Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 331 (23.12.1919)
- Date
- 1919-12-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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®Ae 9 Men, Dienstag ■ ii — n~n.r. •.—ii ■ ' -- . .. ivktttvirkenben seien vor allem Ftau Graf-Weintrau b fttt temperamentvolles Bauernmädchen und Herr Deutsch »genannt, der den jüdischen Dorfjnngen recht glücklich charakterisierte. Die Herren, R e iS m a n n und Po b z u m z e schufen zw« trefflich« jüdische Typen und Herr Mestel fiel durch die gelungene Maske auf. Das Stück wurde mit' großem Beifall ausgenommen. O. 2T. Das hebräische Konzert. Dem Konzertabend, welchen der „Kreis Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine" und die „Hebräische Arbeitszentrale* heute im großen Musikvertlnsfaale veranstaltet, wird große« Interesse entgeaengebrackrt, zumal dir Kompositionen BraSlavskyS iiingst anläßlich rmrr Aufführung im Konzerthauie großes Aussehen machten und der nntwirkeude Solosängrr, Herr K v st r v w, mit seiner herrlichen Stimme Bewunderung erregte. Das Symphonieorchester der Chorpereinigung. Professor LuiS D t1 6 (Orgel) und Jakob K o.st r o w (Gefangl, werden durchaus Kompositionen von S. BraSlavsky zum Vortrage dringen, darunter auch den schon gewürdigten Psalm 118. Dr. Otto Abeles bält me Festrede und Dr. David Rothblum rme hebräische Ansprache. Aus den Theatevn. Aus dem Opern theater wird gemeldet! Die mit' Irr Hieminstud'eryng deZ „Lohengrin" verbundene Anstrengung. dro Personales macht-die angekündtgte Ausführung von" „D > e K ö u i g i n, v o li S a b a* heute Dienstag unmöglich. Es gelangt dafür „Laraltoris rnsNesva- und '„Bajazzo* mit den Damm Wmdbnlssr, Kittel, Hussa, K-nuna. den Herren Oraler, 55r«nn. Slezat, Tuban, Gallos zur, Aufführung. Anfang Uhr. ' Im Deutschen DolkStheater beginnt unter dem Schlagworte „Im Wunderreich deS Märchens Samstag den Ö7. h. M, nachmittags ^3 Uhr, eine Reihe .von Beran» Haltungen für di? Jng--nd und deren^ Erzieher du spätert» n m systemätischer Folge den Geist der klassischen Dichter ^ermitteln sollen. sdur bic^ Veranstaltungen, deren Erträgnis der Pensi.virsattstalt der Mtglieder des Deutschen Bolkslheaters ' und der Kammerw'.el«' gewidmet wird. . gelten wesentlich ermäßigte SVjfc. — Frau Volte W i t t vom Dmgthcaier hat für die erste l'-(atin«r ihre Mitwirkung in kollegial-liebenswürdiger Werse zutufüßt und wird Märchen lesen und Kinderlieder zur Laute singen.' Don MrtgllrdLn des Deutschen. Volksiheaters wirken Fräulein Schilling und die Herren A s l a n, Kutschers und Arnon mit. Der Kartenverkauf beginnt heute. Die Freie jüdische Volksbühne bringt kommenden Samstag im 'Wiener Bürgertheale'r, ft obtttt? Drama „Der D o r f s j r n g" nochmals zur Ausführung. Beginn 2 Uhr. Die Th^terfrage in Olmütz. AuS O l m ü tz wirb ge« ruetdor: Dwsw Tage hat die erste Sitzung des Theater* l^:r.it«?s staligemnLen, in.welcheQüSer das tschechische Theater und über die ' Ueoernahmr' des Stadttheaters in . die Hände des D-n,j'Loo beraten wurde. Die Tschechen hatsen folgenden Vorschlag gemacht: Die tschechische Saison dauert vom T. Sk-.-L.