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Wiener Morgenzeitung · 1920-02-03 · Heft 371 (3.2.1920) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 371 (3.2.1920)
Date
1920-02-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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kr. 371 Wien. Dienstaff Telegramme. Wiener Morgsnzettunff Tagesbericht. ^8. Februar 1926 _ SMI Zionistische Sektion fttr die westlichen Bezirke Wtw^ Mittwoch den 4. Februar 1920! Amerika und der Friede. ■) Paris, 2. Februar. Nach einer Radiomeldung aus tajhiflto« hat der Senat die Ernennung von David Houston l Schatzsekretär und Mederith zum Sekretär für Land» tschaft genehmigt. ] Senator Hitcheock teilte im Bureau des Senates mit, sterde am 6. d. M. eine Tagesordnung einbringen, die e i n e lue B e s p r e ch u n g d e s Friedensvertrages!nBersailleS herbeiführrn soll. Die Auslieferungen. Berlin, 2. Februar. Zur Behauptung des „Echo de Paris", ß die deutsche Diplomatie sich bemühe, die hochstehenden Peraen der Justiz der Alliierten, zu entziehen, und daß sie k konzilianter zeige, wenn es sich um Subalterne handelt, teilt das Wölfische Bureau mit: Der Vorsitzende der deutschen Friedens- Delegation in Paris. Freiherr von Lersner, hat gestern Gelegenheit genommen, den Vertretern Frankreichs, Englands und Italiens auf der Botschastcrkonferenz in Paris, Jules Cambon, Lord Derby und Grafen Bonin-Lonqare zu erklären, daß er gegen eine derartige Unterstellung rm Namen seiner Regierung feierlich Einspruch erheben müsse. Kritische Lage in der Türkei. Paris, s. Februar. «Funkspnich.) „Temps" meldet auS PanS, daß die L a g e in der Türkei immer k r i t i s ch e r werde. Der Verteidiger der Mitglieder der Regierung während des Sieges, D j e l l al E d d i n B e h. sei züm Kammerpräsidenten gewählt worden. Der frühere UnterstaatSsetrclär im Auswärtigen Amt, R e s ch a d Shikmet, der zum Abgeordneten gewählt worden sei und aus der Schweiz rintraf, sei vo« der interalliierten Polizei im Augenblick des Betretens von Konstantinopel Perhastet worden. Bolschewikischer Frontbericht. Moskau, s. Februar. (Funkspruch.) Westfront: Fortdauer der Kämpfe bei R i j e c z i t s a. An der Südiront, im Gebiete voll Uman, wurde Golowanowsk besetzt. 80 Werst südwestlich von Elisawetgrad wurden die Oltichaften S e m r n a st o und Semenowda genommen. Im Gebiete von Wosncffensk besetzte« . die Rotiruppen Ludmilowda u n d K o nstantinowka und waifen de» Feind über den Bug zurück. Perekop wurde erstürmt, um Arm i» ans kr Basar wird gekämpft. Auf der Halbinsel Tschengar würde der Feind aus den stark bcfcftiglcn Stellungen von Dschimbuluk vertrieben. An der Ostfront wurde Nif ch n i j 3IL genommen uub fünf Panzerzüge mit viel anderem rollenden Material erbeutet. Koltschak von fernen Soldaten ermordet? Paris, 2. Febmar. Nach unbestätigten, un- Kontrollierbaren Meldungen soll Koltschak vor einigen Tagen von seinen Soldaten auf die Bajonettegespießt worden sein. Warschau von den Bolschewiken bedroht. ... Washington, 2. Februar. (Fünkspruch.) „World" veröffentlicht einen Bericht ihres Sonderberichteistatlels,. der unter dem Schutz Lenins und Trotzkys alle Fronten bereiste» über die russische Armee. t Falls die Bolschewiken beabsichtigen sollten^ den angedrohlen Einmarsch in Polen tatsächlich dmchzusühreii, so konnte sie nichts an der Einnahme Warschaus hindern. Die verbündeten Mächte seien über die wahre Große und