Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- Heft 348 (10.1.1920)
- Date
- 1920-01-10
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2979416-2979426--03067-2988655- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
a. u-^v> c.. rief. Die Wiener Filiale wurde die 1880 gegründete Länder- . Lank, ^ie ober nach kurzer Zcir ihres Bestandes schon in die ' Boutouxkrise verwickelt wurde; diesem Faiseur -war eS zwar anfangs der Achtzigerjahre gelungen, Rothschild große Verluste beizubringen» 1883 aber wurde die Union Generale daS Opfer seiner Spekulationen und Bentoux wurde 18Sn zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, deren Verbüßung er sich durch die Flucht entzog. Das Kapital der Länderbank mußte von 200 auf 160 Millionen Franks reduziert werden, und 1886 wurden diese 100 Millionen in 40 Millionen , fl. Gold, 1889 in 40 Millionen Gulden ö. W. umgcwandelt. Frankreich vermochte seinen Einfluß in der Dank nicht zu behaupten» btc Aktienmajorität ging in österreichische Hände über, und da die Bank einsehen gelernt hatte, daß sich solide Geschäfte auf die Dauer mit dem Hepp-Hepp-Rufen nicht vereinbaren lassen, wurde sie den Prinzipien ihres Gründers radikal? «ntreu, wenngleich ihre Anlehnung an die Christlichsozialen ' noch eine schwache Konzession an ihrem Anfang bedeutete. j Wirtschaftliche Nachrechten.! Die außerordentliche Generalversammlung der deutschen Levantelinie genehmigte die Fusion mit der Hamburg« Amerika-Linie Der Betrieb der Levantelime soll in Zukunft in Form einer G. m. b. H. unter Leitung der bisherigen Verwaltung weitergeführt werden. Der Beschluß auf Aendcrung der Satzungen und auf Kapitals* erböhung um ö Millionen Vorzugsaktien» ferner der Antrag auf Erwere^- i-.es Vermögens der deutschen Levantslinie unter Ausschluß der Liquidation wurde genehmigt, der Vorschlag der Hamburg-Ameri!a-Linie, den bisherigen Aktivnaren der Lcvantelinie gegen eine Aktie der Levantelime drei Aktien der Hamburg-Amerika-Linie als Entgelt anzubieten, angenommen. — Aus Amsterdam wird gemeldet: Wegen des in Holland herrschenden Mangels an Rohmaterialien wird in Regicrungskreisen erwogen, die Ausfuhrverbote wieder in Kraft treten zu lassen. ~ »Figaro" erfährt auö Philadelphia, der englische Finanzmann fit George Vaish habe in einer Versammlung von Bahnchlsuten erklärt, daß er die Kosten für die Lebens, mittelversorgung und den Wiederaufbau Europas auf 10 Millionen Dollar schätze, deren Aufwand auf mehrere Fahre verteilt würde. Redner ermahnte dis Amerikaner, den Zusammenbruch des Wechselkurses zu verhindern, und richtete einen Appell an die Versammlung, eine Organisation für Dauerkredite zu errichten - Und die gesamten Welttredite zu vereinheitlichen. j , Valutenkurse. Die fremden Zahlungsmittel haben im! gesirlgen freren Verkehr bei regeren Umsätzen neuerdings cmgezogen. GS notmien: Leinoten K 5.13, Rubel« Noten K 2.88, Martnoten ll 4.25, L i r e K 15.15, 1 Dollar K 202.60 und Auszahlung Berlin! K 4.15. Abreise de* Südbahndelegierte« »ach Paris. Die! Ktt den Südbahnverhandlungen nach Paris emsendnen Vertreter! der Südbahvverwallung sind grsteen