Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1920-02-08 · Heft 376 (8.2.1920) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 376 (8.2.1920)
Date
1920-02-08
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2979416-2979454--03323-2988939
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

JlL. Oi*J .Wil, OO.UuÜg Arrfere Staatssekretäre var -er NeparattoaSkommifstd«. ' ^Latente A«nk»rvA«ot." Wieder nähern wir uns dem Zeitpunkt, -a'wrr ohne die kärglichsten Nahrungsmittel bleiben Müssen, und Wieder gaben die Staatssekretäre Dr. Reisch und Doktor Löewenseld.Nuh ihre ausfiihrlichen Erklärungen bor der Pariser Reparationskommissivn ab und wandten sich mit dör dringenden Bitte an sie, m unsere Versorgung helfend einzugreifen, damit in letzter Stunde Hungersnot und Anarchie von nnS abgewendet würden. Anfangs März werderr wir neuerdings aller Lebensmittel entblofet sein. Sogar der reduzierte Kredit Amerikas, der keineswegs zu unserer, auch nur teilwsisen Versorgling hinreicht, dürste uns im März noch nicht zur Verfügung sieden. Dr. LoewenfeldMutz mutz daher einen Vorschutz auf diesen noch gar nicht definitiv beschlossenen Kredit er-, bitten. Er hat den nicht nur entsetzlichen, sondern auch unwürdigen Zustand, in dem wir uns befinden? treffend als „latente HirNgcrSliSt" bezeichnet. Er sprach auch von Wien als einem „modernen Vompest". Aber mit Redensarten, und seien sie noch so ergreifend, ist unserem Elend nicht int geringsten abzul'elfem Nur Taten können uns ret^n, und zwar rasche Taten von seiten der Entente, die sich auch Sntschlietzm mutz, die ihr verpfändeten Werte fr?zngeben und die Friedens bedingungcn, .die uns wirtschaftlich erdrosselt haben, einer gründlichen Revision Zu unterziehen. Nachstehend der Bericht: , , Paris, 6. Februar. Heule mn halb 4 Ishr nachmittags fand im Hotel Astoria eins -Sitzung des £) rgatzi s a t t ons» k-vmitses der ReparütionskoMMissivn statt. Au der Sitzung, die drei Stündört dauerte, Nahmen teil: für F r a n t' r e t ch I o n n a r t und M a u c l ö t e, für England Sir Vreadtnry Le dick und G o v d e» für hie Per-»- ein i g tan St«a teit Logen und Rarhbone» für Italien Ameglio und.für t g ie n' Be-m e hm'tz n O e st c rre ich war vertreten durch die Staatssekretäre Doktor Reisch und Dr. L v e w e n f e l d - R u ß, den Bevoltmächttgten Eichhosf, den Ministerialrat Grün bergev und den iObersinanzrat Patzauer. Den Borsitz'.führte- Ionüart. Staatssekretär -Dr. Reisch führte folgendes aus: Die tvirtschaftliche Lage Oesterreichs hat sich seit unserem ersten Schritt Heim Obersten Rate rin Dezember derart verschlechte r t, däß die österreichische Regierung sich & u st er* stand t sieht, -dem Lande die unbedingt nötwend'st-s Ernährung zu verfchasftn» . > nur ebne Hungerättst zu. urruieiden, tote sie im Herzen Europas noch ntemalS Ost-,-- l '-rk-e. Der Staatssekretär verwies sodann auf den voltsründi<» g e n M a n g e l an K o h l t tt und Rohst ö ff e n, waZ die - Arbeit unserer Industrie verhindere.. Dress Lage zwinge die Regierung, sichneuerdings an, die Repar ati o ns ko nun i ssi on zu wenden,' die altem Unser armes Land zu retten imstande toi. Die Negierung habe mit;'.tiefer- -Dattichnrkeitvon der, iRitteilung Kenntnis genommen,.daß