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Wiener Morgenzeitung · 1920-01-01 · Heft 339 (1.1.1920) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
2 (1920)
Issue
Heft 339 (1.1.1920)
Date
1920-01-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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339. Men, Donnerstag wiener MorgettzeUrmtz 1. Sännet 192f Seite 7 T“-^ --1-——-->.>"- „Der Schläfwagenkontrollo^ von Vision zur Wiederholung. Freitag wird „Nora^ gegeben. - ' ' . - „Gabri und-die.Frauen", ein Drama von Pinski, gelangt am 8. Jänner im Wie6er Komödienhaüg zur Anfsührung. DaS Erträgnis der Ausführung kommtder' zionistischen Bezirkssektton Alsergrund zugute. Für den Abend gibt sich ein lebhaftes Interesse kuüd. (Karten in der^ Ä-ezirkSsektion, 9, Bezirk,' Mchtensteinsttäß« 11—13 von 3 bis Ü ttyr,)/ . Gin eer«tzsdss«LscheS SLyvtsarnt Wv Kunft. Oino bedeutsame'Nachricht wird auZ B c f i t n gemeldet; jlchcr Be-- schlug der Reichstcgitiung wird dem RrichSmmmeiiurn deS JvN'rcn rin-- Ö «i t1 für d ie k ü n st 1 e r i s^ch e D rr a tun (i b 'e S R e \ ch c S angegstedert. Veiten *. dieses NeichsknnstamrsS w rd der Direktor. der staatlichen Kuttstfatnmlungen '- .für-Wijttttmbetg.'! Im GvvM Berliner GchemspieHauS geht als eine der nächsten Novitäten „Danton" von Romain Rolland '.in Szene. 'Den Danton spielt W-rgener. DaS Stück wird/von Max Reltihardt inszeniert. / Das bcl.idigts Jugcslawlcn» AuS Budapest wird gedrahtet: Die jugoslawische Regierung hat gegen die Vorstellung b-rS neuen Dramas von Franz Herczeg „Der schwarze Reiter" au zuständiger Stelle protestiert und dem- Wunsche Ausdruckgegeben, daß aus dem Stuck die serbischen Typen gestrichen und dubch eine, andere Ist!gnülität erseht werben. „Zoh-ttchrln" wtrter in Mailand. Im Teatro Dal Äertm in Mailand würde vdr gut besuchtem Hause.WagnerS „^ohtttgriu^ geMett. Ob schön die Jnsteiuernug teilweise zu wünschen Übrig ließ, 'übte daS Werk seinen alten Zauber ök8., .;■. '.';. ’ ■ ■.■■■ Drei- Puecinl-Premieren» Air: Auditorium-Theater in Chicago fand die Urärrfsührung. drLie.r neuer einaktiger Opern von Puccini. statt, die „Der Mantel" (il tabarrv), ^„Schwester AngelifL" und Manni. Schlecht" hstitelt sind. Alle drei ' wurden mit starkem Beifall ausgenommen. Fvcis Mls.he. ÄölMMNe. Repertoire für den Monat.Jänner: SUmstag den 10'.: GdrdinS Dvrma „Uhn a-Heim", Samstag den 17.: Deiters Drama „Der Gtimer", Samstag den 24.: -' - Kobrins Dpama. .„Der Dorfsjing", Samstag den 31.:, Wetters Drama „Der Stimer". Ork: .Wiruer Bürorrtheater. Beginn: .2 Nhr nachnritLagS. t? f ft'X \>\.V %‘V', - |,V*. K;,\s > meine! sparsamer der Großbetrieb durch Anwendung und resser^ Atrsnützung von Maschinenarbeit, Ersparnis an. Ge- ' müden usw. wirtschaftet, °als der'Bauer. Allerdings sind ' blche konstruierte Jdealfälle nicht restlos zu verallgemeinern'; auch ist die Rechnung nur für Ackerbau und Vieh-' oiftschaft durchgeführt. Für erstere ist Hofers These ohnennunbestritten, bezüglich deS letzteren tobt qbst sgit jeher >er Streit der-'Fachleute. Solange in Europa nach nicht der Lohnarbeiter im . Großbetrieb drtrch die Arheitev-Produktib» Mosienfchaft ersetzt ist, wird der für sich selbst ünd Mt seiner Kamme arbeitende Bauer durch seine sorgsamere und mten- Lvere Pflege des Viehs die.Vorteile deS mit MiUtewstierten Lohnarbeiterndie übrigensimmer . -schwerer üUMtreib.en md). arbeitenden Großbetriebes wettmachen. Das hat Oppen- ' »eimer feit Jahrzehnten -betont:.. Bekanntlich aber ift' in\ ' Europa, von Spezialfällen in Italien (und Rumänien, abgesehen, noch nirgends auch nur. ein i Versuch in dieser Richtung ' temacyt worden. Anders in Palästina, wö sich der genossen- - . 