-U!der vis 15. Mär;. Hieraus setzt die deutsche Saison ein. Die Stadt stellt für" das Drn.zstvo Beheizung und Beleuchtung uuentgeUlich . bei und bewilligt außerdem für da» erste Jahr sinrn Betrag von 50.0,00, Kronen. Die i 2r-b'>7uti'rtt.7n richten. sich nach der Prosperitäti des TheaL.'rs.- Das städtische Orchester wird ausschließlich für das tschechische Theater Vorbehalten, Und dieses wird zu seiner Erhairung einen monatlichen Beiträg von 5v00 Kronen leisten, ucöer diesen tschechischen Antrag, der dem deutschen Theater rstcht einstral das kärglichste Ausgedinge tm Stadttheater bieten würde, wird natürlich noch^ in der Sektion und tm Plenum beraten und dagegen entsprechend Stellung genommen werden. Masetzgni als OverrttenboMpoE. Im Quirinolheater ut Rom wurde Mascagnis Operettenerstlingsrverk zur ür- ' aufsükiruuZ^ gebracht. Das T-xtöuck behandelt>-die Menterrer <fnaK serchtfinnigen Grafen ohne besondere Originalität. Die i'-^uac -eigt überschäumende Lustigkeit und erquickende Frische. Die bni'eu erstell Akte hatten einen starken Erfolg, der letzte Air fiel ab. Demonstration-n bei .einer „Tell"-Aasführung. AuS Wiesbaden wird gemeldet: Zu einer auffallenden Ku^rdoebung gegen Ueb.-rgriffe der fremden Besatzungstruppen wurde dir Nnfiührung von Schillers „Wilhelm Teil." im' Laiidesrheat-r, zu der dis Genehmigung erst nach langem Warten erteilt worben war. Nach den Worten Stauffachers über Freioeit und Treue zum Baterlande und den Anklagen gegen die Tnrannerr, brach spontan lauter Beifall im aüsverkauften -Hauw aus, der sich nach der Nüttttszene zu minutenlangem Jubel stUgerte. Von den anwesenden französischen Offizieren verliefen einige das Theater. Di« -Mitteilung von einem 5-erbot des Stückes trifft nicht zu, nur würde den Maßgebenden Kreisen nabegelegt, die Dichtung nür noch alS Jugendvorftellnng zu geben, ohne Kartenverkaufda sonst die Offiziere sich nicht von Gegenkundaedungen abhalten lassen würden. Neue Skandals «nett In den Münchener Kümmerst) Kien. Bei d^r sechsten Aufführung von WevektnbS Schloß' Weiterstein" wiederholten sich dir von der'ersten Aufführung bekannten 'Lärmszenen im verstärkten. Maße, nachdem die dazwischen liegenden Vorstellungen ungestört verlaufen wüten. Der Skandal wurde so heftig, daß der anwesende Pölizei- *>mmisfär sich veranlaßt sah, die Dorstellttng von der Bühne aus für geschlossen zu erklären. Richard Dchmel schwer erkrankt. AuS Blankenese. dcm Wohnsitz Demehls, kommen beunruhigende Nachrichten über dm Ge>imbbe:ts,instand des berühmten deutschen Lyrikers. .Debmel hat sich bekanntlrch, als der Krug 1914 ausbrach, trotz sürier (damals!) 51 Jrhre. und obwohl er nie Soldat gewesen ist, als Freiwilliger gemeldet, und er har den Feldzug M'tgemacht, bis e n alres Leiden, eme Venenentzündung, ihn zür Heimkehr -wang. Die Krankheit besserte sich zunächst, so daß Dehmel daS Bett wieder verlassen konnte. Aber seit seinem 56. Geburtslage am 14. November trat wieder eme Verschlechterung ein. Sein Zustand ist ernst. ’ Georg Kaiser in Amerika. Georg Kaisers Bühuenwerk in zwei Tcilcn „Von m o r y e n S ß i S M i t t e r-» n a ch t^ wurde von der Orrheum-Theater^Company in New- Äork erworben. Das