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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-31 · Heft 369 (31.1.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 369 (31.1.1920)
Date
1920-01-31
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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' #i?^rs«ts«c?wsw Dien, DamsryU Der Volkswirt. i ReuerNche pro^e BaUe an der Börse.! Wieder ilt eingetrosfen, was wir so oft vorausgesagt haben und wovon wir immer wieder warnten: ein weite? er.h eftiger Rückschlag an der,Börse. Vor« aussichtlich^dürfte es nächste Woche zu einer Erholung sind neuerlichen Hausse kommen: wir wollen jedoch nicht verfshlcn, -noch einmal eindriüglich davor zu w är N em,'' sich dadurch blenden zu lassen und sich an Wut' geiahrholleri Spiel zu beteiligen, da sodann ein sveiterer< die kleinen Existenzen ruinierender Rückgang K n v e r m e i d li ch ist. Die neuerlichen Warnungen!oes Staatssekretärs Dr. Reisch und das beginnende s.j g'ö p d e s K r o n e N k u r s e S im Ausland haben ihre ' Wirkungen ’keineswegs verfehlt. Die wenn auch |otläi;fiß nur mäßige Höherbewertung unserer, zuarundeaerickteien Währung ist auf das in Amerika s?lr uns Erwachende Interesse und die An leih"« 7 e iu i U i g u n g ' zurückzuführen. Die gestrige Baisse at die;anze Haltlösigkeit der Spekula. r o n neuerdings offenbart: 'S ü ö b a h n w e r t e, die uj blo? * Aussichten hin empor^ewirbelt waren, erlitten iuen ludert Sturz: die Aktien der Oe st erreicht schscheu Bank, denen naive Gemüter infolge oi lu n Behauptungen eine durch keinerlei Tatsachen mcfjiu tiqtc Wichtigkeit und einen lächerlich überriebeiicn Wert beimaßen, verloren Plötzlich die selbst für :jie hcui-gen Verhältnisse nicht unerhebliche Summe von *300 Kronen.pxo Stück. Auch die übertrieben bewerteten E.enietz gaben nach: Von der Baisse sind nur ganz heuige Papiere ve.r schont geblieben. )abei nlüssenu wir'hervorheben, daß es bei den Entüsiuiinsabgaben noch zu gär ckemem stärkeren Ausgebot am. Wie aber müssen die Kurse erst stürzen, wenn die lbgäben "einen panikartigen Charakter annehmen! ^c.iin auch eine Panik dürfte uns kaum erspart bleiben. dr. Reisch über die Verpachtung des TaLak» mvnopols. ' üPia wir bereits an anderer Stelle mitgeteilt haben, Köm die gestrige Notionalversammlmung das Gesetz über k PkUpaiHrima des Tabakmonopols an. In der hierüber tzttgefundenen Debatte verwies Staatssekretär Dr. Reisch c>ram', daß nach dem??riedensvcrtrag alle Einnahmsquellen -esterre'chs zur Wredergntmachung verwendet werden >llen. Lir stehen also nicht vor der Tatsache, daß wir -s T^-daknwnopol leichtfertig als Pfand anbieten, sondern Zitz wir etwas, daS als. Hfaiid bestimmt war, von der Zjede ögu^tm'achustgs!omtn'tffiön auszulösen veriögen luso Sätützer zu um seren Gunsten frei verfügen mneu. GsW Mbsivfrständlich, daß uns die Verpfändung DEabaknMwpolS' nicht leicht wird. Wir können aber den betrieb ohne -Rohmaterialien nicht weiterühr c u.. Der Vorschlag, lieber die Tabakfabrikation kür Mgcre emzustellen, solange man keine Rohmaterialien pst, - ql-> verpachten, scheint nqdurchährbar. Wir sind ein a % nt e f Staat und infolgedessen tzrauf angewiesen^-durch 'ausländisches Kapital die großen Dicken, die >{bei'1 Krieg Wfcknser ^kapital gerissen hat, ausstsüllcu. d ‘•;> Lei der Verpacbtnna des Tabakmonopols fassen wir die wrm -'mer Äkti'e N gese l l.schäft mit auS landi-> ch m kap ttza.l EZ Auge. Wir werden' uns aber auch Le utomle etne41 ” 4 """ ' * •, .... gemifcht-wirtschaftttche« Betriebes . Geistsim z,v m rchen suchen:--indem' wir dem Staate weitb tbc* Eruffaß aus '.die Gebarung sichern, sowohl durch n iti ic von Regier-ungsvertretern an der Vera i u wte durch, Negierungskommissäre, die fortlaufend n hast betrieb, die Qualität, die Preise, die - Kalküla-- u i > beaufsichtigen, werdend Es wird, . wenn sich die > eis nicht bessern, mit der Möglichkeit gerechnet cu nutzen daß die Preise, der Tabakfabrikate i ist h n aufgesetzt werden. DieZ wäre aber auch hi wenn daß. Täbalnwnopol beim Staate bliebe. W.e wollen'ztlngchst einen o,»l von 30 Millionen hollättdkschen Gulden bekommen uiD ujulirenb der Porschuß läuft, soll erst «über den Hauptv e i a c ber Ablösung verhandelt.werden. Die' Ziffern von Wiener Morgenzektttns 80 oder 40 Millionen, die als Ablösungssumme für das Tabak- Monopol genannt wurden, sind unrichtig. ES ist uns nie in den Sinn gekommen, gegen einen einmaligen Kapitalsempfang das Tabakmonopol zu verpachten. ES handelt sich UNS zunächst nur darum, | ausländisch» Valuta zu bekommen, ohne in dem Budget für den Zinseit- und ÄnnuitälSdienst Vorsorge treffen zu müssen. An den eindringlichsten Appellen ans Ausland haben wir eS nicht fehlen lassen. Irgendwelchen praktischen Erfolg haben, wir bis heute nicht erzielt. ES ist unS manches in Aussicht gestellt worden, aber wir können nicht mit in den Schoß gelegten Händen warten, sondern müssen zu dem Mistel greifen, das unS vom Ausland empfohlen wurde, zur Selbsthilfe. . Die Pariser Siidbahnverhandlungerr . ergebnislos.! Von der Südbahn geht uns di« nMokaende Mitteilung zu: »Di« Reise der Südbahndklegalion nach Paris wurde zur Filhrpng von Verhandlungen über dledrstnitivrRegekungder Südbahn frage unternommen, wesdalb auch die Südbahndklegalion eine die'em Zweck entsprechende Zusammensetzung auswirs. B 'dauet lichet weisr ist dir Et Wartung, daß rS,zu solchen B.'l Handlungen kommen werde, durch d»e Tatsachen nicht gerechtfertigt worden. Bor allem ist rS unmögl'ch gewesen. In« sotmitionen über daS Schicksal der rückständigen und der kvn'tig fall'gen Annuitäten der italienischen Regierung m erhalten. Der E'ndruck, welchen die Delegation diesbezüglich empfangen hat, geht dahrn, daß drese sfrage, weil str im Mammenhanae mit anderen, Nicht die Södbahn betreffenden Fragen zu stehen scheint, derzeit noch nicht zur E n t s ch e i d u n g r e i f r st. l Da aber audrreiseils infolge des Mißverhältnisses zwischen Einnadmen vnd Ausgaben ' die Kassen der Südbabn, w>e dies durch vlrstache MiUeilunge« der Verwaltung der Oessentlichkeit zu wiederholtenmalcn bekanntgegeben worden ist. geleert sind und die Südbahngesellschaft bis aus weite'es ohne stnauziellr Hüie der Staaten, deren Trrri- ' torium das Südbabnnetz durchzichr. dieGeschiiftenrcht f o r r f ü h r e n kann, hat sich vor allem die Norwendiakeit ergeben, die F o r t d a u e r d e S Betriebes für jene Zeit, d'e rrfordei lich se^n wn d. bls dre endgüluae R-gelung der Südbahnstage möglich wird, mit Unteistiitzmig der Staaten sichetznstellen. Die diesbezüglich emgeleneten Verhandlungen, welche die E ablierung eines rsgime xrovisoirs bezwecken, bewegen sich in der Richtung daß iÜr die Bedürfnisse des Betriebes durch Schätzung von jeweils auf die ursprüngliche Hohe zu ergälizenden BekrirbssondS für die einzelnen Netze voraesorgt.werden soll. Allerdings besteht hiernach vorlänsig nicht dre Möglichkeit, den O b l t* gationenhienst. der seit April 1919 ruht, wieder a u fz u n e