dte -. Vorrintgten Staaten Oesterreich?einen üüsrelchendeu'Akedrt bewMigen üm zst einer Besserung unserer wirischafttiHeck".. Lage - heizütragen.' - Gleichzeitig hoffe sie, gemäß dem ihr gegebenen Versprechen» daß auch t a tt o e r e M.a ch t L ihrerseits zu Linern derartigen Kredit beitragen werden. Da aber zrt befürchten ist, daß die endgültige Entscheibung dieser Frage erst in einem entfernteren Zeitpunkte erfolgen werde, andererseits aber Qestexcetch älter Mittel zum Ankäufe der notwendigsten Lebensmittel entblößt ist, müsse ein ÄuSkunftsmittel gefunden werden» das Lande über die Zeit dis zum Eintrefftn dar Lebensmittel hinüberhilft. ^.Der Staatssekretär bitte angesichts dieser Lüge» die'. Reparationskommisslon möge einige, sei es in Daris, sei rs mit der ÜnterkoinNnssion in Wien, bereits, angeschnittene- Fraaeu regelst» Die geeiguetsts Hilfe, um deit dringenLsten. vedürsuissen sürdie nächsten Wochen. .Genüge zu leisten, würde das Anerbieten sein, das mit Zustimmung der holiändlschen Regierung die n i e d e r l ä n d i sch «Aus f u h r - gesell schaft gemacht habe. Der Staatssekretär legte die.' bekannten BedingunM des Äeriträges mit dieser. Gesellschaft dar, wonach Oesterreich eine neue vterprözeutige An» .ldihe im Betrags von : tzVs- .Wrtone» h»<lKnM.hq'tt Gnttzen. gewahrt'wird, und stellte., die WtiS> die Kommission. toolse - dürchV die. Vertreter. der ..AlltterteN' in Holland bis zürn ' V k.% m, * r„v HrU ♦ OcUUy ----- 6. Februar 1920 i vette 3 würde, in kurzer fteit die wichtigsten Gümmest zu verschaffest, bie Rttsiassstug brr^Hy^oktzeK - idle. tteVöittlßi-, 'N»k. i»«fs gelegt hat, die ilü Besitze österreichischer StäatSMgehörlger sich besiudett. Die österreichische Regierung habe dutch Las Gesetz c>oin t. Juli I018. gewisse lntert,ativüale Lüerte und Forste rls besonderes Pfand fiir den 4Z*MilllonLtt-Dollarkrxdik. be» stimmt. Gemäß der .Bitte der Regierung wurde dank im Dezember vom französischen'Gesandten in Wien mitgsteitt, Saß mehrere der ittteeessierten. Retzterungen als Ersatz für Sie srühsr genanten Pfänder die zur Verfügung der österreichischen Regierung stehenden K unst o b jette in Pfand genonuneu haben.' Heute richtet die Negierung die Bitte an die Neparationskommission, ihr zu gestatten, unverzüglich in Uuterhandlungrn für die entsprechende Verwertung der brzeichneten astsläubischen Werte emzutreten. Die SuMMe, Über die dann bte Regierung verfügen würde, schütze der Gteatstekcetäv auf 800 Ü i S 850 Millionen krau z ö s i s che t F t a tt k v u. Weiter eriteuere die Regierung das bereits durrh den ssrerrcichtschen Bevollmächtigten in Paris gestellte Ansuchen um Freigabe einer Summe von 388 MinioneN Kronen» die in Innsbruck als Pfand für geuusse Lebensmittellicfecungen an Oesterreich erliegen. .Dieses Ersuchen sei ins» besondere dadurch begründet» daß durch Festlegung dieser^ bedeutenden Summe in Bartknoten Schwierigkeiten entstanden. Durch die Freigabe würde zwar urrsere äußerte ^rnaristgge nicht verbessert, doch würde dadurch die Regierung der Notwendigkeit überhoben» mit einer netten Bairkstüten« emissinn tttt Innern vorzugehen. Die Berharrdtrirrgen wegen deS TabakmonoPolS ' schreiten nicht so rasch sort. wie der..