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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-28 · Heft 366 (28.1.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 366 (28.1.1920)
Date
1920-01-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 868 Wien, Mittwoch »Preßagent." Einen btmerkknSwrtttn Fieifpruch in einem BkriMigungS« plwzesse füllte geller« das Verrrksgericht Josefsiodt tzandrSflnichl-« tat Dr. D eck e r). Der Bericht,gungSwerber Wilhelm Baser klagte de« verantworilichen Redakteur der .Arbeiter-ZeiiMg", Franz L i l l, wegen verweigerter Aufnahme emer Berichtigung, i« welcher er unter anderem die Behauptung, er fei Preßagent ausländischer' Propagandastellen, richtiggellellt wissen wollte; dm« ferne Tätigkeit en spr-cht seiner Uebrrzeugung und er siebe mit keiner ausländischen Bropagandallelle in Beziehungen. Der Beleidiger vertrat den Standpunkt, .Pießagent* sei eine Kritik für eine Alt pon Tätigkeit. Niemand werde als.Preßatimt* au'* genommen, nur aus keiner Tätigkeit könne man schließen, ob jemand .Preßagent* ist. Eine Krittk aber könne nicht berichtigt werden. Der Nrchter schloß stch dieser Auffassung an und sprach den angeklagtcn Redakteur frei. Landwehrmagazin, Postamt und Spital erbrochen. D«e CchwmgerichtSve; Handlung gegen die sechs Einbrecher endete für alle mu einem Schuld pruch der ©cMjwoituen. Der V «rich 1Sliot vrruue'lte hierauf Kranz Sckädlzuvier fahren, Franz H e r d r, ch zu d r e i I a h r e n. Franz Putz m zwercinhab Jahren. Front Kapp zu »w e r I „ h r e n. Karl S t e r z l zu zehnMonaren and Rchard Bruder zu sechs Monatenfchweren Kerkers. Der Volkswirt. Import und Export Palästinas. In den Monaten April, Mai und Juni 191B verteilte sich der I m p o r t in den drei jüdischen Zentren Palästinas iokgrndermaöcn:, Haifa 465.184 Pfund Sterling, Jaffa S14.667 Wnd Sterling. Jerusalem 370.916 Piund Stelling. Haifa ist l»aS größte Jmportzentrum. nach ihm kommen Jaffa, Jerusalem, Khaza, Tulkeran, Khan Uunis. Berlseba, Ludd und Alka, dessen Import llch bloß auf 12 Pfund Sterling belief. Dre Exportt Vf f e r Haifas beläuft sich auf 42.340 Pfund Sterling. nach ihm kommt Ludd mit 39.426 Pfund Sterling, Tulkeran mir 84^84 P und Stell'Ng, Jaffa mit 10.355 Pfund Sterling, Atka mit 2j77 Pfund Sterling und Jerusalem Mit 1637 Ptund Sterling. , Die wichtigsten importierten Artikel sind folgende: BaumwoWbrckate 434.865 Pfund Sterling, Rees 85.868 Pfund Stelling. Petroleum 40.055 Pfund Stelling,. Baumwollgarn 83.654 Pfund Sterling, raffinierter Zucker 81.514 Pfund Stttüng; wählend Hauptsächlich exportiert wurden: Seife 1885 Pfund C1ell>«g, Wein 19.877 P und Sterling, Durra lgrohes Mehl) 19.303 Pfund Stelling. Orangen 14.838 Pfund Sierlmg «nd Olivenöl 7797 Pfund Sterling. In diesem Zeit-, raum wurde über Harfa Zucker im Werte von 3476 Piund Sterlmg mtpvlt'.ert, während über denselben Hafen Rüste rm Werte von 913 Pftuid Stellrng sowie Aprikosenmarmeladr für 8476 Pfund Sterling expoltiklt wmdc». (Die Aplikoscnerrrte ist ' in PlEma' sehr