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Wiener Morgenzeitung · 1919-12-22 · Heft 330 (22.12.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 330 (22.12.1919)
Date
1919-12-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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' Nr. 330 Wien. Montag Wiener Morgepzetturrg . ««. Mi — ■■ Larmszenen in der italienischen Kammer. Nom, 21. De^mbcr. Nach der Rede des Ministers de«' Aensiern S c i a l o j a griff der Sozialist Modigliani die Regierung wkg'-n ihrer Pol'tilk in der FiunmnerFrage an »nd verlangte biS freieSelbstbestimmuna Sie ch t . juch Uir das Gebiet der Oberen En'ch. Er trat mciterd für bte .Schaffung einer R publik in I alten ent. Infolge der letzteren Aeußerung Modiglianikam t« zu 9 rreaten S i e n e n. ' Min sierpuisident N r t t i wehrte diese Angriffe scharf ab «nd erklärte, die Mehrheit werde niemals zngchen. daß eine Minderheit mit Gewalt staatliche E tttränungen Umstürze. Ministerrat in Paris. Parks, sl. Dezember. Gestern bat im Elff^e unter dem Vorsitz P o r n c a r 6 s ein wichtiger Ministerrat staitgelünden. Em otfigelles ComuniquS teilt mit, der MtNlsterrat habe w» risch ältliche und finanzielle Fragen gevriiti, bte dringend eine Lölung verlangen. Der Mmisterrat werde die Prüfung iortietzen und. ferne Entscheidung im Lause der nächsten Sitzung treffen. Huszar über die Judenfrage. Budapest, 21. Dezember, (llng. Tel.-Korr.-Bur.) Mimster- Msident Huszar hielt heute tn C l o n g r a d eine Wahlrede, tv der er nach Schilderung der Verhältnisse, die zum Weltkii''ge geführt liaben. erklärte, daß cs in Ungarn nur ein christliches Reglnie geben könne. Bezüglich der Judenfrage erklärte der Ministerpräsident, daß er 1 e i n e n $1 n t i f t m i t t .S nt it 8 im Lande Machen wolle, sondern einen Ckmstianlsmus. Er wolle keine Feindieligkeiien, abe^ es düric daiüber kein Zweifel bestehen, daß has ungarische Volk ein Recht habe, leine Raffe in Ehren zu halten und ffe zu unterstützen. Ich s,ch L tz e meine fleißigen und ehrlichen jüdischen Mitbürger, schloß der MmsterptLsidenk die produktive Arbeit leisten, aber es-hat inner ihnen viele gegeben, die bestrebt waren, die tausendjährigen Faiidamente dieses LandeZ zu unt.-igmben. Die Austrihrrn, gen des Mmisterpräsidenten wurden mit großem Beifall ausgenommen. , Krawalle in Kairo. Kairo, 21. Dezember.tHavas.)Jm StMv'eckel Co sin rr wurden die Angriffe auf wichtige öffentliche Gebäude wiederholt. Straßenbahnwagen wmden vollständig z e r 1 r st m m e y t. Heute nun den elf junge Leute, die an von mehr als25,0 Studenten im Stadtviertel Fklein verbotenen Kundgebungen teilgenvmmen halten, verhaftet. Sie werden vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Die Ententen ertreter in Wien. Paris» 21. Dezember. Der Oberste Rat hat bestimmt, daß in Wien nur bevollmächtigte Mrmstec, mcht aber Botschafter akkreditiert werden tonnen. > Das ungarische Weitzgeld. Parks, 2l. Dezember. Der Oberste Rat hat sich mit kr Frage beschäftigt, rote das von der Negierung Bela Ku» ausgegebenr Weibgeld zu behandeln sei. Dre Ängelegeuheit wurde au dre Fmanzkoninussion zurückverwiesen. Ende des belgischen Grubenstreiks. * Brüssel, 21. Dezember. (Funkspruch des Tel.