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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-07 · Heft 345 (7.1.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 345 (7.1.1920)
Date
1920-01-07
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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I Seite 6 i, Mittwoch Wiener MorgerrZeiLmrg ^bcr' Unterstützung der tscheckio-slowakischen Gesandtschaft er--, wartunysvolle Nückschlüsie auf das , Zustandekommen ümiger jHandelsdHebungen Oesterreichs zur Tschecho-Slowakei zog. - Das ^CiCi'at erstattete Kommerzialrat Rofenberg, der nach Heranziehung historischer volkswirtschaftlicher Bergleiche zum Resultate gelangte, daß nach Aufgabe jeglichen Chauvinismus die Exponenten des Kultus, der Industrie und des Handels beider. Staaten durch direkte Fühlungnahme sich zu^ gedeihlichem Zu- Mmmenwirken finden werden. " * r Direktwnsrat Kolischer bezeichnele den gegenwärtigen, mit der Warenein-, Aus- und Durchfuhr befaßten amtlichen Avvarar als unhaltbar. Dieser bedinge in erster Linie einer einuehendeu Reinedur. Mau dürfe durch formale Schwierigkeiten die bereitwilligen tschecho-slowakischen Produzenten nicht kopfscheu Bank- und Wechsele? escbäft BERNHARD MATER Wien, II., Taborstrasse 8b, Alle bankmässigen und börsengeschiiftliehon Transaktionen im Innnd Auslands. Geldeinlagen in laufender Rechnung. Kostenlose Verwahrung von Depots, Vermögensverwaltungen, Losrevisionen. ScparateWarenahteilnng - 'äf'-""“ *«' Kulanteste Bedingungen. lagernde Waren. Informationen kostenlos. machen. BerbandssekretärSchirmann erklärte die Wiederherstellung des Wirtschaftsgebietes der ehemaligen Monarchie, das sich als lebensfähig erwiesen hatte, als erste Existenzbedingung stir alle Nationalstaaten. Aus dreier Erwägung heraus, arbeite der Verband auf die wirtschaftliche Annäherung Oesterreichs an die Tschecho-Slowakei mit Ausschluß jeder Politik mn. Es sei aber notwendig. Oesterreich durch den Abbau der Zwangswirtschaft und durch Reformierung des Berwaltungsavvaratcs nach zeitgemäßen kaufmännischen Prinzipien vertrags^ähig zu machen. Delegierter M. Ehrlich sprach dem Verbände den Dank der Handelsagenten Deutschösterreichs, für dre Bemühungen um die Wiederherstellung der langjährigen Handelsbeziehungen Oesterreichs zur Tschecho-Slowakei aus. Die Kollegenschaft drüben hatte die Initiative des Verbandes wärmstens begrüßt. Nach einer wertvollen sachlichen Anregung des I ndustriellen Marcel! Glöckners betreffend den Ausgleich des Währungsunterfchiedes zwischen der österreichischen und tschechischen Krone bei der Frachtenberechnung resümierte VerbandsvizepräsidentPaulLangfelder das Ergebnis der Diskussion, die zweifelsohne zahlreiche merilorische Anregungen als Basis für die Verhandlungen der nach Prag reisenden Verbandsdelegation provozieren wird. Die Kundgebung schloß mit der einhelligen Annahme folgender Resolution: Die am 5. Jänner 1920 im Saale des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft tagende Versammlung des Verbandes der?industriellen, Kaufttute und Gewerbetreibenden