reichlich, aber da sich diese Früchte ^nlcht lange Hallen und keine Emnchnmgen W lachg mäße Aufbewahrung vorhanden sind, ist ein großer Teil der Frucht dern Verderben ausgesetzt. Um die Marrllrn vor Berderben zu bewahren, kocht man sie häufig zu einer Flüssigkeit rin. die der ihrem Erkalte» fest wird und dann in Schnitten als nahrhafte Süß gleit gegessen wird.) Kartoffeln gibt cS nicht viele und nicht von guter Qualität: es wurden m dem genannten Zeitraum über Jaffa, Haifa und Atka Kartoffeln im Werte von 83.000 Ptund Sterling rmportrert. Der Frsch ang, der an der langen Küstenlinre Palästinas ausg'ebrg betrieben werden könnte, tst wckt rntwckelt; es wurde» lvw" kann ich jetz^, Gott sei gelobt, schöne paar hundert Rubel verdienen. Doch so lange sollen sie in Pet;r?burg Prügel lrrügen, wie lan.Ze es noch dauern wird, bis ich verkauf?! Im Gegentcfj, ick) denke daran, noch so hundert Siück „P rti.'ow" und so fünf „Ma'tzewer" mit ein wenig „Wolga'" zu kaufen und, wenn Gott das Leben schenkt auch ein bißchen „Transport" zu kaufen; denn aus Petersburg schreiben sie, man : möge, um Gotteswillen, irur „Transport" kaufen. A.les hat jetzt „T aisport": Juden, Frauen, Dollore«, Lehrer, D'.ener, Mägde, Handwerker — wer hat eigentlich feine „T anspor."? Wenn ein Juoe emem andern begegnet, so ist sein Wilikommgrnß: Wie stehen heute „Transport"? Kommst Du in ein Restaurant, so begrüßt Dich die Wirtin: „Wie stehen heute „Transport"? Gehst Du ein Päckchen Zündhölzer kaufen, so fragt Dick) der Krämer: „Wie stehen heute „Transport"? Kurz und gut — Jchupez ist wirklich ein Geschäftsplatz. Alle „spiegulieren", alle kommen vorwärts, alle verdienen Geld und für mich fällt auch was ab. Doch da ich keine Zeit habe, fasse ich mich kurz. So Gott will, werde ich Dir im nächsten Brief alles ausführlich berichten. I tzt gebe Gott Gesundheit nttd Glück; grüß' alle sehr herzlich Po» Deinem Gemahl ' Menschem Mendel. Richtig, das W i ch t i g st e! Da Du fragst, was ich bei Nacht in Bobrisk zu tun habe, so habe ich Dir doch schon gesagt, Jehupez ist eine Stadt, in der Juden nicht wähnen dürfen, außer sie sind „priyigeldiert". Bis ich mein Portefeuille" lo"geworden bin und d;: erst- Bilanz gemacht, habe, will ich dort, wo es nötig ist, „geldieren" und werde dann in Jehupez sein dürfen, wie alle a deren. I tz. heiß es fih perstsh, und ein besseres Versteck qlo Bovrisr gibt es ni^c. Das ist ein - Ort. wo es Sommerwohnungen gibt; und es gibt eine M.nge Sommerfrischler, die hinlau'en — -v laufe ich auch hin. Verstehst Du daS jetzt schon? lKorttetzuna tolatck Wiener Bivrgenzeiturrg denkvvä Aevd8vwvsvl»8tt Wien, lI.,Taborstrasse 8b, 7»«: All« baokm&sslgea and bttrsengesehäMiahen Transaktionen im la* and Anstande. Geldeinlagen in laufender Rechnung. Kostenlose Verwahrung non Depots. Vermflreneverwaltnnften, Laareeielonen, Aasuthlnngen, IJeherweisangen. g;p?rat?Warcnabteilungi 'MM», Kulanteste Bedingungen. MT Information«» kestenloi. Telegram n-Adress*: „Bankmayer Wien». 5033 r.~'.