Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 337 (30.12.1919)
- Date
- 1919-12-30
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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;i fgrfte'4 /I Men, Dienska- ÄNener Morgenzettung /ÄV. Dezemöer ldW Ar. > t Die Ernährung. Unsere Ernährung. Ins StaatZamt für Bolksernährung und im Staalsami für Finanzen haben in den letzten Tagen Beratungen stattgefunden, die sich wieder mit der ursprünglich geplanten, später aber zurückgestellten Erhöhung der Brot- und Mehl- Preise beschäftigten. Ursprünglich war der neue Brotpreis Mit 5 Kronen für den Laib festgesetzt. Dieser Preis ist aber jetzt noch nicht endgültig festgelegt, da die definitive Festsetzung von dem Ergebnis der augenblicklich stattfindenden Beratungen mit den Brotfabriken und Vertretern des BäckergewerbeS, ab- .. hängt. Die endgültige Höhe des Mehrpreises wird davon beeinflußt werden, bH zu Welchem Grade der Staat noch Weiter« Zuschüsse in der bisherigen Form für die Beschaffung '7bes' Mehles zu übernehmen geneigt sein wird. Ursprünglich waren die Preise für Mehl mit 10 bis 12 Kronen pro Kilogramm angesetzt, doch \ift auchdiesbezüglich noch keine fallen soll. . In unserer Ernährungssituation ist. im Laufe deS gestrigen Tages kein Ereignis eingetreten,^ bas den Schluß auf eine Besserung zulassen würde. Infolge der Feiertage und der vielen ausfallenden' Werktage sind die Zuschübe überaus mangelhaft. Dazu kommen noch Transportschwierigkeiten, die sich aus dem eingetretenen Schneewetter ergeben und die Ankünfte von Zügen' mit .Getreide aus hem Süden ^erschweren. Für die Versorgung mit Lebeusmittteln kamen gestern tztnr die Grünwarenmärkde, die allerdings verhältnismäßig für einen Montagmarkt gut versehen waren, in Betracht. Unter den von auswärts angekommenen Sorten befanden sich auch Kraut, Kohlrüben, ferner italienische Zwiebeln. Es dürfte auch in den nächsten Tagen kein Mangel an Zwiebeln Kerrschen, da bereits weitere. Waggons eingetroffen sind. An Obst gab es nur verschwindend kleine Mengen an steirischen und Schweizer Aepfeln und Kastanien, welche aber infolge des hohen Preises auf den Märkten wenig gekauft werden. . t ' - . i ■; ' Die Lebeirsmittettransporte. Erfreulicherweise ist im Verkehr der Lebensmittelzüge bisher L e in^e St'o ck « n g cingrtreten. Es konnten sogar einige Züge, welche wegen Kohlenmangel in einzelnen Stationen stecken geblieben find, an.ihren Bestimmungsort geleitet werden. Selbst die wenigen noch unterwegs steckenden Züge. dürsten Donnerstag ihr Ziel erreicht haben. ' Zusatz Karten für Arbeitslose. , . Mit 3. Jänner 1820 laufen die derzeitigen braunen Zusatzkarten für Arbeitslose ab. Die neuen gelben Zusatzrarten für Arbeitslose werden vom 6. - Jänner 'angefangen wr allen Wochentagen bei den Brotkommissionen in den gewöhnlichen Amtsstunden derselben unter den bisherigen Modalitäten ausgegeben.' . . W. I. W. Heute Dienstag den 80. d. M. von 9 bis 11 Uhr Rindfleisch an Rahovierte. Freitag den. 2. Jänner von 9 bis 