. Die Anwesenden gaben übereinstimmend der Ueberzeugung Ausdruck, daß mit Rücksicht auf die Agitation hervorragender Mitglieder der demokratischen Partei für einen modifizierten Vertrag die Ratifizierung bald erfolgen werde und daß schließlich auch Präsident Wilson werde nachgeben müssen. Für den Fall aber, daß wider Erwarten die Ratifizierung nicht in kurzer Feit erfolgen füllte, beschloß die Versammlung, daß der Kongreß unter allen Umständen spätestens am 30. Mai 1920 abgehalten werden müsse. Eine englische Auszeichnung für Professor Emffeirr.' s Frankfurt, 10. Februar. (Privat.) Wie die „Frankfurter Volksslimme" erfährt, hat die Royal Society Professor Albert Einstein, dem Entdecker der Relativitätstheorie, die große goldene M ed a i l l e verliehen. Polen und Sowietrutzland. Warschau» 10. Februar. (Privat.) In politischen Kreisen verlautet, daß die Erteilung der Antwort auf das Friedensanbot der russischen Friedensdelegation kaum vor z w e i W o ch e n zu erwarten sein dürfte. Man glaubt, Polen werde unter anderem die Bedingung aufstellen,/ daß Rußland sich mit der Schaffung einer Reihe von P n s f e r st a a t e n. wie Lettland. Estland, Litauen» Weißruthenien und Ukraine einverstanden erkläre. Reorganisierung des Polnischen Ministeriums > des Aeutzern. Marschau» 10. ftcbruair. (Privat.) Minister Patek bea&ftdjttflt, die Reorganisierung des Ministeriums des Aeußern schon in dem allernächsten Taaen in Anonff zn nehmen. Wie der „Kmvtr Polski" berichtet, vüifte der Abgeordnete Jan Dabski den Posten emeö Uuterftaatssekrrtars >n diesem Mmistcrimn übernehmen. StreiS beiden Warschauer Mischen Zeitungen. Warschau, 10. Fcbruat. (Privat) Das Perksnäl der Redaktionen und . Administrationen aller j ü d i s ch e n Z e r t u n p e n Warschaus ist infolge Nichtbewilligung ferner Fordernnaen mrs l00"/yigc Gebal'Serl>8hunq in deq Streik ottrrten. Zurz-ni erscheinen bloß »Hazesirah* und «Lebcnsfrägcn." Die großen jüdischen Blätter erscheinen Nicht. Eine Mitttärkorwention -wischen Jugoslawien und Frankreich. Laibach, 10. Februar. (Hel.-Komp.) „SlovmiskiNarod" meldet,.baß der Abschluß einer Militärldnvention zwischen - Jugoslawien und Frankreich znstandegekommen sei, die Frankreich das Recht eiyräumt, den Hafen von Cattaro als Stützpunkt für die französische Marine 'zu benütz e n. Das Blatt sagt,, man ersehe aus dieser Meldung, daß Frankreich von Italien immer mehr abrücke und daß es sich durch den Flottenstützpunkt in Cattaro eine ähnliche Position geschaffen habe, wie England in Malta. Diese beiden Stützpunkte bedrohten Italiens Vorherrschaft im Adriatischen und im Mittelmeer. Amwschslnug der KronennoLe» in Südslawren. Belgrad, 10. Februar. Das Finänrnrinisterium hat mit 10. d. M. dre Mnvechslnnfl der Kronelrnoten in neue Kronm- Drnariroten aus dem Gebiete Kroatiens, Sloweniens und den übrigen Gebieten des linken Save-Torrauufers angeordner. Dir Bolschewiken in Koreo. Paris, 10. Februar. Die Agence Havas meldet aus Washington : Nach an hiesigen amtlichen Stellen eingelangten Telegrammen sind 2000 von den Bol'chewiken bewaffnete Koreaner m Korea cinaedrungrn und haben eruen 700 Mann starken japanischen Posten angegriffen. Hiebei wurden 800 Japaner getötet, der Rest wurde zerstreut. Auch Frankreich WM das Tabakmonopol verpachten. . Paris, 10. Februar. (Havas.) Der zufolge