Schlagferiigkeit der Sowieturmeen sehr schleckt unterrichtet. Die Sowjetarmeen seien heute die beste Kri egsmaschine der Welt, und nach Meinung von Sachverständigen sogar der srüheren deutschen Armee überlegen. Die polnische Mobilisierung. Paris, 2. Februar. (Funkspruch.) Aus Warschau wird gemeldet daß die Altersklassen 1900 und 1901 zum Waffendienst einberufen worden sind. Ei« Aufstand in Finnland. Haag, 2. Februar. Laut „Nieuwe Courantist in London die Meldung eiugetroffen, daß in F i n n-- land ein Aus st and ausgebrochen sei. Die Abstimmung im schleswigsche» Gebiet. Paris» 2. Februar. (Funksprnch.) Laut Entscheidung der Abstmtmungskommlsston wird die Abstimmung un ersten schleSwigschen Gebiet am 10. d. M„ die Abstimmung im zweiten Geb,et am 7. März stattfinden. Die polnische Besetzung Ostpreußens. Berlin, 2. Februar. (Tel.-Komp.) Die Verbindung nach dem Osten Lbcr Schncidemühl hmaus funktioniert übe» Haupt nicht mehr. Das polnische Militär sperrt alle früher deutschen, jetzt polnischen Bahnhöfe ab. Nur Kobleü- und Lebensmiktrlzüge disiftn durch die Sperre hindurch. Es besteht", nicht schr viel Aussicht für eine Aufrechterhaltung des Dienstes ~ über D a uz i g. Dre polnische Mark ist der brutschen gleichgestellt. Der Befehl eines „geistesgestörten" Generalstäblers. Berlin, 2. Februar. Das Wölfische Bureau meldet: Ein?,weifcllos geistesgestörter Offizier hat an Generalstabsossiziere der Reichswehrdrlgade Befehle geschickt, worin ste aufgefordert werden. Flugzeuge und Abwurfbomben u n a u f s 8 l l l g b e r e i t z u h a l t e n. In den westlichen Provinzen sei das Durchkommen von 60t) und mehr Fliegern »ns Auge zu fasten. Unbedingte Flugberertschüft am 1. März 1920. . . Der Otsizier ist schwer am Kopf verwundet und leidet an Geistesstörung. Er ist angesichts der allgemeinen Gefahr in Militär li che Schuhhast genommen und in rme Heilanstalt überführt worden. Herabsetzung der Brotration in Deutschland. Berlin, 2. Februar. Wie der „Berliner Lokalanzeiger" von zuständiger Stelle erfährt, ist bereits in den nächsten Tagen mit einer Herabsetzung der Brotration in Deutschland zu rechnen. Hindenburgs Erinnerungen. Berlin, 2.Februar. Tel-Komp.) DieErinnernnaen Hindenburgs werden, wie dre „Tägliche Rundschau* erfährt, Ende März erscheinen. Die Streitfrage der Krankenversicherung. Von Dr. Sanel Beer. Es ist interessant, daß die organisierte Aerzteschafi ln einen Kampf mit dem Publikum geraten ist, das eigentlich bisher von der ärztlichen Gegnerschaft recht wenig weist. Ja, es kam schon so weit, datz die ärztlichen Vertreter mit dem äußersten Kampfmittel, dem Streik, drohten, falls ihre berechtigten Forderungen nicht anerkannt würden. Es ist unbedingt notwendig,. daß die breite Oeffentlichkeit, die an diesen strittigen. Fragen großes Interesse haben must, genäüestens aufgeklärt wird, weil die Aerzteschaft sich der Tatsache bewußt ist, daß die Bevölkerung auf ihrer Seite steht. Es handelt sich nämlich um den Kampf der Aerzte gegen die Ausdehnung ver Krankenversicherung. Die sozialdemokratischen Krankenkassen, die sich die Vertretung des Publikuins aNmasten und für eine möglichst gute Bezahlung des manuellen Arbeiters eintreten, bewerten die Arbeitsleistung der bei ihnen angestellten Aerzte weit unter dem Arbeitertaglohn. Es ist nur zu begreiflich, datz die Leistung dieser Kaffenärzte entsprechend der Bezahlung ausfällt und daß nt Wirklichkeit die bei den Krankenkaffen/ versicherten Mitglieder die Opfer werden. Der Arzt, der 300 bis 600 Kronen monatliche Bezahlung von der Kranken«' kaffe erhält, dafür 40 bis 60 Patienten in der Ordination zu empfangen, mehrere Kranke im Hause zu besuchen hat, kann bei der geschäftsmäßigen Abfertigung unmöglich das Vertrauen der Mitglieder gewinnen. Er findet nicht die Feit zur gewissenhaften Erfüllung seiner ärztlichen Pflichten den Krankenkassen gegenüber, weil er der freien Praxis nachgehen must, um halbwegs leben zu können. So sind Arzt und Krankenkassenmitglieder mit diesem Zwangsshstem unzufrieden. Die Schuld fällt auf die Krankenkassen selbst zurück, deren Angehörige die wahre Sachlage und die schlechte Honorierung der Aerzte nicht kennen. Die Kassenmitglieder, die trotz Versicherung den Arzt ihres Vertrauens bezahlen müssen, würden gerne in eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge willigen, wenn ihnen die freie Aerztewahl zugestanden würde. So könnten beide, Arzt und Patient, zufriedengeftellt werden, beide hätten volle Freiheit in ihrem Handeln. Zudem erniedrigt der Kassenarzt die ärztliche Kunst zum Handwerk, er mutz den Einzelnen interesselos absertigen. Dre Oeffentlichkeit muß über die Große und Wichtigkeit der ärztlichen Leistungen entsprechend aufgeklärt werden. Sie muß erfahren, welche Ovier an Glück, Ruhe,. Bequemlichkeit und Vergnügen dre beständige Hilfsbereitschaft. vom Arzte fordert und welch wichtigen Faktor der Arzt für die Volksgesundheit bildet. Der Arzt kann nun einmal vom Idealismus allein nicht leben, er darf aber auch nicht zum Geschäftsmann herabsinken. Er muß leben wie jeder andere Mensch. Es darf aber die Fürsorge des Staates gegenüber den Menschen nicht zu weit getrieben werden, denn ohne dre Eigensorge des Einzelnen konnte der Staat ebcn'owmig auskommen. Menschen, die größeres Einkommen und kleinere Ausgaben als der Arzt haben, dürfen die Wohltat der Krankenkassen solange nickt genießen, brs alle Aerzte ein gesichertes Einkommen haben, von dem sie leben können. Dre Mehrzahl der Aerzte verwarf dre Verbeamtung des Standes im Interesse der Patienten selbst. Der beamtete Arzt wrrd nie der Vertrauensarzt des Kranken sein. Auch.sonst ist.das System der,fixen Stellen, zu verurteilen, weil es den Arzt von seiner angemessenen beruflichen Betätigung abhält und ihn zum bloßen Schreiber und Bureaukrate» stempelt. Vom ärztlichen Standpunkte aus soll jeder Mensch der Krankenversicherung teilhaftig werden, aber diese darf nicht aus Kosten des Aerztestandes erfolgen. Der Verein „Gelbes Kreuz", der Versicherungen gegen chiruryiscke Eingriffe oder Tuberkulose übernimmt, hat den für Arzt und Kranken einzig richtigen Weg gezergt, auf dem die allgemeine Krankenversicherung ohne Schaden für Arzt und Bevölkerung ausaebaut werden sollte. Die sozraldemokratrschen Führer sehen m der Ausdehnung der Krankenversicherung auf bemitteltere Berufskreise für sich einen politisch ca Erfolg. Mit dieser Gabe, einem Danaergeschenk, wollen sie breite Massen gewinnen. Doch Pflicht der Aerzteschast ist es, der brenen Bevölkerung die aus dem System der Zwangs- und Kassenärzte drohende Geiahr aufzuzeigen. Nur der Privatarzt, nicht der aufgezwungeue Kassenarzt kann dm Versicherten zvfriedenstellen. Wenn so die Oeffentlichkeit die strittigm Fragen kennt, wird sie dre Fm derungen der Aerzte nicht als einseitig egoistische bezerckncn können, denn sie, weiß, daß der Arzt mit seinen Interessen