11 Uhr, gelb. gerade Rummeln, von 3 bis 5 UH17 gelb, ungerade» Nummern. Samstag den' 3. Jänner von 9 bis 11 Uhr, grün, Krade Nummern, von 11 bis 1 Uhr, grün, ungerade Nummern. Montag den K. Jänner von. 9 bis 11 Uhr, rot, gerade Nummern, von 3 bis 5- Uhr, rot, ungerade Nummern. Mittwoch den 7. Jänner bon 9 bis 11 Uhr, blau, gerade Nummern, von 3 bis s Uhr, blau, ungerade Nummern. \ Bühne Md Kunst. Ans den Theater«. ' Im B u.r g t h e a t e r gelangt morgen Mittwoch bei erhöhten Preisen „D a s M ü r ch e n v o m W o l j" zur Aufführung. Beginn 5 Uhr.; ' Im O perntheater wird 'morgen Mittwoch »Wiener Walzer" „Die Puppensee" und „Sonne und Erde" gegeben. Beginn 7,6 Uhr.! In derVolksop « r wird morgen Mittwoch, 7,5 Uhr, „Die verkaufte Braut" und als Nachtvorstellung (Beginn 7a? Uhr) ,„D erZigeu n e rbaro n" Mfgesührt. William Miller wirkt in dieser Vorstellung als Gast mit. ., Im D e u t s ch e n V o l k s t h e a 1 e r geht Mittwochs «ns zweite Vorstellung (Silvesterveranstaltung) „Der Schlafwa g e n.k o n t r o l l o r" und in den K a m mersptele« «Der H e i r a t s a n tr a g" und «Der selige Oktave" in Szene. Außerdem bunter Teil. Beide Boxstellungen beginnen um 9 Uhr. JmCarl-Tbrater findet am Silvester n ach der täglichen Abendvorstellung «Johann N e st r o y", dir an diesem Abend um 7,6 Uhr beginnt, eme zweite Vorstellung um 9 Ubr mtt buntem Programm statt. Es gelangt mit Willy Thaller der Nrstroysche Einakter „Der ge b i l d e t e H ausknecht" zur Aufführung. - Hieraus folgen Gesangs- und Tanzvorträge unter Mitwirkung von Frau Hanst Niese, Gisela Werbezir-k, der Geschwister Ella, Berta und Martha W i e f enthal. Kammersänger Fritz S ch r ä d t e r, Annemarie H e g e n e r und Bela L a S - k y und Rudolf O e st e rreicher.' » In der zweiten Silvestervorstellung der Neuen PienerBü h n e. die um 9 Uhr abends für den Fenaljond der Mitglieder staitstndct, wird Kammersänger LeoSlezak 1. Löwe: Tom der Reimer, 2. Menerbeer: Arie des Vasco aus der „Asrikanerin", 3. Hitdach: „Der Lenz", als Konzcrteinlage im ersten Akt von «Doktor Stieglitz" zum Bortrag bringen.' Botschafter Henry Alllzö hat, wie wir erfahren, das Protektorat über die erste künstlerische Veranstaltung übernommen, welche die „Wtkug" lWlrtschasilich-knlturclle Gesellschaft) um 14.' Februar im g r o ß e n M u s r k v e r e i n s s a a l unter dem Titel „W i e n e rM u s i k" durchführt. Diese Veranstaltung ist die erste m einem FestzykluS, der dazu bestimmt ist, dem Ausland zu zeigen, was Wren aus künstlerischem Gebiete nach wie vor zu Listen vermag. Ein deutsches Tlsza-Drama. Wie „Budapest! Hirlap" berichtet, hat der Schweizer Dichter Heinrich Schmitt tn deutscher Sprache rin Drama fertiggestellt, in welchem das tragische Schicksal deS ermordeten Grasen Stephan T r S z a bchazchfü wird. Leb«» dem Helden des Stückes. TtSm. zählt das Drama noch drei Hauptrollen: den Graten Michael Karolhieinen G e n e r a l und eine blondeDame. Das Drama, das» in Buchform bereits erschienen ist, soll angeblich in