Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 372 (4.2.1920)
- Date
- 1920-02-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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.rv ' , , < ...... , : Ski 872.—.. Mrn,M«woH.-. \"; ‘ ■■'*-'•■ '' ' r * ■•■.(■-■■■ -' •■" •,. ••••;.• '•; reichischen! Bödien verlüngeft, -die, otoo'H sie - nicht DeutschöstMicher sind, äw'licht Funkliosten her Ms versehen. ' ' NncÜ dem Scklstßwort' deS Berichterstatters Allina wird das J?ov-iit r miHc iit n. a" an genomme st.. T re Recklnrivn A l l im a fcctvffcnb den ehesten »Abbau and die Beendigung der Lrqüidiernng wm Beschluß erhoben. Dia StaatSfchvlveu. - ^Mruerulberichlersiatter SS*,' o u e r .rtfevievt: -'-bnö KaKM^d a-a lösch ü l d^ckr^t Er ' teilt über die Gebarung ' mil^Mr.-Sa-'g 't.S fch a.'S'f-ch e r.st'tn mit. dag von den dis Estde''Dezember 19U* beg-tenen Schatzscheinen un Betrage von ki '6M5.000.0t!0 aur 2-2. Jänner 1920 von der Dcftemirijifrli* unflanseben Dunk K 5,003,000.000dißkoniiert waren; K,/885,000.000 r"ckcn nicht diskontiert im. Besitz» der Pöstspar». kassü. so das; nur 707 Millionen im Besitze der Konsortialbanken gebt'ebest sind.- Wenn' dieser Betrag auch als unzureichend dereichstet werden muß, bedeutet er immerhin-einen g e w t s f e n Fortschritt ßeßuiübcv früheren Perioden. ^Der Berichrerstancr gibt der Hoffnung AnSdrnck, daß die P r H mie Hkö n leibe, Ober die gegenwärtig Verhandelt wird, der erste Schritt aut dem Wege, zu ener normalen Kredit« beschaffung des Staates durch Anleihen.bilden wird.. Diese Annalune kann um so eher ausgesprochen werden, als die-Panik, die sich im Publikum zur Znt des Umsturzes über die Sicherheit der Staatsschulden bildete, gegenwärtig schon im B ch wind e n ist. Tatsächlich erscheint infolge der Geldentwertung die Schuldenlast des Staates heute keineswegs mehr so drückend wie vor einem Jahre, und der Aijswand für die B e r- > i n s» n g der Stmtsschulden bildet ttmeswegS mehr einen jo großen Teil unserer Ausgaben. Die Erkenntnis, daß die Entlastung. des Staatsschatzes n.i-chck durch eine Kürzung der Coupons sich wird ^vollziehen . müssen, weil dicke GulastuNg sich durch die Geldentwertung vollzogen hat, bat sich gegenwärtig so verbreitet, daß eS nicht als ausgeschlossen rrschemen kamt, einen stets wachsenden Teil unseres Defizits nicht mehr durch Notenemission, sondern auf dem. Wege der normalen Kreditbeschaffung, *u bedecken. Dies ist aber dringend notwendig,, penn wir der Infla"on wirksam entaegenwirken wollen. Abuco'.dneter A l l i n a spricht die Hoffnung aus. daß' der Staat zur- .B e g e b n n g f e st e v A n l e i den schreiten werde. WaS die Prämienanleihe betrifft, wünscht er statt der >n Aussicht genommenen wcnsgest großen Treffer eine gtößkre Anzahl ck lckin errrTrefse r» um die Anziehungskraft dieier Prämienanleihe auf die breiten Schichten zu steigern. Der neck, Zcltnngsmkldungrn in Aussicht genommene Prozents a tz scheine mit Rücksicht auf die nllgemcme Möglichkeit, flüssiges Kapital gut zu verzinsen, als , u h och gegriffen. — Das , .Kapitel »Staatsschuld^ wird angenommen. Dke Prämienanleihe» r- Berichterstatter Dr. B auer berichtet Über das Kapitel »H e b e t wei sung e n". Bei der Neuregelung des Brr« Mniffeö