dementiert das Fmanzmmistermm das Vorhandenem eines Projektes betreffend die Abtretung des Taba'mtonavols an Amerikaner für 25 Jahre gegen Zahlung von 5 Milliarden Franks. Die Aufhsbrma des BÄnkgebeimursfes in der Schweiz abgelehut. Bern, 10/ Februar. Der Nationalrat seßse beute die Debatre über den Antrag ans Aushebung des Bankgchemmrffes fort. Bunde«,at Nusu bekämvste den Antrag,/ da dre Folgen ruinös wä'en. nameuitich für die schweizerische Industrie, dre ans die Banken als Geldgeber angewiesen in. Die Erfassung dcr ausländrlchcn Depots und dre AuiHebung des Barrkqeheimnrffes hätte erne K a v r t a l a b w a n d e r n n a und eine K a p i t a lk n a p p d e 11 und somit die Erhöhung des Zinsfußes mr Folg:, was für die allgemeine Volkswirtschaft katastrophal wäre. In namen'.lrcher Abstimmung wurde der Autrag mit 104 M'gen 59 Stimmen allgelebut. Für den Antrag stimmten dre Sozialdemokraten und erne Anzahl Mitglieder der Banernfrakton ' Haifa, -an der nordwestlichen Küste gelegen, hat eine große Zulunft. Durch den Bau eines Molos einige Meilen längs der einen Seite der Bucht von Akra. könnte eine der schönsten und sichersten Küsten der Levante hergestellt werden. Als Hafen würde es bald den 'größten Teil des Hendels, der jetzt nach Beirut, Smyrna und Konstantinopel geht, an sich ziehen. Würde es noch durch einen Schienenweg mit der Bagdader Eisenbahnlinie verbunden werden, so wäre die Vvv- . Herrschaft von .Heisa in der Levante gesichert. Die Zukunft Palästinas ist eng verknüpft mit dem Forlschreiten de^> ar.. i cfm Staates, welcher seine nördlichen und östlichen : entwickeln wird. Es wird daher im Interesse der Juden selbst liegen, die 600.000 Araber, die gegenwärtig in Palästina leben, j gut zu behandeln. Es ist noch für viele Jahre hinaus Raum genug für beide:; für die Juden und für die Araber. Ich bin auch sehr für eine gerechte Behandlung der Beduinen und derselben Meinung ist auch jeder Jude, dem ich bisher begegnet bin, soweit er über diese Frage nachgedacht hat. Die Beduinenfrage wird sich mit der Zeit entweder durch Ankäufe oder durch den Hang der Beduinen zum Nomadenleben, dem er jenseits der Grenzen im arabischen Staate wird leben können, von selbst lösen. Die Poliuk Englands müßte es sein, das Wachsen und Gedeihen Palästinas mit allen Mitteln, die in seiner Macht liegen, zu fördern. Die Verjüngung dieses alten Landes erfordert viel Kapital und die Gewährung liberaler Anleihen. Es liegt ganz im Interesse Englands, ein zufriedenes und freundliches Palästina zn haben. Halten »vir die Balfoursche Erklärung in ihrem Wortlaute und ihrem Geiste, so werden wir .für alle Zeiten die Dankbarkeit unv Frernckffchaft des jüdisch.'» Volkes besitze» lieber die Zukunft Palästinas hege ich d«M teüsttta KMrchrrtuge». Die Abstimmung in OSerfchlesierr. München, 10. Februar. (Tel -Komp.) Die Deutsche Tel^ gravhen-Information meldet ans'Paris: Die inttrallnene Kommffffon, bie nach ObersckMev abyehen soll, um die DolkSabstrmmung zu organlsterkn, ist nach Oovcln abgercist. Sre wird von dem französischen General Lcrond geführt werden. Das Pkebiszit in Schleswig. Flensburg, 10. Fckruau. Seit dem. (Men Morgen ist der Zndrang der Stimmberechtigten zum Wahllokal in der ganze», ersten Zone für Nordschleswig außer ordentlich stark. Gestern abends, fanden m allen größeren Orten nochmals BersLUimiungen der deuffchcn Bewohner statt, dre sämtlich, einen erhebenden Verlauf nahmen. In Sondcrbürg wurde den öffentlichen Gebäuden das ^loggen v^n der Kommission verboten. Die Neichsbank und das Krtegsgericht mußten dre deutsche Flagge wieder elnziehm. Generalstreik in Solingen. Berlin, 10. Februar. 