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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-23 · Heft 331 (23.12.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 331 (23.12.1919)
Date
1919-12-23
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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» Sette 4 Mm. Dlenslay jüdischen Drgamsationen waren - durch AbordüRngen stertre^eä, pur der von Wi?n adtpest'-nde Oüerrnbbiner Dr. C Hajes war verhindert, dem^wten Freunde letzte Geleite m geben- Wer nicht gewußt hatte, welcher Liebe und Popularität sich Adolf Stand in den weitesten Kreisen erfreute, den hätte ein Blick auf diese Menge darüber belehren müssen, die in tiefer Ergriffenheit den Nachrufen lauschte, welche 'die verschiedenen jüdischen NeprLsentan'en httl'en. Ein lautes- Schluchzen ging durch die Anwesenden, als Oberkantör Don Fuchs, dem Orer'ö-ito; Kaufmann assistierte, die Trauerge'änge anstimmte. Die Leichenrede hielt Rabbiner Dr. Fe u ch t w ä ng. Fn schönen Worten, nur schwer seine eigene Ergriffenheit meisternd, entwarf er ein Bild von der warmen, menschlich ge'ch'o.senen Persönlichkeit de? verblichenen' Führers, den er als einen Großen in Israel feierte. Während wir die Makilabärrlichree Zünden, die uns eine bedeud'anie. Epi'ode unserer Dckksgesch'chtx vor die Augen ,rücken, sei unserem Volke , ein großes Licht erloschen'. '.Zum -'dritten Male habe er,.die schwere Aufgaben einem' iüdr'chen, Fichver'-'d'ie letzten Woere'ndch'U-- rufen;,'vvr Zähren Mols Stands Me. ster Theodor Herzl, dann Ösias Kolesch ünd nunmehr ihm, der gleichfalls'allzu frühzeitig von uns gegangen ist. Der Redner p.rrs.LiL leuchtenden Tugenden des BerbLichrnen, die Reinheit und L^ute^keit se'nes Wollens, die Bescheidenheit und Güte seines Wesens, den schwungvol'.-?-l .ts'e st, «ite reine g an?n en E'geu rh. slrn. die sich in ihm zu so schöner Harmonie vereinigten. „Er war g:oh in seiner Bescheidenheit und bescheiden in feiner Größe." Hierauf sprach Dr. Leon Reich' rianienS öeS zionistischru Aktionskomitees und der galizi'schen ^Organisation. Dr. Löwe nhrrz im N-men derostgatt-' tvischea jüdi'chna'onalsn Delegation, Abgeordneter Stricker für das?ion'sti'ch- L'nd?'konn'ee und den jüdischen Nationalrat für.Oesterreich, Dr/P laschkes für die Wiener zionistischen^ Or. auisa1ic:^n, Doktor T a r i xi o \v € r (hebräisch) im Namen des „Hapoel Hazair" und Dr. Benno Sr rar» cher als einstiger Klubgenosfe - im österreich'sch?» Asügeord.netenhaus. Ferner:, sprach Herr Torcchner. Oberkanwr .Don Fuchs stimmte das „El mole rachcmnin" an, Studenten hoben den Sarg und t.'ugen ihn zuin offenen Grabe, wo Herr Lobl Taubes, einer der. ältesten Mitarbeiter, und Freunde Standsin ergreifenden jiddischen Worten von dem Verblichenen Abschied nahm. Dann polterten die Schollen auf den Sarg und der Hügel i§'.sich .über Adolf Stands, irdische». Resten. , * Eine Adolf SLand-Stifturrg. lurfic Geschäftsführer, Herr Oskar Ros rier> übermittelt. uns die folgende Anregung: „Wir würden gewiß de» Intentionen unseres uns so säh' entrissenen Führers Adolf Stau d entsprechen, wenn vir eine Stiftung für dauernde Zeiten Unter dem Namen „A d o l f S t a n d - S t i f t u n g" ins Leben rufen. EZ soll alljährlich an seinem Sterbetage einem würdige«, dürftigen Chakuz ein Egnipierungsbertrag - von K. S00.— ausbe.;«Tt und auf diese Weise das Andenken des teuren Toten auf immerwährende Zeiten geehrt werden. Jeder' gebe, was er kann! Als Anreger erlege ich den Betrüg von K. 1000.—.