Werk wrrd in englischer Sprache an den '61 Th-atcur der Geselischait in Amerika aufgtiührt werden. Hest 7 „Der Jude" enthält einen einleitenden Ausfatz von Albrecht Hell mann „Verzwerilung und Besinnung. Arnold Zw e r p schrerbt über die revolutionäre ,Jugend deS Ostens. Samuel Rapvaport setzt seine Auisatzrerhe über daS religiöse Leben der Ostjuden fort. J'zchak EDst een ver- »r eme Studie Über „Israel und seine Sprache" : und e r a m a n « bespricht die Arbeiterliteralur in Palästina. Älernere Auikähe von Ernst Müller, Josef M e r s l und Elijahu Rapoevort ergänzen dm reichhaltigen Inhalt dieses HritrS. PreiS L S —,, Bieuelj^hrsabonnemeut L 16.80. Za bezrehm . durch R. Lö »rt, Verla,, $&mf L, Vlerfch»^ «M Wiechwa „Der LudeE Wiener Morgen^errnng GerichtssaKl. PverstreiLereianKlsge wegen mangelnder Fach Kenntnis. Ein bemrrkenswertts Urteil in einer Preistre bereiangelegenbert hat das Bezirksgericht Joseistadt (Landesgerichtsrat Dr. W e i ß) gefällt. Der Kaufmann Wilhelm Steckauer war wegen PreiSirnberri dugerlagt, weil er ein Paar Damen« strümpfe. die laut Anzeige der Käuferin bei dem ersten Versuche, sie a n z u z i e h e n, auseinanderr i s s-e n, um K 36.— verkauft hatte. Die Preisprüfrmgßstclle berrichnete den Gewinn des Angeklagten, der die Strümpfe selbst um L 83.— gekauft hatte, als a « g e m e s f e n. D>e Staatsanwaltschaft stützte aber ihre Anklage darauf, daß der Angeklagte Strümpfe, die sogleich zerreißen, asso uubrauchbare Ware, um einen zu hohen Preis eingekaust habe. Denn für eine derart schlechte Ware sei der vorhin bezahlte Preis von K 83.— viel zu hoch. Der Verteidiger verwies daraus, daß diese Anklagebegründung darauf hinauslaufe, der Angeklagte habe eine zu gkinge FachkenntniS besessen. Dafür aker könne er nicht strüfgerichllich verurteilt werden. Der Nichter sprach den Angeklagten mit der Begründung frei, eine Verurteilung wegen Bezahlung hoher Preise für schlechte Ware wäre gleichbedeutend mit einer Verurteilung wegen mangelnd-er Sachkenntnis. Dam sei aber die PreiStreibereiverordnnng nicht da. Der staatSanwaltschaftliche Funktionär meldete gegen den Freispruch die Berufung an. Aus dem Verein für soziale Hilfe „IriS". Vor dem Schwurgerichte Pnter dem Vorsttze des Ober-» landrsgerichtSrattS Dr- H a b i e t i n e k hatte sich heute der 37jäbrige Gustav K o l a r wegen Verbrechens der Veruntreuung zu verän'wörirn: Am 3. Juni 19lö erstattete der Priester Pater Petrus R u m l e r im Namen des Vereines kür soziale Hrlfe ..Iris" be-m Poli'eikommissgriäte Ottakring die Anzeige, daß per Beschuldigte als GeschäitHfübrer dieses Vereines stch große Anteil schlagüngen habe zuschulden kommen lassen. In der Kasse wurde ein Abgang von 8117 entdeckt Und Kolar gestand em, daß er den Betrag für stch verwendet habe. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Meißner Als Verterdiger funa erte Dr Max N e u d a. Der Angeklagte gab mit Zeichen großer Bewegung an^ er habe stch mit reiner Gartm, dre seit längerer Zeit schwer leidend sei, in groncr Notlage befunden. Sein Gehakt bei dem Vereine .Iris" betrug moriattrch li Z5ft, . damit konnte er unmöglich daS Anslangen ssnden. Er habe mit seiner Frau tatsächlich gehungert und m dreier verzweifelten Lage Beträge sich angceignet, rmnier von der. Hoffnung beseelt, den Schaden wieder gm machen zu können. , Die Gekchtvoriien verlangten nach kurzer Beratung eine Frage aut unw'derstehllchen Zwan'. der Ger-rchtsbot lehnte diese Fardernyg jedoch ab. Nun beantworteten die Gcschwomen die Schuldfroge mit 7 Nem gegen 5 Ja,^ worauf der Angeklagte f r e i tz e f p r o ch e n w u r d e. Die erbrochetter PoKamtskaffe.. Im Postamte HmtnbxÜhl wurde in der Nacht zum 26.-Februar d. I.' ein Einbruch verübt. Die Täter bohrten die eiserne Kasse an. entnahmen daraus Bargeld in der Höbe'von K 9218.— sowie, PostnMzerchcn im Betrage von L 2547.— nnd. wollten eben das Wette suchen. ,äl8 sie von einem Wachmann und vom Postcnleiter der Gendarmerie angebalten wurden. Gleich darauf wurde in der Nahe des Postamtes die SOjährrge H-lfsarbeiterin Solch'« Prack verhaltet, wert sie einen Nuck'ack trug, in dem, sich die Ucbctröcke der berden.Diebt befanden. Die Persönlichkeit der Einbrecher war bald frstgestellt, es waren der HandelsangrsteVte Josef S t r e ck und der Hilfsarbeiter Franz P i ch l e r. Dre beiden konnten dtn Drebstahl Nicht leugnen, wsshryid Sophie.Piack angab. sie habe mit dem Einbruch nichts zu tun. dre Rocke habe sie auf einem Felde,längs .dem Postamtr gesunden und wollte'sie eben zur Polizei tragen. Es konnte aber bald erhoben werden, daß Sophie Prack die Geliebte deS P chlcr sei und offenbar nach Hm eftttühl mrigefahren fei, um die Ech- Lrecher bei ihrem Werke zu unterstützen. Gestern hatten sich vor dem Schwnrgencht.e der außerv'dentl'chen Scfsion unter dem Vorsitze des LandeZtzerrchtsrates Dr. K o h n die Augeklaaten Josef Streck und Sophie P r a ck wegen Verbrechens des Diebstahls zu verantworten. Prchler ist aus dem Lankesgrr,chte entsprungen und konnte bisher nicht aufgegriffen, werden. Streck war auch heute gestmdig. Sophie Prack bl eb bei ihrer früheren Verantwortung, sie habe die Ueberröcke zufällig gefunden: Die Verhandlung wurde am Abend zu Ende geführt. Der Gerichtshof .verurteilte auf Grund diS WahrfvrncheS der Ge» schworneu Josef Streck züseckSJahren schweren Kerkers. Sophie Prack wurde fre'gefprochen. Dübners Istursalon der Stadt Mlien Düstal ' Uronzert Domansk? e i n - A Q ch e v»» enwnuMi Der Volkswirt. Zur Wiedereröffnung Ves offiziellen Börsenverkehrs. Wir entnahmen dem „Oesterreichifchen Volkswirt': Am 2. Jänner soll der offizielle Börsenverkehr wieder ausgenommen werden. Damit wird sich an den bestehenden Berhältnisseu allerdings nicht viel ändern; das Geschäft ist seit geraumer Zeit umfangreich wie nie zuvor. Der Börfensaal ist angefüllt von einer großen Zahl neuer 'Mitglieder, in d^n Vorräumen der Börse drängen sich Scharen von Spielern, welche erne Winkelbörse innerhalb des Börsengebäudes bilden, deren Duldung schon lange unverantwortlich ist, urrv eine ganze Armee von Spielern im Publikum macht jeden Tag Amsätzd von vielen Millionen und bewirkt jene wilden Aurssprünge, die, solange sie sich nach oben vollziehen, nur di« ganze Widerwärtigkeu eines Wirtschaftssystemaufweisen, in dem der allgemeine ZuiLmmenbruch einer