^taatssctretär wünschen würde, doch hoffe er, in den nächsten Tagen der Neparaiisnskommtssiün wenigstens provisorische Ergebnisse der Beratungen müteilen zu können. Schließlich ersuchte der Staatssekretär die Kommission» bei den Regierungen der Hauptmächte dahin wirken, daß )tc ohne formelle Abmachung die Zustintmung zu den Lebens» MittelkrSbiten eÄetlert, die wir sofort aus der Tabakmoniwdl»' Verwertung bezahlen werden. Wenn nicht rasche, aus» reichende Hilfe gewährt werde, würde es unmöglich sein, die Lsterreichtsche^ Bevölkerung länger als bis zu dcN ersten Tagen des Monats März zu ernähren, und die Regrerung wäre außerstande, Ordnung und Ruhe aufrechtzuerhalten ist einem Lande, das den' Schreckest des furchtbarsten Hungers avsgeliefcrt wäre, ustd feistem wirtschaftlichen und sozialen Zusarnmenbruch entgegSstgingä. An die Ausführungen' des Staatssekretärs knüpfte sich eiste eingehende Besprechung aller einzelnen Punkte des ExpokeS, in deren Verlaus die Mitglieder des OrganisationS»- kr-mttees autzerordestMchLK.JstterM für alte behandelten Fragen zeigten.' Hieraus ergrtsf Staatssekretär Dr. Loewenfeld» Nutz das Wort» um die Ausführungen des Staatssekretärs Dr. Reisch zu ergänzest.. Et verwies gleichfalls ans die bedeutende Vei schlechterung" der Ernährnilgsverhältriisse. Oesterreichs seit Dezember 1919 und betonte, daß die Lieferung der 30.000 Tonnen Getreide die Krise sticht behüben» sondern nUt hrnauSgeschoben habe» und nur der autzcrordentlichest Geduld der Bevölkerung, die die rtöuerliche Verkürzustg' dtt Brotration erträgM mutzte, sei W W verdanken, dsttz es der Regierung möglich war, die Versorgmtg Oesterreichs Ns Anküng März zu strecken. Dte Erttührungssstge, die man mtr mit dem Ausdruck latente HuugerSuvt charakteMeren könne, werde aber iMMMer un er trüg» ltcher. Die Ilntnöglichkeft, diese Lage tröp dep WWschestest AnstrestgUngeu zu Verbessern, habe vaS Verträuest des Volkes erschüttert, und die öffentliche Rühe Md E DrdMstg seien besröht. - - . - ■ Der Siantssekrdtät drinnerte «tt die * DutwertUntz der Kroste v sowte an den aänztichest Mangel UN den Notwendigsten Lebensmitteln uno erklärte,.daß» wenn-trotz des Kursstandes der Krone im Ausland. gekauft wdrde» die Lebensmittel« preise eiste - so exorbitante Höhe erreichest Würden, patz die ilnzusriedcnheit der Bevölkerung, die austerstünde istz diese Prmse - iju bezahlen,- bald alle Gteuzen übersteigen würde. Die Regterung habe bisher enorme Summ,eastsgevrM müssen» u.m die Preisgestaltung auf einem ertr«glsche'n Matz, zu erhalten, könne aber weiterhin diese Matznahmeu nicht mehr anwenden, ohne das bereits überlastete Staatsbudget ganz zu erschüttern. .. Der Staatssekretär. führte- .sodann. dgL. ganze Elend Wiitns eindringlich vor Äugest und eÄvahstte auch, daß Verttieter erster stLUtralen Macht eine.. Hilfsaktionfür bL-- kannie Gelehrte ustd Künstler Üstd Vertreter Franteichs erne solche für Philharmoniker. eingelestet habest, um sie vor dem Hunger zü schützest. Cs sei wohl nicht stdtwendig» stoch andere Latsachött ängstführest, stm dSs .Hchicksal/ , Wtens, dteses modernen Pompeji, zu schildern, das nicht durch Feuer zerstört' werde, sondert, durch Hststger. . ' . ' Der Staatsiekrestte schlotz sich best Astsfuhrststgen des Staatssekretärs