b m e n. Um die Erhaltung der Einheiilichkeit der Betricbsführung des in v:er 3 tiafrn gelegenen Südbadnnetzes zu erleichtern, wurde dte Frage der Einsetzung rmrr grmrschlen Kommission besprochen, welche aus Vertretern der v > e r territorial interessierten Staaten unter dem Vorsitze emer fünf en Macht zusammengesetzt sein und die Hohntsrechte der Staaten auszuüben berufen sein soll. Hierbei wurde auch der Gedanke erörtert, daß jeder der vier Staaten das auf seinem Terrtzo»ium liegende Netz erwirbt und daß zugleich im wirtschMtchen Interesse der durch das gesamte Südvahnnev bedienten Kreise d r e E i n h e j t l i ch k e 11 d e s Betrie b.e ß durch Ucherlaffung der Betriebsführung aller Neye-an die S ü d b a h tMrtrr! I fchat t auf Rechnung der Staaten unter Emfevrmg ferner gemischten Kommission gesichert wird. Mit Rücksicht aut den dar gestellten Stand der Angelegenheit hat de Delegatron des Bklwaltuugsratrs Pa iS verlassen; dagegen ist der Generaldirektor behuis Fortsührung der Verhandlungen über daS r6gims xrovlsoir« in Paris zurückgeblieben. A'. ", v Die Resultotlosigkeil der Pariser Berhandltingen bewirkte an der gestrigen7 Börse ernen R ü ck g a n g der 8 o m b a r den um K 225.— svvn K 82 ».— auf 600.—) und der Zeigen G üd b a h np r i o ri t älen nm K 856.— (von K 1605.— aus K 1250.-)., ____ . Wevischastttche Nachrichten. Aus Berlin wird/gemeldet: Es fand eine Sitzung der- Baluta-Kommission statt, in der man sich auch mit der neuerlichen Entwertung der deutschen Valuta befaßte. Eine Reihe von Mitgliedern der -Kommission erklärte es, wiedas „Berliner Tageblatt"' hört, -für unerläßlich, die Einfuhr/die im Gegensatz zur Ausfuhr keiner schärferen Regelung unterliege, jetzt wesentlich strenger als bisher zu kontrollieren. Für gewisse entbehrliche Waren dürfe bis auf weiteres eine Ein fuhrb ewillrg un g nicht erteilt! werdeit. Wie die „Germania" erfährt, würde in der Kommission auch die Anregung besprochen, eine internationale Finanz-Konserenz einzuberufen. — „Journal des Dsbats" 31. ISrmer 1920 /«ÜBtY Menachem Mendel. Em Briefwechsel. Herausgegeben von Gcholem-Alesihem. J'ü d l f ch e n übertragen von Sregfried S ch m i tz. Das zweite Bünde! Briefe. „Papiere". (Dw Börse m Jehupez.) (11. Fortsetzung.) 6. Brief. Gchcf»>S i d l a rS Kas il wkr an ihva» Galten Menach m Menp.l kn A h tpi z. Dem hochgeehrten, edlen und mächtigen He 'rn, bem weifen Kenner der Thora, dem hochgeehrten Reb Menachem Mendel ehrfürchtigen Gruß. Erstens vermelde ich, Dir, daß wir. alle, Gott sei Dank, bdim DeMn Wohlsein sind; gebe Gott, uns, das gle:ck)e von' Dir zu hören fürderhin und nichts Schlimmeres. Zweitens teile ich Dir mit, Mein teurer b'emahl, daß Du, wie ich glaube,' schon total verrückt bist; Du wirst bald anfangen, in den Gafsen herumzurennen wie unfer Stadtnarr. Es genügt dem Manne nicht, daß man ihn in Odessa kennt, in Jehupez und Bobrisk; er muß es noch fertig bringen, daß man in Warschau auch weiß, daß es auf der Welt einen Menache n Mendel, gibt, we.ch.w mit Narrenwaven handelt; zuerst hat er mir „Lon on" gehandelt, und jetzt handelt er mit alten Fctz n und a le.n u ögl'ch n Narren vcr : mit „Pai ie e t", „Por/eflöhen", „W^g^tl", „Liliputanern". Und die nruß metesiBBsm er ausgerechnet in Warschau auftreiben und sich, darum mit den Leuten herum sch tagen. Gatt gebe e), erleben Möchte ich's, daß sich ein vernünftiger Mensch findet, tvelcher aus Dir Deine Narrheit herausprügelt, damit Du nicht nur, der Teufel weiß, was, im