Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 329 (21.12.1919)
- Date
- 1919-12-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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♦ Seite 6 Wim, Sonntag Kreis Oesterreich tier jüd. Turn-und Sportvereine , . Hebräische Arbeitszentrale. Dienstag den 38. Dej^naber 1919, 6 Uhr abends SOTK-CHANUKA in* Grossen Nlusikvereinssaale. — Mitvirkend: Oberkantor Jakob ' Kostrov, Chorvereiniguntt, das, - Oberkantor Jakob ' Kostrov, Chorvoreinigtmg, das, Symphonieotchestet Louis Dit6 (Org&l), David Roihblnm: ' Hebrftischo Ansprache, Otto Abeies: Festrede, Dirigent: * Komponist S, BraslaVeky. Karten: Tageskasse des MnsiTvYereipssaales^Dushbandiuiig ' Lüwitund in den Kartenbureaus II., Taborsträsso 1—8, XX.. Wallensteinstrasse 24. eogs ^tlbert Ehrensteirr liest Heute Sonntag den 21. b. M. rlt. den Genossenschaft^ vertag im großen Sattle yes JngeMür-' . und Archltekrenvrrcines. I.. Eschenbachgaffe 9. Karten von K 6.— vis K 15.—,. die Saunnlnng. ..Die Nacht wird" , von , Albert §Hremtein inbegriffen, Md bei Kehlen>.»?rfer, Ämhi un9 an der ..Jvii^nbta^e erhältlich. - N •. Zührsche Geschenk-3cher. Agnon: Und -das Knmime wird gerade. Erzählima aus dem Hebräischen von MaxStraug. lZebrmden M 25.—. G. Elwt: Daniel Dcronda. Nomon, benrbeitet' von A. Eliasberg. Gew. Ausgabe gebunden LI 9—. Korzugsausgabe (Lensen, Goldschnitt nsw.) "LI 14.—Gmctz: beschichte der Juden. Volkstümlrche Ausgabe. 3 Bande, gebunden X 8Y.-7« Theodor Herrl: Altneuland. gebunden X 2J.60. Tlirodbr ^rrzlckPhllvsopblsche Erzählungen, gebunden L! 3.50. Moäus«zur: Om Chauukaduch, illustriert, M 5.—. C. Narwatzki: Das neue„ Mische'Palästina. Gebundm U 8.—. Ostjüdische Novelle«: ANsgewählr und übertragen von A. Elmsberg, gebunden M 'i5,—. I. L. Prrez : Adam und Eva, Novellen, gebunden Li.' 13.—., I. L. Perez: Jüdlsche Geschichten. (Jnselbücherei.) Kartoniert, >11.35^ Morris'Rotenseld: Lieder des Ghetto. Illustriert von rsrlien. Prachtband M -20.—. Jüdisches Theater: Eine drnmairsche Anthologie ostjüdischer Dichter.2 Bände, gebundm LI 20.-'. -Zn beziehen durch R. Löwit, Buchhandlung, Wien, I., Notrntumrstraße 22.' . . . - Literatur u-Wifsenschast. Fzr Daniel Sarchers hundertstem Geburtstag. . Vor einigen Wochen jährte sich zum hundertstenmale der- Geburtstag-von Daniel- S' a n d e r S. Jederder sich irgendwie mit. der Dlffenschast der deutschen-Sprache: befaßt hat oder'auch uue in .die. Loge, gekommen ist» deutsche Wörterbücher zu "benützen, kevrtt.seinen Namen, aber nicht allgemein bekannt ist. eSj daß dev Periattsr, .des verbreitetsten und am meisten . benützten deutschen Wörterbuches ein Jude war, dem dre Vollendung. seines. Werkes ^möglich, .wurde, weil die von . ihm geleitete, katsche Ireischule' in Stcelitz von der mccktenpnrgtschen Rechnung geschlossen - wurde, da sich Sanders durch' serye, drrnokratrsche Propaganda