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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-02 · Heft 340 (2.1.1920) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 340 (2.1.1920)
Date
1920-01-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag Wierreö Morgeyzeitmig 2. Jänner 1920 Nr. 840.: einer ansehnlichen Höhe eufhntfitt, so daß schon bei den Stockholmer olympischen Spesen die Oeftexreicher verhältnismäßig sehr erfolgreich krbschuitten und sich nur infolge ungünstiger Auslosung nicht placieren konnten. So wie im Kußbalrsport, kommt auch eine Wasserbcrl l'.ncifterschüft alljährlich zur Austragung. Die beste Mannschaft wies anfänglich der T. Cl- Austr ia .ans, der dann vom Wiener. Amateurfniwimmklrrb ükertrofsen wurde, bis es rin der letzten Zeit dem W. A. (v. gelang, sich au die Spitze zu sehen. '? Bon den jüdischen Sportvereinen ist die Wiene.r Ha ko ach bischer der einzige, der eine Wasserballmannschaft besitzt. Diese, wurde säron im Frieden gegründet und wies auch schow eine ansehnliche Spielstärke auf, als sie bald n^h Kriegsausbruch, infolge Einrückens sämtlicher Spieler, ihre Tätigkeit einstellen nmßte, die sie erst in der a-gelansenchr Saison wieder aufnehmen konnte. In dieser trat sie. infolge Trainingsmangel nur einmal vor die Oeffentlichkeit, und;war im Spiele gegen die Kriegsmannschaft deS W. A. E., von welcher sie 0:4 geschlagen wurde. Diese Niederlage bildete aber nur einen weiteren Ansporn zu eifrigem Training, so daß die nächste Spielzeit de^r Hakoahnern gewiß ^schom'Erfolge bringen wird. Die Aufstellung der Mannschaft lautet derzeit: Deutsch iTvr), Teich ne r, .K-o epfen (Verteidigung), Geiger, Wert heim er l (Mitte). ' Der BolkHWirL. AZiederarrfnahme dsr CmchonsinLösung einiger mrgarrfcher Wertpapiere. Ans Buda Pest wird gemeldet: Der Bndapester Magistrat beschloß die ab 1.- Jänner 1920 fälligen Coupons: mb ausgelösten Obligationen jener hauptstädtischen Anleihen, ne wahrend des Sieges regelmäßig sbezahlt wurden, rinzulösen. Der Zinsendiestst der in englischer und. franko sischer Valuta emittierten Anleihen soll im- Rahmen der ^riebenSverhandlungen geregelt werden. Ferner wird ans der ungarischen Hauptstadt berichtet: Laut einer Kundmachung nimmt der ungarische Staat ab l. Jänner 1920 den Zinsendienst der ungarischen Staatsschuld vicder auf. Darnach werden die. Coirpons der 4 Prozent i-;en Ungar i s ch e n Goldrentc, der 3prozentij'cn u nge. risch en Kroncnrente und der am 11. No-, »embrr 1916 emittierten 5i/2prozen.Ligen SLaatstassen sch eine eingrlöst, wenn die'Titres-Besitzer unga°. rische Staatsbürger suidvber ans Gebieten leben, die unter ungarischer Verwaltung stehen oder wenn die Rechtspersonen dort domizilieren und diä-Titres'wenigstens seit dem 31/ OK tobcr 1918 in deren Besitze sind. ' v Han-erchnachrrchten. Wie das Südslawische Preßburean nfährtshat S e r b i e n einen n e n c nV o r sch u ß von 50 Millidnen Franks, und zwar je zur ' Hälfte von E n g l a n - und F r a n k r e ich erhalten. — Ans B u d a p e»st wird gemeldet: Der Ministerrat hat den stellvertretenden Staatssekretär, StaatsSahndircktor Julius von G e r l o e s, zum RegierungLkommifsär der n n g a x \ schen P o stsparJ a s s e. ernannt. — Dir B u d a Pest e r E f f e k t e n b ö r s e^ w i r d M o n t a g g e s ch los s t n bleiben. __ Der britische Handel und ein Mifches Palästina. Dir - englische Zeitschrift „P a l e st i n t" verSffentkmst an leitender Stelle einen Artikel mit der Ucberschrist „Der britische Handel und ein jüdisches Palästina", in dem es wie folgt heißt; „Nur' ein jüdisches Palästina kann ein große v Markt f ü r.d i e b r i.tische n Produkte