abends unter Führung des Präfidrntrn Dr. Werber und des Gencralbirektotö Dr. Fall abgcreisi. Zwei Mitglieder der Delegation, Präsident Dr. Landes» v e r g e r und Vizepräsident Dr. R v s e n b e r g. die sich wegen plötzlich eingetretener beruslicher Hindernisse der Reisegesellschaft nrcht anschftcßr» konnten, werden -anfangs der nächsten Woche folgen. j Mitteilungen des Areditoren-Vereiues von 1970.! DaS gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eröffnet: Beck Eduard, Gesellschafter der gew. Fuma Beck & Pollitzer, beziehungsweise Eduard Beck, jetzt HandclSangestcllter, Wien, XIX., Haidlgasie 7; Karmol Josef, I vandelsangestellier. Wien. II., Grave Schlsipasse 22; VicuManU Helmann, gew. Ratenhändler. Wien, IX . Liechtenstcmstraße 122/8; ' Kudisch Berta verehl. Holdeng, über, Wien» IX.» Müllnerqoffe 13; i Beck Anna, Private, Wien. XIX.. Hardtgasse 7; Grager Heinrich,! Kaufmann. Wien, IV., Schlei'mühlfasse 7; Wallncr Anna, Private, Wien, VI., Windmüblgasse 22; Wolf Franz. Privater, Wien. XV ll!., Gerstdoferstraße 135; Wols Mathilde ged. Hall, Private. Wien. X Vlll.. Gersthoierstraße 35. — Kon k'u r s e: Schneider Julms, Marne« Meister, Wien, VIII., Pseilgasse 32; a 11 Johann. Händler, Gmünd. — Diegerichtliche esch a f t8aufsich1 wurde ausgehoben: thamer Karl. Gemischtwarenhandel, Wien,!X., Berggasse 21. Außerdem meldet der Verband der läubigerschutzvereine Oesterreichs: Kon- Sine Studentin. ' Bon H. D. Nomberg. Aus dem Jüdischen übertragen von.S i e g f r i e d S ch m r tz. (9. Fortsetzung.) Sonja 'kam ins Zimmer, wo der kleine Boris Untrrxicht nahm, erkundigte sich nach seinen Fortschritten und plauderte dann mit Ljuba lange über dies und jenes. Dabei fühlte Ljuba ständig ihre schwarzen Augen auf sich ruhen und in dem Blick jener schwarzen Augen las sie. hu-g.'ige Neugierde und ein heimliches Lachen! Oft wenn Ljuba die Lektion beendet hatte und Weggehen wollte, trat plötzlich Sonja ein und sagte Mb ernst, halb spöttisch: . „Bleiben Sie noch eine Minute, Fräulein, Alexantec ist bald hier." Die Fiedler wurde rot, sagte kurz, sie habe keine Zeit und ging eilig hinauSt Im Hause gefiel sie allen — das füllte Ljuba, und war gar nicht verwundert darüber. Einen guten Andruck zu machn, war ihr zur Gewohnheit geworden, mit der sie zusammenlebte wie ein Künstler mit «seiner Kunst, wie eine außerordentlich schöne Frau mit ihrer Schönheit. Auch der kleine Boris hing liebevoll an ihr und freute sich, wenn sie kam. Dafür haßte er um so mehr seine Gouvernante, das deutsche Fräulein. „Warum ich Fräulein Ljuba lieb habe? Weil Fräulein Ljuba ein gutes Fräulein ist und das Fräulein — ein böses" so sprach er, wenn die Mutter ihm wegen irgendeines Konfliktes mit der Gouvcrnauje Vorwürfe machte, Sonja erzählt« das Ljuba und fragt« si«: „Sa^en Sie. bitte, weshalb haben die Kinder Sir so gern?" „Ja. Kinder haben mich gern. Denn ich liebe sie!ebr. ich habe Kinder unendlich, Kern." knrs er König ck C". " o und mechanische Werk stätte, München: J'-dv <L {SM., ■ SickernriM ^Kofn rmsstonSaeftbisit.;■ 't'.oir Muhle Hotel des D-up*' PorffvnS. Orbe:. Lon-'-S B.md