zwischen Staat und Rindern wird einer Tatsache Rechnung grltagrn werden müssen, daS ist dem Anteil W i e n S au den st a a t l i ch e n E i n n a h m e n. I Der Anteil Wiens an den staatlichen Einnahmen« { Gegenwärtig ist das Verhältnis WienS zur Steurrleistung der Länder auf dem Gebiete der d i r e k t e n S t e u e'r n so i» 100 z u 4 8. Es dürfte bei Gebühren nicht wesentlich anders N. Bei den. B e r b r a u ch s st e il e r n dürfte der Anteil der Inder großer sein. Bei dem starken Hervorlrelen der. Bes i tz' steuern Menübet den B<rb:auchssteuern <m Budget dcS Staates wird jedoch der Anteil Wiens immer stör k e r und der Schwerpunkt unseres Staatshaushaltes ist immer mehr aut die Steuerleistung Wiens gegründet. Wien ist überdies durch den Zusammenbruch des Reiches viel stärker actroffen, als die Länder «nd wird in Hmkunft keineswegs H b e n s o große Kasten a u f s i ch n r h m e n k 8 U n e n w i e bisher, »uMerhin über wird daS Uebrrgewicht Wienein so großes bleiben, daß die Anschauung, als ob Wien nur der nehmende Teil und die Länder her gebende wären, vollständig irrig rst. Das Kapitel »Utbttwtlsungkn" wird angenommen. Die Balu^akonferenzen. London, 8. Februar. Im Verlaufe dieser Woche wird der Gch'aHkän^ker eine' Reihe von hervorragenden Politikers aller Parteien sowie führendest Männerii der Bank- und Geschäftswelt, welche kürzlich in einem Memoranduu» die Elnberufuag einer internationalen Valütakonferenz verlangten, zu einer Besprechung empfangen. Vom ErgcbiiiS dieser Utttcrrcdulrg wird es abhängen, ob die englische Re« Jierung die Idee einer intcrnatioiialen Valutakonferenz zu er ihrigen macht. Iit Londoner Finanzkreisen glaubt man, daß die Stellungnahme des SchatzkanzlerS C h a m b e r l a i n man sonst im Haushalt braucht. Ich habe Dich nicht, wie Du sagst — Gott behüte — vergessen! Da ich jedoch keine Zeit habe, fasse ich mich kurz. So Gott will, werde ich Dir im nächsten Brief alles genau berichten. Jetzt gebe Gott nur Gesundheit und Glück; küsse die. Kinder und grüß' Schwiegervater und Schwiegermutter, jeden besonders sehr herzlich. Und Berl-Benjamin sage in meinem Namen: Er möge sich daS Unglück nicht so. zu Herzen nehmen; ein Weib ist .Gottes Gabe: der Herr hat's gegeben,!«r .Herr hat'S genommen . . . von - Deinem Gemahl '[ it -wi'itivs ’*’, - Menachem Mendel. f1 R'ichtig/ das Wichtigste! Aus dem, was Du mir' über Wass illoro schreib st, sehe ich, daß Du gac nicht, verstanden hast, waS ich. meine. Da ich mich eben hier nicht aufhalten darf, will ich ein hiesiger „Kichee" werden, üin die AujenHaltserlgübnis zu haben. Das, kann man nur so tun, daß man vorher wenigstens ein halbes Jahr in Wassilkotst registriert ist. Und. wie ich nur. ein Hiesiger bin, miete ich, so'Gott will, eine Wohnung auf den „Tüchlauben" und nehme Dich und die Kinder her — zu guter Stunde! Und daß Du solch eine Abneigung gegen Jrhupez hast, das kommt daher, daß Du die Smdt noch nicht ^nnst und die Leute hier; die Stadt da gibt e? nicht viel zu reden — ist ein Schmuckkästchen und die Leute hier — Gold uul Silber! Wo kann sich Odessa damit, vergleichen? Die Leute hier sind alle wunderbar vornehm und sein, t.di' Männer ebenso wie die Frauen . . . Einen kleinen Fehler haben sie: sie lieben ein