mißliebig gemacht hätte. So käm Sanders m die Lage, sich völlig seinem Werke zu widmen,.daß er 186» jju- Ende führte, während .das--grvßr, historischen GesichtspunktenfolgendeWerikder Brüder.Gr-mm, zu dem sich SanderS, der Nat o- . nalkstder 'die praktischen Gesichtsvtmtte' zNgrundcligt' jn deutlichen' Gegensatz Krllte, bis' heute Torso hebliKen' ist.'Anfangs beabsichtigte Sanders, an dem Werk der'Glimm Mitzuarbetten;'als er aber nichtdie ' erhoffte günstige Aufnahme erfuhr, -'trat er-ge-' wiffermaßen als Konkurrent der beiden Meister M. "Zuerst hätte sem Weck,viel, unter der Ablehnung der Fachgelehrten zu leiden, gber allmählich eroberte es sich-seinen Platz nnd-wurdci-was-es noch heute ist, ein Standard Work deut'cher Sprachwiffenschaft, das nicht mtr. dyn Laien, sondern artch dem Gsslehuen diy besten Dienste leistet. Sanders hat ferner e/ne Reihe von Hand-HlLssbüchcm und sonstigen Nachschlagewerken versaßt, darunter ein.großes Fremd- und ein Bcr-, dkiiiichungswötterbuch.. und. has höchste Streben des in -dyn 'Ideen - secher Zeit ausgewachsenen und deutsch suhlenden Demotral.en mochte es seim em Schatzbüler der deptichen Sprachezu-werden, Sandets suchte m .der Weise seiner Zeit das Deutsche nnt dem Jüdischen m-ihm zu verknüpfen und wie viel aufrechter und indischer ttrtes Afflmilationsjndentnm ^war und ' -wieviel menschlich wertvoller M sein äußerstes •, Evigoycytiim, dessen krampfhafte -Zuckungen wir heut e -' et leben, beweist ein Blick auf Gestalten, -.wie,, Berihojd Auerbachs yder .Leopold Kvmpert, Gestalten, die sich auch von d,em geistigen Nährboden mktt Epoche nicht wegdenken lassen. Bon Sanders jüdischem Empfinden zeugt seine Ueberschung des „Hohen Liedes" aus hem yebrättchen tmd seine Ansichten über den Antisemitismus,die «. als -LHans Sachs der Jüngere" m der schltchtemMigen Tonart des Schwankes aus dem 16. Jahrhundert darbst l„Dtt Heiden Apostels. Sanders starb am März 1897 nach einem Leben, rastloser wissenschaftlicher Arbeit. Daß das vielleicht populärste deutsche Sprackwcrk. der „Sanders", ein'Werk jüdischen Wissens und Ge-' lrhrtrnfleißes ist, ist eine Tatsache, die immerhin angemerkt zv werden.,verdient. , . —eu— Bücher vo« Ernft Weiß. . Bon einem Roman von Ernst Weiß, .Franziska* über« schrieben, berichtet der Berleaer S. Fischer, daßdas Buch m Jahre 1916 in - einer früheren Faffung „Der Kamps" geheißen hatt Ich fürchte, nach dieser ^.Urfranziska" wird niemand Ber«- ^«gen Waxn,; -ber feie zweite Gestaltung kennest . gelernt hak. Denn dre ist kaum mehr als der herkömmliche Etsrnbahnroman. von bim. hier besonders jämmerlichen Schwächling, ans der Schaukel zynsckien der gebörnen Künstlerin und der geborenen Dirne. Ganz ahne feinere Züge geht es dabeinicht ab. wie wenn die KLnstlerrn iminer an den Höhepunkten ihres Lebens die Tastenpaukerin vergißt,. Um einen Moment ganz Weib zu sein, aber neu ist än-'Vorwurf