ch.Kauimam», Äen». Von r«n G tne d^märtteu. Die AuSlandSmelbung«« lallten mehr oder minder ftst, da Ueberfluß an Ware an keinem der Matze vorhanden 31tfeiir scheint. Die Situation auf dem hiesigen Platze ist andauernd unbefriedigend, Nruzitzüge fehlen und die Bestände-, scheine bereits jut Ganz« an den Konsum übergegangen. z»t sein. WaS an greifbaren Warenmengen zum Vorschein gelaugt, wird sozusagen irn Lizitationstvege a»»sgeno»nmen. Die verlautbarte Erhöhung der Bros- und Mehlpreise erregte in Interessentenkreisen geringe Be» geisteruttg. ES ist unerklärlich, wie die Devölkerung diese neuen Ausgaben ertragen soll. Wie lange wird noch an der nnsrligeu Zwanst-'-wirtschaft festgehalten werde»»? Wiener BSrse. Die bereits vorgtstkw zum Vorschein», gelangte Haussetendenz übertrug sich im verstärkten Maße aut die gestrige Börse, wozu die Meldungen von ausgiebiger Kredithilw von selten Amerika den Anlaß geboten haben und überdies die statrgefundener Vorversorgung, bei welcher .man knavvrn Geldstand befürchtete, sich über alle Erwartungen leicht bewerkstelligen ließ. Die E:nze1he,ten über die bevorstehende Vermögensabgabe, so wert b'sher bekannt, waren den überaus (mosten Käufen nicht hinderlich mt Wege. Im Bordergrunde des Interesses standen Südbahnwerte, welche in großen Posten aus dem Markte genommen wurden und detrachiftche Steigerimaer, anfzulvcisen hatten. Lombarden stiegen bei recht lcbbasten Umsätzen nnr X 108.— und Südbabn» Prioritale« um ll 15&.—, Alpine avancierten um ll 131,~, dagegen bewegten sich Staatsbahn-Aftien aus dem lctzigcmeldrten Stand und die Bankenwerte . w.fltm vernachlässigt und teilweise schwächer gedalren. Türkknloie wiesen e«ne Stergrrung van ll 200.— auf. Im Schranken waren .wieder, ganz enorme Steigerungen zu verzercknen. So vrositierftn Adria ll 360 —, Bulchtchrader lit. A K 350.— und Dambischlsi ll 18 0.—. Bon den Jndnstriewerten wiesen-Chemische Werte ganz bedeutende Erhöbung'-n aus, ferner gewannen Prager Ecken ll 400.—, Waffenfabrik ll 800.—. Oestcrr. Ersenbahnverkebr R ‘800.— und Beitscher Magnesit R. 1100.—. Auch einzelne Kvhlenpaviere v-rlreßm m wesentlich höheren K,r»sen. den Markt. Die Petrolcumwrrt? verkehrten m nicht «lpheitlicher Tendenz. Während Karpathen P.'trolnim eine Besserung von ll öln.—.erzielten, gingen Gal'zia um ll 425.— zurück Die feste Gorndstimmting des Marktes erhielt sich bis zirm Schlüsse des Berkrhrrs. Renten bewegten sich zumeist auf dem!etztg''mrldeten Rivean. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schkußknrse: Jndvstrie-Anternethenvnse«. ltniönbau» 750.- (4- 50.25), Wiener Baugeiellsrbaft 750.-. (— 7-.—), Wienerberger. Ziegel 2245,— (-1- 40.-), Lirsinger Brauerei 1590.— (4- 90.—, Aussig CheM. 60w.— l-ch 500,—). Brosche^Spirmrs 3400.— (4 4^K).—), Kardorundmn 8090.— \ Holz« bandelSgeirüschast 9800.— (-f-100 —A. E. G. Union Etekt. 1782.— s— 38.—). Siemens Schuckert 1430.— t-i- 40.—}, Alpine 3850— (-f 13k.—). Austria Email 2900.— (— 95 —;, Berg u. Hütten lOiftOO.— <4öö >.—), PoldiHütte 2905.— (+ 205,—'”, Prager Ecken 7900.— (4 400.--', Rimamuranu 8340.— (+ 90.-), Skodawecke 3301.- (4* 21.-), LSaffentadrik 5700.