- Körr.-Bur.) In einer am Samstag von den Vertretern des Bergarbeiterblindes in Charletoi abgehaltenen Sitzung wurde festgestellt, daß sich bei der Tags vorher in den einzelnen Sektionen durchgeführten Abstimmung eine Mehrheit von vier Fünfteln für die Wiederailsnahme der Arbeit am Montag unter den vom Regierungsv er tretet ^orgeschlagenen Bedingungen ausgesprochen hat. Neue Der^arbeiterstreiks. Mährisch-Ostrau, 21.'Dezember. (Meldung des Tschecho-slowakischen Preßbureaus.) Heute stellte die Belegschaft des Schachtes „Trojice" in Schlesisch- O st rau die Arbeit ein und erhob die Forderung, daß die Approvisionierungsverhältnisse geregelt werddn. In Karmin stellten die polnischen Bergarbeiter heute früh auf dem Schacht „Barbara" die Arbeit ein; sie fordern eine Teuerungszulage und eine öOprozentige Lohnerhöhung. Beide Aussiände sind lokaler Natur. Sonst wird im ganzen Revier gearbeitet. Es scheint, daß der Kar* winer Streik auf nationalpolitische Gründe zmückzuführen, ist. Es ist zu erwarten, daß beide Aus,'täude bald beendet sein werden. Todessturz eines berühmten Fliegers. Parks, 21. Dezember. Der berühmte briiriche Fl rger John ll l c o o k. der . den Atlantrschen Ozean überflogen hat. ist m Rouen, als er stch au» feinem Ae> oplan zur Fli.gerausst«'llnng nach Paris begeben wollte, a b g e st it r - t und «n Spital feinen Verletzungen erlegen. Seapaflow. Paris, 20.. Dezember. (Meldung der Agenee Havas.) Der Cbei ftc Rat konnte die Frage der Wiedergutmachung für Scapaslow, nicht erledigen, da die englischen Delegierten erklärten, sie hätten die diesbezüg. lichen Weisungen ans London'noch nicht erhalten. Es ist rnznnehmen. das; die britische Regierung an Ort und Stelle Ausstellungen machen wird, um feststellen zu können, rvieviel Tonnen Hafenmaterial Deutschland zu liesern im» ßande ist. __ Das sterbende Wien. .. Die- „Stamskoirespondenz" meldet; Die granenhasten Wnknngen der Eniährnngskalafiropkie in Wien veranschaulichen iolgendr Ziffern über die Zahl der Todesfälle und der Lcbendzcbur en: . > , Es starben im letzten Friedensjabre (19t3) in Wien 3291t perfoncw Die Ziffern der Kneas^ und Hungerjahre sind: 1914 : 32 2fi8, 1915 : 37.018/ 1916; 37.631, 19 t? : 86.13 l, 1016 : 51.45)7 (inbegriffen die Opfer der Grippeepidemie, zwei Grippewellen, die 500o Mensch n. hinwegrafften), in den ersten Mr Monaten'des heurigen JahreS 84.970. Also ein Mehr von »2.016 Todeslnllen. An Lebendgeburten waren in Wien zu verzeichnen: im letzten Friedensjahre 37.867. Die Zfferir der Kriegs» und Hungerjahre sind: I AU: 36.373. lOlö: 20.287: 1916: 98.4ÖI, 1917: 2a6ö8 1918: 15) 257 und tn den ersten zehn Monaten leS heuugen Jahres 19 612. Demnach ein Minus vou 69.292 ecbcnbnrbui ten. Der Gesamtverlust beziffert sich also aenau berechnet aut 91.808 Ser lew Eingesendet. GOLD BRILLANTEN Platin,Mflnten Perlen, Dhron, falsch» Zähne, »IldSiniergegenstHnde j verhauten Sie am besten direkt dem Juwelier u Ooldarbeltar s. HSlzapfal, Wien, VI. Marl&h[|rers»raw) 79, oder Werkstbtte: I. Vfotlzotle 17/12. Zahlt höchste Preise, da für eigene Verarbeitung. eoi von Coty, Houblgani, Roger-<3alOet Französische Seifen von Roger-Gallet, Houblganft Parfümerie FIORIS Wien, l., Graben 