- ' Die '„Wiener Mörgenzeitung" übergibt hiemnit diese hochherzige' Anregung' der. Oeffentlichksrt und gibt der Erwartung Ausdruck, baß sie einen fruchtbaren/Boden unter den Vielen finden wird, denen Adolf Stand teuer war. Unsere Administration ist gerne bereit, weitere Beiträge zu übernehmen und auszurveisen. wie er das Volk liebte, für das er lebte. An sein Trab wallfahrte er noch vor kurzem mit schwer keuchender Brust schon' und mit merkbaren Todeszeichen an der Stirn. Ein Charakter, der an die Größe antiker Weisen gemahnt. Ganz und voll in seiner Lebensaufgabe aufgehend, aufrichtig bis zum Aeußersten, ehrlich in jeder Faser, stolz, edel und opferwillig bis zur Selbstentäußerung. Er hatte me kinen Beruf und lebte nur für seine Idee. Ein echter Diener des Volkes, kannte er keine Jugend und keine, Lebensfreude, keine Rast und keine Rücksicht auf Eigenleben. Was er sagte, ioar aüs . tiefstem Quell jüdischen Massenlebens geschöpft und was er tat, war für seines Volkes Wohl berechnet. Hier kannte er keine Konzessionen und keine Rücksichten. In der vordersten Reihe jüdischer Kämpfer focht er mit uner» schütterlrchem Glauben an dem Sieg und mit einer Treue, die an Mutterliebe gemahnt. Liebe zum Volke stählte ihm seine'Kraft und Liebe ließ ihn ein freudloses Leben klaglos ertragen. Er rang um das Höchste im erwachenden Judentum und suchte stets das Versöhnende. Wenn er auch mit wüten» den Schlägen gegen die Andersdenkenden auSzuholen gewohnt war, so war eS eher em väterlicher Groll, der aus Liebe quillt^ Fortgeschrittene und Orthodoxen, Oestler und Westler, Zionisten und Assrmilanten — in allen wollte er vor allem den Juden sehen und aus ihm einen neuen Menfchenchpus heranbilden. war ein Leben voll schwerer Pein und der tragischen Glorie eines jüdischen Bolkstribunen. Er überlebte seinen Ruhm, überlebte'seinen Wohlstand und schmachtete fünf Jahre dahin als Schatten einstiger Größe. Er trat in den Kampf in der Morgenröte des aufstrahlenden Ideals und starb an der Schwelle der Erfüllung Unglücklich als Mensch, beneidenswert als Volkserzieher und Mitschöpfer am Wendepunkt oc»n Jahrtausende«^ Z. F. Finkelstein. Wiener MorgenzerrunF DeMjston Dr. Pappenhetms. Zn der gestrigen Sitzung des Vorstandes der Wiener KuktuSgemeinde hat der erste Bizepräfident Dr. Wilhelm Pap Senheim die Demiffion gegeben und fein. Mandat niedergelegt. Der Vorstand nahm die Miri-ilung zu» Kenntnis. AtzjUhrL jndifcher. Kinder nach Holland. ' Aktion Ara« Anitta Müller. Gestern mittags sind 1400 jüdische Kinder -nach Holland abgegangen. Dre Kinder wurden in der Zeir. von 9 bis 10 Uhr vormittags im Saale der Produktenbörse gesammelt und nach ihren Bestimmungsorten in Gruppen geteilt. Sodann wurden sie, nachdem sie gelabt worden waren, unter Führung von Pflegerinnen und Funktionären der Blau-weiß-Organi-» sation in Sanderzügen der Straßenbahn teils zum Nochwestbahnh-of, teils znm Westbahnhof gebracht. Der erste Transport verließ um 11 Uhr, der.zweite eine Stunde später Wien. In dem zweiten Zug, der vom Wcstb.ahnhof abging, fuhren Frau Anitta Müller und Oberrabbiner Dr. CHajes mit. Die Einwaggonierung der Kind«r, die in Hellen, reinen Waggons di-eRei,e machten, vollzog sich in schönster Ordnung und ohne jedweden Zwijchenfall. Die Züge dürften Mittwoch mittags in Holland eintreffen. Vom Westbahnhvf gingen gleichzeitig auch Transporte von Kindern veichsdeutscher Familien in Wien nach Deutschland sowie deutscher Wiener Kinder nach der Schweiz ab. _ Antisemitismus in der Budweiser Stadt- , h-rtreftmq. v BndweiS, 83. Dezember. (Privat.) Seitdem die Stadt» Verwaltung der Budweiser Stadtgemciride in die Hände der Tschechen übergegangen ist, häufen sich die Verfügungen, die einen antisemitrschen Charakter haben. Gleich