- (-?- 600.->, Salgo Tarjaner 4985.— (+ 675.--. Tntmler Kohlen 848O.— >.+ 180.—), Ung. Allgem. Kohlen 76t0.- (4 200.-), ttrikany 4000..—.C+,9*0.—), Wesiböhm. 4195.— (— 5.—). Brünner Maschinen 2400.— (— 50.—j, Lokomvtiv Sigl -1450?— t -p' 5:-)^ ^Simmeringex '1345.— (-s- 95.—), Karvathen 11.510 — {4 510.—), Gältzra 12.900.— (— 425.—), Fezsabriken 32C>Ö M-* 200,—), Schockier Zucker 4500.- (- 100.-), Osterr. Eistnba1»nner7. 3000.- (-s- 800.-), Tiirkenlose 1830.- (^ 200.-), Kruvv Ä.-G. 1700.- .4 W.-), Rttston 2201— (4 94.-1. Fianverke 1780.- (+ 30.-), Beitscher Magnesit 18.000 (+• 1100.—^ Cchönpriesener 3030.— Transport - Änievneftmvnsen. Adria iO400.— (4 850.—),' Bnschkchradcr lit. A 4850.— (4- 350.—), Buschiehrädrr üt. 8 '2280.— (— 2".-), Doüan-Damvs. 13.000.— (ck-,1800.—), FerdrnandH-Rvrdb. 14.600.— <+ 150.—), Ravi« gazione 15,300.— (— —.—). StaatSeckenbahn 4470.— (--), Lombarden 880.— <4 108.—), 8% Südoahn- Prior. 1700.- 155.-), StaatZdahn-Genußsch. 2610.- (+50.-). Kenten. Mai:ente 90.50. (— —Frbrnarrente 93.50 (+ 1.25), Oesters Kronenrente 81.75 (+ —.75), Oesterr. Goldrente 182— (+ 1.25', Ungarische Goldreute 250.— (— —.—), Ungarische Kronenrmtr 117.— z— 1.—). Bank««. Augla 902— >,+ 18.—). Banwerern 897.— (— 18.—), Bodenlredit 9495.— f— f>.—Kredit-Anftalr Bli.OJ',. J!1.1 -1.' L'iiJ.'Jl'JJJjg 'IgJU.UJ*—JXL!1BL..I-1._LL J1-..J-L_ Während Ljuba dies sagte, blickte ihr Sonja'scharf in das länglich: Gesicht; sie konnte nicht begreifen. waS an diesem Gesichtebesonders schön sei. „Anger.ehm — nichts mehr," dachte sie. Im Herzen verachtete Sonja eigentlich daS Mädchen und doch verhielt sie sich gut mit ihr undt sprach mit ihr wie mit ihresgleichen. Denn ihr gefiel die Rolle, die sie in Alexanders Herzensangelegenheit spielen durfte: es wärp für sie unerträg-' ltch gewesen, das; ihr Schwager heirate, ohne daß sie daran tätigen Anteil nähme. Sie wollte auch ihren Mann in die Sache hinetnziehen,, doch der lehnte «; ab: „WaS sagst du zu Alexanders neuestem Streich? Er hat sich doch, wie du weißt, in die Lehrerin verliebt ..." Jefin zuckt« mit den Achseln und antwortete gleich-- gültig: „Gut, meinetwegen kann er si« heiraten!" j »Heiraten! Ha, ha, ha! Was fällt dir «in? Bist dn Ui Sie ist ein armes Mädel» eine Studentin . . ."! „Willst du mir folgen, Sonja? Dann bitte ich dich inständig, misch dich in di« Sache nicht ein. Ausrichten wirst du ohnedies nichts. Er ist ein närrischer Hartschädel, und wenn du »nein' sagst, sagt er erst recht .ja'." Doch Sonja ließ die Sach« keine Ruhe. Sie schrieb davon ihren Schwiegereltern, horchte ihren Schlvager; aus, spionierte, mit einem Wort: sie hatte zu tun. Einmal'führte sie ein Gespräch mit Ljuba Fiedler Über Alexander: gefällt Ihnen unser Alexander, Fräulein? Ein prächtiger Mensch, wie?" Ljuba wurde rot und stammelte ein paar verlegene Morte. Scuja fuhr fort: ,Kin Prachtmensch ist er, nur etwas eigenartig. Sagen Sie mir, wozu hat der Mann Medizin studiert, i rvenu er iaüw Vraris nicht ausübrn will? Kr bat eö I 1180.— f— 30.—V Ungar. Kredit 1718.— (4 30.—\ Depositen' 928.— (— V Liruderbank 1215.— 49.—), Umonbarck 947.