29. «» Tagesbericht- Mein Porträt. Wie ich Astern indem kleinen Literateneaf6 faß, in dein ich fast alle meine Abende verbringe, cherre:kte ich plötzlich mit Staunen, daß mich ein junger Mann, der am Nebentifche faß, aufmerksam beobachtete. Auf dem Tisch vor ihm lag ein Notizblock, er halte einen Bleistift in der Hand und zeichnete. Hie und da warf er mir einen Blick zu, und ich wußte sofort, daß ich ihm als Modell diente. Er zeichnete mich. Diese Entdeckung machte mich natürlich ungeheuer stolz. Ich habe zwar irnmer gewußt, daß ich ein tnteressantes Aussehen habe, aber'es war denn doch ein seltsames Gefühl, zu wissen, daß ich einen richtigen Künstler, und zwar, nach seinen Haaren geschlossen^, einen, wirklich allermodernsten Künstler zum Schaffen inspirieren konnte. Ich saß also da mit einer würdevollen Miene und las dis Zeitschrift, die ich in meiner Hand hielt, mit dem überirdische Gesichtsausbruck, wie man eben moderne, lyrisch« Gedichte zu lesen pflegt. Es waren zufällig dadarstische Gedichte, aber ich lachte nicht. Ich durfte ja nicht.lachen. Mein Nachbar arbeitete fleißig an feinem Werk weiter- Ich bin neugierig geworden. „Wie geht die Arbeit?" rief ich ihm zu. „Danke, es geht!" lauMe die kurze Antwort. „Sitze ich recht?" fragte'ich. „Ja, ganz recht. Die. Hauptsache ist es ja, baß ich Sie en face sehe, denn das Interessanteste an Ihnen istdoch dieser blöde, ich möchte sagen, tölpelhafte Gesichtsausdruck, mit dem ^Sie vor sich hinstarren. Als wären Sie dem Irrenhaus entsprungen." „Aber mein Herd!" „Regen Sr« sich nur nicht auf! ich weiß ja, wer Sie sind, ich kenne Sie sehr gut und schätze Sie sehr ' hoch. Aber das ist eben das Interessante an Ihnen, daß in der gan en Struktur Ihres Kopses nichts, aber gar nichts auf einen gebildeten Menschen deutet. Ihre Sti.n ist niedrig, wie bei'dcn Tieren. Ihre Nase ist platt, eine Assenn-rse, Ihre Ohren sind spitz, lang und anstehend, wie die eines Esels. Und in Ihren Augen sitzt eine naive Dummheit, die. . „????" Das ist es eben. Ich zeichnr nur Charakterköpfe. Die Züge interessieren mich nicht im geringsten, um die Aehnilchkeit kümmere ich mich Nicht. Ich will in der Zeichnung nur den Charakter mestnes Modells sesthalten. Und das' fesselt mich bri Ihnen. Denn Sie sind in ter Beziehung «i,re besonders schwere Ausgabe. Sie scheinen gar keinen Charakter zu haben. Sie scheinen ein ganz gewöhnlicher M«nsch zu sein, ein niemand, nicht brsser, als icke Hunberttausrnde von Dutzendmenschen, Me tauis der Straße herumlausen . . Er stand au?. Ich auch. „Ist sie schon fertiz?" fvirgte ich- „Mas denn?" „Die Zeichnung!" „Was für eine Zeichnung?" „Ja, zum Teufel, haben Sie mich denn nicht gezeichnet?" „Ich" — und er lachte herzlich — „min. Ich kann gar nicht zeichnen. Ich wollte Ihnen nur ein-. mal die Wahrheit sagen. Ich bin nämlich jener EusebiuS Wasserscheu» dessen Gedichte Sie „Auswürfe eines .Ekels" g?r.7.nnt haben.. . Ädieul" So ist mein .Porträt gezeichnet worden.! Eugen Szktmari. Milttsnen-errttg eines Naphthafchwindlers. Der Kaufmann Jakob E i d i k u S. Alsergrund, Nußgasse 1 wohnhaft, hat am 29. November l. I. im SicherheitSbureau die Anzeige erstattet, daß ihm der öOjährige Kaufmann Etnii Eckstein, zu. Czeruvwitz geboren, zuletzt im Holet „Regina^ in der Wühringersttaße wohnhaft, der rm Hanse Helferstorsferstraße 4 ein Bureau batte, einen Betrag von 240.060 Kronen entlockt habe. Eckstein babe ihm nämlich vorgeschützt, er werde ihm Raphtha-Bruttoanteile verkaufen. Eidikus gab das Geld her, konnte aber die Zessionen der Anteile nicht erhalten, da Eckstein sie nicht mehr besaß und sie daher auch nicht aus den Namen Eidikus mtabuliere» konnte. 