'chästliche Betrieb itnmcL mehr Durchsetzt. Aber auchst.dorl laben sich die größten Erfolge, nur dort gezeigt^M die Üruppen.kleine und die Genossen miteinander innig verftmden waren.- Das psychische Moment laßt sich eben nicht 'cusschalten und spielt in der Landwirtschaft eine bedeutende ,Italic. Immerhin kann das Buch KäutSH-Hofer für die'zioni», tische- Kolonisation ein neuer Ansporn "sein, überall dort, wo 's' die technische Betricvöführmtg geboten erscheinen" läßt, >ew Großbetrieb, Pütt Arbeitergenossenschaften durchgeführt, mergtsch zu fördern, - / //. - ,Sm. -, Lin kÄMmistraLivev GMevaMrekLor ' für.'-die. ' ' .' StackksthSattzr...- . - ,N)ie uns von informierter Stelle mitgeteilt wird itesteht'' die Absicht, in^der nächsten Zeit zur Leitung, . administrativen Angelegenheiten der ehemaligen - hofcheat-er einen GeneraldireLlor zu ernennen. Das :roh'der außergewöhnlich hohen Einnahmen immer größer werdende Defalt zwingt die Negierung zu dieser Maßregel.;„ / .... - ,7 s,^e!b Wein *axtwv* Mi^gvschM..-.;: ' Wie die Berliner „Freiheit" berichtet, hat die BerliNer - /ö t.a a t s o p e r n k a p e l l e, Hrem gefeierten Dirigenten '.-Felix Weingartner mitg'eteilt, daß sie auf seine Mit» sirkung an den Symphonie k o.n z e r t e n v e r zi-ch>te/ weil ^Weingartner politische Aeußerungen getan hcibeMie gcrignet seren, zu verstimmen. Es handelst sich um scharfe Lemcrkungen des Künstlers. gegen den kulturfeindlichen . reutschen M i I i t arismü s, die nach Weingartners Angabe .toch dazu entstellt in die Oesfentlichkeit kamen. Die Militär- . > rrchestergesinnung der. Berliner'Musiker wird man nach den icrschredenen Erlebnissen, die'man mit dem deutschen Durch-- .zaltergeist. gemacht hat, nicht weiter verwunderlich finden. Herr Weingartner, der als Dirigent eine unbestrittene Gwße ist, Hot in der Polrtik-wenig Glück. Seinerzeit hat er jenes von . überheblichstem^ Militarismus, strotzende unglückselige Wamsest mtunterzeichnet, das' für Deutschland nicht minder verhärtgmSvoll geworden ist. wie eine verlorene Schlacht." Er hat, als ' v.« die Wirkutlg sah, widerrufen und erklärt, den Text nicht zekannt zu haben, als er seine Beivilligung gab, seinen Namen unter das Schriftstück zu sehen. Nun passiert ihm ein-neues Malheur und diesmal auf der Gegenseite. Jedenfalls ist Herr Weingartner auf dem Gebiet der Partituren erfo.lg- . reicher und bewanderter als auf dem der Politik. ' ' ‘ 1 Konzerts. , Die. fünfte' öffentliche Hauptprobe des N o s e - Q u a.rt.ettes findet Sonntag den 4.. Jänner, halb 4 Uhr nach- - mittags, im initiieren Konzerthaussaale statt. - Programm: Mozart, D-Moll, K.