— (4 47.— '. ^chlrrsbai'k 7W.- (- 8 -). ZivnostenSka 1725.—' (— 54.—). Bosnische Landesbank 695.— («f 1.-1 Präger Börse. Prag. 9. Jänner. An der heutige« Börse lagen Industrie» werte fest. Baükwettc schwächer. ES schloffen (Geldkurse): Akt re«: Weftwau Pilse« 1950.—, Petroleum Kolm 3700.—. Kaolin Sedlic 1820.—, Kvlmer Kunstdsinaer 2340.—. Kvlmer Kaffeesnrrvnale in. 8. 1955.—. Podvlrr Zement 865.—, BSbm. Gesellschaft für Zuckermdustri« 3745:—, Böhkk.Aftlrnbrauerel Bvdwers 2500.-. Kolbt« 2500.— » Dnnek 892 —, Ruston 943.—, Prager Pavirr 982.—. 1. böhUbB mähr. Maschinenfabrik 7300.—, Böhm. Handelsgesellschaft 2545.—, Lanrin l!47.—, Schamotte 8490.—. Medica 920.—, Del« 1660,—, Bergmann 2490.—, NuSler Aftienbraurrei 1895.—. Ävvak * ^>ahn 1090.—, Amvlon 734.—. Böhm. Unionbank 605.—, Ceska Banka 632.—, Böhm. Jndnstnalbank 720.—, Landwirckchaftl. Kreditbank 1062.—, Böhm. Agrarbank 765.—, Mähr. Agrar<- «nd Jndustrialbank 820.~ , Roienbcrger Kreditbank 644.-» Mähr. Eskomvtebank 658.—. Böhm. Eskomptebank 642.—. Bodenkreditbank 678.—. Prager Krrduvank 1145.—, Z-vnosteuska Banka 615.—, Bank für Bauunrernehmmigcu 65y>—, Bohem:«-» bank 806.—. Mähr.-fchles. Bank 785.—, I. döhm. Ledm8» Versicherung 760.—. — A n l a g e w e r t e: 4% FrechertSanleihe 97.75, 4'/?/« mähr. Landksankibe 99.50, dieselbe 5*)y 103.10. 5*/0 Anl. der Stadt Prag 1913 106.—, 3'/,°/, höhm. Hyvothekcnptandhriefe 92.60, 4°/0 Konimunalschuldscheme fecc Landesbank des Königreiches Böhmen r. G. 87.25. drrselben i. K. 97.50, dieselben 4V8°/o 102.—, von derselben Melioralionsschru:: i. K. 96.50, En'endahnschuldscheine i. K. 96.50, 4°/» dobm. Spar - kasirnpsändbriefe 101.—, 4*/« mähr. Hypothekenpfandbnele 99.7 , 4*/« mähr. Landeskulturbau-Konrmlmalvbligatlone« 91.50, dieselben 4V**/o 101.—, Prager irädt. Sparkasse 99.—, Türken!oie 680.—, 4% Pnorilaten der Buschtehradcr Bahn 91.—, 4*V-„ Schuldscheine der böhm, Induftrralbank Schuldsch bre ZivnostenSka Banka 97,—, dieselben 4V**/# 102.50. Brrdayester BSrse. Budapest, 9. Jänner. Die Börse erösfncte im Abschlüsse ü» die vom' Wiener Markte vorliegenden anregenden Berichte in fester Stimmung. Die bevorstehenden Glattftellungen veranlaßten jedoch die Spekulation zu wetteren Re'aiisationen, so daß die Kutse im allgemeinen «ine rückläufige Bewegung einschlugeN.. Auch aus dem Bankenmarkte waren nach Abwicklung zahlreicher Kaufaufträge Abbröckelungen wahrnehmbar. Eine Ausnahme machtm nur Vaterländische Bank-, Eskomptebank- und Hhpothekerlbank-Aktien, von denen die beiden «rfterei: einen , ziemlichen Vorsprung "erzielten. Sparkassenwerte blieben zumeist behauptet. Mühlenwerte waren lebhaft gesucht. Kohlenwerte lagen ungleichmäßig. Während Nordungansche Kohlen-Altien um 350 anzogen und diesen Gewinn auch behaupten konnten, gaben di» meisten übrigen Papiere sowie Montanwerte nach. Ziegelwerte standen in Nachfrage. Maschinen--, und Eisenwerte konnten sich weiter befestigen. Von Schifsahrtwerten verloren Adrir-ÄMrn' 150 Kronen-.' während Atlantica- und Levante-Aktien erneut anzogen. Lombarden, in denen sich ein lebhaftes Geschäft entwickelte, vermochten den erreichten Höchstkurs von 695 .später nicht ausrechvner^alren. Staatsbahn-Aktien wurden -n schwankendem Kurse umgesetzt. Ungarische Eisenbahnverkehrs, und Zucker-Aktien waren bet anziehenden Kursen wieder leb« halt gefragt,, wogegen Jndustriewert« jeder Gattung nur zu niederrn Kursen abgeseht werden konnten. Der Schluß der Vürfe vollzog sich in etwas festerer Haltung. Im pnvaten Balmrnhandel norrrrren Ler ll 40^.