nach dem Umstürze, nachdem die Tschechen die Verwaltung der Stadt übernähmen, kündigten sie der israelitischen Kultusgemeinde den Sitzungssaal, de» diese seit ihrem Bestände im städtischen Rathause innehatte.'Als Grund» wurde vorgeschüht, daß die Stadt» gemeinde das Lokal für ihre Zwecke dringend benötige: Nachdem aber die Kultusgemeinde das Lokal geräumt hätte, wurde zugegeben, daß der Grund der Kündigung des Lokales nicht so sehr das Bedürfnis der Stadtgeineinde, sondern der Umstand gewesen sei, daß eS den Herren der Stadtverwaltung nicht paffe, daß Juden in das Rathaus hineingehen. Die Kultusgerneinde fand Aufnahme tn den Lokalitäten deS hiesigen israelitischen HumanitätsvereineS Pnai B'rith. Die israelitische Kultusgemeinde besitzt einen Leichenwagen. Seit jeher ist dieser in einem Schupfen des HofraumeS des der Stadt gehörigen Hauses «zur weißen Rose" untergebracht. DaS Bürgrrmersteranrt forderte die Kultusgemeinde ohne Angabe von Gründen auf, unverzüglich - diesen Wagen zu entfernen» da er sonst auf Kosten der Kultusgemeinde weggefchafft werden würde. Eine persönliche Intervention beim Bürgermeister sowie ein schriftliches, wohlmotrviertes Gesuch um Rücknahme dieser! Verfügung blieb.erfolglos. In der Sitzung der Repräsentanz der Kultusgemeinde am 9. d. hat der Vorsteher der Kultusgemeinde Dr., ß o b I diese Verfügungen der Stadtgemeinte zur Sprache, gebracht und eS wurde unter einstimmiger Zustimmung der Versammlung gegen dieses gehässige Vorgehen' der Stadtoertretung Verwahrung eingelegt. Die Kohleulage «nd ihre Rückwirkung auf Verkehr «ud Ernährung. Die Nachrichten Über die Kohleueinläufe «nb über die Lebensmittelzufuhren lauten in den letzten Tagen und Stunden so verworren' und mitunter so widerspruchsvoll, daß es fast unmöglich erscheint, sich ei» klares Bild über die Situation zu verschaffen. Aus dem Wust dck sich widersprechenden Meldungen ist daS eine sicher zu entnehmen, daß die Kohleueinläufe für die Bahnen auf dem Nullpunkt an gelangt find. Deshalb drängt daS Ernährungsamt darauf, daß der Straßenbahnverkehr während der Feiertag« eingestellt wird «nd alle Kohle den Bahnen zugewiesen wird, weil die Führung der Lebensmittelzüge dringender und wichtiger ist, gls ein Straßenbahnverkehr während der Feiertage. Die Kohlen situation hat sich in den letzten Stunden sehr verschlimmert. Gestern hat deshalb, wie in hiesigen französischen Ententekreisen versichert wird, in Prag auf der französischen Botschst eine Beratung stattgefunden, in der , die sofortige Erhöhung der Kohlen sendungen aus der Tschechoslowakei nach Oesterreich in Erwägung gezogen wurde. Wie Verlautet, beabsichtigt bfe tschecho-slowakische Regierung, die bisher tägliche« Sendungen von 420 Waggsns schon im Lause der nächsten zehn Tage auf 730 Waggons t a gl ich zu erhöhen. Gleichzeitig sollen die - Transportmittel gesichert «nd der Verkehr der Kohlenzüge zwischen den SukzessronSstaaten und der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie festgelegt werden. Daß die geringen Kohleneinläufe unser« Ernährung-- läge katastrophal gestalten können, ist klar. Die LebenSmittelzuge können unter solchen Umständen nicht laufen. Dazu kommt in letzter Stunde ein unerklärlicher Vorfall, der unsere Brotversorgung in der Neujahrswoche ganz außerordentlich gefährdet. Die Absendung der schon legendär gewordenen, tn Triest lagernden 30.000 Tonnen Getreide ist, trotz der vom Obersten Rat in Paris -unserem Staatssekretär Dr. L o e w e n f e l d - R u ß gemachten Zusage, bis heute uner füllt geblieben. Die Verladung hat gestern noch nicht einmal begonnen. Der Grund hierfür ist unerklärlich, nur