werden, wellnur jüdischer Unternehmungsgeist, Hingabe, Arbeit und materielle Mittel - Palästina , zu einem großen produzierenden - Lahde und damit auch züU einem großen konsumierenden und. Handelsland machen können. Eine Bevölkerung von einigen Millionen Juden mit einem hohen Standard' of Life, die sich die größtmögliche Ausnutzung der agrikülturellen und industriellen Mute! Palästinas angelegen sein läßt, wird Bedarf an britischen Fabrikaten haben und den britischen Markt mit a ll er a rt Waren in einem ungleich höheren Maß versehen, als man e8 bisher erlebt bat. Und nur ein jüdisches Palästina kann dies tun. Ein jüdllches Palästina kann dem britischen Handel den Weg durch ' den ganze n Ost e n bahnen. Jüdische Handelsverbindungen erstrecken sich vom Mittclmeer bis zum Chinesischen Meer. In Bagdad.- Persien, in Indien,' Hinterindien, Hongkong, Schanghai, Aokohama gibt es bedeutende jüdischen Handelshäuser mit alten und weitreichenden , Verbindungen. Wenn in dem jüdischen Palästina' die große 'Basis eines jüdische Handelslebeus existieren wird, - so wird diese Kette jüdischer Handelsunternehmungen sieb vervielfachen und der jüdische Anteil an der Entwicklung des Ostens-wird auf diese Welle eine unvergleichliche Bedeutung erreichen. Die Judey werden über eine meisterhafte Kenntnis der Sprächen des Ostens versügen. sie werden die Psychologie der Völker Ostens verstehen und mit ihren Bedürsmffeu und Wünschen 'Me kein anderes Volk vertraut sein- Diese große Maschinerie kommerzieller Durchdringung kann im Interesse des britischen Handels verwandt werden und wird die Interessen des britischcu Händels unter zwei.Bedingungen fordern. Die erste ist, daß Großbritannien das Mandat iür Palästina übernimmt; die zweite ist, daß es 'ein südischeZ Palästina sein wird, das innerhalb seiner Grenzen das Gebiet und die-Hilfsquellen umsaßt,. die für seinen ökonomischen Fortschritt unerläßlich sind." Wirtschaftsbericht aus Frrrrsakerm . .. . ' Estrv gwße jüdische. Schweizer Firma .hat ,letzthin -.an . ihren Vertrauensmann in Jerusalem eine /größere Menge , Stoff und Leinwand gesandt und ihn beaustnr-st. den Versuch zu machen, in Jerusalem eine Kleider- und Wäschefabrik zu errichten. Der betreffende VertrarwNsmann hat sich dahin geäußert, daß die Errichtung eiltet* solchen Fabrik in- Jerusalem sich Wohl rentieren würde, du die Arbeitslöhne in Palästin-i bedeutend niedriger' sind als llin Auslände und die Febril, deshalb mit den ausländischen Waren - ionkurricrew. könne.'.' Außer der genannten Fabrik soll auch eine Stickere.'falnil eingerichtet werden. — Allen KaNsleutrnr die der Jerusalemer HattdelZkämmev angehörerl, iourdc die Erlaubnis erteilt, Reis, i Mohn, Rosinen, Datteln und Alkohol einzuführen. Die Han- . delskannner zählt 166 Mitglieder, darunter 6S Juden, christliche Araber und 27 muselmanische Araber. Das österreichisch-holländische BankenÄonsorLrrrm fLv das österreichische Ckbakmönopol setzt sich zusdmmn, aus der Kreditanstalt, der Bodenkrcditaustalt, der Amsterdamer Bank,' der Niedertäntpschen Handllsinatschappie und der Rotier' dänischen Bänkve're'miguvg. Welche französischen und aryerrkanisck>w. Banken beteiligt sind, ist noch sticht bekannt, auch nicht, öd eim englische Bank dem Konsoxtimn angehören wird. " Die Erhöhung der Eisenprsise in. 6er Tschecho, Slowsdei. Die Erhöhung der Ellenpreife gilt vllm 1. Jännn bis 3i.März.Dir Prelle stellen sich :Fur die Wrtkowltzer Eisenwerke. Roheisen für Gießereien L 98, Hmnallteisen K liS, Roheisen. für Stahl K 100, Stad- und Fassoneisen X 195, Blech über. 5 MkÜlmeter L 280,: von 37t bis 5 Millimeter K 240, von 2 bis '3 Millimeter 245. Für diePrager