kurzer Zeit in Franlsurl a. M. Md später auch m Wien zur aufführung gelangen, v . - ,,Ahasver", eine zweiteilige dramatische DichtMg von W a l t e r N i t h a k - S t g h n gelangte in A l t o n a zur!krauffl'ih.iung und erzielte starke Zustimmung. Dem Werke wird feierlicher Ernst und gedankenvolle, schöne Rhetorik nachgervhmt. ffDee Hauch im AL", eine tzpreistonistlsche Tragödie von W a l t e r v o n M a l o wurde b« der UranMhrrmg in Bonn mit großem Beifall ausgenommeü. ' «Dev Jude", Heft 8, ist soebm erschienen. Inhalt: Nachum Goldmann: „Chronik", Abrahack Schwadron: „Die allgemein europäische und die . jüdische Kulturtradiliön als geistige Voraussetzungen eines Sozialismus", Samuel Rappaport: „Aus dem religiösen Leben der Ostjuden", Helene Hanna Cohn: „Unser Weg zur Knust". Elijahu Rappevort: „Der Exvresstoüist Leopold Krakauer", Emil Levh: „JSrael-Homnneulus", Chaim Tartakower „Bewegung und O» gansakion". Preis deS Einzell,eitcs K 5.—. Abonnement für das Vierteljahr X 14.—. Zu beziehen durch Ri Löwit, Verlag, Hbt. „Der Jude", Wien, I., Fleischmarkt 1. Sport. Der Sportklub Rapid itt Basel siegreich. Der/Sportklub Rapid siegte am Sonntag in Bakel gegen den, dortigen stärksten Verein 3 : l, nachdem er bei Halbzeit bereits mit 1:0 m der Führung gewesen war. Dem Petisp,ele wohnten fast 60(10 Zuschauer bei. Du Aufnahme der Wiener war äußerst herzlich. _ Heinrich Eberte gestorve«. Köln» 29. Dezember. Der auch in Wien bekannte deutsche Meisterriyger Heinrich E b e r l e ist gestern im Alter von 46 Jahren in Köln gestorben. ' Wochenprogramm des Sportklubs Hakoah in Wien. (Erscheint jeden Dienstag.) , Lelchtatklettkfektlou. Dienstag ab 6 Uhr abends Traming im Jüdischen Turnverein.' IX.. Liechtensteinstraße 20. Sonntag „Q u e r s e l d ei » l a uf* ab 10 Uhr vormittags vom Hakoahplatze weg. HocheyseKtio«. - Saaltraining Freitag von 6 bis 8 Uhr abends im Jndustriellen-Cass. FechlsrKtion. Training Montag Md Donnerstag, Md zwar von 6 bis 7 Uhr abends für Damen, von 7 bis 8 Uhr abends für Herren im Jndustriellen-Cas6, I., Konkordiaplatz 4. Ringsektion. Ringtralning Montag und Box-und Ringtrammg Mittwoch, von 6 bis 8 Uhr abends im Industriellen-Cafö. Touristik- und Skifektion. 1. und 2. Februar Tourenkurs in Mönichklichcn. Anmeldungen werden im Sekretariate, I., Wfrdertorgasse 8, Cafö City, entgegmgenommen. Sektion fü« Eissport. Im Sekretariat Cafä City, I., Werder torgaffe 3, gelangen an die Mitglieder ^aiso'nkarten zum ermäßigten Preise von K 35.— Mc die von bet Leitung aemieleicn^ Eislaufplätze. VUl.. Joseistädterstraße 61, zur Ausgabe.' Die Plätze werden bis 9 Uhr abends geöffnet sein. Donnerstag und Sonntag Konzert. ■ . ■ , ■ < Sportklub Hakoah. .lgs, gesellit . . Donner-Stag den I. Jänner 1920, 7^6 Uhr nachmittags, geselliger Klubabend mit Do,trägen und Tanz. Eintritt nur für Klubm,tg!ieder mit Legitimation und von Mitgliedern persönlich emgeftth'rte Gäste. Skifektion: Heute bei günstigen Schneeverhiilimffcn Uebungslaufen. Lchrwart Bruno Sprra. Treffpunkt Endstation des 39er-Wagens um 1 Uhr nachmittags. , » 1e ... —- —•— '— —- - - : in äfffrt SrrfMcgcn. R evarrieuren mtier Garonttk. Farbböndkr fftr ailk Systeme, erstklagtffe» Material. Leop. Kurzer, Wien, W„ Westbahirstraße 23. Telehpon 31537. 