soviel steht^fest, daß die Schuld der Verzögerung nicht auf italienischer Seite liegt, da nach den Ausführungen der Staatssekretärs Dr. Loewcnfelö-Ruß der Vertreter Italiens in der Pariser Reparationslommission die Weisung zur sofortigen Absendung der 30.000 Tonnen an die italienische Regierung hat gelangen lasten. Es ist also mit dem Einlangen dieser 30.000 Tonnen, die «och auf 60.000 erhöht werden sotten, für die Neujahrswoche nicht zu rechnen und somit erscheint ohne diese Zuschübe aus Triest unsere Bro tversorgung für dieseZeit nicht gesichert. ._ Der Millivnerrdiehpahl Ist der DLckrrstratze. Di« Täter Verhaftet. In der Nacht zum 11. d. haben, wie gemeldet, bei dem Go'.dwa'en- und Juivelenhändler Han-^ Goliv ig, Inhaber der Firma Moriz Kraus, 1. Bezirk, Bäckerstraße 7, Einbrecher Brillauie« und «rndecer 23. Dezember ISIS . 9ft. M EdeP me im Werte von etwa anderthalb Million««' Kro::en gestohlen. Die Täter würden nun verhaftet und etwa die Hälfte der Beute wurde zustande gebracht. Die Arbeit war hart und mühselig. Drei Polizei-' agent?»Partien, an deren Spitze die in der Berfolgung gefährlicher V.'rbi'echer bewährten Inspekjoren Iw-» q u a r t, R >tu c t und Kehrer standenwurden mü' den heiklen und besonders erschwerten Nachforschungen nach den Jun elendieben betraut. Sie konnten allmählich Licht in die Sache bringen, so daß schon nachWochenfrist ein Erfolg erzielt war,'indem am 18. d. M!.' bereits die vier unmittelbaren Täter in Haft wareit.. Es sind durchwegs gefährliche pölizeibekannte Der< brecher, die schon wiederholt und mit mehrjähriges - Kerkcistra'en bestraft sind: der 88jährige Bildhauer Leo old Weghuber, der 36jährige Hilfsarbester F ail-, Jech, der 28jährige Hilfsarbeiter August Edev Und der ZLjähri'ke Meiallschleiser Jo'ef Hofer. Scho« die auf dem Tatorte vorgenommcnen Erhebungen hatten den Verdacht ergeben, daß die Einbrecher einen Helfe« un Hause selbst gehabt haben mußten- Die Spurew führten in den Weinschank des im Hause etabliertes 5l jährigen Johann H a i d i n g e r. Da anzunehmen war,, daß Haidinger mit dein. Einbruch in VerbindnnA stehe, wurde au ./er am 20 d. M. verhaftet. ' , Wegen Hehlerei toueixn weiters verhaftet dev 36jäh.ige Chauffeur'Max Hachenberg, der 3dh* rize F.i'eur Emil R a h k o w i tz, der 32jährige GoL» arbeitermeister Siegfried Fischt, der 35jährize Schneider Siegfried Flehner, der 33jährige Agent Lcvryhard Fischer und^ der 37jährige JuwelenhändlerWolf Tai tz. Von den gestohlenen Sachen wurden noch zirkL 700.000 Kwnen zustandegebracht. 1ZV0 Wiener Kinder an dis itatteuifche Riviera.' - Bern, 22. November. Dienstng reist der LürgermnsteE von Mailand, Caldera, mü acht Deiegiutcn nach Wien, um 1500 österreichische Kinder nach Italien zu br»NM. Ihnen schließen sich ähnl'che Abordnungen ans Bologna und Reggio d'Emilia an, die Kleider und ßcber.&tnittcl nutbr'mgen. Die Kinder werden an der Rivrcra untergebrachk. 9 Hochfchnlknrfe des Jüdischen Hochschulen»» schnlle». l. Dr. Ä. Z. S ch w a r z lieft am 24. d. Vt., 6 Uhr, über »DaS jüdische Rechtder svaursch--jüd^ s ch e n Epoche". 2. Adolf B ö h m spricht über »G t*. schtchte des Zionismus" am 8. Jänner 1020. 3. Primarius Dr. S. K o r ri f.e l d spricht über „D e g e n e r atlvn und Regeneration" am 7. Jänner 1820. 4. Anfangs Jänner sinder ein BoriragszyklnZ über „N e l r g i o n Z-' vshchologie" von Dr. Theodor R e r k statt. 