und Gestaltung genau so wenig, wir an desselben-. Autors eben im'gleichen Verlag'berausgekommene Drama „Tanja- Das«ist der übliche dünne Tolstoi Aufguß,- znkammenmttt^t. aus der „Auselstehung" und der „Macht der Fntsternls . in einem Deutsch, daswie ejne schlechte llrberietzung. aus.dem Russischen'tlmgt und aui. biefe Weise Lokaliarbe ocr* täuschen soll< Nicht einmal dir Unwirksamkeit aus der Bühneist neu; auch duseS Neqursit. dir Hochachtung des Buchkritikers zu ergattern, ist bereits.mehrfach verwendet worden., .., Ny.;v SttCtt von Strauß: R e i f st r h t d i e S ü a t. (Diedtrichs, . Jena.) Bvrries von Münchhausen ist, seit WencrdnS Händen dsts Banyer - entsank, der Standartentrnger der' deutsch<n Ballädrndichtüng.' Aber dte nächsteck nach ihm in dieser männlichen Kunst sind merkwürdl'gerwrise zwei Frauen, Agnes Miegel Und Lulü von S t r a n ß und Torney. Von dieser! ist nach 'längerer Pausewieder 'ein Balladenband erschienen: „R e r s st'e h t d 11 Saat" sJena, Diederichs. 1919), Dm Scch, her im Zusammenhang der ersten Ballade aus Tod und Ende-, hindenlet. darf die Dlchterm ans der Sonnenhöhe'ihrer Können- Wiener MorgenzettimK * -r-r-1—" '■“■■■■•.■ ■■—.- ..1 -.. in ganz anderem <^inne vor ihr Buch setzen. Reif im höchsten Grade und im tirssieu 'Wärtverstand ist die gebändigte Kraft dieser Ahnen und Klmbtit-s verschwisternden, Seultmentalität wte 'Kraftmeterei, gleich ansschließenden,- breit- und ebenmäßig dahinflutenden Verse, von denen, man bei aller üppigen Fülle, k.'m - Wovt - misten »lochte. Ein nirgrndS nusdringltcher Kunstverstand i weiß zu glirdem und zst wählen; mit . ^Ausnahme .-der .-rein /lyrischen- -erdenletzten Stücke ist kaum ein, schwächeres unter .Heu sechsundmanzig -des. neuem, Gcdlchtdandes. nnt AMghme der ganz,in Grillpürzers Spuren wandelnden. „Libüffä" -7-, Amgens ist gerade diele 'Romanze prächtig rbythm-'sch' belebt — remes von'unselbständiger Problemstellung.'' Ich'weiß nicht', ob Lnln voll Strauß nnd Torney' daS Evitheton ..nr-innlicb" als Kompl-ment cmvstndet, aber ich finde knn anderes Wort'für'diese herb-kräftige- Kost. - , N.;»Hn's.karn.'' (Hcbrälsche Wochenschrift, London.) .. ,V)'n haben ne.uttch über das Diedercrscheinen der bis nun Kriegsausbruch in Odessa erschimcncn hebrätschen;Wochenschrift, „Ha'olam", diesrnals als Organ der ziontsttschen Zentrattcit'ung , nt London, berichtet. Bost dieser- Wochenschrift liegen bereits ^sttben Nnmntein vor, dte diese als - ernste- und beachtenswerte Publikation. - erscheinen lassen. Ans dem Inhalt derselben Mn' erwähnt':' Dr. Ä. Cowlnik: Israel Zangwill.! Dri, ' Hugo' Bergmann: " DaS Milche Volk und - seine Jugend, - D.- I. Uorentin: Die Lage der Juden tn Salvncki, Meir Hennch:- Wiener- Briefe (!; N n ttt ittevS: Davidsöhu: Znm Rücktritt Batteurs, -A. Ziom: Landwirt»' schMiche, Ätbeit,. Ä Goldstem: Das Komitee der jünchrn Dcle-' gat>dne'm, Mrir' G'.wMann:' Die Ukrainer und die Inden; N n m nuer 4: Dr. Sch. Levin! W-lson. A. Damdt'ohn: Pogrome. P. D. r Bririe lins Polem M. Hmisch: Wiener Briete (l'i); N u m-m e r 5 - A. Davldsvhn: Die Assimilation, Dr. N.