Spielchen Karten. Wie de-: Abend kommt, ist alles bei der Arbeit und schreit: „Ich Die Oberen spielen ein Spiel, das nennen sie „Pres.rence^; die Kleineren spielen „Fuß", „Öko" oder gar „Raschi-waschi".! . Der Obige. lÄorÜetuuiL kolat^ 17s" iT-rm i 4. coniöt Seite 7. int Wesentlichen von/ dtzr. Hältütig der' Vereinigten Staaten abhängen Wird. / ' . ' '' '' Kopouliciäett; : &. Fdbtuar. Maßgebende Finanzkreife meffen der . sti Washington^^.'avgebaltenen zweiten amerikanischen FjNanzkouferenz, der ho Delegierte aus Süd- und M^.ite.lam.er.ika sowie zirka orechunderi Vertreter der Vereinigten.Staaten, beiwohnten, äröffte Bedeutung zu. Auch daS österreichische ' Problem werde iiv dieser Konferenz zumindest^ daS Fündciment seiner Losung erhalten. Bekanntlich findet die sogenannte finanzielle Weltkonferenz, jm März im Haag statt. Umtausch dsr> gestempelten tschechlschsn Noten. . Wien, 3. Februar. Wie vom Amte des diplomatischen Vertreters der tschccho-slowaklschen Republik in Wien mitgeteilt wird,' wird.' der Umwusch von gestempelten tschecho-slowakischen Banknoten, welche biSher Mer Umlauf gesetzt wurden oder in Zukunft eingezogen werden sollen, gegen den Ersatz einer Manipulaüonsgebühr durch die Zivnostcnska Banka, durch die Zentralbank der tschechischen Spavkaffen uhd' durch die Jndustrialbänk vermittelt werden. Die gestempelten Noten zu K 100 ünd zu K ioeüo b etlierett am 88. d. M. ih r e Gültigkeit. - ' Mivtschaftfiche Nachrichten. Aus B e u t h e n wird. telegraphiert: Die oberfchkefffche Kohlen ko nv'e n t i on ist auf weitere fünf Jahre, das ist bis 30. September 162b verlängert worden. Aus New-Aork .wird.gemeldet:, Der Stahlt,rust,hat die Arbeitslöhne um 10 Prozent erhöht-, was eine.m Mehraufwand von jährlich 10 Millionen Dollar entspricht. — Am 10. b. M. findet in Prag..eine Vollversammlung der tschechischen Baumwollspinner statt,, auf deren Tagesordnung unter anderem folgende BerhandlungSgegenstände ft?hcn: Rea)sumiernng des VollversammlungSbeschlusses bezüglich deS Austausches von Garn-, und ,Ei nfuh rbewillig u u g e n, Acnderung des.Beschlusses bezüglich der. f r e i e n Einfuhr von Baumwolle für den Export» Acnderung des Schlüssels, und Beschlußfaffung über den BeschäftigungSgrgd und über weitere Daumwolleinkäufe. -7-?- Die böhmische J nd u jbria l bank hat ihren gesamten Besitz an W atraubek-Aktien abgestoßen. Die Aktien wurden von einer Wiener Gesellschaft übernommen, die ihre bisherige Erzeugung eitler Aenderung unterziehen wird. 7— Wie wir erfahren, haben die deutschen üitd tschechischen Sped i t e u,r e ein Uebereinkommen über die einheitliche Festsetzung der Transporttarife und ein gemeinsames Vorgehen getroffen. Die deutschen Spediteure , haben eine Speditionsgesellschaft «Globus" gegründet. Zwecks endgültiger Regelmig der Traitsporttarife -werdennoch Beratungen gepflogen werden. ‘ Die Kompensationen und der Anteil Tscheche- Slowakriens am Demp-ttlsterungsmaLerial. Prag, 8. Februar. (Ptwat.) Wie die ^Dohem'a'' meldetz wurde in der KomVknsatio.nsfommiUon über die Frage der Erz-, Eisen« mid M e t a l l i es e r u n g e n niif fot*; grnder Grundlage verhandelt: Oesterieich liefert jährlich 1 Million Meterzentner A n I t.x x 0 v e rz.