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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-27 · Heft 365 (27.1.1920) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 365 (27.1.1920)
Date
1920-01-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Re. 365 Dnen, rvrensras * Freie Aerzlestelle. In der Lungenheilstätte Steinklamm der Gemeinde Wien gelangt die Stelle eines Sekundar- »rztes vorläuffg vrovilorrsch auf die Dauer von 2 Jahren zur Besetzung. Entsprechend belegte. Gesuche sind bis spätestens Samstag den 7. Februar im städtischen Gesundheitsamte, neues Rathaus, emzureichen, wo auch nähere Auskünfte erteilt werden. * Senator Morgenthau kommt wieder nach Polen. Wie den' Polnischen Stinrmen" aus Warschau berichtet wird, beabsichtigt Senator M o r g e n t h a u, diesmal als Privatmann Polen neuerdings zn besuchen. " * Hofvat Dr. German gestorben. In Lemberg ist der frühere Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, Hofrat Doktor Ludomil German, 69 Jahre alt,,gestorben. Dr.German, der der nationaldemolratischen Partei angehörte, vertrat im Reichörate ' den Wahlbezirk Neu-Sanbez—Alt-Sandez—Nerrmartt: Er war Landesschulinspektor für Mittelschulen in Lemberg. . , * Die tschecho-slowakische - Paßkanzlel im 1. Bezirk. Wallnerstraße 3, wurde aufgehoben. Alle schriftlichen Ansuchen'in Pasiangelegenheiten sind an. die Einreichungsstelle er tschecho-slowakischen Gesandtschaft zu richten. * Wien—-Triest-Expreß. Die Beirrebsdirektion der Südbahn teilt mit: Mit 23. Jänner 1920 wird auf Grund besonderer Vereinbarungen mit den italienischen Behörden unier- Verwendung von über Triest bezogener amerikanischer Kohle zwischen Wien und 'Triest ein neuer Expreßzug in. DerWr gesetzt. Dieser Zug ' wird an.'.der Richtrkng nach . Triest jeden Montag und Freitag, in der Richtung nach' Wien jeden Dienstag' und Samstag verkehren. Die Abfahrt von Wien Südbabnhof erfolgt um 7 Uhr 20 Minuten/ früh, die Ankunft in Graz um 12 Ufir 07 Minuten nachmittags, in Laibach um üMr.27 Minuten nachmittags und in Triest um 8 Uhr 35 Minuten abends. In der' Gegenrichtung erfolgt die Abfahrt Triest'um 6 'Uhr 15 'Minuten früh, von Laibach um 11 Uhr 25 Minuten vormittags, don Graz um 4 Uhr 49 Minuten nachmittags und die Ankunst in Wien Südbahnbof "ürn 10 , Uhr abends. Diesem Zug wird auch ein direkter Wägen Wien—Zagreb--Beogräd (über Zidanimostf km Anschluß" aw den Expreßzug Paris—Beograd (über Modane) beigegeben. ' ' Die explodierten Socken. Auf bisher noch nicht dagewesene Weise ist gestern der 46jährige Hilfsarbeiter Wilhelm. K e r st e n in seiner Wohnung, 13. Bezirk, Mitisgaffe Nr. 25, verunglückt. Er kam seinen Socken mit dem Licht'zu nahe, und die Sockendie aus Schieß bäumwol-le angefcrtigt waren, explodierten! Kerstenerlitt Brandwunden. im Gesicht, an. den Händen und Beinen und wurde von der Rettungsgesellschaft verbunden.? Min. pers/hwund-ener Student. Einer dem .Polizei- Kommissariate Alsergrund am '25. d'.' M, erstatteten Anzeige zufolge/'ist der Student Theodor Sand or aus Budapest in Gesellschaft eines 35- - bis 40jährigen Mannes, gleichfalls eines-Ungarn, mach Entwendung/von Juwelen und Damen--. Neidern im Werte vdn .60.000. Kronen aus dem Hause Hörlgasse Nr. 9 verschwunden. Der Begleiter Sandors trägt kmgen Stadtpelz, schwarze Hose, Röhrenstiefel und einen Plüschhut. '•* Die Bakkaratstortir in der Pratcrstraße. Fräulein LM. Tauss i g ersucht uns, sestznstellen, daß sie nicht die Veranstalterin der am 22. d. M. in der Präterstraße ausgehobenen Hasardpartie war und daß sie auch niemals Konipagnonin des. Frjiuleins Mimt Marlow war. .'