Dr. Reisch über den amerikanischen Kredit an ststd stellte düs Ersuchest, dgtz. für das Vakuum Mischest der voraussichtlichen Bewilligung des Kredits Und dem (Stete treffen, der vost . diesem Kredit : gsttzstteufestden Watest in Oesterreich von tziner Kommission die.notwendigen Dispositionen aetrosfen werden, damit ststs' iWerzüglich und unter dem Mel der Äntettze jene Mengen Getreide Und Fett vor g e schossest werden, die Uns tzestattest» best -Zeitpunkt abzuroa'rten, wo 'wir den am er ikn Nischen Kredit für. diesen Zweck verwendest können. , . . Die Negierustg verkenne. sticht, dätz' dieser.-Kredit, sticht auf längere'Zeit die Ernährung Oesterreichs sicherftellen könne und datz,'wenn er erschöpft sei, oäs Land in dasselbe Elend z u r ü ck f a l l e u würde» doch müsse ötednsr betonest» ° datz das Land zur Arbeit entschlossen .sei- Ohne Kohlen,- Rohstoffe und Lebensmittel aber sei Arbeit wie Lebest ustmöglich.. Die bürhastdesten Hilssguellen Oesterreichs stellest die Wiederastfrtchnistg des Wohksiststdes - Ustd der Wirtschaftsordnung Oesterreichs sicher, wenn «um dem Lande -hilfreiche Hand biete. Angesichts der kritischen Lage der Ernährung sowie der Gefahr einer schweren §trise stelle daher der Staatssekretär fülgestdes Ansstchesti ' .1. Die Kommission möge ehestens betreffs des Ernahrüngsprogrammes, das von dem. Staatssekretär bei seiner letzten, Anwesenheit in^^ Parts entworfen wurde und. für einen längeren Zeitraum berechnet ist, Beschlüsse fassen. Inzwischen bitte der Staatssekretär ' : . % als Vorschuss bis zum Wrksamwerden des ameri kastischest Kredits NM Unterstützung ist rutttz vdst.Lebe st8inittcln «ns I Staatssekretär überreichte zugleich über diese Ängelegenheft, n 3. . erbitte der Staatssekretär Unterstützung ist der. Frage der Z u ck e r v e r s o t g st n g, da die. Verh'andlU'rgeU mit der Dschecho-Slowakei bisher nicht die Lieferststg ge-' nützöttder Zuckermengest ergeben habest» 4. erhoffe der Staatssekretär Unterstützung bei den Verhandlungen betreffend die Versorgung Oesterreichs mit Kunstdünger» die eben - begonnen wurdest ustd die Hebustg der Landwirtschaft zum Ziele haben. Auch' über diese Frage wird ein besonderes Expose borgelegt. An die Äusführungen des Staatssekretärs schloss sich gleichfalls eine ausführliche Wechselrede an. In sämtlichen, die Ernährung Oesterreichs betreffenden Angelegenheiten zeigten die anwesenden Ententevertreter wie in den Finanzfragen sichtlich de« Wunsch, die Lage genau kennen zttlernen. Schliesslich stellte I o n n a r t die wohlwollendste Prüfung der Ängelegeuheit und dir rascheste Eatscheiduns des Komitees in Aussicht. Wi« England Oesterreich helfe« müßte. London, 7. Februar. Sir Nucklaud G t b fe c 8 «klärte daß die L a g e O e st e r r r i ch S weit s ch l i m m e r sei als. dre Deutschlands. Dabei seien leider auch die Aussichten auf eine Besserung drS Ansfuhrbandels sehr in die Ferne gerückt. Es fe^ Englands Aufgabe, dem osterrcichsschtn Volke während der laügsaniert und schtvicrigkn Gcsuüdung ausreichende L t b c n S m ö glicht eit e n zu bieten. Ein Plan» der gegenwariig erwogen werde, fei. Orstnrerch H a l b f a b. ri k a t e ,urd Ziohittaterialitn zstr VLredluug zu senden ustd ich damit zu vetahlen, daß ihm ein