-P. 421, Beethoven, F»Moll, op. 65, /Haydn, D«Dur, op.'50, Nr. 6 (Frosch-Quartett). .. .Heute 3 Uhr volkstümliches Orchesterkonzert des; Wieiter' K0pzertvereinS im großen Konzerthaussaale. Leiter Kapellmetster Martin Spörr. Vorttagsfölge: BrMner, Vierte Symphonie (romantische); Wagner, Ouvertüre und Ballade>der Senta aus „Der fliegende Holländer"; Vor- . spiel und Isoldens LiebcZtod, Opernsängerin Minna LcfleQ . Lucillel Weingartner-Marcel bringt in ihrem zweiten-Konzert am Dienstag den 27. Jänner, abends 6 Uhr, tm mittleren K.ottzerthauSsaale Volkslieder iit englischer, französischer und italienischer Sprache' sowie eine Gruppe deutscher- Volkslieder zum Vortrag. .Am Klavier Felix Wein-' - gartner. . ~' ■ ' Sn den. Münchys.r TheaterslraU-aLou. . Der Theaterskandal, der, wie -wir mitgeteilt haben, bei - der- Aufführung bott Wedekiüds ,,S chlotz W e t t e r- ' st e i n" irr den Münchener K a m m e r s p i e l e n stattfnnd, hat den .Schutzverband deutscher Schriftsteller, .Ortsgruppe München, zu folgendem Protest veranlaßt: ,Der - Schuhverbaiid. deutscher Schriftsteller, Ortsgruppe München, hat stets gegen die Existenz der Zensur protestiert. Gr heilreiiet„tt'achdem die Zensur endlich abgeschafft ist, der Oeffünt- - lichkcit keineswegs'das Recht, ein Theaterstück auch in scharfer ' Form abzulehnen. Angesichts der letzten Vorgängerin den, Kantinerspiclen sicht der Schutzverband deutscher Schriftsteller sich jedoch gezwungen, entschiedenste Verwahrung gegen die Art und Weise einzulegen, wie neuerdings Zensur durch organisierten Skandal getibt wird., Stinkbomben, Kartoffeln, pöbelhafte.. Attgrisfe auf die Schauspieler, Tätlichkeiten gegen Zuschauer sind keineswegs würdige Mittel, gegen ein Stück Stellung zu nehmen. Das Recht des Zuschauers, des Schau-, spielcrL und des LsutorS auf Schutz gegen Terror mpß unter, allen Ilrn stünden gewahrt bleiben. Vor allem aber wendet , sich der Schvtzvcrband deutscher Schriftsteller gegen das Der», halten der P o l i z e i d i r e k t i o n. das,' selbst in einetn . reaktionären. Polizciitaate fragwürdig wäre, insbesondere gegen die Erwähnung und Erwägung eines Aufführungs- Verbotes oder gar. einer-KonzcssioNScntziehung." Die weiteren - Aüfführttngcn des Stückes^sind Ai,zwischen von der- Polizei verboten worden. , » Aus den Theatern. Iw Theater an der Wien gelangt Samstag den 7 3.- Jälincr, nachmittags 2 Uhr, zugunsten des Orclprsterpersonales unter persönlicher Lerlung de§ Komponisten Franz Ä e h a r „Die lustige Witwe" mit Betty Fischer und Hubept Marischka in den Hauptrollen zur Darstellung. * Im Deutschen Volkstheater gelangt heute um halb 3 Uhr nochmitlags, zu Abertdpreiscir ohne Vormerkgebühr, SchötlherpS .Mudertragödie" und. abeypS. ß. Uhr, \-, TenniSwettkampf Kop-nhagen Kopenhagen zur AuStraamig gibt achte Srädtelawpf ergab cincn Etcg der Dänen, die elf Siege davontrugen,. während die Französin ncnnnral ertplgreich waren. D e Dänen gewannen zehn Einzelsviele und ein Doppelspiel, die Gäste sechs Gtnzcsi und drei Doppelspiele. . /' ' Beginn d«v FvNhjahrssMon;. Die FusrbctÜsaisvn beginnt oinuelt om 25. Jänner,"an/welchem Tage die letzte Borrunde des „CupS" sialtfindct. Es rst aber anzunehm^n, daß die Bereinr ichon am vorhergehenden Sormlag FreuüdschaftSsp'.rle austragcn werden. ' - . ' Fischeva miedrv beim W. A. Fi? Unier