^Der Dirbstahl, im Kunsthistsris^en Museum. Auf die Wi^rerlangung dev.inr Kunsthistorischen Museum gestohlenen G«g<MKvM>.:^r>MaxschstWä'be».' des -Ehsenbeinfächers und der 86 Gikmmen, -ist seine- Belohnung bis zn §k. 20.000.— auSgesetzt,, * Der Bvrnrd in'drr ästen Post. .Bei dem sonntägigen Brande im alten Postgebäude, in dein gegenwärtig mehrere Abteilungen dps liquidierenden Kriegsminisheriums amtieren, wurden drei Gruppen desselben.sehr geschädigt. Es sind dies die Gruppe l (Verpflegswesen), Gruppe II (Artilleriezeugswesen) und Gruppe IV (Bauwesen).. In diesen Gruppen hefattben sich hauptsächlich Rechnungsakte von Formationen aus dem-Felde uttb den einzelnen Krön ländern. Ein großer Teil' der Akten ist verbrannt, wodurch/ bei den Verrechnungen, namentlich mit den Nationalstaaten, sich manche Lücken und Schwierigkeiten ergeben bürsten. Diese. Dokumente, die ein Raub 'der 'Flammen wurden, stellen 'aber nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Aktcnmaterials dar und es dürfte sich..aus Hern letzteren das Fehlende ergänzen lassen. Adolf Stand-Stiftung. Wir erhielten für d'e Adosi StandSt-stnng der »Wiener Morgenzcituna" . von. den .Herren Marius Fintel, kl.. tL 50.-); Josef-Kretz, Wien, Oskar Wodl. Wien, Friedrich Philipp, Lemderp: X 1000-7-; Samnel Tillingcr, Btten lX., 200.—; von dersBezirksscktion W>en-Lropoldffadt, gesammelt nnd ergänzt bei der Tramrserer im Türkischen Tempel, K lOüO.—. Bisher emgrlaujev L 15.437.^. . Vereinsnachrichten. Heute: Z i o n i st i s ch e' B e; r r k s s e k t i o n X/Xl. B o rk r.a g su n dLi cht b i lderabend ^Piläst na,Land und Beute".., y?6 fihr nachmittags im Pauerresaäl des Arbeitet Heimes, ßö^cnvittQcifif^ Die Ernährung. Der Marktbericht. Die Märkte waren gestern außerordentlich schwach besucht, doch waren selbst die geringen Zufuhren mehr als ausreichend. In der G ro ßmarkthalle, Fischabteil ung, waren 5000 Stück Bücklinge zn K. 6.— pro Stück erhältlich, die aber auch infolge des' geringen Marktbesuches ' nur langsam abgingen. - Gemüse wav nur durch verschiedene Rübenarten vertreten. An Obst gab es sowohl billige steirische Aepsel als' teure Tiroler Tafeläpsel'in genügenden Dingen. Neuerliche Erhöhung der Fleischpreife. Am 1. Februar treten abermals erhöhte Fleisch- Preise in Kraft, die erst vor ganz kurzer Zeit in einer Höhe' angesetzt worden waren, daß sie kaum für den Großteilder Bevölkerung erschwinglich schienen. Nach den bisher gattenden Preisen stellte sich das vayonierte Rindfleisch auf K. '65/— für Vorderes, - K. 69.— für Hinteres und K. 88 — für Brätenfleisch . in - den sogenannten teuren Wochen, während sich nunmehr in der sogenannten billigen Woche, die jetzt ab 1. Februar nur einmal in jedem Monat wiederkehten wird, ein Kilogramm Vorderes auf K. 50.—, Hinteres auf K. 52.— und Brätenfleisch auf K. 66.— stellen wird. In den sogenannten teuren Wochen — das sind nach den neuen Bestimniungen drei im Monate — wird ein Kilogramm tzKrderps. MMleisch K.?L.—± |.mtgwS Wleuev Morgenzerrunst K. 102.— und Bratenfleisch K. 124.