Kopfe_chast; hier zu Hause hast Du eine Frau — bis hundertund» zwanzig Jahre —; die muß sich Tag und Nacht mit seinen Kindern plagen; bald gibt's das, bald jenes! Erst gestern hätte ich beinahe ein Kind mit sielendem Wasser vom Suppensieb verbrüht. Ein Glück, daß es nicht über den ganzen Kopf ging! Wie sagt die Mutter, sie soll leben: ,',Zum 'Unglück muß man auch Glück haben I" Und der Mann — ihn geht das nichts an; er schaut sich Brände an! Großartig: Jehupez brennt; verbrennen und zu Asche werden möge 13 Dir samt j Warschau und samt Petersburg zusammen, Gott gebe es! Jeder ordentliche Mensch hier darf mich mit Nadeln stechen! Kann ich mich überhaupt nach auf die Gasse , wagen? Jeder zeigt auf mich mit Fingern: „Aha,! da geht sie, die Frau von Menachem Mendel aus i: Jehupez!" Ein schöner Spitzname; Ach und Wehe wich . mir, wenn ich ihn höre! Leben soll mir die Mutter; sie gibt es mir 'ordentlich zu hören: „Einen Mann" — sagt sie — „darf man keine Minute frei herunv- , laufen lassen; denn" — sagt sie —’ „wenn der Zimmermann sich auf Späne verlegt, werden die Späne — Späne . . . Ich habe es" — sagt sie — „im voraus gewußt: daS wird kein gutes Ende haben; ich wollte eine Geldheirat haben. Wie sagt man doch: Schwein, hast Du Geld? Sei mein Schtväher! Jetzt habe ich . die Geldbeirat: aeradczu eine G,oü»gru^e.j Dgs ($#" erfährt von informierter Seite, daß das franzssisch? tschechische Handelsabkommen anfangs Februar zw Unterzeichnung gelangen werde.Aus Prag wirb berichtet! Wie „Ustredni Oznamovatel" (Zentralanzeiger) erfährt, dürft! die geplante Besteuerung des Exportes, mit W auch die vorläufige Einstellung der Holzausfuhr zusammcni hängt, in ber Weise geregelt werden, daß der Staat n U r für gewisse Ausfuhrartikel gleich bei Erteilun« der Ausfuhrbewilligung bedeutend höhere Gebühren em heben wird. — Der „Narodni Lisch" zufolge hat das Banken-Konsortium für staatliche Finanz! transaktionen der tschecho-flowakischen Regierung ein« kurzfristigen Kredit von 300 Millionen Kronen über wiesen. — Die oberösterreichische Landesregiei rung veröffentlicht eine Kundmachung, wodurch im Sinn» der zwischen der Staatsregierung und dem Lande Oberösterreick am 11. November 1918 getroffenen Vereinbarungen Wi Einhebung der Landesabgabe bei der Ausfuhr von Hol) über die Lanbesgrenze mit 19. Jänner 1920 eingestelL wird. Der Transportfcheinzwang und die Einhebung vor Gebühren für die Ausfertigung solcher Scheine bleiben aber unverändert in Geltung, und zwar wird in «inet gleichzeitigeit Kundmachung der vberösterreichischen Landes regierung ein Tarif für die Transportscheingebühren bet Versendung von Holz innerhalb Oesterreichs und ein doppelt fo hoher Tarif bei Versendung von Holz außer, halb Oesterreichs aufgestellt. Nach dem, einfachen Tarif beträgt zum Beispiel die Transportscheingebühr für je eiw Tonne Holz bei Bahn- oder Schissstransport 4 Kronen. Für die Ausfuhr von Rundholz, heißt es im Punkt 8 dies« zweiten Kundmachung, werden bei Versendung innerhalb Oesterreichs für die Tonne 10 Kronen und bei Versendung außerhalb Oesterreichs 20 Kronen berechnet. Bei der Durch« fuhr durch Oberösterreich oder im kleinen Grenzverkeh« werden die Transportscheingebühren nach dem einfachen Tarij berechnet. . Ir^ Der Bergarhetterstrett in Mahrisch-Ostrim«j Aus Prag wird gemeldet: Der vierzehntagige Streik d« Bergarbeiter in M ä h r i f ch«O strau hat, wie die »Rarod«! Politcka" meldet, einen Abgang von 1,633.038 Meterzmütti K o h l e und 197.226 Meterzentnern Koks