88* Gerichtssaal. Auf Ansttftey deS Sohnes. Der '22jährige Friedrich Wollonetz verübte' knk vergangenen Sommer in der Billa seines Vaters in Gumpoldskirchen drei Einbrüche. Zuerst entwendete er. in Gesellschaft deS 24jährigen MetallschlelferS Hugo Fink aus der Villa eine Brieftasche mit 18.000 Kronen sowie 200 Zigarren, bald darauf mit Fink und dem skjährigen Tischlergehilfen Vinzenz P awel einen Kraftwagen im Werte von 24.000' Kronen. Als sie am nächsten Tag das Auto verkaufen wollten, war aber der Diebstahl schon entdeckt; der Wagen wurde dem Vater d'eS Wollonetz zurückgestellt. Einen dritten Einbruch in der Billa verübte der Sohn mit dem 24jährigen ehemaligen Stadtschutzmann Adolf Adam und schleppte mit- -ihm Kleider und andere Effekten im Werte von mehr.als 2000 5kronen fort. Die Sachen wurden verkauft und der' Erlös unter den Tätern geteilt. Adam, versuchte auch in einem Kafseehause einen Gummireifen im Werte von 3000 Kronen zu enttvenden, wurde jedoch, bei dem Diebstahl erwischt. ' Gestern hatten sich Fink, Pawel und Adam vor,, dem Schwurgerichte wegen Diebstahls zu verantworten. Friedrich Wollonetz war nicht angeklagt, weil ein Familienolebstahl vorlag und seine Angehörigen keinen Strafantrag gestellt hatten. Friedrich Wollonetz war zu Beginn her Verhandlung als Zeuge erschienen. Wie der Borsipenbe später feststellte, hatte er sich,aber' wieder aus dem Gerichtsgebüud« entfernt^ ohne eine Mitschuldigung-v'orzubrtngen. Die Berhandlullg wurde in später Nachtstunde zu Ende geführt. Vinzenz Pawel wurde auf Grund des Verdiktes der Geschwonien krcigesprochen, Hugo Fink zu fünf Monaten und Aoolf Adam zu zweiJahreu schwerem Zkerker verurteilt. Der Prozeß gegen die Plünderer don Pribram. Prag, 29. Dezember. (Tel.-Komp.) Im Laufe deS Monates Jänner findet vor dem Prager Strafgericht der Monsterprozeß gegen die Plünderer der Geschäfte in P ri b ram statt. Angeklagt sind 160 Personen, als Zeugen find 40 Personen geladen. Die Angeklagten werden sich wegen Einbruchs,, öfsentllcher Gewalttätigkeit, Diebstahls unv Beschädigung fremden Eigentums zu verantworten haben. Der Prozeß dürste 1.4 Tag«; bau&ou Der Volkswirt. Inkrafttreten der neuen Effektenumsatzsteuer Am 81. Dezember 1919 tritt das Gesetz vom 6. tzebruai 1919, St.-G.-Bl. .Nr. 469, über die Effektenumsatzsteuer in Kraft Im Sinne dieses Gesetzes erscheint 'als Besteueumasgrundlage de, G e l,d ums a tzau Stelle des börsenmäßigen SchluffeL. ffüt die ab S1. Dezember (einschließlich) getätigten EffektengesehÜsh werden die Banke» den Klremen die neuen Steuersätze in Aw rechnung bringen, und zwar sür Käufe und Verkäufe, py K 1000.