Eiscnmdüstriep Stab- und .Fassonersen K 205, gewagter Draht K 220, Bandeisen K 220, Blech über , 6 Millimeter stark 210s von 3Vi bis 5 Millimeter kl 246. voll 3 dis 8 Millimeter K 255, Feinblech L 26ü> ,v erzsnkles Blech L 380, Jngot L 140. Die staatlicheu Hüttenwerke in der Slowakei berechnen das Ellen zü den gleichen f reisen.' wie die Prager /Eisenindustriegesellschast. die übrigen üttestwerke werden größtenteils ebensalls diese Preise veram schlagen. Unreine größere Menge Roheisen zu erhallen, wurden -w Preises sür alles Ehen um -50% und mehr erhöht. Die Entwickluvs der LaridwirtschafL in Mesopotämieni. Gleich.nach der Besetzung Mesopotamiens harten die Engländer große Bewässerungs-' und Änltwierungsarbeiien eilt» geleitet. Das hat zur Folge gehabt, daß im letzten Jahre die englische Besatzungsarmee und die einheimische Bevölkerung von dem laNdwirrschafrlichen Ertrage des Landes haben leben können. Auf -diese Werse wurden g r o ß e Ersparnisse an S.ch sf f§f rächt erzielt» die sich auf zirka 500.000 Tonnen belaufen. Noch liegen die endgültigen Ziffern über den Ertrag des Jahres 1918 nicht vor. aber er wird auf 50 bis 75 Millionen Franks, geschätzt. Die ständig steigende Entwicklung des Ackerbaues läßt den Schluß zu, daß m diesem Jahre der Betrag von 75 Millionen weit überschritten werden wird. ‘ A Th e Kt er <§c LurtzMüM.. 3?'ifi!:nsr?.v.!: Jr! F;:96 Ein idealer Garte. Jnlr.r. U;,r L:.Lr 6 UI;r bpemwesiter. ü/yfftencuteas:*. £el.8G?.<7;i tDeater au 4er Men. DoLfmnsikanten. S-8-nn ',,6 Nbr Ende 8 Uhr ^arMuns-Lstesrek. irüsi-!::.Tcrk-l;r'N Nr. 8520, 16201 WuS Nkadcheu träumen. Brxir.n ■*!£ 1:51 Cnjf 8 U5r Salome. iubf 8 i'chr UsillLSper. Wiener Wfgercheskek. Hasard. V.G fifer Gitbe 8 U5i Die Afrikanerin. '5 V.'X ÜT.le S llhi )e»l5LdesLSokürLdeste?. iiifV.' trf 6ir. Ö10B7 a ii ii $ ifajiss-C li ea t c r 3-sm alte Schachteln.' 'Srgmn %6 Uhr üvm 8 Nh: Absolvlortar XiicSitasfe ÄtJ0I18!H8MS- (Zlsalsohnliuataratit) suclit Posten v ja TostUfabrik ofl &hnl. Untevatiiaf.a r.a cUßuawUrts (Techedvo-Slpwakai od. Ungarn) 100“ &n die 105 Zatjhriiten niiter ^FleisfUt,- Aobr.ini8tratiön de3 Blattes. in orihrdor-jüdischri'. Kreisen Ocstcrrrich? - und -brr. Lschecho-Slowatei gut eingefiihrt - ' 21t ' - G«LqsSLT, VerMa des „§k l r a c l i i“ C-).r,t. k.H., Frankfurta. Mniu BssegaaBKKisaacgsezxaes Nora. itisr Irudr k m,r! tt.. ladoesteLgso I Qlmt Ka^mefspieie» j i.. Rir.u.kuMsrratze er. I Tcr Gardeofsizicr. | *•.(! Hfiv Fnde 8 Ufir Ssr grosse KerijMMHgrSWrNr Zoreirtsürer ödester. die Tante and Honflenr ''-:nn 8 M:r Ondr S Ntzr Wem Wiener KWrr. •2k..?Ln>gü»i? 2:-.. Dortar Lticgsitr. itüir Staötflj^atcr. Ter Vater. kr 5 Die grS'jte kinrmntögraphischc g Lensaiion mir dcn berühmtesten 8 dnitschen Schauspielenr in den 8 Hauptrollen.- tuamur/Marmmu {EITIIbfltl ** ll„ ladorsirarss 6 ieujahrs» ilagor: W O H K VW G bestehend atts n Zimmer,- Kabinett, oder 3 Zimmer samt Zubehör a ,nT im 3-, 4., 9., 18. wird gegen Jix.OJÜvJ’OJdi oder I9. Bez., fper Februar oder sofort gesucht. Zuschriften unter »1< S. 39« an die Adm. des Blattes. ss für Schfiise und Mäntel gätti Eüas Faaermann | Wie«, L, ©on5«8«(ittifc 3. « Telephon 21044 Hornkämme, Mundbisse und Rauchrequisrten liefert äiisserst preiswert uo? ORNER, Wien, XII., Anton Scharffgasse 6. Hiabet-Gelegenhaitskauf in grösser Auswahl. Billigste Preise.480 II., Praterstr. 33 und II., Weintrauben^. 2. Jllciiteg A«zeiger % nach dem berühmten Roman von kotvronekmit Reinhold Schänzel in der Hanptrolle AÄgem. Verkehr 6teuns Oevkauf von Luchabfätten <Schaf- und Baumwolle) alierArt Zn ollerhSchsten Preisen. Ochsenhorn, ». 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