Demschosterreichs, eschickt von zahlreichen Vertretern dieser Erwerbsstände, begrüßt die Bestrebungen zur Wiederaufnahme freundschaftlicher Handelsbeziehungen mit der Tschecho-Slowakei und wünscht auch die Aufnahme' direkter Beziehungen zwischen österreichischen und tschecho-slowakifchen kaufmännischen Korporationen. Die Versammlung stellt das strikte Verlangen, daß die wirtschaftlichen Verhandlungen mit der Tschecho-Slowakei nur unter Zuziehung -ec beiderseitigen berufenen Vertreter von Industrie, Handel und Telegramm»Adresse: .Bsslcmsrer Wien', 6038 g~'V~ l-'sSw-.s-Et" ~ ■SrigTB.,,-'n Gewerbe geführt und zum Abschluß gebracht werden dürfen, da nur dann eme den Forderungen dieser Erwerbstände gerecht werdende Lösung gefunden werden kann. Autzenhandelsstrranzierung. In ähnlicher Weife wie die Foreign Credit Corporation scheinen auch eine ganze Reihe neu gegründeter amerikanischer Investments Trusts «Banken für Anlagewerte) ihren Geschäftsbetrieb auf die Uebernahme gut fundierter europäischer und südamerikanischer Stadt- und Gesellsch'aflsanlerhen elnzustellen, die unter heutigen Verhältnissen auf direkten Absatz beim amerikanischen Publikum mangels dessen näherer Kenntnis der Schuldnerverhältmffe nicht rechnen können. Nachdem „Economist" bemüht sich einer dieser Investments Trusts zurzeit um den Abschluß von Verträgen in Deutschland, Belgien und Frankreich. Die Bezahlung soll in Stadtanleihen erfolgen, und zwar aus einer Grundlage, die unter Berücksichtigung der Valuta-Marge, der . Anleihezinsen selbst und des Gewinnes auf die übernommenen Arbeiten dem Kapitalgcber einen 10%icun' Ertrag sichern sollen. Es ist vorweg zu bemerken, daß dieses Erträgnis, wenn man den Charakter der Transaktion und die früheren Erfahrungen bei amerikanischen Lcistungsabschlüsten in Betracht zieht, als ganz unwahrscheinlich niedrig zu bezeichnen ist. Mindestens das Doppelte dieses Satzes dürste vermutlich der Wahrheit viel . näher kommen. Der amerikanische Investments Trust benutzt diele städtischen und privaten Sicherheiten als Unterlagen für seine eigenen Schuldverschreibungen, die er angeblich auf einer 7- bis 8%igen Basis im amerikanischen Publikum ■ unterbringt und., mit denen ec die Bau- und Lieferungsverträge finanziert. Damit scheint, nachdem die amerikanische Regierung . sich mit dem Gedanken der Finanzierung des internationalen Bedarfes .nach wie vor nicht befreunden konnte, die private Finanzierung V.ZMGlM ,. m~3« iiiVurvitt . ,-r ■ -—.——,— -- .. in ein fester organisiertes Stadium getreten zu sein und eS wird' Sache insbesondere der deutschen Kreditnehmer sein, darüber zu wachen, daß die Bedingungen der Finanzierung .sich innerhalb, jener Grenze halten, die dem deutschen Unternehmer innerhalb » angemessener Frist die Abdcckungsmöglichkeit lasten und dann vor allem die Selbstbestimmung . und Unabhängigkeit seines Unter« nehmens nicht einschrnnken. - ■; 900% Goldausgeld bei Zollzahlnngerr. In Deutsch« land ist das Aufgeld, nachdem die Goldzölle mit Wirkung ab 1. d. M. wieder eingefühtt sind, für die Zeit vom 1. bis 10. d.M. auf 900% festgesetzt worden. Es