=z ZESSSESSESEESSSEESSSSSBSBF1' •'■ "" BERNHARD während April, Mai. Juni für 8878 Pfund Sterling gesalzene und geräucherte Fische, hauplsächlich ouS Goßbr'tanniM und AegvPten. e i« g e f ü h r t. (Es werden Vorbereitungen Utr jüdische Unternehmungen auf diesem Gebiete getroffen.) An Papiersorten wurde erngefühtt: Zigarettcnpapier 6857 Pi«nd Stersing. Schreibpapier 1649. P und Sterling, Packpapier 687 Pfund Sterling. Die Zündhölzchen, erzrugung könnte eine einträgliche Industrie PalastinaS werden. Der Wert der während des oben genannten Zeitabschnittes einaelilhrten Zündhöl;chen erreichte eine Höhe von 23.583 P und Sterling. Da aber der größte Teil der Zündhölzchen aus Japan kommt, müßte man angesichts der niedrigen Preise einer starken Konkurrenz gewärtig sein. Der Wert der großenteils aus Großbritannien importierten Wollfabrikate belief sich auf 6387 Pfund Sterling. Großbritannien, Indien und Japan sandten Seidenwaren für 16.680 Pfund Sterling, während für 3184 Pfund Sterling Leinwand eingeMrt wurde. Folgende Gegenüberstellung zeigt den Mangel an Kleiderkonfeltion: importierte Kleidungsstücke 23.014 Pfund Stersing, Baumwolle 30 Pmnd Sterling. Die verschiedenen rrngeführtrn Schreibrequlsiten erreichten eine Höhe von 1831 P'und Sterling. Durra wurde im Betrage von 19.302 Pfund Stersing exportiert (das ganze Juniquantum ging nach Aegypten); aus bieftm Mehl backen die Ernhermrfchen ihr Brot, für Europäer ist eS kein rwräglicheS Nahrungsmittel. Der Orangerryport belief sich aui 14.328 Pfund Sterling; im Juni allein gingen für 161 Pfund Sterling nach Aegypten und für 13 Pfund Sterling nrch England. Andere Ausfuhrartikel sind: Ol venöl, 7797 Pfund Sterling, Wein, 19.877 Pfrmd Stersing das ganze Juniauanlum nach Aegyptcw. Sesir wurde für 48.885 Piund Sterlmg aus- und für 1373 Pfund Sterling ein» geführt. Günstige Aussichten der Prämienanleihe. Die bereits von uns angekündigle Emiisiov der Prämienanleihe wurde unter Vorsitz des SkaatssckretärS Dr. R e r f ch im Staatsamt tür Finanren neuerlich besprochen. Anden Debatten beteiligten sich die führenden Bankduettoren und eine Reihe hervorragender FinanrmSnner. Es würde darauf hingewiesen, daß die >n den letzt m Tagen bervorgelretme außerordentliche Festigkeit b e S A n l a g e m a r k t e S, dre starke Steigung btr tH e u ten und die Gehöbung des Kurses der Kriegsanleihen a l S g u t e s V o r z e r ch e n für den Verlauf der Z e t <ö u u n « s n f d r e P r& m t ena « (e r h e. angesehen werden. können. Mau gab der Hoffnung Ausbruch daß die Prämrenanlerhe von Erfolg bewertet sem werde. Wirtschaftliche Nachrichten. Die B u d a p e fl e r ,F i n a n zck «st r t u t e bereiten KavitalSerhöhnngrn vor. Dw Landesze n t r a l - S p a r k a f f e rmd die Nationale Sparkassen- und Bank-A. - G. habe» die Beschlüsse auf Erhöhung «hreL Aktienkapitals bereits gefaßt Auch die K oln m e r z r a l»B a n k, die C r e d i t - B a n k und die Ungarische^ Bank werden demnächst ihr Aktienkapital erhöhen, wobei den Aktionären unter besonders günstigen Bedingungen die