gleichzeitig auch die. ihrigen vertritt, wenn er die allgemeine Krankenvrrsiche» ring und die freie Aerztewahl anstrebt. Nur ein wissenschaftlicher, unabhangger. kräftigerAerztestand vermag zum Wöhle der Allgemeinheit erfolgreiche Tätigkeit im Kampf gegen dre Krankheiten zu leiste». Lenin als Bohemien. Ans der Zeit seines Schweizer Exil». ' Der Berner Berichterstatter des „Prager Dagblatt" gibt eine interessante Schilderung über Lenins Aufenthalt in der Schweiz, der , wir nachstehendes entnehmen: I» den ersten Heften der „Revue Demain", die der tapfere Henri Guilbeaux in Genf herausgab, tauchte der Name „Lenin" zum erstenmal auf. Er stand unter ehenso glänzend wie temperamentvoll geschriebenen Artikeln, die Feuer und Schwefel auf alle opportunistisch gesinnten. Sozialisten herabbeschworen und allen, die jemals die' Hand für die Bewilligung einer Kriegsmillton erhoben hatten, in gleicher Weise das „Schuldig" an den Greueln dieser. Gegenwart sprachen, wie sie die Scheidemänner und Ministerkandidaten a la Albert Thomas in Grund und . Boden verdammten. Der Name „Lenin" war, wie erst später bekannt wurde, als Pseudonym für einen russischen Schriftsteller gewählt, der damals in Bern ein kümmerliches, doch mit Arbeit erfülltes Dasein führte und dessen Kontrollkarte ihn Uljanow nannte. Damals ahnte Wohl niemand, daß dieser Name einmal über die ganze Erde erklingen würde, eine Weltanschauung mit seiner Persönlichkeit verknüpfend. Lenin war zu Kriegsbeginn aus Oesterreich in die Schweiz geflüchtet. Die ersten Monate hatte er in Zürich gelebt, in einem bescheidenen Quartier nächst , dem Limmatkai Stunden, ja Tage in den Bibliotheken der Universität verbracht, mittags im Genossenschaftshaüs ein einfaches Mahl genommen und für die Nachtstunden dicke Kompendien unter seine Studierlampe ge- .. sMM. Ans biete Leit Lammen Mn«; Arbeite, in im Pestsaale der Bezirksvertretung Marlahllt Gemeinde Wien, VI., Amerlingstrasse G» Referenten:Frau Anitta Müller,Gemeiaderat Dr.J ak• 8^ Ehrlieh. Beginn präzise 7S6 Uhr abends. ■ E.aiiAM. AffHthoIitAft In MSSSGR. fbMi denen er, der geborne Defaitist, der Bekenner des' maximalistischen. Programmes, zum Kriegsgeschehen, zur. Katastrophenpolitik Europas erbitterte und verurteilende Stellung nahm. Schon damals, während der Krieg noch in der- Maienblüte seiner Sünden stand, hatte sich um Lenin ein« Gruppe konsequenter Internationalisten zusanrmengefun-. den. deren Ziel eine Revolution in Rußland war, weil nm« darin ein organisches Glird der weiteren Entwicklung^ den Anfang vom Ende erkennen wollte. „Pvragenzy^j zu deutsch: „Die Niederlage" hieß die Bereinigung Sie grüßte jede Niederlage, die auf dem Schlachtfelds das zaristische Rußland schwächte, sie war von jeherj für eine Zerteilung des kolossalen Reiches in dir ipttid* nalen. Atome. Trvtzki war eine Zeit lang, ehe er nachj Amerika fuhr, Mitglied dieses Schweizer Kreises, ebensch Rädek und Zmvwjew, der schon damals wie ein Adj«^ tant Lenins auftrat urrd dies auch bis. heute geblir-j ben ist. J 1915 kam Lenin nach Bern, feine frnanziekßa^ Lebensverhältnisse standen vor einem bürgerliches Bankerott und kümmerliche Einschränkungen staudeN auf der Tagesordnung. In einem kleinen, elendens Zimmer der Länggasse hatte er sich eingemietet, Mittagszeit sah ihn mit seiner Frau, einer häßliches aber ungemein intelligenten Erscheinung und setnSZ Schwiegermutter, die im folgenden Jahre in Bern starll und hier