Deil der vercdeltr» oder verarbeiteten Güter überlassen bliebe. Bei Moll waren könnte dtestr Vorgang drr^pieMwerfe so begonm« werden, datz zum Wirksam . Ututzung ist der Finge der Liefel n a u s I tt g b f l a w i e m - Der Mn besonderes Exposeenglische Wollfabrikanien Schafwolle mit dem Auftrag naiß Oesterttich senden, sie in Garn zu verspinnen oder ihnen Gart zu senden oder zu überlassen mit den, Aufträge, daraus Tuch! zü weben und diese immHtctööv an die von England mnnenden Kunden zu senden, euieit vereinbarten Teil der Wareß abft fürs ich selb st an 8ahlwrgSsiatt zuriickzu behalte«. Dieser Plan erscheine Gedde« als der geeignetste, um dn» M t t t t ückgany der östetreichischen Währung zu st e u e r » und den gänzlichen 3 « s a m m t n b r a ch des Kredit» Wesens z u verhindern. ÄeaösichLltztS Mtkirtung der LÄuöholzivLldest von Hshenau an die Tschechen. Der Präsident des Neichöverbandes der Holchändles Äesterrcichs, Hcrt Artur K u b i e, hat stch irt einer telegraphrsche» Eingabe an den StaatSkanzler Dr. R e n n e r gewendet, in dem m der schärfsten Messe dag:gm Protest erhübest wird, datz die GtenzretzulietuWskomunsston beabsichtige, dre. großen Lanbhotz» bestände von RiederIsterreich in der Gegend von Hohenau und Nabensburg an die Tschecho-Slowakei abzutrettn. In der Ein» ■ gäbe wird darauf hmgewiesen, daß gegenwärtig Holz der wichtigste . Komvenfationsartikel ist und daß mir alle» Miiteln dafür gesorgt werden , müsse» das; dir Möbel- und die verwandten Indnstrieü Material für ihre Produktion! besitzen. Gegenwärtig mache sich schön, g r v ß t K u a p p heit an geeignetem Marerial bemerkbar» nun sollen noch die tzrvßm Waldungen von Hdhenau, die zirka 3000 Hektar umfassen und einen Einschlag vdst lO.060 Festwelern jährlich hüben» abgetreten werden. Der Verband hat sich auch üst alle ist Betracht kvmmenden Aorpv» rütiöm« der Branche gewandt, damit sie ans die ahnen nahestehenden Nationalräte emwirken» um Deutschvsterreich von diesen ganz n n e r s ä tz t i ch e n. S ch ä d e n zu bewahren. . dort stsMlchörrSchuldvev? chreidttngerr zue Kv ntrollbszeichttung. Amtlich wird MtMtzart: Die Bestrmmttngen desFritdmS-, Vertrages Machen es erforderlich, die Bestimmungen Über die Zu», lassung von Krreasanlcihe zur Konlrollbezeichnnna abguändern» Der Vertrag schließt eine Haftung der Republik Ocsttneich für jene KriegZanlechetitres aus. d'e ün Bcsir?e von Angebörigen von Staaten stehen» die ehemals vstenerchrschcs Gebiet erworben haben; die Ättgchörigkeit bestimmt sich aber vor allem nach dev Zw» ständiqkeit.. Rach den vor; nun an geltenden Bestimmungen hat der Eigentümer nachzuwersen, daß er dre Zuständigkeit in einet! Gemeinde» die auf dem der Mpublrk Oesterreich durch den Frieden-»! vertrag zu-rcanntm Gebirte des ehemaligen Oesterreich» tttt« schssrHl ch der im Artikel 50 dreses Vertrages umschrrcbenrn nord» lrchcn Zone des Klagenfurter Beckens gelegen tst, schon v dem 10 S e p p t e jn b e r 19 iS ertvvrben hat. Auch fctg bereits dewrÜigten Zulassungen werden jedoch , nur rllcksichtliW der Kr iegsüulkchkN einer Revision unterzogen. Eine Zurücknahme, bereits drnchgelührter Korrtrvll'oezeichnnngm erfolgt nich^ wenw die Ess'krest sich bereits, in den Händen der Parter befinde« ooetz kornrollbezeichrtet an eine andere stelle übertragen worden sind» Aus der Tatsache der Kontrollbezeichnung kann im allgemeine^ ein Anspruch auf den Ankauf von Fälligteilen kontrollbLzelchneter Dtieö nicht abgeleitet werden. Für diesen gelte» vielmehr die, ^ewrrls kundgrMachteN Grundsätze. '■.