waabaltigen^ bloß dem Steto* 23 Dezember 1919 . Nr.'331' gewin^n. nachrennenden Schar zu ungeahntem Gewinn verhilft- und die, wenn aus irgendeinem»Grunde ein Umschlag.erfolgt, zu den zahllchen, durch die Teuerung, und bas Elend vernichteten Existenzen noch tausende! ruinierte Spieler und un.ttzr Umständen auch zahlreicheinsolvente Börsenfirmen fügen wird. Wann und von^ welchem Knrsniveau aus dieser Rückschlag emtreten^ tvirb, daS ist nicht vorauszusehen; daß er komtnen wird,: ist gewiß, und wenn man nicht heute, unter dem Druck!!/ der unlösbaren'Probleme, die. den ganzen Staat und! die ganze Bevölkerung. Verühven, Zeit und ‘ Sinn für; die Fragen beschränkteren Interesses verloren hätte, sos würde dem Börsen- und KnrSpvoblem mehr Aufmerk samkeit geschenkt werben, als jetzt der Fall rst. Um f»' bringender wäre es, baß die Börsenbehörben mehr nach dem Rechten sehen, daß sie vor allem ri§s-< roser bei der Aufnahme neuer Mitglieder seien und,' daß sie die vergessenen Disziplinarvorschriften gegen- Eürpeitscher und durch Börsenblätter den Kundensäng.. im größten Maßstab betreibende Winkelbankiers miß aller Strenge anwenden. Denn heute sind es längst!' nicht mehr vokzugsweise. die Barkäufer 'im In- und! Ausland, welche die Aktien zusämmenkaufen, es . wrrdt wieder im größten Mäßstab mit Kreditbenützung gespielt bei Börsenkonbors, die für die Versorgung ders Wertpapiere bei den hohen Kursen nicht dre Mittet haben. Das gibt sich deutlich darin kund, daß be^ - jeder Versorgung umfangreiche Realisationen die Kurs«; der Effekten drücken, die nach beendeter Schiebung dank, mit um so stärkerer Wirkung auf die Kurse, da die Grund»', tendenz, unentwegt fest bleibt, wieder zurirckg-ekauft werden. Diese Anhäufung von großen-Engagements in; schwachen Händen ist aber, wenn ein Tendenzumschwun« eintreten sollte, eine Gefahr für die ganze Börse, weit die Differenzen von einer Abwicklungsperiode zur^! anderen so ungeheuer an sch wellen. . *. ■ Die leichtere Kontrolle der Kurse ist dev einzige Vorteil, den das. Publikum' vom offizielleq Börsenverkehr hat. Dann gibt es wieder -offizielle Kursblätter mit amtlichen Kursen, und jeder ist in der Lage,' sich auf leichtem Wege zu orientieren, vb die ihm? angerechnetetr Kurse den tatsächlichen Preis-ep entsprechen oder nicht. Man wjrd darauf sehen müssen, daß die amtliche Kursfeststellung in einer - Weise erfolgt, daß sie die Uebervorteilungsgelegenheilen möglichst hinii. anhält. Zu diesem Zwecke werden in den Schrankenwerten so wie bisher die Einheitskurse' notiert werben müssen, welche durch Kompensation allen Aufträge zum! Schluß der Börse zustaüdekommen, so daß allen Auftrag-, geürn die Abrechnung zum ^gleichen Kurse erteilt werden muß. Nur in wenigen Papierenin denen.ein sehr; lebhafter Verkehr statt findet,' ist es zttlässig, auchjwährend der Börse Geschäfte. zu Machen und sodann höchste und niedrigste, eventuell auch erste siurse intz Kursblatt aufzunehmen, wobei es zweifelhaft sein mag, ob es nicht vorteilhafter wäre, solche Papiere dem Kulissenverkehr zü überlassen, für den bies^Notierungsweise allgemein gilt, als den Sensalen, die bei beny großen Geschäftsumsang in der Regel überhaupt nichL in der Lage sind, einen. Auftraggeber während der Börsenzeit über die Marktlage, die Kurse und gemacht« Abschlüsse zu unterrichten. j Den TerminhUndel in den wichtigstenSpeku^ lattonspap'.eren mit einmaliger Prolongation im Monats wird man bis auf weiteres kaum wieder etnführett. Balutenkurse. Infolge der mäßigen Befestigung unseres Kivne im neutralen Ausland wniden im gestugen freien Verkehr fremde Zahlungsmittel b t l l t g e r abgegeben.