begraben liegt, in einer kleinen Pension zweß Portionen zu neunzig Centimes teilen und Schmalhans! regierte über seine Lebensgepflogenheiten. Da ist eH nun wirklich bewundernswert, man mag über den schewismus denken wie man will, wie sich sein geistiges Haupt in treuer Beharrlichkeit zur einmal gefaßtes Idee durch die Windigkeit dieses Lebens richtig durchs gehungert hat. Auch in Bern war Lenin in keinen! Kaffeehaus zu sehen. Tagsüber hockte er in den Biblio-l theken und in den Lesesälen der MuseumsgesellschasÄ nachts brannte das Licht hinter seinem Fenster bis fitz den grauenden Morgen. Zahllose Artikel, durchseittv 1 und wohlüberlegte Aufsätze kamen in dieser Zeit Vom seinem Schreibtisch. Fast alle erschienen in der „Revue Henry Guilbeaux" oder in der damals in Genf hexaus-i gegebenen Zeitung „SoziaLremvkrat". Die Hvnovaoy dafür waren mehr als klein, immer tiefer mußte Lenins feilte Lebensansprüche setzen. Er war genügsam mchs fügte sich seiner Not. Als die Preise seiner Mittags^. Pension infolge der allgemeinen Teuerung erhöht wev-j den mußten und Lenins mageres Budget dagegen vb^ struierte, verlegte er seine Mahlzeiten in eine russisch« Studenteuküche, wo man damals noch für sechzig Gew«, times zu essen bekam. Hier wußte natürlich jeder scho«^ wer Lenin war, die hungernden Proletarier schwärmten für ihn ünd seine Idee und es bedurfte gar nicht seine« stillen, fast demagogischen Liebenswürdigkeit, nm ei« Hews in dieser Studentenküche zu werisn. Bezeichnend ist folgender Vorfall: Die armen Musensöhne hatte« abwechselnd für die Reinigung des Erdgeschosses zei sorgen und, als zum erstenmal an Lenin die Reihe kam, wollten ihm seine Verehrer dieses kaum untere. haltende Geschäft abnehmen. Doch er duldete für sich keine Ausnahme und es bedeutet wirklich keine Schande für ihn, daß er, der Gvbietee über Rußland WOis heute, damals in Bern hinter dem Wasserschaff st«nd< in dem die Teller und Bestecke zur Reinigung tage«« Es kam der Tag, da Deutschland ihm die Rück-, kehr in sein Heimatland gestattete. Ein plombiertai Wagen führte ihn durch Bayern und Preußen bis au dkl Grenze.' Vorher aber hatte «r in einer denkwürdigen Versammlung von den Schweizer Sozialisten Abschied genommen.. Es geschah dies im April 1917, in dem kleinen Restaurant „Schweizer Bund". Lenins rhetorische Begabung war nicht gwß, obwohl er in der Debatte ungemleÄr schlagfertig wirkte. DamalSj aber soll er sich selbst Übertrofsen haben, sein Abschieds-« grüß an die Schweizer Arbeiter wurde ein Manifest bolschewikischer Gesinnung. Lenin fuhr nach Rußlands ein halbes Jahr später stand er an der Spitze deq Sowietvepublik und heute fließt historischer Nimbnsj um seinen Namen. ___ , j; Plenarversammlung der Zionistischen Bezirk»* sektion Leopoldstadt. Sonntag den 1. Februar fand eine Plenarversamm« lung der Levpoldstädter Zionisten statt, die überaus stark besucht war. Der Obmann, Herr Gemeinberat Doktor Plaschkeserstattete den Rechenschaftslericht über di« Tätigkeit in den letzten Monaten. Einleitend hielt er einen Nachruf für Wolf Stand. Die Sektion hat am Tage seines Begräbniisses an Stelle der geiplantenj Makkabäerfeier eine Trauerkundgebung für den dahingeschiedenen Führer veranstaltet, an der Trauerfeier im türkischen Tempel teilgenommen und für ben Stande Fonds 1000 Kronen gezeichnet. Bon den jüngsten Stew LNjkalklnaen dex SektijM UM Eße. KSÄtzEvNÄMW

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