—, Mark ll 344 —, Dollar K 153.50, ftavzöfischk Franken K 14'0>—, Lue llßO.—NavvleonS K 525.- , Romanow-Nubck ll 228.—. Sokols ll 227.—. Pfund ll 600.— »Md österreichische 6rsttckpel?e Kronrmwttn ll 77.— brs 78.-. Es wurden »vlgrnde Schlusiknrie notterr: Bittkrl. Bank 768.—, Agrarbank 1220.—. Uvg Kredo 1300.—. Nng. Bank und Hdl. 970.—, Hvlchank 2203.—. Bcrkehrsbank690—, Hypr' chekendank 656,—, Et'lomvtebank 785.—, . Oesterr Kredit 830.—, Kommerzmlbnn!' 5160—, Bosn. Agrarbank. 725.--, 1!n^. LanLcsoänk 745.—. Rkalttätenbank 1090.—. Ung. Allst. Spar» läsia 1100.—, B.tterl. Sparkasia 18.850, Comsrdia -Darnpiw. 1025.—, I. Budavester Da«irpfm. 2450,—, Beocsinre Zemrsit 8670.—, Nordttngar. Kokten 8550.—, Gran-Szaszoater 2440.—, Obrrungari'che Kohlen 4150.—. Dräsche Ziegel 1695.—, Magnesit 8450.—, llng. Allst. Kohlen 5790.—.. Eaton Kohlen 937V.. Urrkany Koblen 3080.—» llng. Waffenfabrik 980.—, Ganz. Danudiiis 6100.—, Ganz ElekirizitÄ 4580.—. Rimmnuranh Eisen 2330.—. Schlick Maschm. «62 —, Oesieri. Gas 2950.—. Gutmann 2730.—, Clothilde chem. Fbr. 1490^- . allerdings nicht nötig, denn der Bater ist reich Utt'i gibt ihm, wenn er ck^eiratet, 30.000 Rubel." S'-' schtvieg, um zu sehen, welchen Eindrckck die letzten Worte gemacht hatten und ihre schwarzen Augen blinzelten, schelmisch auf Ljuba. Ljuba merkte zum erstenmal, baß in den Augen dieser Frau Kälte Feindseligkeit gegen sie lagen. „Die Medizin ist an und für sich schon eine interessante Wissenschaft. Marrrm soll man sie nicht um ihrer selbst willen studieren, wenn man die Möglichkeit dazu hat?" cntgegnete sie kurz und erhob sich, um zu gehen. - „Warten Sie, Fräulein, Alexander kommt sofort." Wieder bemerkte Ljuba jenen kalten, vecachtenden Blick und schwieg. „Wie unsympathisch ist doch das Weib und ihr hochmütiger Bourgeoisstolz," dachte sie beim Weggehen. Sie fühlte, wie sich in ihrem Herzerr ein Hätz regte gegen bi« schöne Frau mit den schwarzen Haaren, der. langen» schmalen Rase, mit jenen schwarzen, geraden Brauen und dem kalten Blick. DaS war jener blinde Haß, den Frauen hegen gegen jene, die sich ihnen in den Weg stellen — ckin schweigender, brennender Hatz. Und doch mutzte sie täglich, in das Haus dieser Frau kommen, mit ihr sprechen, lächeln und eine freundliche Miene machen. Für ihr gequältes, halb gebrochenes Herz war daS nicht leicht zu ertragen. Wen» sie sich an ihren Plan erinnert«, aufS Dorf zu gehen, erzitterte das Herz und wirre Gedanken Ireisien in ihrem Kopf. „Schrecklich, unerträglich!" seufzte sie ... Wieder saß sie bei Dr. Weinstein im Schaukelstuhl; er erzählte ihr etwas mit seiner weich;n Stimm« und sah sie an mit verliebtem Blick. Ihr : u: j wieder froh um* Herz und siL lachte hell . . tFortiemwa ioloL)