22. Dezember 1919 Seite Z Gegen Eckstein liefen dann kn der Folge weitere Anzeigen ein. Der Kaufmann Jakob Nestel, 1. Be^ Brandstätte 5 wohnhaft, büßte in der gleichen Weise einen Betrag von zwei Millionen Kronen «ht«i Außerdem meldete sich die Hofratägattin Helene Ziwsa»! in Malaczka wohnhaft, mit K. 109.000 als geschädigt und! die Herren Nikolaus und Alexander Palffy in Heiden*! reichstem mit K. 65.000. Allen diesen Personen hat. Eck» stein den Verkauf von Napbtha-Bruttoanteilen zugesag^ ohne.die Zessionen zu intabukieren. > Der Mann war seit dem 29. v. M. aus Men verschwunden und seine Verfolgung wurde auf telegraphi-« schem Wege vom SicberheitSbureau erngelertet. ES gelang ihn in Czernowitz zu verhaften. Er wurde dem dortv«! gen rumänischen Gerichte eingelrefert. Aus der Einbruchschronik. Am 19. d. M. früh wurde im. Prater auf der. Fahrt von der Mariahilferstraße zum Praterkai vo« einem Streifwagen der Firma Paul Klein, Mariahilf»^ Web'gasfe Nr. 4, ein Rohrplattenkoffer mit Seidenwaren im Werte von 200.000 Kronen gestohlen^ Auf die Wiedererlangung der Waren ist eine Be*i lohnung von K. 50.000 aus gesetzt. | Am 19. d. Ä?. kam ein angeblicher Monteur in die Wohnung der Frau Henriette 1. Bezirks Getreidemarkt Nr. 2 und stellte sich als Kontvollor der Elektrizitätswerke vor. Er benützte eine knr^e Spanns! Zeit des Alleinseins, um Schmuck im Werte von K. 50.000 zu stehlen. In der Wohnung des Sektivnsrates ^Dr. Karll Bruck, 8. Bezirk, Löwenburggasse Nr. 2, wurde an| 18. b. M. ein etwa 30 ois 40jähriger übermittel--! großer Mann mit schwarzem Haar, glatt rasiertem! -Gej'ch » ve lnissenrn ZÜge^.'ln e leg unter Kleidung mit schwarzem in der Taille geschnittenen Wintecrock und schwarzem steifen Hut betreten. Er hatte die Wohnung erbrochen und zwei Pelzmäntel im Werte von K. 30.000 gestohlen. Es gelang ihm, unter Nücklassung der Mantel zu entkommen. ' T Sarystag zeigte die Private Ella Kubrc bem! PoNzeikommissariate Hietzing an, baß sie um Vr^Uhv; abends agf dem Wege von der Wedner Hauptstratze« über den Naschmarkt nächst dem Freihaus von zweÜ Burschen überfallen-wurde. Die Burschen riesen ihr zu, «sie würden sie sofort „kalt machen", wenn sie um Hilfe rufe. Aus Furcht schwieg sie wirklich ittttt in rh^er.Angst folgte sie den Straßenraubern K. 900 a us. Mit der Beute flüchteten die Burschen,, die sie nicht näher beschreiben kann. i Ferner wird' unter dem Titel „Mir wern kan Richter brauchon!" folgender Vorfall Mitgeteilt: Am 20. d. M. kam der Chemiker Oreste Peletti, 4. Bezirk, Schikansdergasse Nr. 4 wohnherft» mit der Südbahn hier an und nahm im Bahnhöfe einen Fiaker/ umnach Hause zu fahren. Da. der Kutscher Ansprüche stellte, die ihm übertrieben schienen, ließ ihn der Chemiker, zum Kommissariat Wieden fahren, um sich dort