'Tel.'Tomv? Im Solinger s'7bustri?!-czirk wurde gestern der Generalstreik erklärt. Sämtliche . liege« völlig still, auch die Zeitungen erscheinen mcht. Englische Truppen in Danzig. Mährisch-Ostrau, 10. Februar. Die letzte deutsche Truppenabtnlmra' hat Sonntag vorminags Danzig verlassen. E n g l i s ch e T r u P P e n sind Sonntag nachmittags eingetroffen. Amerika und der Friede. Paris» 10. Februar. Die« Agence Havas meldet auS' W a f h i n g t o n: Der Senat bat nur M gegen 10 Summen einen Antrag angenommen, worin die sofortige Wiederaufnahme der Debatte über den Friedensvertrag verlangt W!> Eingefendet.?.fMnnien,pkLtkn.!V!ünL''si Uhren, falsche Zähne, alle Si'bergegenstände verkaufen Sie am .besten direkt dem luwelier und Goldarbeiter S. Holzapfel Wien, VI., Mariahü<erstrasj5e 79 oder Wprkstatte: 1., Wollzelle 17/13. fl. Fehrüär T92ÖT ÄL ZW -J Liechtenstein. Innsbruck» 10. Februar. Den ,JtmSbrnckei Neuesten N a ch r l ch t e n" zufolge n stattete Dunz Eduarl Liechtenstein im Liechtenstemschen Landtag Beucht übet die in Be»n durchgesühuen Bethanklungen betreffend dteAnschluß frage. Im Vordergründe sei der ^ollanschluß geständen. Gedach fet rin AoUamchlun nach dem Borbilde des Vertrages mrt Oestev reich. Die Verhandlungen hätten rin Entgegenkommen der Schwch gezeigt; doch seien nur unverbind! che gegensettige Wünsche aus» grtawcht worden. In der gleichen Sitzung des Landtages wurden der/ provv sorische Handelsvertrag mtt Oesterreich und der Postvrrtrag aq nchmigt. Tusar über die wirtschaftliche Politik. Prag, 10. Februar. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung besprach Ministerprä,ident Tusar > die wirtschaftliche Politik. Er führte unter anderem aus: Die Welt hat bisher niemals, eine so allgemeine und katastrophale Devalvation der Zahlungsmittel, wie .. sie Heute vorhanden ist, erlebt. Die Balutasphinx ifij . wenigstens vorläufig .noch nicht gelöst. Es ist sicher., daß in dieser Devisenmystik die rücksichtslose Spekulation eine wichtige Rolle spielt. Diese , allgemeine Krankheit, tvelche sich auch in den Staaten . zeigt, welche die größten Metallschätze ausweisen, kann nur durch gemeinsame Arbeit bekämpft werden. Bei der Hnlung die'er K ankheit muß ein Welt vnMUM Mitwirken. Ich bin überzeugt, daß das beste und sicherste H i l f s m i t t e l in den kritischen Augenblicken die Produktionserhöh ung ünd der Aufbau der Arbeitsenergie des ganzen Volkes ist. Ministerpräsident Tusar (fortfahrend): Die Regierung bei rettet eine gründliche Revision unserer Handelspolttik vor, und zwar durch die notwend'gm Kontrollmasmahmen zugleich mij entsprechenden Sperren gegen die Auswüchse der Spekulation, Die Revision ist notwendig auch wegen des valutanscheu Zerfalls auf dem Finauzweltmarkte. \ . Dcr Ministerpräsident erklärte Weilers: Die Rrgieruvo wird mit größter Strenge gegen den Lebe« s nt i 11 c t« schmuggel Vorgehen. Sie wird bloß ihre Pflicht erfülle^ wenn sie sich zu außerordentlichen Straimaßnahmen^ntschließk und wenn sie in jenen Bezirken, wo