- Slouschtsch: Die Juden in Frankreich, Sch. P.: Die Lage der Inden irr -Litauen, Tr. Horodchkn: .Dre jüdische Frau im Chassidismus; Nu mm e r 6 : K. A.: Der Arbeitsplan.,D. I. Florentrn : Die Jüdin m den Balkanstaatcn. .Ejm-kol-Chrj: Anstetchmmgen aus der Ukraine. Nummer 7:. Sch. Wertem;* Zur Konferenz» Dr. A. d B. Salkind: E ue dringende -Frage, M. Herrisch: Ueber die Lage nr GalkZ'en. ,'Anßerhetn enthält "jede, Nummer -einen ltterarischen Ter!, -enre reichhaltige Chronik, .die vsfiriellen zionistischen Meldungen, Berichte auS der Bcwrguug.' erste Preffeschau nsw. Dir, Bentgsprers für Oesterreich ,'bettägt gan,jährig L SOS.—.ckmlbjälnig K IM.— tmd vierteliährig K 60.—. Eirtzel- ' uummer K-ß.—. Bestellitttgen werden int Ziontsttschen Landcskotnilee. . für Deutsch östri reich, Wien, 'U.,Zirsusgasse 33,' entgegen genommen. nsiiiii'iiiiifi Herren, a. DamentiiUe werden nach neuest. ' r' - ” Mode prompt und billigst'möderftisfert - XVHI.jW&hrinfrer GBrtel 21 Und VH., 3Eö.riaMlJ6?*trft.»8e 88, tn alten Drei?>anen. Wefcorotttrett unter fcjftrAntif. ^ardLSndxr für alle Syltemk. erstklassiges Material Lcop. Kiirzer, Wieii» M., WrDahustrche 23. . ., Telehpon 31537. s§3 -- - Ein' um dir'^WeT-'für den ,^ere:ts^WeWillioü' - Dbllör-stn^Periftn.zar 'Wrftigrmg'- sicheuj wird vom. Asrö-KM' vom Amerika, vorbereitel. .'Der Alinnlische O>zeau ckanu von einem k beliebigen amerikanischen KMenpnnkte aus/über. Grönland — Island -oder umgekehrt, bewältigt werdech während' deriHrige! Teil ^der - Strecke - entweder von Tokio - über -hio - Halbinsel' Äamschattka.wid.die,Bchr"igstra>;e oder muit.rticlb.rr nach/Alaskas überflögen werden kann. 'Den-BewerbeiN sind in der.Zähl unds Art drrvmverldeten Nugreuge, dre auch an-einem-Tage mehr- ) Ni als gewechselt Mi den djiriLN, keine Beschränkungen mrsrrlegt.! Auch-Lnfstchrffe -können auf .der ganzen oder-ans Teilstrecken; benutzt werden. Dm frenvilligen oder unfreiwilligen Wechsel des - Lustsahr',enges, kann her.: Bewerber auch unter Benützung-von j Erdbriordeiungsmittel». nlleri Ärt vornehmen, doch darr die.auf dri -Erdezttrückgelcgte Stricke . nicht' mehr als' 10 v. H. des Gtsamlflttgwcgcs betragen. . - "«DieHeutige« Füßbaikvetispr-re' / - Mit Rücksicht auf - das -vom Fußballvcrbande - cl^a^f€ilc*- Verbot für Fr-eimdschastSsbiele können heute nur drei der, noch ausständigen Mrisi>'r-schas1sspieledurchgeführt, werden.. Aber auch - zu diesen hoben nur Mitgl-eder des Verbandes und seiner i Vereine Zutritt..