^ (Wmy Montan), ierner zirka 700.000 Meterzentner g e r ö stete r öder R 0 h e r z e. außerdem 1bl> Waggons Roh eisen monatlich, erhält dagegen': 76 Waggons K o k S täglichtdid .der/AlpiNkN Montan beim- . stellen sind^. Detrtschösterreich liesert strner S00 Waggons F e r r 0- ' s i l i z i U m geaen das ,d 0 v v eckck e Ö N a n t u m Koks. Die,Frage der Altctsenliesetnna blieb noch, unerledigt. Neben der bereits aus Deutschosterreich bewilligten AuSiuhr, dre noch aus dem Vorjahre - datiert und ntcht erledigt ist, verlangt die ' Tschecho-Llowakei 24^0 Waggons jährlich. Bezüglich M agnes itsind seitens Deuckckwsterrerch N0 Waggons Magnesilsteine und 25 Waggons Sretermagnesit gegen 800 WagaonS Kohle monatlich angcbotrn worden. Der bezügliche Vertrag, der auf sechs Monate lauten soll, kann nach bret Monaten vierzehntägig gekündigt werden. ES wurde auch die Lieferung von Sensen durch Oesterreich besprochen. deren S e n s e n w e e,.entsptechende KohkenbeUescrung vorausgesetzt,: in der Lage-wäien,... bis Ende August e i n e h a l b e Million Sensen jÜr tschccho-slotvakuche Rechnung zu exportieren^ und üdcrdteS den g e s a n; 1 e n S e n s e n b e d a r f in der.Tschecho-Slo.wakei zu decken. Furie 2000 Senken ist aber ein Waggon Jndustriekohle erforderlich. In ewigen Punkten wurde eine Ewigung erzielt, die. selbstverständlich noch der Natlfizterung durch dte Zentralstellen bedarf.. Hmsichiltch des' S a ch d e m 0 b r l i s r e r un g snt d t e riäleS wurden folgende Materialien von Wien aus dem DemobilisierungSmatcrial übernommen: Zirka 6(0 Waggons EtsrnbahnMaterial lWaggons und Lokomotiven, schmalspuriger Bahnen inbegriffen), 85 WqggonS landwirtschaftliche Geräte, 45 A'aggonS Ai tilleriematerial. tvie Fernrohre und N flektoren, 20 Waggons FernleitungSmaterialirn. 250 Waggons Krastwagen und Flugreugmatcrial (MötorpflüK inbegriffen) u. a. Der Gesamtwert wird aus. zirka 200 Millionen Kronen geschätzt. Han-elsnachrichten aus Tschechien. Prag, 1. Februar. (Privat.! Der BerwaltungSrat der A g r.a r n r B a n k a in P r a g wird in der zum 15. Februar anberanmten außerordentlichen Generalversammlung die Erhöh u n g deS AktrenkavitalS von 40 auf 80 Milliorten Kronen beantragen. Die Bank hat zuletzt im November 1919 eine Vermehrung deS Kapitals um 20 Mifl'oney durchgesührt. Unter. dkm Namen „Primpex" rst eine A.-G. m Bildung begriffen, deren' Kavital l Million Kronen bctraaen soll. Da sich unter den Kön« zessionären einige hervorragend« Eisenindustrielle besinden, dürfte die Gesellschaft hauptsächlich die Eminhr von Rohmaterial für die Eisenindnstrte und die Ausfuhr von Eckenfabrikaten pflegen. .Di« Aftikn sind brre'ts gereiehuet worden. — In AuS'ührung des; BeschluffrS der Generalversammlung vom 30. Dezember v. I. wird die L a n d w i r t s ch a f t l i ch e A k t i e n - Z u ck e rraff i n e r \ t i n Lau n ihr Kapital von 1'/, auf 8 Millionen er hö h en. Es gelangen 1600PriörilätS-Akkien L K1000 zur Ausgabe, die mit Rttbenlie-erungSklaüsel ein Vorrecht auf 4% Zw en haben. Den Akiionären ist das Bezngsrecht (1 •: ir gewahrt. — Unter M twirkung der Ziv'nostenska Banka werden dem »Usir. Ozn." zu'olgr dir I o H a nn Liechtensteinschen keramt.fchen Unternehmungen in R a k 0 n i tz u n b. u n t c r t h e m en a n (NiederSsteneich) in