mildere Mittel ihren Zweck verfehlen sollten, von den Bestimmungen des S t a ndrechtes Gebrauch machen wird. Es wird mit den schwerste« Strafe« gegen die pre-Streibenden Erzeuger und Zwischenhändler' wre auch gegen alle Mitschuldigen ohne Unterschied vorgegangen werden. __ Taßesbericht. Der Wertze Terror in Budapest. Nächtliche Aebersälle und Einkerkerungen. Ein Wiener Käufmänn, der gestern aus Budapest hier anram, teilt uns mit: Der Wertze Terror hält in Budapest unvermindert an, er arbeitet jetzt nur systematischer und ist besser -organisiert. Während meines/ / letzten mehrwöchigen Aufenthaltes - in Budapest habe, ich hauptsächlich iU der Elisabethstadt, dem- 7. Stadt^ bezirk, verkehrt und bin daher überdas Wüten der; christlichnationalen HermaNdckd den Juden dieses Be-», zirkes gegenüber besonders'gut anformiert. Dieser. Be^/ i‘ zirk ist in etwa 40 Wachrahons eiugeteilt, deren jeder ' unter der Leitung eines Wachinspektors steht. - Diesel , Wach'.nspekloreu haben nun, wie es scheint, den Auftrag/ v sämtliche in ihrem Rayon befindlichen Juden zu tzer^ / lustcieren. Die Polizei entledigt sich dieses Auftrages in' '■ einfacher und radikaler Weise. Sie verschafft sich ' boiti den jeden: Regime gefügigen Hausbesorgern di^ Liste,/ der in ihren Häusern wohnenden Juden. Auf Grunds die ser Listen führt dann die Wache des Nachts die jüdi-i scheu Wohllparteien zur Polizei ab, wo sie-dann in der den. ' Weißen Terroristen eigenen Weise ,^ierlustriert" werden. Diese Opfer müssen oft 24 Stunden und noch länger? im Pvlizeigewahrsam bleiben und können-von Glück reden, wenn sie nachher mit einem blauen Auge wieder heimgeschickt und nicht zur weiteren Untersuchung in Haft zurückbehalten werden/ weil irgend einem Beamten eine Angabe niche ganz einwandfrei erscheint. Diese nächtlichen lieber fülle kommen seit den . Wahlen in die Nationalversammlung unausgesetzt vor . und richten sich nicht mehr gegen die galizischen Juden, > die es ja in Budapest kaum mtzhr gibt, da sie alle das Land verlassen mußten oder in den verseuchten Konzentrationslagern zugrundegehen. Don diesm ganz unverständlichen Razzien zur Nachtzeit werden aus-- schließlich „ungarische Staatsbürger jüdischen Glaubensbelenntnisses" betroffen, wie die nachfolgende Namensliste, für deren Echtheit sich unser Gewährsmann vet« ' bürgt, beweist. In den letzten zwei Wochen wurden im Budapester 7. Bezirk un.cr anderem folgende jüdische rrngarische Staatsbürger des Nachts ausgehoben und über 24 Stunden bei der Polizei gehalten, ohne sich selbst Essen holen lassen zu können: Im Hause Berseny - utcza 10: Friedrich' Saphir, Angestellter, Witwe Estcr Szila gyi, Ludwig Reiß, Geschäftsinhaber. Friedrich Saphir, der . Wiener ist, hat gegen seine Verhaftung wohl pro-, testiert, ohne jedoch Gehör gefunden zu haben. I» diesem Hause wurde auch der Gastwirt Stephan Ne m e s \ auf die Polizei geschleppt weil mau annahm, daß dev j Träger des Namens Nemes, der ein von magyarische«? Juden favorisierter Familiennamen ist, sicherlich Jude sein müsse. Als er sich bei der Polizei als Christ legitimierte, wurde er sofort sreigelassen, während die übrige« im Gewahrsam bliLbe». Jur Haufe Berseny-uteza 14: N. Birag, Inhaber eines Kanditengeschäftes, und weitere s ü»L rstd.ilche Wohu.p/aLLeieL.

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