* Verlängeruntz der Fristen für die AblieferrMK arrslmrdrscher WertpSpiere. ri Die Fristen für die Durchführung der AbliesirMg «ük: Anmeldung gMäudrschev Wertpapiere wurden vom StaatSüMd lür sMauzen auf drn 15., llo. und W. Februar 1920 verlängerst Erl-richtorimg des Bezuges von ausländifchep Rohstoffen^- . . i! .. Der Staatekvrrespontenz wird mitgeteilt r Die S e l b fd» f i n a n z irr ttng der ausländische« Bezttg« an Rohstoffen und sonstigen Materialien durch den Ep» potl der fertigen Fäbrttette wird eines der wichtigsten Mittel feilt* nufere Industrie weder in Gang zu bringen. Wenn dieser Wej^ der Finanzierung systematisch und mit Verständnis gegangen«^ rönnen einzelne UnternkWungen, von kleinen Anfänge« ausgehend» Au sehr bedeütendtn llmfätzen mit dem Ättslnnd gelangen» ohne hh. Devrsenzrntrale in Anspruch nehmen zn müssen. Es erscheint als»' im Interesse der Wiederbelebung der Produktion getetzerr» daß dÄ» Iirdustriellen die Verfügung über ihre Exporlväluta stach M8g° lichkeit erleichtert und der Bezug weiterer Rohuntz Hilfsstosse auS dem Ausland nicht durch Emfordmmg der gosamten Exportvalutn erschwert werde. In dieser Erwägung hak das Staarsamt für Finanzen kürzlich angevtdnet, daß künftighin die Beredlnngsnidnstrie von der Verpflichtung zur Ablieferung der beim Export erzielten- V n l u t a bis auf den Betrag» der bei der Devtsenzemrale zuw Bezug der Rohstoffe ist Anspruch tzeNvMMnen Valuta e n t^ h o b e n w e r d e. Allerdings muß, nm Mißbräuche mit den? sonach in die freie VeriiiguNg der Fntmssenlrn gelangenden! Expvrivaluten zu verhindern, .der Devifenzentrale ein gewisses! Koutrollrecht über die BetweUdUNtz der erzielten ExportvalnteN Vorbehalten bleiben. Pelvatverkehk. Die bcttits aut vorgestrigen BörseUtage in Haltung gewesenen Momente veranlußren dir Spekulation auch m gestrigen' Pr'vatver kchr zur w e i t e st g e h e n d i n N t \ 11 tt v tzvchwar die Stimmung ein wenig freundlicher. HandekSnachrichtett aus der Tschecho» .; Slowakei. - Prag, tz. Februar. (Privat.) In der Plenmsstztmg dev/ haudeispolitiichen Kommifsio« der vereinigten Hnn.delS»- kümmern wurde über die bishcr gcn Ergebnisse der Verträge: mit O e ft c r r e i ch Mid über weitere Sclnitte, welche seckensss der Haudelskammetn in dieser ANgckegeuheit zu unternehme«' wären, verhandelt. Es wurde beschlossen. Schrille einzulckttu» ur«> Seite, rr»?- ... rte die F U s i v n i e r n n g d t x V e vt-s e \ tt t 611 tt M a sch i n r N -> A.» G. mit den S k ö d S»j w r t k en erfolgen. . f. . Im, Zusanimetihange mit der jüngsten Kursentwicklung dev! Aktien der E l r k t r i z i t a t s - A. - G.» 0 v r mal S' K v l b e n öl C o.» war an der Prager Börse das G e t Ö ch t bei breitet, die Gesellschaft be tbstch"ge, ihr Kap ml tzsn 6-auf' 12 Mtlltvnen Krott n zu e r höben. Die Kvlbrnfche Gr» fellschüft hat fett dem Jahre 19 l l keine Kaycknlsvcrmchtustg vor^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.