— kosten. Diese neuerliche Preiserhöhung für das wichtigste Lebensrnittel bedeutet für die breiten Schichten der Bevölkerung geradezu eine Katastrophe, da schon bei den bisher geltenden hohen Preisen ein großer Teil der Bevölkerung von dem Fleischgenusse so gut wie ausgeschaltet war und nunmehr der Kreis derjenigen, die auf den Fleischgenuß werden verzichten - müssen, - noch ein weitaus größerer sein wird. FürsoraeblätLer nnd LieLesgabenvertettung. In der Bevölkerung ist dis Meinung entstanden, baß der Besitz des Familien-Fürsorgeblattes an und für sich schon zum Bezüge der Liebesgaben berechtige. Dies ist nicht richtig,- da nur die betreffende ausländische Mission, in deren Auftrag die Lebensmittel verteilt werden, oder das Frauenarbeitskomitee nach freiem Ermessen zu entscheiden hat, wer zum Bezüge einer Liebesgabe berechtigt ist. Das Familien- Fürsorgeblatt dient nur zum Zwecke der Evidenzhaltung. '27. Jänner 1920 Schreit Leopold Steinhart, Wien, Biberstraße 9. «ulslhire«' Größte Auswahl! Billigste Prelftk Es war wohl noch naß, als der Weltkrieg ausbrach' — das Sauerkraut konnte nicht mehr expediert werben! — und'mein Bild mag nun vielleicht — es war bisher nicht möglich, es auszuführen, obgleich es doch mein Eigentum ist — auf der „vente Renoir" versteigert werden, und vielleicht hängt sich irgendein französischer Chauvinist die deutsche Schauspielerin an die Wand. Mitteilungen der „Rohö". Zentralniagapn. VIH., Pmiistengaffe 19: Abgabe von Fettherrnoen, Corned Beef, Essig. Obsicremr, Schokolade, Vanillezucker, M.rfikaffee. Luxus-Toiletteserfe, Dörrzwirbel, Hausväsiete, Gulaichtabketten, Puddingpulver, Bodentücher. von 8 bis 12 Uhr und von V?3 bis 5 Uhr. — 1., Nibelrmgengasie 7: Schokolade, Obsicrrmr. Corned-Beeß Aepsel, Malzkasfre. Schweizer R'sotto, Gulaschtablc'tten. Van, Lcinenstaubrücher. Paradrismark, Hausvasiele,' von 8 bis 12 Uhr und von */,3 bis 5 Uhr. — U. und XVU. Bezirk: Obsicreme. Schweizer Risotto, Sauspastete, Kleinigletten, von 8 bis 12 Ubr und von V-3 bis 5 Uhr. — IV. Bezirk: Abaabe von Obßcrrme, Co'ned-Becf, Klrimpiciten, von 8 bis 12 Uhr und von V-3 bis 5 Uhr. — Xltt. Bez-rk: Coined-Bcef, Obßcrrme.' Toilciteirife, Schokolade, Dohnen, Essig, Hau°-vastete, P'rffer. von 8 bis 12 Uhr nnd von V-3 bis 5 Ubr. — XVIII. und XIX. Beznk: Schokolade, Corned-Brei, Bohnen, Essig, Pfeffer, von 8 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. _ , Das Tttederlandifche Hilfskomitee für die Wiener Kinder in W>en, Auqartcnpala-s, teilt mtt, daß es iür die nächste Zcit mit Anmeldungen von Kindern vollauf versehen ist und diese , erst unterfingen und der Erledigung zuiükren muß, bevor es Neuanmcldungen entgcgcnzunrhmrn wieder in der Lage ist. Die Liebesgakenverteilung im VII. Bezirk ift wegen Mangel an Waren b:s auf weiteres eingestellt. Tie nächste Verteilung wird rechtrri ig betanntgeoebcn weiden nnd werden h erbei Personen, welche bei der letzten Abgabe mit Nummetn und Zettel deteilt wurden, in erster Linie berücksichtigt. Kartoffelabgabe. Dienstag bis Freitag tvetden im IX. Bezitke Holland sche Kartoffeln zum Presie von X 5.10 pro Kiloaramm. und zwar 1'Kilogramm pro Kopf gegen Abtrennung der Buchstaben L und M der Kcnrofsilkarte ausgcgebrn. Bühne und Kunst. Kammermrrsikabend. Ein neues Trio: Käthe Koller, Konzertmeister Josef Zimbler und Professor S. Auber führte sich' auf bas glänzendste mit seinem ersten Abend ein. Konzertmeister Zimblers Spiel ist mit all seinen Tugenden genügend bekannt. Wie sonst an der Spitze -des Orchesters sein' meisterhaftes, ehrliches und wahrhaftes' Musizieren den Musikern zum Vorbild dient, war auch in diesem Dreibund sein Einfluß der führende. Käthe Koller zeigte am Klavier imponierendes- Können, perlende Technik und diskrete Begleittrngskünst. Insbesondere die Es-Dur-Sonate von Strauß, die Zimbler besser spielt, als manche verhimmelte Größe, war für beide Vortragende ein voller Erfolg. Professor Auber ergänzte mit seinemgesangvollen .Celloton und feinem rhythmischen Empfinden die musikalische Gemeinschaft, die ein Beethoventrio und das große A-Moll-Trio von Tschähkovskh zum' Vortrag brachte. Der vollbesetzte Saal spendete reichen Beifall. M. Dsi Auvuste Nenokr. Üeber den jüngst verstorbenen Maler Renoir erzählt Tilla Durieux: Es war im Sommer 1914, als ich Renoir in Paris zu einem Porträt saß. Der damals 73jährige Künstler ließ schon nach wenigen Worten seine körperliche Hilflosigkeit — er war so von Gicht geplagt, daß er im Rollstuhl gefahren werden mußte und der Pinsel wurde ihm am Arm festgebunden — vergessen; sein lebhafter Geist, seine sprühenden Augen fesselten sofort. Er fing an, mich in ganz kleinem Format zu skizzieren; von Sitzung zu Sitzung wurde aber die Leinwand größer, wuchs, wie sein Jnte-e'se für sein Werk und alles, was ich ihm von Deutschland zu erzählen wußte. Er hatte selbst längere Zeit in München gelebt und stud'ert, war durchaus bewandert in unserer Kunst und Literatur und wußte geistvoll darüber zu plaudern . . . Als wir einmal von Musik sprachen, wollte er mir seine Lieblingskomponisten nennen, die Ramen waren ihm aber entfa'ler. Wagner war es jedenfalls nicht; er fand ihn schwülstig und vor allem zu tränenreich. Er liebte das Heitere in der Kunst und verlangte vom Kunstwerk unter allen Umständen die Auslösung einer bejahenden Lebensfreude. So waren seine Lieblinge — „Gounod" souflierte ihm seine Pflegerin und „monstre, valsez-vous" gab er ihr zurück und nun wußte er es: „Bach und Mozart, das waren die Auserwählten. Renoir hat sich auch als Bildhauer versucht. In seinem Atelier — es war noch dasselbe, das er seit seinen frühen Anfängen auf Montmartre bewohnte — stand eine eben vollendete Büsie seines damals dreizehnjährigen Sohnes. Als mein Bild, das mich übrigens im Pygmalion Kostüm der damaligen Aufführung zeigt, beendet war, bedauerte ich sehr, paß nun die täglichen anregenden Plauderstunden ein Ende yalen sollten; ich mußte ihm versprechen, gleich nach meiner He mkehr ein Füßchen Sauerkraut an ihn zu senden, für das er von München her schivär:nte nnd das. die Franzosen im allgemeinen als Barbarcnspeife vcrach e t. Das Bild _foUtct wenn es aetrocknet. war, mix. nachgeMickt werden.^ Friedrich August v. Kaulbach gestorben. Aus München wird gemeldet, baß Kaulbach in Uhlstädt bei Murnau an einer Herzbeutelentzündung! gestorben ist/ Er erreichte ein Alter von 70 Jahren. Kaulbach entstammte einer berühmten Maler-! fämilie und begann seine Studien unter Leitung seines Vaters, der als Maler am Hannoverschen Hofe wirkte.' Schön der Zwanzigjährige erzielte mit seinen Genre-l bildern ungewöhnliche Erfolge und sein Ruf verbreitetesich von München aus, wo er im Jahre 1872 seinen dauernden Wohnsitz nahm, rasch in alle Lande. Aus der ersten Periode seiner Wirksamkeit stammt die berühmte ,-L aut ens chlägerin", die im Wiener Hofmuseum; hängt, und der „Maitag", welches Gemälde die/, Dresdener Galerie erworben hat. Andere Genrebilder!, des Meisters aus dieser Zeit, wie: „Burgfräulein mit'- dem Pokal", „Träumerei", „Mutterfreude" u. a.» sind! durch Reproduktionen populär geworden. — Weltruhm erlangte er aber als Porträtist. Kaulbach war insbesondere ein Frauenmaler v>on erlesenstem Geschmack und höchster Charakterisierungskunst. Nicht nur die bayrischen und russischen Prinzessinnen, auch viele hervorragende Frauen der Künstlerwelt hat er auf dev Leinwand verewigt und eines seiner berühmtesten Werke' ist wohl das Bild der Sahavet. Auch einige entzückende^ Kinderbildnisse