neuen Aktien angeboten wer dm sollen. — Aus Warschau wird uns tel-praphiert: In der letzten LandtagSsitzuna brachte Fmanzminister G r a h s k r emen Gesetzentwurf ein, am Grund dessen die Negirrunq zur Emission neuer Mark- Noten ermächtigt wnd^ Nrch den Best mmunaen des GesetzenlwurseS würde di« Gesam höhe der umlaufenden Marlnoten 9.730.150.860 Mark betragen. Finanzminrster GrabSkr begründet die sllolwendrgten der neu » Eunffioncn m erster Reihe mit den Auiwen dünge» für dre Armee. — Aus Wafhrngton wrd gemeldet: Marincsrkretär Daniels hat dem Kongreß eine GesetzeIvorlage über em B e r b o t der Ausfuhr von Helium vorgelegt, AusgaVe neuer Zwanzig- und Zehntzrynennote» in der Tfchechv-S!owakei. Prag» 27. Jänner. Den »Narodny.L sty* zufolge werden am 1. Fcbruar die neuen Zwanzrgkronennoten und eine Wocke später die neuen Zrbnkronennoten rm Umlauf gesetzt werden. Damit wrrd der Austausch der österreichisch'ungarischen Banknoten gegen tschecho-slowakischt Staats- Note» zum Abschluß gelangen. Ungarische Verordnungen Über de» Verkehr mit fremden Zahlungsmittel». Budapest, 37. Jänner. Eine heute erschienene Regierungsverordnung setzt die am 18. Jänner 1918 erlassene Verfügung über die Einschränkung des Handels und des Verk-hreS mit fremden Zahlungsmitteln und des Verkehres mit dem Auslande außer Kraft. Als Ausnahme wird jedoch weiter verfügt, daß die Ausfuhr von Waren, Effekten oder Mobilien, die an eine Mmistertalbewilligung gebunden ist, nur dann zulässig ist, wenn deren Gegenwert in der Valuta deS Bestimmungsstaates der Budapestev Hauptanstalt oder einer Filiale der Oesterreichisch-ungarischen Bank oder dem Finanzministerium zur Verfügung gestellt wird. Das Finanzministerium faim gestatten, daß Geldinstitute ober Firmen, di« sich bisher mit der Ein- und Ausfuhr von Waren und Effekten gmchäftsmäßig besaßt haben, von der Verhfsichtnng des ErlageS eines Teiles der ausländischen Valuta enthoben werden. Die überlassene fremde Valuta wird zunr Börsekurs zugunsten der Partei verrechnet. Gold oder Silber darf in keiner Form ausgestthrt werden. Das Finanzministerium kann aber diesbezüglich Ausnahmen gestatten. Ferner fetzt eine Regierungsverordnung die am 19. Februar und am 33. Februar 1919 erlassenen Verordnungen über zeitweilige Einschränkungen des ZahlungSverkehres außer Kraft. Vs bleibt bloß die Einschränkung weiterbestehe«, daß ungestempelte Noten der Oesterrenhisch-nngarischrn Bank, 28. Jänner 1920 _ iveue 7^ die Ein- und Z weikronen-Noten inbegriffen, naÄ Ungarn nicht eingeführt und nicht Überwiese« werden dürfen: ausnahmsweise kann dies jedoch vom Finanz-' Ministerium gestattet werden. Im Reise- und Grenzvertthr^ dürfen 1000 Kronen in nicht gestempelten Noten eingeführti werden. \ Eins neue Organisation der polnischen AohSls raffinerie. AuS Warschau wird uns telegraphiert: Am 30. d. M. fand hier eine Versammlung von Vertretern der p o l n i s ch t tt Rohöl raffinerie statt, in derd,e G r ü « d u « g einer Organisation zur Vertretung der Interesse» dev' Raffinerie« beschlossen