-' Da die beledigten Bereiste fleißig. ^Gastiarten* ,' ausgegeben haben, dürften alle-Spiele ganz güten Besuch aulzu» weisen baden. - ' . ri . : -In Dörnbach spielt der W r e.n.e t S p y rhkl u b gegen die B r e'tt-Ü a. Nach. spannendem' Kampfe 'Mrste der- Sportklub, cin-en ' knappen Sieg dastoNtkagen. In Favoriten hat R g d orl ff hü ge l hrn -S. C. W a„ck e r zu Gaste, deiner nach KaNrvf die Punkte abnehmen dürste. -^ Schließlich spielt! der W. A.- Fl in Hütteldorf-gegen den F. A. C Man kann mit ziemlicher- Sichriheii -auf einen-Sieg der Floridsdoricr rechnen. - In. der zweiten Masse - finden einige Wettspiele statt, dte ‘für die Placierung'im Mit teilt essen von Bedeutung-sind» Wochenprrigramm d/r Akad. SpprLabLejlung „Iudaea". " . Schwimmen: Mit Rücksicht auf die 'Kohlennot ist das Schwimmi-rainmg bis Ende'Jänner eingestellt.,, Leichtathtetik: Caaltraming im l.-Wiener Jüdischen - Turnverein, , W-. Liechtmsteinstraße 20, Dienstag von */j,8 blS - '/-!(> Uhr abends. lKurze Ho'e und Turnschuhe mitbrinsten.) Fechl'en '(Florett): Dammnblmgsstünden.' Montag vmt,; 6 .bis 7 Übt und Donnerstag von '/.6 vis */47 Uhr. — Herrest- , übungsstünben Montag, von 7 bis 8 Uhr ünd Donnerstag' von - V47 bis Vs8 Uhiv — Sämtliche Uebungen.finden im Souterralnlokate d-s Caf6 Jlidustnellen, l., Konkordiaplatz 4. stack. Turnen: Training in den enzelnen Tmnverenien. Hockey:, Saalttaiuing, Frenag 6 Uhr. für Damen und Herren. Hi Konkordiaplatz 4 (Cafk Industriellen), i Winterspyrt: . GMe . Sckinceverbältnisse voransaesetzt, sinder' ein Sklkuls lüri Anfänget im Wimerivald statt. Näheres wird noch.MatiNtgegelnn. .. :i ,, , Vollversammlung der Mad. Sportabteilung Jndäea, Freitgg den 26ridl M.. 6 Uhr abends, m Caiö Jndnst'iellen, I., Konkordiaplatz.^,. Piniklliches Erscheinen -ckpird zur Pfl.chtgkniächt. T'ääesdrdnüng1.- Tätigkeitsbericht. 8. Berichte. der Sportrefercntcn. 3. Festsetzung v. A. Z. 4. Eoentualia. .. Der' Sgkoptklul» Hckkoah' hat' zst siinriti .Siege über 'den Svyrtllnp G e r m^a st \ y. dem vierzehnten ^n der Meisterschaft, zahlreiche Glückwunichtelegramme erhalten.' Es gratuliertet: unter vtele« anderenfolgende-Erreme unv Korvoralwum; Sportklub - '21, Dezemser 1919 5fr. S2S' -*1 7 Jüdiscli-oHaüei. Wsdsns „Herzl“ veranstaltet MHontag'; don '32. .Dozember 1919 um 4 Uhr f nachui, 1 in . den Olympia.-Praclttsitleu, I., Kethgnsse ö, ß '' ■ '' ■ eine grosse ' Fest® A&a Hernie' mit anßcbliessemler '; ’.Tan^unlörSiaHtiiagn Per. I}eitiertraß ist för unbemittelte jfldisclie Hoclischiiler und jüdische MenSa Acadcmica bcstlnnnt. PRO G R A M M: Bläserchor des Tonkünstlerorchesters „Hatikwah“, Frl’. Rctu.Pfifftt-, Vülksoper, Fr], Marie Ko trän, Klavierviriucsin, Frl.Lonka Wolf, Konzcrisängerin, ■ Fri. Erna Houdek, Violinvirtuosra, nerr Karl Weiiniann.Völksopcr, Herr Fr,ist Tauber, Volksaper,Herr Rudi Merstalhnger, ,Vplksoper. - _■ , . 1 ■ ■, . . Kartenvorvelrkanf: Wr. Morgenaeilung, H., Taborstr. 1, R LS-wil. i.,'Rölenturmstr. 22, Kartciibuieau „Aida“, II., Taborslr. 5, und Jüd. HocbschulaussChiiss, I3J,'Alsfirslr. 