war feit 29. November v. % außer Kraft und hatte zuletzt 775% betragen. ' * ’s Berliner Börse. Berlin, 6. Jänner. Die heutige Börse war von Unsicher« seit beherrscht und das Geschäft gering. Die Kursbewegung war ungleichmäßig und schwankend. Auslands- und Kolonialwertt neigten anfangs vorwiegend zur Schwäche, wogegen Montan«. werte -um Teile Besserungen bis zu 10% zu verzeichnen hatten wie Kattowitzer-, Blsmarckhütte-, Rheinische Stahl-und späte» auch Phönix-Aktien. Schiffahrtwerte lagen fest; Hansa-Ättie» gewannen 10%. Später machte sich eine Ermattung geltend, au», geblich infolge der Verschärfung der Kohlentrüe) die zur Still« . lcgung der Siemens-- und der Siemens-Schuckert-Werke führte. Einzelne Kolonialpapiere, wie Neu«Guinea-, Otavi- und South» West-Aktien, konnten sich aber beträchtlich erholen. Der Anlage« markt war im allgemeinen bei kaum veränderten Kurs« behauptet; nur mexikanische Anleihen stellten sich bemerkenswert höher. Die Börse schloß still. Die Devisenkurse. Berlin, 6. Jänner. (Kurse der Devisenzentrale.) Holland 1856- (1871.-), Dänemark 926.75 (S4L76V Schweden 1044.25 (1061.75), Schweiz 874.25 (880.25), Wie» altes 82.95 (32.45), Wien abgestempelt 25.25 (25.85), Pra» 79,40 (80.50), Budapest 31.70 (82.20). Zürich, 6. Jänner. (Devisenkurse.) * Berlin 11.55 (11.40/, Wien 3.- (2.95), Prag 9.90 (9.30), Holland 212.— (212.—),New-Uork661.—(561.—), London 21.36 (21.30), Paris 52.60 <52.251, Mailand 42.80 (42.80), Brüssel 52.60 (52.50), Kopenhagen 107.- (107.-), Stockholm 120.— (121.—), Kronennoten. . öftere, gestempelte 8.25 (8.26V; Kronennoten, ungestempelte 3.25 (3.25). Amsterdam, 5. Jänner. (Devisenkurse.) London 10.07% (10.03%), Berlin 5.40 (5.35), Paris 24.60 (24.42%), Schweiz 47.30 (47.40), Wien 1.42% (1.47%), Kopenhagen 50.90 (51.-), Stockholm 57.20 (57.40), New-Aork 265.- Italien 20.50 > — 3f_Theater. _A Burgtfteater. Aust.» tu Bestellburvm: %A 859« Kinder der Freude. Brgnm V-6 Uhr Ende ö Uhr öperntheater, tfulL« u. Brstellbureau: Tel.Les.47S Cbeater an (Ser Men. Dorfnmfikanten. Beginn *1.8 Uhr Ende s Uhr tianmuid'tfteater. Saffen-Telephon Sh. 8580, 16604 Hpelie-Cfteater. fÜliSSi Zwerenz * Josef König Die Dame vom Zirkus und der neue Jänner» Bariötüteil Beginn %7 Uhr. wiener Bürgertfteater. Zar and Zimmermann Beginn Vfi Uhr Ende S Uhr Was Mädchen tranme«. Hasard. Beginn */*6 Uhr Ende S Uhr Beginn */,6 Udr Ende 8 Uhr Uoifisoper. Loheagrin. Beginn 4 Uhr Ende 8 Uhr Det(f$ef)e$9o!K$tbeater. Telephon Nr. 31087 Tanja. ««ginn ’/.« Uhr Ende S Uhr IStreng rit. Restaurant Modsrnst eingerichtete Zimmer Elektrische Beleuchtung S Minuten vom Nord- und Nordwestbahnbof gelegen. Hotel Barsehak I; Wien, li., Grosse Schiffgasse 3 , »Lebet der Btefaniebrtlcke 917 Telephon Nr. 40.(39 Zivile Preise Bäder Im Hause lUiener Kammerspleie* I., Rotenturmstnrhe so. Mein Frsnnd Teddy. Beginn %s Uhr Ende 8 Uhr ZorettMter rvearei. für Schösse und Mäntel Elias Feuermann Wien,!., Gonzagagaffe 3 «t Telephon 21044. Die Tante a«S Houfleur Beginn S Uhr Ende 8 Uhr Neue wiener Biüme. IX.. 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