eine Aktiengesellschaft mrtLMittionenKrüncn u m g erv a n d ei t. — Die VermSgensabgabö in der Tscheche- Slowakei. Prag, 8. Februar. (Privat.) DaS «P r a v 0 L i d n" meldet, daß der Ertrag der VermogenZal'gabe auf 12 M i l l iarden Kronen geschätzt werde. Hauptausgabe der einmaligen Vermögensabgabe ist dre Regulierung der Valuta, wozu man dadurch gelangen soll, daß vom Ertrag der Bmnögensabgabe die Schulden gedeckt werden sollen, welche in dem von der Oesterrelchlseh-litigarischen Bank übernommenen Papiergeld l bestehen. Wetters soll durch die Vermögensabgabe jene Schuldenlast verringert werden, die die Tschecho-Slowakek von OesterreiI und aus den Verpflichtungen des Friedenßvertrages^ zu/übernehmen hat. Die bei Einhebung der Vermögensabgabe einge-i' zogenen Danuieten werden nicht mehr inlwrlauf Mracht werdend Davon erwartet. das FwanMinistcrirrm eine San i e r u n g' b c r V a l u t a. Zu diesem Ziele soll auch die Errechtung.emr^ Aktienbank führen, bic;tt der Republik öle neue Franfwährüng einsühren soll. ) eknss SLätnkS Nsgerung ' Valütahandels in Arrgarrr< Budapest» 3. Februar. Der Verein der ungarischen E f f.'e k t e n h ä n d l e r beschloß die O r g a n ick i e r u n g v e s V a lut e n h a n 0 e l s, zu welchem Zwecke g e m e i nfam mst dem B ö rsenrat ein Statut. ausgearbeiret. werde. ' t--. '* .?<•-, $$£ f--'] Balutenstnrse, Im gestrigen freW Verkehr wurden die fremden Zahlungsmitteln zutolge des Rückganges unserer Krone im neutralen Ausland höher bewertet. Es. notierten: L e i». n 0 t e n 5.07, R u b e l n 0 t e n 007;- Mar k n o t e n ä r ü it .4,68, M a r k Note n rot 4.82, L i r e 20.25,' Dollar 330.—, P su n d 1100.-—, tsch e ch i s ch e N0lin 3.35 und Au s z a h l^u n g Be rtr« 4.05. / M.Ä . Englisches Kapital für die Mährische Agrarbank? Wie die Brünner ^Lld. Nov." berichtet, weisen Vertreter der Mährischen Agrar- und Jndustriebänk in L 0 n d v n, wo sie' mit dotttgen-Banten wegen Gewinnung englischen Kapitals zum!. Zwecke des Einkaufes von Rohstoffen verhandeln. Pörsenengageureuts von fremden Zahlungsmitteln a«S der Friedenszeit. Laut ewer Kundmächung. der Börsekammer werden'die Mitglieder. aufgesordert, zuc Abwicklung von Engagements in ausländischen Zahlungsmitteln, die auS der Er i e d e n s z e i t stammen, bis längstens 7. d. M. derammer hiervon Mitteilung zu machen. —-.-:-;rrv“.--~r— Banktmd Wecbselqeschäft Wien, 11., Taliorstrasse Sb. AL WL KH ^N« bankmLssl^vn vuö dür,suxgsot>LstI!e!>su 1'rLvs»Irtiö»SQ im lnnnd Ansirftide. Goldeinlagen in läafender Rechnung. Kostenlose Verwahrung von Depots, VermdeensvarwaHnnpen, LoBrovieionon, Anszahlangen, Ueberweisungon. Separat. Warenabteiluiig: Kulanteste Bedingungen. B?r Informationen, kostenlos. Tclfigram>r.-AdroBse: ,B an km ay er W i en*.; 5038; ' Wiener Börse. : Nack der dreitägigen Verkehrsunterbrechung eröffnete bic] gestrige Börse in ausgesprochen fester Haltung, wobei es wieher zu ganz stürmischen Auswärtsbewegungen kam. Maßgebend hierfür^ war die neuerliche AbschwächüNss' der heimischen Valuta , aw den neutralen Märkten, welche mit der Restuktron der amerikanischen Kredithilfe für Europa in Zusammenhang gebracht wurde.