wurde Die VorbereitungSarbeiten find schon im Zuge und sollen demnächst zum Abschluß gebracht werden. Die Organisauon wird wahrscheinlich ^Verband pol« nischer Naphthafabriken" heißen. Wle «vS ferner auS Warschau tesegtaphiert wird, ist an Stelle deS Herrn Dr. Klobassa-Zrencki, der feine Demission gegeben hat, Herr Stanislaw W i d o m S k i zum Präsident« des Raphtha-AmteS ernannt worden. Di» Kriegsanleihe in der Tschecho-Slowakei. Prag, 27. Jänner. Wie die Blätter melden, hat da- Finanzministtnum dem Mmisterrat bereits einen Ge^ventwurs über die Kriegsanleihe unterbreitet. Im Falle der Genehmigung wird der Gesetzentwurf noch in dieser Session der Narionatvelsammtung überwiesen werden. DteTitreS von Privatleuten und Erwerdsgefrllfchaften sollen grnndsätztichnichr honoriert werden, und rwar schon mit Rücksicht aui dre Tatsache, daß sie sich auf zusammen 5.7 Milltaidcn Kronen bezisfetn. nicht inbeglissen jene Posten von Kriegsanleihe, dre auS dem Besitze der nostlifiziertm Gesellschaften auf tschecho-slowakische Rechnung übergehe» werde». Eine neue Prämienanleihe i« Prag. Prag, 27. Jänner. »Narodni Isisty« erfährt, daß dir Regierüng eine neue Prämienanleihe auSzuickreib« gedenke. Die Verzinsung sott m t 4 V/e angesctzt werden und wyrde mit Ei«- rechnung der Prämie ungefähr 5'/,'/e betrage». Amerikanische Warennotierungen. New-Bork» 24. Jänner. Baumwolle: New-Work loko 99.25, New-Orleans lokv 40.-, N-w-Vork per Jan««' —, New Aork per Februar 36.95. Petroleum: Raffinade (in caaes) in New-Nork 25.75, Raffinade Standard White ttt New-Nork 2t.—, Raffinade Standard White in Philadelphia 2l —. Petivleum Credit Balances at Oil City 5.—. Rew-?1ork Mehl (Marke ..Spring Clears"f 935 bis 10.50»j New Port W e r z e« loto Winterweizkn 237V.» Sommerweizen 237'/,. New dork Mais per Western loko l74.50. New-A-rk Zucker Stand»' d Granulated 15.20 bis 16.—, Raw Centri-, tugal >3.04. New-Aork Kais e e Rio Nr. 7 loko 16.—. New- Nork Schmalz (Marke Wilcvx) 27.—. Schmalz Wester»! Steam 34.05. New-Nork Baumwolle Znfnhrm m dm Häfen fehlen. . Konkurs deS Bankgeschäfte» Bing ft Co» Bo« Äandclsgcrichte W.m wurde aui eigenen Antrag der Konkurs eröffnet über die Firma Bankgeschäft B i n g & Co., I., Werder-! torgasie 17. und über das Vermögen de« persönlich haftende» Inhabers Karl G e r st l. KonkurSkonlM'ffär: OberlandesgerichSrat Karl Biber, Massavc» Walter: Dr. Otto Haas, I., Stubenring 14. Termine- 6. Februar. 10 Uhr vormittags, 26. Mürz! und 9. April, 10 Uhr vormittags. Aktiva K 8,100.000, Passivai K I3.6nv.000. .! Die Renten- und Einkommensteuer. Da die legis-! lative Aendrrung einiger wefemlicher Bestmmmgen über dre Beranlagana der Renten- und Einkommenst e u e r mit Wirksamkeit vom 1. d. M. beabsichtigt wird, hat daS Startsamt für Finanzen angeordnet, dis auf weiteres mrt allen auf Veranlagung dieser Stenern pro 1920 ab sielenden Schritten innezuhalten. Es werden daher insdesondere die individuellen Auffordeiungen zur BekenntniSlegung b»S «ufi weiteres unterbleiben. j