diesem Titelschreib^ daö . gestrige ^,S # V r l - Tagb'! a t r": „In den letzten Tagen tauchten immer wieder Gcrnchle aus, wonach F'.schera, Wiens hervorragendster Fußballer, wieder zum W. A. F. heimgefundett haben >oll. Angeblich tollen zwischewKönrg und Ftschera un Anschluß an daS verlorene Sprel der Getnmniagegen Haloah Zwistigkeiten, ausgebrochen sem, die, zum Teil auch familiärer Äkatur. den 'Austritt Fisiheras aus der Germania tue Folge gehabt babln sollen. Besonders gut „Emgewe>hte" wollen wissen, däß Fischcra sich wieder bei seinem alten Verein, dem W. A. F-, angopuldet habe, bei dem er seinerzeit die größten Erfolge gefcrerll hat." - ' . ■ ' Sportklub Hakoah. Heute, V-S^Uhr nachmiitaas. geselliger', Klubabend ' im Cafö 'Atlashof, Wnsingergasie, mit Vorträgen upd Tatv. Emtrttt nur für Mitglieder nur Mitglicdsla ten und pcn Mitoltedern persön'ich cmgcsnhrti'Gäste.-^- K l-u b l e t r n n g: Die dieslährige oibcmltcfic Genctalvcrsammlung siudct am 18. d. M, votausstchtlich im Sitzuugssaale des alten NathausiS, I., Wippliuserstraße, statt. in nNen a?rciMtt<rfn. wevnrntnrea v.-.itcr Gar mli?. 1>ar.-biiäi,:»-r jftt alle Systeme, crttflaffigcg Ma^rial. Lcop. Kurzer, Wien, M., Weßbahnstraßc 23. Telehvon 31537. »es . Gerichissaal. , ltnfeff der An?rsa-»e deS Mordes. Vor dem Schwurgerichte unter dem Vorsitz des. Ober» landesgerichtSräteS Dr. S oo S hatte sich gestern.die 28jähr,ge Kanzleigehilfensgüttin Marie' Fasching wegen deS Verbrechens des Mordes zu verantworten. . / Die Beschuldigte ist die Tochter eines Werkführers Und lebte bis zu ghrer Verheiratung im Elternhaus, arbeitete aber bis KriegSbeginn. als Manipulantin in einer Fabrik. . Zu ihrem jetzigen Gatten, dem städtischen Kanzleigehilfen Robert Fasching, stand sie schon seit dem Jahre 1607 in Beziehnngen. Diesem Verhältnis entstammt ein Kind, welches jetzt 7 Jahre alt und sich bcr den Eltern der Beschuldigten in Pflege befindet. Robert - Fasching rückte im Kriege zum Militärdienst ein und heixatele am 20. September 1917 die Beschuldigte, welche damals - als Verkäuferin in einem Konsuniverein angestellt war. Während Robert Fasching bei der Kriegsmarine in Pola seiner Militärpflicht nachkam, entspann sich zwisckren der Beschuldigten und dem im selben . Konsumverein als Diener » beschäftigten 18jährigen Karl W o r l i t s ch k y ein Liebesverhältnis, -welches nicht ohne Folgen blieb. Am 10. November 1916 k«hrte ihr Gatte ans dem Felde heim. Die Beschuldigte verschwieg ihm ihren Zustand, und die Beziehungen, die sie in seiner Abwesenheit mit Worlitschky unterhalten hatte, sagte ihm aber bald, daß sie sich Mutter fühle, um ihm glauben zu machen, er sei der Vater des zu erwartenden KindeS: , Am/29. Mai 1919 fand die Entbindung statt. Das Kind war außerordentlich stark entwickelt-und irunmehr käm der Gatte, der' Besihilldigten zur Erkettntnis, daß es nicht von ihm stammen könne. Die Folge war der Bruch zwischen' den Eheleuten. Die Angeklagte sollte daS Hantz verlassen. Als sie am 5. Juni mit dem Kinde allein lvar, tütete sie dieses durch einen Stich mit einer Schere. Die Angeklagte bekannte sich schuldig, doch habe sie vor Verzweiflung nicht gewußt, '.vas sie tue. Der GcrichtSpsychiate'r