^ Günstigen Einfluß üble ferner der glatte Verlauf drS Kaffatagrs' und die durchgcsührte Versorgung. Hie Spekulation schritt nach den vor einigenTagen erfolgten starken Entlastunksabgabenzu'Käusev,^ namentlich waren dre sührendcn Kuliffewerte Gegenstand regerer' - Nachfrage.-Die Steigerung der Bankenwerte bewegte sich zwischen' K 35.7- und 160.—. Staatsbahn wurden um 480.— und deren' Genußscheine um L 335.— in die Höhe gesetzt/ Von den Süd-i bahnwerten wiesen Lombarden eine Steigerung von L 62.— unbj die Südbahnprioritäten eine solche von L. 122.— auf. De^ ungarischen Papieren kamen die vom Budapester Diarkte ge«, meldeten fiHftiflcn Avancen zustatten. Salgo-Kohlen profitierte^ K 1400.—. Rima 359.-^ Favorisiert waren ferner Krupp- Aktien, welche K 314.— gewannen und Ruston, die mit einer Er-^ Höhung von K 375.— den Markt verließen. Die Steigerung her, Skoda-Aklien betrug 8.899.—. So wie in der Kuliffe w« auch im Schranken ganz außergewöhnliches . Hinauf^ schnellen' einzelner Werte wahrnehmbar. Dort wurden Aussig «Chemische gegen den letztgemeldeten Stand um K 2200.—, hoher bewertet, ferner wies-n. Karpathen Petroleum eine Steigerung von K 710.— und Gatizia eine Erhöhung von K 1800.-r auf. Die Aktien der Schoeller Zuckerfabrik gewannen K 1250.—. Wienerberger Ziegel erhöhten sich K 405.’—, Brosche Spiritus um K 300.—, Berg- und Hüttenwerke um 600.—. Auch einzelne Kohlenpapiece wurden mit ansehnlichen Kurs-, befferungen bedacht. Auf dem R.entenmarkte war bis 8°/0 billiger anzukommen, bloß ungarische Kronenrente wies eme Steigerung von 6% auf. An der Nachborse stiegen Skoda-Aktien vöst 8129.— bis 8620.— um weitere K 191.— und dre Aktien der Kruppfabrik von 1939.— bis 2050.— nkuerdingS um L 111.—^ Jm übrigen verwerfen wir auf nachstehende Schlußkurfr:' Industrie-Unternehmungen. Allgemeine Ballgesellschaft 1190 — l— 10.—), Umonbau 670.— (— —Wiener Ballgesellschaft 850.— (— —.—V Wienerberger Ziegel 2995.—, f + 495.—), Lresingcr Brauerei 1600.— (— 50.7^), Aussig Chem. 9000.- (+ 2200.—), Brosche Spiritus 3600- .(+ 3G0-), Karborundum 4000 — (— —Holzhandclsgesellschaft 2590.— (+ 190.—), A. E G. Union Elcktr. 2000,— (-t-70.—Siemens Schuckerr 2165.— 265.—), Alvrne 4500.— 400.—). Bergend Hütten 13.000.- (-s-- 600.—), Poldihütte 3490.- (ck- 290.-), Prager Eisen 9000.— e— —.—), Rimamüranp 3949.— (+ 859.—), Skodawerke 3429:— rck- 899.—), Waffenfabrik 5980.— k-Salgo Tarjaner 6700.— (ck- 1400.—), Mailet Kohlen 3950,-ckck- 300.-), Ung.Allg. Kohlen 8080.— (4-180.—), Unkany 4300.— (ck- 10.—), Westböhm, 5000.— (ck- 425.—). Brünner Maschinen 3310.— (ck- 60.—)/ Heidt 1100.— (ck- 100.-), Lokomotiv Stgl 1750,>- Simmennger 1575.— (ck- 75.—),. Lepkam 2380.— (ck- 6Q.— Karvart'en 12.2"0.- (ck- 710.-),.Valuta 14 800.- (+ 1800.-), Feztabiiken 8600.— 300.—^, Schoeller Zucker 6900.— (ck- 1250.—), Ocsterr. Eisenbahnverk. 2790.— (-Türkenlose 2660.— (ck 65.-), Krupp A.-G. 1939,— (+ 814.—), .rtttrsion 2950.- (ck- 375.-), Fralwcrke 2000- (ck 90.—), Veiischer Magncsit-13.400.— (-.—), Schönprresencr 4650.—. Transport * Unternehmungen. Ädria 9500.— (+ 150.—), Auisig^Teplitzer 6000.— (-\ Buschtehrader!it. A 5'50.— (-Buschletn oder Iit. B 2900.— (- Dorian-Dampf. 12.000.— (-1- 600.—), Ferbinauds-Nordbahn 15.500 (— Navigazrone 16.0 0.— (— 400.—), Smaweitenbahrr 4800.— (ck 400.—), Lvuibardeu 732.— (ck 62.—),