hat er geschaffen, die in Wiedergabe«, weiteste Verbreitung gefunden Halen. Ein glückliches, ungemein fruchtbares Künstlerleben hat seinen Abschluß gefunden. Aus de» Theatern. Am Burglheater gelangt morgen Mittwoch Hebbels „I u d r t h" zur Aufführung. Beginn 5 Uhr. j Wegen Erkrankung der Frau D t b i e! c geht ttt btü V o 1k sover heute statt der »Kuhreigen" „3> t e 3 fib t rr* 1 in Szene. Den Eleazar singt Kammersäug r Willram Miller Dre Karten behalten chre Gültigkeit. Anfang 7*5 Uhr. In derNeuen W i e n e r B ü h n e begmnt tue Erst- , aufführung von Gerhart Hauptmanns .Ha u n e l e K, H r m m e l f a d r t" pünktlich 7*6 Uhr. Zuspätkommende könne» rrst nach dem ersten Teil zu ihren Sitzen gelange». j Die »Freie Jüdische VolksbühaeE Samstag den 31. d. M. zur Erinnerung an den während der Pogrome ermordeten jüdischen Dichter A. W i»t e r beste» , Drama erS t i m e r"imW i e n e r B Ü r g e rtheatee zur Aufführung. Herr Dr. Wattenderg hä» eine Gedenk rede. Beginn 2 Uhr nachmittags. \ LazarKrestins Gemälde „Klans i rr Neusandez^ welches wiederholt aut Wiener Ausfüllungen zu sehen war und aus zahlreichen Reproduktionen bekannt ist, wurde jetzt käuflich erworben. Das Bild, eines der besten Werke des Wiener Malers : ist in denPrwatbcsitz des bekannten jüdischenMäeensB.Feilen in Bern übergegangen. i ^Etwas ist faul im Staate Dänemark.* Au- Kovenbagen wird gemeldet: Im Flensburger städtischen Tbeater iand. wie »Politiken" meldet, el«e.Hamlet"- Aufführung statt. Bei den Wviten: „Etwas ist faul t« Staate Dänemark", brach em mächtiger Skandal los. Die im Theater anwesenden Drinen und Dänenfreunde bedachten die Schauspiele« mit allerlei „schmeichelhaften" Zuruftn. Die Vorstellung konnte ' nur mühwoll zu Ende geführt werde«. < Sport. Wochenprogramm des Sportklubs Hakoah r« Wien. (Erscheint jeden Dienstag.) Lelchtathletikfektio«. Saaltraining Dienstag und Donnerstag, 7*8 Uhr abends, im Jüdischen Turnverein. IX., Licchtenstemstraße 20. Sonntag „Ouerfelbemlauf* ab 10 Uhr vormittags vom Hakoahplay weg. i Ringsektion. Montag und Donnerstag Ringtraining und Mittwoch Boxira ning von 6 bis 8 Uhr abends mt Klulcheim, l., Werderlorgasie 3, Cass City. Fechtsektton. Training im Fechtsaal der „Rcure Jehuda", IX.,Ser vr mgaffe 1", und zwar: M o n t a g und Donner-- t a g für Damen von 6 bis 7 Uhr abends, für Herren (Anfänger) von 7 bis 8 Uhr abends, für Herrc» (Borgeschrlttene) von 8 bis 9 Uhr abends, unv Sonntag jür Herren (Anfänger) von 9 bis 10 Uhr vormittags, für Damm von 10 bis 11 Uhr vormittags, für Herren (Vorgeschrittene) von 11 bis 12 Uhr mittag-. Futzballfektton: Dienstag SaaHramrng der erste« nnd zweiten Mannschait, Mittwoch Saaltraining der Jnnginannschafley. Beginn 6 Uhr. — Donnerstag Training der erste» und zweiten Mannschaft auf dem Hakoahplatz, Beginn */£ Uhr. — Sonntag Wettspiel gegen W. A. C. auf dem Prater Sportplatz. Amerikanische Zistern. Nach Angabe der America« Automobile Assocratron sind in dm Berria'gtm Staate» 67« Millionen Kraftwagen vorhandm. deren Gesamtwert sich aut 7800 Millionen Dollar betaust. Die größte Anzahl von Kraflwagen, nämlich 461.820, weist der Staat Ohio aus; ih« folgt der Staat New Nork mit 436.932 Wagm. Dre Zunahme der Diebstähle von Automobilen lim Fahre 1918 wurden nllei« in 19 Städten des Westens 22.273 Wagen gestohlen'' Kat-Bevanlasiung zur Einbringung eines Gesetzes gegeben, wvvach 'Dieds ' stadl von Kra'lwageu mit 5000 Dollar Oewstrar« *11« siluf ' JabiM Gefängnis bestraft mirv.

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