8. Arifarigtz. Jänner wird im größeren Rahmen ein Bortrag über «I ü o rs ch e M n f i k", gehalien von Proseffor Erlich, ftaitsiuden. * Beendigung Der yrastdentenbrife in der Siecht»* anwaltskrammer. In der Bollveriammlung der miederomtrerchiscben RechtSanwaltSkammer im November wurde der ftbent Dr. Pfeffer beschuldigt, sich über Plenarbeschlüsse Hinwege gesetzt zu haben. Dr. Pfeifer gab msolg« der gegen ihn gerichrrteu Angriffe seine Demffsion. In der vor einigen Tagen siaitge-- sundrnen Vollversammlung wurde er Mt großer Majorltät wiedtkgewählt. * Gin» hebräische Feitschrist in Wien. Ab Jauner löaö gibt die Organisation des Hapoel Hazair » Mc» eine hebratschr Zwemochenichrfft unter dem Titel ^Haawda" (Die Arbeit) heraus.. DaS erste Heft wird am 8. Jänner 1920 ersche>nvr.. »Haazoda" wird Beiträge namhafter hebrälscher Schrfftffrller sowohl aus Palasttna als auch aus den Galmhlandern brttigeu. * Die größte Bibel der Wett. Die größte Bibel bet Welt wird wtt der Hand geschrieben, und -war bettrlrgetc sich daran alle führenden Männer und Freuen Englands, darunter der König und die Känigm, der Prinz von Wales und die Minister. 12.000 solche .Schreiber" sind vorgesehen und es »st für jeden genau sestgestellt, wieviel und welches Stück vnd an welcher Stelle er schreiben soll. Die Bibel wirb den gesamten T,rxt des alten und neuen Testaments enthalten. Dtese Bibel wird 5 Fuß 2 Zoll hock und 3 Fuß 6 Zoll dick lein, .sie wird in roteS Maroguinletzrr gebunden und für den Eatbaud werden die Häute zwölf großer Ziegen verwendet. Der Emwnrf tür deyM^ band zeigt m Blau und Gold btc Wappen der Graffchastril von England und Schottland. Der Plan zu der Herstellung dieser größten Bibel der Welt ist von der rnastschcn VrbelarsellrckE ausgegangen, die dieses einzigartige Werk für ihren großen DM- 'eldzng im Jahre 1921 verwenden w-ll. ^.Die Bibel." sagt der Vater dcs Gedankens, der Re«. Poweff, „soll ans einem Kraßwagen transportiert werde«, der eu>e«s für diesen Zweck gebarst ist und auch eine Kanzel und eine Rednerinbrw« emhakt. Aw d>ese Werse wird tote Bibel als ein bedemiavtet Zeuge für bas Wort GotirS in lernen Geaendrn vorqstührt wcrden." Ob das Unternehme», daS letzten Endes dex christlichen Propaganda drenen soll, große Erkvlge habe» wirb, muß noch abgewactet werde«. * SlerndSdersaS ans «i«t Mitglied der Berliner ameribanischen Mission. Aics Berlin w».- telrgraplneck: Gestern ist ein Mi'glrrd der bnlbchrn M'l'tärMission m Berlin. Leutnant Spea mann, aw dem Dahudot .isvolvgischrr Garten", als er m einem «,'bcleuchttten Test dcS Bahuhoscs auf einen Zug ,wartete, das Opfer eines RaubanfaNes geworden. * Nene Friste« für di« Kündig«»» 9tm Ha«s» besorgervcrträgen. ÜDtt Bestimmungen über dt" Frist zue Kündigung von Hausbesorgktvkttiägkn werden mit Wirk'amtest brS Ende neu geregelt. Dre Kündigungsfrist beträgt in Hinkuntt bei Dtcnstvclbäliniffen d s M Dauer eines Jahres .14 Tage, bn solchen m der Dauer von einem d,S zu zehn Jahren »w/c Monate und bei noch längerer Dauer drei Monat«; Hausbesitzer, dre ehr Hanp e,si nach dem 1. Oktober 1919 erworben baben, düifen in dm ersten drei Monatcn den b-der,am H<msbesvrM nur unter Einhaltung einer dreimonatlichen Frist kündigen. * Bülom kehrt nach Vom -«rück. Der «Secvlo" meldet aus Rom. daß das ttkstliche Ehepaar BAow in den nächster» Wochen »ach Rom zurücktehreu wird. * DaS schnellste Schiff der Welt. A«u London wirb gedrahtet: Ans den Schitfsnvrftrn der F.mrr Narrow in Glasgow wnrde da» schnellste Schiff der Gilt fttfcaut nnd socken mit glvi.em Ei folge «probt. ES ist r>«s der Torvedobootzeistorer „T r> r i a n" mit einer Traosährgteit ton 10<H» Lonnrn, wklcher ver den P v''en 72 K«lome>er m, 3mrf»r mrückie^rr. Dos Schiff wird von Turb.uen grlncden. tote DamvUefsei werden mst Petroleum grhr^ - dH jssaasssmumii

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