— GeldU m s a tz> (Kurswert) in : 1. An l a'g» wer t e n: ») Schrildverseffreibungen der Republik Dcstcrreick und kontrollbezeickmeten Schuldverschreibungen deS ehemalige, österreichischem Staates (ernschlreßlich der allgemeinen Staats! schuld^ 77, Heller; , b) deutschösterreichische Staatsanleihe uü^ kontrollbezeichneten österreichischen Kriegsanleihen fteucrfretj c) anderen Anlagewerren einschließlich, der Kriegsanleihen unk sonstigen Schuldverschreibungen des Königreiches Ungarn ib Hellers 3. A k t i e n u n d n 1 ch 1 st a a t l i ch e n L 0 s e n 90 Heller Sollte der Betrag der gesanntn auf das betreffende Geschäft env fallenden Steuer 10 Heller nicht erreichen, so wird er, aq 10 Heller, sollte er, m Hellern ausgedrückt, durch 10 nicht teilbar sein, auf die nächst höhere, .durch 10 teilbare Zahl aufgerundet. Wirtschaftliche Nachrichten. Aus Warschau -wird berichtet: Es / wird' verfügh daß die polnische Darlehens*-rsse Einlagen in-Krönew währ ung annehywn dürfe und gleichzeitig werden Besitzes von Kronenbeträgen, die die Summe von 10.000 Kronep - übersteigen, aufgefordert, diese Beträge sofort in der Dar^ lehenskasse zu deponieren. Wer sich im Besitze von solche^ Beträgen befindet, ihrer jedoch, dringend zu Transaktione^ bedarf, hat bis zum 6. Jänner im Finanzministerium eine Deklaration, zu erlegen, in . der genau die H.ö.he seines Besitze standes an Kronen, die etnzuhaltenden Zahlungstermine nsn^ anzugeben sind. Die Frist zum Erläge, der Kronenbeträge übe, 10.000 Kronen läuft für Warschau, Lodz, Krakau und Lenv berg mit dem 5. Jänner 1920, für die anderen Städte mit dem 10. Jänner und für das flache Land Init demj 16. Jänner ab. — Die^polnifche Regiexung ist geneW die'Au S f u h r a l l er H 0 l z g a t tu n ge n aus den östlichen Gebieten Polens zu fördern, dagegen wird aus den wes» lichen Gebieten nur Hartholz ausgeführt werden dürfen. —' Wie die „Narodni Lisch" meldet) errichtet eine i t a l i e n tsch 4 Gesellschaft eine Kognäkfabrik in Pilseu. — Um ber( seit vielen Jahren.eingestellten Kupferbergbau iit Werners^ dorf bei Trautenaü wieder.aufzunehmen, wurde ein« Aktiengesellschaft mit viereinhalb. Millionen Kronen Kapital ins. Leben gerufen. Die. Arbeiten zur Bestimmung, des Zkupfev, gehaktes wurden in den Jahren 1918/19 durchgeftthrt und es wurde festgestellt, daß über sechs Millionen Meterzentne,?Erze. vorhanden sind, die einen durchschnittlichen Kupfergehalj' von 2,74 Prozent aufweisen. Diese Menge wirdbei einer jährlichen Erzeugung von 4000 Meterzentnern für einen zwanzigjährigen Betrieb genügen. ».. Eine Proteftkundgebung der Schuhwarens Händler. Die - neuen Schuh Verordnungen vom 20. d. ptj durch tvelche.unter andeparn eine Kürzung der' GewurW' -sähe der Schühwarkphändler i WsUgt:^wurde, ^hat '--hj Interessentenkreisen eine große. Erregung hervorgerufeip iJn.