- Bezahlt wurde» für L e r no ten K 4.89, Marknoten K 4.—, Rubel» no 1 enkt 3.76. 8 i r e K 13.2Q, Dollar K 175.— und Auszahlung Der l i n L 3.85.—.! Neue Bilanzverovdnuna. Wegen dek anbauemd geklärten Beweriunysgrundlagr für namhafte Außenstände iw Auslande erstreckt eene im Staalsgcsetzblatte und in , der vorliegenden „Wiener Zeitung" vcrlautbarte Vollzugsanwersuntz dis Bilanzerleickiterungen.' die zuletzt m t der Vollzugsanweisung vom 20. Juni 1919, Ct.-G.-Bl. Ne. 828, zugcftanden worden waren, aus em weiteres halbes Jahr bis einschließlich 80. Juni 1920. Env sprechend den geänderten Verhältnissen kommen die Begünstigungeo nunmehr allen Unternehmungen zustatten, die ihre Geschäfte zuw großen Teile m oder mit dem Auslande betreiben oder dort erhell liche Teile ihres Vermögens, insbesondere ihre Außenstände haben, Verlängerung der StundUngsbestimmunge» auf et« Halde» Jatzv. In den geltenden Stundungsbestlmmunge» ist die Gcwähiung richteilicher Stundung sUr bestimmte Gcld^ sorderuNgM nur b>S 81. d. M. vorgesehen. Da nach Aeüßerungev der beteiligten wirtichastlichen Kreise bei den gegenwärtigen mt^ geklärten Verhältnissen das Bedllrsnis nach Ausiechlerhaltung d^i Stundungsvoischristen drstebt, erstreckt eine ,m Staatsgesctzblatt und in der vorliegenden »Wiener Zeitung" vkilautbarie Vollzugsnnwessung die Stundungsvoischristen unverändert aus ein.wetterehalbes Jahr bis «inschUeßlich 80. Juni 1920. Damit bleibe» auch die Vorschriften über dte' gesetzliche Stundung für KrieM gefangene und die vetfahrrnSi'.echtltchen Begünstigungen füc diese unverändert aufrecht. Die Sitzverlegung der Oesterp. Mannesman«« röhren-Werüe «ach Komotau. In der ordentlichen Generast veifammlung wurde zur Kenntnis gebracht, daß, nachdem hil Gesellschaft beieitS in einer zu Ende Juli stattgesundenrn außerordentlichen Gcneralversamntlung die Verlegung deS Sitzes ..vop W>eit naeh.Kontotau beschlossen batte, nunmehr dte Direktiov. sowie dte Berkaufsabteilung und die Zrntialbuchhaltuna zu Bo/ gtnnn des kommenden Jahres nach K ö m o t o u ubersiedrl» werden. In W r e n wird ein«! ständige Abteilung belassen werden, die die Wabrnehmnng der. Interessen der Ge< jellschasf am htrsigen Platze obliegen wird. Gründung einer tschecho-slvwakkschen Eprengftoffs Fabritt-A.-G. unter Betetltguug englischen Kapital». Wie der „Ustr. Omam." erfährt, gründet die Z r v n o st e n S k » B a n ta eittt tichecho-slowaktiche Sprengstoff-Fabitts'A.-G. mit einem MfangSkapital von 15 Millionen Ärottr» in 75.000 Stück Aktien k K 200. Etwa btt Hälfte des Kapitals wird die englisch- Explosive- TradcS Lw. übernehmen, während die andere HSlftvon der ZivnoÜmSkck «ssnta placim werden wirb. Dte Gumd* Mü—