28. " 808i Häg i b o r. Ptag (hocherfreut über herrlichen Erfolg.,.),; Ävorlffub --M n -t t a-V i, >Kiakan; Sportklub M a k k a b > Mälmsck - Ostrau; - M a k k a bi, Brünn; M aik ka b t, Göding; ' Svorrkiüb , ,H e-.ch ä--w e r, Wie«; Sportklub K a da mä.Wicn; Svorttlnb U n i 1 a s, Wien itö tf th t? .'H o ch s ch u t a n sisch ü ß.i Wien t -Fußbällnege M a k k a b t X; Jüdisch-akademische, Verbindung Z e p h t ,ra; 8 e s eu n d -N e d e h a l l e j üid. i,s ch e r H o ch sch ü l e r; Äkad». 51* u h ri c a. SPyriklub HakrÄah, Wien. U t b ers t ed luu gv Das Sekretariat übrisied'elt am 22. d. M. in, das Carn City. 1 . Werd eckorgasse 3. Kll u b lei t u n g Nächste Sitzung am Montag den22. d.M.Präzise 6 Uhr abends:m Cai6Jndustneuen, U Konksrdiaplätz 4,: Tagesordnung-:- .Stqtutenlinderung, Platzsmge. wird mn Mpktlichds ünd bestimmtes Erscheinen .ersucht. 'K l n b ü b. e n d: - Der ffcntige Klubabend im Eois Atlashos entfällt» da beute Nedoitte der L.-Ä. in den Olympigsalen.' , F e ch i f* e k t i o «: Montag - den 22, d. M., 6 Uhp abends, wichtige Ausschtchsttzung. ‘ ■ ■ j. j Hakoah. SchwimmseMon. Infolge der strengen Kalte tinp der Unmöglichkeit ' der ' Kohlenbefchaffung steht sich die Schwiinrnsektion 'genötigt, ihren B etri e b bis Ende.Jättnex 1020 e i n z u si e 11 en. "DaS letzte TraimngrfinLet S o n va t a g den 21. d. M. statt. - - - . , . ' Schachl-Wettmeister. 'Ea p ab län ca (KubaV der neben dem demschen Weltmeister Dr. Emanuel Lasier - wohl der stärkste Schachspteler der Well ist, sv'ielie kürzlichim-Londoner Abgeordveienhaus simultan, gegen 38 Gegner. Zwei Partteu wurden remis,, während die,^ übrigen 36 <iüe Mit deM S'ege deS Kubaners endeten.. Wie - bereits gemeldet, soll Capablanca,m Holland Mit Lasker in eurem Kamps um dre Wrttmetsterschaft $?' sammentteffen. .' , > Sechs Wschen' Arrest uyd S9MV Aroke« Geldstrafe wtzgen.PreLstreiLerei. Vor einem .Erkenntnissenate Mter den; -Vorsitze deU Oberlandesgerichtsrates Dr. Fralren fielb'wäret: der Kauf-» ' mann Bartholb K l-e i n Und der Buchhälter.Micharil W e i b l o? wegen Preistreiberei angeklagt. Lant der vom StaatsaMväl^ /Dr.' I o ttititn e | .-veichretenen Anklage Handelt, es/sich nnt -folgendes; t^n'de 1915 wurde vom Ministerium des Jnnerrt' eine Flüchtlingsbekteidungtzstelle" errichtet , mn - für durch den 'Krieg -geschädigte' Flüchtlinge Kleider - zu' beschaffen:', Klmck' ^gehötte' z'n den'Mfevaittert dieser Stelle. . Als 1918 bee -.politische: Umsturzerfolgte, wurde .diese Stell« ausgelassen! ,u\ib «s ergab sich die Notwendigkeit, die vorhandenen- Vorräte 'rasch zu' veckausen.. Klein reichte Mitte Jänner ein Anbyt ei'n, Zwirne- und Stofse int Faktureniverte von zwei Millionen Kroiten' zu übern-ehnrin.'- Das Anbot wurde mit der 'Be-, dingung angenommen,'daß er auch Papiergewebe' hu Faktueen-- tvette von einer! Million -Kronen Übernehmen müsse.