Aktiengesellschaft zur Elektrifizierung deS südlichen Böhmens. Wie die ^Trtbuna" erfährt, bat ein Kost» fortium ssidböhnlifcher Bezirke die Rgnitgruden m Mydlowar ber Frauenbcrg von der ZiynostenSka Banka angekauft, aus welchen die m Südbohmen zu errichtende große Zentrale mit Brennstoff gefveist werden soll. Die Hauptunternehmer leien der Staat, daß lland und die verein'gten jüdbohmrschrn Drzrrke. DaS Privatkapilai werde mit 40°/<> beteiligt fern. Der Staat habe schon trüber e, klärt, sich mit 2 Millionen Kronen beteiligen zu wollen. Das Unternehme» soll in Form einer Attlengefellschaft mit 10 Millionen Kapital, erhöhbar auf 30 Millionen Kronen, ins Leben gerufen werden. Es wird brabsicht gt, die bestehenden private» Elcktiisilä.ömeckc Sudböhmens der neuen großen Zentrale anzttglredern, eventuell rm Wege der Expropriation. Amerikanische Kaufaufträge auf ungarische Effekten. Wre ,Az Ujsag" meldet, sind bei den Budavester Geldinstituten große Aufträge amerrkanifchrr Bankiers emqrlattfen, die ungarische Papiere, iNsbesonders Industrie- und Bank-Atttea ankaufen und lhre Aufträge in fremder Valuta bedecken lasse». „Reichssraauifttt-n der Steuerträger. Diese von einet! Reihe bekannter Persönlichkeiten ins Leben gerufme Organisation hat in Wien wie auch in den Steuerbezirken der Länder Bezirksgruppen geschaffen. 'Die Bewegung, welche» auf den Zusammenschluß sämtlicher Steuerträger zur Durchsetzung der Forderungen derselben: Schaffung eines wirklichen Steuerrechtes, Beseitigung des ttberhandnehmemden Bollzugsanwrisungswesens, Verbesserung des unzulänglichen Veranlägungsverfahrens, Schuh gegen ungerechte Besteuerung und Schaffung eines Finänzbeirqtes beim Staatsamte für Finanzen, hlnzielt, gewinnt großen Umfang. Schon dieses Programm verspricht eine erfolgreiche Tätigkeit und dürfte der Organisation große Anhängerschaft erwerben. Eine vo» den bekannten Steuerpolitikern Magistratssekretär Doktor August Fuhr ma nn, Landtagsabgeordneter Anton Naglet und Rechtsanwalt Dr. Emil-Kolle k gezeichneter Aufruf kordort zum allgemeinen Beitritt zur Reichsorganisation auf. Beitritt sowie Mitgliedschaft sind unentgeltlich. Generalsekretariat: Wien, 1. Bezirk, Wipplingerstraße 23. Die Neuregelung des Warenverlehres. In der am 20. d. M. stattgesundenen stark besuchten Diskussion des Verbändeder Industriellen, Kaufleute und Gewerbetreibenden Deutschösterreichs' über österreichische Ein- und Ansfuhrpolitil erstattete Staatssekretär a. D. Professor Josef Schumpeter das einleitende Referat, in dem er das gegenwärtige System der zahllosen schikanösen Beschränkungen und Hemmungen als schwerwiegende- Hindernis für deh Wiederaufbau Oesterreichs bezeichnete. Nur durch Vereinfachung des amtlichen Apparates, Einführung der HandelÄl freiheit und vor allem Zulassung der Mitarbeit der Fach» leute ans dem Berufsleben an der Verwaltung kann dft Basis für wirksame, volkswirtschaftliche Arbeit geschaffeh werden. Die Zwangswirtschaft habe versaat und müffi

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