Prosesf-or Dr. Bischofs bezeichnets iü |eüicm, Gutachten die M,rrie Fasching «As. eine normal veranlagte Person. Doch , sei zu bedenken, dast sie sich noch im.Wochenbette befand, in einem Zustand,, der sie gegen. starke seelische Eindrücke, uub solche fniimien auf sie ein, widerstandslos machte. , . .Während - der Schlußreden oeS Staatsanwaltes Doktor - Schättanek und des Verteidigers Dr. Unger schluchzte, die Angeklagte unaufhörlich und geriet in solche Ausregung, daß ihr der Vorsitzende, sagte, sie könne den Saal der-, lassen, wennsie sich nicht ganz wohl fühle. i Die Geschwornvn bejahten mit-acht Stimmen die Haupt», svage ans Mord und verneinten mit neun Stimmen die. Zusiltzsrage auf Sinnesverwirrnng zur Zeit der Verübung' der Tat. Auf Grund dieses Verdiktes verurteilte der Gerichtshof die ÄngeklägtL unter Anwendung deS außerordentlichen' MildernngsrechteS zu achtzehn Mopateü schwerem Kecker'- in welche Strafe ihr die Untersuchnngshaft von. sechs Monaten eingerechnet wurde. . Krampfhaft schluchzend - sank Marie Fasching bei der UrteiKverkttttdung auf bte Ankl-agebank zurück. Der Verteidiger behielt sich -gegen baß Urteil. Bedenkzeit ossen.. / ' . Dar Wschnimm. als' Knrrfer., ■ Vor dem BczirkLgkrlcht Josesstadt batte sich gestern der Gr» .nsiWwätenvttschltlßer Josif Auf und semeGattinwegenPtttSnreibcrer zu vktatttwvrrrn. ivetl sie einem SichcrhlltSwachmann Mvbn um 40 Heller pro Dekagramm-und nach 84 Stunden i\\n' fjß Keller pro Dekamanim! verkauft hatten. Der Angeklagte, gab an, m Wachmann yqlbr ihn dnngend.aedtlett, thm Mohu znver» kausin- und habe den MiSnW beanständet. —'- Ntchter: Ste sind aber nach Ll S-lüudrn um 16 Holler teurer gewotden.' Ä n geklagte r: Der Wachmann hat auch das nicht äustäudrt. Wenn cm Ctcherhenöwachinn'w in Uniform an zwn Tagen etwas'kauft und dm Preis m Ordnung findet, so darf er sich nicht stachrräallch' deschwrrdm. Oder er ntacbt sich Mitschuldig. Eine amtliche Note besagt» daß Mohn m Geschäften überhaupt nicht verkauft werden dart. da die ganze Mohnerme vom Staate brschlagnahmt jti. Bczirksrrchtcr Dr: B nie s ch vcrtnteilte die Angeilügten zu je h u n d e r t K r o n e n Geldstrafe. , - Wl8flL i, Sohottenring 21. Filiale: Kärlsbäd “ - 55. Alle biüikgeschaftlichen Tränsaktiohert fftr das In* und Ausland. Einlagen gegen Einlagebüchef tu,den kulantesten Bedingungen. ,5oiepi’amiüot Inte.-bank, Wien. «Glepbone: 13478, 12000, 16431, 12009, 16158, 19216. Der Volkswirt. «MrtfchKfMche NaKrichten. Aus Warschau wird uns berichtet: Dieser Tage fand hier die konstituierende, Generalversammlung der Waggost- Fabriks-A.-G. „Wagon" statt. Gründer der Gesellschaft sind . die Handelsbank in Posen, die Bank der Industriellen in Posen, 'die Kreditbank in Warschau und der Professor der Warschauer Polytechnik Dr. Chrzanowski. Direktor -der Gesellschaft ist Ing. GwdaczynSki, der bisher eine Waggonfabrik in Turin leitete. — Ferner wird uns aus Marsch a u gemeldet: In Lille stst unter denk Namen '„Societe des Pe-, troles de Monte Carlo" eine neue Aktiengesellschaft mit einem Anlagekapital von 10 Millionen Franken gegründet worden. Die Gesellschaft beabsichtigt, sich der Nohöl-Produktion in allen Ländern Europas mit besonderer