mit' ihm wegen der Taxe auseinanderzusetzeu. Vor dem Konrmiflra \:z fr hr aber der Kubcher einfach ^avvn, indem er den braunledernen Koffer Pelettis, der Wäsche, einen Rasierapparat,' ein Stück Leder unö Toiletteartikel im Werte von K. 4000 enthielt, einfach mitnahm, offenbar, um sich für seine /Fuhrlohnforderung schadlos zu halten. Die Kanalisierungsarbeiten in Jerusalem. Die KanulliierungSarbeiten in Jerusalem schreiten, wie nmS von dort benebter wird» rüüig fort, sie find Bereit« bis zu de« ^Hundert Token" scriiagesiellt. Bei diesen Arbeiten sind tätlich 70 bis 80 Arbeiter, zum größten Teile Inden, beschäftigt.. Durch Emstcllnng einer größeren ZM Aweiter hofft man. die ganze Kanal sicrung bis zum Pess.räüeste tertlgmbrmaen. Die Gesamtlänge der ringelegren KanalisrelungSröhren beträgt S0< 0 Meter« B s Mrtie November war em Fünftel der Arbeit bewältigt. Die .Kanilisie'ung mündet m NachabKidron Die Gesamtkosie« düiftm sich auf ungefähr 1k>.M0 tückische. Pfund betawen. Dit Arbeiten werden vom iüdffchen Unternehmer Bondi. unter technischer. Lertuna des Ingenieurs Kantor, ausgekührt. Die oben crwäbme Kan.rlrfferung erstreckt sich zunächst nur aut die hygienisch blsbcr am me sien vernachlässigten Teile der Stadt. Laut de« vorliegenden Arbeitsplänen soll binnen zweier Jrhre' ganz Jerusalem mir einer Kanalisierung rm modernsi'N Sinne ausgestattet fein. Es rst erfr errlreb. festmsiellen, daß die Desiyer der an der bereits fert'ggestelllen Kanal sier ungslime gelegenen Häuser sich beeilen, ihre Objekte an die Kanalisierung anznichlreßcn. * Der Dovtzelraubmord an zwei Wiener Gastwirten. Der Raubmord an den beiden WienerGasiw.neu Kart Weber rmd Erhärt Schmucker beschäftigt anhaltend dapotrzeiliche Sicherheilsbureau. Der Mann, der am Mittwoch mrt de« beide« Wirten in dre Weingegend fahren wollte, um ihue« den „Sieb" zehner* zum Preise von K. 21 per Liter zu verkaufen, ist sicherlich der Täter. Ec hat sich auch an den Gastwirt Siegel in der Boltzmanngaffe gewendet und ihm auch Wem anaeboten, doch Siegel, vorsichtiger als der Wirt Weber, hat'abgeleynt. Geller« wurde bekannt, daß sich der Mann noch ein vierte« Opfer o e sucht hat, aber mu demselben Mißerfola wie bei Siegel. Der Gastwirt Franz R-chter, 9. Bezirk. Franz Josefsbalmstraße 7. zeigte nämlich im, daß der ibm vor zwrr bi« drei Wvchm em nngesöhr 24i8hr'ger Mann ekich enen ist und ihm Wein vo« der! Fechsung 1917 zum Preise von K. 21 per Lrtec ängeboten hat. atio den gleichen Jahrgang und den nämlrchen Prer« wre dem Wirt Weber. Ec sirgikj daß der Wein in der Gegend von Zrers» dorf zu übernehmen ser. Herr Rechter bat aber da« Anbot des ihm Unbekannten kurzerhand abgelehnt. Er ist der festen Ucbet* zeugnug. daß dcc Mann der nämliche ist. der bei Weber erschiene«, ist. — Ans Oberbollabrnnn wird aemetdet, daß im Rucksack deS ermordeten Gastwirte« Weber ein fremder grüner Rack* sack gesunden wurde, in der« eine blaue Kanne war. Auf dem, Tawne wurde dann auch eure fünf Lrter fastende Ko rkf lascht gefunden, die nicht auS dem Besitze de« Ermordeten stammt. Preiserhvhuna für Petroleum. Vom 21. d. M. «*{ wird der DetallverkausspreiS für Petroleum auf 2.40 vros 628150

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