-eineir Vorgestern.im Grennum der Kaufmannschafj stattgefundenen, zahlreich besuchten Versammlung des Vereinesösterreichischer, Sch uh warenh ä nd ler schicherttz Vizepräsident Berkhold-Fassel die Jage des Schuh-« Handels und betonte, daß der Detailkaüfmann mit einech Bruttonutzen von 11^6 Prozent des Verkaufspreises zr rechnen Habe; so viel bleibe ihm, wenn.er Straßen^ schuhe durch den Großhandel beziehe. In ßlnbetrachl der ins Ungemessene gestiegenen Regiekosten könne es bei diesem karg bemessenen Nutzen unmöglich das 8M langen finden. Die Preisbeschränkungen für die Luxus^ schuhe müßtet gänzlich fallen yder zumindest der altt Gewinstsatz .von 30 Prozent wieder gelten. Vizepräsident Direktor Ludwig Klausner erklärte, daß eine Kürzung der Gewinstsätze der Erzeuger und^Händler niemals die für den Konsum erhoffte Wirkung erziele. Die Folg« einer solchen Maßnahme sei, daß die Ware auf erlaubte« oder'unerlauL ten Wegen in die Na ch 6arstäa tep abtvandere, womit wohl nur dem au s l än d i s ch tz rp aber nicht dem inländjschen, Konsum gedient sei. ' j In der Debatte bemerkte, der Vizepräsident de« Der« Landes Leutschösterreichischer Schuhfabrikanten, Ernst M- G 0 ld s ch mit, daß der gefürchtete Ta u send krv nens schuh noch nicht das Ende Her Preisentwich l ung b^ar {teile, \ Die Aussichten für Handel nn8 Industrie seien sehr ungünstig und ein Zusammen gehest beider .Gruppen sei notwendig. * . ' ■ ' "i . . Valutenkurse. Bei geringfügigen Umsätzen erfuhren &t, Kurse her fremden Zahlunasmirtel rrn gestrigen freien Verkehf nur u u w e s e n r l r ch e Beräudecungen. Es-notieren : L e i- - noten 4.90, Mark n 0 t e n 3.90, R übet t\. 0 t c n 2,83 Lire 18.50 und Dollar 173.—.. > s Sine landwirtschaftliche Fakultät an dev Buda« pester Aniversttät. Aus. B.'u d a p e st wird unsberichtet, daß der »mgarische Ministerral inseiner letzten Sitzung die Er- , richtung einer l a n d w i r t s ch a i t l i ch e.n F.a k u l 1 8 j ' an der Bubapestev Uuiversttät beschlossen hat. Die finanzielle Grundlage der Fakuliät bildet eine große Stritung der landwird schafttichcn Landesorganisation . „Hangtza" (Biene), doch Plans die Regierung 'die Ausgestaltung^ der Fakultät zu einer cigeneh H 0 ch s ch u l e f ü r N a t > 0 n a l ö k 0 n 0 m i e mit Fakub laten iür dce höher« Ausbildnug aus dem Gebiete des Handels, der Gewerbe und der Jndustne. Auch bezüglich der Professvrcu an der iandwulscliafttichen Fakultät find die entsprechenden Beschlüsse schon gesaßt morden, so daß dre Vorlesungen bereits iw Jänner werden eröffnet werden können. i Die neuen tschechischen Münzen. In der Ostraue, „Morgenzeitung" äußert sich der'Direktor des tschecho-slowakischey Münzamtes «n Kremnitz, Ing. Karl K u c a. über das zu erwartende neue Kleingeld: „BorauSstchrlich werden vier Typen gcpräat werden, und zwar: 1. 1», 2-, 5aus Bronze. 2.10-, 20-, 50« aus einer Nickellegierung, 8. 1-, 2-, 5miß Stlbec und 4. 10-, 20aus Gold. Höchstwahrscheinlich werden wir die Frankenvaluta eurführen, aber wie dre Einheit heißen wird, ist noch fraglich. Wahrscheinlieh werden wir vor allem Knpser- und Nickel-, oder Bronze- und Nlckeliiiiinzen prägen. Auch Silbe, haben wir genügend, aber die Ein ision oon Lilber« und Goldfeld wird erst später erfolgen. Znnüchsi müssen mir die heute am tarfften »eitmöteu kbärrrn Müuren ü—50) liaftelfea. / Ü Ü wm