Berücksichtigung Polens zu widmen. — Aus Krakau wird uns telegraphiert: Eine Verordnung des Finänzmiltisters verfügst, daß die staatlichen Zahlungen in jenen Gebieten Polens, in denen die Krone das Hauptzahlungsmittel bildet, in der polnischen Markwährung,'und zwm: nach der Relation: Hundert Kronen gleich siebzig Mark zu erfolgen haben. Der Kssrrerchrrrs in New-Dork. - " Berlin, 30. Dczcmber. (Privat.) Seit einiger Zeit wcrd:n in Berlin für Rechnung von; N cw - Dork grüße Posten Wiener- und Suftcssronsidßnteu-Baluka gekatcht; die Kante stehen ohne Zwetscl im Zuwmmcühang mit E r mk ä u f e n, welche für Rechnung der ehemaligen Emigranten aus Oesterreich- Üngarn. die jetzt in Ainerika leben, vorgenommen werden. I» New-Aork weiden nun für K 100.— Auszalünug Wien 09 CentA für si too — Auszahlung Krakau 74 Cents und für Li 100,— Auszahlung Budapest 67 Cents berechnet. . Amrochmmgswerte ausländischer Währungen. Das heutige StaatSgeselzblatt verlautbart folgende Vollzugsanweisnng des Staatsamtes für Finanzen vom 30. Dezember 1919 über die Festsetzung der U m r e ch n u n g s w'e r t e ausländischer Währungen zum Zwecke, der Ermittlung-4 der nach .dem Gesetze.vom 6. Februar 1919 zu cnv richtenden Effektenumsatzsteuer: - -1' Ist cm für die Ermittlung der Essektenumsahsteuer maßgebender Geldbetrag ausschließlich tu einer ankländtichcn Währung ausgedrückt oder 'st die Zahlung des Entgeltes m ausländischer, Währung oder in Landeswährung der Wahl der Parteien anheim-- gestellt, so hat die Umrechnung der ausländischen Währnugen in! die Wahrung, der Zievubltk Ocsterwch bis auf weüereS vH . lolgenden Umrechmmgswrrten'stattzufinden: , '"V 10J Mark — K. 865:—, 100 holländische Gulden *» K 5978.—, 100 Schweizer Franken ----- K 2977.—, 100 französische Franken ----- K 1440.—, ICO tinltemidtc Ltre — K 1200.—, 100 Lei -- K 48t.-, 100 Leva -- K 31.0.-, 100 Dmare -- . ll 500.—, 160 Drachmen ---- bi 2050.—, 100 Pesetas ----- K 2950.—, ic0 fchwedischeKloncn'Ell Zg77.—, 100 notwegische Kronen » K 8402 —, 100 dänische Kronen --- K 8177.—, 1 Pmnd Sterling — K 600.-. 10 Dollar --- K 1530. 100 Rubel (Romanow! K 260,—, 1 türkisches Mund — K 180 1 indische Rupie K 69.—, 1 ägyptische Lira (ägyptisches Psund — L 600.—,' I pet «attisches Pumd---L 557.—. 1 argeiltmischer Peso II 67.—, 1 javanischer Jen ---- K 79.—, 100 ungestempelte östcr-- retchtsch-ungarische Ktoncn K 123.—, 100 tschecho-ilowaUlche Kronen ----- tii 278.—, 100 Mojlawtsche Kronen — L Ivi.—. Die französischen Finanzen. Paris, 31. Dezember. Die vorgestern von bet Kammer beschlossene. Anleihe ist ein Mittelding zwischen einer LoSanleiyu und einet einfach verzinslichen Anleihe. Dev Inhaber erhält 5 Prozent deS Nominalwertes und nimnet aü den Ziehungen teil'.. Es wird ihm zwar kein Treffer, jedoch! die Rückzahlung von 150 Franks für je 100 Franks Nominale Zugesichert. UeberdieS wird die Emission um ein./ Geringes unter Pari erfolgen.^ Die Amortisation, erfolg^ innerhalb 60 Jahren. Die Coupons find steuerfrei. -.4 In seinem Expvs'5 über die finanzielle Lage brklär« Finan-miilister Klotz, die Gesamtsumme, die der Krieg gekostet habe, betrage 2 Q .0 Milliarde n< Während deÄ

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