- Schott vdr Erhalt des Schlnßbriefes bezog Klein 70.0Q0 Spulen Zwirn Min Gesaintprtis von .812.999 .Kronen, spiiter 60 Meter -Kleiderstofse im Werts von 371.000 5kronen. Diese Stoffe und Textilwaren verkaufte er sofort zu einem bedeutend höheren- Preise. Aus seinem konfiszierten Notizbuchs ging beispielsweise hervor,, daß - er Matratzengradl, die er um 14 Kronen ^pro Meter erworben, um -13 .Kronen 60 Helles pro Meter wtiterverkanfte. Für die tun 381.000 5kronen'i eingekauften Stoffe und 'Textilwarenerzielte er eine Einnahme von 1,944.000 Kronen,'also einen Bruttvzuschlag vön '609 Prozent. ‘ ' : Er' verantwortete sich dahin, baß er nach der Deretnbarung PapiergeivHe zu übernehmen hatte, welche-infokne des wirtschaftlicheit Umschwunges ganz wertlos wurden. Er hab'e .also durch Zuschläge den Verlust hereinbringen müssen. Di« ' Staatsanwaltschäft sagt, daß es . richtig sei, daß er . Papirrgewebe 'in der halben Höhe der Fakturen summa ebenfalls Übernehinenmußte, dagegen.hat er aber die anderen 'Waren zir einem so niederen Preise erhalte«, daß der drohende Verlttst gedeckt war. Er hat aber Zuschläge von, 600 bis 800 Prozent berechnet.- Sein unrechtnräßiger Gewinn betrage selbst bei Berücksichtigung aller seiner Ansprüche' eine Million' Kronen. . UeberdicS hat, er die.-Papicrgewebe zuerst.garnicht übernehmen wollen, und, erst'-als er verhaftet wurde,'sich bäzu verstanden. ,— Äje Sachverständigen bezeschneten den Gewinn des Angellagttn-als nicht so hoch, wurer in des Anklage angegeben würde.- . . DeH. Angeksngto,,'Deidleri hat. vqn Mein übernommene Waren zunt Verkauf übernommen und sich , des Kettenhandels, schuldig gemacht.^ , ' - ' Als Verteidiger der-beiden Ängeklagten süii'gierten Doktor Franz Közuer trnd Dri Frlödrich Grau. Nach mehrstündiger Verhandlung verurteilte der Gerichtshof K l e i n zu s.e ch s.W o ch e n A rr e st und 60.000 Kronen Geldstrafe. Die -Arceststda'fe wurde'bereits durch die Untersuchungshaft verbüßt. — W e i d l e r wurde freigesprochen. Pom Schleichhändler zum Naubmörder.- Sch.w,espa zju lebenslänglichen«, schweren jtevbev »er» .'^7'- ' .urteilt,- ^Dtefeit der. Aufhebung der Todesstrafe' an deren Stelle iti Krast getretene gesetzliche Höchststrafe: Schwerer Kerker auf Lebeu'ßdatter, mit enilvrichender.Bclschärsmig, wurde gestern vom Wien.is,r xLandesgcrlchte 'über einen Schwerverbiecher. dem sei! F:e,tög>ör dem Schwurgerichte des mcitchlertschen Raubmordes attgcttaäten Slsähngen ' Privatbcamten Johann S ch w e t d a zmn ersten Male.verhängt.' , ' Dte Geschworncn cikanpten'den Angeklngten des meiichlerischen Raubmordes an der gretstn KammcrdlrnersaältmLmse Pawlil sowie der Betleumdung des Schlossergchilfen Johann 3 t d e l cinstimmiS schuldig und verneinten nnt dem gleichen Stlmmenvrrb'ältmS dte Zusatz,frage auf SnmcSverwirrung zur Zeit der -Tat. Auf'Grüttd dieses Verdikies verurteilte kub-rick>!§hof den AnLetlagten zu l e b-a n sl ä u-al i ck e ut schwereu