zur Folge gehabt Kurssteigerung der polnischen Mark in Berlin. Warschau, 30. Jänner. (Privat.) Die KurSsteigernna d« polnischen Mark in Berlin und m anderen deutschen Stadt«! d a u e r t a n. In Bettln werden für 139 polnische Mark LOS deutsche gezahlt. Wirtschaftliche Konzesfionen der So«leßregieruug? London, SO. Jänner. Einem drahtlosen Telegramm <at Moskau zusolgc ist dre Sowietregier»ng bereit.' im Austausch gegen die vom Auslande z» beziehende« Artikel eme Summe Gold zu bezahlen sowie Konzession«»«! machen. . V Sine polnische «ngarlsche HandelogeseSschMst i» Wien. Aus Lemberg wird gemeldet: „Gazera Wreezorna* erfähtt. daß in der nächsten Zeit in W i e n eine p o l n i s ch« ungarische Handelsgesellschaft gegründet weiden soll, deren Leitung der ehemalige Minister deS Neuster« B u r i a n Lbetnehmen wird. Französische Pelzeinüäufe in Pole«. Ruck Warschau wnd gemeldet: Seit einigen Tagen weilen hier Vertreter französischer Firmen, um für die nächste Saison iür Frankreich gro ße P elz eivkaufe zu besorgen. Balutenüurse. Die Besserung unserer Krone im nkRiralen Ausland bewirkte im gestrigen Heien Verkehr einen Rückgang der fremden Zahlungsmitteln. Es notierten:LrinotevL 5.—, Rud e i n oten K.. 3.05, Marknoten, grün. K 4.70, Akarknolen, rot, & 4.80, Lire k 1950, Dollar L 290.—, tschecho'--slowakisch eNotenA 3.40. Die Tatrabank in T«roez-Szt.-Marto« hat ihr Aktienkapital von bisherigen 1'6 Millionen Kronen am 8'2 Millionen Kronen erhöht und erhielt gleichzeitm die Ermächt'gung zur Erhöhung vis 5 Millionen Kronm. In Bälde wird der Besitz der Tatrabank in A m e r i k a verlaust werden, was eine neuerliche Stärkung der finanziellen Situation diei'cr Bank mit . sich hnngt. .. Wiener Mrs«. \ Gmpsindliche Verstauung des SRarktra, Die neuerlichen Warnungen de- Staatssekretärs Dr. Reisch jm Finanz- und Budgetau-schuffe vor werteren Ausschreitungen der Effektensvtkulatron führten an der gestrigen Börse z« em-sind- — sagt sie — „zerrinnt und die Grube bleibt übrig.' Briefe" — sagt sie — „wollt' ich ihm schreiben! Dab Fieber sollt' er. mir davon kriegen!' Wer einen Wink mit dem Stock nicht versteht" — sagt sie — „muß hrü Stock selber zu losten kriegen. Ich tvürde ihn" — sagt sie — „mit einem Besenstiel nach Hause bringen! Mit einem Ochsenziemer!" . . . Sag', Mendel: hat sie nicht Recht? Doch, was kann ich tun, da ich leider — so ein Bählamm bin, dem alles recht ist, was man sagt, und mit dem man machen kann, was man will! Eine andere an rneiner Slelle, zum Beispiel Blime- Z la te, wäre schon längst in Jehupez bei allenRabbinen und Dajanim gewesen, hätte Dich auf der Gasse nb'- gefaßt und Dir das Nötige zu hören gegeben, aber so, daß Du vergessen hättest, ob Du Menachem Mendel heißt und ob Du mit Liliputanern handelst oder Zwergen! . .... Weißt Du, Mendel: Deine Goldgeschäfte und die Schätze, welche Du dort einheimsest, die erkenne ich an den Geschenken, welche Du mir aus Jehupez' schickst; die Diamanten und Brillanten und die gestickten Hemden und die Spitzentücher, die ich von Dir kriege — sie sind nicht ohne! Mein teurer Gemahl, ich sage es. Dir im Guten: das halte ich nicht mehr aus! Entweder — oder: Entweder Du fährst, so schnell als es geht, nach Hause und wirst wieder ein Mensch wie die anderen Menschen, oder — der schlimms^ Tod falle auf meine Feinde — und — alles muß ein Ende haben. DaS wünscht Dir für heut' und jederzeit Deine wahrhaft treue Frau Scheine-Scheitchel.

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